Die Mutmacher

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Die Mutmacher

Auch, wenn am Samstag nicht alles rund lief, sind die Kölner Youngsters Justin Diehl und Max Finkgräfe die Hoffnungsträger der aktuellen Mannschaft. Ihre Unbekümmertheit könnte sich im Abstiegskampf noch auszahlen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart. Auch, wenn sie nicht restlos überzeugen konnten: Justin Diehl und Max Finkgräfe sind die Mutmacher beim FC.

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Eigentlich hätte es das Startelf-Debüt schon vor einigen Wochen geben sollen, nun hätte es für die besondere Premiere wohl keinen besseren Gegner geben können. Gegen den VfB Stuttgart stand Justin Diehl erstmals in der Bundesliga-Anfangsformation. Ausgerechnet Stuttgart, der Club, der anscheinend am intensivsten um die Dienste des Youngsters buhlt. Der Arbeitsnachweis des 19-Jährigen war am Samstag dann aber doch überschaubar: Diehl kam in 60 Minuten auf einen Torschuss, keine Torschussvorlage, immerhin sechs Dribblings und einen haarsträubenden Fehlpass.

Schultz: „Wir wissen was der Junge kann“

So wirklich rund lief es bei dem Youngster gegen den VfB nicht. „Er ist ein talentierter junger Spieler, der auch noch Lehrgeld bezahlen muss. Aber er hat die Qualität und den Mumm, das Eins-gegen-eins zu suchen“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. Und gerade das suchte der 19-Jährige auch ab und an gegen den VfB. Zwar meist mit mäßigem Erfolg, doch seine Laufwege sind vielversprechend und unterscheiden sich beispielsweise von denen eines Linton Maina, der eher mit Tempo über die Flügel geht und dann den Ball in die Box bringt. Diehl will lieber den direkten Abschluss, auch, wenn es dafür schon mal leise Kritik geben mag. Den direkten Weg Richtung Tor suchen die FC-Profis in dieser Spielzeit bislang eher selten – zu selten.

„Wir wissen, was der Junge kann. Aber er hat heute auch gesehen, dass er in einigen Bereichen noch zulegen muss”, sagte auch FC-Trainer Timo Schultz. So tat sich der Offensivspieler gerade im Duell mit Josha Vagnoman am Samstag unheimlich schwer und hatte zudem seine Probleme in der Defensivarbeit. “Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen“, so Schultz weiter. Dennoch ist der 19-Jährige so etwas wie der Mutmacher oder neben Max Finkgräfe einer der Mutmacher der Geißböcke.

Wie geht es weiter mit Diehl?

Finkgräfe und Diehl stehen symptomatisch für die Zukunft, für den Weg des 1. FC Köln. Selbst wenn jene Zukunft gerade bei Diehl nach wie vor in den Sternen steht. Für die jungen Wilden rückt Schultz ganz bewusst von seiner Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auch auf die erfahrenen Spieler ankomme, ab. Wenn es nur um Erfahrung ginge, hätte beispielsweise ein Leart Pacarada auf der linken Defensivseite den Vorzug vor Finkgräfe erhalten müssen. Doch der Routinier saß einmal mehr 90 Minuten auf der Bank, hat gegen Finkgräfe zurzeit nicht den Hauch einer Chance. Auch der Linksverteidiger erwischte am Samstag nicht den besten Tag, fiel aber auch nicht in ein spielerisches Loch.

Schultz vertraut den Profis wie dem Shootingstar oder eben Diehl. Fast schon selbstverständlich krallen sich die Youngsters gefühlt jede Standardsituation – im Fall von Finkgräfe gegen Hoffenheim auch mit Erfolg. Die Eigengewächse sorgen für Tempo im Spiel, für den Überraschungsmoment, für das gewisse, vielleicht das fehlende Etwas. Diehl und Finkgräfe, die beiden Jüngsten, beleben das Kölner Spiel in einer fast schon erschreckenden Art und Weise. Zumindest bringen die beiden aktuell mehr Spielwitz und Gefahr auf den Rasen als so mancher Routinier. An Selbstvertrauen mangelt es den 19-Jährigen nicht. Im Gegenteil, im Vergleich zu einigen anderen Spielern scheint der Kopf frei zu sein.

Diehl zahlt das Vertrauen nicht nur mit seiner unbekümmerten Spielweise auf dem Platz zurück. Dem Vernehmen nach soll der Youngster einen Abgang aus Köln nicht mehr kategorisch ablehnen, die Chancen für einen Verbleib sind nicht gut, sie haben sich aber minimal verbessert. Ein kleiner, aber vielleicht nicht unbedeutender Erfolg. In einer ähnlichen sportlichen Situation feierten in der Spielzeit 2019/2020 ebenfalls vier Kölner Youngster ihr Bundesliga-Debüt. Ismail Jacobs, Jan Thielmann, Tim Lemperle und Noah Katterbach.


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Podolski: „Jetzt erst recht“

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Podolski: „Jetzt erst recht“

Am Rande der Ballers League äußerte sich Lukas Podolski zur Situation des 1. FC Köln vor dem Derby gegen Leverkusen am kommenden Sonntag.

Der Ex-FC-Spieler erinnert sich vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen an seine Duelle und kennt nur einen Marschroute: Jetzt erst recht. Lukas Podolski äußert sich zum anstehenden Duell gegen Leverkusen.

