Kommentar: Ein Sieg um fünf vor Zwölf, aber die Uhr tickt weiter

Die Spieler des 1. FC Köln nach ihrem Sieg gegen Mainz 05.
, ,
Startseite » Meinung

Kommentar: Ein Sieg um fünf vor Zwölf, aber die Uhr tickt weiter

Mit dem 2:1-Erfolg über Mainz ist den Kölnern der Befreiungsschlag gelungen. Nach zuvor acht sieglosen Spielen in Serie wäre es bei einer weiteren Pleite wohl ungemütlich geworden. Das ist nun abgewendet, ausruhen kann sich der FC darauf aber nicht. Ein Kommentar zum 2:1-Sieg des 1. FC Köln gegen Mainz 05.

Ein vorläufiger Turnaround ist den Geißböcken am vergangenen Samstagnachmittag gelungen. Nun wird es darauf ankommen, auch weiterhin zu bestehen: Ein Kommentar zum 2:1-Sieg des 1. FC Köln gegen Mainz 05.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Glaubt man den Worten von Lukas Kwasniok, gab es am Samstagnachmittag vor allem einen Grund für den ersten Erfolg seit Anfang November: Die Unterstützung der Fans. Der Kölner Coach wurde nicht müde, „die Süd“, die Fans und die Stimmung im Stadion zu loben. Natürlich kann man einen rein zeitlichen Zusammenhang nur wenige Tage nach der deutlichen und plakativen Kritik der Fans an dem 44-Jährigen nicht von der Hand weisen und damit den Versuch, den Schulterschluss zu suchen. Tatsächlich war die Unterstützung der Fans und die Stimmung im Stadion groß, als der FC eben einige Partien nicht für sich entscheiden konnte. Ob Kwasniok die richtigen Worte gefunden hat und der Handshake die Wogen glättet, wird sich wohl zeigen.

Kwasniok hat seine Chance genutzt

Dass der Trainer sie aber nach der ersten Halbzeit gegen Mainz in der Kabine gefunden hat, steht wohl außer Frage. Denn die Kölner traten im zweiten Durchgang ganz anders als in den ersten 45 Minuten und vor allem in den vergangen Wochen gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe auf. Der FC war Spiel bestimmend, erspielte sich zahlreiche Chancen und nutzte diese am Ende auch. Und das zum ersten Mal als Mannschaft mit mehr Ballbesitz. Tatsächlich wussten die Geißböcke ihre Überlegenheit endlich dann auch zu nutzen und sich für ein gutes Spiel zu belohnen. Chance genutzt, heißt das wohl in mehrerlei Hinsicht. Der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze beträgt wieder acht Zähler (St. Pauli hat noch ein Nachholspiel), der auf den Relegationsplatz sieben. Die Kölner haben das Polster wieder vergrößert.

Aber auch Kwasniok hat seine Chance genutzt. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Begegnung gegen Mainz ein Endspiel für den 44-Jährigen gewesen wäre, wenn es der Coach mit seiner Mannschaft verloren hätte. Es ist aber ganz sicher, dass bei einer Pleite ziemlich dunkle Wolken über dem Geißbockheim aufgezogen wären. Dem FC ist um fünf vor Zwölf der Befreiungsschlag gelungen. Mit einem weiteren sieglosen Spiel hätten die Kölner den Negativrekord aus der Spielzeit 20/21 eingestellt. Mit einer Niederlage gegen die direkten Konkurrenz wäre die bedrohliche Zone erschreckend nahe gekommen, die Stimmung wenige Wochen vor Karneval alles andere als feucht fröhlich. Vor allem aber sprach Kwasniok davon, dass seiner Mannschaft erstmals das Selbstvertrauen fehlte. Auch das wäre mit einer Niederlage nicht wiedergekommen.

Nun ist ein vorläufiger Turnaround gelungen. Der FC hat am Samstag bewiesen, dass er das Zeug hat, Bundesliga zu spielen. Dass dieser Kader stark genug ist für die höchste deutsche Spielklasse. Kwasniok hat gezeigt, dass er auch in der Krise ruhig und besonnen bei seiner Linie bleibt und auf taktische Schwierigkeiten reagiert, sie korrigiert. Genauso ruhig und besonnen gilt es nun auf den ersten Dreier seit November zu reagieren. Denn ein Sieg über Mainz wird nicht die Schwierigkeiten der vergangenen Wochen wegwischen. Der Befreiungsschlag ist um fünf vor Zwölf gelungen, die Uhr läuft aber weiter.


Der Auftritt gegen die Bayern macht Hoffnung, aber Hoffnung alleine reicht nicht – ein Kommentar

Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln
, , ,
Startseite » Meinung

Der Auftritt gegen die Bayern macht Hoffnung, aber Hoffnung alleine reicht nicht – ein Kommentar

Mit einer couragierten Leistung haben die Kölner dem FC Bayern am Mittwoch alles abverlangt. Doch am Ende standen eben keine Punkte. Und dann ist ein gutes Spiel rein statistisch eben auch nur brotlose Kunst. Ein Kommentar zum Duell gegen den FC Bayern München.

Die gute Leistung gegen die Bayern weckt Hoffnung. Zu hoch hängen darf man diese auf der anderen Seite allerdings auch nicht. Fest steht: Der FC kann in der Liga leistungsmäßig bestehen, Punkte holen muss er allerdings auch: Ein Kommentar zum Duell gegen den FC Bayern München.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den ersten 5000 Instagram-Followern verlost come-on-fc.com einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Lukas Kwasniok musste in der vergangenen Woche viel einstecken. Der Trainer des 1. FC Köln sah sich plötzlich mit der Kritik der aktiven Fanszene konfrontiert – und das ungewohnt plakativ. Zudem kursierten in den Sozialen Medien und Fan-Foren die wildesten Gerüchte über den Coach. Auch Spekulationen über das Innenverhältnis in der Mannschaft machten die Runde. Zumindest den Gegenbeweis hat das Team gegen Heidenheim am vergangenen Samstag und gegen die Bayern am Mittwochabend angetreten. Die Mannschaft wirkt intakt, riss in beiden Begegnungen einen willensstarken und aufopferungsvollen Fight ab. So sehr, dass es lange so aussah, als könnten die Kölner gegen die in dieser Spielzeit noch einmal besonders übermächtigen Bayern ernsthaft punkten.

