Kommentar: Der FC hat Erklärungen und kennt die Probleme – doch ohne Lösungen verlieren sie an Wert

René Wagner vor dem Spiel gegen den FC Bayern
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Kommentar: Der FC hat Erklärungen und kennt die Probleme – doch ohne Lösungen verlieren sie an Wert

Der FC spielt auch gegen den Hamburger SV phasenweise gut. Das Ergebnis des 1. FC Köln lässt sich mit bekannten Problemen plausibel erklären. Schwäche bei Standardsituationen, ausgelassene Chancen, individuelle Fehler. Noch sind es Erklärungen, nur dürfen daraus keine Ausreden werden beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur 1:2-Niederlage beim HSV.

Es war sicherlich nicht alles gut in Hamburg, es war aber auch nicht alles schlecht gegen den HSV – und doch kehren die Kölner ohne Zähler heim. Das hat Gründe, es gibt Erklärungen – für viele fehlen die Lösungen.

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Eigentlich ist Fußball doch eine ganz einfache Rechnung – sollte man meinen. Wer mehr richtig macht, gewinnt und wer mehr falsch macht, der verliert. Der FC hat in den vergangenen Wochen an vielen Stellen einen Gegenbeweis geliefert, zumindest auf dem Papier. Gegen Hoffenheim holten die Kölner einen Sieg, der aufgrund von Teilen der zweiten Halbzeit nicht unverdient war, aber auch nicht so wirklich richtig verdient. Es war zumindest genauso wenig alles gut, wie in der Woche zuvor beim 2:1-Erfolg über Würzburg. Gegen Stuttgart war vielleicht auch nicht alles so schlecht, wie es das 1:4 vermuten ließ und gegen Bremen und den HSV war ganz sicher mehr drin, als es das Ergebnis am Ende spiegelte – auch, wenn der FC in beiden Spielen massiven spielerischen Schwankungen ausgesetzt war. Gegen die Rothosen gab es durchaus Dinge, die positiv zu bewerten sind. Und ja, hätte der FC die Führung erzielt, wäre es ein anderes Spiel geworden – wie Thomas Kessler später zu Recht erklärte.

Es gibt durchaus plausible Erklärungen

Ob der FC das Duell gewonnen hätte, steht auf einem anderen Blatt. Nach dem Spiel konnten die FC-Protagonisten ihre Enttäuschung kaum verbergen. Doch in den Worten der Spieler und Verantwortlichen schwang auch so etwas wie Zorn mit. Diese Niederlage war unnötig, man hatte sie sich selbst zuzuschreiben, das Team brachte sich um den verdienten Lohn. Man könnte aus den Zeilen aber hören, der FC habe den Gegner an die Wand gespielt. Das sahen nicht alle Beobachter so. Sicherlich wäre das zu viel des Guten, aber das Papier oder besser die Statistik gibt dem Club recht. In nahezu allen Belangen war der FC am Samstagnachmittag das bessere Team – Ballbesitz, Torversuche, Pässe, xGoals und dementsprechend auch gegnerische xGoals. Es gab für die Niederlage durchaus plausible Erklärungen, keine Ausreden. Auf der einen Seite hatten es die Kölner nicht geschafft, die Chancen in Tore umzumünzen, auf der anderen durch individuelle Fehler den Gegner stark gemacht, Tore hergeschenkt.

Heißt: Man kann viel infrage stellen, man muss aber sicherlich nicht alles infrage stellen. Zumal bekanntlich auch erst vier Spieltage gespielt sind. Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht den Fehler machen, aus den plausiblen Erklärungen nicht die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn Erklärungen gibt es zurzeit einige. Man habe das Problem der Standards natürlich erkannt. Klar hat man das, in der vergangenen Saison. Man hat sogar schon Stellschrauben gedreht, es fällt aber dennoch ein Gegentreffer nach einem ruhenden Ball. Der fünfte der Saison um genau zu sein. So viele wie Leipzig in der gesamten vergangenen Liga-Spielzeit wegstecken musste. Vorne steht dagegen noch immer die Null nach einer Standardsituationen. Auch diese Schwäche setzt sich also weiter fort. Obwohl die Themen bekannt sind.

Die Mannschaft hat Potenzial

Hier und da fehlen noch die Automatismen, das Eingespielte – sicherlich auch, weil wichtige Teile der Mannschaft erst spät dazugestoßen sind. Das Team braucht Zeit, nur darf die Frage erlaubt sein, ob es diese hat – immerhin ging es bereits gegen zwei mögliche direkte Konkurrenten mit der Ausbeute von einem Punkt. Jungen Spielern muss man natürlich Fehler eingestehen. Erst recht, wenn es Spieler sind, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt haben. Und ja, auch Großchancen kann ein Stürmer mal vergeben. Nur muss am Ende auch Zählbares stehen, das Versäumnisse ausmerzen kann. Diese Mannschaft hat Potenzial und auch schon Argumente dafür geliefert, dass der Weg als Entwicklungsclub ein richtiger sein kann. Nur ist es damit nicht getan. Wer seine ordentlichen Leistungen abruft, sich Chancen erspielt, dominant ist und Vorteile hat, am Ende aber dennoch erklären muss, warum es nicht zum Sieg reicht, kann die Faktoren Pech und Zufall nur schwerlich heranziehen.

Es ist ganz sicher zu früh, die Alarmglocken schrillen zu lassen. Dieses Team befindet sich in der Entwicklung und das ist nicht verwerflich oder besorgniserregend. Nur bedeutet Entwicklung eben nicht, Erklärungen zu finden, warum etwas nicht funktioniert. Entwicklung bedeutet, dass bekannte Probleme irgendwann nicht mehr auftreten. Es wird in den kommenden Wochen also darum gehen, Lösungen zu finden. Vor allem auch, damit die guten Ansätze nicht zu einer dauerhaften Ausrede werden.

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Ein Thema, zwei Meinungen: Kessler hat stark gekocht vs. Gekocht? Die Bewertung gibt es zum Schluss – Was meint ihr?

Thomas Kessler blickt einmal zufrieden und einmal skeptisch
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Ein Thema, zwei Meinungen: Kessler hat stark gekocht vs. Gekocht? Die Bewertung gibt es zum Schluss – Was meint ihr?

Thomas Kessler hat auch in seinem zweiten Transfersommer als Verantwortlicher auf dem Markt zugeschlagen. Nicht alles ist aufgegangen, hier und da hat er überrascht. War es denn nun ein guter Transfersommer oder muss der mahnende Finger gehoben werden? Zwei Autoren, zwei Meinungen, aber nur ein Thema: Wie ist der Transfersommer beim 1. FC Köln zu bewerten?

Mit Linksverteidiger Borna Sosa wurde am Deadline Day auch die letzte Kaderbaustelle geschlossen. Der FC hat ein neues Gesicht bekommen, sich neu aufgestellt und scheint in allen Teilen verbessert worden zu sein – oder? Die Situation in der vergangenen Spielzeit war ähnlich. Nach vielversprechenden Transfers im Sommer und einem sehr guten Saisonstart wurde der FC schon nach Europa geredet. Die Realität war am Ende aber doch eine andere. Nach einer langen Saison konnte der Kölner Klassenerhalt erst am vorletzten Spieltag endgültig gesichert werden. Dieses Schicksal soll sich nicht noch einmal wiederholen.

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Simon Bartsch meint: Thomas Kessler hat stark gekocht…

Mit einem erneuten Paukenschlag und mächtig Zeitdruck ist für den FC der Deadline Day zu Ende gegangen. Der zwingende Druck, etwas unternehmen zu müssen, war jedoch eigentlich bereits vor dem Transferschluss vom Kessel. Thomas Kessler hat den Geißböcken auch in diesem Sommer wieder ein neues Gesicht verpasst. In der vergangenen Spielzeit war es etwas mehr als ein Dutzend neuer Spieler, nun sind es minimal weniger. Wenn man so will, wurde der Kader im vergangenen Jahr bis auf erstaunlich wenige Spieler komplett umgekrempelt. Natürlich sind nicht alle Deals aufgegangen – welchem Verantwortlichen sollte so etwas schon gänzlich gelingen.

Das wird auch in dieser Spielerzeit nicht anders sein. Es kann nicht anders sein. Wie gut die Neuverpflichtungen am Ende einschlagen, wird sich im Saisonverlauf zeigen und geht manchmal auch auf äußeren Umstände zurück. Wer weiß schon, wie Rav van den Berg performt hätte, wenn er sich nicht direkt verletzt hätte. Wer weiß, wie es mit Jakub Kaminski verlaufen wäre, wenn der Pole nicht direkt in den ersten drei Ligaspielen zwei Mal getroffen hätte.

