Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Kevin Ekweribe im Trainingsspiel der Profis des 1. FC Köln
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Sturm-Not beim 1. FC Köln: Kann Kevin Ekweribe wirklich zur Option werden?

Nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache sucht der FC nach einer Alternative für das Sturmzentrum. Kevin Ekweribe wurde nun für das Training der Profis hochgezogen. Deswegen ist der Spieler aber nicht zwangsläufig schon eine Alternative.

Ein neues Gesicht am Geißbockheim? Kevin Ekweribe trainierte am Dienstag bei den Profis mit. Der Junioren-Spieler dürfte von den Ausfällen der etatmäßigen Mittelstürmer profitieren. Doch kann der 18-Jährige schon Bundesliga? Daten aus 48 Spielen zeigen, was für – und was gegen – den Nachwuchsstürmer spricht.

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Mit sichtbar viel Spaß kehrten Said El Mala und Mikey Moore von den Länderspielen mit ihren Nationalmannschaften zurück. Kein Wunder, beide hatten positive Erlebnisse gesammelt. Obwohl die Offensivhoffnungen mit einer kompletten Trainingswoche also genug Zeit haben, sich auf das Derby gegen Gladbach vorzubereiten und wohl alternativlos sind, waren einige Nachwuchskräfte weiterhin bei den Profis. Und dazu mit Kevin Ekweribe noch ein neues Gesicht. Der Offensivspieler wurde nun ebenfalls zu den Profis hochgezogen. Mit großer Wahrscheinlichkeit als Reaktion auf die Ausfälle von Ragnar Ache und Thijs Dallinga. Denn Ekweribe ist nominell ein Mittelstürmer, der in dieser Saison in fünf U19-Ligaspielen bereits drei Tore erzielt hat und ein weiteres vorbereitete. Für viele FC-Fans wohl ein neues Gesicht, doch der Angreifer ist am Geißbockheim kein Unbekannter. Seit 2019 kickt das Nachwuchstalent für den FC, durchlief seit der U12 sämtliche Stationen und ist nun in der U19 angekommen, sammelte aber auch schon Minuten in der U21.

Kevin Keweribe ist beim FC vor allem Mittelstürmer

Stefan Ruthenbeck lieferte darauf Anfang des Jahres eine ziemlich eindeutige Antwort. Der U19-Trainer bezeichnete seinen Angreifer damals als „Neuner“ und nannte gleich mehrere Eigenschaften, die den Spieler auszeichnen. Der Youngster bringe ein gutes Tempo mit, könne mit beiden Füßen Tore erzielen und aufgrund seiner Größe auch als Zielspieler eingesetzt werden und Bälle festmachen. Gerade letztere Worte dürften FC-Coach René Wagner gerade gut in den Kram passen. Denn durch die Ausfälle von Ache und Dallinga fehlt dem FC genau das – ein Zielspieler, der die Bälle festmachen kann. Doch es gibt einen kleinen Haken. Die Daten sprechen bislang noch eine andere Wahrheit. come-on-fc.com liegen die Daten aus 48 Spielen Ekweribes seit März 2024 vor. Die Stichprobe umfasst mehr als 2300 Einsatzminuten aus verschiedenen Wettbewerben und inzwischen auch der U21. Allerdings bildet sie nicht sämtliche Pflichtspiele des Angreifers in diesem Zeitraum ab, ist aber umfangreich genug, um eindeutige Tendenzen zu erkennen.

In jenen Begegnungen erzielte der Stürmer 14 Tore, hochgerechnet erzielt der Spieler 0,5 Treffer in 90 Minuten. Bemerkenswert: In diesen Spielen kommt der Stürmer auf einen xGoals-Wert von 14,1. Er traf also genau so oft, wie es die Qualität seiner Chancen erwarten ließ. Dabei kommt er im Schnitt auf zwei Abschlüsse pro Spiel, einer kommt auch aufs Tor. Zum Vergleich: Ache kommt auf etwas mehr als drei Abschlüsse pro Spiel, Dallinga auf etwas mehr als zwei. Soweit so gut. Doch dann gibt es eben noch weitere Daten. In den ausgewerteten Begegnungen bestritt Ekweribe 89 Kopfballduelle und gewann davon 38 – eine Quote von knapp 43 Prozent. Bei sämtlichen erfassten Zweikämpfen liegt seine Erfolgsquote bei knapp 39 Prozent. Das widerspricht nicht Ruthenbecks Einschätzung eines möglichen Zielspielers. Die Werte liefern aber zumindest keinen Hinweis darauf, dass Ekweribe sein Spiel bislang hauptsächlich über körperliche Dominanz oder die Lufthoheit definiert.

