Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Thomas Kessler bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Zwei Abgänge sind schon fix – doch es wird noch weitere Streichkandidaten geben beim 1. FC Köln

Florian Kainz und Dominique Heintz stehen bereits als Abgänge für den kommenden Sommer fest. Auch der Verbleib von Luca Kilian gilt als unwahrscheinlich. Doch es wird noch weitere Veränderungen geben beim 1. FC Köln: Das sind mögliche Streichkandidaten.

Wenige Wochen vor dem Saisonende stehen die ersten Abgänge beim FC bereits fest. Es werden weitere folgen. Und das nicht nur bei den Leihspielern.

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Nach dem Aufstieg in die Bundesliga im vergangenen Sommer veränderte FC-Sportdirektor Thomas Kessler das Gesicht der Geißböcke maßgeblich. Der 40-Jährige nahm ordentlich Geld in die Hand und fügte dem damaligen Kader frisches Blut hinzu. Der 1. FC Köln sollte für die Rückkehr ins Oberhaus konkurrenzfähig gemacht werden. Neben den längerfristigen Transfers tütete Kessler auch einige Leihen – teilweise mit Kaufpflicht oder -option – ein. Fünf Spieltage vor Ende der aktuellen Saison befindet sich das Team im Abstiegskampf, verbesserte die Situation allerdings am vergangenen Spieltag maßgeblich. Der Verbleib in der Bundesliga scheint – auch dank der Kaderqualität – durchaus machbar, das ausgegebene Saisonziel erreichbar.

Drei Abgänge stehen fest

Doch auch wenn der FC in der kommenden Saison in der ersten Liga zu finden sein wird, wird die Mannschaft erneut maßgeblich verändert werden. Zwei Abgänge bei den Geißböcken sind mit den langjährigen Akteuren Florian Kainz und Dominique Heintz bereits bekannt. Der Österreicher ist aktuell in seiner siebten Saison dienstältester FC-Spieler und hatte vor einigen Wochen angekündigt, seine aktive Karriere zu beenden. Heintz hingegen wird nach insgesamt sechs Jahren bei den Geißböcken keine Vertragsverlängerung mehr bekommen und sich wohl anderweitig umschauen. Auch für den Langzeitverletzten Luca Kilian, der sich weiterhin von seinem dritten Kreuzbandriss erholt, wird es wohl keine Verlängerung mehr geben. Somit stehen drei Abgänge im Sommer, auch wenn nicht alle offiziell kommuniziert sind, fest.

Unklare Leihsituationen

Doch es wird noch weitere Veränderungen geben oder geben müssen. Fragezeichen stehen im Grunde hinter allen Leihspielern. Das aber aus unterschiedlichen Gründen. Tom Krauß wird beim Klassenerhalt sicher in Köln bleiben, dann greift die Kaufpflicht. Für die anderen Leihspieler wurde eine Kaufoption in den Vertrag geschrieben. Dass diese bei Jakub Kaminski gezogen wird, gilt als sicher. Allerdings wird es dann eine Ausstiegsklausel geben. Auch Jahmai Simpson-Pusey soll gehalten werden, allerdings ist die Ablöse recht hoch und Manchester City hat mit einer Rückkaufoption die Hand auf dem Deal. Einfacher dürfte die Situation bei Cenk Özkacar und Kristoffer Lund mit einer festen Verpflichtung sein. Beide Spieler würden wohl gerne in Köln bleiben, müssen sich aber noch ein wenig in der Leistung strecken. Grade Özkacar blühte zuletzt auf.

Felipe Chávez könnte ebenfalls fest verpflichtet werden. Die Bayern haben für die Sommer 2027 und 2028 eine Rückkaufoption für den Youngster im Vertrag verankert. Bislang spielt der Peruaner überhaupt keine Rolle. Das nötige Kleingeld für die zahlreichen potenziellen Transfers wird wohl der Verkauf von Said El Mala einbringen. Zwar gibt es noch keine Einigung mit einem anderen Club, doch die Interessenten stehen bekanntlich Schlange und der FC ist bei einem lukrativen Angebot bereit, den Spieler abzugeben. Der Abschied im Sommer gilt als sehr wahrscheinlich. Unklar ist nach wie vor die Situation bei Eric Martel. Der Mittelfeldspieler hat seinen Vertrag bekanntlich noch nicht verlängert, befindet sich aber in Gesprächen mit dem FC. Aktuell scheint alles offen. Allerdings wird der FC sich nicht ewig hinhalten lassen.

