Bleibt René Wagner Trainer des 1. FC Köln? Die Entscheidung ist noch nicht gefallen

Thomas Kessler und René Wagner
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Bleibt René Wagner Trainer des 1. FC Köln? Die Entscheidung ist noch nicht gefallen

Zwei Spieltage vor dem Saisonfinale hat der FC eine gewisse Planungssicherheit. Für Thomas Kessler intensiviert sich nun die Arbeit und der Fokus auf das Oberhaus. Eine besonders wichtige Personalie ist dabei der Trainer. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen beim 1. FC Köln: In der Trainerfrage gibt es erste Tendenzen.

Die Saison ist noch nicht beendet und es wird schon fleißig über den Trainer diskutiert. Kein Wunder, es ist die wohl wichtigste Baustelle, die Thomas Kessler nun lösen will. Es gibt bereits eine klare Tendenz, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

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René Wagner wirkte schon recht glücklich, als er nach dem Spiel bei Union Berlin seine Mannschaft auf dem Feld abklatschte. „Wir haben auswärts wieder einen Punkt gesammelt. […] Am Ende sind wir zufrieden mit dem Punkt“, sagte Wagner nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. Nicht wirklich zufrieden waren aber viele Anhänger in den Sozialen Medien. Denn die Geißböcke verspielten eben auch eine 2:0-Führung. Und als Ursache machten viele Fans die Wechsel des Trainers verantwortlich. Der hatte eben bei jener Führung sämtliche Aktivposten der Offensive vom Feld genommen. Es fiel umgehend der Anschlusstreffer und damit kam es zum spielerischen Bruch beim FC.

Kessler sucht nach der richtigen Lösung

In den Sozialen Medien hat der Trainer also einen schweren Stand. Und das, obwohl er erst seit einem guten Monat mit der Mannschaft arbeitet und ehrlicher Weise auch seinen Job, das Erreichen des Klassenerhalts, gemacht hat. Ob ihn das aber dazu qualifiziert, die Mannschaft auch in der kommenden Spielzeit durch die Bundesliga zu führen, steht wiederum auf einem anderen Blatt. Und das war dem Vernehmen nach am Geißbockheim durchaus diskutiert worden. Thomas Kessler gilt als Befürworter des Trainers und das setzt den Geschäftsführer Sport in gewisser Weise unter Druck. Denn die Suche nach dem richtigen Coach für die kommende Spielzeit gilt als die Hauptaufgabe, der sich der ehemalige Kölner Keeper aktuell widmen muss. Schon allein, weil diese Position auch Verhandlungsgespräche mit Spielern beeinflussen könnte.

Mit seiner Wahl im vergangenen Sommer hat Kessler bereits daneben gelegen. Nur so ist die Entlassung von Lukas Kwasniok vor einem guten Monat zu interpretieren. Dabei ist der Coach auch an nicht fußballerischen Dingen gescheitert. Für Kessler definitiv eine kleine Niederlage, die er dann wiederum mit der Beförderung von René Wagner zu korrigieren versuchte. Damit ist der Geschäftsführer direkt das nächste Risiko eingegangen. Wagner ist als Cheftrainer unerfahren. Doch Kessler hält große Stücke auf den gebürtigen Dresdener, hat ihn ihm vergangenen Sommer nach Köln geholt, um ihn mittelfristig in Position zu bringen. Das ging nun schneller als gedacht. Sportlich ist das Saisonziel erreicht, dennoch gibt es nach den insgesamt höchst unterschiedlichen Leistungen unter Wagner, hinter Wagner weiter einige Fragezeichen.

Die ersten Namen wurden gehandelt

Und die werden eben hinter verschlossenen Türen am Geißbockheim diskutiert. Die ersten Namen wurden bereits medial gehandelt. Trainer, von denen einige wie Christian Eichner schon ins Profil passen würden, andere wie Dino Toppmöller, Sandro Wagner oder Steffen Baumgart erscheinen dann schon eher unwahrscheinlich. Aktuell geht die Tendenz Richtung Wagner. Allerdings ist die Entscheidung nach Informationen von come-on-fc.com noch nicht gefallen. Intern ist man von der Arbeit des 37-Jährigen überzeugt. Gerade die Kommunikation gegenüber der Mannschaft soll besonders gut ankommen. Auch bei den Spielern. Gleich mehrere Akteure deuteten das Vertrauen des Trainers an und blühten zuletzt auf. Damit ist der Verbleib aber nicht sicher. Sollten beispielsweis Leistung und Ergebnisse in den verbleibenden beiden Spielen nicht stimmen, wird Wagner als Cheftrainer nicht zu halten sein. Dann könnte der gebürtige Dresdener vielleicht auch wieder ins zweite Glied rücken.