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Die Situation des 1. FC Köln ist wahrlich keine leichte. Nach dem vergangenen Spieltag hat sich die Tabellensituation für die Kölner weiter zu Ungunsten der Geißböcke entwickelt. Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, der Verfolger nur einen Sieg mehr entfernt. Trotz der starken Leistung beim VfL Stuttgart und einem mitgenommen Punkt hat sich der Abstand nach oben vergrößert. „Alles schön und gut, dass man beim Dritten gut gespielt hat. Am Ende muss man aber Punkte sammeln, um den Relegationsplatz zu sichern“, sagte Lukas Podolski der Bild. „Der eine Punkt aus Stuttgart kann dann am Ende auch Gold wert sein. Aber die anderen Teams unten in der Tabelle gewinnen, der Abstand nach oben wird größer.“

„Jetzt erst recht“

Am kommenden Sonntag steht das Duell gegen Leverkusen auf dem Plan. Die Mannschaft von Xabi Alonso spielt die Saison ihres Lebens und scheint unschlagbar. Doch im Heimspiel gegen Bayer gelten für die Geißböcke eigene Gesetze. „Die Derbys habe ich bei mir früher immer unabhängig vom Tabellenstand gesehen. Da geht man mit Leidenschaft und Herzblut rein. Ich habe mir da nie in die Hose geschissen“, sagte Podolski. „,Jetzt erst recht‘ muss es heißen, weil man die Punkte braucht. Da muss man die Tugenden umso mehr reinwerfen, gerade zu Hause.“ Dass die Mannschaft von Timo Schultz Herzblut besitzt hat der FC mehrfach bewiesen. Gerade die Youngster scheinen zu brennen und das Team mitzureißen. Und so sollte es auch am 24. Spieltag nach Podolskis Motto laufen: „Man muss mit Herzblut und Hunger dabei sein, dann kann etwas funktionieren.“

Der Weltmeister von 2014 weiß genau, wie Nachbarschafts-Duell und Derby gehen. Unvergessen der 4:1-Erfolg in Leverkusen im September 2011. Damals erzielte das Kölner Idol zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Genau sechs Jahre zuvor feierte Podolski mit dem FC auch einen 2:1-Erfolg über Gladbach. Damals erzielte der Angreifer die Kölner Führung.


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Selke und Leverkusen – da war doch was

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Selke und Leverkusen – da war doch was

Am Samstag könnte Davie Selke gegen Bayer Leverkusen sein Comeback für den 1. FC Köln geben. Ausgerechnet gegen die Werkself, gegen die der Stürmer vor einem Jahr einen Doppelpack für den FC schnürte und zumindest vorerst zum Publikumsliebling wurde.

Der 1. FC Köln trifft am Sonntag auf Bayer Leverkusen. Dann vielleicht wieder mit Davie Selke. Der Stürmer könnte gegen die Werkself wieder angreifen. Der Stürmer und Leverkusen, da war doch was: Als Davie Selke zum Publikumsliebling gegen Leverkusen wurde.

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Die Erwartungshaltung war groß, die Enttäuschung zumindest in gewisser Weise auch. Denn die erhoffte Wende in der anhaltenden Sturmflaute brachte auch der im Winter verpflichtete Davie Selke im vergangen Jahr nicht sofort auf den Platz. Neun Spiele ohne Tor, davon einmal nicht und einmal ohne Einsatz im Kader, lautete die ernüchternde Bilanz des Mittelstürmers, der beim FC zu alter Form finden wollte. Denn eigentlich sollten Selke und der 1. FC Köln zu einer klassischen Win-Win-Situation werden. Der Stürmer sollte von den Besser-mach-Qualitäten des Entwicklers Steffen Baumgart profitieren und an alte Leistungen anknüpfen. Köln hoffte in dem ablösefreien Selke die Lösung für die anhaltende Sturmproblematik zu finden. Denn weder Steffen Tigges noch Florian Dietz konnten die Lücke, die Anthony Modeste gerissen hatte, ansatzweise schließen.

Mit Doppelpack zum Publikumsliebling

Doch so richtig rund lief es nicht, auch, weil Selke mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Im zehnten Spiel mit Geißbock auf der Brust war es für Selke soweit. Gegen Borussia Dortmund erzielte der Angreifer sein erstes Tor für den FC. Blöderweise stand es zudem Zeitpunkt bereits 4:0 für die Borussia, Selkes Treffer hatte wohl in erster Linie für den Stürmer großen, einen befreienden Wert. Wirklich geplatzt war der Knoten auch anschließend nicht. Erst fünf Wochen später war Selke gegen Hoffenheim erneut zur Stelle. Die Personalie war auch unter den Fans eine heiß diskutierte. Ausgerechnet das Nachbarschaftsduell gegen Bayer Leverkusen beendete die Diskussion, eröffnete viel mehr eine, ob man den Stürmer fortan Derbyheld nennen dürfe, wenn der Gegner doch „nur“ Leverkusen hieß.

Ein Held war er für die Kölner Fans an diesem Freitagabend alle mal. Selke erzielte gleich zwei Treffer beim 2:1-Erfolg über die favorisierte Werkself. Für den Stürmer die endgültige Ankunft in Köln, für den FC vor allem aber der sichere Klassenerhalt, der nach dem Wochenende auch rechnerisch nicht mehr zu verhindern war. Ein knappes Jahr später ist Selke vor dem Duell gegen Leverkusen so etwas wie ein kleiner Hoffnungsträger. Denn nach fünfwöchiger Verletzungspause steht der Stürmer wieder auf dem Trainingsplatz, ein Einsatz gegen Leverkusen scheint durchaus realistisch. „Ich kann das selbst schwer einschätzen. Wir steigern die Trainings-Intensität gerade Schritt für Schritt“, sagte Selke am Dienstag nach dem Training. „Bis jetzt merke ich keinerlei Reaktion. Aber ich muss Ende der Woche schauen, wie dann entschieden wird.“ Spätestens nächste Woche soll der FC-Stürmer wieder komplett einplanbar sein.

