Ein Comeback, ein Ausfall, ein Nasenbeinbruch und ganz viel Selbstvertrauen: Die wilde Achterbahnfahrt der U21 des 1. FC Köln

Etienne Borie gab sein Comeback
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Ein Comeback, ein Ausfall, ein Nasenbeinbruch und ganz viel Selbstvertrauen: Die wilde Achterbahnfahrt der U21 des 1. FC Köln

Der Bann ist gebrochen: Die Kölner Zweite hat nach zuletzt drei Niederlagen in Folge endlich wieder ein Erfolgserlebnis in der Regionalliga West feiern können. Das 4:3 gegen den VfB Hilden glich einer Achterbahnfahrt für die FC-Talente, an deren Ende der Trainer Manuel Hartmann Lob und Kritik äußerte. Bitter verlief die Premiere für einen Sommer-Neuzugang in der Schlussphase. Die wilde Achterbahnfahrt der U21 des 1. FC Köln.

Nach drei Niederlagen in Folge hat die U21 der Geißböcke wieder einen Sieg eingefahren und den Negativtrend gestoppt. Die Mannschaft von Manuel Hartmann hatte aber nicht nur Grund zur Freude.

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Für Etienne Borie wird es eine besondere Genugtuung gewesen sein. Der 20-Jährige kam gegen den Aufsteiger zu seinem dritten Joker-Einsatz nach seiner wochenlangen Verletzungspause. Und nach gerade einmal zehn Minuten auf dem Platz gelang Borie das Tor zum 4:3, das letztlich der Siegtreffer für seine Mannschaft gewesen sein sollte. Gerade für das Selbstvertrauen des ehemaligen deutschen Junioren-Nationalspielers dürfte dieser Moment extrem wichtig gewesen sein. Immer wieder wurde Borie, der zwischenzeitlich bereits im erweiterten Kreis des Profikaders stand, in der Vergangenheit von Verletzungen ausgebremst.

Len Wördsdörfer zieht sich Nasenbeinbruch zu

„Es hat mich für ihn gefreut“, bekannte entsprechend auch Manuel Hartmann, „er hat nach seiner langen Verletzung im letzten Heimspiel schon Impulse gebracht, wo man sieht, welche Qualität er hat. Heute macht er ein schönes Tor, hat sich aufgerieben, auch defensiv.“ Zugleich betonte der Coach aber auch: „Ich will keinen zu sehr loben, weil wir heute sehr starke Einzelleistungen hatten.“ Zu nennen wäre da beispielsweise auch Nilas Yacobi, der den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand mit seinem Doppelpack noch vor der Pause in eine 3:2-Führung drehte.

Die Gäste aus Hilden kamen nach der Pause allerdings zum Ausgleich – ein kritischer Moment für die U21, wie Hartmann anmerkte: „Das war für die Jungs ein sehr großer Nackenschlag.“ Der Übungsleiter ärgerte sich: „Wir kommen sehr lethargisch aus der Kabine, wo ich mir nicht erklären kann, warum das so ist.“ Der Coach versuchte mit seinen Wechseln neue Impulse zu geben – und setzte mit Etienne Borie auf den richtigen Joker. Bitter verlief der Nachmittag derweil für Len Wörsdörfer, der in der 72. Minute für Marvin Ajani ins Spiel kam und damit nach wochenlanger Verletzungspause seine Pflichtspiel-Premiere im FC-Trikot feierte. „Leider hat er sich dann in seiner zweiten Aktion die Nase gebrochen“, haderte Hartmann mit dem Unglück seines Schützlings. Doppelt bitter: Das Wechselkontingent war bereits ausgeschöpft, sodass die U21 für die Schluss-Viertelstunde zu zehnt überstehen musste.

Malek El Mala kehrt bald schon wieder zurück

„Nach drei Niederlagen in Folge haben die drei Punkte heute extrem gut getan“, sagte ein erleichterter Hartmann, „die Jungs haben sich am Ende den Sieg auch erkämpft.“ Dabei musste der Coach mit Malek El Mala auf einen Stammspieler im Sturm verzichten. Der 21-Jährige habe sich gegen Rhynern eine Verletzung am Fußgelenk zugezogen, sei „aber schon wieder auf dem Weg der Besserung“ und könne in rund zwei Wochen ins komplette Mannschaftstraining zurückkehren. Einen Wermutstropfen erkannte Hartmann aber auch nach dem befreienden Sieg: „Wir müssen weiterhin an den Themen arbeiten, warum wir so leicht Gegentreffer bekommen. Wo wir einfach defensiv nicht gut stehen, nicht mutig genug rausverteidigen und uns dann immer wieder angucken, dass wir da Tore fressen und das Spiel unnötig spannend machen.“