FC scheint in allen Teilen verbessert worden zu sein

Hätte, wenn und aber – so oder so, die vorab gesteckten Ziele scheinen von Außen zumindest erfüllt. Kessler wollte einen torgefährlichen Backup oder Konkurrenten für Ragnar Ache. Thijs Dallinga trifft – Haken dran. Der Geschäftsführer suchte einen routinierten Sechser. Der ist da, wenn es am Ende auch nicht der von vielen Fans gewünschte Edson Álvarez geworden ist. Es sollte mehr Erfahrung in die Defensive fließen, es sind zwei routinierte Nationalspieler geworden. Von denen einer zudem möglicherweise eine große Hilfe bei einem Kernproblem der Vorsaison ist. „Locho“ köpft sich durch die Box, verteidigt einigermaßen erfolgreich bei gegnerischen Standards, sorgt auf der anderen Seite für Gefahr.

Zudem wurde mit Mikey Moore ein – zumindest offensiv – adäquater Ersatz für Jakub Kaminski gefunden und die Leihe von Borna Sosa tütete Kessler kurz vor Toresschluss ebenfalls noch ein. Auf vielen Positionen haben die Kölner eine qualitative Verbesserung vollzogen – zumindest so der bisherige Eindruck.

Nicht zu vergessen wesentliche weitere Punkte. Kessler hat zum zweiten Mal den Vertrag von Said El Mala verlängert, als den Kölnern ein horrendes Angebot für den Offensivspieler vorgelegen hat. El Mala bleibt beim FC, um ihn wird die Mannschaft gebaut und mit ihm ordentlich Geld gescheffelt. Denn die Nummer 10 wird die kostspielige Vertragsverlängerung in Teilen refinanzieren. Kessler hat gegenüber internationalen Spitzenclubs Härte und Größe bewiesen. Das scheint zu imponieren. Denn dem Sportchef ist es überdies auch gelungen, internationale Toptalente eben wie Mikey Moore von Tottenham oder Reigan Heskey von Manchester City nach Köln zu lotsen.

Gerade Spieler wie Heskey sind wirtschaftliche Zukunftsversprechen. Ein Weg, den der FC auch weiterhin kontinuierlich gehen will, eine neue, eine bessere Auslegung der Marke Entwicklungsclub. Natürlich liegt die Wahrheit erst am Ende der Saison. Doch die Vorfreude der Kölner Fans ist nach diesem Transfersommer nicht nur verständlich, sie wirkt selbstverständlich. Dieser Transfersommer könnte Thomas Kesslers Masterpiece sein. Man will es dem Kölner gönnen.


René Wagner und Thomas Kessler tauschen sich während einer Einheit aus
René Wagner und Thomas Kessler tauschen sich während einer Einheit aus



… aber abgerechnet wird zum Schluss, denkt Matthias Wilhelm

Auf den ersten Blick läuft beim 1. FC Köln zurzeit alles perfekt. Der Saisonstart ist gelungen und alle Kaderplätze sind besetzt. Die Abgänge konnten mindestens gleichwertig ersetzt werden, wenn nicht sogar teilweise durch Spieler mit höherer Qualität. Zudem haben mit Reigan Heskey, Mikey Moore und Co. einige vielversprechende Talente den Weg an den Rhein gefunden, die beim FC den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen sollen. Dass die Euphorie in Köln jedoch oft nur von kurzer Dauer ist, war schon häufig zu sehen und diese geht beim FC auch immer mit einem gewissen Risiko einher.

Déjà vu zum Vorjahr

Zum zweiten Mal in Folge startet der 1. FC Köln mit einem Sieg in die neue Bundesligasaison. In einem emotionalen Umfeld wie in Köln lassen sich die Fans davon schnell begeistern, besonders, wenn die Neuverpflichtungen sofort einschlagen. Im vergangenen Sommer waren Spieler wie Marius Bülter, Jakub Kaminski und Isak Johannesson mit entscheidenden Toren am erfolgreichen Start beteiligt. Dieses Jahr glänzten Gideon Mensah, Luka Lochoshvili und Thijs Dallinga bei ihrem Bundesligadebüt. Zwar sind frühe Punktgewinne sehr hilfreich, in der Saison 2025/26 haben sie rückblickend aber nicht nur Gutes bewirkt.


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Durch die starken Auftritte in den ersten Wochen ist bei vielen eine Erwartungshaltung für den weiteren Saisonverlauf entstanden, die absolut unrealistisch war. Der FC präsentierte sich zunächst stärker, als die Mannschaft tatsächlich war und musste sich lange daran messen lassen. Während sich die Geißböcke in den folgenden Monaten immer stärker der Tabellenregion annäherten, in die sie tatsächlich gehörten, trauerten die Fans den Erfolgen der ersten Wochen hinterher. Umfeld und Fans waren unzufrieden mit Leistungen, die verhältnismäßig ordentlich waren. Auch Formschwankungen der Mannschaft oder einzelner Spieler, die für einen Aufsteiger normal sind, wurden häufig überbewertet. Aufsteiger ist der FC jetzt nicht mehr, dennoch sollte das Abrutschen in eine solche Situation vermieden werden.

Nicht jeder Transfer funktioniert

Auf dem Papier ist der 1. FC Köln für die anstehende Spielzeit auf jeder Position gut aufgestellt: Dallinga bietet eine zusätzliche Option für das Sturmzentrum, Ellyes Skhiri kann der Mannschaft aus dem Mittelfeld Struktur geben und Lochoshvili soll die Standardschwäche vergessen machen. Dazu kommen junge Talente, die mittelfristig zu Startelfoptionen werden sollen und später hohe Transfererlöse erzielen können. Das ist zumindest die Wunschvorstellung eines jeden Fans. Die Vergangenheit zeigt, dass es nicht immer so funktioniert.

Die teuerste Kölner Neuverpflichtung im Sommer 2025 war Rav van den Berg. Rund acht Millionen Euro flossen für den Niederländer aus der Domstadt nach Middlesbrough. Der 1,91 Meter große Innenverteidiger kam mit hohen Erwartungen und sollte beim FC zum neuen Abwehrchef avancieren. Die Rechtfertigung der Ablöse und des Vertrauens blieb er jedoch über weite Teile der Saison schuldig. Der mittlerweile 22-Jährige hatte immer wieder mit kleineren Verletzungen und Formschwankungen zu kämpfen. Die erhoffte Kopfballpräsenz ließ er trotz seiner Größe ebenfalls vermissen. Mittlerweile gilt van den Berg nur noch als Innenverteidiger Nummer vier im Kölner Kader und wurde zwischenzeitlich in diesem Sommer sogar mit einem Abgang in Verbindung gebracht. Sein Beispiel zeigt, dass nicht jeder Plan auch aufgeht.

Späte Neuzugänge

Ähnlich war es bei Alessio Castro-Montes. Der Belgier wurde erst kurz vor Ende der Transferphase verpflichtet und brauchte daraufhin einige Zeit, um in die Mannschaft zu finden. Nach einem sehr wackligen Start, dauerte es bis zur Rückrunde, bis der Außenverteidiger seine Leistung abrufen konnte. In diesem Sommer wurden ebenfalls späte Transfers getätigt. Dallinga, Sosa und Moore sind erst auf den letzten Metern, wenn nicht Zentimetern zum Team gestoßen. Ob sie sofort konstante Leistungen abrufen können oder zunächst Eingewöhnungszeit brauchen, ist unklar.

Der 1. FC Köln hat einen interessanten Kader für die Saison 2026/27, muss aber aufpassen, dass ihm die überzogene Erwartungshaltung nicht auf die Füße fällt. Ein guter Start sorgt noch lange nicht für eine erfolgreiche Saison und das sollte gerade in Köln bekannt sein. Das große Ziel muss der Klassenerhalt sein und alles darüber hinaus ist ein Bonus. Trotz spannender Neuverpflichtungen ist der FC nicht über Nacht zum Spitzenteam geworden.

Wie viele neue Spieler hat der 1. FC Köln in diesem Sommer verpflichtet?

Der FC hat insgesamt neun neue Spieler verpflichtet. Dazu kommen die festen Wechsel von Tom Krauss und Jahmai Simpson-Pusey, die in der letzten Saison nur ausgeliehen waren.

Wie hat der 1. FC Köln in der letzten Saison abgeschnitten?

Der FC hat die Saison 25/26 auf Platz 14 beendet. Insgesamt holte die Mannschaft 32 Punkte und konnte damit die Klasse halten. Im Pokal war in der zweiten Runde gegen den FC Bayern Schluss.

Wer sind die nächsten Gegner vom FC?

Das Team von René Wagner muss am zweiten Spieltag auswärts in Stuttgart ran. Darauf folgen ein Heimspiel gegen Bremen und ein Gastspiel beim HSV. Danach steht die erste Länderspielpause der Saison an, bevor Borussia Mönchengladbach zum Derby nach Müngersdorf kommt.

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Kommentar: Die neue Euphorie muss man genießen, der FC darf nur nicht ihr Opfer werden

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar: Die neue Euphorie muss man genießen, der FC darf nur nicht ihr Opfer werden

Zwei Pflichtspiele, zwei Siege – lautet die bisherige junge Saisonbilanz der Geißböcke. Und das ist ein sehr positives Zeichen. Und wie schon im Vorjahr spürt man eine gewisse Euphorie rund ums Geißbockheim. Die ist durchaus verdient und muss genossen werden, ihr Opfer dürfen die Kölner aber nicht werden. Ein Kommentar zum Saisonauftakt des 1. FC Köln.

