Seit elf Spielen ohne Torbeteiligung: Jakub Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Seit elf Spielen ohne Torbeteiligung: Jakub Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Für Lukas Kwasniok ist Jakub Kaminski einer der Schlüsselspieler. Diesen Status hat sich der Angreifer auch verdient. Aber schon seit längerer Zeit war der Pole nicht mehr beteiligt an einem Treffer des 1. FC Köln: Jakub Kaminski fehlt die Effektivität vom Saisonstart.

Nach seinem starken Start ist der offensive Output in Form von Torbeteiligungen von Jakub Kaminski zuletzt enorm abgeflacht. Auch wenn der Pole weiter ordentliche Leistungen bringt für die Geißböcke, es fehlt etwas Zählbares.

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Es war ein verheißungsvoller Start, den Jakub Kaminski im ersten Saisondrittel beim 1. FC Köln hinlegte. Fünf Tore und eine Vorlage gelangen dem mit Kaufoption vom VfL Wolfsburg geliehenen Profi an den ersten elf Spieltagen. Daher adelte ihn Lukas Kwasniok schon Anfang November als den „besten Spieler“ im Kader des 1. FC Köln. Und deshalb stand der 23-Jährige bisher in jeder Partie von Anfang an auf dem Platz und spielte die meisten Spiele sogar durch. Allerdings gibt es einen Haken an der Sache. Denn in den nächsten elf Partien, also dem gerade abgeschlossenen zweiten Saisondrittel, blieb der Pole komplett ohne Torbeteiligung. Seit dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt trug Kaminski nicht mehr direkt zu einem FC-Treffer bei.

Viele Torschüsse, wenig Ertrag

Chancen, um etwa selber einen Treffer zu erzielen, hatte der Linksaußen jedoch. So liegt Kaminski mit 43 Abschlüssen auf Platz elf der Spieler mit den meisten Torschüssen in der Liga. Nur ist die Abschlussqualität und Effektivität nicht mehr so gut wie zu Saisonbeginn. Eine Szene, die das verdeutlicht, gab es am vergangenen Samstag in der 10. Minute. Der Angreifer wurde von Ragnar Ache in den Strafraum geschickt, vergab aus guter Position aber die Chance zur Führung, weil er den Ball nicht richtig traf. Allerdings muss man dazu sagen, dass schon die fünf Tore zu Saisonbeginn eigentlich nicht zu erwarten waren. Denn der 23-Jährige übertrifft selbst jetzt noch seinen Expected-Goals-Wert von 3,74.


Ein weiterer Grund für seine Flaute dürfte sein, dass der Linksaußen wegen seiner Flexibilität nicht immer auf seiner Lieblingsposition ran durfte. So musste der Angreifer öfter auf die Schiene oder ins zentrale Mittelfeld ausweichen. Von dort strahlte der Pole weniger Torgefahr aus. Auch ohne Torbeteiligung hatte der Sommerneuzugang weiter einen Wert für die Mannschaft, zeigte trotzdem ordentliche Leistungen. Er arbeitetet viel mit und gegen den Ball. Das unterstreichen seine läuferischen Daten. Sowohl bei den gelaufenen Kilometern, der Anzahl an Sprints sowie der Menge an intensiven Läufen ist Kaminski mindestens unter den Top fünf der Liga.

Kaminski braucht wieder etwas Zählbares

Das unterstreicht nochmal, warum der 23-Jährige selbst ohne Torbeteiligungen so hoch in Kwasnioks Gunst steht. Er passt perfekt zum Spiel des Trainers, der genau diese Intensität von seinen Profis erwartet. Daher ist der Linksaußen auch weiterhin gesetzt. Trotzdem muss der Angreifer wieder mehr Zählbares liefern. Denn für einen Offensivspieler sind Torbeteiligungen nunmal die wichtigste Währung. Und für den FC wäre es ebenfalls sehr wichtig, dass der Angreifer seine Flaute beendet und wieder die Effektivität der ersten Partien der aktuellen Spielzeit findet. Denn beim starken Saisonstart der Geißböcke waren die Torbeteiligungen des flexiblen Offensivspielers ein wichtiger Faktor. So werden wohl alle bei den Kölnern hoffen, dass Kaminski im jetzt beginnenden letzten Drittel der Spielzeit wieder mehr an das erste Drittel und nicht an das zweite anschließt.


Fixpunkt im Angriff: Ragnar Ache wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Fixpunkt im Angriff: Ragnar Ache wird für den 1. FC Köln immer wichtiger

Lange hatte sich Ragnar Ache beim FC schwer getan. Immer wieder wechselte er zwischen Bank und Startelf. Inzwischen hat sich der Stürmer aber erstmal in der Mannschaft festgespielt: Ragnar Ache wird zum Fixpunkt im Angriff des 1. FC Köln.

In sechs von sieben Pflichtspielen stand Ragnar Ache 2026 in der Startelf der Geißböcke. Der Sommerneuzugang wird immer wichtiger für den FC: Ragnar Ache wird zum Fixpunkt im Angriff des 1. FC Köln.

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Es war eine Aktion, in der Ragnar Ache am vergangenen Wochenende seine ganze Klasse zeigte: Nach einem Stuttgarter Fehlpass im Spielaufbau schickte Luca Waldschmidt den Stürmer in Richtung Strafraum. Dort ließ der 27-Jährige den heranstürmenden Finn Jeltsch schön mit dem ersten Kontakt ins Leere laufen. Im Eins-gegen-Eins mit Alexander Nübel überlupfte der Angreifer dann eiskalt den Stuttgarter Keeper und erzielte so den zwischenzeitlichen Ausgleich. Mit dem Treffer belohnte sich der Kölner Sommerneuzugang für die guten Leistungen in den vergangenen Wochen. In denen hat sich Ache mehr und mehr zu einem zentralen Bestandteil des FC-Angriffs entwickelt.

Überragende Kopfballwerte

Davon war der Stürmer im vergangenen Jahr noch ein gutes Stück entfernt. Zwar hatte der Zielspieler immer mal wieder gute Auftritte und es gelangen ihm auch immerhin vier Vorlagen. Allerdings erzielte der Angreifer nur einen einzigen Treffer. Außerdem baute sein Trainer Lukas Kwasniok nur phasenweise auf ihn. Immer wieder rotierte der 27-Jährige zwischen Startelf und Bank. Im neuen Jahr findet der Coach aber immer mehr Verwendung für seinen Schützling. In sieben Spielen 2026 stand der gebürtige Frankfurter sechsmal in der Startelf. Und allerspätestens seit seinen zwei Toren in der Partie gegen Mainz, also ausgerechnet dem Spiel, wo er erst zur Halbzeit kam, weiß auch jeder warum.

