Nach einem enttäuschenden Saisonstart konnte sich Union Berlin zuletzt stabilisieren. Am Dienstagabend kämpfen die Köpenicker beim 1. FC Köln um den Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals. Am Sonntag stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber – dann in Berlin und zur Ligapartie. Für René Wagner zählt dennoch zunächst ausschließlich das Pokalspiel. Beim kommenden Gegner sieht der 38-Jährige durchaus Parallelen zu Schalke 04, die am vergangenen Wochenende in Köln zum Auswärtsspiel antraten.
Vier sieglose Spiele zum Auftakt, seitdem drei Spiele ohne Niederlage: Union Berlin hat nach der Länderspielpause wieder in die Spur gefunden. Der 1. FC Köln konnte hingegen zuletzt nicht überzeugen. Auf eine wenig überzeugende 0:1-Niederlage in Frankfurt folgte am vergangenen Wochenende ein 0:0 im Heimspiel gegen Schalke, das die FC-Fans ebenfalls ratlos zurückließ. Am Dienstagabend wird all das jedoch keine Rolle spielen. Im Pokal zählt schließlich nur das Weiterkommen.

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Union Berlin gilt seit Jahren als eine Mannschaft, gegen die kein Gegner gerne spielt. Diese Erfahrung machte am vergangenen Samstag auch der FC Augsburg. Trotz langer Überzahl nach Roter Karte gelang es den Fuggerstädtern erst in der 71. Minute den ersten Treffer zu erzielen – zu dem Zeitpunkt nach eigenem Platzverweis wieder in Gleichzahl. Dieser Treffer war jedoch keineswegs der Todesstoß für die Berliner. Keine drei Minuten später traf Janik Haberer zum Ausgleich und Endstand von 1:1. Die Eisernen feierten in Augsburg ihr drittes Spiel ohne Niederlage in Folge, nachdem eine Woche zuvor dem BVB vor heimischer Kulisse ein 0:0 abgerungen wurde. Am fünften Spieltag wurde gegen die SV Elversberg der erste Sieg der Saison eingefahren. Durch einige Umstellungen während der Länderspielpause stabilisierte Union-Trainer Mauro Lustrinelli besonders die Defensive. Für den FC gilt es diese im Pokalspiel zu knacken, sofern die Geißböcke in die nächste Runde einziehen möchten.
1. FC Köln gegen Union Berlin: Wagner sieht Parallelen zu Schalke 04
„Die beiden Mannschaften sind von der Grundidee her schon sehr ähnlich. Beide suchen einen schnellen Weg zum Tor und versuchen viel hinter die Kette zu attackieren“, verglich René Wagner den kommenden Gegner mit Schalke, gegen die der FC zuletzt spielte. Union ist dabei ein Team, das nicht unbedingt viel Ballbesitz braucht, um erfolgreich zu sein. Gegen Augsburg haben die Eisernen das zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotz früher Unterzahl ist die Lustrinelli-Elf nicht zusammengebrochen, sondern hat die Räume eng gehalten und aus einer stabilen Defensive immer wieder Nadelstiche gesetzt. Die Geißböcke dürfte dementsprechend ein Spiel erwarten, das ihnen eigentlich nicht liegt. Die Partie gegen Schalke hat gezeigt, dass den Kölnern selbst gegen offensiv harmlose Teams das nötige Werkzeug fehlt, um sich vielversprechende Torchancen herauszuspielen.
Am Dienstag erwartet Wagner ein „leidenschaftliches Duell“ gegen einen Gegner der „männlichen und seriösen“ Fußball spielt. Für den FC wird es darum gehen, diese Intensität anzunehmen und im eigenen Ballbesitz Lösungen zu finden. Gleichzeitig soll die Hintermannschaft gut stehen und den Gästen keine Gelegenheiten zum kontern geben. In den letzten Jahren galt Union zudem als Team, die über Standards stets Gefahr ausstrahlten. Die Domstädter wirkten zuletzt in diesem Bereich zwar etwas stabiler als noch zu Saisonbeginn, dennoch seien ruhende Bälle immer noch ein „großes Thema“ in der Spielvorbereitung. Gerade in einem K.o.-Spiel kann eine einzelne Ecke über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheiden.
DFB-Pokal gegen Union Berlin: Wie viel verändert René Wagner beim FC?
Nach schwachen Auftritten zuletzt ist der FC im Pokal auf Wiedergutmachung aus. Wagner glaubt dennoch weiterhin an seine Spieler und fordert von Ihnen dasselbe. Ein Achtelfinaleinzug im Pokal würde mit Sicherheit helfen, sowohl den eigenen Spielern, als auch dem gesamten Umfeld, den Druck ein wenig zunehmen. Ob es in der Kölner Startelf zu Veränderungen kommen wird, ließ Wagner auf der Pressekonferenz noch offen. Eine gewisse Rotation wäre jedoch durchaus vorstellbar. Im Pokalspiel wird es auch auf die Fitness ankommen – womöglich sogar über 120 Minuten. Obwohl der FC schon mehrfach Spieler auswechseln musste, die entweder am Ende ihr Kräfte waren oder von Krämpfen geplagt, sieht Wagner hier kein Problem. Das könnten die Kölner gegen diese mögliche Startelf der Unioner unter Beweis stellen.
Mögliche Aufstellung: Rönnow – Haberer, Van den Bosch, Querfeld, Rothe – Schäfer, Khedira – Jeong, Aebischer, Burcu – Gray.
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