Ähnliche Sturmflaute, andere Auswirkung

Selkes Qualitäten werden am Sonntag durchaus gebraucht. Die Sturmflaute ist eine ähnliche wie im Vorjahr. Nur, dass sie in dieser Saison viel deutlicher ins Gewicht fällt. Vor allem, weil die Reihe hinter dem Angriff nicht auf dem Level der vergangenen Spielzeit performt. So erzielten alleine die Kölner Mittelfeldspieler damals wettbewerbsübergreifend 35 Treffer, Top-Torjäger waren Ellyes Skhiri und Dejan Ljubicic mit jeweils acht Hütten. In dieser Saison kommt das Mittelfeld auf acht bis zehn – je nachdem, wie die Position von Spielern wie beispielsweise Jan Thielmann in dem jeweiligen Duell ausgelegt wird. Selke führt die Torschützenliste mit fünf Treffern an, obwohl auch die aktuelle Spielzeit für den Angreifer keine einfache ist.

Am Sonntag könnte es das Comeback des Angreifers auch geben, weil das Offensivspiel der Kölner trotz der Systemumstellung nicht ins Laufen kommen will. Gegen die TSG Hoffenheim und Werder Bremen erspielten sich die Kölner so gut wie gar keine Chance, gegen den VfB Stuttgart waren es immerhin zwei sowie der Treffer von Eric Martel. Der fiel im Anschluss an eine Ecke, die beiden Chancen resultierten aus einem Ausrutscher und einem Verlegenheitspass aus der eigenen Hälfte. Das Kölner Spiel ist wie unter Steffen Baumgart implementiert noch immer auf Flanken ausgelegt, auch, wenn Timo Schultz bemüht ist, diese nach und nach in andere spielerische Elemente zu verändern.

Schultz: „Wir gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen“

Selke war damals zum FC gekommen, weil er das Kölner Flankenspiel als ideal für seine Fähigkeiten angesehen hat. Ob der Stürmer auch in der kommenden Saison für den FC spielt hängt auch mit dem Klassenverbleib zusammen. Dem Vernehmen nach hat Selke eine Ausstiegsklausel bei Abstieg und könnte den Verein dementsprechend dann verlassen. „Ich bin Optimist und fest davon überzeugt, dass wir es schaffen. Aber wir müssen punkten – am besten dreifach und am besten anfangen, eine Serie zu starten. Dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt. Ich habe in meinem Plan schon, dass es sein kann, dass wir die Saison noch ein wenig verlängern“, sagte Selke. Die Aufgabe wird keine leichte. Aber: „Leverkusen ist für mich aktuell die beste Mannschaft der Liga. Es wird anspruchsvoll, aber wir werden unseren Plan entwickeln und gehen in das Spiel rein, um es zu gewinnen.“


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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

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Abstiegskampf, Kartensammler, ausgebootet – es läuft nicht rund bei den FC-Abgängen

Zahlreiche Spieler haben den FC im Sommer verlassen. Aktuell will es bei den meisten nicht wirklich rund laufen. Zwei Spieler sitzen auf der Tribüne, zwei befinden sich im tiefsten Abstiegskampf und einer sammelt lieber Karten statt Scorerpunkte.

Die Bilanz der Kölner, die den FC im vergangenen Sommer verlassen haben, fällt durchwachsen aus. Während Ellyes Skhiri mit Frankfurt noch auf einen Platz in der Europa League hofft, spielen anderen Akteure bei ihren Vereinen überhaupt keine Rolle. So schlagen sich die Kölner Abgänge bei ihren neuen Klubs.

Ellyes Skhiri: Nicht erst seit seinem Treffer gegen Stuttgart ist Eric Martel auf dem besten Weg, den Tunesier in Köln einigermaßen vergessen zu machen. Bei Frankfurt ist der Sechser wie in Köln ein unermüdlicher Lückenstopfer, Dauerläufer, Zweikämpfer und Taktgeber. Wenn nicht verletzt oder mit der Nationalmannschaft unterwegs, steht Skhiri bei den Hessen auf dem Platz. Allerdings ist der erhoffte nächste Karriereschritt deutlich kleiner ausgefallen als erhofft. Die Eintracht ist aus dem internationalen Geschäft ausgeschieden und hat aktuell Schwierigkeiten, den Anschluss an die Champions-League-Plätze herzustellen. Der Afrika-Cup war für Tunesien überraschend früh zu Ende.

Kingsley Schindler: Bei Samsunspor wird dieser Tage ein Ex-Kölner sehr hofiert. Allerdings nicht Kingsley Schindler. Markus Gisdol hat den türkischen Club aus der Abstiegszone geführt und wird von den Fans gefeiert. Schindler ist nur selten Teil der Party. Der gebürtige Hamburger stand nach der Rückkehr vom Afrika-Cup nicht einmal im Kader des Erstligisten. Auch vor der Ausbootung war der 30-Jährige bei Samsunspor nur noch Ergänzungsspieler. Zu Beginn der Spielzeit gehört Schindler noch zum Stammpersonal.

