Erstmals in dieser Saison musste Tom Krauß beim 1. FC Köln auf der Bank Platz nehmen. Doch nach der Verletzung von Ellyes Skhiri wurde der Mittelfeldspieler im Derby gegen Gladbach zu einem entscheidenden Faktor. Nun könnte sich seine Rolle erneut verändern.
Erstmals saß Tom Krauß in dieser Saison zunächst auf der Bank. Doch der Mittelfeldspieler lieferte genügend Argumente, warum er mehr als eine Option ist. Durch die Verletzung von Ellyes Skhiri führt kein Weg mehr an dem Spieler vorbei.

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Lange war über die Alternative zum verletzten Sturm-Duo Ragnar Ache und Thijs Dallinga diskutiert worden. Doch Veränderungen nahm FC-Coach René Wagner im Duell gegen Mönchengladbach auch auf anderen Positionen vor – und das durchaus überraschend. So wurde Tom Krauß aus der ersten Elf rotiert. Der Mittelfeldspieler war bislang unumstritten, sogar einer der Konstanten beim FC. Ein Spieler, der nicht immer mit technischer Finesse, aber immer mit Leidenschaft und Willen überzeugt. So auch im bisherigen Saisonverlauf. Am Sonntag war nun zunächst erst einmal Bank angesagt. Für den gebürtigen Leipziger startete Isak Johannesson, der seine Aufstellung mit einem Traumtor rechtfertigte. Viel Einsatzzeit war für Krauß indes wohl nicht vorgesehen. Doch durch die Verletzung von Ellyes Skhiri änderte sich die Perspektive. Krauß musste noch vor der Halbzeit ran.
Nach dem ersten Bankplatz: Tom Krauß wird beim 1. FC Köln zum Derby-Faktor
Sein Spiel sei dieses Mal daher „ein bisschen anders“ gewesen. „Heute kam ich mal von der Bank. Das ist für mich auch absolut in Ordnung, dass ich dann von dort meine Leistung bringe“, sagte der Mittelfeldspieler. Und genau diese brachte er auch. Krauß ging voran, zeigte in Sachen Willen und Leidenschaft seine großen Qualitäten und war gleich an mehreren Szenen entscheidend beteiligt. Kurz vor dem Führungstreffer zum 2:1 blockte Krauß Gladbachs Hashioka weg und machte Platz für Said El Mala, der sehenswert einnetzte. “ Für mich ist es ganz klar kein Foul. Er kann sich ja nicht in Luft auflösen“, erklärte der Torschütze später. „Ich hab den Weg für Said frei geräumt“, war die Sichtweise von Krauß. Die Gäste monierten nach dem Block ein Foulspiel, doch Schiedsrichter Florian Badstübner hielt die Aktion auch nach einem kurzen Austausch mit dem Video-Assistent-Referee nicht für strafwürdig.
Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen
In der letzten Viertelstunde erhöhten die Gladbacher dann nochmal den Druck und drängten auf den Ausgleich. Die Kölner verteidigten mit dem Stadion im Rücken jedoch alles leidenschaftlich weg – so auch Krauß. Der 25-Jährige lief unermüdlich die Räume zu, warf sich in jeden Zweikampf und verhinderte in der 88. Minute mit einem Kopfball sensationell den möglichen späten Ausgleich durch Zento Uno. Krauß lieferte damit innerhalb eines einzigen Spiels Argumente für sich – und das ausgerechnet in einer Begegnung, die für ihn zunächst einen Rückschritt bedeutet hatte. Die Verletzung von Ellyes Skhiri hat für den FC weitreichende Konsequenzen. Der erfahrene Mittelfeldspieler ist für Wagners Mannschaft eine wichtige Größe im Zentrum. Seine Präsenz, seine Erfahrung und sein Spielverständnis lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.
Doch der Trainer weiß nun zumindest, dass er auf einen Spieler zurückgreifen kann, der seine Chance unter schwierigen Umständen genutzt hat. Durch Skhiris Ausfall entsteht eine Lücke, die Krauß wieder schließen soll. Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der Mittelfeldspieler normalerweise neben Skhiri spielt. Es muss also noch weitere Optionen geben. „Er hat das Stadion wie gegen Mainz in der letzten Saison angezündet. Er hatte einen super Impact auf die Mannschaft, gerade nach der Verletzung von Ellyes. Er hat sich für die Jungs aufgeopfert. Daher ein Sonderlob an Tom“, sagte René Wagner. Der Trainer weiß, was er an dem 25-Jährigen hat.
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