Kollektives Aufatmen bei den Geißböcken nach dem zweiten Sieg im zweiten Pflichtspiel. Doch der mahnende Finger muss auch in der Stunde des Genießens erlaubt sein. Die Vorsaison ist noch in bester Erinnerung – ein Kommentar.

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Thomas Kessler brachte es nach dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagabend in den frisch gestylten Katakomben des Kölner Stadions auf den Punkt. Der Geschäftsführer Sport erklärte, dass so ein Sieg wie das 3:2 über die Sinsheimer beim FC einfach jedem gut tun würde – den Spielern, dem Trainer, allen anderen und am Ende dann auch ihm selbst. Was ziemlich banal und schon von der Natur der Sache absolut stimmig klingt, hat dann auch viel von Erleichterung. Natürlich können die Kölner Verantwortlichen öffentlich erklären, der Kader sei absolut bundesligatauglich. Man sei sich sicher, dass dieses Team die Qualität habe, die Klasse zu halten. Sie können es nicht nur, sie müssen es sogar. Es wäre schließlich ziemlich fatal, sich schon vor dem ersten Anpfiff, ein Scheitern einzugestehen. Nur Hand aufs Herz: Verursacht das Wort „bundesligatauglich“ während der Transferphase, kurz vorm Deadline Day und auf kommunizierter Spieler-Suche nicht dann doch so etwas wie ein hysterisches Schrillen der Alarmglocken?

Der 3:2-Erfolg kann erneut ein positiver Brandbeschleuniger sein

De facto sind die Kölner nicht in dem Wissen in die Saison gestartet, dass dieser Kader die Qualität für die Bundesliga hat. Wie auch? Viele Teile haben sich erst in den vergangenen Wochen zusammengefügt und die Vorbereitung hatte viel von einem provisorischem Auffüllen sowie jede Menge „Wenn“ und „Aber“. Auch jetzt stehen da bekanntlich noch einige Fragezeichen und es sind Fragezeichen, die durch die beiden bisherigen Pflichtspiele nicht beantwortet wurden. Das knappe 2:1 gegen Würzburg ließ beispielsweise viel Spielerisches vermissen, der 3:2-Erfolg über Hoffenheim offenbarte noch die ein oder andere Unstimmigkeit – gerade im Abwehrverbund. Der Kader hat ebenfalls noch Lücken, die man eigentlich auffüllen will oder wollte. Aber: Die beiden ersten Ergebnisse haben dem FC schon einmal einen guten Saisonstart und damit auch ein wenig Luft verschafft. Der Druck ist für den Moment vom Kessel.

Nicht nur das: Der 3:2-Erfolg über – immerhin den Europa-League-Teilnehmer – Hoffenheim hat aufgrund der Art und Weise des Zustandekommens sogar viel von einem Brandbeschleuniger. Der Doppelpack von Stürmer Thijs Dallinga, der zuletzt weder treffsicher noch glücklich erschien, das Tor von Said El Mala, bei dem man nicht sicher war, wie er mit dem Druck im Rahmen der Vertragsverlängerung umgehen würde und das goldene Händchen von René Wagner, der bewies, dass er eben auch kurz vor Spielende die richtigen In-Game-Entscheidungen treffen kann, haben eine kölsche Euphorie ausgelöst. Das sollte man weder kritisieren noch überheblich belächeln. Wie René Wagner es wohl sagen würde, soll man diese nun einfach mal genießen. Richtig. Die drei Punkte gegen Hoffenheim sind Zähler, die man in der Endabrechnung vielleicht nicht eingeplant hat. Die zweite Runde im Pokal war natürlich Pflicht, sie bringt dennoch Geld ein. Der Saisonstart ist geglückt, man fährt ohne Druck nach Stuttgart. Kölner Euphorie? Haken dran!

Euphorie ist verdient

Und dann ist man schnell bei der Euphorie des Vorjahrs. Schwacher Auftritt im Pokal, aber zweite Runde. Zittersieg gegen Mainz, aber drei Punkte. Starker Auftritt gegen Freiburg, Unentschieden gegen Wolfsburg und auf der Tribüne wurde die vermeintlich bevorstehende Europa League besungen. Immer mit einem Augenzwinkern. Aber auch mit dem Gefühl, der Umbruch im Sommer hat geklappt. Marius Bülter und Co. schlagen wir erhofft ein, Don Kess kocht das Klassenerhalt-Süppchen und vielleicht geht nach oben ja wirklich was. Der graue Liga-Alltag kam schneller als gewünscht, nicht alle Transfers wurden den Erwartungen gerecht, Verletzungspech, fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen und… Und plötzlich das Gefühl von Abstiegskampf. Man kann nicht oft genug betonen, dass der Aufsteiger Köln in der vergangenen Spielzeit nicht ein einziges Mal unterm Strich gestanden hat.

Tatsächlich haben sich die Geißböcke nach dem fulminanten Start lange in genau den Gewässern aufgehalten, die man vor der Spielzeit auf der Bundesliga-Karte als das mögliche FC-Gebiet ausgemacht hatte. Das Gefühl vollkommen abzustürzen, sportlich von Misserfolg zu Misserfolg zu tingeln, hatte also vielleicht auch viel von der Fallhöhe der Anfangseuphorie. Dieses Bild kann und soll auch nicht über sportliche Missstände, über schwache Leistungen und vielleicht auch sportliche Fehlentscheidungen hinwegtäuschen. Es kann aber verdeutlichen, dass sich die Wahrnehmung des Anspruchs dann auch schon mal verschieben kann. Der Maßstab einer Saison sollte sich nicht durch einen starken Auftakt verschieben. Das sollte man in dieser Saison vermeiden. Nicht, indem man die Euphorie bremst, vielmehr indem man erkennt, was die zwei Siege sind: Ein Grund für ein sehr gutes Gefühl, aber noch lange kein neuer Anspruch.

Wann hat Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln gespielt?

Skhiri spielte von 2019 bis 2023 für den FC und bestritt in dieser Zeit 118 Spiele für den Club. Zudem erzielte er 17 Tore unter anderem in der UEFA Conference League.

Trägt Skhiri die gleiche Rückennummer wie in seiner ersten Kölner Zeit?

Nein. Während seiner ersten Zeit in Köln trug Skhiri die Rückennummer 28. Diese ist seit der Saison 2025/26 jedoch an Sebastian Sebulonsen vergeben. Deswegen trägt Skhiri nun, passend zu seiner Position, die Nummer 6 auf dem Rücken.

Wie viel Ablöse hat der FC für Skhiri bezahlt?

Laut verschiedener Quellen hat der FC eine Ablöse in Höhe von ungefähr 1,5 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt bezahlt. Sein Marktwert liegt jedoch bei rund 5 Millionen Euro.

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Kommentar: Besserer Kader, gleicher Fußball? Das 2:1 sollte dem 1. FC Köln eine Warnung sein

René Wagner wirkt nachdenklich
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Kommentar: Besserer Kader, gleicher Fußball? Das 2:1 sollte dem 1. FC Köln eine Warnung sein

Wie im Vorjahr müht sich der FC gegen einen Drittligisten in die zweite Runde des Pokals. Das muss noch nicht viel bedeuten, schließlich folgte im Sommer 2025 ein starker Start. Doch von der angestrebten Verbesserung des Kaders war zumindest spielerisch nicht viel zu sehen. Dementsprechend sollte das knappe 2:1 ein Warnschuss sein. Ein Kommentar.

Gleich mehrere Bundesligisten haben sich in der 1. Runde des Pokals doch schwer getan. Eben auch der FC. Das Ergebnis und die spielerischen Mittel erinnerten an das Vorjahr. Das hat Gründe. Doch sollten die den Warnschuss nicht herunterspielen.

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Von der Hand zu weisen sind die Parallelen wahrlich nicht: 2:1 in der ersten Runde des Pokals gegen einen Drittligisten gewonnen, dabei lange ohne spielerische Mittel, vielleicht sogar am Rande einer Niederlage und am Ende der Matchwinner Isak Johannesson. Was sich wie eine Kurzzusammenfassung des knappen Erfolgs von Montag anhört, ist gleichzeitig ein Resümee des Saisonauftakts der Vorsaison. Mit der kleinen Schönheitskorrektur, dass der FC damals erst in der Nachspielzeit ausglich und sogar noch das Spiel drehte. Am Ende stand vor einem Jahr aber auch ein 2:1 gegen einen Drittligisten mit dem Siegtorschützen aus Island und damit der Einzug in die 2. Runde. Heute wie damals steht genau das unter dem Strich. Der FC ist weiter und wenn man sich die Leistungen zahlreicher anderer Favoriten gegen Underdogs anschaut, kommt es am Ende des Tages auch für die Geißböcke auf nichts anderes an.

