Die U21 des 1. FC Köln zeigte nach einem 0:2-Pausenrückstand gegen Borussia Mönchengladbachs U23 eine deutliche Reaktion. Für den Trainer Manuel Hartmann war die Leistungssteigerung freilich kein Grund zur Zufriedenheit. Das sagt Manuel Hartmann nach der Pleite der U21 des 1. FC Köln.
Vor allem die fehlende Energie zu Beginn und die mangelhafte Chancenverwertung bereiteten dem Coach Sorgen.

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Manuel Hartmann war nach der Derby-Niederlage etwas ratlos: „Warum brauchen wir immer diese Rückstände, warum brauchen wir immer den Rücken zur Wand“, fragte sich der FC-Trainer. Sein Team wachte erst nach der Halbzeit auf und bestimmte die Partie, doch die Hypothek der ersten Hälfte war letztlich zu groß. Hartmann habe in der Kabine an seine Spieler appelliert, den Derby-Charakter auch auf dem Platz sichtbar zu machen. Ohne Zuschauer müsse die Mannschaft ihre Energie selbst erzeugen, mehr Körperkontakt suchen und im Pressing konsequenter agieren.
“Die Wechsel haben sehr gezündet“
Dass die Kölner nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel fanden, lag auch an den Einwechslungen. Insbesondere Etienne Borie und Maik Akumu brachten neue Impulse. „Die Wechsel haben sehr gezündet“, lobte Hartmann, „die zeigen gleich mit ihren ersten Aktionen: Hey, wir wollen hier was drehen. Und das gibt der Mannschaft natürlich Energie. Wenn du so eine Bank zum Wechseln hast, das ist natürlich ein großer Luxus.“ Hartmann verriet auch die Gründe, warum er drei Spieler in der Pause auswechselte. Nilas Yacobi habe nach längerer Krankheit noch nicht wieder die nötige Fitness besessen, Luiz Labenz diesmal keinen guten Tag erwischt. Gil Neves sei zudem bereits verwarnt gewesen.
Die Leistungssteigerung konnte die Niederlage letztlich nicht mehr verhindern. Dabei sah Hartmann genügend Möglichkeiten, zumindest noch einen Punkt mitzunehmen: „Chancen hast du eigentlich fast für zwei Spiele.“ Dass seine Mannschaft die Möglichkeiten nicht konsequent nutzte, sei besonders bitter: „Am Ende des Tages müssen wir uns heute ein bisschen an unserer Chancenverwertung aufhängen.“ Ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht mindestens verdient gewesen. Viel Zeit, sich über die verpasste Gelegenheit zu ärgern, bleibt den Kölnern nicht. Bereits am Freitagabend steht die nächste schwierige Aufgabe beim SV Rödinghausen an.
„Wir haben eine brutale Qualität, aber…“
Für den Trainer geht es deshalb vor allem darum, die Leistungsschwankungen seiner jungen Mannschaft in den Griff zu bekommen. Die Entwicklung sei zwar erkennbar, die entscheidende Konstanz fehle aber noch. „Wir haben eine brutale Qualität, aber die Jungs müssen ihren Plan durchziehen“, betonte Hartmann. Die zweite Halbzeit gegen Gladbach habe ihn trotz der Niederlage positiv gestimmt. Nun müsse die Mannschaft diese Energie von Beginn an auf den Platz bringen. Maik Akumu und Etienne Borie haben sich jedenfalls nachhaltig für den Sprung in die Startelf beworben.
Die U21 rutschte derweil durch die fünfte Niederlage im zwölften Spiel auf den elften Platz zurück und hinkt punktemäßig den Erwartungen hinterher. Mit 14 Zählern muss der Blick vorerst weiter Richtung Abstiegszone gehen, um dort den Vorsprung zu wahren. Ein Sieg in Rödignhausen beim Drittletzten wäre daher doppelt wichtig.
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