Nachdem Isak Johannesson seinen Platz in der Anfangsformation von René Wagner zuletzt verloren hatte, stand er beim Derbysieg gegen Gladbach wieder von Beginn an auf dem Rasen. Der Isländer glänzte mit seinem Treffer und überzeugte auch darüber hinaus. Durch die Verletzung von Ellyes Skhiri könnte er in den nächsten Monaten wieder stärker in den Fokus rücken.
Der Saisonstart hätte für Isak Johannesson beim 1. FC Köln kaum besser verlaufen können. Mit einem Doppelpack im Pokal sicherte der Mittelfeldspieler den Geißböcken in Würzburg das Weiterkommen. Beim Bundesligaauftakt eine Woche später spielte der Linksfuß erneut eine wichtige Rolle beim Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Durch die Rückkehr von Ellyes Skhiri aus Frankfurt blieb ihm zuletzt jedoch nur noch der Bankplatz. Nun hat sich die Ausgangslage grundlegend verändert.

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Nach dem Heimsieg am 1. Spieltag wartete der FC zuletzt drei Spiele auf einen Sieg. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gelang den Kölnern nun dieser wichtige Erfolg. Obwohl René Wagner während der Länderspielpause auf insgesamt neun Profis verzichten musste, kontrollierten die Domstädter die Partie über weite Phasen. Nach seinem Einsatz für Islands Nationalmannschaft stand auch Isak Johannesson wieder in der Startelf. Nachdem Wagner zuletzt auf die Kombination aus Tom Krauß und Ellyes Skhiri vertraute, setzte er im Derby auf Johannesson an der Seite des Tunesiers. Der 23-Jährige gilt als kreativer und offensiv stärker als sein Mitspieler. Schon in der vergangenen Saison wurde nach einer Rolle für den 43-fachen Nationalspieler gesucht, der sich am wohlsten auf der Achterposition fühlt. Da eine solche Rolle bisher im Kölner System nicht vorgesehen war, kam er bereits auf unterschiedlichen Positionen zum Einsatz.
Überzeugender Auftritt im Derby
Die Qualitäten Johannessons wurden beim FC nie infrage gestellt. Das einzige Problem: Die Kölner Nummer acht kann ihr Potenzial zu selten abrufen. Seit seiner Verpflichtung aus Düsseldorf im Sommer 2025 kämpft der Isländer immer wieder mit Leistungsschwankungen und fehlender Konstanz. Am Sonntag war davon allerdings nichts zu sehen. Der Mittelfeldspieler überzeugte im Derby, traf selbst zur 1:0-Führung und kreierte einige Angriffe aus dem Zentrum. Nachdem Wagner zuletzt mit Skhiri und Krauß auf zwei defensivere Sechser setzte, ging sein Plan mit Johannesson am Sonntag vollständig auf. Seine Rolle könnte in den nächsten Monaten deutlich größer werden – nicht nur wegen seines starken Auftritts im Derby.
Wie reagiert der FC auf den Skhiri-Ausfall?
Ein Wermutstropfen beim Sieg gegen den Rivalen war die Verletzung von Skhiri kurz vor der Halbzeit. Der Tunesier blieb in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Duell an der Seitenlinie auf dem Rasen liegen und wurde anschließend umgehend in die Mediapark-Klinik gebracht. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich die traurige Gewissheit: Der Sechser wird dem FC mit einer Sprunggelenksverletzung längere Zeit fehlen. Umso bitterer, da er sich nach seiner Rückkehr im Sommer gerade erst wieder in der Stammformation festgespielt hatte. Ohne den 31-Jährigen fehlt es dem FC an Struktur aus dem Zentrum.
Wie schon zu Saisonbeginn könnten Johannesson und Krauß eine mögliche Lösung sein. Als weitere Option käme Paul Okon-Engstler infrage. Der Australier muss sich jedoch noch an die Intensität der Bundesliga gewöhnen und dürfte dementsprechend zunächst höchstens als Einwechselspieler zum Einsatz kommen. Johannesson kann nun also in den nächsten Monaten seine Wichtigkeit unter Beweis stellen und Verantwortung übernehmen. Wer weiß, was für ihn und den FC dann noch möglich ist.
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