In der vergangenen Woche verlängerte Assad Kotya-Fofana seinen Vertrag bei den Geißböcken, es folgte der Startelf-Einsatz im Testspiel gegen die Viktoria. Und der Innenverteidiger lieferte. Kotya-Fofana gilt beim FC als großes Talent. Doch gerade auf seiner Position zeigt die jüngere FC-Vergangenheit, wie schwer der Weg zu den Profis werden kann.
Mit Vertragsverlängerung und Einsatzminuten im Testspiel der Profis blickt Assad Kotya-Fofana auf eine ereignisreiche Woche zurück. Der Blick ist aber auch schon nach vorne gerichtet. Denn der 18-Jährige gilt als großes Talent. Doch reicht das?

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Den 31. August 2025 wird Assad Kotya-Fofana möglicherweise nie mehr vergessen. Der Innenverteidiger brachte ein seltsames Kunststück fertig – einen seltenen Doppelpack. Zunächst erzielte der Abwehrspieler im Duell gegen die U19 der SV Elversberg mit einem Traumtor aus 40 Metern das 2:0, anschließend verhalf er den Saarländern mit einem Eigentor zur Rückkehr ins Spiel. Da der FC die Begegnung sicher über die Zeit brachte, waren die Worte von Trainer Stefan Ruthenbeck anschließend mahnend, aber nicht vernichtend. Ein Jahr später erlebt der nun 18-Jährige wieder Momente, die nicht einfach an ihm vorbeiziehen werden. Die vergangene Woche dürfte zumindest eine ganz besondere sein. Zunächst verlängerte der Defensivmann seinen Vertrag bei den Geißböcken, anschließend wurde er in den Kader der Profis für das Testspiel gegen die Viktoria aus Köln gerufen und stand sogar als einzige Nachwuchshoffnung sofort in der Anfangsformation.
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Zwar hatte Kotya-Fofana ein paar Wackler in den ersten Minuten drin, dann spielte der Innenverteidiger aber eine seiner größten Qualitäten zunehmen aus: die Ruhe am Ball, selbst unter Druck. Eine Qualität, die dem 18-Jährigen von Mitspielern und Trainern gleichermaßen attestiert wird. René Wagner sprach später von den U21-Spielern, die alles reingeworfen haben. Gerade der Innenverteidiger erhielt viele Minuten. Natürlich auch, weil die Hintermannschaft der Geißböcke aufgrund der Länderspielpause mächtig ausgedünnt war. Gleich drei der vier Innenverteidiger waren mit den Nationalmannschaften unterwegs, „nur“ IV Nummer drei Joel Schmied weilte am Geißbockheim. Kotya-Fofana gilt schon lange als großes Talent der Kölner Akademie. Die Vertragsverlängerung ist ein folgerichtiger Schritt. „Ich habe mich für die Verlängerung entschieden, weil ich mich beim FC sehr wohlfühle und in den Gesprächen mit den Verantwortlichen viel Vertrauen gespürt habe“, sagte der Spieler. „Ich möchte mich beim FC weiterentwickeln und meinen Weg hier weitergehen.“
Und doch wird die Frage erlaubt sein, wie der Weg aussehen könnte. Denn in Sachen Vertrauen in die eigene Jugend geht der FC zwar vorbildlich voran, die Durchlässigkeit der Innenverteidiger ließ aber zuletzt zu Wünschen übrig. Neo Telle galt einst als großes Talent, feierte unter Gerhard Struber sein Profidebüt, spielt mittlerweile bei der Fortuna aus Köln. Elias Bakatukanda bestreitet gerade sein drittes Jahr als Leihspieler, Julian Pauli sein zweites. Beide schnupperten bekanntlich ebenfalls bereits Profi-Luft mit dem Geißbock auf der Brust. Gerade bei Pauli wäre im Sommer bei einem passenden Angebot ein Verkauf wohl eine Variante gewesen. Eine gewisse Parallele zu Nationalspieler Yann Bisseck lässt sich wohl nur schwer von der Hand weisen. Dass der FC mit gestandenen Abwehrspielern plant, ist in der Bundesliga natürlich Normalität, es verdeutlicht aber auch, dass der Weg in die Bundesliga ein sehr weiter ist.
Wie geht es für Assad Kotya-Fofana beim 1. FC Köln weiter?
Und das wird sich für den 18-Jährigen wohl auch nicht so schnell ändern. Bakatukanda und Pauli werden im Sommer erst wieder ans Geißbockheim zurückkehren. Dann wird man sich die nächsten Schritte überlegen. Sollte Rav van den Berg tatsächlich im Winter eine andere Herausforderung suchen und es sich dabei nicht um eine Leihe handeln, würden die Kölner an dieser Stelle ebenfalls nachbessern. Timo Hübers sollte im Laufe der Rückrunde ebenfalls wieder zur Mannschaft stoßen. Der FC scheint also quantitativ auf dieser Position gut aufgestellt zu sein. Kotya-Fofana wird seinen Weg finden müssen. Möglicherweise über Leihen, möglicherweise weiter über die U21, obwohl er wie auch schon bei seinen vorherigen Stationen noch eine Altersgruppe darunter spielen könnte. Mit der Vertragsverlängerung und den ersten Minuten im Testspiel ist aber ein erster großer Schritt getan.
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