Weitere Wackelkandidaten

Weitere Wackelkandidaten dürften Spieler sein, die sich mehr von dieser Saison und von denen sich der FC wohl mehr versprochen haben. Luca Waldschmidt hatte schon im vergangenen Sommer angedeutet, dass er sich einen Verbleib in Köln vorstellen könne, wenn er die erhoffte Spielzeit bekäme. Zwar stand der 29-Jährige 20 Mal auf dem Platz, sammelte aber nur 540 Minuten, in denen er drei Tore erzielte. Der ehemalige Nationalspieler fühlt sich in Köln sehr wohl, will aber auch wieder mehr Spielzeit sammeln. Immerhin betonte René Wagner am Mittwoch, dass der Offensivspieler seine Rolle gut angenommen habe und lobte den Akteur über den grünen Klee. Auch Denis Huseinbasic dürfte sich von der Spielzeit mehr erhofft haben. Unter René Wagner erhielt der Mittelfeldspieler zuletzt wieder eine Chance von Beginn an, konnte aber nicht überzeugen. Insgesamt kommt der 24-Jährige (auch verletzungsbedingt) auf 16 Einsätze, in diesem Jahr erst auf drei.


Emotionale Reaktionen auf das FC-Aus im Sommer von Dominique Heintz

Dominique Heintz im Interview mit come-on-fc.
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Emotionale Reaktionen auf das FC-Aus im Sommer von Dominique Heintz

Dominique Heintz wird die Geißböcke wie berichtet im Sommer verlassen. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, doch der Abschied des Routiniers ist beschlossen beim 1. FC Köln: Es folgten emotionale Reaktionen auf das Aus von Dominique Heintz.

160 Mal lief der Abwehrspieler für den FC auf, spielt nahezu sechs Jahre für die Geißböcke. Kein Wunder, dass die Netz-Reaktionen auf die Nachricht vom FC-Aus nicht lange auf sich warten ließen.

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Ein wenig überraschend kam die Verpflichtung im Sommer 2023 dann doch. Dominique Heintz kehrte vor nahezu drei Jahren zurück nach Köln. Fünf Jahre nach seiner ersten Zeit am Geißbockheim. Damals verstärkte der Abwehrspieler das dünn besetzte Innenverteidiger-Team um Timo Hübers, Jeff Chabot, Luca Kilian und Elias Bakatukanda. Viel Einsatzzeit räumten dem Rückkehrer die Skeptiker nicht ein. „Ich bin ein Mannschaftsspieler und stelle mich voll in den Dienst des Teams. Und wenn ich mitmache, dann möchte ich natürlich auch drinbleiben. Ich kenne meine Rolle, will einfach weiterhelfen“, sagte Heintz. „Wir haben noch viele schwere Aufgaben, die Saison ist lang. Von daher wird jeder einzelne gebraucht.“ Der Pfälzer betonte, dass er immer da sein wolle, wenn er gebraucht werde.

„Die Nachricht macht mich sehr traurig“

Und das war der Routinier. In der ersten Spielzeit kam Heintz noch auf zwölf Einsätze, in den vergangenen Saison waren es dann wettbewerbsübergreifend 32, davon 25 von Beginn an. Und auch in dieser Saison wurde Heintz wieder gebraucht, kommt auf acht Einsätze – in diesem Jahr sind es allerdings nur vier Minuten. Der Abschied hat sich angebahnt. Auch, weil die Kölner Verantwortlichen den Kaderumbruch weiter vorantreiben wollen. Aktuell haben Cenk Özkacar, Rav van den Berg, Jahmai Simpson-Pusey und Joel Schmied die Nase vorne. Schmied und van den Berg haben auch in der Zukunft ein gültiges Arbeitspapier. Wenn es nach dem FC geht, wird man bei Jahmai Simpson-Pusey die Kaufoption ziehen wollen und auch Özkacar drängt sich für mehr auf. Dazu kehrt Timo Hübers nach seiner Verletzung wohl wieder zurück, mit Bakatukanda und Julian Pauli sind zwei starke Talente noch bis zum Sommer verliehen. Die Konkurrenz wird eine große sein.