Negativserie gestoppt: Nilas Yacobi erzielt den Doppelpack und verhilft der U21 des 1. FC Köln zum Sieg

Nilas Yacobi von der U21 des 1. FC Köln
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Negativserie gestoppt: Nilas Yacobi erzielt den Doppelpack und verhilft der U21 des 1. FC Köln zum Sieg

Der Nachwuchs des FC kann doch noch gewinnen. Nach drei Niederlagen in Folge hat die Reserve der Geißböcke drei wichtige Zähler eingefahren. Die U21 des 1. FC Köln gewinnt gegen Hilden 4:3. Dabei waren weite Phasen der Begegnung aber recht vogelwild.

Die U21 der Geißböcke kassierte zuletzt drei Niederlagen in Serie und bewegte sich in der Tabelle nach unten. Der Negativtrend ist nicht nur gestoppt, die Kölner U21 feierte am Samstag einen wichtigen Heimsieg. Sorge bereitet unterdessen die Verletzung von Len Wörsdörfer, der mit einer Trage vom Platz musste.

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Kölns Trainer Manuel Hartmann musste seine Startelf ändern. Unter anderem, weil mit Maik Afri Akumi und Gil Neves gleich zwei Spieler mit U-Nationalmannschaften unterwegs waren. Dennoch übernahmen die Kölner Spieler von Beginn an die Initiative. Sowohl Jonas Arweiler als auch Niklas Yacobi kamen zu zwei frühen Abschlüssen. Doch der erste Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach einem Foulspiel von Keeper Mikolaj Marutzki in der Box trat Phil Zimmermann an und verwandelte sicher. Der Gegentreffer zeigte zunächst Wirkung. Die Kölner Reserve tat sich in den folgenden Minuten schwer, hinterließ mit Sockfehlern und Fehlpässen einen wackligen Eindruck in der Defensive. Allerdings spielte die Hartmann-Elf auch weiter nach vorne und belohnte sich schließlich. Kristiyan Irmiev spielte auf Luiz Labenz, der in bester Stürmer-Manier zum Ausgleich traf. Doch die Freude währte nicht lange. Nur sieben Minuten nach dem 1:1 war Etienne Feese in der Box zur Stelle und brachte den Gast wieder in Front.

Yacobi trifft doppelt

Ein weiterer Strafstoß gab dem Spiel die nächste Wende. Dieses Mal aber zeigte der Unparteiische auf den anderen Punkt. Nach einem Handspiel von Nick Sangl, verwandelte Nilas Yacobi. Und das Kölner Talent hätte den FC schon vor der Halbzeit komplett auf die Erfolgsspur bringen können. In den Folgeminuten kam der Offensivspieler zu drei guten Möglichkeiten. Den dritten Versuch verwertete er zum 3:2 (41.). Hilden kam mit Schwung aus der Kabine und brauchte auch nicht lange, das auf die Anzeige zu bringen. Armin Deljkovic blieb aus zwölf Metern eiskalt, erzielte den erneuten Ausgleich. Es ging auch weiterhin hin und her. Mit den besseren Möglichkeiten für den FC. Arweiler, Ajani und Yacobi blieben Aktivposten. Die beste Chance vergab in dieser Phase Assad Kotya-Fofana nach einem Eckball. Hartmann brachte für die Schlussphase noch einmal frische Kräfte und das zahlte wsich recht schnell aus.

So legte Harchaoui schon ab auf den eingewechselten Etienne Borie, der überlegt ins gegnerische Tor einschob (73.). Die Gäste erhöhten noch einmal den Druck, wollten den Ausgleich, doch der FC verteidigte leidenschaftlich. Der zuvor eingewechselte Len Wörsdörfer musste derweil nach einem Zusammenstoß mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Für den FC reichte es auch in Unterzahl zum erhofften Sieg. Bereits am kommenden Freitag steht das Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 an.