Ärger über den Rasen beim 1. FC Köln: René Wagner kontert Hjulmand-Kritik: „Das ist einfach nicht wahr“

Kasper Hjulmand und René Wagner
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Ärger über den Rasen beim 1. FC Köln: René Wagner kontert Hjulmand-Kritik: „Das ist einfach nicht wahr“

Kasper Hjulmand war nicht nur aufgrund der Leistung seiner Mannschaft unzufrieden. Der Leverkusener Trainer bemängelte den Zustand des Platzes beim 1. FC Köln: René Wagner kontert aber die Rasen-Kritik.

Zufrieden war Kasper Hjulmand wahrlich nicht mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Als Grund nannte der Leverkusener Trainer auch den Zustand des Rasens und erntete dafür einen Konter von René Wagner.

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René Wagner wirkte nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen verständlicherweise alles andere als glücklich. Kein Wunder nach dem Spielverlauf und der Entscheidung des Schiedsrichters, das vermeintliche Handspiel von Eric Martel als Strafwürdiges zu werten. Tatsächlich blieb auch der Eingriff des VARs in der Situation aus. „Für mich war es kein Elfmeter“, sagte Wagner. „Am Ende gibt es ein paar Leute, die ihm in der Situation helfen können. Das ist nicht passiert. Und deswegen sind wir natürlich enttäuscht.“ Zumal sich Robert Hartmann dann später auch eingestand, sich nach Ansicht der Bilder mit einer anderen Entscheidung hätte besser fühlen können. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel aber schon lange verloren, die vermeintliche Fehlentscheidung schon nicht mehr korrigierbar. Das wussten natürlich auch die Kölner Protagonisten, die sich verständlicher Weise ärgerten.

„Das finde ich nicht fair“

Fast schon gereizt reagierte der Trainer dann aber auf eine Äußerung von Kasper Hjulmand auf der anschließenden Pressekonferenz, auf der er ganz ungewöhnlich dem gegnerischen Coach vehement widersprach. Der hatte bemängelt, dass der Rasen bei den Kölnern zu trocken gewesen sei. Der Däne zählte mehrere Gründe für die eher schwache Leistung seiner Mannschaft auf. „Es war ein Platz ohne Wasser und das hat dann auch etwas damit zu tun“, sagte der Leverkusener Coach und erklärte weiter. Doch mit den Worten des Dänen war Wagner dann mal so gar nicht einverstanden und polterte auf Englisch los. „Darf ich mich dazu schnell äußern?“, wollte Wagner wissen und wurde dann deutlich. „Ich hatte nicht vor etwas über Benehmen zu sagen, aber wenn du meinst, der Boden sei nicht nass gewesen, dann ist das einfach nicht wahr.“ Tatsächlich liefen die Rasensprenger eine Viertelstunde vor Spielbeginn.

„Wir haben das nicht absichtlich gemacht. Wenn es der Fall wäre, würden wir uns entschuldigen. Aber es war nicht der Fall und das wollte ich klarstellen“, so Wagner weiter. „Wir haben das nicht getan und ich finde es auch nicht fair, so etwas zu sagen.“ Hjulmand wirkte zunächst überrascht, fand dann aber selbst auch Worte. „Ich kann ja nur das wiedergeben, was mir gesagt wurde. Vielleicht war es nass und es ist getrocknet.“ Und kurz darauf: „Egal, warum es war, es war trocken. Es war dann aber nicht, weil ihr nicht gewässert hättet.“ So oder so stand am Ende der 2:1-Erfolg auf dem Leverkusener Konto – unabhängig der Nässe des Rasens.


Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Ein Monat René Wagner als Cheftrainer des 1. FC Köln: In der Offensive gibt es statistische Veränderungen, in der Defensive nicht

Genau ein Monat ist René Wagner nun beim FC als Cheftrainer im Amt. Fünf Punkte holten die Kölner in dieser Zeit, ohne spielerisch zu glänzen. Und doch scheint sich nicht nur etwas in der Kommunikation verändert zu haben. Zumindest nach den Zahlen: Die Statistik zum Trainerwechsel beim 1. FC Köln.

