Verein bestätigt: Auch Dominique Heintz muss beim 1. FC Köln zunächst aussetzen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 1. FC Köln Heintz

Verein bestätigt: Auch Dominique Heintz muss beim 1. FC Köln zunächst aussetzen

Am Samstagnachmittag hatte es sich angedeutet, am Sonntag wurde es bestätigt: Dominique Heintz wird dem 1. FC Köln zunächst fehlen. Das gab der Verein am Sonntagvormittag bekannt.

Die Innenverteidigung bleibt die personelle Achillesferse der Geißböcke. Denn auch Dominique Heintz wird dem 1. FC Köln zunächst fehlen. Das gab der Club am Sonntag bekannt.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal.


Rav van den Berg kam gegen Werder Bremen schneller zu seinem Comeback in der Bundesliga als eigentlich angedacht. Bereits nach dem Ausfall von Joel Schmied wurde der Sommer-Neuzugang als mögliche Option für die Startelf gegen Bremen gehandelt. FC-Trainer Lukas Kwasniok stellte van den Berg allerdings nicht zu Beginn an auf. Doch dann kam alles anders als geplant. Dominique Heintz musste im Weserstadion in der 12. Minute das Spielfeld verlassen. Der Abwehrspieler fasste sich an den Oberschenkel und konnte die Partie nicht weiter bestreiten. Mit Heintz fällt der nächste Innenverteidiger aus. Wie der FC am Sonntag bestätigte, hat sich der Routinier eine muskuläre Verletzung zugezogen. Es handele sich um einen „kleinen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich“, so der Verein. Die Diagnose wurde bei einer MRT-Untersuchung verifiziert.

Heintz ist der fünfte Ausfall bei den Geißböcken

Kwasniok hatte bereits am Samstagnachmittag geahnt, dass es für Heintz nach einem Ausfall aussehen könnte: „Das gehört leider dazu, dass jetzt gefühlt alle Innenverteidiger ausfallen. Das ist wie verhext. Für mich ist wichtig, dass wir auch da wieder Lösungen gefunden haben“, so Kwasniok nach der Begegnung. Besonders ärgerlich für die Geißböcke ist, dass bereits Timo Hübers mit einer schweren Knieverletzung längerfristig ausfällt sowie Joel Schmied im Duell gegen Frankfurt in der vergangenen Woche ebenfalls frühzeitig vom Platz musste und dem Verein aktuell fehlt. Zudem fehlt dem FC Luca Kilian nach dem dritten Kreuzbandriss. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte sich zudem Julian Pauli verletzt. Der Youngster ist bekanntlich mittlerweile an Dresden verliehen. Van den Berg ist nach seiner Schulterverletzung wieder einsatzbereit.

Neben dem Rückkehrer van den Berg ist Cenk Özkacar nun der einzige fitte gelernte Innenverteidiger im Kölner Kader. Schon in den vergangenen Wochen mussten mit Eric Martel oder Sebastian Sebulonsen immer wieder positionsfremde Spieler im Abwehrzentrum ran. Wie lange Heintz ausfallen wird, konnte der Verein noch nicht sagen.


Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Die Spieler des 1. FC Köln feiern mit Trainer Funkel die Meisterschaft
, ,
Startseite » 1. FC Köln Heintz

Dominique Heintz im Interview über seine Zukunft und die Zuneigung der Fans – Teil 2

Der Abwehrspieler fühlt sich wohl in Köln – und das nicht nur fußballerisch. Mit come-on-fc.com spricht der 32-Jährige über seine weiteren Karrierepläne, die Vertragssituation und die Zuneigung der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

Die Sympathien, die dem Kölner Abwehrspieler entgegenschlagen, sind in der Domstadt große. Und der 32-Jährige fühlt sich mit seiner Familie wohl in Köln und beim FC. Mit come-on-fc spricht der Pfälzer über seine Zukunftspläne, die Vertragssituation beim FC und die Liebe der Fans des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 2.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.


Das Gespräch führte Simon Bartsch
Herr Heintz, Lukas Kwasniok hat Sie jetzt wieder spielen lassen, zu Beginn saßen auch mal Linton Maina oder Luca Waldschmidt draußen. Welche Signale sendet der Coach mit dieser Art der Rotation?

