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Vier Niederlagen gegen Tabellenletzte – Wird der FC gegen Gladbach erneut zum Aufbaugegner?

Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach könnte für den FC ein richtungsweisendes Spiel werden. Ein Sieg würde eine Menge Aufschwung geben. Und schließlich ist der Rivale gerade das Schlusslicht der Liga, es ist also eigentlich ein guter Zeitpunkt für die Kölner. Aber eben nur eigentlich wie die Bilanz der Geißböcke gegen Tabellenletzte zeigt: Wird der 1. FC Köln im Derby erneut zum Aufbaugegner?

Mit einem Sieg im Derby würde die Kritik an Trainer René Wagner zumindest erstmal deutlich leiser werden. Bei einer Niederlage wiederum wäre die Lage der Geißböcke schon früh in der Saison deutlich bedrohlicher. Dabei ist die bisher schwache Gladbacher-Spielzeit tatsächlich eher ein schlechtes Omen für die Domstädter.

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Am Sonntagnachmittag steht bereits früh in der Saison sowohl für den 1. FC Köln als auch für Borussia Mönchengladbach eine Menge auf dem Spiel. Nicht nur, weil es das 101. Rheinische Derby in der Bundesliga ist, sondern auch wegen der Tabellenkonstellation beider Mannschaften. Denn für beide Teams könnte es eine richtungsweisende Partie werden. Der FC könnte mit einem Sieg dafür sorgen, dass man mit dann sieben Punkten nach fünf Spieltagen von einem ordentlichen Start sprechen kann. Bei einer Niederlage würden wiederum die kritischen Stimmen im Kölner Umfeld noch lauter werden. Die Borussia auf der anderen Seite hofft auf einen guten Start unter dem neuen Trainer Alexander Blessin. Und natürlich auf die ersten Punkte in dieser Saison. Denn bislang stehen die Gladbacher ohne einen einzigen Zähler am Tabellenende.

Zuletzt viele Niederlagen gegen Schlusslichter

Eigentlich ist die tabellarische Situation des Rivalen natürlich eine gute Ausgangslage für die Geißböcke. Aber ein Blick in die vergangenen Jahre zeigt, dass die Konstellation trügerisch ist. Denn die vergangenen vier Partien, in denen der FC gegen einen vor der Partie Tabellenletzten antreten musste, gingen allesamt verloren. Das jüngste Beispiel dürfte allen Kölner Anhängern noch sehr präsent sein. Denn vor dem vergangenen Spieltag hatte auch der HSV wie Gladbach noch keinen Punkt in dieser Spielzeit geholt. Trotzdem gewannen die Hanseaten gegen die Domstädter mit 2:1. So war der FC der perfekte Aufbaugegner für die kriselnden Hamburger.

Das nächste Beispiel fand ebenfalls bereits diese Saison statt. Am zweiten Spieltag traten die Kölner in Stuttgart an, die zu dem Zeitpunkt nach einer 5:1-Niederlage zum Auftakt in München die Rote Laterne inne hatten. Gegen den FC schossen sich die Schwaben dann beim 4:1 den Frust von der Seele. Dabei stellt diese Partie natürlich eine kleine Ausnahme dar, da die Tabelle nach nur einem Spieltag nicht sonderlich aussagekräftig war und Stuttgart mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht Letzter gewesen wäre, wenn sie nicht direkt gegen die Bayern gespielt hätten. Diese Ausrede können die Geißböcke aber nicht für den vorletzten Spieltag der vergangenen Spielzeit heranziehen. Da verloren sie bereits unter Trainer René Wagner mit 1:3 zuhause gegen den 1. FC Heidenheim. Damit enttäuschten die Kölner ihre Fans beim letzten Heimspiel 2025/26 und sorgten dafür, dass die Mannschaft von der Ostalb bis zum letzten Spieltag der Saison auf den Klassenerhalt hoffen durfte.

FC als guter Aufbaugegner

Schützenhilfe gegen den vorzeitigen Abstieg gaben die Domstädter auch am 30. Spieltag 2023/24. Damals traten sie als Vorletzter gegen den Letzten SV Darmstadt 98 an, der vor dem Spiel bereits zwölf Punkte Rückstand auf Rang 16 hatte. Doch mit einem 2:0-Sieg in Köln konnten die Lilien den drohenden Abstieg zumindest noch eine Woche hinauszögern. Gleichzeitig verpassten die Geißböcke wichtige Punkte im Abstiegskampf, sodass sie kurz darauf ebenfalls den Gang in die zweite Liga antreten mussten.

Gerade für Tabellenletzte war der FC damit in den vergangenen Jahren in der Bundesliga ein guter Aufbaugegner. Gegen Gladbach am Sonntag müssen die Kölner diese Serie nun durchbrechen, um mit Rückenwind in die nächsten Wochen gehen zu können. Dabei kann den Geißböcken immerhin Mut machen, dass sie vor knapp zwei Jahren im Unterhaus gegen die Tabellenletzten Eintracht Braunschweig und Jahn Regensburg gewonnen haben. Gerade letzterer Gegner steht jedoch für ein weiteres mahnendes Beispiel. Denn am 32. Spieltag kamen die Geißböcke gegen die weiter am Tabellenende stehenden Regensburger nicht über ein 1:1 hinaus. Im Anschluss mussten Trainer Gerhard Struber und Geschäftsführer Christian Keller gehen. So weit wird es für Wagner bei einer Niederlage im Derby am Sonntag wohl noch nicht sein. Aber die Kritik am Coach im FC-Umfeld würde definitiv lauter werden, wenn die Kölner mal wieder der ideale Aufbaugegner sein sollten.

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