Der FC hat den Kader noch einmal umgebaut

Pokal eben, Gesetze und so. Nach dem „Wie“ fragt schon am kommenden Wochenende keiner mehr. Tatsächlich ist „Mund abputzen und weiter“ dann doch ein Tick zu einfach. Dem FC ist gegen den Aufsteiger über lange Zeit spielerisch mal gar nichts eingefallen. Und das trotz 70 Prozent Ballbesitz, das trotz der deutlich besseren Statistik und das trotz des um ein vielfaches stärkeren Kaders. Gleich acht Startelf-Spieler der Geißböcke waren am Montag für sich mehr wert als das gesamte Kollektiv der Würzburger. Ein Bundesligist muss den Anspruch haben, gegen genau solche Gegner, Lösungen zu finden. Denn es warten ab Samstag noch ganz andere Kaliber. Tatsächlich erinnerte das Spielerische dann doch an die finalen Begegnungen der vergangenen Saison, bei denen René Wagner bekanntlich nicht wirklich gut weggekommen ist und bei vielen Fans in die Kritik geriet. Diesen Rucksack hat der Trainer am Montag nicht abgelegt.


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Nun haben die Geißböcke den nächsten Umbruch vollzogen. Und man mag dem FC zu Gute halten, dass sich der in diesem Sommer als kompliziert herausstellt. Gefühlt hat sich der FC individuell verbessert (abgesehen von Jakub Kaminski) und mit Said El Mala ein Kölner Gesicht, um das eine Mannschaft gebaut werden soll. Doch die Störfaktoren waren große. Wichtige Stützen auf elementaren Positionen waren bei einem Großteil der Vorbereitung nicht dabei, das Tauziehen um Said El Mala hat die Arbeit innerhalb oder mit der Mannschaft sicherlich auch nicht vereinfacht. Als stiller Beobachter hatte man in den vergangenen Wochen zu oft das Gefühl, es sei noch viel, zu viel provisorisch. Man darf das Ergebnis und das Spiel nicht überbewerten. Schließlich haben die Kölner im Vorjahr nach dem Zittersieg einen fulminanten Saisonauftakt hingelegt, der eine Euphorie in Köln entfacht hat wie zuletzt Steffen Baumgart in seinem ersten Jahr beim FC.

Regensburg mahnt zur Gelassenheit und zur Vorsicht

Nur sollte man diesen Auftritt gegen Würzburg auch nicht unterbewerten. Denn zur Wahrheit der Vorsaison gehört auch, dass der Auftakt viele Schwachpunkte kaschiert hat. Und das so sehr, dass die Fallhöhe im Saisonverlauf zunehmend zu einer kollektiven Unzufriedenheit gesorgt hat, obwohl das Saisonziel immer erreichbar war. Die Verantwortlichen haben in diesem Sommer keinen Zweifel daran gelassen, dass der Kader weiterentwickelt werden sollte. Nicht einfach nur verändert, sondern qualitativ verbessert. Der FC wollte mehr Breite, mehr Konkurrenz, mehr unterschiedliche Profile und auch mehr Erfahrung. Dafür haben die Kölner auf dem Transfermarkt einiges getan. Und doch wirkten einige Personalien am Montag wie eine Notlösung. Die Kölner traten auf, wie vor einem Jahr – die Entwicklung einer gesamten Saison und eines weiteren Umbruchs war im Pokal-Duell nicht erkennbar.

Wie vor einem Jahr ist das Spiel gegen den Drittligisten trotz des Sieges ein Warnschuss. Nicht mehr und nicht weniger. Regensburg ist der Beleg dafür, dass ein schlechtes Pokalspiel nicht automatisch zu einem schlechten Saisonauftakt führt. Die vergangene Saison ist aber auch ein Beleg dafür, dass ein guter Start vorhandene spielerische Probleme nicht dauerhaft löst. Der Kader soll mittlerweile besser sein. Immerhin. Doch die Mannschaft muss ab Samstag beweisen, dass sie es auch ist. Denn wer einen besseren Kader zusammengestellt haben will, darf auf Dauer nicht den gleichen Fußball anbieten.

Wie geht es für den 1. FC Köln weiter im Pokal?

Auch in der 2. Runde gibt es wieder zwei Töpfe. Im ersten die Teams der 1. und 2. Bundesliga, die „Amateure“ im zweiten. Allerdings hat sich das Gleichgewicht verschoben. Es werden wieder Mannschaften aus Topf2 gegen Mannschaften aus Topf1 gezogen. Sollte der Amateur-Topf „leer“ sein, wird es also auch zu Begegnungen zwischen Teams aus den ersten beiden Ligen kommen.

Wie lange bleibt Said El Mala beim 1. FC Köln

Seit der Vertragsverlängerung vergangene Woche ist ein Abschied in diesem Sommer vom Tisch. Der neue Kontrakt läuft noch bis 2031 und es gibt keine Ausstiegsklausel. das bedeutet aber nicht, dass der Spieler auch so lange in Köln bleibt. Wahrscheinlich ist ein Abgang im kommenden Sommer.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf der Position des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

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Ein Zeichen mit internationaler Strahlkraft, aber auch ein Symbol mit offenem Wert – ein Kommentar

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Ein Zeichen mit internationaler Strahlkraft, aber auch ein Symbol mit offenem Wert – ein Kommentar

Die Vertragsverlängerung von Said El Mala kam selbst für die Experten völlig überraschend. Dem FC ist ein Paukenschlag gelungen. Wieder einmal hat Thomas Kessler ein beeindruckendes Zeichen gesetzt. Doch es bleibt wie immer auch ein mahnender Finger beim 1. FC Köln: Kommentar zum Verbleib von Said El Mala.

Etwas mehr als ein Jahr ist Thomas Kessler nun im Amt des Sport-Geschäftsführers beim FC. Auf eine anfängliche Euphorie musste der Ex-Keeper zuletzt auch Kritik einstecken. Nun ist ihm wieder ein Masterpiece gelungen. Doch es bleibt auch ein „Aber“.

Lesedauer 8 Minuten

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Er hat es wieder getan: Thomas Kessler hat zum zweiten Mal den Vertrag mit dem wohl lukrativsten Spieler der Vereinsgeschichte verlängert als erstens keiner damit gerechnet hat und zweitens eine zu jeweiligen Zeitpunkt erstaunlich hohe Offerte vorgelegen haben soll. Rund 60 Millionen Euro wollte RB Leipzig dem Vernehmen nach für Said El Mala auf den Tisch legen. Wohlgemerkt für einen Spieler, dessen Marktwert nun auf 45 Millionen Euro eingeschätzt wird. Eingeschätzt, – das ist zur Einordnung wichtig – weil der Marktwert keine fixe Summe ist. Vor einem guten Jahr soll Brighton rund zehn Millionen Euro für die El-Mala-Brüder geboten haben. Und das als sie noch kein Spiel für den FC bestritten hatten. Damals konterte Kessler die Gerüchte mit der ersten Vertragsverlängerung. Im Nachhinein ist das wohl der größte wirtschaftliche Transfercoup der Club-Historie. Denn die Verlängerung ohne Ausstiegsklausel ermöglichte erst den wochenlangen Millionen-Poker mit dem BVB, Leipzig und wer noch so alles dabei war.

Hohes Maß an Vertrauen

Natürlich ist auch Christian Kellers Verdienst nicht zu unterschätzen, den Spieler überhaupt verpflichtet zu haben. Es ist wohl einer der wenigen, dafür aber eben einer der besonders lukrativen, gelungenen Deals, die Keller in seiner Kölner Dienstzeit eingetütet hat. Nun hat Kessler es wieder getan. Erst bot der BVB rund 50 Millionen, nun wohl Leipzig um die 60 Millionen (inklusive Boni) und den einzigen Wechsel, den es bei El Mala gegeben hat, ist der der Rückennummer. Wieder wurde der Vertrag verlängert und anscheinend wieder ohne Ausstiegsklausel. Kessler setzt damit ein beeindruckendes Zeichen. Der Geschäftsführer Sport ließ sich von der Scheibchen-Taktik des BVB nicht aus der Ruhe bringen, blieb bei seiner Forderung, wo sie denn auch immer in Wirklichkeit gelegen haben mag (die kolportierte 50-Millionen-Marke hat der FC so nie kommuniziert). Kessler zeigte Verhandlungshärte, ohne dem Spieler vor den Kopf zu stoßen.

Sowohl El Mala als auch der FC haben sich in dieser gesamten Gemengelage so verhalten, dass es nach wie vor ein so hohes Maß an Vertrauen gegeben hat, den Vertrag nun noch einmal zu verlängern. Die konsequente Verhandlungstaktik führte nun folgerichtig zu Vertragsverlängerung. Es ist also auch ein Zeichen an die Vereine, dass Geschäftsführer-Novize Kessler kein Problem damit hat, mit den großen Clubs um großes Geld zu verhandeln und am Ende dann auch bei seinem Punkt zu bleiben. Natürlich hätte der FC die Einnahmen gebrauchen, den Kader stärken, weitere Neuverpflichtungen präsentieren können. Der demonstrierte Weg ist nun ein anderer: Der FC kann Millionen-Offerten ablehnen, fühlt sich stark genug, auch ohne die horrende Summe in der Bundesliga zu bestehen und ist bemüht, an anderer Stelle ähnliche Konstrukte aufzubauen. Kessler hat sowohl sich als auch den Verein damit ins internationale Schaufenster gestellt. Und dieser Wert ist ganz sicher nicht zu unterschätzen.

