Britta Carlson, Frauen-Trainerin des 1. FC Köln
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“Haben Gegner vor Probleme gestellt“: Britta Carlson betonte die positiven Punkte nach Wolfsburg-Pleite der FC-Frauen

Der Glaube allein reichte nicht, um die gewaltigen Berge in Wolfsburg zu versetzen. Die Fußballerinnen des 1. FC Köln mussten sich dem Schwergewicht VfL einmal mehr geschlagen geben. Nach dem Duell äußerte sich FC-Trainerin Britta Carlson.

Trainerin Britta Carlson lobte hinterher den Auftritt ihrer Mannschaft in der Anfangsphase, haderte aber mit der Chancenverwertung.

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Der Mittag in Wolfsburg begann noch verheißungsvoll für die Kölnerinnen. Pauline Bremer hatte die Führung für den FC auf dem Fuß, der Schuss landete jedoch am Pfosten. „Ich finde, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben“, analysierte die Trainerin Britta Carlson und ergänzte insbesondere mit Blick auf Bremers Aluminium-Treffer: „Wir müssen eigentlich durch einen guten Umschaltmoment in Führung gehen.“

“Da kann man unserer Torfrau keinen Vorwurf machen“

Genau hier sah Carlson letztlich einen qualitativen Unterschied zum Gegner: „Das ist, was eine Top-Mannschaft wie Wolfsburg auszeichnet, die im Gegenzug einen Fehler von uns relativ schnell bestraft. Uns hat da die Effizienz gefehlt in dem Moment.“ Dennoch freute sich die Trainerin, dass ihr Matchplan zumindest vor der Pause über weite Phasen aufging: „Ich glaube, wir haben den Gegner vor Probleme gestellt, mit einem vielleicht überraschend tieferen Pressing heute und einem eher situativen langen Pressing.“

Dennoch haderte die Übungsleiterin mit dem Ertrag: „Wenn du die Situation nicht für dich ausnutzt mit einem Tor, dann ist es schwierig. Dann entscheidet auch vielleicht in den Momenten wie in der zweiten Halbzeit die individuelle Klasse durch einen überragenden Freistoß. Da kann man unserer Torfrau keinen Vorwurf machen.“ Dieser zweite Gegentreffer habe nachhaltige Wirkung gehabt: „Dann wird es schwer, wenn du gegen eine Mannschaft wie Wolfsburg 0:2 hinten liegst, das noch mal zu drehen, gerade auch mit den Möglichkeiten, die uns gerade zur Verfügung stehen.“

“Trotzdem habe ich der Mannschaft mitgegeben, dass die erste Halbzeit richtig gut war“

So saßen mit Kathrin Hendrich, die immerhin ihr Comeback feiern konnte, Weronika Zawistowska und Laura Donhauser nur drei Bundesliga-erfahrene Spielerinnen auf der Ersatzbank, mit Jil Schäfer und Maja Weber aber gleich zwei Spielerinnen aus der U20, sowie mit Julia Schiffarth ein 19-jähriges Eigengewächs. Und gerade angesichts dessen betonte Carlson unterm Strich: „Aber trotzdem habe ich der Mannschaft mitgegeben, dass die erste Halbzeit richtig gut war, dass wir da sehr gut im Spiel drin waren und sicherlich auch mit dem 1:1 oder 1:0 in die Halbzeit hätten gehen können.“

Immerhin gibt es aber auch etwas Positives aus dem Tag zu ziehen: Die Kölnerinnen haben die beiden Auswärtsspiele in München und Wolfsburg für diese Saison hinter sich und können in den kommenden Wochen noch einiges für ihr Punktekonto in der Bundesliga tun. Die Top 5 der Bundesliga sind weiterhin in Reichweite.

Vor den Kölnerinnen liegt nun der kuriose Heimspiel-Doppelpack gegen RB Leipzig. Zunächst ist das Team aus Sachsen am Samstag (13 Uhr) zu Gast im Franz-Kremer-Stadion, zunächst im Achtelfinale des DFB-Pokals. Neun Tage später, am 9. November (18 Uhr), treffen beide Teams erneut aufeinander, dann am neunten Spieltag der Bundesliga.

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