Gute Leistungen sind ohne Punkte nur brotlose Kunst

Wenn man so will hat das Team die richtige Reaktion, die passende Antwort auf die negativen Schwingungen der vergangenen Tage, vielleicht Wochen gegeben. Der FC hat dem Rekordmeister mehr abverlangt, als es der Großteil der Kölner Fans erwartet hat. Nach acht sieglosen Spielen in Serie weckt der leidenschaftliche Auftritt gegen die Bayern Hoffnung. Man ist geneigt zu sagen „Es geht doch, siehste!“. Man ist geneigt, auf die Wende zu hoffen, an den Turnaround zu glauben. Und doch ist da noch dieses kleine „Aber“. Denn trotz der guten Leistung stand der FC am Ende ohne Punkte da. Davon war wie gesagt auch nicht auszugehen. Was sind aber die leidenschaftlichen und guten Leistungen gegen Leipzig, Leverkusen, Dortmund und die Bayern am Ende der Saison wert, wenn es nicht zum Klassenerhalt reicht?

Am Ende des Tages wecken diese Leistungen Hoffnungen, sie sind aber rein statistisch brotlose Kunst. Lukas Kwasniok wurde im vergangenen Herbst nicht müde zu betonen, dass es sich bei diesen Spielen um ein Zubrot handelt. Die eigentlichen Highlight-Spiele sind die, bei denen es gegen die Gegner auf Augenhöhe geht. Dort müsse man punkten. Mannschaften wie Heidenheim, St. Pauli, Union Berlin oder Bremen. Drei Punkte holte der FC aus jenen Spielen. Die Hinrunde war mit ihren 17 Zählern sicherlich keine schlechte. Sie war aber auch keine besonders gute. Und wenn der FC am kommenden Samstag gegen Mainz verlieren sollte, dann schrumpft der Abstand zu den bedrohlichen Plätzen empfindlich – zumal zahlreiche Teams der unteren Tabellenhälfte noch Nachholspiele vor der Brust haben.

Es ist sicher nicht der Zeitpunkt, alles schwarz zu sehen. Der FC tut gut daran, den Negativtrend nicht zu hoch zu hängen. Es bringt aber auch nichts, sich hinter einer guten Leistung gegen die Bayern zu verstecken. Das Spiel kann sicherlich als Mutmacher dienen, wichtiger wäre aber das gewonnene Selbstvertrauen gegen Mainz in drei Punkte umzuwandeln.

Der 1. FC Köln tritt sportlich auf der Stelle und erhält dennoch wichtige Erkenntnisse – ein Kommentar

Spieler des 1. FC Köln
, ,
Startseite » Meinung

Der 1. FC Köln tritt sportlich auf der Stelle und erhält dennoch wichtige Erkenntnisse – ein Kommentar

Vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim war die Stimmung in Köln massiv angespannt. Das 2:2 hat letztlich die Ausgangslage nicht verändert, aber doch ein paar Erkenntnisse gebracht. Ein Kommentar zum Remis des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Von ruhigem Fahrwasser kann man momentan beim FC wahrlich nicht sprechen. Und das, obwohl die Geißböcke als Aufsteiger mit Platz elf rein tabellarisch im Mittelfeld der Liga liegen. Das Unentschieden gegen Heidenheim hat zwar nicht die erhofften drei Punkte eingebracht und war insofern enttäuschend, hatte aber dennoch auch gute Seiten: Ein Kommentar zum Remis des 1. FC Köln gegen Heidenheim.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal.


Mit dem 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim endete am Samstagnachmittag eine turbulente Woche der Geißböcke. Und am Ende jener Tage steht ein Ergebnis, das bei dem ein oder anderen Kölner Anhänger ein Gefühl von weder Fisch noch Fleisch hinterlässt. Schon vor Weihnachten hat die Kritik am Kölner Trainer unter den FC-Fans deutlich zugenommen. Dass in den Sozialen Medien vornehmlich negativ, deutlich seltener positiv kommentiert wird, ist mittlerweile – leider – normal. Die kritischen Töne haben in den vergangenen Wochen Aber noch einmal merklich zugenommen. Das ist angesichts der Punkteausbeute der jüngsten Phase absolut verständlich und auch legitim. Drei Punkte von möglichen 21, darunter wohl fünf Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, ist definitiv zu wenig.

Ein paar wichtige Erkenntnisse

Der FC hat sein Punktepolster und Lukas Kwasniok seinen Kredit bei einigen FC-Anhängern in den vergangenen Wochen verspielt. Und so war die Stimmung auch vor dem Duell gegen den 1. FC Heidenheim recht aufgeheizt. Aufgeheizt auch, weil der Trainer Kaderentscheidungen getroffen hat, die zum einen als sehr radikal kommuniziert und zum anderen für den ein oder anderen Betroffenen nicht 100 prozentig nachvollziehbar erschienen. In der Wahrnehmung mancher Fans hatte die Begegnung wohl schon etwas von einem Entscheidungsspiel. Auf der einen Seite hofften die Anhänger der Geißböcke auf den großen Befreiungsschlag gegen den Tabellenvorletzten, auf der anderen Seite die Gefahr, mit einer Niederlage in die tiefe Krise zu stürzen.

Nach dem Spiel könnte man also leicht der Meinung sein, dass nichts passiert sei. Das 2:2 an der Ostalb hat den FC rein tabellarisch nicht weiter nach vorne gespült, der erhoffte Befreiungsschlag ist ausgeblieben, die Negativserie ist nicht durchbrochen. Auf der anderen Seite ist aber auch ein Debakel ausgeblieben, das gerade in Durchgang eins möglich schien. Die Kölner sind trotz des Einsatzes der jungen Spieler nicht beim Tabellenvorletzten untergegangen, haben am Polster vor der direkten Konkurrenz nichts eingebüßt.

Drei Zähler gegen Mainz?

Weder Fisch noch Fleisch also? Das kann man so eigentlich nicht sagen. Denn unterm Strich bleiben auch einige wichtige Erkenntnisse. Die ins kalte Wasser geworfenen Debütanten haben durchaus gezeigt, dass sie das Zeug für die Bundesliga haben – wenn auch sicher gegen einen eher harmlosen Gegner. Zudem hat sich der FC gleich zwei Mal wieder zurück gekämpft und schnupperte nach zwei Rückständen sogar zwischenzeitlich am Dreier – das Team scheint also durchaus intakt zu sein. Zudem zeigten die Geißböcke gegen einen nicht gerade für Offensivfußball stehenden Gegner eine spielfreudige Leistung, erspielten sich 21 Abschlüsse und einen xGoals-Wert von nahezu drei.

Das ist kein großer Erfolg – das wären drei Zähler gewesen. Doch ist es auch nicht die von einigen Fans erwartete Katastrophe, die mit der Bekanntgabe der Aufstellung in den Sozialen Medien bereits an die Wand geworfen wurde. Es bleibt dabei, der FC muss von den kommenden beiden Heimspielen eins gewinnen – und das wird nach menschlichem Ermessen wohl die Partie gegen Mainz sein. Im Anschluss wird man dann wissen, ob Fisch oder Fleisch!