Pedersen trotz Leihe erneut ausgemustert

Ondrej Duda: Beeindruckend meldete sich Ondrej Duda nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer bei Hellas Verona zurück. Die Norditaliener starteten mit zwei Siegen in die Spielzeit, Duda erzielte gegen AS Rom ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Und das, obwohl Hellas nur hauchdünn dem Abstieg entgangen war. Offenbar war das aber nur eine Momentaufnahme. Mittlerweile ist Verona im Tabellenkeller angekommen, hat erst vier Spiele in der Liga gewonnen und Duda auch nur zwei weitere Scorerpunkte gesammelt. Dafür aber schon acht Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten. Dennoch gab es für den Mittelfeldspieler jüngst Grund zur Freude. Die Slowakei hat sich für die EM in Deutschland qualifiziert und trifft unter anderem auf Belgien und Rumänien.

Kristian Pedersen: Ende Juli hatte sich der Wechsel des Verteidigers in die zweite britische Liga zu Swansea City angedeutet, am Deadline Day wurde er schließlich vollzogen. Gelohnt hat sich der Wechsel für den Dänen ganz offensichtlich nicht. Ganze vier Mal stand Pedersen in dieser Spielzeit für Swansea in der Liga auf dem Platz, 13 Mal befand sich der Linksverteidiger noch nicht einmal im Kader. Kein Wunder, dass sich im Winter ein Wechsel anbahnte. Pedersen war auch beim FC Schalke im Gespräch, doch sagte offenbar ab. Der Däne zog einen Wechsel innerhalb der Liga zu Sheffield Wednesday vor. Nach zwei Einsätzen zu Beginn des Jahres sitzt Pedersen nun ein weiteres Mal nur noch auf der Tribüne.

Sebastian Andersson: Gegen Greuther Fürth erzielte der Stürmer des 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende nach knapp zwei Jahren wieder ein Tor. Und das ausgerechnet gegen seinen alten Weggefährten Jonas Urbig. Eine interessante Geschichte. Anfang des Jahres absolvierte der Schwede ein Probetraining beim Club und überzeugte offenbar. Andersson spielte seitdem jede Partie und traf nun auch erstmals wieder.

Katterbach gab Profi-Comeback

Timo Horn: Seit Anfang Januar hat auch der gebürtige Kölner wieder eine fußballerische Heimat gefunden. Der Keeper ist aktuell Ersatzkeeper bei RB Salzburg. In Österreich sitzt Horn bislang erwartungsgemäß als Nummer zwei nur auf der Bank. Der Traum, wieder als Nummer eins eines Erstligisten aufzulaufen, hat sich bislang nicht ergeben.

Noah Katterbach: Wechselte erst kurz vor Ende der Transferphase wie erwartet zum Hamburger SV. Nach seiner schweren Verletzung im vergangenen Jahr war bei den Hanseaten nicht unbedingt sofort mit Einsatzzeit zu rechnen. Zunächst saß der Linksverteidiger auch nur auf der Tribüne. Am 22. Spieltag feierte Katterbach gegen Hansa Rostock sein Comeback, wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Auch am vergangenen Wochenende kam der Abwehrspieler zum Einsatz. Zwar nur für zehn Minuten, aber immerhin unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart, bei dem er in Köln lange einen schweren Stand hatte.

In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

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In der Krise: Hält Schultz weiter an FC-Duo fest?

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic verläuft die Saison alles andere als rund. Selbst der Trainerwechsel scheint keinen oder nur einen sehr kurzfristigen Einfluss auf die Leistungskurve der Spieler gehabt zu haben. Wie lange hält Timo Schultz an den beiden als Stammspieler fest?

Der 1. FC Köln befindet sich mitten im Abstiegskampf. Die Mannschaft braucht mehr denn je konstante Leistungen der Stammspieler. Doch zwei Leistungsträger der Vorsaison finden nach wie vor nicht zu alter Form der Vorsaison. Wie lange stehen Kainz und Ljubicic noch in der Startelf?

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Der Ausgleich der Kölner war am Samstag gegen den VfB Stuttgart noch keine drei Minuten alt, da trieb Dejan Ljubicic nach einer Balleroberung die Kugel Richtung gegnerischen Strafraum – Florian Kainz, Linton Maina und Jan Thielmann komplettierten die Vier-auf-drei-Situation. Doch Ljubicic spielte einen schlampigen Ball auf Kainz, der musste so das Tempo aus dem Konter nehmen. Der anschließende Abschluss vom nachgeeilten Faride Alidou strahlte angesichts der aufgerückten VfB-Abwehr keine große Gefahr mehr aus. Die Szene war symptomatisch für das Kölner Spiel. Denn auch gegen den VfB kreierten die Geißböcke einmal mehr viel zu wenige Chancen.

Kainz so gut wie gar nicht im Spiel

Dass es mit den Ballbesitzphasen und den Spielanteilen am Samstag für den FC gegen den VfB so eine, aber bestimmt keine große Sache werden würde, war angesichts des spielstarken Gegners schon vor der Begegnung klar. Dennoch versprach Timo Schultz in der vergangenen Woche, dass man versuche, Wege zu finden, um dem Gegner wehzutun. Der Plan ging nur in Teilen auf. Zwar hatten die Geißböcke neben dem Treffer von Eric Martel zwei weitere durchaus große Chancen durch Faride Alidou und Jan Thielmann, die Möglichkeiten resultierten aber zum einen aus einem Ausrutscher von Hiroki Ito sowie einem einfachen langen Pass von Rasmus Carstensen. Auch der Treffer von Martel fiel nach einem Standard.

