René Wagner über seinen Vorgänger Lukas Kwasniok: „Ich habe unheimlich viel von Lukas mitgenommen“

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René Wagner über seinen Vorgänger Lukas Kwasniok: „Ich habe unheimlich viel von Lukas mitgenommen“

Acht Monate arbeitete René Wagner an der Seite von Lukas Kwasniok. Nun hat der ehemalige Co-Trainer den 44-Jährigen beerbt. Am Dienstag äußerte sich der neue Cheftrainer des 1. FC Köln: René Wagner lobt die Arbeit mit Lukas Kwasniok.

Zum ersten Mal arbeitet Rene Wagner nun als Cheftrainer eines Bundesligisten. Am Dienstag äußerte sich der 37-Jährige vor den Medien und sprach auch über seinen Vorgänger.

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Am Dienstagvormittag wurde es zuweilen auch mal etwas lauter auf dem Gelände am Geißbockheim. „Das ist nicht der Fehler von Marvin, ihr müsst dann auch mal mit zurück arbeiten“, hallte es bei der zweiten Trainingseinheit der Geißböcke unter Interimscoach René Wagner über den Platz, nachdem der Keeper einen Treffer in die obere Ecke seines Kastens kassiert hatte. Die Ansagen des neuen FC-Coaches waren deutlich, laut und bestimmt. Und sie standen damit im klaren Kontrast zum gestrigen ersten Training, als der 37-Jährige seinen Assistenten Armin Reutershahn die Einheiten weitestgehend überließ. Und irgendwie ein Kontrast zu seiner Zeit als Co-Trainer unter Lukas Kwasniok. Beim 44-Jährigen stand Wagner als Co zwangsläufig in der zweiten Reihe. Nun muss der 37-Jährige die Verantwortung für das Ziel des Klassenerhalts übernehmen.

Noch kein Kontakt zu Kwasniok

Für den noch jungen Coach eine große Aufgabe – und das in seinem ersten Job als Trainer einer Bundesligamannschaft. Unter Kwasniok arbeitete Wagner seit vergangenen Sommer und konnte sich das ein oder andere abschauen. „Ich habe unheimlich viel von Lukas mitgenommen. Lukas ist ein Trainer, der unfassbar inhaltlich arbeitet. Er lebt den Fußball jeden Tag, jede Sekunde, jede Millisekunde im Leben.“ Tatsächlich wird der 44-Jährige von verschiedenen Seiten als akribischer Arbeiter beschrieben. Kwasniok war auch beim FC bemüht, auf jeden Gegner den richtigen Schlüssel zu finden. Vor allem aber die aufopferungsvolle Arbeit hat offenbar Eindruck hinterlassen. „Das war was, was ich definitiv mitnehmen werde und auch mitnehmen muss, weil es mir einfach noch mal eine andere Perspektive gegeben hat“, so Wagner.


Für seinen Ex-Cheftrainer findet der Interimscoach lobende Worte. „Ich glaube, es hat mich am Ende als Trainer auch noch mal viel besser gemacht und das war auch das Ziel im Sommer nach Köln zu kommen. Ich wollte eine neue Perspektive, einen neuen Chef sehen, ich wollte was anderes sehen und das war mir besonders wichtig und das habe ich auch bekommen“, so Wagner über seine Zusammenarbeit mit Kwasniok. Dennoch muss der 37-Jährige nun seinen eigenen Weg finden, die Stellschrauben drehen, an denen es unter dem 44-Jährigen noch gehapert hat. Zusammen mit dem neuen Co-Trainer Armin Reutershahn soll dies nun gelingen. Einen Kontakt zu Kwasniok hat es noch nicht gegeben. „Den werde ich jetzt aber suchen“, sagte Wagner. Dafür hat sich Steffen Baumgart bei dem neuen FC-Coach gemeldet. „Steffen hat mir gesagt, dass ich bei mir bleiben soll. Er kennt mich jetzt lange genug“, sagte Wagner. „Er sagte auch, dass meine neue Rolle ein paar andere Themengebiete aufmachen wird. Es gibt das eine oder andere Thema, das ich schon bearbeiten musste, worüber ich mich früher nicht kümmern brauchte.“


Neuer FC-Trainer René Wagner: „Es ist eine Chance und gleichzeitig aber auch eine hohe Erwartung“

Rene Wagner und Armin Reutershahn beim Training
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Neuer FC-Trainer René Wagner: „Es ist eine Chance und gleichzeitig aber auch eine hohe Erwartung“

Nach der Entlassung von Lukas Kwasniok ist René Wagner in der Trainer-Hierarchie gestiegen. Am Dienstagvormittag leitete der 37-Jährige seine zweite Einheit als Cheftrainer der Geißböcke. Das sagt René Wagner zu seiner Aufgabe beim 1. FC Köln.