Auftakt ins neue Jahr und der 1. FC Köln muss direkt liefern – ein Kommentar

In welche Richtung läuft es für Lukas Kwansiok und den 1. FC Köln
, ,
Startseite » Meinung

Auftakt ins neue Jahr und der 1. FC Köln muss direkt liefern – ein Kommentar

Mit dem Trainingslager an der Costa Blanca beginnt für den FC das Jahr 2026. Damit das nicht ähnlich turbulent wie die vergangene Spielzeiten wird, müssen die Kölner sofort liefern. Ein Fehlstart im Januar würde für Katerstimmung an Karneval sorgen. Ein Kommentar zum Jahresauftakt des 1. FC Köln.

Im Winter-Trainingslager an der Costa Blanca bereiten sich die Geißböcke auf das Unterfangen Klassenerhalt vor. Viel Zeit bleibt nicht und die kommenden Aufgaben sind richtungsweisend. Ein Kommentar zum Jahresauftakt des 1. FC Köln.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal.


Über die Sinnhaftigkeit eines Winter-Trainingslagers lässt sich sicherlich trefflich streiten. Gerade wenn die Vorbereitungszeit nach der ohnehin kurzen Winterpause ebenfalls nur wenige Tage, eigentlich eine originäre Vorbereitungswoche bedeutet. Ob die an der Costa Blanca mehr Sinn macht als am Geißbockheim, darf natürlich hinterfragt werden. Doch schon alleine die aktuellen Witterungsbedingungen geben den Planern der Vorbereitung recht – auch, wenn für Sonntag und Montag teils heftiger Regen über La Nucia angekündigt ist. Immerhin sind die Plätze bespielbar und Trainingseinheiten müssen nicht aufgrund von Frost verschoben werden. Dennoch begibt sich nur rund ein Drittel der Bundesligaclubs auf eine Reise zur Vorbereitung ins Ausland.

Die kommenden Wochen haben es in sich

Lukas Kwasniok geht es vor allem darum, sein Team auf die bevorstehenden Aufgaben in den kommenden Wochen und Monaten vorzubereiten sowie eine Einheit aus der Mannschaft zu formen, die sich auf den Kampf um den Klassenerhalt einschwört. Am ganz großen Rad will und kann der Coach in der kurzen Zeit nicht drehen. Denn der FC wird sofort liefern müssen. Bereits die ersten Wochen sind richtungsweisend. Das Auswärtsspiel in Heidenheim, das Heimspiel gegen Mainz, dazwischen die Begegnung gegen den Rekordmeister – zwei der kommenden drei Duelle finden gegen die direkte Konkurrenz statt. Punkten ist da eigentlich schon Pflicht. Denn der Trend vor der Winterpause mit nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen ist bedenklich, gerade weil sich darunter auch vier Gegner auf Augenhöhe befunden haben.

Die vom Kölner Coach als „Highlight-Spiele“ deklarierten Begegnungen waren viel, aber aus ergebnistechnischer und sportlicher Sicht sicherlich keine Höhepunkte. Die Anfangseuphorie ist längst verblasst, der Startpuffer nahezu aufgebraucht. Bei vielen Fans hat sich zuletzt Frust und Sorge breit gemacht, in den Sozialen Medien wächst die Kritik am Trainer. Sollte sich der Negativtrend bestätigen, ziehen kurz vor Karneval bedrohliche Wolken über dem Geißbockheim auf. Ein Szenario, das die FC-Verantwortlichen sicherlich um jeden Preis verhindern wollen. Auch deswegen befindet sich die erste Neuverpflichtung im wahrsten Sinne des Wortes im Anflug, soll Anfang der Woche in Spanien Mannschaft und Coach kennenlernen.

Für die FC-Verantwortlichen heißt es also auf mehreren Ebenen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das gilt für den Trainer genauso wie für die sportliche Leitung. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Trainingslagers an der Costa Blanca spielt da sicherlich nicht die größte Rolle.

Said El Mala zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel beim 1. FC Köln – wieviel Konstanz braucht ein Talent?

Lukas Kwasniok wechselt den entkräfteten Said El Mala aus
, ,
Startseite » Meinung

Said El Mala zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel beim 1. FC Köln – wieviel Konstanz braucht ein Talent?

Said El Mala ist trotz der aktuellen Negativtendenz beim FC weiter ein heißes Thema am Rhein. Der Offensivspieler vereint Tempo, Technik und Unbekümmertheit – Eigenschaften, die im modernen Profifußball rar und dementsprechend begehrt sind. Auch beim 1. FC Köln: Wieviel Sicherheit braucht Said El Mala?

Während sein großes Potenzial unbestritten ist, wird der aktuelle Umgang des 1. FC Köln und von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Top-Talent in den Sozialen Medien von den Fans zunehmend hinterfragt. Zwischen behutsamem Aufbau, dem Leistungsprinzip und (dadurch) begrenzter Spielzeit entsteht ein riskantes Spannungsfeld. Für einen jungen Spieler wie El Mala und auch den Verein birgt genau das Risiken beim 1. FC Köln: Wieviel Sicherheit braucht Said El Mala?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal.


Said El Mala gehört mit seinen gerade einmal 19 Jahren bereits jetzt zu den Leistungsträgern beim 1. FC Köln. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist der linke Flügelspieler der beste Scorer im Team der Geißböcke, obwohl er in der laufenden Bundesligasaison gerade einmal die Hälfte der möglichen Spielminuten auf dem Rasen stand. FC-Coach Lukas Kwasniok betonte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach, seinen Schützling behutsam aufbauen und vor zunehmendem Druck abschotten zu wollen. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach beispielsweise stand El Mala zwar in der Startelf, wurde allerdings zur Halbzeit ausgewechselt, da er nach Ansicht seines Trainers keine gute Leistung im Defensivverhalten gegen den Ball zeigte.

Zwischen Stammspieler und Teilzeitjuwel

Um den Youngster hat sich längst ein großer Medienhype aufgebaut, sowohl im In- und Ausland haben internationale Topclubs das Kölner Juwel längst auf dem Zettel. Dennoch will der Trainer seinem mit 40 Millionen Euro laut transfermarkt.de mit Abstand wertvollstem Spieler keinen Sonder- bzw. Ausnahmestatus geben – was naturgemäß auch Risiken mit sich bringt. Mit dem aktuellen Umgang darf man sich als Köln-Anhänger und auch als Spieler selbst durchaus die Frage nach einer klaren Rolle stellen. Als junger Akteur braucht gerade El Mala regelmäßige Einsätze und strukturierte Einsatzzeiten, um sich sowohl taktisch als auch physisch und mental weiterzuentwickeln.