Mit Tempo über die Flügel

Für seine bislang auffälligsten Stärken gibt es handfeste Belege. So aus dem Februar 2025 als der Angreifer mit einem 90-Meter-Solo im Spiel gegen den FC Augsburg in der U17 nahezu die komplette Hintermannschaft der Fuggerstädter abschüttelte und eiskalt einschob. Auch in anderen Begegnungen kam der Offensivspieler mit Tempo über die Flügel, bereitete so auch einige Treffer vor. Heißt: Ekweribe kann auch mit Tempo über die Flügel kommen und sucht zudem auch mal gerne den Weg in die Tiefe. Allerdings wird er in seinen Mannschaften nicht vorwiegend als Außenstürmer eingesetzt. Im Gegenteil. In nahezu neun von zehn Spielen ist der Angreifer der „Neuner“, den Ruthenbeck in ihm sieht. Und der Torerfolg gibt dieser Maßnahme auch recht: Zwölf seiner 14 Treffer erzielte der Spieler als nomineller Mittelstürmer – das heißt aber nicht, dass er diese Tore auch als klassischer Knipser verwertete. Er erscheint also als Mittelstürmer, der aufgrund seines Tempos und seiner Beweglichkeit auch aus anderen Räumen Gefahr entwickeln kann.

Seien Torgefahr bewies der Spieler auch, als er im Halbfinale um die Deutsche U19-Meisterschaft gegen den SC Paderborn in der Verlängerung traf. Ruthenbeck lobte anschließend ausdrücklich die Wirkung seiner Einwechselspieler. Nur wenige Wochen später setzte der Verein ein weiteres Signal. Der FC verlängerte den Vertrag mit seinem Nachwuchsstürmer langfristig. Der Technische Direktor Lukas Berg erklärte dabei, Ekweribe sei mit seinem Potenzial „noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt“. Und so dürfte der Stürmer auch nicht wirklich als ernsthafte und dauerhafte Alternative für die Bundesliga gelten. Zwischen Nachwuchs- und Profifußball liegen Welten – gerade auf einer Position, auf der Körperlichkeit, Handlungsschnelligkeit und Zweikampfhärte besonders gefragt sind. Dennoch: Der FC verfügt aktuell nicht über viele gelernte Mittelstürmer, Ekweribe ist einer. Ob nach der U19, nun der U21 auch der Schritt bei den Profis erfolgt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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Sebastian Sebulonsen vor Comeback beim 1. FC Köln: Doch seine Position ist wohl nicht mehr dieselbe

Sebastian Sebulonsen könnte gegen Gladbach beginnen
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Sebastian Sebulonsen vor Comeback beim 1. FC Köln: Doch seine Position ist wohl nicht mehr dieselbe

Zu Beginn der Vorbereitung gab es zumindest extern keine Zweifel, dass Sebastian Sebulonsen den Stammplatz sicher hätte. Doch eine Verletzung bremste den Norweger aus. Nun wird sich das durch die Verletzung von Alessio Castro-Montes wohl wieder ändern beim 1. FC Köln: Sebastian Sebulonsen kehrt wieder in die Startelf zurück, doch der Stammplatz scheint ein ganz anderer zu sein.

Eigentlich könnte die Geschichte vom wechselnden Stammplatz schnell erzählt sein. Doch möglicherweise steckt deutlich mehr dahinter. Sebastian Sebulonsen wird wohl seinen verlorenen Stammplatz vom verletzten Alessio Castro-Montes zurückerhalten, doch die Rolle dürfte sich durchaus verändert haben.

