Joker Süne trifft und muss vom Feld: U21 des 1. FC Köln verliert gegen Gütersloh in Unterzahl knapp

Evangelias Sbonias, U21 des 1. FC Köln
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Joker Süne trifft und muss vom Feld: U21 des 1. FC Köln verliert gegen Gütersloh in Unterzahl knapp

Die U21 des 1. FC Köln hat am Samstag gegen Gütersloh verloren. Damit kassierte die Kölner Reserve die zweite Regionalliga-Niederlage in Folge. Das Team von Evangelos Sbonias spielte in der Endphase in Unterzahl.

Eine Woche nach dem 1:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen ging das Spiel beim nächsten Spitzenteam FC Gütersloh ebenfalls mit 1:2 verloren. Kölns Trainer Evangelos Sbonias haderte hinterher mit dem Untergrund im Ohlendorf-Stadion im Heidewald.

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Die U21 des 1. FC Köln hat die nächste Chance verpasst, sich noch einmal näher ans obere Tabellendrittel zu schieben. Die FC-Reserve verharrt durch die zweite Pleite in Folge auf dem achten Tabellenplatz und verliert die ersten Sechs bei nunmehr sieben Zählern Rückstand aus den Augen. Die Niederlage in Ostwestfalen war dabei unterm Strich verdient, denn Gütersloh hätte die Partie schon frühzeitig für sich entscheiden können. Allein Patrik Twardzik hätte die U21 fast im Alleingang bezwingen können. Doch Kölns Torwart Mikolaj Marutzki parierte beispielsweise stark gegen Twardziks Kopfball aus fünf Metern (19.).

U21 in Unterzahl

Die U21 wurde nur selten gefährlich, zu nennen sei insbesondere der Distanzschuss von Mikail Özkan von der Sechzehner-Grenze an die Latte (28.). Gütersloh zeigte sich aber auch nach der Pause überlegen. Twardzik schoss kurz nach dem Seitenwechsel innerhalb des Fünfers am Kölner Tor vorbei (48.). Kurz danach belohnten sich die Gastgeber und insbesondere Twardzik. Der Gütersloher kam nach einer Flanke von Sandro Reyes Sison von der rechten Kölner Abwehrseite im Rücken von Mikail Özkan und Max Lippert frei zum Kopfball und verwandelte ins lange Eck zum 1:0 für die Gastgeber (58.). Und der Tscheche legte direkt einen weiteren Treffer nach: Der 33-Jährige verwandelte nach einer Ecke – diesmal von der linken FC-Abwehrseite – unbedrängt per Kopf zum 2:0 (64.).

Die U21 schlug immerhin direkt zurück. Marvin Ajani passte vom rechten Flügel vor den Strafraum zu Bernie Lennemann. Der legte ab zum erst kurz zuvor eingewechselten Arda Süne. Der Offensivspieler dribbelte sich durch die Gütersloher Abwehr und legte den Ball am Torwart Jarno Peters vorbei ins Netz zum 2:1 (65.). Die Schlussphase blieb somit offen, der Ausgleich gelang dem FC jedoch nicht mehr. Erschwerend kam hinzu, dass Süne in der Schlussphase angeschlagen vom Feld musste und der FC nicht mehr wechseln konnte.

„Hinten raus haben wir ein wenig Pech“

Kölns Trainer Evangelos Sbonias haderte nach dem Spiel mit den Platzverhältnissen in Gütersloh: „Momentan haben wir auswärts, das Spiel in Mönchengladbach ausgenommen, mit den Plätzen zu kämpfen, wo wir nur selten unser Spiel durchbringen können, wie wir es gern würden. Natürlich müssen wir die Dinge auch so annehmen, aber das ist schon ein großer Faktor in den letzten Wochen. So kam auch heute wieder ein Spiel zustande von beiden Mannschaften, das von vielen technischen Fehlern geprägt war. Hinten raus haben wir ein wenig Pech, weil wir unser Wechselkontingent aufgebraucht hatten und wir das Spiel die letzten zehn, zwölf Minuten In Unterzahl spielen mussten, als sich Arda Süne verletzt hat. Aber auch mit einem Mann weniger waren wir in der Schlussphase meiner Meinung nach die deutlich bessere und aktivere Mannschaft. Mit ein bisschen Glück können wir mindestens einen Punkt mitnehmen.“

Sbonias konstatierte: „Die Jungs haben alles auf dem Platz gelassen, haben sich zerrissen. Wir sind viel und intensiv gelaufen, haben wirklich alles versucht, bis zur letzten Sekunde noch einen Punkt mitzunehmen.“ Für die U21 geht es am kommenden Freitagabend (18:30 Uhr) mit dem Nachholspiel bei den Sportfreunden Siegen weiter.