1. FC Köln U21: Marutzki – Fürst, Kotya-Fofana (71. Stapelmann), Hoffmann, Friemel – Harchaoui, Irmiev (80. Voufack) – Ajani (71. Wörsdörfer), Yacobi, Labenz (80. Ekweribe) – Arweiler (65. Borie). Tore: 0:1 Zimmermann (7./FE), 1:1 Labenz (21.), 1:2 Feese (28.), 2:2, 3:2 Yacobi (33./HE, 40.), 3:3 Deljkovic (48.), 4:3 Borie (73.)

U21 des 1. FC Köln: Ohne zwei Junioren-Nationalspieler gegen Hilden – „Sie wollen die Situation verändern“

Mit verlängertem Vertrag zum nächsten Sieg? Kristiyan Irmiev wird wohl bei der U21 zum Einsatz kommen
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U21 des 1. FC Köln: Ohne zwei Junioren-Nationalspieler gegen Hilden – „Sie wollen die Situation verändern“

Drei Niederlagen in Serie haben die Kölner Zweite in der Regionalliga West zurückgeworfen. Doch am Samstag soll zuhause die Trendwende gelingen. Die U21 des 1. FC Köln empfängt Aufsteiger Hilden. Trainer Manuel Hartmann sieht trotz der jüngsten Rückschläge positive Entwicklungen, muss allerdings auf zwei Junioren-Nationalspieler verzichten.

Die U21 des 1. FC Köln steht vor dem nächsten wichtigen Heimspiel. Nach drei Niederlagen in Folge wollen die Geißböcke am Samstag gegen den VfB Hilden wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Allerdings steht nicht das gesamte Personal zur Verfügung.

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Dabei hatte Köln zuletzt bereits dreimal die Favoritenrolle inne. Sowohl beim Bonner SC als auch gegen Bergisch Gladbach und bei Westfalia Rhynern ging die Mannschaft jedoch als Verlierer vom Platz. Entsprechend groß ist der Wunsch nach einer Reaktion. „Drei Niederlagen in Folge sind nicht das, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Trainer Manuel Hartmann mit Blick auf die vergangenen Wochen. Gleichzeitig betonte der Coach, dass er seine Mannschaft weiterhin als gefestigt wahrnehme. Die Ergebnisse hätten nicht zu einem Verlust des Selbstvertrauens geführt: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir aus den Ergebnissen nicht die falschen Ableitungen ziehen“, erklärte Hartmann. Gerade in den vergangenen beiden Begegnungen habe er eine positive Entwicklung seiner Mannschaft gesehen.

„Diese Entwicklung bedarf aber Zeit“

Das Problem aus Sicht des Trainers: Die Kölner schaffen es bislang nicht, diese Leistungen über die komplette Spielzeit abzurufen. Gegen Rhynern habe seine Mannschaft insbesondere in der Anfangsphase mit dem Ball sehr klar agiert und gegen den Ball aggressiv gearbeitet: „Jetzt geht es darum, diese Stabilität über 90 Minuten zu zeigen und die Spiele für uns zu ziehen“, forderte Hartmann. Dabei sah der Trainer vor allem in den entscheidenden Situationen noch Luft nach oben. Sowohl im Abschluss als auch in der Defensive müsse seine Mannschaft konsequenter werden. Es seien häufig nur kleine Details, die den Unterschied ausmachen würden.

„Wir müssen verstehen, warum wir in den entscheidenden Momenten vor dem gegnerischen Tor als auch in der Verteidigung unseres eigenen Tores nicht konsequent genug sind“, sagte Hartmann. Dass diese Entwicklung nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein wird, sei dem Trainer bewusst. Hartmann sprach deshalb bewusst von individuellen Entwicklungsschritten. Die Spieler müssten lernen, ihr vorhandenes Talent auch in spielentscheidende Aktionen umzusetzen: „Diese Entwicklung bedarf aber Zeit, die wir unseren jungen Talenten geben möchten“, erklärte der Coach.