Spielerisch war das Angebot der Kölner wieder überschaubar. Auch, weil einmal mehr zwei Leistungsträger der Vorsaison so gut wie gar nicht stattfanden. Kainz kam gegen den VfB auf erstaunliche 19 Ballkontakte, spielte zehn Pässe, von denen acht ankamen und führte vier Zweikämpfe, von denen er einen gewann. Einzig eine scharfe Hereingabe auf Thielmann sorgte für einen Hauch von Gefahr. Es blieb die einzige Flanke des FC-Kapitäns. Kainz hatte auch gegen den VfB keinen Zugriff auf die Partie, wirkte wie ein Fremdkörper. Der mögliche Effekt des Trainerwechsels scheint nur ein kurzfristiger gewesen zu sein. Seitdem Timo Schultz die Geschicke beim FC leitet, überzeugte Kainz nur gegen Heidenheim. Die Rolle als zweiter Stürmer neben Jan Thielmann stand dem 31-Jährigen nicht.

Gibt es Alternativen?

Positionsgetreu war Dejan Ljubicic im Mittelfeld zwar deutlich besser in das Spiel eingebunden, einen großen Effekt hatte er damit aber nicht auf die Partie. Zwar kamen immerhin ordentliche 86 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an, doch mehr als zwei ungefährliche Torabschlüsse standen auch nicht auf seiner offensiven Haben-Seite. Vermutlich würden die beiden Österreicher in Topform in zwei Drittel der Bundesliga-Teams einen Stammplatz finden, in der aktuellen Form stellen sich nicht wenige Fans die Frage, wie lange Schultz an den beiden Mittelfeldspielern festhält. Vor gut zwei Wochen hatte Timo Schultz die Bedeutung seines Kapitäns noch einmal hervorgehoben. Auch Steffen Baumgart hatte lange an Kainz festgehalten, für ihn die passende Rolle gesucht. Erst im Dezember vergangenen Jahres saß der 31-Jährige zwei Mal zunächst nur auf der Bank. Auch Ljubicic ist unter Schultz gesetzt, überzeugte aber bislang nur gegen Frankfurt mit zwei Vorlagen.

Noch im vergangenen Jahr fingen die beiden Mittelfeldspieler die Sturmflaute der Kölner mit auf. Wettbewerbsübergreifend erzielten die Nationalspieler Österreichs insgesamt 14 Tore und bereiteten 14 Treffer vor. In der aktuellen Saison sind es drei Tore und vier Assists. Und das liegt nicht nur an den fehlenden Stürmern. Laut dem Online-Portal ligainsider.de kreierte Florian Kainz in dieser Spielzeit ganze zwei Großchancen, Ljubicic immerhin sechs. In der Vorsaison führte Kainz die Liga in dieser Kategorie mit 17 Möglichkeiten an.

Dabei verfügt der FC über Alternativen – zumindest auf der Außenposition. Faride Alidou und Linton Maina saßen am Samstag zunächst nur auf der Bank. Auch ein Max Finkgräfe könnte eine offensivere Rolle spielen. Spätestens mit der Genesung von Davie Selke dürfte auch Jan Thielmann wieder eine Option für die Außenbahn sein. Aufgrund der Ausfälle von Mark Uth und Luca Waldschmidt spielte Kainz zuletzt wieder häufiger im Zentrum.


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Mit der jüngsten Elf der Liga in den Abstiegskampf

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Mit der jüngsten Elf der Liga in den Abstiegskampf

Noch am vergangenen Donnerstag hatte der Kölner Trainer auf die Bedeutung von erfahrenen Spielern im Abstiegskampf hingewiesen. Am Samstag schickte Timo Schultz die jüngste Startelf der Liga ins Rennen.

Der 1. FC Köln spielte am Samstag mit der jüngsten Startelf der gesamten Liga gegen den VfB Stuttgart – und das auch ordentlich. Dabei hatte FC-Trainer Timo Schultz noch darauf hingewiesen, dass es auch auf Erfahrung ankommen wird.

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Lange hatten die Fans auf seinen Einsatz hin gefiebert. Der Einsatz von Justin Diehl kam dementsprechend auch nicht sonderlich unerwartet, er barg aber ein gewisses Risiko. Denn mit ihm und Max Finkgräfe setzte Schultz auf der linken Außenbahn auf zwei 19-jährige Eigengewächse. Ein mutiges Unterfangen gegen spielstarke Schwaben. Wie auch der Kölner Trainer später einsah. „Wir hatten auf unserer linken Seite in der ersten Halbzeit schon ein bisschen Probleme mit der wechselnden Spieleröffnung des VfB. Das war für Justin sicher nicht ganz so einfach, da immer sofort die Situation zu erkennen und Max Finkgräfe zu unterstützen. Ich glaube, das war auch der Hauptgrund, warum der VfB in der Mitte der ersten Halbzeit wirklich enorm Druck aufbauen konnte“, sagte der Coach.