Ein Kritikpunkt in den Sozialen Medien: In seiner aktuellen Situation fehle es an Klar- und Sicherheit, um sich voll auf das jeweils kommende Spiel fokussieren zu können. Auch wenn die Auswechslung gegen Borussia Mönchengladbach berechtigt gewesen sein mag, El Mala hat bereits gezeigt, dass er auch in wichtigen Spielen von Beginn an liefern kann. Gegen die Fohlen war der Youngster zudem nicht der einzige schwache Akteur auf Seiten der Kölner. Ohne einen geregelten Spielrhythmus läuft man in Köln Gefahr, sein Top-Talent in seiner Entwicklung zu hemmen. Wie mehrfach betont, will Coach Kwasniok El Mala vor überzogenem Medieninteresse schützen. Mit pauschalen Appellen lässt sich ein gerade in Köln dynamisches Umfeld aber nicht wirklich kontrollieren.

Risiko durch unklare Erwartungshaltung

Durch wochenlange Transfergerüchte mit nahezu allen deutschen und englischen wie spanischen Topclubs kann ein Leistungsdruck entstehen, der nicht nur bei El Mala selbst, sondern im schlimmsten Fall auch beim ganzen Team zu Ablenkung und Fokusverlust führt. Ohne professionelle Begleitung sind an einem solchen Druck schon mehrfach hochgepriesene Top-Talente gescheitert auf dem Weg zu einem Weltklassespieler. In besagtem Derby gegen die Borussia vom Niederrhein dufte der U21-Nationalspieler von Beginn an auflaufen, weil er zuvor laut Coach Kwasniok „geliefert hat“. In anderen Spielen, wie beispielsweise gegen Eintracht Frankfurt oder zuletzt gegen den 1. FC Union Berlin hingegen, kam er nur von der Bank. Der Kölner Trainer entscheidet immer wieder situativ über Leistung und Aufstellung, was je nach Gegner auch sinnvoll sein kann.

Trotz des geltenden Leistungsprinzips wünscht man sich als FC-Fan für das wohl größtes Talent seit vielen Jahren eine klare und langfristige Perspektive. Was wird von El Mala gegen welchen Gegner erwartet? Welche Entwicklungsschritte wollen die Verantwortlichen bei ihm sehen? Diese Fragen zu beantworten und mögliche nächste Schritte zu definieren ist ein wichtiger Schritt auf der gerade erst bestiegenen Karriereleiter eines Spielers, der in der letzten Saison noch in der 3. Liga gespielt hat. Ein uneinheitliches Rollenbild kann im schlimmsten Fall nämlich für Verunsicherung und Selbstzweifel sorgen, anstatt gegenseitiges Vertrauen zu schaffen.

Klare Kommunikation der Rolle

Said El Mala ist für den 1. FC Köln in der aktuell schwierigen sportlichen Phase sowohl Leistungs- als auch Hoffnungsträger, das belegen allein die Zahlen. Die Balance zwischen Schutz und Herausforderung ist für die Verantwortlichen um Coach Kwasniok zwar sicher schwierig, dennoch aber essenziell für das neue Jahr. Spielzeit, Rolle und Erwartungen müssen klar und offen kommuniziert werden, ansonsten könnte bei Topscorer El Mala womöglich schon bald ein Leistungsabfall drohen. Auch den Rest des Teams könnte ein solcher Nebenschauplatz verunsichern und dafür sorgen, dass auch das neue Jahr erst einmal kein Ende für den derzeitigen Negativtrend bedeutet.

Für den 1. FC Köln geht es deshalb nicht nur darum, den Spieler El Mala zu bewahren, sondern ihn gezielt zu fordern und so zu fördern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob es gelingt, die Balance zwischen Entwicklung und Verantwortung zu finden – oder ob aus einem außergewöhnlichen Talent in einer entscheidenden Phase seiner noch jungen Karriere nur ein weiteres Talent wird, das nie sein volles Potenzial ausschöpfen konnte.

Ein Dutzend fester Abgänge beim 1. FC Köln – nur für einen hat sich der Abschied bislang gelohnt

Ein Dutzend Spieler hat den FC im vergangenen Sommer verlassen
, ,
Startseite » Meinung

Ein Dutzend fester Abgänge beim 1. FC Köln – nur für einen hat sich der Abschied bislang gelohnt

Thomas Kessler hat nicht nur mit zahlreichen Neuverpflichtungen für einen Umbruch beim FC gesorgt, die Kölner haben natürlich auch einige Spieler fest abgegeben. Doch Erfolg haben nicht alle Akteure nach dem Abschied vom 1. FC Köln: Nur für einen Ex-Abgang läuft es bislang rund.

Bankdrücker, Torflaute, ausgemustert – die meisten Spieler haben es schwer nach dem Weggang vom 1. FC Köln: Nur für einen Ex-Abgang läuft es bislang rund.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Die Vorweihnachtszeit, wenige Tage vor der Eröffnung des Wintertransferfensters, ist auch der Beginn der Zeit der Transfergerüchte. Dementsprechend verwundert es natürlich nicht, dass auch die ersten Namen mit dem FC in Verbindung gebracht werden. Am Montag ploppte ein Name auf, der zwar nicht mehr direkt mit den Geißböcken in Verbindung steht, aber bei den Fans des 1. FC Köln schon zur Kenntnis genommen wird. Damion Downs wird in Verbindung mit einem Bundesligisten gebracht. Wie der „Kicker“ berichtet, soll der HSV ein gewisses Interesse an dem Stürmer haben. Downs ging bekanntlich die ersten Schritte seines Profi-Lebens beim FC, hatte in der vergangenen Spielzeit großen Anteil am Kölner Aufstieg und einen guten Vertrag angeboten bekommen, den aber abgelegt.

Im Fokus der DFB-Auswahl?

Gleichzeitig ist der Angreifer einer der Spieler, bei denen sich der Weggang von den Geißböcken noch nicht so richtig gelohnt hat. Denn beim FC Southampton spielte der Angreifer in dieser Saison keine Rolle, sammelte Downs erst wenige Einsatzminuten, kam in den vergangenen Wochen gar nicht mehr zum Einsatz. Der Wechsel nach Südengland ist also alles andere als glücklich. Das gleiche gilt wohl auch für Max Finkgräfe bei RB Leipzig. Das Eigengewächs entschied sich ebenfalls gegen eine Vertragsverlängerung, wechselte aber zu RB Leipzig – und damit aktuell ein Regalfach höher als Downs bei Southampton. Dass es der Linksverteidiger gegen Nationalspieler David Raum schwer haben würde, war wohl klar. Dass der 21-Jährige aber lange überhaupt keine Rolle spielen würde, dürfte den Abwehrspieler schon überrascht haben.