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Als im Sommer fleißig über den kommenden Kader spekuliert und diskutiert wurde, waren einige Positionen ganz offenbar außen vor. Marvin Schwäbe war beispielsweise nie wirklich ein ernstes Thema, Tom Krauß oder Isak Johannesson auch nicht. Ein Stammplatz, der ebenfalls schon in den Wochen rund um das Trainingslager in Kitzbühel vergeben schien, war der von Sebastian Sebulonsen. Der Norweger hatte sich schon in der vergangenen Spielzeit in der ersten Elf festgespielt. 33 Mal stand Sebulonsen im Kader, 33 Mal stand er auf dem Platz, 30 Mal von Beginn an. Der Rechtsverteidiger, der sich aber auch auf anderen Positionen austoben durfte, war weder aus der Mannschaft von Lukas Kwasniok noch aus der von René Wagner wegzudenken. Und da auch der Auftakt in die Vorbereitung der neuen Spielzeit reibungslos verlief, gab es zumindest extern wenig Zweifel daran, dass der Abwehrspieler seinen Platz in der neuen Saison sicher habe.

Castro-Montes spielt die Rolle anders

Zumal in der öffentlichen Wahrnehmung tatsächlich ausschließlich über ein Backup auf der linken Seite für Gideon Mensah diskutiert wurde, weil der Plan mit Castro-Montes wohl der des Backups für Sebulonsen sein sollte. Nur änderte sich die Situation des Norwegers Anfang August. Sebulonsen fiel aufgrund einer muskulären Verletzung mehrere Wochen aus, verpasste den Pokal und den Liga-Auftakt. Vor dem Spiel gegen Werder Bremen meldete sich der 26-Jährige zurück und kam direkt für 25 Minuten zum Einsatz. Als wiederum Castro-Montes in der Folgewoche einige Tage aufgrund von muskulären Beschwerden kürzer treten musste, deutete viel auf eine Startelf-Rückkehr des Rechtsverteidigers hin. Doch der Belgier erholte sich schneller als wohl angenommen. „Monti“ lief gegen den HSV von Beginn an auf. Für Außenstehende eine überraschende Entscheidung – schließlich hatte Sebulonsen die gesamte Woche ohne Probleme zu 100 Prozent absolviert.

Ob Wagner mit der Nominierung von Castro-Montes ein Risiko eingegangen ist, ist rein spekulativ. Einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Verletzung und den Beschwerden vor dem HSV-Spiel kann man ohne weitere Informationen nicht herstellen. Die Kölner Mediziner hätten den Spieler aber sicherlich nicht angeschlagen auf die Platte geschickt. Dass sich Wagner für Castro-Montes entschied, dürfte vor allem taktische Gründe haben. Denn nach den ersten Spielen der neuen Saison festigt sich der Eindruck, dass Castro-Montes die Position des Rechtsverteidigers anders auslegt als der Norweger – oder auslegen soll. Möglicherweise erklärt sich daraus, der aktuelle Stammplatz, den der Belgier weiterhin hatte. Das untermauert auch ein Blick in die Statistik, die allerdings nur bedingt als wirklicher Beweis gelten kann. Vor allem, weil wohl die bisherigen Spiele des Belgiers aus dieser Spielzeit mit denen des Norwegers aus der Vorsaison verglichen werden müssen.

Daten zeigen eine Tendenz

Castro-Montes kommt in dieser Saison auf 34,31 Pässe pro 90 Minuten, bei Sebulonsen waren es in der vergangenen Spielzeit 29,26. Wesentlich größer wird die Differenz aber, wenn es Richtung gegnerisches Tor geht. Castro-Montes spielt aktuell 5,25 Pässe pro 90 Minuten ins letzte Drittel, Sebulonsen kam auf 3,3. Auch bei den Vorwärtspässen liegt der Belgier mit 11,63 zu 9,42 deutlich vorne, bei den Pässen in den gegnerischen Strafraum sind es 2,81 zu 2,13. Bemerkenswert ist dabei, dass die stärkere Einbindung in Richtung gegnerisches Tor nicht mit einer niedrigeren Passquote einhergeht. Die liegt bei Castro-Montes mit 75,4 Prozent nahezu exakt auf dem Niveau von Sebulonsen in der vergangenen Saison mit 75,5 Prozent. Bei den Flanken ist der Unterschied dagegen nur gering: Castro-Montes kommt auf 2,44 pro 90 Minuten, bei Sebulonsen waren es 2,28. Allerdings sei auch betont, dass die Abweichungen sich in Grenzen halten, aber eine Tendenz abbilden.