Der Angreifer gibt dem Kölner Spiel neue Optionen. Als Zielspieler macht Ache viele Bälle fest und gibt dem FC-Spiel mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte sowie im gegnerischen Strafraum. Bereits jetzt ist Neuzugang vom 1. FC Kaiserslautern im Ligavergleich auf Platz zwei der Spieler mit den meisten gewonnen Kopfballduellen. 106 hat der gerade mal 1,83 Meter große Profi bereits für sich entschieden und damit gleich viele wie Luka Vuskovic vom Hamburger SV und nur drei weniger als Leopold Querfeld von Union Berlin. Ein fast schon absurd hoher Wert, wenn man in Betracht zieht, dass Ache knapp 600 beziehungsweise 900 Minuten weniger auf dem Platz stand als die beiden Verteidiger.

Perfekter Abnehmer für Flanken

Seine Quote an gewonnen Kopfballduellen ist mit ungefähr 59 Prozent ebenfalls sehr ordentlich. Damit passt der Stürmer auch deshalb gut zum System von Kwasniok, weil der einen großen Fokus auf Flanken setzt. So hat der FC die drittmeisten Hereingaben aus dem Spiel heraus der Liga zu verzeichnen. Mit Ache gibt es für diese den idealen Abnehmer. Zusätzlich schafft es der Zielspieler immer wieder, selber gefährliche Aktionen einzuleiten und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Zum Beispiel bereitete der Angreifer mit robusten Körpereinsatz und einem guten, vielleicht etwas glücklichem Kontakt gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag Jakub Kaminski eine gute Chance auf die Führung vor.

Damit zeigt der Sommerneuzugang immer mehr das, was man sich bei seiner Verpflichtung erhofft hat. Verbesserungspotential gibt es beim ehemaligen deutsche U21-Nationalspieler natürlich trotzdem noch. Zwar sind acht Torbeteiligungen in 21 Einsätzen für einen Stürmer bei einem Aufsteiger schon in Ordnung. Aber es wäre mehr drin gewesen. Ache muss noch an seiner Effektivität arbeiten. Der Angreifer erzielte bisher vier Tore in der Liga, obwohl von der Qualität seiner Chancen her ungefähr sieben zu erwarten gewesen wären. In der Hinsicht kann der Torjäger defintiv noch zulegen.

Nicht ins Nachdenken kommen

Wichtig dafür als ein Erfolgserlebnis könnte aber der Treffer vom vergangenen Wochenende sein. Denn schon nach seinen beiden Treffern gegen Mainz meinte der 27-Jährige: „Als Stürmer wird man an Toren gemessen. Wenn der Ball wie in Heidenheim nicht reingeht, denkt man nach. Wenn man trifft, tut es sehr, sehr gut.“ Der Treffer in Stuttgart war der erste Treffer seit seinem Doppelpack. In den drei Spielen dazwischen hatte Ache wieder einige Chancen liegen gelassen. Das Erfolgserlebnis gegen den VfB dürfte aber dazu führen, dass der Zielspieler nicht wieder ins Nachdenken kommt. Und so fällt es ihm bestimmt leichter, seine Torquote in den kommenden Partien möglichst zu verbessern.


Ausgerechnet vor Vertragsentscheidung: Eric Martel findet seine Form nicht mehr

Eric Martel vom 1. FC Köln
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Ausgerechnet vor Vertragsentscheidung: Eric Martel findet seine Form nicht mehr

Eigentlich ist Eric Martel eine der Säulen im Kölner System. Zuletzt lief der Mittelfeldspieler aber eher seiner Form hinterher beim 1. FC Köln: Eric Martel zeigt ungewohnte Schwächen.

Bald wird Eric Martel wohl über seine Zukunft beim FC entscheiden. Aber ausgerechnet in dieser Phase ist der Sechser nicht in Topform beim 1. FC Köln: Eric Martel zeigt ungewohnte Schwächen.

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Vor einigen Wochen passierte ein Novum beim 1. FC Köln: Eric Martel saß im Spiel gegen den SC Freiburg lange auf der Bank. Zuvor hatte der Mittelfeldspieler unter Lukas Kwasniok sonst immer in der Startelf gestanden, wenn er verfügbar war. Gegen die Breisgauer zog der Coach dem 23-Jährigem aber Tom Krauß vor. Und auch wenn Martel alle drei Partien danach jeweils wieder über (fast) 90 Minuten bestritten hat, war es doch ein klares Zeichen: Der Mittelfeldspieler ist nicht unersetzlich. Gerade in den vergangenen Wochen kam der Defensivspezialist häufig nicht an sein Leistungsmaximum.

Schwache Leistung gegen Stuttgart

Vor allem wenn er als Teil der Dreierkette agierte, schlichen sich beim 23-Jährigen immer wieder Fehler ein. So verlor Martel etwa zuletzt gegen den VfB Stuttgart beim 1:0 für die Schwaben Ermedin Demirovic aus den Augen, sodass dieser nach Ablage von Jamie Leweling per Volley erfolgreich war. Beim zweiten Treffer des Bosniers sah der Verteidiger ebenfalls unglücklich aus. Die schwache Leistung des früheren deutschen U21-Nationalspielers unterstreichen auch die Statistiken. Martel gewann gerade mal 27 Prozent der Zweikämpfe. Ähnlich schwach war der 23-Jährige in der Luft: Nur eines von fünf Duellen konnte er für sich entscheiden.

Ähnliche Szenen wie bei den Treffern von Demirovic gab es schon in den Wochen zuvor. Gegen RB Leipzig und den FSV Mainz 05 traf den Defensivspezialisten wie im Spiel in Stuttgart mindestens eine Mitschuld an den Gegentoren. Speziell gegen die Leipziger, aber auch in den anderen Begegnungen, gab es dabei häufiger Abstimmungsprobleme in der Kölner Defensive. Eigentlich wäre Martel als Führungsspieler prädestiniert dafür, in der Defensive der Abwehrchef zu sein, der genau solche Probleme verhindert. Aber im Moment gelingt das dem eigentlichen Sechser nicht. Er ist eher ein Teil des Problems.

Bald eine Vertragsentscheidung?

Dabei kommt die schwache Form des Sechsers zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt. Denn eigentlich soll der Mittelfeldspieler in naher Zukunft darüber entscheiden, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern möchte. So berichtete der „Kicker“ vor ein paar Tagen, dass in dieser Woche Gespräche zwischen Martel, dessen Berater Michael Reschke und der sportlichen Leitung des FC um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler stattfinden sollen. Dabei hat sich die Verhandlungsposition in den vergangenen Wochen nicht gerade verbessert. Zum einen durch die durchwachsenen Leistungen des 23-Jährigen. Zum anderen aber auch, weil die Geißböcke inzwischen mit dem zuletzt stark aufspielenden Krauß bereits eine Alternative im Kader haben. Für den von Mainz geliehenen Profi haben die Kölner eine Kaufoption, die bei Klassenerhalt eine Kaufpflicht wird. Zudem haben die Kölner ganz offensichtlich im Winter schon nach weiteren Alternativen gesucht.