Erst gegen Bremen feierte der einstige Kölner Shootingstar sein Ligadebüt für Leipzig, eine Minute lang. Beim 6:0-Erfolg durfte der Youngster sogar gute zwanzig Minuten ran, bevor er zuletzt wieder Dauergast auf der Bank war. Ganz anders ist die Situation bei Tim Lemperle. Der Angreifer hatte sich vor etwa einem Jahr zu einem Wechsel zur TSG Hoffenheim entschieden und diesen auch im Sommer vollzogen. Und für den Angreifer geht die Rechnung auf. Lemperle ist bei der TSG Stammspieler, erzielte bereits fünf Tore und hat seinen Marktwert auf zwölf Millionen Euro in die Höhe gebracht. Angeblich soll der 23-Jährige auch im erweiterten Fokus von Julian Nagelsmann stehen. Wie „Sky“ vor einigen Wochen berichtet hat soll Atlético Madrid ein Auge auf den Stürmer geworfen haben.

Stammplatz verloren

Mit Marvin Obuz und Mathias Olesen haben noch zwei weitere Eigengewächse den Verein im Sommer dauerhaft verlassen. Der in Köln geborene Obuz tut sich in seiner zweiten Saison bei Rot-Weiss Essen schwer. Mittlerweile kommt der Offensivspieler auf vier Assists und einen Treffer. Zum Stammspieler hat es bislang nicht gereicht und auch an seine erste starke Spielzeit bei RWE (damals als Leihspieler) kann der 23-Jährige nicht anknüpfen. Obuz kommt auf 18 Einsätze, davon acht von Beginn an. Olesen war zu Saisonbeginn noch bei der SpVgg Greuther Fürth gesetzt. Seinen Stammplatz hat der Luxemburger aber verloren. In den vergangenen vier Spielen reichte es nur zu einem Kurzeinsatz.

Etwas überraschend hat auch Dejan Ljubicic seinen Stammplatz bei Dinamo Zagreb verloren. Der 28-Jährige war in der Zentrale zu Saisonbeginn unumstritten, stand in den vergangenen vier Spielen aber nur einmal in der Startelf des kroatischen Tabellenführers, spielte zwei Mal gar nicht. Bislang kommt der Mittelfeldspieler in der Liga auf drei Vorlagen. Die Hoffnung auf die WM lebt bei dem 28-Jährigen noch, doch zuletzt wurde Ljubicic auch weiterhin nicht von Ralf Rangnick für Österreich berücksichtigt. Zwar hat der Kosovo noch die Chance, sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren, Leart Pacarada wird eher keine Rolle spielen. Der Linksverteidiger arbeitet nach seinem Kreuzbandriss an seinem Comeback, wird aber bis zum Endturnier sicher nicht fit werden.

Anpassungsschwierigkeiten?

Weitere Abgänge haben sich sportlich bislang nicht rentiert. Steffen Tigges wartet beim SC Paderborn seit Mitte Oktober auf seinen dritten Saisontreffer. Im Ostwestfalen-Duell traf der Stürmer doppelt. Anfang November kam noch ein Assist dazu. Florian Dietz hat sich bei Jahn Regensburg in Liga drei noch gar nicht auf das Scorerboard gebracht. Seit Anfang Oktober kam der Angreifer insgesamt nur auf 35 Einsatzminuten. Jacob Christensen hat zuletzt immerhin Einsatzzeit sammeln können. Der Däne hatte es zunächst nicht aufs Feld geschafft. Im November gab es für den Mittelfeldspieler immerhin vier Startelfeinsätze für Molde. Mit Philipp Pentke und Jonas Nickisch haben zwei Keeper den FC im Sommer verlassen. Während Pentke keinen neuen Verein gefunden hat, wartet Nickisch in Saarbrücken auf sein erstes Profispiel.

Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

1. FC Köln gegen Leverkusen
, , ,
Startseite » Meinung

Kommentar zum 1. FC Köln: Der Frust rund ums Geißbockheim ist verständlich, die Sorge berechtigt

Mit nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen und zwei Punkten aus den vergangenen sechs steuert der FC geradewegs auf die Abstiegsränge zu. Auch, wenn die Tabellensituation komfortabel ist, sind Sorge und Frust berechtigt. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Nur zwei Punkte holte der FC aus den vergangenen sechs Pflichtspielen. Kein anderes Team der Liga beweist eine ähnlich schwache Form. Der FC wird in den kommenden Wochen sicherlich einige Dinge hinterfragen. Ein Kommentar zum Jahresabschluss des 1. FC Köln.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Unter der Woche betonte Lukas Kwasniok, kein großer Freund vergangener Statistiken zu sein. Kein Wunder, denn diese spiegeln dann auch des Öfteren eine etwas verschobene Realität wider. Die Geißböcke können sich zum Beispiel wenig dafür kaufen, dass sie gegen Union Berlin deutlich mehr Ballbesitz, mehr Torabschlüsse und sogar deutlich mehr gewonnene Zweikämpfe auf dem Konto hatten. Am Ende standen am Samstagabend Null Punkte. Die spielen in Statistiken ein, an denen der Trainer eher schlecht vorbeikommt, die die aktuelle Realität und vor allem Gefühlslage aber dann auch nicht widerspiegelt. Die Kölner belegen nach der Niederlage das erste Mal in dieser Saison einen schlechteren Platz als Rang zehn. Aber: Als Aufsteiger liest sich die Tabelle aktuell sehr beachtlich: Köln ist zum Jahreswechsel Tabellenelfter, hat noch eine Menge Gegner und vier Punkte zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Der Absturz ist mehr als brutal

Zur Wahrheit gehört natürlich, dass die Geißböcke aktuell noch von dem starken Saisonauftakt zehren. Ein Polster, das man sich in Köln angefuttert hat. Kwasniok erklärte, dass der Auftakt den ein oder anderen hat träumen lassen. Ganz sicher haben die frühen Punkte aber auch über schon damalige Probleme hinweggetäuscht. Die Erfolge über Regensburg und Mainz waren mehr als glücklich und zeigten schon früh in der Saison, dass es der Aufsteiger schwer haben würde, wenn er den Ball hat, das Spiel machen muss. Möglicherweise ist das auch nicht die Kernaufgabe eines Liga-Neulings. Der Absturz von dem vermeintlich besten Transfersommer der Vereinsgeschichte bis zur Weihnachtstristesse mit gerade einmal einem einzigen Sieg aus zehn Pflichtspielen ist mehr als brutal. Die Enttäuschung, die Trainer und Team in den Sozialen Netzwerken entgegenströmt, ist also durchaus verständlich.