Dabei wäre es sicherlich zu leicht, zu behaupten, Castro-Montes ist aufgrund der Daten der offensivere Rechtsverteidiger. Möglicherweise spielt die taktische Ausrichtung dann eine größere Rolle. Denn auch dort gibt es in der neuen Saison andere Vorzeichen. Eine offensichtliche Erkenntnis der letzten Spiele könnte zum Beispiel sein, dass Spieler wie Linton Maina, häufiger ins Zentrum ziehen wie ein Jan Thielmann. Dadurch entstehen auf den Außen Räume, in die Castro-Montes leichter vorstoßen kann. Der Kölner hielt selbst immer wieder die Breite und besetzte die Außenbahn. Für Sebulonsen bestand dadurch weniger Notwendigkeit, permanent außen nachzuschieben. Rückt Maina nach innen, stellt Castro-Montes die Breite her und wird dadurch zwangsläufig stärker in die Ballprogression eingebunden.

Für Sebulonsen ergibt sich nun eine besonderen Situation. Der Norweger hatte sich festgespielt, die Position aufgrund einer Muskelverletzung verloren, die ihm nun die Tür erneut öffnet. Der 26-Jährige bekommt also möglicherweise seinen Stammplatz zurück, seine Aufgabe könnte zumindest in Teilen eine andere sein.

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Flügelzange des 1. FC Köln: So können Said El Mala und Mikey Moore für jeden Gegner zur Waffe werden

Mikey Moore und Said El Mala vom 1. FC Köln
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Flügelzange des 1. FC Köln: So können Said El Mala und Mikey Moore für jeden Gegner zur Waffe werden

Es sind die Unterschiede, die das Duo für die Geißböcke so interessant und für die Gegner so gefährlich machen. Mit den individuellen Qualitäten auf den beiden Außenpositionen müssen sich die Kölner in der Liga sicherlich nicht verstecken – eine Chance für den 1. FC Köln: Said El Mala und Mikey Moore können zur Waffe werden.

So verschieden die beiden Akteure auch sein mögen, so gut könnten sie gemeinsam für den FC funktionieren. Laufen Said El Mala und Mikey Moore zusammen auf, stehen die Gegner definitiv vor einer Herausforderung.

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Wie die Flügelzange des 1. FC Köln zur Waffe werden kann

Das 1:4 beim VfB Stuttgart war aus Sicht des 1. FC Köln ein Abend zum Vergessen. Über weite Strecken fand der FC offensiv kaum Lösungen, kam nur selten gefährlich vor das Stuttgarter Tor und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Besonders in der ersten Halbzeit fehlte es dabei auch an individueller Qualität zur Chancenkreation durch Einzelaktionen. Said El Mala, der in den vergangenen Monaten immer wieder für genau solche Momente gesorgt hatte, fehlte krankheitsbedingt. Mit der Einwechslung von Mikey Moore zum Seitenwechsel, stand plötzlich ein Kölner auf dem Platz, der sofort für deutlich mehr Bewegung im Offensivspiel sorgte. Der Engländer suchte das Eins-gegen-Eins, setzte sich mehrfach durch. Nachdem er seine eigenen Torchancen noch vergeben hatte, bereitete er das zwischenzeitliche 1:3 vor. Am Ausgang der Partie änderte das zwar nichts mehr, unterstrich aber Moores Qualitäten im letzten Drittel. So kann das Duo aus Said El Mala und Mikey Moore Spiele zugunsten des 1. FC Köln entscheiden.

Hat der FC seinen nächsten Unterschiedsspieler gefunden?

Moore besitzt eine Qualität, die für den 1. FC Köln im letzten Drittel besonders wertvoll sein kann. Der 19-Jährige ist nicht darauf angewiesen, auf einer festen Position zu bleiben, sondern sucht sich seine Räume selbst. Gegen den VfB war er fast überall auf dem Feld zu finden. Offensiv kann Moore nahezu jede Position bekleiden. Besonders gefährlich wird er, wenn er zwischen den Linien auftaucht. Dort kann er sich auf engem Raum mit seinem Dribbling aus Situationen lösen, Gegenspieler binden und entweder mit einem kreativen Pass die nächste Aktion einleiten oder selbst zum Abschluss kommen. Beides sind Muster, die bereits bei seinem Debüt zur Geltung kamen. Genau diese Mischung macht die Leihgabe für René Wagner so interessant. Der Cheftrainer bezeichnete seinen Neuzugang als einen Spieler, „der für uns den Unterschied machen kann“. Ein weiterer Spieler von diesem Format ist Said El Mala. Sobald dieser wieder fit ist und auf seine Stammposition, den linken Flügel, zurückkehrt, dürfte Moore häufiger auf der rechten Seite zum Einsatz kommen. Seine positionslose Spielweise könnte dabei ein großer Vorteil sein.