Dominique Heintz: Die Rotation zeigt doch, dass man durch harte Arbeit im Training und gute Präsenz, die Chance bekommt, reingeschmissen zu werden. Auf der anderen Seite spricht das natürlich auch für die Qualität in unserer Mannschaft. Jeder Spieler ist wichtig, jeder Spieler bekommt auch die Chance, sich zu zeigen und diese dann auch zu nutzen. Wir haben es selbst in der Hand zu zeigen, wie stark wir im Training sind, wie stark wir im Spiel sind.

„Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft“

Der Kader hat sich komplett verändert. Dennoch wirkt es von außen so, als sei er komplett eingespielt. Wie würden Sie den bisherigen Erfolg erklären?

Dominique Heintz: Es ja nicht so, dass alle Spieler der vergangenen Saison weg sind und wir sind ja auch nicht umsonst aufgestiegen (lacht). In erster Linie hat es etwas mit dem guten Teamgeist in der Mannschaft zu tun. Der steht über allem und ist die Voraussetzung für guten Fußball. Wir haben aber auch einfach geile Jungs in der Mannschaft, die schon lange in Köln sind und die es den neuen Spielern einfach machen. Du brauchst bei uns nur zwei, drei Tage und dann hast du das Gefühl, dass du schon länger bei uns im Team bist.

Im Sommer wurden gleich zwei, mit Tom Krauß sogar im Grunde drei Innenverteidiger verpflichtet. Mit Rav van den Berg sogar der teuerste Abwehrspieler der Vereinsgeschichte. Was ist Ihnen da durch den Kopf gegangen?

Dominique Heintz: In jeder Mannschaft, in der ich gespielt habe, waren die Jungs stark und schwere Konkurrenz. Da muss man sich einfach durchsetzen. Das gehört zu dem Business dazu, egal auf welcher Position. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt dich auch weiter nach vorne. Ich habe mir da eigentlich keine großen Gedanken gemacht. Im Sommer habe ich eigentlich nur die Meisterschaft der 2. Bundesliga genossen.

Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen Borussia Dortmund
Dominique Heintz in der Saison 2015/16 gegen den FC Bayern München
Dominique Heintz gegen Hertha BSC
Dominique Heintz nach dem Spiel vom 1. FC Köln

Dennoch erscheint die Konkurrenz nun besonders groß…

Dominique Heintz: Klar, das ist sie. Da muss man auf dem Platz dann Gas geben. Aber im Ernst: Das sind gute Jungs. Ich freue mich, dass sie da sind. Wir werden sie brauchen. Denn die Saison ist lang. Wir sind gerade erst beim sechsten Spieltag. Es sind noch viele schwere Spiele zu bestreiten und von daher bin ich froh, dass wir so einen breiten Kader haben. Man sieht ja auch an den späten Wechseln, welchen Impuls wir dann noch mal bringen können.

Sie sind jetzt 32 Jahre alt, haben viel erlebt. Europa, Aufstieg, Abstieg – Welche Ziele haben Sie als Fußballer noch?

Dominique Heintz: Da gibt es schon noch einige, die ich jetzt aber nicht verrate (lacht). Ich stecke mir aber auch hohe Ziele. Das finde ich wichtig. Ich bin in erster Linie froh, hier zu sein und versuche, einfach Gas zu geben, mit meiner Leistung zu überzeugen. Alles andere wird man sehen. Aber, dass ich mich in dem Alter noch mal rangekämpft, dass ich mich eigentlich von ganz unten jetzt nach oben gekämpft habe, mir dann noch mal eine Chance erarbeitet habe, macht mich schon stolz. Die Chance möchte ich jetzt erneut nutzen.

„Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe“

Allerdings läuft Ihr Vertrag beim FC im kommenden Sommer aus. Wie ist der Stand der Dinge?

Dominique Heintz: Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein. Wir sind aber auch erst beim sechsten Spieltag, noch nicht mal in der Winterpause. Ich habe da keinen Stress. Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.

Sie sind in der Pfalz nach wie vor sehr verwurzelt. Könnten Sie sich dennoch ein Karriereende beim FC vorstellen?

Dominique Heintz: Es wäre natürlich ein Traum, wenn meine Kinder hier im Kindergarten bleiben, meine Frau wieder arbeiten gehen kann und ich hier meine Karriere beende. Ob es am Ende so kommt, das kann ich jetzt noch nicht beantworten.