Nur zwei Punkte aus sechs Spielen

Der FC wollte sich eigentlich mit einem guten Gefühl in die Winterpause verabschieden, der Frust kurz vor Weihnachten ist rund ums Geißbockheim aber groß. Und berechtigt. Zwei Punkte holten die Kölner aus den Begegnungen seit dem Erfolg über den Hamburger SV. Und das, obwohl sich der FC mit den Gegnern wie Borussia Mönchengladbach, St. Pauli, Werder Bremen und auch Union Berlin auf Augenhöhe wähnte. Kwasniok würde die Begegnungen sicherlich als Highlight-Spiele bezeichnen. Nur sollten genau diese, zumindest das ein oder andere, gewonnen werden. Und sowohl Union als auch St. Pauli waren Kontrahenten, bei denen das hätte gelingen können, eigentlich müssen. Und da hilft es auch nicht, dass Kleinigkeiten sicherlich hier und da den Unterschied gemacht haben. Gelinde gesagt, ist die Entwicklung der Kölner besorgniserregend.

Thomas Kessler kündigte indes an, dass man nun in Ruhe schauen werde, welche Dinge gut gelaufen seien, welche nicht. Es wird die ein oder andere Analyse geben, zu der auch sicher seine Transfers gehören werden, von denen unterm Strich dann doch nicht alle eingeschlagen sind. Ein emotionaler Schnellschuss ist nicht zu erwarten. In keine Richtung. Dennoch: Der FC wird wohl nicht daran vorbeikommen, auf dem Transfermarkt nachzubessern. Denn schon das kommende Spiel hat einen besonderen Charakter. Sollte der FC auch gegen den 1. FC Heidenheim nicht gewinnen und dann in das Duell gegen die Bayern gehen, dann könnte der Abschluss der Hinrunde ungemütlicher werden als der Weihnachtsfrust nach Samstag.

Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

1. FC Köln gegen Leverkusen
, , ,
Startseite » Meinung

Kommentar: Die Niederlage im Nachbarschaftsduell verdeutlicht die Realität des 1. FC Köln

Die Niederlage gegen Bayer 04 am Samstagabend war durchaus verdient. Das sah auch FC-Trainer Lukas Kwasniok so. Und umso mehr zeigt das Duell gegen die Werkself, dass der Klassenerhalt das Saisonziel ist beim 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

Gegen Mannschaften wie eben Bayer 04 Leverkusen wird deutlich, dass ein Überraschungsmoment alleine eben nicht reicht, um Punkte mit nach Hause zu nehmen. Eine deutliche Erkenntnis für den 1. FC Köln: Ein Kommentar zur Niederlage gegen Leverkusen.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Als Lukas Kwasniok vor einigen Wochen auf die beiden Niederlagen gegen Frankfurt und Gladbach angesprochen wurde, da setzte der Trainer ein Lächeln auf und erklärte, dass es in Köln ja nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis die erste kritische Frage auftauche. Nach Lächeln war dem 44-Jährigen am Samstagabend gar nicht so zumute. Der FC hat eine verdiente 0:2-Niederlage gegen Leverkusen einstecken müssen und kann sich eigentlich sogar bei Marvin Schwäbe bedanken, dass die Pleite nicht noch höher ausgefallen ist. Nach nunmehr fünf Pflichtspielen ohne Sieg muss sich der Trainer nicht den kritischen Frage während der Pressekonferenz stellen, vielmehr mehren sich die kritischen Töne in den Sozialen Medien. Kwasniok hatte am Samstag offensichtlich keine große Lust in die tiefe Fußballanalyse zu gehen.

„Unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“

Doch der Trainer brachte die Erkenntnis des Kölner Spieltags ganz einfach auf den Punkt. Seine Mannschaft sei „unterlegen von der ersten bis zur letzten Minute“ gewesen. Die Wahrnehmung war absolut zutreffend und bedurfte keiner sportwissenschaftlichen Expertise. Kwasniok urteilte, dass sie selten einem Gegner so unterlegen gewesen seien und brachte das Kräfteverhältnis mit dem Vergleich eines „Champions-League-Aspiranten gegen einen Aufsteiger“ ebenfalls trefflich auf den Punkt. Allerdings gehört zu der ganzen Wahrheit auch, dass Leverkusen an diesem Samstagabend durchaus verwundbar gewesen ist. Alleine schon, weil mit Alejandro Grimaldo und Patrik Schick die beiden Topscorer der Werkself angeschlagen fehlten.

Auch Leverkusen wirkte im Abspiel, im Spielaufbau nicht immer sattelfest. Die Kölner hatten durchaus ihre Ballgewinne und wenn auch wenige, aber ihre Chancen. Dieses Spiel hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Kwasnioks Mannschaft die Wünsche des Trainers umgesetzt und eben mutig nach vorne gespielt hätte, mit den Attributen, die es zum Bestehen eines Nachbarschaftsduells eben braucht. Die Geißböcke standen aber tief in der eigenen Hälfte, warteten erst einmal die Angriffe des Gegners ab, verirrten sich nur selten in die Offensive. Der FC trat für ein emotionales Lokal-Duell seltsam passiv, seltsam blockiert auf, gefühlt ohne Feuer und ohne den nötigen Biss. Und das lag sicher nicht (nur) an der fehlenden aktiven Fan-Szene.

Der FC wird um den Klassenerhalt spielen

Die Niederlage am Samstagabend war definitiv verdient. Natürlich darf ein Aufsteiger gegen den Vizemeister, einen Champions-League-Aspiranten, verlieren und dabei vielleicht auch so deutlich unterlegen sein. Der Vergleich ist nun mal nicht von der Hand zu weisen, auch, wenn der fulminante Saisonauftakt über die Kräfteverhältnisse offenbar hinweggetäuscht hat. Der FC ist Aufsteiger, wird in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt spielen. Das dürfte nach dem 0:2 endgültig klar sein. Kwasniok rechnete am Samstag selbst vor, wie dieser gelingen soll – mit zehn Siegen. Aktuell stehen die Kölner bei vier. Heißt in den verbleibenden 20 Partien noch sechs Erfolge, etwa alle drei Partien ein Dreier. „Das ist machbar“, erklärte der Trainer. „Aber schwierig“. Vor allem wenn man so deutlich vor Augen geführt bekommt, dass der Überraschungsmoment alleine am Ende in dieser Liga nicht ausreicht.

Die Kölner müssen auch weiterhin nicht in Panik verfallen. Das Polster ist auch nach dem 14. Spieltag noch ein komfortables, es ist aber ganz sicher auch ein trügerisches.

Für und Wider des personellen Roulette am Rhein: Verzockt sich Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?

, ,
Startseite » Meinung

Für und Wider des personellen Roulette am Rhein: Verzockt sich Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln rotiert sich durch die Saison – und gefühlt manchmal auch ins eigene Chaos. Zwar setzt Trainer Lukas Kwasniok unbeirrt auf maximale Variabilität, doch nach Wochen ohne Sieg stellt sich die Frage beim 1. FC Köln: Überraschungsmoment gegen Stabilität?

Auch vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli ließ der FC-Coach eine rundum erneuerte Startelf auflaufen. Am Ende stand bekanntlich das bittere Unentschieden und damit das fünfte sieglose Spiel infolge für den 1. FC Köln: Überraschungsmoment gegen Stabilität?