Um 11 Uhr bat der 37-Jährige die Mannschaft zu seiner zweiten Einheit als Cheftrainer am Geißbockheim. Über seine neue Rolle äußerte sich der bisherige Co-Trainer im Anschluss an das Training.

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Die Entlassung von Lukas Kwasniok am Sonntag kam wohl nicht mehr so richtig überraschend. Nach dem 3:3-Unentschieden hatte Geschäftsführer Thomas Kessler ein Treuebekenntnis vermieden und als der nun Ex-Trainer das Geißbockheim am Sonntagvormittag verließ, mit dem Wissen, dass es noch eine Gremiumssitzung geben solle, war wohl auch dem 44-Jährigen klar, dass es eng werden würde. Für René Wagner ergibt sich aus der Entlassung nun eine Chance. „Ich kenne die Stadt und von daher macht es mich auch ein bisschen stolz, aber darum geht es ja gar nicht, sondern am Ende geht es darum eine Aufgabe zu erfüllen“, sagte Wagner am Rande der Einheit am Dienstag.

„Chance“ und „hohe Erwartung“

Für den gebürtigen Dresdener ist es nun die erste Station als Cheftrainer. „Es ist eine Chance und gleichzeitig aber auch wahrscheinlich eine hohe Erwartung“, so Wagner. „Ich versuche das ein bisschen auszublenden, weil ich weiß, ich kann besser arbeiten, wenn ich organisiert bin und mir nicht so viel Gedanken mache über das, was vielleicht da draußen passiert.“ In Fachkreisen gilt Wagner als akribischer Arbeiter und Taktikfuchs. Auch Thomas Kessler hält große Stücke auf den Coach. Nicht umsonst hat er ihn zum Interims-Trainer gemacht. „Ich begleite ihn jetzt schon ein bisschen länger und kenne ihn auch schon ein bisschen länger. Und bin von seiner fachlichen Expertise maximal überzeugt. René ist ein sehr smarter Mensch, der einen guten Umgang auch mit dem Staff hat, einen guten Umgang auch mit der Mannschaft hat. Und dem ich absolut zutraue, jetzt diese Rolle einzunehmen“, meinte der Geschäftsführer am Montag über den Cheftrainer-Neuling.

Dabei hat Wagner auch in den vorherigen Wochen bereits einige gute Aspekte gesehen. So suche er mit Blick auf die anstehenden Aufgaben vor allem nach kleinen Dingen, die es zu verändern gilt, um wieder zu Erfolgen zu kommen. „Ich glaube, wichtig ist es jetzt, Ruhe zu bewahren. Weil logischerweise jetzt von außen viel auf uns einprasseln wird und ein Trainerwechsel normalerweise nie was Gutes ist. Von daher ist es wichtig für uns, uns jetzt auf das zu fokussieren, was wir glauben, was uns gegen Frankfurt helfen kann, ohne jetzt den Druck des Spieltags am Wochenende zu haben. Das heißt, beruhigt zu analysieren, wo die vielleicht kleinen Stellschrauben sind, über die auch der Thomas gestern schon gesprochen hat. Die wollen wir in aller Ruhe angehen. Und dann können wir immer noch Richtung Frankfurt ein bisschen emotionaler werden“, so der 37-Jährige. So soll dem 1. FC Köln unter ihm endlich die Trendwende nach zuletzt sieben sieglosen Spielen gelingen.

Neuer Co-Trainer für Wagner

Dabei erkennt Wagner auch, dass es durch den Trainerwechsel natürlich einige Spieler gibt, die sich Gedanken machen. Zum einen Profis, die zuletzt viel gespielt haben, „weil die wissen nicht, was passiert die nächsten Tage, die nächsten Wochen, habe ich noch die gleiche Position, die ich davor hatte.“ Aber zum anderen gebe es auch Spieler, die zuletzt seltener auf dem Platz standen und nun vielleicht durch den Trainerwechsel befreiter auftreten können. Die verschiedenen Erwartungen der jeweiligen Profis muss der 37-Jährige nun passend moderieren.