Wie sich Martel entscheidet, ist noch offen. Im Sommer hatte der Verteidiger gesagt, dass er die Entwicklung des Vereins abwarten will. Der Club hat zwar gerade eine gute Ausgangsposition, um die Klasse zu halten, ob dem zentralen Mittelfeldspieler das aber als Entwicklung reicht, ist ungewiss. Immerhin äußerte der frühere U21-Nationalspieler bereits im Vorjahr, dass er von der Champions League träume. Dafür muss er irgendwann den nächsten Schritt machen. Aber egal, ob der 23-Jährige diesen schon im Sommer macht oder noch bei den Kölnern bleibt: Eine baldige Entscheidung wäre wohl für beide Seiten das Beste. Unter den FC-Fans wird jedenfalls darüber spekuliert, ob die offene Vertragssituation im Zusammenhang mit den durchwachsenen Leistungen steht. Und die Geißböcke brauchen neben Planungssicherheit für die kommende Spielzeit einen gut aufgelegten Martel. Der wäre nämlich auch trotz Alternativen wie Krauß immer noch ein Trumpf für die Kölner im Abstiegskampf.


Erneut gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

OF Said El Mala und Ragnar Ache im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Erneut gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

Mit dem VfB Stuttgart verliert der FC erneut gegen ein Top-Team. Wie in der Woche zuvor gegen RB Leipzig hatten die Kölner aber eigentlich gut mitgehalten, sich aber am Ende nicht mit Punkten belohnen können: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

Achtmal haben die Geißböcke diese Saison in der Liga gegen Mannschaften aus den aktuellen Top sechs gespielt, sieben der Begegnungen haben sie – wie am vergangenen Samstagabend gegen den VfB Stuttgart – verloren. Mehrere der Duelle waren sehr eng, sie gingen dennoch an den Gegner. Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

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Es hatte ein bisschen was von einem Déjà-vu: Wie in der Woche zuvor gegen RB Leipzig geriet der 1. FC Köln in Stuttgart in Rückstand. Erneut schafften es die Geißböcke dank einer Energieleistung, den Ausgleich zu erzielen. Aber wie im Duell mit Leipzig kassierten die Kölner nur ein paar Minuten später den nächsten Gegentreffer, von dem sie nicht mehr zurückkommen konnten. Aber nicht nur deshalb kam die Partie gegen den VfB den FC-Fans wahrscheinlich sehr bekannt vor. Denn in wettbewerbsübergreifend neun Duellen mit Mannschaften aus den aktuellen Top sechs war das 3:1 in Stuttgart bereits die achte Kölner Niederlage. „Täglich grüßt das Murmeltier. Es war eine mehr als ordentliche Leistung gegen einen Top-Gegner, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da“, meinte daher auch Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel.

Individuelle Klasse des Gegners ein Faktor

Dass der FC gegen den VfB erneut gegen ein Top-Team gut mitgehalten hat, sich am Ende aber nicht belohnen konnte, lag für den Coach auch an der Individuellen Klasse des Gegners. „Man hat die Qualität der Jungs vom VfB gesehen. Das hat uns am Ende gekillt und deshalb stehen wir jetzt zum wiederholten Mal da und müssen sagen: Hey, es fehlt nicht viel. Aber es fehlt leider aktuell ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen und ein offenes Spiel abzuliefern, sondern um auch Punkte mitzunehmen“, so Kwasniok. Gerade das 2:1 der Gastgeber nötigte ihm Respekt ab: „Hendriks spielt einen überragenden Flankenball und Demirovic erkennt die Situation super. Dann muss man das auch akzeptieren und sagen: Glückwunsch an den VfB, dass sie diese Jungs verpflichtet haben.“

Mit seinen Aussagen hat der Trainer durchaus einen Punkt. In engen Duellen wie gegen Stuttgart und Leipzig kann die individuelle Klasse den Unterschied ausmachen. Und die spielte Stuttgart gerade beim erneuten Führungstreffer auch gnadenlos aus. Sogar bereits vor der Flanke von Ramon Hendriks. Dieser bekommt den Ball nämlich vorher stark von Bilal El Khannouss mit der Hacke weitergeleitet. Eine Szene, die nochmal den Unterschied zwischen den Top-Teams und dem 1. FC Köln, einem Aufsteiger deutlich macht.

Fehlende Konzentration nach eigenen Treffern

Trotzdem wollte zumindest Ragnar Ache die Qualität von Stuttgart nicht als alleinigen Grund gelten lassen. Der Angreifer sah eher ein anderes Problem: „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration, wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben. Und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern.“ Damit benennt der Stürmer einen weiteren Faktor, der speziell gegen die Spitzenmannschaften offenbar entscheidend sein kann. Denn der Treffer zum 2:1 durch Ermedin Demirovic ist schon der fünfte Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis.

So schaffen es die Geißböcke nicht, den Schwung nach einem eigenen Tor mitzunehmen und waren stattdessen eher – wie von Ache kritisiert – unkonzentriert. Dabei sind gerade gegen die Top-Teams kleine Ungenauigkeiten besonders schmerzhaft. So muss der FC sein Spiel über 90 Minuten plus Nachspielzeit durchziehen, will er sich gegen die Top-Teams behaupten. Das haben sie gegen Stuttgart, Leipzig und auch ein paar Wochen zuvor gegen Bayern München nach einem eigenen Treffer nicht ausreichend geschafft.

Zu viele FC-Profis nicht am Leistungsmaximum

Und dann passt es auch, dass gegen den VfB gleichzeitig mehrere Profis nicht ihre beste Leistung zeigten. Dazu gehörte Eric Martel, der seit ein paar Wochen seiner Form hinterherläuft. Der Defensivspezialist verlor etwa beim ersten Stuttgarter Treffer Demirovic aus den Augen. Bei diesem Tor sah Kristoffer Lund ebenfalls nicht gut aus. Der Linksverteidiger verlor das entscheidende Duell in der Luft gegen Jamie Leweling, weil er zu weit entfernt von seinem Gegenspieler stand. In der Offensive wiederum vergab zum Beispiel Marius Bülter nach einer Stunde eine große Chance auf den Ausgleich. Damit waren es am Ende zu viele Momente, in denen die Kölner nicht aufmerksam genug waren und zu viele Spieler, die nicht an ihr Leistungsmaximum herankamen. Um gegen die Top-Teams etwas zu holen, müssen die Geißböcke aber bei 100 Prozent sein. Sonst setzt sich am Ende wieder der Favorit durch.

Allerdings sprach Bülter nach dem Spiel noch einen weiteren Punkt an, der aus seiner Sicht dazu führte, dass die Kölner am Ende wieder mit leeren Händen dastanden. Der Angreifer sprach nach der Partie davon, dass den Domstädtern „ein bisschen Glück“ fehlen würde. Tatsächlich hatte der FC in den vergangenen beiden Partien kein Glück mit Schiedsrichterentscheidungen. So hätte ein anderer Unparteiischer beim leichten Schieben von Maximilian Mittelstädt gegen Ache in der Anfangsphase vielleicht auf den Punkt gezeigt. Mit etwas mehr Glück in solchen Momenten wäre eventuell mehr drin gewesen.

