René Wagner vom 1. FC Köln
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René Wagner kehrt an den Ort seines ersten großen Moments zurück – und will diesmal mehr

Das erste Bundesligaspiel als Cheftrainer wird René Wagner wohl nie vergessen. Beim 2:2 in Frankfurt kämpfte sich der 1. FC Köln nach einem Zwei-Tore-Rückstand zurück. Nun kehrt Wagner an den Ort seines besonderen Debüts zurück – mit emotionalen Erinnerungen und einem klaren Ziel.

Die meisten Fußballspiele bleiben einem Trainer wohl am ehesten aufgrund des Ergebnisses in Erinnerung. Manchmal hilft man vielleicht auch ein wenig nach – wie beim FC. dort wurden nun Bilder von Isak Johannessons Treffer gegen die Fohlen sowie ein Jubelbild des Derbysiegs aufgehangen. Es gibt in den Erinnerungen aber auch Begegnungen, die eine weit größere Bedeutung bekommen. Für René Wagner könnte das 2:2 des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison offenbar in die zweite Kategorie fallen. Denn die Partie war sein erstes Bundesligaspiel als verantwortlicher Cheftrainer, es war ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt – und es war ein Nachmittag, den der Coach wohl sein Leben lang nicht vergessen wird. Nun kehrt Wagner mit dem FC nach Frankfurt zurück.

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Damals holten die Kölner einen Punkt und waren zufrieden. Jetzt soll es anders werden. Dabei hatte Wagners erstes Spiel als Cheftrainer zunächst alles andere als nach einem gelungenen Einstand ausgesehen. Der FC lag in Frankfurt bereits mit 0:2 zurück. Doch die Kölner kamen zurück, erkämpften sich noch ein 2:2 und nahmen einen Punkt mit, der für den Trainer offenbar weit mehr war als ein einzelner Zähler. „Wenn ich zurückdenke, denke ich an eine Mannschaft, die brutal zurückgekämpft hat“, sagte Wagner nun vor der erneuten Begegnung mit der Eintracht. Nach dem zweiten Gegentreffer habe er gehofft, mit Einwechslungen noch einmal etwas verändern zu können. „Das haben wir da geschafft.“

Für Wagner war die Aufholjagd zugleich ein wichtiges Signal im Abstiegskampf. „Das war auch so ein bisschen für mich dann die Bestätigung, dass wir als Gruppe, als Mannschaft dann auch die Liga halten können“, erklärte der Trainer. Nach einem 0:2 in Frankfurt noch einen Punkt zu holen, habe der Mannschaft „viel, viel Kraft gegeben“. Der anschließende Heimsieg gegen Werder Bremen verstärkte dieses Gefühl. „Ich habe mich natürlich danach, nach dem Punkt, so wie das Spiel verlief, super gefreut“, sagte Wagner. Und fügte hinzu: „Das sind die Gedanken, die ich, glaube ich, für den Rest meines Lebens mitnehmen werde.“ Auch, weil der Coach moralische Unterstützung erhielt. Zwei gute Freunde und auch seine Frau verfolgten die Begegnung.

Diesmal soll es für den 1. FC Köln ein Sieg werden

Ein gutes halbes Jahr später ist die Basis eine andere. Die Ausgangslage ist eine andere, die Zielsetzung ebenfalls. Damals ging es nach einem Zwei-Tore-Rückstand darum, überhaupt noch etwas Zählbares mitzunehmen. Diesmal will der FC von Beginn an auf einen Erfolg hinarbeiten. Auch, weil Frankfurt angeschlagen ist, die Kölner sich im Aufwind befinden. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir mit der gleichen Gier auch da wieder in Frankfurt auftauchen“, sagte Wagner. Seine Mannschaft müsse der Eintracht das Leben so schwer wie möglich machen und verhindern, dass der Gegner ausgerechnet gegen Köln sein erhofftes Erfolgserlebnis feiert.



Stattdessen wollen die Geißböcke selbst zuschlagen. Wagner formulierte das Ziel deutlich: „Dass wir genau das Gegenteil dann auch forcieren, dass wir das Spiel da gewinnen können.“ Bei seiner Premiere in Frankfurt fühlte sich ein Punkt für René Wagner wie ein großer Erfolg an. Nun kehrt er mit Erinnerungen fürs Leben zurück. Und mit dem Wunsch, dem besonderen Ort eine weitere hinzuzufügen.

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