1. FC Köln U21: Marutzki – Zimmermann (75. Fürst), Ajani, Dabrowski (75. Labenz), Özkan, Lippert (61. Spitali) – Harchaoui, Kristal (84. Dürholtz) – Yacobi, Lennemann, Borie (61. Süne). Tore: 1:0/2:0 Twardzik (58./64.), 2:1 Süne (65.). Zuschauer: 1331.

Sperren, Verletzungen, Junioren-Pokal: U21-Trainer Evangelos Sbonias muss für Gütersloh improvisieren

Sargis Adamyan und Safyan Toure von der U21 des 1. FC Köln
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Sperren, Verletzungen, Junioren-Pokal: U21-Trainer Evangelos Sbonias muss für Gütersloh improvisieren

Der U21 des 1. FC Köln gehen vor dem Regionalliga-Gastspiel am Samstag (14 Uhr) beim FC Gütersloh immer mehr Spieler aus. Verletzungen, Sperren und das U19-Pokalspiel zwingen den Trainer Evangelos Sbonias noch mehr zur Improvisation als zuletzt gegen Oberhausen.

Unterstützung aus der U19 ist für Evangelos Sbonias und sein Team an diesem Wochenende nicht in Sicht. Der Coach lässt die Personallage seiner U21 aber nicht als Ausrede gelten.

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Eigentlich hätte zumindest Ilias Elyazidi die angespannte Kader-Situation der U21 ein wenig verbessern können. Der Mittelfeld-Spieler wäre nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder eine Option für den Kader in Gütersloh gewesen. Elyazidi muss sein Comeback aufgrund einer Knöchel-Verletzung jedoch verschieben. Mit Yannick Mausehund und Safyan Toure fehlen zwei weitere Spieler in Gütersloh zudem gelbgesperrt. Rettung aus der U19 ist jedoch nicht in Sicht. Die FC-Junioren bestreiten am Sonntagmorgen ihr DFB-Pokal-Halbfinale beim VfL Wolfsburg. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns als Verein und auch für die U19. Deshalb wird es Stand jetzt so sein, dass die Jungs dann auch da eingesetzt werden von der U19“, verriet der Trainer Evangelos Sbonias.

Sbonias muss basteln

Und so muss der Coach mit seinem verbliebenen Kader eine Aufstellung basteln, zumal angesichts der weiten Busanreise nach Gütersloh nicht von Verstärkungen aus dem Bundesliga-Kader auszugehen ist. Als Ausrede wollte Sbonias das aber auf keinen Fall gelten lassen: „Meine Erwartungshaltung ist immer die gleiche. Jungs, die hinten dran waren, müssen dann ihre Chance nutzen. Und Jungs, die bis jetzt noch nicht so liefern konnten, wie sie es sich vielleicht vorgestellt haben, müssen einfach da sein und ihre Gelegenheit nutzen. Da gibt es kein Lamentieren oder Ausreden. Das passt nicht zu uns, das wird es unter mir auch nicht geben.“

Dabei soll sich trotz des dünnen Aufgebots der Trend der letzten Wochen fortsetzen, in denen sich die U21 defensiv deutlich stabiler präsentierte. Setzte es bis Weihnachten desaströse 37 Gegentore in 18 Spielen (2,05 pro Spiel), waren es in den sieben Partien seither nur noch neun Treffer im FC-Kasten (1,28 pro Spiel). „Ich finde schon, dass wir da einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“, konstatiert Sbonias, „wir haben deutlich bessere und stabilere defensive Abläufe.“ Das soll am Samstag mit dem FC Gütersloh auch eine Mannschaft zu spüren bekommen, die vor der Saison sogar zu den Geheimfavoriten auf die Meisterschaft zählte. Aktuell liegt der FCG mit 41 Zählern auf dem sechsten Platz der Tabelle, hat mit dem Aufstieg daher nichts mehr zu tun. Die U21 könnte derweil bei aktuell vier Punkten Rückstand mit einem Auswärtssieg den Anschluss an Gütersloh in der Tabelle schaffen.

“Das ist nicht Gegenstand unserer täglichen Arbeit“

Für den Trainer Evangelos Sbonias spielten solche Rechenspiele aber keine Rolle. Auch ein möglicher Sprung ins obere Tabellen-Drittel oder gar in die besten Fünf zum Saisonende sei nebensächlich: „Das ist nicht Gegenstand unserer täglichen Arbeit.“ Im Fokus stehe es, „dass wir unsere Jungs vorbereiten für unsere Lizenz-Mannschaft“. Gleichwohl betonte auch der Coach, dass es im letzten Schritt von der U21 zum Profi auch darum gehe, Ergebnisse zu liefern: „Individuelle Entwicklung gepaart mit Ergebnissen, das ist unsere Aufgabe, die wir täglich versuchen in Balance zu bringen.“ Am Samstag wird es spannend zu sehen, ob dem FC dies gelingen wird.