„Bonuspunkte“ gegen Hoffenheim oder Dortmund?

Mit der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund warten in den nächsten drei Spielen noch zwei Top-Teams auf den FC. Damit gibt es gleich zwei Möglichkeiten für die Geißböcke, die Kleinigkeiten, die gegen Favoriten bisher so oft zu Ungunsten der Kölner ausgefallen sind, besser zu machen. Dabei wären Punkte in den Partien natürlich nur „Bonuspunkte“, wie es Kwasniok ausdrückt, und die wichtigeren Duelle, in denen die Domstädter punkten müssen, sind die gegen die direkte Konkurrenz. Aber gerade diese „Bonuspunkte“ können am Ende trotzdem den Unterschied im Abstiegskampf ausmachen. Dabei machte dem Trainer Mut, dass der FC jetzt erstmal mit Hoffenheim auf das eine Spitzenteam trifft, gegen das der 1. FC Köln schon gewonnen hat. „Vielleicht ist das ein gutes Omen für die kommende Woche“, hoffte der Coach.


Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

OF Said El Mala im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Erneut nur Joker: Lukas Kwasniok ist bei Said El Mala in einem Dilemma 

Gegen RB Leipzig spielte Said El Mala noch durch, gegen den VfB Stuttgart kam der Youngster dann wieder nur als Joker. Das ist bestimmt nicht zufriedenstellend für den Shootingstar des 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

Die Leistungen in den vergangenen Wochen waren eher schwach, trotzdem fordern viele FC-Fans mehr Startelfeinsätze für den Linksaußen beim 1. FC Köln: Kwasniok ist bei Said El Mala in einer Zwickmühle.

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Es ist eines der wohl größten Diskussionthemen rund um den 1. FC Köln in dieser Saison: Sollte Said El Mala öfter in der Startelf stehen? Viele FC-Fans würden diese Frage wohl eindeutig mit Ja beantworten. Trainer Lukas Kwasniok sieht das aber eher anders. In den bisherigen 22 Liga-Spielen stellte er El Mala nur neunmal von Beginn auf und brachte ihn stattdessen 13 Mal von der Bank. Auch am vergangenen Wochenende kam der Youngster nur für 22 Minuten. Das ist bestimmt nicht die Einsatzzeit, die sich der Kölner Shootingstar vorstellt.

Brighton wohl weiter sehr interessiert

Die wohl aus seiner Sicht fehlende Spielzeit sorgt mit Sicherheit gleichzeitig nicht dafür, dass der 19-Jährige noch für eine längere Zeit in Köln bleiben möchte. Die Bild berichtete nun, dass Brighton & Hove Albion weiter sehr am Linksaußen interessiert sei und ihn gerne möglichst schnell verpflichten möchte. Auch solle sich El Mala einen Wechsel nach England durchaus vorstellen können. Das bringt Kwasniok in eine Zwickmühle. Denn eigentlich müsste der Trainer mehr auf das Top-Talent setzen, um die Chancen zu erhöhen, ihn über die aktuelle Spielzeit hinaus in der Domstadt zu halten. Zusätzlich ist es für den Marktwert des Youngsters nicht gerade zuträglich, wenn er die Entwicklung zu einem Stammspieler nicht schafft.

Allerdings gibt es auch Gründe dafür, warum Kwasniok ihn zum Beispiel am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart erst als Joker gebracht hat. In der Partie wollte der Coach den Gegner in viele Eins-gegen-Eins-Duelle verwickeln. In der Hinsicht ist El Mala aber eine Schwachstelle, da sein Defensivverhalten noch sehr ausbaufähig ist. Der 19-Jährige verteidigt etwa nicht mit dem gleichen Einsatz wie zum Beispiel ein Jakub Kaminski oder ein Jan Thielmann, die in der Startelf standen. Außerdem hat der Youngster in den vergangenen Wochen nur bestenfalls durchwachsene Leistungen gezeigt – durchaus verständlich bei einem so jungen Spieler. Eine Woche vor der Partie in Stuttgart stand der Linksaußen etwa die volle Spielzeit auf dem Platz, konnte aber keinen großen Einfluss auf die Begegnung nehmen. Zwar kam der Angreifer zu zwei guten Chancen nach Umschaltsituation, sein Abschluss war aber jeweils nicht gut genug.

El Mala muss den nächsten Schritt machen

Überhaupt blieb El Mala seit dem ersten FC-Spiel des Jahres in Heidenheim ohne Torbeteiligung. Der Linksaußen wirkte im Vergleich zum Saisonanfang etwas gehemmt. „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“, meinte daher Lukas Kwasniok schon Ende Januar vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Der Coach habe schon im Trainingslager das Gefühl gehabt, dass der Hype den Shootingstar beschäftigte. Ablegen konnte das Top-Talent das bis jetzt anscheinend noch nicht. Außerdem haben sich seine Gegenspieler inzwischen mehr auf ihn eingestellt haben. Das macht es für den 19-Jährigen schwieriger, in seine Situationen zu kommen als noch in den ersten Partien der Spielzeit. Dabei trifft der Youngster gleichzeitig noch zu oft die falsche Entscheidung und übersieht etwa besser positionierte Mitspieler.

Daher muss El Mala jetzt eigentlich den nächsten Schritt in dieser Hinsicht und in Bezug auf seine Defensivarbeit machen. Darin liegt aber der nächste Punkt in Kwasnioks Dilemma. Um sich weiterzuentwickeln, muss der 19-Jährige trotz der zuvor genannten Gründe, warum er nicht so oft in der Startelf steht, eigentlich möglichst viel spielen. Nur so kann er mehr Erfahrungen sammeln und sich dadurch verbessern. Außerdem ist der Angreifer, wenn er das Potential aus der Hinrunde abruft, ein Unterschiedsspieler für die Geißböcke. Gerade auch in Umschaltmomenten kann der Offensivspieler mit seinem Tempo wertvoll sein. Die Chancen, die sich dadurch für ihn zuletzt ergeben haben, hat er zwar in den vergangenen Wochen nicht genutzt. Aber gerade in so einer Phase, wo El Mala seit etwas längerer Zeit auf eine Torbeteiligung wartet, wäre es für einen jungen Spieler wie ihn wichtig, das Vertrauen des Trainers zu spüren.

