Der 1. FC Köln will vier Siege in zehn Spielen: Machbar? Es ist eine sehr riskante Rechnung

Lukas Kwasniok beim Spiel gegen Bremen
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Der 1. FC Köln will vier Siege in zehn Spielen: Machbar? Es ist eine sehr riskante Rechnung

Schon vor einigen Wochen hat Lukas Kwasniok ein Zehn-Siege-Ziel für sein Team ausgegeben. Vier Erfolge in zehn Spielen erscheinen durchaus machbar. Zumal es oft gegen direkte Konkurrenten geht. Doch genau da liegt auch ein Problem. Für den 1. FC Köln werden vier Siege zur großen Hürde.

Als Lukas Kwasniok vor der Saison nach dem Ziel gefragt worden ist, antwortete der Kölner Trainer flapsig, man wolle vor dem Erzrivalen aus Mönchengladbach landen. Zum einen haben die Fohlen den FC am Wochenende überholt, zum anderen korrigierte der Trainer seine Aussage, strebt nun zehn Saisonsiege für den Klassenerhalt an. Doch genau damit könnte es am Ende sehr eng werden.

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Als Lukas Kwasniok vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim auf die jüngsten Leistungen seiner Mannschaft abgesprochen wurde, da erklärte der Coach, dass sein Team bislang ja noch keine „Grütze“ gespielt habe und sich Performance am Ende dann auch irgendwann mal bezahlt machen werde. Der Trainer zielte darauf ab, dass die Geißböcke gegen die Top-Teams immer nahe an einer Überraschung waren und die Leistung eigentlich durch die Saison eine recht ordentliche war. Und wie zum Beweis holten die Kölner gegen die Sinsheimer dann auch einen verdienten Zähler. Gegen den FCA zeigte Köln dann aber ein ganz anderes Gesicht und der ein oder andere Fan mag dann vielleicht doch das Wort „Grütze“ für den Auftritt der Kölner wählen wollen.

FC steht vor schwierigen Wochen

Der FC fand kein Mittel gegen die plötzlich tief stehenden Augsburger und in der Offensive viel zu wenig statt. Am Ende stand eine bittere und nach dem blutleeren Auftritt auch nicht unverdiente Niederlage. Klar ist, wenn die Kölner gegen die Top-Teams immer nur „nah“ dran sind, dann braucht es Punkte gegen die vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe. Tatsächlich kann man die Bilanz so lesen, dass es bis auf wenige Ausnahmen auch immer Punkte gegen die direkte Konkurrenz gegeben hat. Man kann sie aber auch anders lesen: Siege feierte der FC in jenen Duellen eben auch nur gegen Mainz (2), Wolfsburg und Hamburg. In den Partien gegen Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen, den 1. FC Heidenheim und Union Berlin war in dieser Spielzeit nicht mehr als nur ein Punkt drin.

Und das macht die Situation noch einmal schwerer. Kwasniok selbst hatte schon vor Wochen die Rechnung aufgemacht, mit zehn Siegen nicht abzusteigen. Bei diesem Grundsatz bleibt der Kölner Coach auch weiterhin. Das bedeutet aber, dass den Kölnern noch vier Siege fehlen. Bei zehn zu spielenden Begegnungen ein eigentlich realistisches Szenario. Nur ist in den Partien gegen Dortmund, Leverkusen, die Bayern und vermutlich auch Frankfurt nicht unbedingt mit einer Überraschung zu rechnen. Bleiben sechs Begegnungen gegen Mannschaften auf Augenhöhe. Davon müsste der FC vier gewinnen. Schon so eine schwere Aufgabe. Sie gewinnt aber noch einmal an Brisanz mit einem Blick auf die Hinrunde. Dort holten die Kölner aus jenen sechs Begegnungen gerade einmal sechs Zähler, gewannen eben nur eine dieser Partien.

Zudem zeigt die Formkurve von Teams wie dem FC St. Pauli, dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach zuletzt deutlich nach oben.


Vorstand des 1. FC Köln stärkt Lukas Kwasniok den Rücken

Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln
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Vorstand des 1. FC Köln stärkt Lukas Kwasniok den Rücken

Nach dem 24. Spieltag hat sich die Situation bei den Geißböcken noch einmal drastisch verschärft. Der Relegationsplatz ist vor dem Duell gegen Borussia Dortmund am Samstagabend nur noch zwei Plätze entfernt. Der Trainer steht aber nicht in Frage beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok erhält Rückendeckung vom Präsidium.

Vier Spiele in Folge nicht gewonnen, in den vergangenen 15 Partien gab es nur zwei Siege. Der FC schlittert den Abstiegsplätzen entgegen. Der Trainer steht bei den Verantwortlichen aber nicht in Frage.

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Der Auftritt der Geißböcke war am Samstagabend wahrlich besorgniserregend. Der FC unterlag dem FC Augsburg 0:2 und das mit einer äußerst schwachen Leistung. Da die Konkurrenz aber erstaunlich punktete, rückt die gefährliche Zone bedrohlich nahe. Die Kölner haben zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Bereits am Samstagabend könnte sich das aber ändern. Dann empfangen die Geißböcke Borussia Dortmund in Köln. Alles andere als eine leichte Aufgabe, denn der BVB will nach zwei empfindlichen Niederlagen mit dem Aus in der Champions League und vermutlich auch dem geplatzten Meisterschafts-Traum Wiedergutmachung betreiben. Sollten die Kölner das Heimspiel verlieren, hätte die Konkurrenz die Chance, am FC vorbeizuziehen.

„Entscheidend ist der Umgang damit“

Die sportliche Krise geht an den Fans natürlich nicht vorbei. In den Sozialen Medien wird schon seit einigen Wochen die Ablösung des Trainers gefordert. Und die Stimmen wurden zuletzt mehr und lauter. „Solche Phasen wie aktuell gehören für einen Aufsteiger in dieser Liga zur Realität dazu. Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und Spiele auf diesem Niveau gewinnen können. Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend auf. Entscheidend ist jetzt der Umgang damit“, sagte Vize-Präsident Ulf Sobek dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Man analysiere intern sehr kritisch, aber klar. „Lukas Kwasniok kennt Drucksituationen und hat in seiner Laufbahn mehrfach bewiesen, dass er Mannschaften stabilisieren und entwickeln kann. Ich erlebe täglich, mit welcher Intensität und Klarheit er mit seinem Trainerteam arbeitet. Wir stehen in einem engen, vertrauensvollen Austausch mit der sportlichen Leitung rund um Thomas Kessler. Jetzt geht es darum, gemeinsam die richtigen Stellschrauben zu justieren und die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückzuführen.“ 

Fakt ist, dass die Formkurve der Kölner aktuell so gar nicht stimmt. Zwar betonte Lukas Kwasniok zuletzt immer wieder, dass die Leistung stimme. Doch unterm Strich holten die Kölner mit nur zehn Zählern aus den vergangenen 15 Spielen zu wenig Punkte. Die Leistung gegen den FCA war besonders alarmierend. Der Kölner Coach hatte nach der Niederlage am Freitagabend selbst betont, dass der Druck nun größer werde. Die kommenden drei Begegnungen dürften für den Trainer mehr als nur richtungweisend sein. Zunächst steht die Partie gegen den BVB an, es folgen die Spiele gegen den Hamburger SV sowie Borussia Mönchengladbach.