Jan Thielmann gehörte beim 1. FC Köln zu den Gewinnern der Vorbereitung und stand zum Saisonbeginn noch regelmäßig in der Startelf. Mittlerweile muss sich der 24-Jährige meist mit der Ersatzbank begnügen. Vor dem Duell gegen Schalke 04 hat René Wagner die Situation des Publikumslieblings eingeordnet – und erklärt, wie er mit der Unzufriedenheit seines Spielers umgeht.
Vor dem Duell mit dem FC Schalke 04 hat René Wagner die Situation um Jan Thielmann eingeordnet. Denn dieser spielte in den vergangenen Wochen bei den Kölnern kaum noch eine Rolle.

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Seit mittlerweile neun Jahren trägt Thielmann den Geißbock auf der Brust. Der Offensiv-Akteur startete zunächst in der Jugend beim FC, ehe er 2020 sein Debüt bei den Profis feiern durfte. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Nach einigen sehr durchwachsenen Spielzeiten in Köln wollte Thielmann noch einmal angreifen und zählte im Sommer sogar zu den Gewinnern der Vorbereitung. Er selbst sprach von einer seiner „besseren Vorbereitungen“.
Das belohnte Wagner auch mit Startelfeinsätzen im DFB-Pokal gegen die Würzburger Kickers und in der Bundesliga gegen Hoffenheim und Stuttgart. Der erhoffte Aufschwung blieb jedoch aus. Schnell spielte sich Linton Maina auf der rechten Außenbahn wieder ins Rampenlicht, der mittlerweile sogar Topscorer in der Mannschaft ist (ein Tor, zwei Vorlagen). Von den letzten vier Partien saß Thielmann daraufhin über die volle Spielzeit nur noch auf der Ersatzbank, bekam im Derby nur einen Kurzeinsatz.
Beim FC bekommen andere Offensivspieler den Vorzug
„Er ist natürlich nicht zufrieden mit den Einsatzminuten. Das wäre aber auch schlimm, wenn er es wäre. Nichtsdestotrotz ist er ein Spieler, der für den 1. FC Köln alles geben wird, der sich in jedem Training reinschmeißen wird und der in jeder Sekunde in der Bundesliga auf dem Platz sein Herz zerreißen wird. Das ist das Wichtigste für mich“, betonte Wagner. Thielmann zeichnet sich vor allem durch seine starke Mentalität aus, wodurch er auch immer die Fans mitreißen kann. Das hilft jedoch nur wenig, wenn schlichtweg der offensive Output ausbleibt. In der vergangenen Saison kam das Kölner Eigengewächs beispielsweise in 26 Bundesligaspielen nur auf drei Tore und eine Vorlage. Für einen Offensivspieler zu wenig.
Wie findet Jan Thielmann zurück in die Startelf?
Im letzten Duell gegen die Eintracht bekamen andere Profis den Vorzug vor Thielmann. Wagner brachte in der 68. Minute unter anderem Mikey Moore und in der 84. Minute mit einem Doppelwechsel Reigan Heskey und Luca Waldschmidt ins Spiel. Thielmann blieb dagegen erneut wieder auf der Bank. Nun muss sich der ehemalige U21-Nationalspieler im Training wieder heranarbeiten, um sich über Kurzeinsätze wieder für mehr empfehlen zu können.
„Ich habe es heute auch noch als Beispiel vor der Mannschaft genommen: Jan ist einer, der in jedem Training 100 Prozent gibt. Er weiß natürlich auch, dass es eine seiner ganz großen Stärken ist, sich jeden Tag reinzuhauen. Was am Ende dabei rauskommt, müssen das Trainerteam und ich entscheiden“, unterstrich Wagner nochmals und führte weiter aus: „Ich kann leider nur elf Spieler aufstellen und fünf Spieler einwechseln. Da gibt es immer Spieler, die dann weniger Minuten sammeln. Die Jungs sind dann natürlich unzufrieden. Mir ist nur wichtig, dass wir da klar in der Kommunikation sind und wir uns beide in die Augen schauen können – und das tun wir.“
Eine tragende Säule in der Mannschaft
Thielmann gilt als absoluter Vorzeigeathlet, der gleichzeitig auch ein wichtiger Kommunikator in der Mannschaft ist. Mit seiner Erfahrung von 189 Spielen für den FC kann er gerade auch seine jungen Teamkollegen gut unterstützen. Sollte er selbst in dieser Saison aber erneut hinter den Erwartungen bleiben, würden die Abgangsgerüchte im kommenden Sommer wohl lauter werden.
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