Kwasniok weiter vor Dilemma

Somit steht Kwasniok in den kommenden Partien wieder vor dem Dilemma, wie er mit dem Youngster umgeht. Bis zu einem gewissen Grad geht es dabei auch um die Frage, wie kurz- oder langfristig der Coach denkt. Kurzfristig ist es für den Erfolg der Mannschaft vielleicht besser, El Mala als Joker zu bringen, zumindest wenn dessen Leistungsdelle anhält. Langfristig ist es für den Verein aber eventuell sinnvoller, trotz seiner ersten Schwächephase mehr auf El Mala in der Startelf zu setzen, um seine Entwicklung voranzutreiben und ihn vielleicht etwas länger in Köln zu halten. Oder um zumindest seinen Marktwert zu erhöhen, falls der Shootingstar trotzdem unbedingt schon im Sommer wechseln möchte. Wie Kwasniok mit diesem Dilemma umgeht, bleibt abzuwarten. Was viele Fans sich dagegen wünschen würden, wie der Trainer damit umgeht, ist ziemlich klar: mehr Spielzeit für den Shootingstar.


„Positiv bekloppte Stimmung“: Der 1. FC Köln lässt sich die Laune vom Regen beim Rosenmontagszug nicht verderben

Ragnar Ache, Lukas Kwasniok und Jörn Stobbe auf dem FC-Wagen
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„Positiv bekloppte Stimmung“: Der 1. FC Köln lässt sich die Laune vom Regen beim Rosenmontagszug nicht verderben

Wie jedes Jahr nimmt der FC auch dieses Jahr wieder am Rosenmontagszug teil. Auf dem Kölner Wagen bringen unter anderem Lukas Kwasniok, Said El Mala und Marina Hegering Kamelle unter die Jecken: So ist die Stimmung beim 1. FC Köln beim Rosenmontagszug.

Auch wenn die Stimmung beim FC sportlich nicht gerade auf einem Höhepunkt ist, lassen sich die Vertreter des Vereins auf dem Wagen der Geißböcke den Spaß am Karneval nicht verderben: So ist die Stimmung beim 1. FC Köln beim Rosenmontagszug.

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Nach der alljährlichen Karnevalssitzung des 1. FC Köln am vergangenen Dienstag steht für den Verein am Montag die nächste Karnevals-Tradition an. Mit einem eigenen Wagen nehmen die Geißböcke am Rosenmontag an einem der größten Karnevalsumzüge im Rheinland teil. Und trotz der Niederlage gegen den VfB Stuttgart lassen sich die Kölner die Karnevalsstimmung nicht vermiesen, bevor es am Dienstag dann mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim weitergeht. So bringen unter anderem Lukas Kwasniok, Ragnar Ache und Said El Mala kräftig Kamelle unter die Jecken.

„Ein Teil des Ganzen zu sein, ist schon was ganz Besonderes“

„Ich freu mich extrem drauf, mir das Ganze auch von oben anschauen zu können. Ein Teil des Ganzen zu sein, ist schon was ganz Besonderes“, freute sich Kwasniok darum schon bevor der FC-Wagen gestartet war bei RTL. „Das wird eine positiv bekloppte Stimmung sein“, so der Coach weiter. Bereits bei seiner ersten Pressekonferenz als FC-Trainer hatte Kwasniok erklärt, dass er sich darauf freue, das erste Mal den Karneval in Köln mitzumachen. „Ich bin einfach happy, noch da zu sein. Erlebt ja nicht jeder Trainer, der hier im Juli beginnt. Insofern würde ich sagen, ist schon mal eine Leistung“, witzelte der Coach dann vergangene Woche bei der alljährlichen Karnevalssitzung der Geißböcke.

Ebenso erfreut wie Kwasniok zeigte sich vor der Fahrt auch El Mala bei RTL: „Ich bin happy, dabei zu sein. Ich freue mich sehr, mit dem Team, mit dem Staff auf dem Wagen zu sein und den Leuten Süßigkeiten zuzuwerfen. Ich glaube, das ist so ein einmaliges Ding, das für immer in Erinnerung bleibt.“ Etwas von der Euphorie auf den Straßen möchte der 19-Jährige dann mit in die nächsten Spiele nehmen: „Ich glaube, das zieht einen dann schon mit, wenn man sieht, wie man hier gefeiert und gepusht wird.“

Premiere für Präsident Jörn Stobbe

Neben der Männer- ist natürlich auch die Frauenmannschaft auf dem FC-Wagen vertreten. Kapitänin Marina Hegering, Co-Trainer Noah Eberhardt und Angreiferin Vanessa Leimenstoll machen die Fahrt vom Aufstellungsort Höhe Sachsenring an durch die Stadt mit. „Ich freue mich jetzt schon. Ich bin gespannt, wie lang es geht, wie viel Menschen man sieht. Es ist eine Ehre“, so Leimenstoll kurz vor der Fahrt. Dabei waren die Vertreter und Vertreterinnen der Geißböcke immerhin etwas gegen den Regen geschützt, wie die Angreiferin erklärte: „Wir haben Ponchos. Das hält schon.“

Ebenfalls dabei auf dem Wagen mit der Nummer 67 sind U19 Chefcoach Stefan Ruthenbeck und Ahmet Kücükoglu (Co-Trainer U19). Auch Präsident Jörn Stobbe und Geschäftsführer Philipp Liesenfeld lassen sich den Spaß nicht entgehen. Komplettiert wird die Besetzung mit zwei Mitgliedern des „Clubs der Legenden“, nämlich Harald Konopka und Herbert Zimmermann.

Für Präsident Stobbe ist der Auftritt auf dem Wagen derweil ebenfalls eine Premiere: „Ich erwarte viel Freude, das Wetter ist scheißegal. Oben bilden sich schon erste Freundschaften, der Oberbürgermeister ist direkt bei uns in der Nähe einen Wagen vor uns. Für Köln eine Riesensache.“


Der 1. FC Köln zeigt zuletzt Moral und Comeback-Qualitäten – aber es braucht mehr für Punkte

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Der 1. FC Köln zeigt zuletzt Moral und Comeback-Qualitäten – aber es braucht mehr für Punkte

Auch gegen Leipzig hat der FC einen Rückstand aufgeholt – nicht das erste Mal in dieser Saison. Für einen Punktgewinn hat es aber nicht gereicht. Dennoch: Der 1. FC Köln zeigt Moral und Comeback-Qualitäten. Gegen den VfB sollen so auch Punkte erreicht werden.

Den ersten Rückstand konnten die Geißböcke noch aufholen, den zweiten dann aber – auch wegen des VARs – nicht mehr. Trotzdem bewiesen die Geißböcke nach der ersten Führung der Leipziger am vergangenen Sonntag zum wiederholten Mal dieses Jahr, dass sie zurückkommen können. Darauf könnte es auch in Stuttgart ankommen.

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Aufopferungsvoll hatte der 1. FC Köln am Sonntagnachmittag gekämpft, am Ende reichte es aber nicht für Punkte gegen RB Leipzig. Dabei wäre bei der 1:2-Niederlage ein Punktgewinn für den FC nicht unverdient gewesen. Denn die Geißböcke zeigten gegen die Leipziger eine gute Leistung und vor allem Moral – wieder einmal. So ließen sich die Kölner von der ersten Leipziger Führung nicht beirren und kamen in der 51. Minute zum Ausgleich durch Jan Thielmann. Und auch nach dem zweiten Treffer von Christoph Baumgartner für RB steckten die Domstädter nicht auf, sie erspielten sich mehrere Chancen auf das 2:2, schafften dieses am Ende aber auch wegen einer umstrittenen VAR-Entscheidung nicht.