Was macht Dominique Heintz denn nach seiner Karriere?

Dominique Heintz: Ich möchte meine Trainerscheine machen und dann schauen, wie weit der Weg da geht. Ich kann mir gut vorstellen, mit dem Nachwuchs zu arbeiten. Ob ich dann irgendwann ins Profigeschäft einsteige, das gucken wir dann mal. Mein Ehrgeiz wird sich sicher auch da zeigen (lacht). Aber so weit denke ich eigentlich noch nicht. Ich fühle mich noch fit und es macht mir noch so viel Spaß, Fußball zu spielen. Ich möchte das einfach so lange genießen, bis mein Körper irgendwann sagt, dass die Grenze oder das Alter erreicht sind.

„Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln“

Nach dem Spiel in Hoffenheim gab es für Sie viel Zuspruch, viel Lob, Anerkennung. Wie erklären Sie sich diese Zuneigung?

Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ist es meine Art, wie ich Fußball spiele oder wie ich bin. Vielleicht mögen es die Leute, dass da ein Spieler ist, der nicht gleich abhaut, sich der Situation stellt und versucht, sich durchzubeißen. In der vergangenen Saison kam ich nach dem zehnten Spieltag so richtig rein. Die Fans haben das nicht vergessen. Ich freue mich, dass die Menschen so eine gute Meinung von mir haben und das spüre ich auch. Deswegen bin ich so gerne hier und deswegen kann ich auch eine so gute Leistung bringen. Meine Familie fühlt sich wohl, ich habe hier ein gutes Standing, die Leute sind überzeugt von mir und das macht dann auch etwas mit dem Spieler. Deswegen spiele ich so gern für den 1. FC Köln.

Zum ersten Teil des Interviews geht es hier.


Dominique Heintz im Interview: „Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren“ – Teil 1

Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.
, ,
Startseite » 1. FC Köln Heintz

Dominique Heintz im Interview: „Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren“ – Teil 1

Am vergangenen Spieltag stand der Routinier gegen Hoffenheim erstmals diese Saison in einem Pflichtspiel auf dem Platz und machte seine Sache gut. Mit come-on-fc.com sprach der 32-Jährige über seine seine Einstellung zum Fußball und seine Rolle beim 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 1.

Die Nominierung für die Startelf gegen die TSG Hoffenheim kam nicht nur für die Fans überraschend. Auch der Kölner Abwehrspieler war durchaus erstaunt, aber nicht verwundert. Mit come-on-fc sprach der Pfälzer über seine Arbeitseinstellung, den Kader und den neuen Trainer des 1. FC Köln: Dominique Heintz im Interview – Teil 1.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Das Gespräch führte Simon Bartsch

Herr Heintz, nach dem Spiel gegen Hoffenheim sprachen sie davon, dass es Ihr Traum gewesen sei, noch einmal Bundesliga zu spielen. Der ist wahr geworden. Was war schwerer? Die Beine oder der Sack an Kurznachrichten?

Dominique Heintz: Beides war schwer (lacht), aber natürlich vor allem die Beine. Ich habe in letzter Zeit nicht so viel gespielt. Zuletzt 15 Minuten im Test gegen Bergamo. Das merkst du dann schon. Man kann zwar viel trainieren, macht mal Extra-Läufe und versucht, dranzubleiben, aber das Training ersetzt  keine Spiele. Das ist noch einmal ein anderes Level. Ich war zufrieden, dass ich so lange durchgehalten habe und habe mein Bestes gegeben. Nach zwei Spielen ist man dann aber auch wieder bereit, um auch 90 Minuten durchzuhalten.

Es war ihr erster Einsatz in dieser Saison. Sie haben durchklingen lassen, dass der Trainer sie mit der Aufstellung nach dem Mittagessen überrascht hat. Was ist Ihnen von da an durch den Kopf gegangen?

Dominique Heintz: Ich habe mich einfach auf das Spiel gefreut. Es ist schön, wenn du für deine harte Arbeit belohnt wirst und dass der Trainer gesehen hat, dass ich nie aufgegeben habe und er auf mich setzen kann. Dann habe ich meiner Familie Bescheid gegeben, die gerade auf dem Weg zum Stadion war. Die hat sich natürlich gefreut, mich wieder live auf dem Platz zu sehen. Ich habe mich dann aber auch schnell auf das Spiel fokussiert. Wenn du schon ein bisschen länger im Geschäft dabei bist, dann weißt du, was du zu tun hast.