Denn mit El Mala auf der Gegenseite verfügt der FC über einen Spieler, der anders gefährlich wird. Während Moore seine Stärken auch in tödlichen Zuspielen auf seine Mitspieler hat, lebt El Mala stärker von seiner Dynamik, seinem Tempo und dem Zug zum Tor. Der 20-Jährige kann mit explosiven Läufen die Tiefe attackieren, Gegenspieler im Eins-gegen-Eins stehen lassen und anschließend selbst den Abschluss suchen. In der vergangenen Saison hat er bereits eindrucksvoll bewiesen, wie gefährlich er in der Bundesliga werden kann. Damit bringt auch El Mala genau jene individuelle Qualität mit, die dem FC gegen kompakte Gegner helfen kann – allerdings auf einem anderen Weg als Moore.

Vielversprechendste Außenbahnen der Liga?

Genau diese Unterschiede machen dieses Duo so interessant. Anders als noch in der Vorsaison muss der Gegner sich so auf mehr als nur die linke Seite konzentrieren. Taucht Moore zwischen den Linien auf, muss die Defensive entscheiden, ob sie einen Mittelfeldspieler oder sogar einen Innenverteidiger aus seiner Position zieht. Gleichzeitig kann El Mala auf der anderen Seite die Tiefe attackieren. Wird wiederum die linke Seite stärker zugestellt, bekommt Moore auf der Gegenseite Räume. Diese Wechselwirkungen machen die FC-Offensive schwerer auszurechnen. Dass die Kölner dabei auf außergewöhnliches Potenzial zurückgreifen können, zeigt auch der Blick auf die Marktwerte. Während El Malas Marktwert auf rund 45 Millionen Euro taxiert wird, liegt Moore bei noch 18 Millionen Euro. Damit verfügt man über eine Flügelzange, die sich abseits der Bayern vor keiner anderen der Liga verstecken muss. Für einen Klub wie den 1. FC Köln ist eine solche Ansammlung an individueller Qualität auf den Außenpositionen alles andere als selbstverständlich.

Aus zwei Unterschiedsspielern entsteht allerdings noch nicht automatisch eine funktionierende Offensive. Genau hierin liegt die Aufgabe von René Wagner. Der Trainer muss eine Struktur finden, in der Moore seine Freiheit zwischen den Linien nutzen kann und El Mala gleichzeitig seine Dynamik ausspielen darf. Dazu benötigt es auch eine ausreichende Absicherung der Hintermannschaft. Gelingt dieser Spagat, könnte diese Offensive einige Spiele zugunsten der Domstädter entscheiden. Moore kann mit seinen kreativen Aktionen eine Defensive auseinanderziehen, El Mala mit Dynamik, Tiefgang und Torgefahr zuschlagen. Der Ausfall von El Mala in Stuttgart hat bereits eindrucksvoll bewiesen, wie sehr dem FC eine solche individuelle Qualität fehlen kann.

Welche Rückennummern tragen Moore und El Mala?

Neuzugang Mikey Moore läuft für den FC mit der 47 auf. Said El Mala wechselte seine Rückennummer im Sommer von der 13 auf die Zehn.

Von wo wurde Moore verpflichtet?

Der FC hat Moore aktuell aus England von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. In der Vorsaison spielte er auf Leihbasis in Schottland bei den Glasgow Rangers.

Von wo wurde El Mala verpflichtet?

Said El Mala wechselte im Sommer 2025 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln zum FC.