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen und come-on-fc.com.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Aufmerksame Beobachter werden beim Blick auf die Startformation des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli am vergangenen Samstag mal wieder die Stirn gerunzelt haben. Said El Mala im Sturmzentrum? Denis Huseinbasic und Tom Krauß gemeinsam auf der Sechser- bzw. Achterposition? Dreier- oder Viererkette? Viele Fragen lagen in der Luft, bevor der Ball rollte. Doch nicht erst seit Samstag sorgt FC-Trainer Lukas Kwasniok Woche für Woche für Kopfzerbrechen bei Fans, Gegnern und vielleicht sogar bei den eigenen Spielern. In fünf der vergangenen sechs Spiele nahm er mindestens vier Veränderungen vor, in allen bisherigen fünfzehn Pflichtspielen, an allen dreizehn Bundesligaspieltagen und in beiden Pokalrunden ließ er rotieren. Seine Vision hinter dieser konsequenten Variabilität hat er bereits mehrfach erläutert.

Ist jetzt die Zeit für Veränderungen?

Nach dem spektakulären Testspiel gegen Atalanta Bergamo Anfang August sagte der Trainer beispielsweise: „Wir werden schauen, dass wir den gesamten Kader nutzen, weil jedes Spiel andere Herausforderungen mit sich bringt und jedes Mal andere Spielertypen gefragt sind. Bei mir gibt es keine Stammelf, sondern eine Startelf, die sich je nach Bedarf und natürlich nach der persönlichen Verfassung einzelner Spieler verändert.“ Und auch gut fünf Monate später rückt er nicht von seinem Credo ab. So erklärte er am Samstag im „aktuellen sportstudio“: „Diese Woche haben die Jungs schon zwei Tage vor dem Spiel gewusst, wie wir auftreten werden. In Hoffenheim allerdings erst drei Stunden vor Spielbeginn. Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit, das habe ich schon ein paar Mal gesagt.“

Dieser Pragmatismus ging im erfolgreichen Saisonstart des FC durchaus auf. Doch nach dem Unentschieden gegen die Kiezkicker wird der Negativtrend beim 1. FC Köln deutlicher. Seit dem Heimsieg gegen den Hamburger SV Anfang November wartet der FC auf einen Sieg in der Liga. Ist nun der Moment gekommen, Kwasnioks undogmatischen Ansatz zu hinterfragen? Die Rotation fordert mitunter einen schmerzhaften Tribut, der sich möglicherweise bei ruhenden Bällen bemerkbar macht. Gerade in Phasen, in denen es auf einstudierte Abläufe ankommt, wirkt der 1. FC Köln häufig anfällig. Das beginnt bereits bei den Standardsituationen, die in einer Mannschaft mit stetig wechselnder Besetzung naturgemäß schwerer zu automatisieren scheinen.

Standards ein Zeichen für mangelnde Eingespieltheit?

Wenn also eine gewisse Eingespieltheit fehle, könnten diese Zahlen ein Beweis sein. Der FC kassierte bereits elf Gegentore nach ruhenden Bällen – Negativrekord in der Bundesliga. Besonders auffällig war das passive Abwehrverhalten nach einer Ecke gegen Werder Bremen, bei der mangelnde Abstimmung und unklare Verantwortlichkeiten letztlich zum Treffer von Marco Friedl führten, oder auch zum Frankfurter Anschlusstreffer des völlig freien Arthur Theate. Ein Blick ins Detail macht das Problem noch deutlicher. Vier Gegentore fielen nach Ecken, was ebenfalls den Liga-Höchstwert bedeutet. Drei Treffer kassierte der FC nach Freistößen; auch hier steht keine Mannschaft schlechter da. Zusätzlich ließ Köln in dieser Saison bereits vier Strafstöße zu.

Diese Werte dürften auf strukturelle Schwierigkeiten hindeuten, die sich durch jede weitere Rochade wohl eher vergrößern als verringern. In der Offensive sieht es nicht viel besser aus. Alle 52 Ecken des FC blieben in dieser Saison ohne direkte Wirkung. Insgesamt gelangen der Mannschaft erst zwei Treffer nach Standards.

Das spricht für den Kwasniok-Weg

Zunächst einmal wäre es vermessen, die Leistungen der Geißböcke aus den vergangenen Wochen als unzureichend zu bewerten. Zwar ist es für sich genommen kein Beweis dafür, dass in Köln alles richtig läuft, aber als Aufsteiger nach dreizehn Spieltagen mit 16 Zählern in der oberen Tabellenmitte zu stehen, ist durchaus beachtlich und alles andere als selbstverständlich. Hinzu kommt, dass der FC derzeit mit einem akuten Notstand in der Innenverteidigung kämpft. Die Ausfälle von Timo Hübers, Joel Schmied und Dominique Heintz erschweren die Arbeit des Trainerteams erheblich. Abstimmungsprobleme oder sichtbare Kommunikationslücken können durchaus ihre Ursache in dieser personellen Notsituation haben. Wer jede Woche eine andere Besetzung in der letzten Linie aufs Feld schicken muss, kann kaum defensive Perfektion erwarten.

Darüber hinaus könnte man die Marschroute des Kölner Trainers insofern deuten, dass er seine Mannschaft mit der ständigen Rotation keineswegs überfordert, sondern vielmehr das bestmögliche aus seinen Schützlingen herausquetscht. Er treibt seine Spieler an ihre Leistungsgrenze, so wie er es bereits in Paderborn, Saarbrücken oder Jena getan hat. In seinem System gibt es keinen Raum, um sich auszuruhen. Wer nachlässt, riskiert bereits am nächsten Spieltag den Platz auf der Bank. Dieses Prinzip der inneren Konkurrenz belebt den Kader, verschärft den internen Wettbewerb und verhindert träge Selbstzufriedenheit. Zudem ist der Kader des FC erkennbar auf die Anforderungen des Coaches zugeschnitten. Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Gabor Ruhr nutzten den Sommer, um mit Personalien wie Jakub Kaminski Spieler an Bord zu holen, die nahezu jede Position bekleiden können.

Kwasniok: „Werden diesen Weg weiterhin verfolgen“

Im „aktuellen sportstudio“ erklärte der 44-Jährige, warum er seine derzeitige Herangehensweise trotz der Rückschläge aus den vergangenen Spieltagen für alternativlos hält: „Ich will unberechenbar bleiben, aber nicht um meiner selbst willen, sondern um das nächste Spiel zu gewinnen. Das ist als Aufsteiger und Underdog in der Liga sicherlich hilfreich, um den Gegner zu überraschen und eine gewisse Kreativität an den Tag zu legen. Wenn wir immer gleich spielen, haben wir mit den aktuellen Möglichkeiten einfach nicht ganz so hohe Wahrscheinlichkeiten, gegen die Top-Teams zu gewinnen. Deshalb werden wir diesen Weg weiterhin verfolgen, in der Hoffnung, bessere Ergebnisse als heute einzufahren– am besten am kommenden Wochenende in Leverkusen.“ Vor der Begegnung mit dem Bayer-Club dürfen sich alle Beteiligten wieder darauf freuen, was sich Kwasniok und sein Team für diese knifflige Aufgabe ausgedacht haben. Sicher scheint vorab nur eines: Auch gegen die Werkself wird es Überraschungen geben.