„Wir erwarten ein intensives Spiel“

Gleichzeitig sei Hartmann davon überzeugt, dass seine Mannschaft die richtige Einstellung mitbringe: „Ich sehe, wie die Jungs trainieren, wie sie miteinander umgehen und wie sehr sie diese Situation verändern wollen.“ Nun müsse es darum gehen, diese Einstellung auch am Spieltag umzusetzen: „Es geht Woche für Woche darum, aus dem Talent spielentscheidende Qualität am Spieltag zu machen.“ Mit dem VfB Hilden wartet allerdings ein Gegner, den die Kölner keinesfalls unterschätzen dürfen. Der Aufsteiger kommt mit der Empfehlung einer Mannschaft, die dem FC das Leben schwer machen kann: „Hilden ist eine Mannschaft, die uns sicherlich fordern wird“, sagte der Trainer, „wir erwarten ein intensives Spiel, in dem es viele Zweikämpfe und Umschaltsituationen geben kann.“

Personell muss die U21 gegen Hilden auf zwei wichtige Spieler verzichten. Gil Neves ist mit der U19-Nationalmannschaft Portugals unterwegs, Maik Akumu wurde für die deutsche U19-Auswahl nominiert. „Die zwei Nationalmannschaftsabstellungen machen uns sehr stolz“, betonte Hartmann. Sportlich sind die Ausfälle dennoch spürbar. Gerade Neves hat sich im zentralen Mittelfeld zu einer wichtigen Option entwickelt. Akumu bringt wiederum Tempo und Dynamik für die Offensive mit und ist damit auch als Einwechselspieler eine wertvolle Alternative. Für die Kölner geht es gegen Hilden nicht nur darum, die Negativserie zu beenden. Mit einem Erfolg könnte die U21 auch den Abstand zur Abstiegszone wahren beziehungsweise weiter vergrößern.

„An der Einstellung lag es nicht“: U21-Trainer Manuel Hartmann stellte sich nach dritter Pleite in Folge vor seine Mannschaft

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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„An der Einstellung lag es nicht“: U21-Trainer Manuel Hartmann stellte sich nach dritter Pleite in Folge vor seine Mannschaft

Die U21 des 1. FC Köln rutscht nach der dritten Niederlage in Folge immer näher Richtung Tabellenkeller der Regionalliga West. Der Trainer Manuel Hartmann fand jedoch nach dem Duell in Rhynern, anders als in den vorherigen Wochen, versöhnliche Töne für seine Mannschaft. Die Stimmen zum U21-Duell des 1. FC Köln gegen Rhynern.

Am kommenden Wochenende hat die Reserve der Geißböcke die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben. Dann geht es mit Hilden gegen den nächsten Aufsteiger.

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Vor der Saison hatte so mancher Beobachter die U21 des 1. FC Köln durchaus auf dem Zettel, wenn es um den erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter ging. Aus diesem Rennen hat sich die FC-Reserve aber schon im September verabschiedet, dümpelt nach der dritten Niederlage in Folge im Niemandsland der Tabelle auf dem elften Platz. Die Young Goats müssen den Blick fortan sogar mehr nach hinten richten, der Abstand zur Abstiegszone beträgt nur noch drei Punkte.

“Wir sind heute sehr gut in die Partie gekommen“

Trotz dieser Tendenz und der erneuten Niederlage seiner Mannschaft beim Aufsteiger Westfalia Rhynern fand der Trainer Manuel Hartmann, anders als in den Wochen zuvor, versöhnliche Töne für den Auftritt seiner Mannschaft. „Wir sind heute sehr gut in die Partie gekommen. Mit Ball ist der Matchplan aufgegangen und wir haben es immer wieder geschafft, durch Tiefenläufe gefährlich zu werden“, konstatierte der Coach und ergänzte: „Auch gegen den Ball waren die Jungs heute sehr aggressiv und haben im ersten Durchgang so gut wie nichts zugelassen. Leider konnten wir aus unserer Druckphase kein Tor erzielen und haben dann das 0:1 bekommen. Wir kommen dann druckvoll aus der Kabine und gleichen aus.“

Der Aufsteiger zog danach jedoch auf 3:1 davon. Doch „auch nach den zwei weiteren Gegentoren haben die Jungs weiter nach vorne gespielt und haben bis zum Ende alles versucht“, äußerte Hartmann und hob hervor: „Am Ende fehlt uns heute auch etwas Glück, an der Einstellung lag es nicht.“ Denn „von der Intensität und dem Willen hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt“. Die U21 sei eine „sehr junge, talentierte Mannschaft auf dem Platz, der aber in den entscheidenden Momenten noch die Erfahrung fehlt, solche Spiele für uns zu ziehen.“