Die 10 wird auch zur PR-Nummer

Dazu kommt eine Win-Win-Situation. El Mala kann sportlich in Köln weiter reifen, um ihn wird ein Team gebaut, er ist schon jetzt der Star der Mannschaft und auf dem besten Weg auch bei den Fans, unfassbar früh Kultstatus zu erreichen. Noch im vergangenen Sommer ploppte die Frage auf, wer das nächste Gesicht der Kölner sein werde. Die Frage ist längst beantwortet. El Mala wird nicht nur für diese Entscheidung von den Fans geliebt, er lässt sie sich zweifellos auch fürstlich bezahlen. Der 19-Jährige dürfte nach nur einer Bundesliga-Saison nun der Best-Verdiener der Geißböcke sein. Zum Dank gab es die 10 noch dazu und damit auch gar nicht erst die Frage nach einem Nummer-Gerangel aufploppte, veröffentliche der FC am Abend noch ein Video, in dem Prinz Poldi seinem Idol-Nachfolger nur das Beste wünschte. Die 10 nimmt dabei aber nicht nur ein Symbol ein, sie ist gleichzeitig auch ein geschickter Marketing-Streich. Denn natürlich werden schon bald die Kinder der Region mit einem roten Auswärtstrikot mit weißer 10 rumlaufen.

Nicht an der Jahreszahl aufhängen

Bei aller Lobhudelei darf man aber auch nicht den Fehler machen, die Vertragsverlängerung überzubewerten. Das Zeichen, dass El Mala in diesem Sommer bleibt, ist jedenfalls deutlich höher einzuschätzen als eine Jahreszahl. Diese kann man dann vielleicht doch als offenes Symbol bewerten. Denn wirklich geändert hat sich in der reinen Vertragskonstellation nichts. Der Kölner Offensivspieler wird bei einer ähnlichen Entwicklung den Verein im kommenden Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch verlassen. Es ist nicht davon auszugehen, dass der 19-Jährige seinen Kontrakt bis 2031 erfüllt, genauso wenig, dass er ihn bis 2030 erfüllt hätte. Das eine Jahr macht unter diesem Gesichtspunkt keinen Unterschied – und auch nicht die vermeintlich fehlende Ausstiegsklausel.

Es ist einfach nicht vorstellbar, dass der FC seinem Shootingstar bei entsprechendem Angebot künftig Steine in den Weg legen wird. Dafür hat sich der Spieler in den vergangenen Wochen zu souverän verhalten und schon zwei Mal für Köln bekannt, als er andere Möglichkeiten hatte. Fakt ist, die Kölner haben weiterhin die Hand auf dem Deal. Die Vertragsverlängerung war aber ganz sicher auch ein Zeichen, ja sogar ein Ausweg, dass der Poker für den FC nun beendet ist. Eine weitere Partei ist also ausgestiegen, bevor jemand All-In gegangen ist. Es ist aus jetziger Sicht sicherlich die Seite mit dem besten Blatt – und das für mindestens die kommende Saison.


Wo finde ich aktuelle Nachrichten zum 1. FC Köln?

Aktuelle News, Spielberichte, Transfermeldungen und Analysen zum 1. FC Köln findest du auf come-on-fc.com.

Warum hat der 1. FC Köln so viele Fans?

Der Verein verbindet Tradition, Emotionen und eine starke regionale Identität. Besonders im Rheinland ist der 1. FC Köln tief verwurzelt und begeistert Fans aller Generationen.

Wird der 1. FC Köln noch auf dem Transfermarkt zuschlagen?

Der FC sucht vor allem auf den Positionen des Sechsers und des Linksverteidigers nach weiteren Spielern. Aber auch weitere Offensivspieler sollen nach Köln wechseln.

Was ist mit Mikey Moore?

Der FC ist weiterhin an einer Verpflichtung des Youngsters interessiert. Allerdings lässt Trainer Roberto de Zerbi den Spieler nur ziehen, wenn er einen Nachfolger gefunden hat. Auf dem Wunschzettel steht Savinho sehr weit oben. Eine Einigung mit ManCity steht noch aus.

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Ein Kommentar zum Dortmunder Ausstieg aus dem El-Mala-Poker: Auf den ersten Blick zwei Gewinner und ein klarer Verlierer

Said El Mala bei der Saisoneröffnung des 1. FC Köln
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Ein Kommentar zum Dortmunder Ausstieg aus dem El-Mala-Poker: Auf den ersten Blick zwei Gewinner und ein klarer Verlierer

Wochenlang zog sich die Transfersaga um Said El Mala, den BVB und den FC. Nun steht fest, dass die Westfalen kein weiteres Angebot abgeben werden beim 1. FC Köln: Kommentar zum Ende von Dortmunds El-Mala-Poker.

Nach dem Ausstieg des BVBs aus dem Poker um Kölns Said El Mala gibt es zumindest auf den ersten Blick zwei klare Gewinner – und auch einen ebenso klaren Verlierer.

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Nach wochenlangem Hin und Her hat die größte Transfersaga des Sommer endlich ein Ende gefunden. Borussia Dortmund wird kein weiteres Angebot für Said El Mala abgeben, der Youngster damit nicht zum Vizemeister wechseln. Auch das letzte Angebot der Westfalen, das sich mit Bonuszahlungen auf bis zu 55 Millionen Euro belaufen haben soll, lehnte der FC ab. Damit gibt es unmittelbar nach dem Ende des Pokers zumindest momentan auf der einen Seite zwei klare Gewinner, auf der anderen einen ebenso deutlichen Verlierer.

Klare Niederlage für die Dortmunder

Beim Negativen angefangen hat die Dortmunder Führungsriege um Sportgeschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book einen klaren Rückschlag hinzunehmen. Über Wochen gaben die Dortmunder Angebot und Angebot ab. In die Nähe der Kölner Forderungen sind sie jedoch erst ganz zum Schluss gekommen. Dabei war der grobe Rahmen, den sich der FC vorstellt, von Beginn an kommuniziert. Trotzdem versuchten die Dortmunder zuerst, mit viel zu niedrigen Offerten zum Ziel zu kommen. Das daraus nichts werden könnte, hätte eigentlich auch ihnen klar sein müssen.

Erst mit dem letzten Angebot sind die Westfalen in die Nähe der kolportierten Kölner Forderungen gekommen. Allerdings hatten sie zuvor durch die unpassenden Offerten eine Menge Zeit verloren. Und wahrscheinlich auch die Geduld der Kölner Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler strapaziert. Dass diese möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt der Transferperiode mehr Geld verlangen und vielleicht auch deshalb das erneute Angebot ablehnten, ist nur allzu verständlich. Schließlich haben die Geißböcke weniger Zeit, etwas mit dem Geld auf dem Transfermarkt anzustellen. Vielleicht waren sich die Bosse der Borussia auch zu sicher, dass die Kölner trotzdem irgendwann ihre Forderungen senken würden, weil der BVB El Malas Wunschziel gewesen sein soll. Sicher zu sagen ist das nicht. Aber definitiv klar ist, dass die Dortmunder Verantwortlichen somit letztendlich eine herbe Niederlage einstecken müssen.

Kessler gewinnt weiter an Profil

Ganz anders ist die Lage auf der anderen Seite bei Thomas Kessler. Er ist der wohl klarste Gewinner dieser lange endlos scheinenden Transfersaga. Der Sportgeschäftsführer glänzte über den gesamten Verhandlungszeitraum durch eine klare Kommunikation. So ließ er sich nicht durch die Dortmunder Verhandlungstaktik aus der Ruhe bringen. Konsequent blieb Kessler bei seinen Forderungen und zeigte damit seine Verhandlungsstärke. Das dürfte sich auch auf zukünftige Poker positiv auswirken. Allen ist nun klar: Wenn Kessler eine Forderung hat, bleibt er bei dieser – egal wie groß die Summe. Denn dabei schätzte der Verantwortliche die Lage genau richtig ein. Wenn Kessler eines der früheren Angebot angenommen hätte, hätten die Geißböcke zwar dank des immer noch großen Geldsegens mehr finanzielle Möglichkeiten auf dem Transfermarkt gehabt. Aber je weiter die Transferperiode voranschreitet, desto schwieriger wird es wie bereits erwähnt auch für ihn, dieses Geld noch sinnvoll einzusetzen.