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Darum ist Mikey Moore ein Top-Transfer für den 1. FC Köln

Mikey Moore beim Training des 1. FC Köln
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Darum ist Mikey Moore ein Top-Transfer für den 1. FC Köln

Am Donnerstag konnte sich auch die Fans einen ersten Eindruck von Mikey Moore machen. Dribbelstark, torgefährlich, vielseitig: Ein Blick auf die Leistungsdaten zeigt, warum Tottenhams Supertalent trotz Leihe ohne Kaufoption ein echter Gewinn ist für den 1. FC Köln: Darum ist Mikey Moore ein Top-Transfer für die Geißböcke.

Der FC hat kurz vor Toresschluss noch Tottenhams Mikey Moore ausgeliehen. Die Zahlen des 19-Jährigen sprechen eine klare Sprache zu der Qualität, die das Talent von der Insel mitbringt.

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René Wagner kam am Mittwoch auf der Pressekonferenz nicht mehr so recht aus dem Schwärmen für seinen Neuzugang. „Das Schöne ist, dass er alles kann. Wir haben eigentlich einen Zehner gesucht, er kann aber auch auf den Flügel spielen. Wir setzen ihn da ein, wo er am meisten hilft“, sagte der Trainer. Doch welche Fähigkeiten bringt der Spieler wirklich mit? Wie kann Mikey Moore dem 1. FC Köln weiterhelfen?

Ein Blick auf die Leistungsdaten der vergangenen Saison zeigt, warum die Spurs ihrem Offensivtalent eine große Zukunft prophezeien. Besonders auffällig ist seine Aktivität im Eins-gegen-Eins. Im Durchschnitt kommt Moore auf 5,01 Dribblings und 11,39 Offensivduelle pro 90 Minuten. Dabei schließt er 2,41 jener Versuche auch erfolgreich ab. Der Engländer ist also kein Flügelspieler, der lediglich die Breite gibt und einfache Lösungen sucht. Vielmehr sucht er regelmäßig den direkten Weg am Gegenspieler vorbei und kreiert dadurch gefährliche Situationen. Gerade gegen einen tiefen Block, wie man ihn häufig während der letzten WM gesehen hat, ist ein solcher Spielertyp Gold wert, um defensive Strukturen aufzubrechen und Räume für Mitspieler zu eröffnen.

Zug zum Tor

Sein mutiges Spiel spiegelt sich auch in seiner Positionierung wider. Durchschnittlich weist Moore 3,45 progressive Läufe und 3,92 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten auf. Der 19-Jährige beschränkt sich also nicht auf die Seitenlinie, sondern rückt immer wieder in gefährliche Zonen ein. Das deutet auf einen modernen Flügel hin, der häufig den Weg ins Zentrum sucht und dort selbst für Torgefahr sorgt. Dass Moore selbst den Abschluss sucht, unterstreichen auch seine weiteren Offensivwerte. Mit 2,49 Schüssen und einem xG-Wert von 0,32 erwarteten Toren pro 90 Minuten sorgt der Youngster regelmäßig für Torgefahr. Die Werte zeigen auch, dass Moore seine Schüsse überwiegend aus guten Positionen abgibt und nicht wahllos abzieht.

Sein Spiel beschränkt sich aber nicht auf eigene Torgefahr. Auch als Vorbereiter bringt der junge Engländer Qualitäten mit. Im Schnitt spielt er pro 90 Minuten 2,11 erfolgreiche Pässe in den Strafraum sowie 1,89 erfolgreiche Zuspiele ins letzte Drittel. Daraus resultiert ein erwarter Assist-Wert von immerhin 0,12 xA pro 90 Minuten. Auffällig ist auch, wie Moore Chancen kreiert. Während einige Flügelspieler häufig über Flanken zum Erfolg kommen, entstehen seine Vorlagen eher nach Dribblings oder schnellen Kombinationen in engen Räumen.

Vorgriff auf El Mala-Abgang?

Die Daten zeichnen das Bild eines modernen Offensivspielers, dessen größte Stärken im Eins-gegen-Eins, in seiner Dynamik und in seinem Zug zum Tor liegen. Er sucht regelmäßig den direkten Weg in gefährliche Räume, bindet Gegenspieler und übernimmt Verantwortung im letzten Drittel. Ähnlich wie Said El Mala. Auch wenn sich einige Stärken der beiden Spieler überschneiden, ist Moore der deutlich flexiblere Spieler. Neben dem linken Flügel kann er, abgesehen von der alleinigen Spitze, nahezu jede Rolle in der Offensive spielen. Daher kann Moore auch als Ersatz für den an Benfica verkauften Jakub Kaminski angesehen werden. El Mala fungierte unter René Wagner die meiste Zeit als Stürmer. Ob sich dies mit der Rückkehr von Ache ändert, bleibt abzuwarten. So oder so gibt es mehrere Möglichkeiten, die beiden Youngster gleichzeitig aufzubieten.