Ein Sieg ist Pflicht

Das ist jedoch durchaus bemerkenswert, handelte es sich bei dem Gegner immerhin nicht um eine alteingesessene Regionalliga-Mannschaft, sondern um einen Aufsteiger, der sein neuntes Regionalliga-Spiel absolvierte. Bei der U21 wiederum stehen Spieler auf dem Platz, die selbst größtenteils die Ambition haben, den Sprung entweder in den Bundesliga-Kader des FC zu schaffen oder alternativ zumindest perspektivisch in der zweiten oder dritten Liga unterzukommen. Vor diesem Hintergrund ist die Ausbeute aus null Punkten gegen keineswegs übermächtige Mannschaften wie Bonn, Bergisch Gladbach und nun Rhynern unbefriedigend und muss die Sinne für die kommenden Wochen schärfen. Schon am Samstag wartet mit Hilden der nächste Aufsteiger auf die Kölner. Ein Sieg ist nach den letzten Wochen Pflicht für die U21, um keinen stürmischen Herbst zu erleben.

U21 des 1. FC Köln kassiert bei der SV Westfalia Rhynern die dritte Pleite in Folge

Nilas Yacobi von der U21 des 1. FC Köln
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U21 des 1. FC Köln kassiert bei der SV Westfalia Rhynern die dritte Pleite in Folge

Die U21 des 1. FC Köln hat in der Regionalliga West die dritte Niederlage in Folge kassiert. Die Partie beim Aufsteiger SV Westfalia Rhynern endete mit einer 2:3-(0:1)-Pleite.

Das Team von Trainer Manuel Hartmann ist damit in einer veritablen Krise angekommen und muss ab jetzt den Blick sogar nach hinten werfen.

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Kölns Trainer Manuel Hartmann änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen Bergisch Gladbach auf drei Positionen. Assad Kotya-Fofana feierte sein Debüt in der Regionalliga West. Zudem kehrten Gil Neves und Luiz Labenz in die Anfangsformation zurück. Reigan Heskey stand dafür erwartungsgemäß nicht im Aufgebot, ebenso der in der Vorwoche unglücklich agierende Luc Dabrowski. Ilias Elyazidi rutschte auf die Bank.

Glückloser El Mala

Malek El Mala verpasste die Kölner Führung, als er allein auf den Westfalia-Schlussmann zulief (19.). Lennart Koerdt traf stattdessen per Schuss aus 16 Metern zum 1:0 für die Gastgeber (26.). Malek El Mala blieb danach in der FC-Offensive auffällig, aber glücklos. In der zweiten Hälfte gab es früh einen Elfmeter für die FC-Reserve: Rhynerns Kapitän Michael Wiese erwischte einen Schuss von Nilas Yacobi mit der Hand. Yacobi trat selbst an und verwandelte zum 1:1 (48.).

Die Kölner Freude währte nur kurz. Lars Warschewski versenkte eine Flanke von der linken FC-Abwehrseite per Direktabnahme zum 2:1 für Rhynern (52.). Und Westfalia erhöhte nach einer Ecke durch Koerdt sogar auf 3:1 (65.). Immerhin: Die U21 kam ebenfalls nach einem ruhenden Ball zum Anschlusstreffer. Der eingewechselte Jonas Arweiler war zur Stelle, nachdem der Torwart Christopher Balkenhoff den Ball unterlaufen hatte (70.). Wie schon in der Vorwoche gegen Bergisch Gladbach stürmten die Kölner in der Schlussphase abermals wütend an, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Doch wie schon am vergangenen Wochenende waren die Bemühungen vergebens. 

Abstiegszone nur noch drei Zähler entfernt

Für die FC-Talente war es schon die vierte Niederlage im neunten Spiel. Das warf das Team in der Tabelle auf den elften Platz zurück, die Abstiegszone ist nur noch drei Zähler entfernt. In den kommenden Wochen muss der Blick daher nach unten gehen. Für die U21 geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den VfB Hilden weiter.

1. FC Köln U21: James – Fürst, Kotya-Fofana (60. Stapelmann), Hoffmann, Friemel – Neves (73. Elyazidi), Irmiev – Akumu (66. Ajani), Yacobi (66. Arweiler), Labenz – M. El Mala (60. Borie). Tore: 1:0 Koerdt (26.), 1:1 Yacobi (48., Handelfmeter), 2:1 Warschewski (52.), 3:1 Koerdt (65.), 3:2 Arweiler (70.). Zuschauer: 835.

