Imad Rondic bleibt das Sorgenkind des 1. FC Köln
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Imad Rondic: Wenn die einzige echte Zielstürmer-Option dann doch keine echte Option ist

Durch die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga steht Trainer René Wagner vor einer schweren Entscheidung: Wie kann er die beiden Angreifer ersetzen? Dabei hätte der FC noch einen Zielstürmer im Kader, der aber anscheinend trotzdem keine neue Chance bekommt beim 1. FC Köln: Rondic ist trotz der Ausfälle wohl weiter außen vor.

Am zweiten Spieltag hatte Imad Rondic überraschend als Joker in den Schlussminuten nach langer Zeit mal wieder einen Einsatz bei den Kölner Profis gefeiert. Auf mehr kann der Stürmer aber wohl trotz der Ausfälle von Ache und Dallinga in den nächsten Wochen nicht hoffen.

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Es waren zwar nur ein paar Minuten, aber damit waren es bereits mehr Minuten, als jeder zu Saisonbeginn erwartet hatte: Am zweiten Spieltag gegen den VfB Stuttgart kam Imad Rondic kurz vor Schluss als Joker zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Dabei war der Stürmer erst ein paar Tage vorher wieder ins reguläre Mannschaftstraining zurückgekehrt. Denn eigentlich hatte der Verein dem Angreifer schon zu Beginn des Sommers mitgeteilt, dass er nicht mehr mit ihm plant. Der Bosnier durfte nur noch individuell trainieren. Doch weil er sich in diesem nicht hängen ließ – und sich auch kein Abnehmer fand – belohnte ihn René Wagner Anfang September mit der Rückkehr ins Mannschaftstraining und dem Kurzeinsatz in Stuttgart. „Imad hat sich acht Wochen den Arsch aufgerissen. Spieler, die ihr Herz auf dem Platz lassen, im Individualtraining sind und nie aufgeben, immer versuchen, jeden Tag das Beste herauszuholen, die haben es verdient, bei uns im Bundesligakader stattzufinden“, erklärte der Coach damals.

Warum Imad Rondic trotz Ausfällen wenig Chancen hat

Danach schaffte es Rondic jedoch gegen Werder Bremen und den HSV wieder jeweils nicht in den Spieltagskader. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Sonntagnachmittag muss der FC nun aber durch die Verletzungen von Ragnar Ache und Thijs Dallinga auf gleich zwei Angreifer verzichten. Und plötzlich ist Rondic der letzte fitte, klassische Mittelstürmer im Profikader der Geißböcke. Der Bosnier ist damit die einzige Option für Wagner, wenn dieser sein Spielsystem nicht umstellen möchte. Große Hoffnungen sollte sich der Angreifer jedoch trotzdem nicht machen.

Denn auf der Pressekonferenz am Freitag nannte Wagner zuerst namentlich nur Marius Bülter und Said El Mala als mögliche Alternativen. Zwar erwähnte der Coach, dass es auch weitere Spieler gebe, die sich schonmal im Sturmzentrum zeigen durften. Auf die konkrete Nachfrage, ob Rondic in den Überlegungen eine Rolle spiele, reagierte der Trainer jedoch sehr zurückhaltend. „Imad ist ein Spieler von uns, wir kennen alle seine Position innerhalb des Kaders. Deswegen müssen wir da mal schauen, ob das eine Option wird. Wir müssen gucken, dass wir den Kader mit 18 Feldspielern besetzen. Ob dann Imad dabei sein wird, werden wir sehen“, so Wagner. Und weiter: „Wir müssen dann auch überlegen, was sind die Optionen gegen Ende des Spiels.“

Schafft es Imad Rondic in den Kader?

Viel mehr als ein weiterer Kurzeinsatz wird es für den 27-Jährigen also wohl nicht werden. Wenn er es denn überhaupt wieder in den Spieltagskader schafft. Wagners Aussagen zeigen dabei, wie weit außen vor Rondic trotz seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining weiterhin ist. Egal, wie sehr sich der Bosnier im Training reinhängt, scheint es auch dann nicht für eine echte Bewährungschance zu reichen, wenn der Angreifer der einzige fitte Spieler mit seinem Profil ist. Und das, obwohl ein klassischer Mittelstürmer seinem Trainer schon wichtig ist, wie sich daran zeigt, dass bisher immer entweder Ache oder Dallinga gestartet ist. Und natürlich daran, dass man Letzteren überhaupt erst im Sommer geliehen hat, um noch eine weitere Option zu haben. Eine Option, die Rondic für Wagner anscheinend nicht sein kann.

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