
Ganz bitterer Einstand, wenig Glanz – Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Mönchengladbach
Der FC kommt im Rheinderby nicht über ein 3:3-Unentschieden hinaus. Dabei überzeugten die Geißböcke eher in der Offensive, in der Hintermannschaft tat sich vor allem ein Spieler schwer: Die Einzelkritik des 1. FC Köln gegen Mönchengladbach.
Früher Rückstand, frühe Führung, erneut Rückstand, später Ausgleich – das Derby gegen Mönchengladbach hielt für den 1. FC Köln viele Wendungen bereit. Am Ende stand ein 3:3, das für den Kölner Coach zu wenig sein könnte.

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Eigentlich stabile Defensive, eigentlich…

Marvin Schwäbe
Auch mit Tunnel: War beim ersten Gegentreffer aus kurzer Distanz chancenlos. Das galt auch für den zweiten Treffer sowie für das Traumtor von Castrop. Bekam sonst wenig auf den Kasten, war dann aber zur Stelle.

Kristoffer Lund
Sein öffnender Pass aus dem Zentrum ermöglichte Kaminski die Vorarbeit zum 2:1. War auch sonst in viele Offensivaktionen eingebunden, aber gerade bei den Flanken alles andere als glücklich.

Cenk Özkacar
Bewies einmal mehr, warum er aktuell so viel Spielzeit bekommt. Und das sollte nicht nur an Personalsituation liegen. Robust im Zweikampf, ordentliches Stellungsspiel, ein etwas verunglückter Rückpass hätte ins Auge gehen können. Tat er aber nicht.

Rav van den Berg
Grundsolide Vorstellung des Niederländers. Hatte aber beim ersten Gegentor seine Aktien mit im Spiel, als er Honorat aus den Augen verlor. Starke Zweikampfwerte.

Cenny Neumann
Kam aufgrund der kurzfristigen Verletzung von Tom Krauß zu seinem Startelf-Debüt und das im Rheinderby. Sah bereits in der ersten Aktion nicht gut aus, als er einen langen Ball falsch einschätzte und so Castrop die Tür zur Führung öffnete. Unterband beim 2:2 die Hereingabe von der linken Seite erneut von Castrop nicht und ließ sich dann auch vor dem 2:3 vom Ex-Kölner austanzen.
Engagiert, Tor, Gelb-Rot

Eric Martel
Zeigte beeindruckend, worauf es im Derby ankommt. Ging leidenschaftlich voran, schmiss sich auch im vordersten Drittel gefühlt in jeden Zweikampf und peitschte die Fans an. Krönte seine kämpferische Leistung mit seinem zweiten Saisontreffer. Holte sich anschließend erstaunlicherweise Gelb-Rot ab, für ein Foul, das in Halbzeit eins an ihm nicht geahndet wurde.

Isak Johannesson
Sein Traumpass aus dem Mittelfeld ermöglichte Said El Mala die Führung. Probierte es mit einem Distanzschuss selbst, verfehlte aber knapp. Holte sich für ein Ballspielen den gelben Karton ab. War in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu sehen.

Jakub Kaminski
Spielte eigentlich wieder hinter der vordersten Kette. Seinen ersten Ausflug auf die rechte Seite krönte er mit der Vorarbeit zum 2:1. War wieder viel unterwegs und an vielen Situationen beteiligt. Allerdings in den Aktionen nicht immer gewinnbringend.

Said El Mala
Zeigte mit seinem ersten Ballkontakt seine große Klasse. Den langen Ball von Johannesson nahm er aus der Luft perfekt an und tunnelte Nicolas aus der Drehung. Arbeitete stark mit zurück, was sogar im eigenen Sechszehner zu finden. In der zweiten Halbzeit nur noch mit einem eher mäßigen Schussversuch.

Ragnar Ache
Stand beim Führungstreffer, da wo ein Stürmer stehen muss und machte es souverän. Brachte auch eine Ecke von Kaminski mit dem Kopf Richtung Tor, aber eben nur Richtung. Beeindruckte mit einer akrobatischen Brustannahme. Wurde erstaunlich wenig gefüttert. Noch erstaunlicher seine Auswechslung.

Linton Maina
Kam für Niang in die Startformation. Sehr engagierter Auftritt, wenn auch eher selten glücklich. Arbeitete viel mit zurück. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich aber immer mehr erstaunliche Fehler ein.
Es wurden lediglich die Spieler bewertet, die mindestens 30 Minuten der regulären Spielzeit gespielt haben