Kommentar: Der 1. FC Köln hat eine große Chance liegen gelassen – in mehrfacher Hinsicht

Enttäuschte Spieler des 1. FC Köln nach dem 1:1
, , ,
Startseite » Meinung

Kommentar: Der 1. FC Köln hat eine große Chance liegen gelassen – in mehrfacher Hinsicht

Das 1:1 gegen St. Pauli fühlte sich für den FC und seine Fans wie eine bittere Niederlage an. Der späte Treffer fiel höchst unglücklich, aber der Sieg hätte auch früher schon entschieden sein können. Nun stehen vier sieglose Spiele in Folge in der Statistik des 1. FC Köln: Der FC hat eine Chance vertan.

Die Frustration über die verlorenen Punkte war am Samstag besonders groß. Zu recht, denn die Geißböcke hätten den Deckel früher draufmachenden können. Die Möglichkeit dazu hatte der 1. FC Köln: Der FC hat eine Chance vertan.

Wir wollen weiter wachsen. Folgt uns auf Instagram und Facebook. Unter den jeweils ersten 5000 Instagram und 5000 Facebook Followern verlost come-on-fc.com je einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den FC Fanshop. ** Zu den Teilnahmebedingungen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.


Die Bilder und Worte der Kölner Protagonisten sprachen nach dem 1:1 gegen St. Pauli wohl für die Gefühlswelt der gesamten FC-Anhängerschaft. Während der Gegner sich über das Unentschieden nach neun Niederlage in Folge (in der Liga) freute, als hätten sie sogar einen Sieg errungen, saß Lukas Kwasniok mit versteinerter Miene auf der Trainerbank, seine Mannschaft ging mindestens genauso frustriert in die Katakomben. Kwasniok sagte später, es gehe ihm gar nicht gut, Marvin Schwäbe sprach von einem Scheißmoment, der den Sieg gekostet habe, Luca Waldschmidt von dem nervigsten Punkteverlust. Es war nicht nur ein nerviger Punktverlust, es war ein unnötiger und es war einer, der dem FC noch sehr wehtun kann.

St. Pauli fand in der Offensive nicht statt

Das späte 1:1 fühlte sich für die Geißböcke wie eine Niederlage an. Zu recht, denn der FC stand gegen offensiv schwache Nordlichter so sicher, dass sich die Kiezkicker bis zum Ausgleich einen xGoals-Wert von 0,1 erspielt hatten. Auf gut Deutsch: St. Pauli strahlte über 90 Minuten mal gar keine Torgefahr aus. Die größte Chance vergab Abdoulie Ceesay, weil er sich trotz einer Serie von neun Niederlagen in Folge entschloss, ein Tor des Monats mit der Hacke erzielen zu wollen – vergeblich. Die Innenseite hätte mit großer Wahrscheinlichkeit schon zwei Minuten vor dem Ausgleich das 1:1 markiert. Bis dahin war von der von Kwasniok angekündigten spielstarken Mannschaft vom Millerntor nichts zu sehen. Zur Wahrheit gehört wohl auch, dass sich auch die Kölner in mehreren Phasen im Kreieren von Chancen richtig schwer taten.

Und dennoch kam der FC schon in den ersten 45 Minuten zu Großchancen, die der Begegnung frühzeitig eine Kölner Wendung hätten geben können. Genauso hätten Luca Waldschmidt, Ragnar Ache und Florian Kainz das Spiel nach der Said-El-Mala-Führung entscheiden müssen. Es wäre also viel zu leicht den rutschigen Boden als Schuldigen für das bittere Unentschieden auszumachen. Wobei der Treffer wohl ohne den Fehltritt von Marvin Schwäbe niemals gefallen wäre. Immerhin bezifferte die DFL die Torwahrscheinlichkeit bei dem Abschluss auf 1,9 Prozent. So aber landete die Kugel im Netz und am Ende stand das bittere Remis, der nervigste Punktverlust. Ein unnötiger und eben einer, der hinten raus sehr schmerzhaft werden kann.

Der Blick muss nach unten gerichtet werden

Denn am Ende des Tages setzt sich ein sehr negativer Trend der Kölner fort. Der FC hat zum vierten Mal in Folge nicht gewonnen, nur einen Sieg in den vergangenen acht Spielen eingefahren und in den vergangenen zehn Spielen nur noch 0,9 Punkte pro Schnitt eingefahren. Ein Schnitt, der auf die Saison hochgerechnet nichts anderes als akute Abstiegsgefahr bedeuten würde. Aktuell profitieren die Kölner noch von dem Polster, das sich der FC in den ersten drei Saisonspielen angefuttert hat. Der FC steht nach wie vor mit 16 Punkten aus 13 Spielen und Platz neun für einen Aufsteiger sehr gut da.

Die von Kwasniok und Kessler immer wieder angesprochene Tatsache, dass man als Bundesliga-Aufsteiger als Underdog gelte und der Klassenerhalt das eigentlich ausgegebene Ziel der Saison sein sollte, darf trotz des erfolgreichen Starts in die Spielzeit nicht aus den Augen verloren werden. Und tatsächlich muss der Blick so langsam nach unten gerichtet werden. Die Kölner haben nicht nur die große Chance verpasst, den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte zu vergrößern, er ist durch das Remis auf fünf Zähler geschrumpft.

Am Ende zählen die Punkte

Und während der FC am kommenden Wochenende zum Nachbarn, aber eben auch zum Vizemeister reist, kommt es am Millerntor zum Keller-Duell zwischen St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim. Bei einer Niederlage in Leverkusen ist es also alles andere als ausgeschlossen, dass der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf nur noch zwei Zähler zusammenschrumpft. Eine Serie von fünf sieglosen Spielen in Folge würde der allgemeinen Zufriedenheit zudem nicht besonders gut tun. Aber: Selbst mit einer weiteren Pleite müssen die Alarmglocken in Köln sicherlich noch nicht schrillen. Die Saison ist lang, der FC hat eigentlich zu viel Qualität, um doch noch in den Abstiegskampf zu rutschen. Eigentlich. Denn am Ende zählen die Punkte. Und davon hat der FC zuletzt zu wenig gesammelt – egal, ob mit Glück oder mit Pech.