Kölner Comeback-Qualitäten

Diese Moral, sich selbst nach Rückschlägen nicht beirren zu lassen, hat die Kölner Mannschaft speziell in den vergangenen Wochen immer mehr verinnerlicht. Denn durch das 1:1 von Thielmann war das Spiel gegen die Leipziger bereits das dritte von insgesamt sechs Pflichtspielen in diesem Jahr, in dem der FC (zwischenzeitlich) einen Rückstand aufholen konnte. Bereits zum Jahresauftakt beim 1. FC Heidenheim und gegen den 1. FSV Mainz 05 zeigten die Geißböcke Comeback-Qualitäten. Und während der Einsatz gegen RB am Ende nicht mit einem Punkt belohnt wurde, sah es bei den beiden anderen Begegnungen besser aus.

In Heidenheim reichte es immerhin noch zu einem Unentschieden. Dafür holten die Kölner gleich zwei Rückstände auf. Erst erzielte Eric Martel nur drei Minuten nach der ersten Führung der Gastgeber das 1:1. Kurz nach der Pause glich dann Said El Mala den erneuten Führungstreffer von Julian Niehues aus. Später in der Partie hatte der FC dann sogar noch Chancen auf den Sieg, ließ diese aber liegen. Das machten sie dann zwei Spiele danach gegen Mainz besser. Mit einem Doppelpack von Ragnar Ache drehten die Geißböcke die Begegnung. Zuvor hatte Stefan Bell das 0:1 erzielt.

Moral ein Trumpf im Kampf um den Klassenerhalt

Diese Moral wird besonders Trainer Lukas Kwasniok sehr gefallen. So verlangt der Trainer von seinen Schützlingen immer als Grundlagen für den Erfolg maximalen Einsatzwillen und Leidenschaft. Dazu gehört für den Coach mit Sicherheit auch, nach Rückständen weiterzumachen und sich nicht hängen zu lassen. Und diese Einstellung impft Kwasniok seinen Spielern immer wieder ein. Selbst gegen einen starken Gegner wie RB lässt sich die Mannschaft nach Rückschlägen nicht hängen und zieht weiter ihr Spiel durch. Diese Einstellung kann im Kampf gegen den Abstieg zu einem wichtigen Trumpf werden. Denn gerade in engen Partien gegen Mannschaften wie eben Heidenheim und Mainz, die im Abstiegskampf stecken, kann es entscheidend sein, sich nicht von einem Rückstand aus der Bahn werfen zu lassen.

So sicherten die Comeback-Qualitäten den Domstädtern in diesen Partien zum einen vier Punkte und kosteten zum anderen den Gegnern zwei beziehungsweise drei. Allerdings haben die Geißböcke in diesem Jahr ebenfalls zweimal nach einer Führung noch verloren. Davon war jedoch ein Spiel gegen Bayern München. Und auch in der Begegnung gegen Freiburg ließen sich die Kölner nach dem Rückstand nicht hängen und hatten Chancen auf den Ausgleich – ähnlich wie zuletzt gegen Leipzig. So kann man den FC-Profis bei den Niederlagen trotz vorheriger Führung definitiv nicht fehlende Moral vorwerfen.

Comeback-Qualitäten auch gegen Top-Teams wichtig

Die Comeback-Qualitäten, die die Domstädter dieses Jahr bereits gezeigt haben, können aber nicht nur in Duellen gegen Abstiegskandidaten von Bedeutung sein. Gerade in den kommenden Partien gegen einige starke Gegner könnten sie auch wichtig werden. Denn in den nächsten vier Begegnungen treffen die Kölner auf die Top-Teams Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund. Spiele, in denen der FC schnell mal in Rückstand geraten kann. Dann wird es für die Geißböcke darauf ankommen, dass sie die Comeback-Qualitäten und ihre Moral erneut zeigen – und sich dieses Mal wie gegen Heidenheim und Mainz auch dafür belohnen und nicht wie gegen Leipzig leer ausgehen.


Darum kann die Niederlage gegen Leipzig dem 1. FC Köln trotzdem Hoffnung machen

Luca Waldschmidt im Duell mit Max Finkgräfe
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Darum kann die Niederlage gegen Leipzig dem 1. FC Köln trotzdem Hoffnung machen

Gegen RB Leipzig unterlag der FC zum wiederholten Male in dieser Saison einem Top-Team. Allerdings konnten die Geißböcke am vergangenen Sonntag durchaus mithalten. Das macht Hoffnung für die nächsten Wochen: Der 1. FC Köln kann auch gegen Top-Teams bestehen.

Trotz der Niederlage zeigten die Kölner gegen Leipzig eine ordentliche Leistung. Die kann gerade für die kommenden Begegnungen mit mehreren Spitzenmannschaften Mut machen: Der 1. FC Köln kann auch gegen Top-Teams bestehen.

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Es war der nächste Eintrag in eine bisher schwache Bilanz: Gegen RB Leipzig verlor der 1. FC Köln erneut gegen ein Top-Team. Damit bleibt die Bilanz der Geißböcke gegen Spitzenmannschaften weiter sehr durchwachsen. In sieben Liga-Duellen mit den Mannschaften, die in der Liga aktuell in Top sechs stehen, hat der FC nur einen einzigen Sieg geholt. Der war in der Hinrunde gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Alle anderen Partien verloren die Kölner. Dazu kommt noch eine weitere Niederlage gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal. Auch wenn diese Spiele natürlich nicht die sind, die die Kölner für den Klassenerhalt gewinnen müssen, ist die Bilanz trotzdem ausbaufähig.

Leistung gegen Leipzig macht Mut

Und gerade in den kommenden Wochen stehen einige Begegnungen mit Spitzenmannschaften an. In den nächsten vier Spielen treffen die Kölner auf drei Mannschaften aus den Top sechs: den VfB Stuttgart, 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund. Wenn sich die Bilanz der Kölner gegen Top-Teams nicht verbessert und sie gegen den FC Augsburg, der zwischen Hoffenheim und Dortmund auf sie wartet, keine Punkte holen sollten, droht dem FC damit die nächste Negativspirale. Umso ärgerlicher ist es für die Geißböcke, dass sie gegen Leipzig nicht zumindest einen Punkt holen konnten. Denn der wäre durchaus drin gewesen.

Gleichzeitig macht aber gerade die Partie gegen RB auch Hoffnung für die nächsten Wochen. Denn die Domstädter haben gegen die Roten Bullen gezeigt, dass sie mit den Top-Teams mithalten können. So ließen die Kölner zwar einige Leipziger Chancen zu, hatten aber gleichzeitig selber genug Möglichkeiten, um einen Punkt aus der Begegnungen mitzunehmen. Dass sie das nicht geschafft haben, lag am Ende auch an der umstrittenen VAR-Entscheidung, durch die der FC in der 76. trotz Christoph Baumgartners Handspiel wegen Abseits keinen Strafstoß bekam. Zuvor hatten die Geißböcke bereits beim Stand von 0:0 in der Anfangsphase zwei gute Möglichkeiten durch Said El Mala, selber in Führung zu gehen.