Spielerisch war die Begegnung gegen den FC St. Pauli alles andere als ein Leckerbissen. Am Ende hat der FC aber wieder einen Punkt eingefahren. Zwar ist die Statistik noch mit Vorsicht zu genießen, doch nach einem Monat René Wagner zeigen sich rein von den Zahlen schon Unterschiede.

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FC-Kapitän Marvin Schwäbe wirkte nach der Begegnung gegen den FC St. Pauli ein wenig ratlos. Er könne sich auch nicht erklären, warum man im Schlussdrittel keine Lösungen gefunden habe, so der Kölner Keeper. Tatsächlich war der Auftritt am Millerntor wohl einer der schlechteren in dieser Spielzeit. Und es dauerte nicht lange und in den Sozialen Medien kritisierten die ersten FC-Anhänger, dass sich durch den Trainerwechsel spielerisch wenig verändert habe. Die Begegnung in Hamburg war durchaus trostlos, Fans, Spieler und Verantwortliche hatten nach dem 3:1-Erfolg über Bremen auf mehr gehofft. Immerhin hatte René Wagner zuvor von einer Riesenchance bei den Kiezkickern gesprochen und meinte die Vorentscheidung im Kampf um die Klasse, die dem FC mit einem Sieg wohl gelungen wäre. Auch, wenn es gegen St. Pauli nicht unbedingt zu sehen war, hat sich durchaus etwas an der Spielweise der Kölner verändert.

Gefährlicher, aber nicht so kaltschnäuzig

Zumindest sprechen dafür die Zahlen – sofern diese nach drei Spieltagen unter René Wagner schon aussagekräftig sind. Tendenzen lassen sich aber allemal erkennen – vor allem in der Offensive. Unter Lukas Kwasniok kamen die Kölner auf einen durchschnittlichen xGoals-Wert von 1,4 pro Spiel, bei René Wagner liegt dieser mittlerweile bei 3. Die Qualität der Kölner Torchancen hat sich also wenn man so will verdoppelt. Vielleicht auch, weil sich die Anzahl der Torschüsse erhöht hat. Der FC versuchte es unter Kwasniok zwölf Mal pro Spiel, nun sind es 17 Abschlüsse. In den 27 Spielen zuvor hat sich der FC 17 Großchancen erspielt, bei Wagner waren es an den Spieltagen 28 bis 30 acht. Nur ließen die Geißböcke Gute aus. Die xGoals-Effizienz entsprach unter Kwasniok den geschossenen Toren, aktuell hinkt der FC dem xGoals-Wert von neun mit drei Treffern hinterher. Auffallend ist aber auch die Anzahl der Konter. Bei Kwasniok kamen die Geißböcke zu 24 Abschlüssen nach Kontern in 27 Spielen, nun sind es zehn in drei Partien.

Dabei ist der FC deutlich mehr auf Ballbesitz aus, auf Spielkontrolle. Dieser hat sich um zehn Prozent erhöht. Und das Spiel scheint nun deutlich intensiver zu sein. Der FC läuft deutlich mehr als unter Lukas Kwasniok, zieht mehr Sprints, mehr intensive Läufe an. In der Defensive sind in der Statistik noch keine großen Unterschiede zu erkennen. Der gegnerische xGoals-Wert ist nahezu der gleiche geblieben (1,6 : 1,8), die gefangenen Tore auch (beide 1,3). Auch die Bilanzen der prozentual gewonnenen Zweikämpfe (49% : 48%), der Anzahl der Foulspiele pro Spiel (je 8) und der gegnerischen Abschlüsse pro Spiel (13,5) ist exakt gleichgeblieben. Unterm Strich spielen die Kölner bislang kontrollierter, mit mehr Ballbesitz, dafür aber intensiver. Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass in die Bilanz das Überzahl-Spiel gegen Bremen einfließt.