Außerdem ist natürlich auch Kessler klar, dass durch die sehr wahrscheinlich bevorstehende DFB-Nominierung El Malas dessen Marktwert in absehbarer Zeit erstmal steigen wird. Daher war es vollkommen richtig, bei den eigenen Forderungen zu bleiben und diese eventuell sogar eher etwas nach oben als nach unten anzupassen. Denn auch so können die Geißböcke noch Deals abschließen. Das zeigt sich am wohl bevorstehenden Wechsel von Thijs Dallinga. Außerdem haben die Kölner mit Said El Mala weiterhin einen Unterschiedsspieler im Kampf um den Klassenerhalt, der gezeigt hat, dass er die verlangte Summe wirklich wert ist. Dabei sind zwar Bedenken verständlich, dass der 19-Jährige vielleicht durch eine schwächere Spielzeit oder einen potenziellen Abstieg in einem Jahr weniger wert sein könnte. Allerdings ist das ein Gamble auf mehr, den der FC durchaus eingehen kann. Denn der Youngster hat bereits in der vergangenen Saison gezeigt, dass er an seinen Schwächen wie etwa dem Spiel gegen den Ball arbeitet. Somit ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Linksaußen sich weiter positiv entwickelt.

El Malas vorbildliche Einstellung

Womit wir beim letzten, etwas weniger klaren Gewinner wären: El Mala selbst. Zwar platzt für den 19-Jährigen der Wechsel zu seinem Wunschverein. Trotzdem hat der Linksaußen durch sein, wie es Trainer René Wagner mal ausgedrückt hat, „tadelloses“ Verhalten eine Menge Sympathien gewonnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern in der heutigen Zeit, die durch einen Streik einen Wechsel erzwingen wollen, kam nicht einmal der Eindruck auf, der Youngster hätte mit dem FC bereits abgeschlossen. Stattdessen zeigte er immer wieder großen Einsatz. Denn egal ob in den Testspielen oder im Training, immer war der umworbene Profi voll dabei.

Noch ist zwar nicht sicher ist, ob nicht doch noch ein Verein um den Youngster buhlen wird. Aber nach den vergangenen Wochen ist klar, dass der Angreifer bis zum Schluss alles für die Geißböcke geben wird. Damit verdient er sich die Liebe der Fans und bestimmt auch eine Menge Anerkennung außerhalb der Domstadt. Und ist damit definitiv auch ein Gewinner.


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Die zwei Seiten des Abgangs von Jakub Kaminski: Sportlich ein herber Verlust, doch der wirtschaftliche Erfolg überwiegt

Jakub Kaminski ist noch Spieler des 1. FC Köln. Aber es gibt wohl Interessenten
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Die zwei Seiten des Abgangs von Jakub Kaminski: Sportlich ein herber Verlust, doch der wirtschaftliche Erfolg überwiegt

Seine Ankunft war von Skepsis begleitet, sein Abgang von einem sportlichen Verlust. Jakub Kaminski wird für die Kölner nicht leicht zu ersetzen sein, doch es überwiegen der wirtschaftliche Erfolg sowie wichtige Erkenntnisse über den Kölner Weg. Jakub Kaminskis Abschied vom 1. FC Köln hat zwei Seiten.

Seine letzten Auftritte für den VfL Wolfsburg haben nicht die ganz großen Hoffnungen bei den FC-Fans geweckt. Schon bald kristallisierte sich Jakub Kaminski als der Königstransfer des vergangenen Sommers heraus. Der Spieler ist nicht ersetzbar, der Transfererlös ein mehr als nötiges Mittel bei der Kaderplanung.

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Am Montag ging es dann ganz schnell. Jakub Kaminski landete am frühen Nachmittag in Lissabon, machte sich dann auf den Weg zum Medizincheck, um anschließend den Kontrakt bei den Adlern zu unterschreiben. Der Pole wird künftig für Benfica auflaufen, schon in zwei Wochen steht das Duell in der Europa-League-Qualifikation gegen St. Gallen an. Es winkt eine Saison im europäischen Wettbewerb beim Tabellendritten der vergangenen Saison. Beim FC will man sich auf die Suche nach einer Alternative machen. Rein nominell steht Said El Mala für die Linksaußen-Position zur Verfügung. Der 19-Jährige soll zwar Stand jetzt in Köln bleiben, ist aber ein ganz anderer Spieler als Kaminski. Sollten die Kölner also tatsächlich einen adäquaten Ersatz für den Polen suchen, wird es ein Spieler mit einem anderen Profil. Der sportliche Verlust ist bei den Kölnern groß. Nicht umsonst wurde Kaminski von Lukas Kwasniok in der Spielzeit mehrfach als „bester Spieler des Kaders“ geadelt. Das Vertrauen zahlte der 24-Jährige nicht nur mit sieben Toren und fünf Assists zurück.

Wirtschaftlicher Erfolg

Kaminski war in zahlreichen Kategorien der Topspieler der Geißböcke, auf dem Platz im Grunde überall zu finden, überall einsetzbar. Dazu auch in der Mannschaft ein wichtiger Faktor. Eine Saison lang hat der Spieler beim FC für Euphorie gesorgt, war Teil der Lebensversicherung. Einen direkten Eins-zu-eins-Ersatz werden die Kölner wohl nicht so leicht bis gar nicht finden können. Der Verlust des Spielers schmerzt und fühlt sich möglicherweise nach einer Transfer-„Niederlage“ an. Doch auf der anderen Seite stehen dann da die annähernd 20 Millionen Euro, (wie berichtet liegt die Ablöse aufgrund des Wechsels zu einem Europa-League-Teilnehmer ein wenig niedriger). Und in diesen stecken gleich mehrere Wahrheiten. 5,5 Millionen hat der FC gerade erst als feste Ablöse an den VfL Wolfsburg überwiesen. Das vor gut zwei Monaten, nun geben die Geißböcke den Spieler für ein Vielfaches ab. Thomas Kessler hat ein goldenes Händchen bewiesen und einen Weg vorgegeben, den man beim FC auch in Zukunft nur zu gerne weiter folgen würde. Junge Spieler für wenig Geld verpflichten, sie entwickeln und wirtschaftlich gewinnbringend abgeben.

Thomas Kessler hat einen anderen Spielraum

Kaminski ist und bleibt für den FC eine absolute Erfolgsgeschichte – wirtschaftlich. Zum einen weil er nach Anthony Modeste der zweitteuerste Transfer-Abgang der Vereinsgeschichte ist, zum anderen weil er eine der größten wirtschaftlichen Entwicklungen innerhalb eines Jahres durchgemacht hat. Auch, wenn der Abgang sportlich nicht zu in voller Gänze zu kompensieren ist, wird der wirtschaftliche Nutzen überwiegen. Denn so wird der FC einen Großteil des Erlöses in den neuen Kader stecken können. Selbst wenn, die Kölner – so wie es Philipp Türoff und Co. immer wieder betonten – auch ohne jene Verkäufe handlungsfähig sind, so sind sie mit diesen Kaminski-Millionen definitiv handlungsfähiger. Kessler hat nun einen anderen Spielraum, der den Klassenerhalt am Ende des Tages oder der Saison wahrscheinlicher machen kann. Gleichzeitig sind die Millionen ein Beleg für die gute Arbeit des Sportgeschäftsführers, der sich offenbar mehr traut als sein Vorgänger, vielleicht mehr trauen darf oder kann.

Der Weg ist nun ein anderer. Ein riskanter, aber ganz sicher auch ein nachhaltiger. Auch in diesem Sommer wird nicht jeder Transfer sitzen. Doch, wenn Kessler und sein Team erneut auf die ein oder andere richtige Karte setzen, dann wird es auch im kommenden Sommer wieder frisches Geld bei weiteren Abgängen geben. Möglicherweise ist das der richtige Weg. Kaminski ist weg, das Geld ist da, nun wird an den weiteren Baustellen gearbeitet.


Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Jubel bei den Spielern des 1. FC Köln
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Kommentar: Der FC hat die Chance auf die frühe Vorentscheidung – Baustellen darf das 3:1 aber nicht kaschieren

Nach acht sieglosen Spielen in Folge haben die Kölner wieder einen Dreier eingefahren und sich damit die Chance auf die Vorentscheidung am kommenden Freitag erspielt. Geschafft ist der Klassenerhalt aber noch nicht. Ein Kommentar zum wichtigen Sieg des 1. FC Köln gegen Bremen.

Mit dem ersten Sieg seit Ende Januar haben die Kölner einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In Köln hat man das Gefühl eines kollektiven Aufatmens. Dabei ist das Ziel noch nicht erreicht.

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Es trägt schon eine gewisse Komik in sich, dass Lukas Kwasniok am Ende recht behalten könnte. Der Ex-Trainer der Geißböcke wurde bis kurz vor seinem Aus nicht müde zu betonen, dass seine Mannschaft das Zeug zum Klassenerhalt habe. Dass eben nur ein Quäntchen fehle und dass das Spielglück nicht auf Seiten der Kölner sei. Als Argumente hielten unter anderem die 50:50-Schiedsrichter-Entscheidungen her, der mitunter seltsame Eingriff oder eben Nicht-Eingriff des VARs und ja, auch der Ausfall zahlreicher Spieler wurde selten, aber ab und an genannt. Durch den 3:1-Erfolg gegen Werder Bremen hat sich die Situation beim FC grundlegend verändert. René Wagner hat in den vergangenen beiden Spielen mehr Punkte eingefahren als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Der FC hat nun ein beruhigendes Polster von fünf Zählern auf Rang 16, von neun auf Rang 17. Gewinnt Köln am Freitag, ist die Vorentscheidung in Sachen Klassenerhalt gefallen.