Sechs Spieler nicht älter als 23 Jahre

Auch wenn Diehl sicher nicht seinen besten Tag erwischte, halten die Kölner Verantwortlichen große Stücke auf den Youngster. So sehr, dass Schultz seine eigene Aussage, dass es im Abstiegskampf gerade auf die erfahrenen Spieler ankommen werde, ein wenig konterkarierte. „Mir ist es egal, wer Verantwortung übernimmt. Es ist schon klar, dass man als erfahrener Spieler in kritischen Situationen auf und neben dem Platz, vielleicht schon eine gewisse Ruhe mit reinbringen kann“, hatte der 46-Jährige noch am Donnerstag gesagt.

Eine wirklich routinierte Mannschaft stellte der Trainer nicht auf. Mit Finkgräfe, Diehl dazu noch Jan Thielmann, Denis Huseinbasic und Eric Martel standen wieder einmal fünf Spieler in der Startelf, die nicht älter als 22 Jahre sind. Inklusive dem 23-jährigen Rasmus Carstensen waren es sechs Jungspunde, die aufliefen. Immerhin mit Martel, Thielmann und Carstensen aber Akteure, die schon mit mehr als 100 Pflichtspielen auf reichlich Profi-Erfahrung zurückblicken können.

Jüngste Startelf seit drei Jahren

Nun wird Schultz aber auch nicht müde zu betonen, dass es ihm gar nicht so sehr auf das Alter der Spieler ankomme. Gerade Finkgräfe sei doch ein gutes Beispiel, dass auch junge Spieler auf einem konstant hohen Niveau spielen können. Das Durchschnittsalter der Kölner Startelf betrug am Samstag 24,2 Jahre. Damit schickte Schultz nicht nur die jüngste FC-Anfangsformation der gesamten Saison auf den Platz, es war auch die jüngste Startelf aller Bundesligisten in dieser Saison. Bislang hielt RB Leipzig die Bestmarke aus dem Duell gegen Leverkusen am 18. Spieltag mit 24,6 Jahren. Schultz stellte zudem die jüngste FC-Elf seit mehr als drei Jahren auf. Unter Markus Gisdol spielten die Kölner damals laufend mit einer extrem jungen Mannschaft. Im Dezember 2020 betrug das Durchschnittsalter um den 18-jährigen Jan Thielmann gerade einmal 23,3 Jahre.

Unter Steffen Baumgart betrug das Durchschnittsalter noch 26,5 Jahre. Sicherlich hängt der junge Schnitt mit den Verletzungen von Davie Selke oder Mark Uth zusammen. Aber eben nicht nur. Der Erfolg gibt Schultz bislang recht. Trotz der Verjüngungskur hat Schultz dem Team Stabilität verliehen, ein Punkt gegen ein Topteam wie Stuttgart scheint plötzlich zwar einer Überraschung, aber sicher keiner Sensation gleichzukommen.


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Wieder in Topform und in der Kicker-Elf-des-Tages

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Wieder in Topform und in der Kicker-Elf-des-Tages

Bei der 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen patzte Marvin Schwäbe noch beim Gegentreffer. Am Samstag war er wieder der große Rückhalt der Geißböcke und hielt den Punkt fest. Das ehrt auch die Fachzeitschrift „Kicker“.

Auch Dank einer überragenden Parade vom Keeper holte der 1. FC Köln einen Punkt beim VfB Stuttgart. Der FC-Torhüter war wieder einer der besten Spieler am Wochenende. Das sieht auch der Kicker so: Marvin Schwäbe ist erneut in der Elf des Tages.

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Die vergebene Chance von Faride Alidou versetzte die Begegnung des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart in ein anderes Licht. Gefühlt hätte der FC mit drei Punkten aus Stuttgart heimkehren können. Dass es am Ende ein Punkt wurde, hatten die Kölner allerdings auch ihrem Keeper zu verdanken. Jenem Keeper, der in der Vorwoche einen nicht unerheblichen Anteil am Gegentor und damit auch der 0:1-Niederlage gegen Bremen hatte. Marvin Schwäbe war gegen Werder unglücklich bei einer Flanke an dem Ball vorbeigesprungen, Justin Njinmah dagegen mit dem Fuß zur Stelle. Am Samstag erlaubte sich der Torhüter keinen großen Fauxpas. Schwäbe hatte einige Unsauberkeiten im Passspiel, doch zwischen den Pfosten war er immer da. Beim Gegentreffer war der Keeper machtlos.

Für Schwäbe bereits die dritte Nominierung

Während die Alidou-Chance aber lange nachhallt, ist eine andere Szene des Spiels schon fast wieder vergessen. Nach einer wunderbaren Ablage von Serhou Guirassy tauchte Enzo Millot frei vor Schwäbe auf und zog trocken ab. Der Keeper riss mit einem starken Reflex den Arm hoch und parierte. Die Abwehr des Keepers ging schon in Richtung der Kategorie „weltklasse“. Vielmehr hielt der Keeper damit aber das 1:1 der Kölner fest und ermöglichte so Alidou die Chance auf einen Siegtreffer. Erst wenige Minuten vor der Parada hatte Eric Martel die Führung von eben jenem Millot ausgeglichen. Nun fand der Franzose in Schwäbe seinen Meister. Schon im ersten Abschnitt parierte der Keeper einige Schüsse, unter anderem von Millot und Wooyeong Jeong.