Thomas Kessler lässt Wagner-Zukunft offen: „Es liegt in meiner Verantwortung“

Thomas Kessler lässt die Zukunft des Trainers offen
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Thomas Kessler lässt Wagner-Zukunft offen: „Es liegt in meiner Verantwortung“

Mit fünf Punkten aus den vergangenen drei Spielen hat René Wagner die Geißböcke auf Kurs Klassenerhalt gebracht. Dennoch ist seine Position als Chefcoach für die kommende Spielzeit nicht gesichert beim 1. FC Köln: Thomas Kessler lässt Zukunft von René Wagner offen.

Trotz oder Dank des Remis gegen St. Pauli bleibt der Vorsprung auf den Relegationsplatz bei fünf Zählern. Und das bei nur noch vier ausstehenden Spielen. Doch die Frage nach dem künftigen Trainer ist noch offen.

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Die Bilanz ist insgesamt keine schlechte. Fünf Punkte holte René Wagner aus den drei Spielen, in denen der 37-Jährige mittlerweile als Cheftrainer der Geißböcke fungiert. Der FC hat vier Spieltage vor dem Saisonfinale fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wagner hält mit den Geißböcke ganz klar den Kurs Klassenerhalt. Es gibt jedenfalls gleich mehrere Teams, die sich deutlich mehr Gedanken angesichts der Tabellenkonstellation machen müssen – auch, wenn es unten wieder einmal eng zugeht. Wie groß die Veränderungen des Interimscoachs sind, ist auch nach einem knappen Monat Amtszeit noch schwer zu beantworten. Fakt ist: Sollte der FC den Klassenerhalt schaffen, hat Wagner das vorgegebene Ziel erreicht und damit rein statistisch die in ihn gesetzte Hoffnung gerechtfertigt. Allerdings wäre damit nicht automatisch gesagt, dass der gebürtige Dresdner auch in der kommenden Spielzeit weiter den Hut auf hat.

„Wir haben René die Verantwortung gegeben“

Vor dem Duell gegen St. Pauli zeigte sich Thomas Kessler mit der Arbeit des Trainers durchaus zufrieden. „Alles, was ich mir vorgestellt habe, setzt er um. Die Ergebnisse in den letzten beiden Spielen waren auch gut“, sagte der Geschäftsführer Sport. „Wir haben aber noch einige wichtige Spiele vor der Brust. Wir müssen uns extrem fokussieren und dann setzen wir uns zusammen und schauen, wie es weitergeht.“ Grundsätzlich kann man sich eine Zukunft mit dem aktuellen Interimscoach vorstellen. „Wir haben René die Verantwortung in dieser schwierigen und wichtigen Zeit gegeben, weil da eine Überzeugung hintersteckt. Ich war lange mit ihm im Austausch, seit seiner Zeit, als er den FC damals verlassen hatte.“ Wagner war bereits unter Steffen Baumgart Co-Trainer der Geißböcke. Kessler selbst soll sich im Sommer stark um die Rückkehr des Trainers bemüht haben, offenbar mit dem mittelfristigen Plan, Wagner irgendwann zum Verantwortlichen zu machen.

Gespräche mit anderen Trainern

Das ging dann vor vier Wochen schneller als geplant. Allerdings machte Kessler auch klar, dass er sich durchaus auch mit anderen Trainer beschäftige. Schon im vergangenen Jahr war beispielsweise Christian Eichner ein Thema. Der Ex-FC-Spieler und der Karlsruher SC werden im Sommer getrennte Wege gehen. Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok soll sich Kessler auch mit Dino Toppmöller beschäftigt haben. „Es liegt in meiner Verantwortung. Aber das weiß auch jeder Cheftrainer, der bei uns unter Vertrag steht, dass ich mich grundsätzlich immer auch mit anderen Cheftrainern auseinandersetze. Und wenn sich die Möglichkeit ergibt, auch mal das ein oder andere Gespräch führe“, so Kessler bei Sky. Man werde sich schon bald zusammensetzen. Bei den bevorstehenden Planungen gehe es aber nicht nur um den Trainer, sondern auch um den gesamten Kader für die kommende Spielzeit.

Zur Wahrheit gehört auch, dass der FC gegen St. Pauli eben nicht überzeugte, das Team den Matchplan nicht umsetzte. Kessler war mit der Leistung am Freitagabend nicht zufrieden. Das dürfte auch für die Einstellung des Teams und damit den Aufgabenbereich von Wagner gelten. In den kommenden vier Spielen hat also auch der 37-Jährige die Chance, Pluspunkte zu sammeln.