In der Abstiegs-Saison war die Situation für Sie ähnlich. Da haben Sie zu Beginn auch so gut wie gar nicht gespielt. Zwischenzeitlich mehr, dann wieder kaum. Vergangene Spielzeit waren Sie aus dem Nichts dann wieder Stamm. Was machen diese Auf und Abs mit einem? Vielleicht auch gerade mit einem routinierten Spieler, der ja schon einiges in seiner Karriere geleistet hat?

Dominique Heintz: Das gehört nun mal zum  Profifußball dazu. Es kommt ja auch immer darauf an, welches System der Trainer bevorzugt. Und ein neuer Coach muss sich erst ein Bild von der Mannschaft machen. Aber egal, in welcher Phase du bist, ob Du spielst oder nicht, du musst immer dran bleiben. Du darfst einfach nichts in deiner Mentalität oder an deiner Art in der täglichen Arbeit ändern. Dann wirst du irgendwann wieder belohnt. Dazu versuche ich  immer, die Mannschaft zu unterstützen.

„Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren“

Als sie 2023 nach Köln zurückgekommen sind, haben Sie gesagt, dass Sie Ihre Rolle darin sehen, da zu sein, wenn die anderen Sie bräuchten. Ist dieses Mannschaftsverständnis manchmal auch hart, wenn man im Umkehrschluss dann auf dem Platz auch mal nicht gebraucht wird?

Dominique Heintz: Auch dann muss man immer weitermachen. Nur so erarbeitet man sich ja die Chance, sich wieder zu zeigen. So habe ich das in meiner ganzen Karriere gemacht.

Dominique Heintz gegen den FC Bayern München 2025/16


Und da bestand nie die Gefahr, in ein Loch zu fallen?

Dominique Heintz: Wenn du in ein Loch fällst, dann hast du im Grunde schon verloren. Dann bestätigst du ja, dass du am Anschlag bist und vielleicht eben nicht die Haltung oder die Bereitschaft hast, im Training alles zu geben. Vielleicht erwartet der Trainer aber gerade eine Reaktion vom Spieler. Wie geht er mit einer Nicht-Berücksichtigung um? Wie zeigt er sich danach? Dann muss man zeigen, dass man sich nicht unterkriegen lässt.

Gerhard Struber hat sie in der vergangenen Saison als Rotwein beschrieben, der immer besser werden würde. Würden Sie sich als den unverwüstlichen oder den immer wieder aufstehenden Dominique Heintz beschreiben?

Dominique Heintz: Das macht ihr Medien ja dann (lacht). Ich brauche keine Bestätigung von außen oder dass die Medien mich immer als den Spieler beschreiben, der nicht aufgibt. Auf der anderen Seite entsteht dieser Eindruck ja durch die harte Arbeit und schafft so ein positives Gefühl. Das kannst du aber nur schaffen, wenn du täglich in der Arbeit sauber bleibst, eine gute Haltung hast, gut zu deinen Mitstreitern bist. Es ist nicht so, dass mir das nicht gefällt. Es ist natürlich schön, so etwas zu lesen oder zu hören, weil es eine Bestätigung für die Arbeit ist.

Schwingt bei solchen Einsätzen wie am Freitag auch ein Hauch Genugtuung im Sinne von „Seht ihr, ich kann es noch“ mit?

Dominique Heintz: Nein, das wäre zu viel. Ich sehe es als Belohnung. Man sitzt auf der Tribüne, kommt zurück in den Kader und dann vom Kader in die Startelf – das tut gut. Ich habe es am Freitag einfach genossen. Darauf habe ich mich seit dem Aufstieg gefreut.

„Jeder Spieler ist wichtig“

Gerhard Struber hat Sie damals als sehr verlässlich, loyal beschrieben. Eigenschaften, die Sie von außen betrachtet perfekt beschreiben. Sind das Tugenden, die es im aktuellen Fußball noch häufig zu finden gibt?