Eine andere Ausgangslage

Und das dann vier Spieltage vor Saisonende. Tatsächlich hat sich die Ausgangslage innerhalb von zwei Spieltagen komplett verändert. Rund um das Geißbockheim ist wieder eine gewisse Euphorie zu spüren. Das Ziel Klassenerhalt scheint plötzlich so greifbar nahe. Denn nun lautet die Bilanz nicht mehr acht sieglose Spiele in Folge, sondern vier Partien ohne Niederlage in Serie. Wagner spielt bei seiner bisherigen Ausbeute als Cheftrainer in die Karten, dass die Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Bremen zum Großteil mal pro FC ausgefallen sind (zu Recht!) und dass dem Interimscoach nahezu der gesamte Kader wieder zur Verfügung steht. Bis auf die beiden Langzeitverletzten hat der 37-Jährige die Qual der Wahl, muss schmerzhafte Entscheidungen treffen. Quantitativ stellt sich der Kader nicht mehr von alleine auf.

Vor allem aber profitierten die Kölner am Sonntag von dem von Kwasniok angesprochenen Spielglück, das dem FC lange fehlte. Und da liegt dann auch wieder der andere Teil der Wahrheit. Denn auf Glück alleine können und sollten sich die Geißböcke im Saisonfinale nicht verlassen. Der 3:1-Erfolg gegen Bremen darf nicht die Probleme kaschieren, die auch unter René Wagner (noch) nicht abgestellt sind. Der Sieg war zweifelsfrei verdient, die Leistung gegen ein dezimiertes Werder aber ganz sicher nicht beeindruckend. Und das nicht nur aufgrund der eklatant schwachen Chancenverwertung. Der FC tat sich gerade im Spielaufbau in Überzahl doch schwer. Die Geißböcke offenbarten erneut Unkonzentriertheiten, Stockfehler, Ungenauigkeiten und gerieten am Ende des Spiels sogar noch einmal in Bedrängnis.

Der FC kann am Freitag einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen, eine Art Vorentscheidung herbeiführen. Acht (durch die Torbilanz eigentlich neun) Punkte Vorsprung wären schon ziemlich nah am Klassenerhalt. Er kann! Gespielt ist die Begegnung noch nicht, gewonnen erst recht nicht – wie das Hinspiel in Köln (1:1) enttäuschend bewiesen hat. Aber: Der FC hat die Rettung in der eigenen Hand, hat den Ball im Grunde auf dem Elfmeterpunkt liegen und es wirkt so, als haben die Kölner unter dem neuen Trainer auch eine ergebnisorientierte Idee, wie Siege gelingen können. Mit dem ersten Erfolg seit Ende Januar dürfte sich das Team das nötige Selbstvertrauen geholt haben, am Millerntor die nächsten Punkte einzufahren – möglicherweise die entscheidenden. Sollte dem FC der Klassenerhalt gelingen, hätte Kwasniok recht gehabt. Nur würde der Erfolg der personellen Entscheidung unterm Strich genauso recht geben.


Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Thomas Kessler und René Wagner
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Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Am vergangenen Sonntag hat sich der FC von Lukas Kwasniok als Cheftrainer getrennt und den bisherigen Co-Trainer René Wagner befördert. Ob die Entscheidung am Ende die richtige war wird sich zeigen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht vor spannenden Wochen der Entscheidung.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok gab sich Thomas Kessler zuletzt selbstkritisch. Der Geschäftsführer hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung des Trainers stark gemacht. Nun gestand er sich ein, dass der Plan nicht aufgegangen sei. Mit René Wagner setzt der 40-Jährige auf einen Cheftrainer-Neuling ein und geht damit ins Risiko.

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Thomas Kessler wirkte durchaus aufgeräumt, als der ehemalige Keeper der Geißböcke gewohnt sachlich am vergangenen Montag vor die Presse trat. Der Geschäftsführer erklärte noch einmal, warum er Lukas Kwasniok am Sonntagabend freigestellt hatte und wieso man glaubt, dass René Wagner der richtige Mann sei. Kessler war allerdings auch selbstkritisch. „Wir würden lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass ich zufrieden damit bin, dass wir uns jetzt von einem Trainer trennen mussten“, erklärte der 40-Jährige. „Natürlich werde ich mir in der Rückbetrachtung Gedanken machen, was man hätte anders machen können, damit es nicht zu diesem Punkt kommt.“ Kessler hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung von Lukas Kwasniok stark gemacht, der 44-Jährige war die Wunschlösung. Der gemeinsame Weg ist nicht aufgegangen. „Das ist mir in dem Fall nicht geglückt.“

Erste kleine Niederlage

Man könnte also durchaus in die Trainerentlassung eine erste kleine Niederlage für Kessler interpretieren. Der Geschäftsführer hatte viel investiert, um dem Trainer eine starke Truppe auf den Rasen zu stellen. Mal abgesehen von den externen Umständen wie Verletzungen und Schiedsrichter-Entscheidungen ist das Scheitern des Coachs auch ein Stückweit in der Verantwortung der FC-Bosse. Und das, nachdem Kessler im Sommer noch als Chefkoch von den Fans gefeiert wurde. Dass der Kader der Kölner aber die Qualität zum Klassenerhalt und vielleicht sogar noch ein wenig mehr hat, sehen Vereinsverantwortliche, Fans und Experten ähnlich. Die meisten Verpflichtungen sind eingeschlagen, in der Gänze ergeben sie Sinn und gerade die jungen Spieler lassen auf eine sportliche, vor allem aber wirtschaftliche Entwicklung hoffen.

Und die Leihkonstrukte bieten zudem die Chance, jene Entwicklung der Spieler abwartend zu beobachten. Die Vertragsverlängerung von Said El Mala ist wohl der größte Transfercoup, der dem FC möglicherweise schon im kommenden Sommer eine hübsche Summe einspielen kann. Und doch steht auch Kessler nach der Trainer-Entlassung ein wenig unter Druck. Und mit der Nachbesetzung durch den Bundesliga-Cheftrainer-Novizen René Wagner gehen die Geißböcke auch ein gewisses Risiko ein. Die Kritik wächst in den Sozialen Medien. Viele, aber nicht jeder Kölner Anhänger sieht in Wagner eine Chance. Die Kommentare sind durchaus kritisch, skeptisch. Der 37-Jährige hat in der Tat sein Können noch nicht beweisen können. Und der Abstiegskampf ist da gefühlt schon ein Kopfsprung ins kalte Wasser.

Wie viele Spiele bekommt René Wagner?

Kesslers Einsatz ist hoch. Sollten die Kölner am Ende der Spielzeit absteigen, würde der Druck auf den Geschäftsführer dann doch immens steigen. Rund 25 Millionen Euro hat der Sportchef im Sommer investiert. Wie der Kader im Falle des Abstiegs aussehen würde, ist schwer zu sagen. Nur ist es kaum vorstellbar, dass Spieler wie Rav van den Berg und Said El Mala trotz Vertrag mit in die 2. Bundesliga gehen – selbst ohne Ausstiegsklausel. Das dürfte auch für den ein oder anderen Leihkandidaten gelten. Zwar könnte der FC die Kaufoption von beispielsweise Jakub Kaminski ziehen, nur soll der Vertrag dem Vernehmen nach dann über eine Ausstiegsklausel verfügen. Und Kaminski würde man keinen Gefallen damit tun, eine Liga tiefer zu spielen.

Der FC würde also ganz sicher einen weiteren dann doch größeren Umbruch angehen und vermutlich auch wieder Geld in die Hand nehmen müssen. Wie viel dafür dann reinkommt, ist ebenfalls offen. Nur dürften die Ablösen beim Absteiger dann deutlich niedriger ausfallen. Um dieses Szenario zu verhindern, ist nun der Trainer gewechselt worden. Ob René Wagner den FC in Spur bringen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sollte das nicht der Fall sein, wäre auch ein weiterer Wechsel noch vor dem Saison-Aus ein mögliches Szenario. Nur wäre das dann auch keine Klassenerhalt-Garantie und ein weiterer Fehlgriff von Kessler.


Einerseits, andererseits: Soll Said El Mala den 1. FC Köln im Sommer verlassen? Gründe dafür und dagegen

Said El Mala jubelt nach dem Ausgleich gegen den FC Augsburg
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Einerseits, andererseits: Soll Said El Mala den 1. FC Köln im Sommer verlassen? Gründe dafür und dagegen

Wie ein roter Faden ziehen sich die Transfergerüchte um Said El Mala durch die Saison. Nun soll der Kölner Youngster Brighton die Zusage gegeben haben. Die Entscheidung über den Abschied liegt aktuell einzig beim 1. FC Köln: Ein Pro und Contra zu einem möglichen Transfer von Said El Mala.

Es ist kaum vorstellbar, dass Said El Mala mit dem FC in die 2. Bundesliga geht. Aktuell sieht es so aus, als würde der Youngster die Geißböcke so oder so im kommenden Sommer verlassen. Tatsächlich gibt es dafür gute Gründe. Allerdings auch gute, die für einen Verbleib sprechen. Die COFC-Reporter Hendrik Broschart und Simon Bartsch haben die Argumente gesammelt.