Ache als wichtiger Faktor gegen Top-Teams

An den beiden Chancen des Youngsters lässt sich auch gut erkennen, wie die Kölner gegen Spitzenmannschaften erfolgreich sein können. Ein wichtiger Faktor ist dafür Ragnar Ache. Der machte das gesamte Spiel über viele Bälle als Zielspieler fest und gab seiner Mannschaft damit mehr Präsenz in der gegnerischen Hälfte und gute Kontermöglichkeiten. Etwa beim ersten Abschluss von El Mala. Nach einem weiten Kölner Befreiungsschlag behauptete Ache den Ball in der gegnerischen Hälfte und steckte auf den durchstartenden Linksaußen durch. Dessen Abschluss geriet jedoch zu harmlos. Über solche Umschaltmöglichkeiten kann der FC aber auch gegen die Top-Teams Gefahr ausstrahlen.

Ein weiteres Mittel gegen diese Mannschaft ist außerdem, dass sich die Domstädter nicht nur hinten reinstellen, sondern den Gegner immer wieder hoch anlaufen. Das birgt zwar ein gewisses Risiko, kann aber genauso zu Chancen wie der zweiten El-Mala-Möglichkeit führen. Bei dieser provozierten die Geißböcke durch frühes Stören einen schwachen Pass von Nicolas Seiwald, den Jakub Kaminski abfangen konnte. Darauf schalteten die Kölner erneut über Ache und Tom Krauß schnell um, sodass El Mala zum Abschluss kam. Neben der Möglichkeit für hohe Ballgewinne hatte das frühe Anlaufen gleichzeitig den Vorteil, dass die Geißböcke nicht zu sehr in der eigenen Hälfte eingeschnürt wurden. Auch wenn es dadurch natürlich die Gefahr gab, überspielt zu werden.

Auch gegen Bayern schon gute Ansätze

Gute Ansätze zeigten die Kölner auch im Liga-Duell mit den Bayern Mitte Januar. Dort waren die Domstädter ebenfalls vor allem über Konter gefährlich. So fiel zum Beispiel die FC-Führung in der Partie durch einen starken Umschaltmoment von Linton Maina. Auf diese Spiele gegen Bayern und Leipzig kann Trainer Lukas Kwasniok gemeinsam mit seiner Mannschaft aufbauen. Zusätzlich müssen sie es aber noch schaffen, dass die Defensive – gerade bei Standardsituationen – noch sicherer steht. Speziell die Leipziger Führung nach einem Freistoß war nämlich ein vermeidbares Gegentor, das in Partien gegen Spitzenmannschaften weh tut.

Trotzdem können die FC-Fans nach dem vergangenen Wochenende mit zumindest etwas mehr Zuversicht in die kommenden Begegnungen gehen. Denn mit Leistungen wie gegen Bayern und Leipzig kann für die Geißböcke durchaus etwas drin sein gegen Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund. Und vielleicht sieht die Kölner Bilanz gegen Top-Teams nach den kommenden Begegnungen ja zumindest etwas besser aus.


Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Said El Mala vom 1. FC Köln
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Shootingstar des 1. FC Köln: Said El Mala und die Suche nach der Leichtigkeit

Nach wie vor ist er der FC-Shootingstar der Saison. In den vergangenen Partien war der Youngster aber deutlich weniger auffällig als noch in 2025 beim 1. FC Köln: Said El Mala ist auf der Suche nach der Leichtigkeit.

Sieben Tore, drei Vorlagen: Said El Mala spielt eine überragende Debüt-Saison in der Bundesliga. In den vergangenen Wochen baute der Youngster im Vergleich zu der Anfangszeit jedoch etwas ab und erlebt nun seine erste schwere Phase bei den Geißböcken.

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Einen Moment gab es gegen den VfL Wolfsburg dann doch noch, in dem Said El Mala seine ganze Qualität zeigte. In der letzten Minute des Spiels behauptete der Shootingstar auf der linken Seite gegen Saël Kumbedi den Ball, zog nach innen, dribbelte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und kam frei vor dem Wolfsburger Tor zum Abschluss. Wölfe-Keeper Kamil Grabara behielt jedoch im Duell die Oberhand. Aber auch ohne ein Tor war es eine typische El-Mala-Szene, in der der Youngster seine große Klasse zeigte. Allerdings war es für die vergangenen Partien des 19-Jährigen ebenfalls passend, dass der Ball nicht reinging. Denn sowohl gegen Wolfsburg als auch zuvor gegen Bayern München, Mainz 05 und den SC Freiburg blieb der Linksaußen ansonsten eher blass – und ohne Torbeteiligung.

„Nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist“

Auf sich aufmerksam machen konnten in den Begegnungen andere Spieler wie zum Beispiel Linton Maina. El Mala dagegen hatte kaum auffällige Aktionen und konnte dem Kölner Angriff keine entscheidenden Impulse geben – so wie noch in weiten Teilen der Hinrunde oder zum Jahresauftakt in Heidenheim. Und wenn der Youngster mal in eine gefährliche Situation kam, wie in der Szene gegen Wolfsburg oder bei seiner Großchance nach einem Konter gegen Bayern, fehlte ihm die letzte Präzision im Abschluss. Auch seine gefürchteten Dribblings konnte der 19-Jährige kaum anziehen. Es ist die erste, kleine Schwächephase des Shootingstars im FC-Trikot.

So bemerkte sein Trainer Lukas Kwasniok bereits vor dem Wolfsburg-Spiel, dass El Malas Weg erstmals „ein bisschen ins Stocken“ geraten sei. Ein Grund dafür sei laut dem Coach der enorme Wirbel um den Linksaußen. Zwar gehe der Angreifer „sehr gut mit dieser Phase und mit diesem Hype um. Im Trainingslager hatte ich das erste Mal in einem Gespräch das Gefühl, dass es ihn ein wenig beschäftigt“, so Kwasniok. Und weiter: „Er ist im Moment vielleicht nicht so frei, wie er es bis Mitte Dezember gewesen ist.“ Und das gerade jetzt, wo mal wieder ein Angebot aus der Premier League den Wirbel wieder befeuert. Rund 25 bis 30 Millionen Euro soll Brighton laut „Sport Bild“ geboten haben.