Hilfe bekommt der Cheftrainer dabei von einem neuen Co-Trainer. So stellte der FC am Montag Armin Reutershahn als Assistenten für Wagner vor. Der 66-Jährige soll dem Trainerneuling mit seiner Erfahrung aus seinen Stationen als Co-Trainer bei unter anderem dem Hamburger SV, bei Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Nürnberg, dem VfB Stuttgart, der TSG Hoffenheim, bei Borussia Mönchengladbach, bei Borussia Dortmund sowie bei Hertha BSC Berlin. „Ich war selber in der Bundesliga jetzt viele Jahre, aber der Armin war noch mal einige Jahre mehr als ich und von daher brauchte ich jemand an meiner Seite, der mich dann vor allen Dingen auch mal zurückholt, wenn ich vielleicht zu stark auf dem Gas stehe, weil da stehe ich oftmals zu oft und ich glaube, der Armin hat jetzt einfach die Bremse in der Hand“, so Wagner über die Rolle seines neuen Assistenten.


So lief die erste Einheit unter René Wagner beim 1. FC Köln

Rene Wagner und Armin Reutershahn beim Training
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So lief die erste Einheit unter René Wagner beim 1. FC Köln

René Wagner hat seine Arbeit beim 1. FC Köln aufgenommen. Der neue Cheftrainer der Geißböcke leitete die erste Einheit am Montag. Mit ihm zusammen stand Armin Reutershahn auf dem Platz.

Am Tag nach der Entlassung von Lukas Kwasniok sind die Geißböcke ins Training und damit auf die lange Vorbereitung für das Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt gestartet. Das steht in knapp zwei Wochen an. Genug Zeit also für das neue Trainergespann um René Wagner.

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Schon gut 20 Minuten vor dem offiziellen Trainingsbeginn betrat ein neues Gesicht den Trainingsplatz vor dem Geißbockheim. Armin Reutershahn sortierte Hütchen, stellte Trainingsdummys auf. Der 66-Jährige wird künftig dem neuen Cheftrainer René Wagner zur Seite stehen. Wagner habe eine große Expertise, man könne aber nicht wegdiskutieren, „dass er in der Bundesliga noch nie eine Mannschaft als
Cheftrainer geleitet hat. Und da war für uns klar, dass wir ihm jemanden zur Seite stellen
wollen, der sowohl charakterlich, aber auch fachlich zu ihm passt und eben auch die Erfahrung
hat.“ Reutershahn war unter anderem bereits für Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Mönchengladbach und Dortmund tätig – nun also für den FC.

Mannschaft trainiert eine knappe Stunde

Nicht unweit stand zur gleichen Zeit der bisherige Assistenz- und nun Chefcoach der Geißböcke. Wagner sprach mit dem Staff, gab die ersten Anweisungen. Um 15 Uhr betrat dann auch das Team den Rasen. Allerdings nicht das komplette. Tom Krauß fehlte verletzungsbedingt, genauso wie Joel Schmied und Alessio Catro-Montes, die weiterhin individuell im Reha-Bereich trainieren. Timo Hübers und Luca Kilian fehlen bekanntlich langfristig. Auf Länderspielreise geht es für Said El Mala mit der deutschen U21, Rav van den Berg (U21 Niederlande), Jakub Kaminski (Polen) und Isak Johannesson (Island). Somit ist die Mannschaft vorerst stark reduziert. Reutershahn leitete die ersten Formen, später griff der neue Cheftrainer auch ein. Wagner leitete die Einheit eine knappe Stunde lange, vor 16 Uhr verabschiedete sich das Team dann schon wieder.

Und das unter den Augen von FC-Präsident Jörn Stobbe, der einen insgesamt doch zufriedenen Eindruck hinterließ. Zwar erklärte Thomas Kessler, dass er froh sei, dass es aufgrund der Länderspielpause nun genug Zeit gäbe, allerdings wird die Mannschaft nicht durchtrainieren. Kessler kündigte an, dass das Wochenende frei sei. Am Dienstag geht es dann vormittags auf den Platz.