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Einerseits…

Als Christian Keller im Sommer der Transfersperre nach und nach junge Talente unter Vertrag nahm und direkt wieder verlieh, da mag der ein oder andere Fan einen gewissen blinden Aktionismus beim damaligen Sportchef ausgemacht haben. Der Tenor „Hauptsache etwas machen“ hätte zwar nicht so wirklich zu dem Analysten Keller gepasst, eine etwaige Motivation wäre angesichts der trostlosen Transferzeit aber durchaus verständlich, wenn auch nicht zwingend logisch gewesen. Dass sich unter den verpflichteten Spielern ein absoluter Rohdiamant befinden würde, war nicht abzusehen, ist aber genauso eingetreten. Nicht nur das: Der kometenhafte Aufstieg von Said El Mala ist beeindruckend. Newcomer der 3. Liga, Bundesliga-Debüt, Topscorer der Geißböcke und Fast-Nationalspieler.

Erinnerungen an Lukas Podolski

Es ist nur folgerichtig, dass die Kölner Fans dem Shootingstar zu Füßen liegen und genauso folgerichtig ist der Vergleich zu Lukas Podolski. Am Geißbockheim gibt es zum ersten Mal seit dem Weltmeister von 2014 ein Eigengewächs, dass schon in seiner Premieren-Saison das Zeug zur Kölner Identifikationsfigur hat. Schon jetzt flitzen die El-Mala-Trikots in sämtlichen Größen über die Sportplätze des Rheinlands. Mit seinen 19 Jahren ist der gebürtige Krefelder der absolute Star der Mannschaft. Der Hype, dessen Ursprung den Medien nachgesagt wird, der aber zum Großteil der erstaunlichen Leistung des Offensivspielers geschuldet ist, ist die logische Konsequenz der unermesslichen Sehnsucht nach einem neuen Prinzen. Der Youngster ist Balsam auf der zuletzt doch arg geschundenen und strapazierten Geißbock-Seele.

In einer idealen rot-weißen Welt würde diese Liaison von gestillter Sehnsucht eines Kölner Stars und sportlicher Leistung niemals enden dürfen. Die Fußball-Welt ist weder rot-weiß noch ideal, dennoch lief auch ein Lukas Podolski drei Jahre für die Profis des FC auf, bevor es die spätere Legende in die weite Welt zog. Warum sollte El Mala nicht den gleichen Weg gehen? Dass der 19-Jährige kein fertiger Spieler ist, seine Baustellen hat, steht außer Frage. Der Youngster fühlt sich in Köln wohl, kennt das Umfeld, hätte einen Verein, bei dem er viel Spielzeit sammeln würde und sich so weiterentwickeln könnte. Es ist alles andere als gesagt, dass El Mala in England oder bei den Top-Teams Europas seine Einsatzzeit bekommen würde.

Was ist finanziell möglich?

Die verehrenden Kölner Fans würden dem Youngster sicherlich den ein oder anderen sportlichen Fehltritt verzeihen, wie sie es einst auch bei Prinz Poldi gemacht haben. Zweifelsfrei sind die kolportierten Millionen von 35 bis 45 Millionen Euro reizvoll, immerhin gibt es im Sommer einige Ablösen zu zahlen, die die Leihkonstrukte mit sich bringen, aber ist bei El Mala nicht noch mehr möglich? Mal angenommen, der 19-Jährige fährt doch mit zur WM und spielt ein starkes, ein erfolgreiches Turnier – bei der nächsten Einschätzung des Online-Portals transfermarkt.de würde die Ablöse sehr schnell die 50, vielleicht die 60-Millionen Euro-Marke knacken. Und dann würden andere englische Clubs andere Summen auf den Tisch schmeißen.

Auch mit einem weiteren erfolgreichen Jahr in der Bundesliga würde der Marktwert wohl noch einmal steigen. Der Vertrag läuft bekanntlich noch bis 2030, es gibt keine Ablöse. Der FC kann also locker eine weitere Saison die Entwicklung des Spielers abwarten und dann statt einer Hand beide Hände aufhalten. Vor allem aber zeigt die aktuelle Saison die sportliche Bedeutung des Youngster. Said El Mala hat neun Treffer erzielt, vier weitere vorbereitet. El Mala ist damit nicht nur an nahezu jedem dritten Treffer der Geißböcke direkt beteiligt, der Offensivspieler hat den Kölnern durch seine Tore viele Punkte beschert. Punkte, ohne die die Situation im Abstiegskampf nahezu aussichtslos wäre. Es wird schwer einen adäquaten Ersatz zu finden. Und in der jüngeren Vergangenheit haben die über Jahre hinweg nicht ersetzten Leistungsträger zu massiven Problemen geführt.

Andererseits…

Ein möglicher Wechsel von Said El Mala zu Brighton & Hove Albion hätte das Potenzial, zum Musterbeispiel für die strategische Neuausrichtung im erzielen hoher Transfererlöse durch die Ausbildung vielversprechender Talente zu werden. Aus Vereinssicht ist die Argumentation nahezu zwingend. Eine Ablösesumme von rund 35 Millionen Euro plus Boni, wie die „BILD“ zuletzt hat verlauten lassen, würde El Mala nicht nur zum teuersten Abgang der Vereinsgeschichte machen und den bisherigen Rekord von Anthony Modeste (Der Franzose ging damals für 29 Millionen nach China zu TJ Tianhai) klar übertreffen. Das wäre kein bloßer Transfererfolg, sondern ein Statement. Köln würde eindrucksvoll demonstrieren, dass der eingeschlagene Weg trägt. Junge Spieler verpflichten, entwickeln und gewinnbringend verkaufen. Ein Deal dieser Größenordnung wäre die Bestätigung dieses Modells in Reinform.

Endlich Ruhe im El Mala-Hype

Auch mit Blick auf das stets rumorende Innenleben des Klubs spricht vieles für einen Schnitt. Die Beziehung zwischen El Mala und Trainer Lukas Kwasniok entwickelte sich in dieser Saison zum wiederkehrenden Diskussionsthema. Jede Entscheidung rund um den Offensivspieler wurde seziert, jede Personalie aufgeblasen. Zwischenzeitlich entstand der Eindruck eines abgekühlten Verhältnisses. Ein Wechsel würde diese Dauerdebatte abrupt beenden und dem Umfeld des 1. FC Köln die dringend benötigte Ruhe verschaffen. Der Fokus könnte wieder konsequent auf dem Sportlichen liegen, statt auf Nebenschauplätzen. Es würden wieder Pressekonferenzen vergehen, an denen Kwasniok keine Frage zu El Mala beantworten müsste, was der FC-Coach sicherlich begrüßt.

Sportlich wirkt der Schritt ebenso folgerichtig. El Mala hat in der Bundesliga nachdrücklich bewiesen, wie schnell er sich an ein höheres Niveau anpassen kann. Der Sprung aus der dritten Liga galt einst als Wagnis, entpuppte sich jedoch als Erfolgsgeschichte. Heute steht ein Spieler, der nicht nur mithält, sondern Spiele prägt. Vor diesem Hintergrund verliert die Frage nach der vermeintlich zu großen Premier League an Gewicht. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

El Mala ist bereit für den nächsten Schritt

Brighton bietet dafür nahezu ideale Bedingungen. Der Klub steht wie kaum ein anderer für nachhaltige Spielerentwicklung auf höchstem Niveau. Junge Talente erhalten Vertrauen, Verantwortung und eine klare sportliche Perspektive. Gleichzeitig fungiert der Verein als Sprungbrett in die europäische Spitze. Für El Mala könnte der Wechsel an die Südküste Englands genau der entscheidende Zwischenschritt sein, um sich dauerhaft auf Topniveau zu etablieren. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist zudem das familiäre Umfeld. Berichten zufolge wäre auch ein Wechsel von Malek El Mala Teil des Gesamtpakets. Für Said El Mala wäre das ein entscheidender Stabilitätsanker.

Sein Bruder spielt eine zentrale Rolle in seiner Entwicklung. Dass ein früherer Wechsel zu Borussia Dortmund unter anderem an diesem Punkt scheiterte, unterstreicht die Bedeutung dieses Aspekts. In Brighton könnte er sportlichen Fortschritt und persönliches Gleichgewicht miteinander verbinden. Hinzu kommt die Arbeit unter Fabian Hürzeler. Der Trainer gilt als eines der spannendsten Profile im europäischen Fußball. Seine intensive, fordernde Spielweise verlangt den Spielern körperlich und mental alles ab. Genau darin liegt für El Mala eine große Chance. Bereits unter Kwasniok wurde deutlich, wie sehr ihn ein solches System fordert. In der Premier League wird diese Intensität zum Dauerzustand. Für einen Spieler mit seinem Potenzial gibt es kaum ein besseres Umfeld, um den nächsten Entwicklungsschritt zu erzwingen und sein Maximum abzurufen.