Sportlich scheint die Entscheidung also folgerichtig zu sein. In den Reaktionen auf die Nachricht zeigt sich aber vor allem Unverständnis. „Das ist ein Fehler! Er hätte klaglos noch ein Jahr als Ersatz spielen können. Ein Spieler, den man immer bringen kann“, schreibt ein User in den Facebook-Kommentaren. Ein weiterer: „Die Nachricht macht mich sehr traurig. Ein durch und durch untadeliger Sportsmann, der es mehr als verdient gehabt hätte, einen Anschlussvertrag zu erhalten.“ Gerade die Zuverlässigkeit wird immer wieder hervorgehoben. Genauso wie Heintz als Sympathieträger. Tatsächlich gibt sich der Abwehrspieler bodenständig, hat immer einen freundlichen Gruß auf den Lippen.

Unvergessen: Im Winter lud Heintz gleich mehrere FC-Mitarbeiter zu Silvester in sein Ferienhaus in Spanien ein. Die Teile des Staffs befanden sich in Vorarbeit auf das Trainingslager in La Nucia bereits in Spanien. Dort machte Heintz Urlaub, bevor er mit der Mannschaft zur Wintervorbereitung reiste.


Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Dominique Heintz vom 1. FC Köln im Duell gegen Union Berlin
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Auch Dominique Heintz wird den 1. FC Köln verlassen

Irgendwie hatte es sich dann doch in den vergangenen Wochen angedeutet, nun nimmt ein weiterer Abschied Konturen an. Dominique Heintz wird den 1. FC Köln wohl ebenfalls im Sommer verlassen. Der Innenverteidiger wird aber seine Karriere wohl fortsetzen wollen.

Den 3:1-Erfolg der Geißböcke verfolgte Dominique Heintz als Zuschauer im Kölner Stadion. Der Abwehrspieler stand gegen Werder Bremen nicht im Kader und wird es wohl auch in den kommenden Wochen schwer haben, auf Einsatzzeit zu kommen. Die Zeichen stehen auf Abschied.

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Die Saison war noch jung, als Dominique Heintz im Oktober mit come-on-fc.com über seine Zukunft sprach. „Ich habe schon oft gesagt, dass ich gerne hier spiele. Jeder weiß, wie wohl ich mich auch mit meiner Familie in Köln fühle. Das ist kein Geheimnis und das muss auch gar kein Geheimnis sein“, sagte Heintz damals. „Der Verein weiß, was er an mir hat und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Zum richtigen Zeitpunkt werden sich die richtigen Personen zusammensetzen und dann werden wir da eine Entscheidung treffen.“ Diese ist nun gefallen. Come-on-fc.com kann die Meldung des „Express“ bestätigen: Demnach wird Dominique Heintz keine Zukunft beim FC haben. Demnach habe Thomas Kessler dem Innenverteidiger die Entscheidung bereits mitgeteilt. Der Routinier wird also offensichtlich dem weiteren Kaderumbruch zum Opfer fallen.

„Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf“

Am Sonntagnachmittag hatte René Wagner die undankbare Aufgabe gleich mehrere Akteure aus dem Kader zu streichen. Die Schattenseite des dickeren Kaders, der sich seit Wochen von Spieltag zu Spieltag wieder füllt. Neben Florian Kainz traf es den Rekonvaleszenten Joel Schmied sowie eben Heintz. „Ich habe es beiden schon die Tage gesagt, dass es nicht einfach wird, in den Kader zu kommen. Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf im Training“, erklärte Wagner auf Heintz und Kainz angesprochen bei DAZN. „Jetzt muss ich schwere Entscheidungen treffen. Die beiden und Joel Schmied hat es nun getroffen.“ Und leichter dürfte es angesichts der personellen Lage auch in den kommenden Wochen nicht werden. Gerade in der Innenverteidigung ist Köln aktuell so gut aufgestellt, dass auch der (wirtschaftliche) Königstransfer des vergangenen Sommers Rav van den Berg auf der Bank Platz nahm.

Der 32-jährige Heintz lief insgesamt für die Geißböcke 160 Mal auf. Im August 2023 war der Routinier wieder ans Geißbockheim zurückgekehrt, hatte in Köln schon von 2015 bis 2018 gespielt. Nach dem Aufstieg im vergangenen Sommer gab es durchaus Skeptiker, die dem Routinier den Sprung in die Bundesliga nicht mehr zugetraut haben. Doch Heintz strafte die Kritiker lügen, sprang aufgrund der Verletzungswelle gleich mehrfach ein und überzeugte durchweg mit starken Leistungen. Heintz gilt als sehr Heimatverbunden, fühlt sich auch in der Pfalz sehr wohl und könnte sich eine Rückkehr in seine alte Heimat gut vorstellen. Möglicherweise gibt es die Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern. Am Betzenberg startete die Karriere des Abwehrspielers.