Die überragende Leistung ehrte auch einmal mehr die Fachzeitschrift „Kicker“. Schwäbe wurde erneut in die „Elf des Spieltags“ gewählt. Für den Kölner Keeper ist es bereits die dritte Nominierung in dieser Saison. Kein anderer Keeper wurde öfter nominiert, allerdings gibt es einige wie Kevin Müller von Heidenheim mit ebenfalls drei Auszeichnungen. Schwäbe führt damit die interne Liste der Kölner an. Bislang wurden Spieler des FC zwölf Mal in die Auswahl gewählt. Zuletzt Max Finkgräfe nach seinem Traumtor gegen Hoffenheim vor zwei Wochen. Für den Youngster war es bereits die zweite Nominierung. Auch Faride Alidou, Jeff Chabot, Eric Martel, Florian Kainz, Davie Selke, Luca Waldschmidt und Dejan Ljubicic wurde bereits nominiert. Die Liste führen die beiden Leverkusener Jeremie Frimpong und Alejandro Grimaldo mit jeweils acht Auszeichnungen an.


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Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

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Kommentar: Dem FC gelingt ein Achtungserfolg – es wird aber mehr brauchen

Mit dem 1:1 beim VfB Stuttgart musste man nicht unbedingt rechnen. Der Punktgewinn gegen den Tabellendritten ist durchaus als Achtungserfolg zu werten. Doch das wird dem FC in der Endabrechnung nicht reichen. Ein Kommentar.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung entführten die Kölner einen Punkt aus Stuttgart. Ein absoluter Achtungserfolg, ein verdienter dazu. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Es wird mehr als Achtungserfolge brauchen. 1. FC Köln: Kommentar zum Punktgewinn in Stuttgart.

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Nein, mit einem Punkt gegen den VfB Stuttgart konnte man vor dem 23. Spieltag beim 1. FC Köln nicht unbedingt rechnen. Der FC traf schließlich als 16. mit 16 Punkten auf den Tabellendritten, der sich punktetechnisch auf Tuchfühlung mit dem Rekordmeister befindet und dessen bester Stürmer mehr Tore erzielt hat als der gesamte FC zusammen – wohlgemerkt nach zwei Dritteln der Saison. Allerdings haben die Kölner allen Statistiken getrotzt, sich gegen viele Erwartungen einen Punkt beim Champions-League-Anwärter eingeheimst und in den letzten Minuten sogar an der Sensation geschnuppert. Ein Achtungserfolg.

Mehr Stabilität für die Kölner

Bevor nun irgendwer auf die Idee kommt, man habe sich auch im siebten Spiel unter Timo Schultz mit dem Gegner auf Augenhöhe befunden: Das hat man nicht. Der VfB war in nahezu sämtlichen Statistiken deutlich (!) besser. Und es wird sicherlich einige Beobachter gegeben haben, die sich nach den Anfangsminuten für eine Phase von gut zehn Minuten an Spiele von vor der Winterpause erinnert gefühlt haben, als der FC innerhalb von einer Aktion das Selbstvertrauen für das gesamte Spiel verlor und auseinanderbrach. Das ist gegen Stuttgart nicht passiert, obwohl die Schwaben die Kölner minutenlang in der eigenen Hälfte einschnürten.

Der FC hat die Phase überstanden und stand angeführt von Jeff Chabot in der Defensive fortan stabil, ließ nach dem Wechsel trotz der hohen individuellen Qualität der Stuttgarter nur noch wenig zu. Timo Schultz hat der Mannschaft eine andere Struktur verliehen. Eine Struktur, die den Geißböcken keine Angst vor Gegnern aus dem oberen Tabellendrittel machen muss. Ein 0:6 gegen Leipzig wie in der Hinrunde ist in dieser Konsequenz, mit diesem konzentrierten Spiel, mit deutlich mehr Selbstvertrauen sehr unwahrscheinlich. Selbst gegen Mannschaften wie Leverkusen ist ein Zähler in dieser Verfassung sicher nicht ausgeschlossen.

Die Konkurrenz kann den Gegnern ebenfalls wehtun

Schultz hat recht, dass seine Mannschaft jedem Gegner wehtun kann, wenn sie denn ihre Topleistung abruft. Die Geißböcke haben sich tatsächlich in den meisten Spielen unter dem neuen Trainer zumindest phasenweise auf Augenhöhe mit dem Gegner befunden und auch regelmäßig gepunktet. Allerdings meist nur einfach. Und da liegt das Problem für den FC: Die Strategie „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ wird den Geißböcken im Abstiegskampf nicht reichen – selbst wenn der Punkt gegen Stuttgart durchaus ein Erfolg ist. Denn die direkte Konkurrenz hat angefangen, zu punkten. Am Wochenende gewannen mit Augsburg und Mönchengladbach die beiden Mannschaften im direkten Kölner Umfeld, der Abstand zum sicheren Klassenerhalt beträgt mittlerweile acht Punkte.

Die Geißböcke müssten also drei Siege mehr holen als die Konkurrenz. Für eine Mannschaft, die in dieser Spielzeit erst drei Siege insgesamt geholt hat, ein kaum erreichbares Ziel. Das heißt: aktuell geht es um nicht mehr als „nur“ Rang 16, die Relegation. Und selbst diese Aufgabe wird eine große Herausforderung: Das Programm bis zur Länderspielpause hat es mit den Begegnungen gegen Leverkusen, Gladbach und Leipzig in sich. Zum Kölner Übel scheint sich der FSV Mainz unter Bo Henriksen stabilisiert zu haben, schrammte am Wochenende ebenfalls nur knapp an einer Überraschung gegen Leverkusen vorbei, kann offenbar auch jedem Gegner mit einer konzentrierten Leistung wehtun. Darmstadt verpasste höchst unglücklich einen Sieg gegen Bremen. Die Konkurrenz schläft nicht. Auch wenn das Programm schwer ist, die Kölner werden wohl mehr brauchen als Achtungserfolge.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Einen Punkt beim Dritten geholt und doch ein wenig Verlierer des Spieltags

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Einen Punkt beim Dritten geholt und doch ein wenig Verlierer des Spieltags

Der Punkt gegen Stuttgart war nicht erwartbar und insofern fühlte er sich ein wenig wie ein Sieg an. Nach den Spielen der Konkurrenz ist die Freude aber getrübt.