Dominique Heintz: Manchmal liegen Entscheidungen nicht beim Spieler. Zum Beispiel, wenn er gerne bleiben will und der Verein andere Pläne hat – oder es ist genau andersherum. Ich bin schon immer so gewesen, egal bei welchem Verein ich gespielt habe. Hier in Köln habe ich angefangen, habe dann meine Reise gemacht und bin jetzt wieder hier. Ich glaube, ich habe mich in dieser Zeit nicht groß verändert.

Verändert hat sich aber das Umfeld, in diesem Sommer der Kader…

Dominique Heintz: Wir haben viele gute Typen in unserer Mannschaft und du brauchst diese gute Mischung. Du brauchst ein paar jüngere Spieler, ein paar bodenständige. Du brauchst auch ein paar ausgefallene Spieler, so wie es jede Mannschaft hat, das ist sehr wichtig. Du musst immer aufpassen, dass du einen guten Stamm hast und dass du eine gute Mischung hast.

Das ist jetzt Ihre sechste Saison beim FC. Sie haben viele Trainer kommen und gehen sehen. Ist Lukas Kwasniok noch einmal anders? Und wenn ja, inwiefern?

Dominique Heintz: Ich vergleiche Trainer nicht gerne, weil jeder seine eigene Philosophie, seine eigenen Standards, seine eigenen Werte hat. Die Spieler müssen den Trainer erst einmal kennenlernen und der Trainer die Spieler. Jetzt sind wir schon ein paar Monate zusammen und man merkt, dass es immer besser und besser wird. Eigentlich ist es immer gut, wenn du zwei, drei Jahre am Stück mit einem Trainer arbeitest. Dann läuft viel automatisiert.

Haben sich das Training und das Spiel denn so deutlich verändert?

Dominique Heintz: Das ist schwer zu sagen, weil sich in erster Linie unsere Situation verändert hat. In der vergangenen Saison haben wir einen Fußball gespielt, bei dem die Gegner meist tief standen. Da waren wir Favorit. Diese Saison sind wir eher der Außenseiter, der Aufsteiger. Da haben wir wiederum nichts zu verlieren. Die Mannschaften laufen uns jetzt schon sehr hoch an, geben uns Druck, pressen früh. Es ist schon anders. Uns ist schon klar, dass wir vielleicht mal weniger den Ball haben, sondern eher die Umschaltmomente suchen müssen. So wie wir das gegen Hoffenheim gemacht haben.

Im zweiten Teil des Interviews spricht Dominique Heintz über seine Zukunft, die Vertragssituation beim FC und die Zuneigung der Fans.


Starker Auftritt des Routinier vom 1. FC Köln: Der immer wiederkehrende Dominique Heintz

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
, ,
Startseite » 1. FC Köln Heintz

Starker Auftritt des Routinier vom 1. FC Köln: Der immer wiederkehrende Dominique Heintz

Am Freitagabend stand Dominique Heintz das erste Mal in dieser Saison für die Geißböcke auf dem Platz. Der Einsatz kam selbst für den Routinier überraschend. Doch der 32-Jährige machte seine Sache gut beim 1. FC Köln: Dominique Heintz kehrt erneut ins Spiel zurück.

Gänsehaut, starke Werte und ganz viel Erfahrung. Der Freitagabend in Sinsheim hielt viel bereit für den Routinier des 1. FC Köln: Dominique Heintz kehrt erneut ins Spiel zurück.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

Wie ist deine Meinung? Du hast einen Fehler gefunden? Dann lass uns etwas in den Kommentaren da! Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier


Freitagabend, Flutlichtspiel, mehr als 10.000 mitgereiste Kölner Fans in der ProZero-Arena in Sinsheim. Die Geräuschkulisse war ohrenbetäubend, als die Kölner Spieler inklusive Routinier Dominique Heintz den Rasen zum Duell gegen die TSG Hoffenheim betraten. Ein Gänsehautmoment für den 32-Jährigen, der zuletzt in den Planungen von Lukas Kwasniok keine Rolle gespielt hatte. Gegen Hoffenheim war es dann soweit. Heintz stand nicht nur im Kader der Kölner, Trainer Kwasniok ließ den Abwehrspieler sogar von Beginn an ran – und das überraschte selbst Heintz: „Da habe ich nicht mit gerechnet. Der Trainer hat es mir nach dem Mittagessen gesagt. Er hat mich auch selbst gefragt, ob ich überrascht bin. Da habe ich auch gesagt: ,Ja´. Aber wenn man im Training immer wieder Gas gibt, dran bleibt, auch wenn es schwer wird – das habe ich letztes Jahr auch gezeigt, dass ich dann auf einmal durchstarten kann – dann klappt das auch“, so Heintz.