Starke Form anderer kann Druck auf El Mala verringern

Dabei sind Schwächephase für Talente natürlich ganz normal und von Kwasniok auch angedeutet. So ist es zum einen etwas anderes, in der Bundesliga über 34 Spieltage konstant gute Leistungen abzuliefern als in der dritten Liga, wie es El Mala in der vergangenen Spielzeit bei Viktoria Köln getan hat. Zum anderen ist der Kölner Shootingstar immer noch erst 19 Jahre alt. Dass es für ihn speziell in einem so jungen Alter schwierig ist, mit dem Hype und der inzwischen größeren Erwartungshaltung umzugehen, ist nur allzu verständlich. Daher betonte auch Kwasniok, dass man versuche, „behutsam damit umzugehen. Denn natürlich macht das was mit einem. Wir alle haben das nie erlebt.“

Daher erscheint es umso wichtiger für die Geißböcke, dass sie in den vergangenen Partien auch ohne die genialen Momente des Top-Talents zwei Siege holen konnten. Durch die starke Form anderer Spieler wie Tom Krauß, Alessio Castro-Montes oder Maina fällt die Leistungsdelle bei El Mala nicht so sehr ins Gewicht. Denn zuvor war der Linksaußen an fast jedem Kölner Punktgewinnen mit einem Tor oder Vorlage beteiligt, häufig sogar entscheidend. Jetzt kann es Druck von den Schultern des 19-Jährigen nehmen, zu wissen, dass es nicht alleine auf ihn ankommt, die Spiele mit starken Leistungen zu Gunsten der Kölner zu kippen. Dadurch kann der Angreifer vielleicht bald schon wieder befreiter aufspielen sowie die leichte Schwächephase überwinden. Und dann wird er bestimmt trotzdem auch wieder ein Unterschiedsspieler für den FC sein.


Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

Luca Waldschmidt saß gegen Wolfsburg 90 Minuten auf der Bank
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Nur 33 Minuten seit Einsatzzeit-Kritik: Luca Waldschmidt tut sich beim 1. FC Köln weiter schwer

In fünf Spielen in 2026 kam Luca Waldschmidt bisher nur als Joker zum Einsatz – wenn überhaupt. Gegen Wolfsburg bekam der Angreifer das zweite Mal in diesem Jahr gar keine Minuten: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

90 Minuten saß Luca Waldschmidt am vergangenen Freitag gegen seinen Ex-Verein VfL Wolfsburg auf der Bank. Dabei gäbe es gerade sogar als zweite Spitze neben Ragnar Ache oder hinter den Spitzen passende Rollen im FC-System. Trotzdem setzt Lukas Kwasniok kaum auf den 29-Jährigen: Luca Waldschmidt hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand.

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Es waren deutliche Aussagen direkt zu Jahresbeginn. In einem Interview mit dem „Express“ hatte Luca Waldschmidt Anfang Januar betont, dass manche Entscheidungen, die Trainer Lukas Kwasniok trifft, für ihn „schwer zu begreifen“ seien. Unter anderem offenbar die aus seiner Sicht wenige Einsatzzeit. Die reine Spielzeit sei aus seiner Sicht „deutlich zu wenig. Er erklärt einem immer, wie seine Gedanken sind. Trotzdem ist das aus persönlicher Sicht natürlich nicht zufriedenstellend. Von daher ist es ganz normal, dass wir auch mal anderer Meinung sind.“ Ebenso deutlich wie die Aussagen des ehemaligen deutschen Nationalspielers war auch die Reaktion seines Coaches. Denn der strich den 29-Jährigen für den Jahresauftakt in Heidenheim aus dem Kölner Kader. Zwar holte Kwasniok den Angreifer für die darauffolgende Partie gegen Bayern München zurück in die Mannschaft und brachte ihn in der Schlussphase als Joker.

Bisher kaum Einsatzzeit in 2026

Trotzdem lässt sich nach fünf Kölner Pflichtspielen in 2026 festhalten: Verbessert hat sich Waldschmidts Situation nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. So sammelte der Stürmer in 2026 erst 33 Minuten Einsatzzeit. Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag saß der Angreifer sogar 90 Minuten auf der Bank. Damit dürfte auch die Unzufriedenheit des 29-Jährigen inzwischen wieder größer geworden sein. Denn vor der Winterpause hatte Waldschmidt immerhin noch zweimal gegen St. Pauli und Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden. Im letzten Spiel des Jahres gegen Union Berlin hatte er aus Krankheitsgründen gefehlt. Jetzt scheint der flexible Offensivspieler aber kaum noch eine Rolle in Kwasnioks Planungen zu spielen.

Dabei hat es gerade in den vergangenen Partien im Kölner System eine Rolle gegeben, die sehr gut zum Profil des 29-Jährigen gepasst hätte. Denn seit Kwasnioks Umstellung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 agierte der FC in den vergangenen Partien in einem 4-4-2 mit einer Doppelspitze. Neben Zielspieler Ragnar Ache agierte Marius Bülter als sehr bewegliche zweite Spitze. Immer wieder weicht der ehemalige Hoffenheimer auf die Flügel aus oder lässt sich etwas tiefer fallen als sein Sturmpartner. So genießt Bülter in seiner Rolle viele Freiheiten und sucht sich die für ihn passende Räume.

Passende Rolle im System eigentlich vorhanden

Diese Position als zweite Spitze mit viel Freiheiten würde auch perfekt zu Waldschmidt passen. Der 29-Jährige hat nicht das Profil eines klassischen Stoßstürmers wie Ache, sondern lässt sich oft fallen, um am Spielaufbau beteiligt zu sein. Mit seinem starken linken Fuß und seiner Übersicht kann der ehemalige Wolfsburger sowohl mit Pässen durch die gegnerischen Linien als auch mit präzisen Flanken Chancen kreieren. Statt aber auf die Qualitäten des ehemaligen deutschen Nationalspieler zu setzen, vertraute Kwasniok zuletzt eben Bülter. Zum einen wahrscheinlich, weil der Sommerneuzugang aus Hoffenheim eine stärkere Physis mitbringt. Dadurch strahlt der 32-Jährige auch im Strafraum bei Flanken mehr Gefahr aus. Zum anderen dürften Waldschmidts Aussagen im Trainingslager seine Chancen bei Kwasniok nicht verbessert haben.

Letzterer hatte zu Beginn der Transferperiode noch nicht ausgeschlossen, dass Spieler, die unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten sind, eventuell den Verein verlassen könnten. Dafür ist es für Waldschmidt wohl zu spät, nur wenige Transferfenster sind noch geöffnet. Dass der Stürmer aber noch auf die von ihm gewünschten Einsatzzeiten kommen wird, ist wohl nach den vergangenen Wochen eher unwahrscheinlich. Wenn jedoch die Anzahl an Minuten wirklich so gering wie in den vergangenen Wochen bleibt, wird nicht nur Waldschmidts Unzufriedenheit größer. Sie könnte sich gleichzeitig auf den Rest der Mannschaft auswirken. Eine knifflige Situation, die Kwasniok managen muss. Daher wird es spannend zu sehen seien, wie der Trainer mit der Situation um den Angreifer umgeht. Und ob er ihn darum in den nächsten Wochen vielleicht doch wieder mehr Chancen gibt – zum Beispiel eben als hängende Spitze neben Ache.