Ragnar Ache könnte Marius Bülter ersetzen
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Comeback gegen Union? Warum der 1. FC Köln Ragnar Ache so dringend braucht

Der FC trifft diese Woche sowohl im DFB-Pokal als auch in der Bundesliga auf Union Berlin. Schon am Dienstag könnte Ragnar Ache nach seinem verletzungsbedingten Ausfall wieder in den Kader zurückkehren. Die vergangenen Spiele haben noch einmal mehr verdeutlicht, was dem FC durch den Ache-Ausfall eigentlich abhandengekommen ist.

Sowohl gegen Schalke als auch gegen die Eintracht gelang dem 1. FC Köln kein eigener Treffer. Den Geißböcken fehlt oftmals die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Umso wichtiger, dass Ragnar Ache nach seiner Verletzung wohl am Dienstag (ab 19:15 Uhr im Liveticker bei come-on-fc.com) im DFB-Pokal in den Kader zurückkehren könnte.

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Es war ein schwarzer Tag für die Kölner, als sich Thijs Dallinga und Ragnar Ache im Testspiel gegen Viktoria Köln verletzten. Während bei Ache „nur“ eine Muskelverletzung festgestellt wurde, bekam Dallinga die Horror-Diagnose Kreuzbandriss. Der Niederländer fällt damit den Rest der Saison aus. Dem FC fehlte nach der Länderspielpause damit ein nomineller Stürmer im Kader, was sich in den folgenden Bundesligaspielen auch deutlich bemerkbar gemachte. Nachdem der FC einen wichtigen Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach einfahren konnte, schaffte er es in Frankfurt und gegen Schalke nicht mehr, einen eigenen Treffer zu erzielen. Dem FC gelang es zwar, Chancen herauszuspielen, doch häufig haperte es am Abschluss.

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Ragnar Ache bringt dem 1. FC Köln nicht nur Torgefahr

Ache kann also gar nicht schnell genug zurückkehren, auch wenn man den verletzungsanfälligen Angreifer verständlicherweise behutsam an den Profi-Alltag heranführen will. Der Stürmer bringt dem FC allerdings nicht nur Torgefahr. Ache verfügt über Fähigkeiten, die den Kölnern ebenfalls in den vergangenen Spielen immens gefehlt haben. Der 28-Jährige ist nämlich das Paradebeispiel für einen Wandspieler. Ache kann hervorragend Bälle festmachen, um seinen Teamkollegen die Möglichkeit zu geben, nachzurücken. In den vergangenen Duellen sollte Marius Bülter diesen Job übernehmen, der sich damit jedoch sichtlich schwertat. Mit seiner Sprungkraft ist Ache auch in der Luft eine Waffe. Besonders die starke Flankenqualität von Borna Sosa könnte dadurch noch besser zur Geltung kommen, denn in den letzten Begegnungen fehlte immer wieder ein Abnehmer im Strafraum.

Auch El Mala könnte von Ache profitieren

Gegen ein defensives Bollwerk wie Schalke hätte René Wagner seinen Schützling vermutlich auch schon gerne im Kader gehabt. Wenn man gegen so einen defensiven Block anläuft, sind Flanken häufig das bewährtere Mittel. Da mit Said El Mala und Marius Bülter in der vordersten Reihe jedoch keine Kopfballmonster auf dem Platz standen, fanden die Hereingaben häufig keinen Zielspieler. Mit seinen Laufwegen kann Ache zudem die Abwehrkette auseinanderziehen, um Räume für Dribbelkünstler wie Mikey Moore oder El Mala zu schaffen. Genau diese Qualitäten braucht der FC auch in der kommenden Woche gegen Union. Die Kölner treffen sowohl im DFB-Pokal als auch in der Bundesliga auf die „Eisernen“ und werden es erneut mit einem defensiv gutstehenden Gegner zu tun bekommen.

Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli hat sich nach der Länderspielpause stabilisiert und kassierte gegen die SV Elversberg (1:0), Borussia Dortmund (0:0) und den FC Augsburg (1:1) nur einen Gegentreffer. Gleichzeitig strahlt sie mit nur sechs Toren in sieben Liga-Spielen wenig Gefahr in der Offensive aus. Die Berliner spielen im Gegensatz zu den Schalkern und der Eintracht allerdings mit einer Viererkette, was die taktische Herangehensweise von Wagner verändern könnte. Ache, sofern er es schon am Dienstag in den Kader schafft, ist zwar noch keine Option für die Startelf, könnte jedoch von der Bank zu einem elementaren Faktor werden. Mit ihm hätte der FC wieder einen nominellen Mittelstürmer auf dem Rasen, wodurch El Mala wieder auf seine geliebte linke Seite ausweichen könnte. Dort ist der 20-Jährige ohnehin am gefährlichsten.

Mit seinen Qualitäten kann Ache das Kölner Spiel beleben

Wagners Team hätten mit Ache im Strafraum wieder einen Zielspieler, der für mächtig Unruhe sorgen kann. Zudem verfügt er auch im gegnerischen Ballbesitz über ein schlaues Anlaufverhalten und kann den Gegner unter Druck setzen. Sollten die Berliner tatsächlich dem FC das Spiel überlassen und sich überwiegend auf die Defensive konzentrieren, werden die Kölner früher oder später wieder auf lange Bälle zurückgreifen. Genau dafür ist Ache wie gemacht. Doch auch wenn der Gegner das Spiel macht, ist er sich für keinen Laufweg zu schade und arbeitet mit nach hinten. Dies hat er in der Vergangenheit bereits unter Beweis gestellt. Mit seinen Qualitäten kann der gebürtige Frankfurter von der Bank das Spiel noch einmal beleben sowie eine offensive Gefahr darstellen, die dem FC in den vergangenen Wochen gefehlt hat. In den darauffolgenden Spielen dürfte er dann auch wieder zu einer Startelf-Option werden.

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