U21 des 1. FC Köln reist nach zwei Pleiten zum SV Westfalia Rhynern: Manuel Hartmann fordert Führungsqualitäten und Verantwortungsbewusstsein

Manuel Hartmann von der U21 des 1. FC Köln
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U21 des 1. FC Köln reist nach zwei Pleiten zum SV Westfalia Rhynern: Manuel Hartmann fordert Führungsqualitäten und Verantwortungsbewusstsein

Zwei Niederlagen in Folge – die Reserve des FC hat ihre zwischenzeitlich gute Ausgangslage vorerst verspielt. Etwaige Rechnereien in der Tabelle verbieten sich vorerst. Am Samstag (14 Uhr) steht für die U21 des 1. FC Köln das Auswärtsspiel beim SV Westfalia Rhynern an.

Trainer Manuel Hartmann forderte im Vorfeld von seinen Spielern mehr Führung, Widerstandsfähigkeit und Verantwortung.

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Die Tabelle interessiert Manuel Hartmann in diesen Tagen nicht. Das verriet der Coach nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag im Gespräch mit unserer Redaktion. Die zweite Niederlage in Folge hat sein Team zurückgeworfen – nicht nur in der Tabelle, sondern insbesondere in der Entwicklung. Am Samstag (14 Uhr) beim SV Westfalia Rhynern soll die U21 endlich wieder eine andere Seite zeigen. „Zwei Niederlagen in Folge tun weh“, sagte Hartmann. Sie dürften aber nicht dazu führen, „dass wir uns selbst bemitleiden oder die Verantwortung bei anderen suchen“. Die Aufarbeitung sei deshalb „ehrlich und sachlich“ gewesen. Entscheidend ist für den Trainer, was daraus folgt: „Die Antwort darauf können wir nur gemeinsam auf dem Platz geben.“

“Wir wollen nicht nur darüber sprechen“

Hartmann sei dabei optimistisch, dass dies am Samstag gelingen werde. Er kenne die tägliche Arbeit und das Potenzial seiner Mannschaft. Entwicklung funktioniere allerdings „nicht auf Knopfdruck“. Am Samstag müsse deshalb sichtbar werden, woran in den vergangenen Tagen gearbeitet wurde. „Wir wollen nicht nur darüber sprechen, was besser werden muss, sondern es im Spiel zeigen.“ Die Themen Führung und Verantwortungsbereitschaft stehen beim Coach ganz weit oben: Nach der Niederlage gegen Bergisch Gladbach hatte Hartmann bereits die fehlende Kommunikation und Präsenz auf dem Platz kritisiert. Gerade im Austausch mit den erfahrenen Spielern sei anschließend „offen und wertschätzend“ gesprochen worden.

Der Trainer wolle die Führung aber nicht allein an den Ü-Spielern festmachen: „Für mich ist Führung eine Verantwortung, die jeder in unserer Mannschaft übernehmen muss – unabhängig von Alter, Erfahrung oder Rolle.“ Es gehe nicht darum, ständig die lauteste Stimme zu sein. Entscheidend sei vielmehr, „durch das eigene Verhalten Orientierung zu geben, füreinander einzustehen und gemeinsam Lösungen zu finden“. Einer, der diese Qualitäten mitbringt und in dieser Saison bereits unter Beweis gestellt hat, ist Marvin Ajani. Der 32-Jährige sei deshalb „grundsätzlich eine wichtige Option“. Ob Ajani in Rhynern wieder in der Startelf zurückkehren werde, entscheide sich aber erst nach der Trainingswoche.

Gil Neves wieder dabei

Gil Neves steht nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung. Weitere Unterstützung aus dem Profi-Bereich erscheint angesichts der mehrstündigen Busfahrt nach Rhynern aber unwahrscheinlich. Hartmann rechne derweil in Rhynern mit einem Gegner, „der versuchen wird, uns Mann gegen Mann über den Platz zu jagen“. Die FC-Talente müssen sich auf ein körperlich intensives Spiel einstellen – und gleichzeitig den eigenen Fußball durchsetzen: „Wir wollen unser Spiel aktiv gestalten und gleichzeitig bereit sein, die Bedingungen des Spiels anzunehmen.“

Für die U21 geht es am Samstag um mehr als die Rückkehr auf die Siegerstraße. Nach zwei Rückschlägen soll endlich wieder das zu sehen sein, was Hartmann von seiner Mannschaft erwartet: Fußball mit Überzeugung – und Spieler, die Verantwortung übernehmen, wenn es schwierig wird.