„Richtig gute Entscheidungen“

Und der Routinier weiß, wovon er spricht. Bereits 153 Mal ist der gebürtige Neustädter im Trikot mit dem Geißbock auf der Brust aufgelaufen. Schon mehrfach in seiner Karriere war er außen vor, kämpfte sich zurück und zeigte dabei, dass er durchaus mit den jüngeren und zugegebenermaßen schnelleren Abwehrspielern mithalten kann. Seine Erfahrung macht dann eben doch wohl den Unterschied. In der vergangenen Saison stand Heintz zunächst nur als Auswechselspieler auf dem Platz, saß sogar in den ersten sieben Spielen der zweiten Liga auf der Bank. Doch der 32-Jährige bewieß seine Qualität und sicherte sich zunehmend einen Stammplatz in der Mannschaft von Gerhard Struber. „Das ist einfach Fußballschläue par excellence, die der Dominique mitbringt“, lobte Struber seinen Abwehrspieler noch im Februar. „Weil er in gewissen Situationen einfach richtig gute Entscheidungen trifft.“

Schon damals war Heintz laut Struber ein „entscheidender Eckpfeiler“ der Mannschaft, galt als Stabilisator, Vorlagengeber, vor allem aber als Konstante beim 1. FC Köln, kam auf gute Pass- und starke Zweikampfquoten. Allerdings eben in der 2. Bundesliga. Mit dem Aufstieg ins Oberhaus wurde gemutmaßt, dass Heintz die Schnelligkeit und Intensität der ersten Liga nicht (mehr) gehen könne. Am Freitagabend war das weit gefehlt. Denn der Routinier überzeugte gegen die TSG Hoffenheim, stand gegen Ex-Teamkollege Tim Lemperle und TSG-Stürmer Fisnik Asllani sicher. „Die Kölner haben es auch gut verteidigt. Die standen total eng. Ich hatte gefühlt immer am Sechzehner den Timo und den Heinzi direkt bei mir“, bemerkte auch Lemperle. Und das Gefühl des Ex-Kölners war durchaus berechtigt.

“Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da“

Denn mit fast 90 Prozent gewonnener Zweikämpfen war Heintz in dieser Statistik der beste Kölner. Abwehrchef Timo Hübers kam auf 53 Prozent, Joel Schmied lag bei 48 Prozent, Tom Krauß bei 46 Prozent und damit bei der Hälfte des Wertes von Heintz. Auch im Ligavergleich kann sich der Wert sehen lassen. So muss sich der 32-Jährige nicht hinter den Top-Innenverteidigern der Liga verstecken. Da führen Jeff Chabot und Dominik Kohr mit 75 Prozent die Statistik an. Die Konkurrenz muss Heintz also nicht fürchten. Den Konkurrenzkampf innerhalb seiner Mannschaft muss der 32-Jährige allerdings führen. Denn mit den Neuverpflichtungen von Rav van den Berg, Cenk Özkacar und auch Krauß bekam Heintz zu Beginn der aktuellen Saison gleich mehrere Kontrahenten und landete vorerst auf dem Abstellgleis, stand die ersten Begegnungen nichtmal im Kader von Kwasniok. Bis jetzt.

Und das lag sicherlich auch an seiner Einstellung und an den Trainingsleistungen. „Wenn ich gebraucht werde, dann bin ich da“, erklärte Heintz. Und der Routinier war da gegen die Hoffenheimer. „Ich glaube, ich habe heute ein sehr gutes Spiel gemacht, dafür, dass ich über zwei Monate kein Spiel gemacht habe. Das ist dann auch nicht immer einfach für mich. Aber mit meiner Erfahrung und meiner Qualität konnte ich das gut wett machen heute“, so der Kölner weiter, der sich über seine erneute Wiederkehr merklich freute. „Ich genieße das ungemein, in meinem Alter nochmal Bundesliga spielen zu dürfen. Das haben wir uns letztes Jahr erarbeitet. Das war nochmal ein Traum mit Köln da anzukommen und jeder weiß, wie sehr ich den Verein liebe“, fasste Heintz nach dem Duell zusammen. „Ich kriege da immer noch Gänsehaut.“ Vermutlich wird es nicht die letzte gewesen sein.

Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Dominique Heintz vom 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Heintz

Trotz wenig Einsatzzeit: Dominique Heintz und Florian Kainz füllen weiter eine relevante Rolle im Kölner Kader aus

Bisher hatten Florian Kainz und Dominique Heintz wenig bis keine Einsatzzeit in dieser Saison. Trotzdem haben beide eine relevante Rolle beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

25 Minuten für Florian Kainz, noch keine einzige bei Dominique Heintz: Die beiden Stammspieler der vergangenen Jahre sind gerade eher außen vor. Trotzdem ist es gut für den Verein, dass sie im Kader stehen beim 1. FC Köln: Heintz und Kainz sind mit ihrer Erfahrung wichtig.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

27 Einsätzen, fünf Toren und zwei Vorlagen trug Florian Kainz in der abgelaufenen Saison zum Kölner Aufstieg bei. Vor allem zwei enorm wichtigen Treffer des 32-Jährigen blieben dabei in Erinnerung: In der ersten Partie unter Friedhelm Funkel gegen den 1. FC Nürnberg machte der Österreicher mit einem Doppelpack den Sieg für die Kölner klar und erhielt seiner Mannschaft damit die gute Ausgangsposition für den 34. Spieltag. Einen gehörigen Anteil am Aufstieg hatte auch Dominique Heintz. Der Innenverteidiger war mit 28 Einsätzen eine der Stützen in der Defensive. In der neuen Spielzeit in der Bundesliga sieht die Lage für beide jedoch anders aus. Kainz kam bisher nur in zwei der drei Begegnungen als Joker, Heintz wurde noch nichtmal für den Kader nominiert. Zu sagen, dass die beiden keine Rolle mehr beim FC spielen, wäre aber ein Trugschluss.

Sehr viel Erfahrung in der Bundesliga

Denn die Routiniers bringen eine sehr wichtige Facette in den Kader: Mit zusammengenommen 294 Bundesligaspielen sind die beiden durch ihre Erfahrung wertvoll für die Mannschaft der Kölner. Sie können Mitspielern, die noch nicht in der höchsten deutschen Spielklasse aufgelaufen sind, Tipps mitgeben und vermitteln, was es braucht, um bestehen zu können. Gleichzeitig kennen Kainz und Heintz den Abstiegskampf, speziell in einem emotionalen Umfeld wie Köln. Sollten die Geißböcke in den nächsten Monaten in der Tabelle weit unten stehen, können sie vorangehen und ihren Teamkollegen helfen, mit dem Druck umzugehen.

Gleichzeitig erfüllt Heintz insofern eine wichtige Rolle, dass die Kölner Verantwortlichen wissen, was sie an ihm haben. Sollte der Innenverteidiger gebraucht werden, wird er da sein. Solange jedoch kein Platz im Kader für den Routinier ist, akzeptiert der 32-Jährige das ohne Meckern. Mit seinem Verhalten ist der Verteidiger daher ein Faktor für eine gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Unzufriedene Bankspieler können die Stimmung im Team schnell negativ beeinflussen. Da Heintz aber seine Rolle annimmt, droht die Gefahr bei ihm nicht.

Große Konkurrenz für Kainz

Ähnliches dürfte für Kainz gelten. Der Linksaußen darf sich zwar mehr Hoffnung auf Einsatzzeit machen als Heintz, hat aber im Angriff große Konkurrenz, die sich bereits stark präsentiert hat. So gibt es auf seiner Lieblingsposition links in der Offensive mit Jakub Kaminski und Said El Mala gleich zwei Profis, die eher vor ihm stehen. Allerdings kann der 32-Jährige mit seiner Kreativität gerade als Joker eine Rolle spielen und sich empfehlen. Trotzdem muss sich wohl auch der österreichische Nationalspieler auf weniger Minuten als in der Vorsaison einstellen. Aber genau wie bei Heintz dürfte Kainz das wahrscheinlich akzeptieren und nicht für schlechte Stimmung im Team sorgen. So bleibt er dann trotz geringer Einsatzzeiten als Routinier weiter wichtig für den FC.