Nicht viel hat gefehlt und der FC wäre sogar mit drei Punkten aus Stuttgart heim gekehrt. Am Ende wurde es ein Punkt, der sich dennoch wie ein Sieg anfühlte. Aber nur auf den ersten Blick. Deswegen ist der FC ein gefühlter Verlierer des Spieltags.

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Bei der Einordnung des 1:1 beim VfB Stuttgart gab es bei den Protagonisten des 1. FC Köln keine zwei Meinungen. Ja, man hätte gerne auch drei Punkte mitgenommen, unterm Strich könne man mit dem Punkt beim Tabellendritten aber mehr als zufrieden sein. „Für uns ist es definitiv ein gewonnener Punkt“, sagte Timo Schultz. „Ein Punkt in Stuttgart ist aller Ehren wert, den nehmen wir gerne mit nach Köln.“ Natürlich weiß Schultz, dass am Ende des Tages in der Endabrechnung jeder Punkt zählen kann. Gerade die gegen die haushohen Favoriten wie der VfB Stuttgart sind da natürlich gerne gesehen.

Und doch ist der FC dann doch ein wenig der große Verlierer der Spieltags. Zwar kassierte der FSV Mainz am Freitagabend eine knappe Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Leverkusen und Köln baute den Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze auf zwei Punkte aus und doch hat sich die Situation der Geißböcke deutlich verschlechtert – zumindest was das rettende Ufer angeht. Denn während der FC einen Überraschungspunkt beim VfB einsammelte, sind der direkten Konkurrenz Befreiungsschläge gelungen. Unter anderem Borussia Mönchengladbach. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie waren die Fohlen auf Rang 15 abgestürzt. Gegen Bochum gelang der Borussia ein 5:2-Erfolg und Gladbach verbesserte sich wieder auf den zwölften Platz.

Auch dem FC Augsburg konnte die jüngsten vier Spiele nicht für sich entscheiden, punktete aber am Sonntagabend gegen Freiburg dreifach. Somit ist der Rückstand zum sicheren Ufer auf acht Punkte angewachsen. Heißt: Die Kölner müssten in den verbliebenen elf Spielen drei Duelle mehr für sich entscheiden als die direkte Konkurrenz. Für eine Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf insgesamt erst drei Siege eingefahren hat eine ordentliche Hürde. Nun belegt Bochum wieder den 15. Rang, punktgleich mit drei anderen Teams. Und doch macht der Auftritt gegen Stuttgart Hoffnung auf mehr. So langsam mag man Timo Schultz glauben, dass der FC allen Gegnern der Liga wehtun kann.


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Platzverweis, Tor, Derbysieger: Wildes Derby der Ex- und Leih-Kölner

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Platzverweis, Tor, Derbysieger: Wildes Derby der Ex- und Leih-Kölner

Im wilden Franken-Derby zwischen Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg sorgten vor allen Dingen die Ex- und Leih-Kölner für Ausrufezeichen.

Packender Spieltag in der zweiten Liga, wildes Derby für Kölner Ex-und Leih-Spieler.

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Die SpVgg Greuther Fürth hat das Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg 2:1 gewonnen und damit ihre Aufstiegsambitionen untermauert. Beim Kleeblatt standen einmal mehr Jonas Urbig und Tim Lemperle in der Startelf, der Kölner Keeper war allerdings wenig gefragt. Aber auch bei Nürnberg standen einige Spieler mit Kölner Vergangenheit auf dem Feld. Und diese fielen deutlich mehr auf als die Kölner Leih-Spieler Urbig und Lemperle.

Erster Saisonsieg für Baumgart

Ausgerechnet Sebastian Andersson, beim FC nicht gerade in guten Erinnerungen geblieben, brachte den Klub mit der ersten Nürnberger Chance in Führung. Eine Flanke von Goller köpfte der Stürmer ins Tor und erzielte damit gegen seinen ehemaligen Weggefährten Urbig seinen ersten Treffer seit März 2022. In der Innenverteidigung des FCN lief Jannes Horn auf, der sich gleich mehrfach verletzt behandeln lassen musste. Unglücklicher lief die Begegnung für Jens Castrop. Das ehemalige Kölner Talent holte sich bereits früh die neunte gelbe Karte der Saison ab. Noch vor dem Wechsel sah Castrop die Ampelkarte und brachte den Gegner damit auf Erfolgskurs. Armindo Sieb traf doppelt für die Hausherren und lässt Fürth von Aufstieg träumen.

Einen Einstand nach Maß erwischte auch Steffen Baumgart bei seinem neuen Arbeitgeber dem Hamburger SV. Die Hanseaten setzten sich 1:0 gegen Elversberg durch. Das Tor erzielte Ransford Königsdörffer. Der HSV-Akteur hatte in der vergangenen Woche noch ein Gegentor gegen Rostock verschuldet.


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