Ob Moore seine Qualitäten in der Bundesliga konstant abrufen kann, wird sich noch zeigen. Die Leistungsdaten der abgelaufenen Saison deuten jedoch darauf hin, dass der FC mit dem Engländer einen sehr spannenden Spieler bekommen hat. Seine Fähigkeiten könnten den Kölnern zumindest für eine Saison gut zu Gesicht stehen. Bei einem Marktwert von 18 Millionen Euro und den mittelfristigen Plänen seines Stammvereins scheint alles andere jedoch ein Wunschtraum zu bleiben.


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Gideon Mensah oder Borna Sosa? Die Antwort liegt nicht im direkten Duell, sie liegt in der Marschroute

Borna Sosa im Training beim 1. FC Köln
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Gideon Mensah oder Borna Sosa? Die Antwort liegt nicht im direkten Duell, sie liegt in der Marschroute

Der 1. FC Köln trifft am Freitagabend auf den VfB Stuttgart. Die Domstädter gehen gegen den Champions-League-Teilnehmer als Außenseiter in die Partie. Für FC-Neuzugang Borna Sosa eine ungewohnte Ausgangslage. Rund drei Jahre nach seinem Abgang steht für Sosa nun die Rückkehr an alte Wirkungstätte an – Dieses Mal im Trikot des 1. FC Köln: Findet Borna Sosa zurück zu alter Stärke?

Als der damalige Stuttgarter im Februar 2021 mit seinem Team in Müngersdorf gastierte, ging der im Vorjahr aufgestiegene VfB nicht als Favorit in die Partie. Als die Schwaben in der 49. Minute einen Freistoß an der Seitenlinie, rund 40 Meter vom Kölner Tor entfernt zugesprochen bekamen, stand Sosa bereit, um die Kugel in den Strafraum zu bugsieren. Der Standardspezialist flankte scharf Richtung Elfmeterpunkt. Dort schraubte sich Sasa Kalajdzic hoch und köpfte zur 1:0 Führung ein. Eine Torproduktion, die sich bei den Stuttgartern etablierte und beide Beteiligten in die beste Form ihrer Karriere brachte, ehe beide den Verein verließen. Während es Kalajdzic zu den Wolves zog, landete Sosa über die Stationen Ajax und FC Turin schließlich bei Crystal Palace.

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Das anstehende Spiel ist also definitiv ein besonderes für den Linksverteidiger. Ausgerechnet in dem Stadion, in dem er zur Höchstform auflief, könnte er nun sein Debüt für seinen neuen Klub geben. Die Saison 2020/21 zeigt eindrucksvoll, was den heute 28-Jährigen in Stuttgart so stark machte. Besonders offensiv sticht Sosa positiv heraus. Sosa kam auf 7,41 Flanken pro 90 Minuten – ein enorm hoher Wert, der zeigt, wie häufig er aus seiner Position heraus den Weg in gefährliche Räume suchte und anschließend den Strafraum, meist Sasa Kalajdzic mit seinen Hereingaben bediente. 2,51 erfolgreiche Dribblings und 2,22 progressive Läufe pro 90 Minuten zeigen zudem, dass er auch selbst mit dem Ball Raum gewinnen und das Spiel antreiben konnte. Auch seine 4,31 Pässe ins letzte Drittel pro 90 Minuten passen ins Bild eines offensiv denkenden Außenverteidigers. Sosa beendete die Saison mit zehn Assists in 26 Partien. Der DFB prüfte kurz vor der EM 2021 sogar eine Blitzeinbürgerung des damaligen Stuttgarters. Eine Nominierung blieb aufgrund von FIFA-Regularien jedoch aus. Auch in den folgenden Spielzeiten konnte Sosa mit starken Leistungen überzeugen und wurde kroatischer Nationalspieler.

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Plötzlich ungefährlich

Doch mit dem Abgang vom VfB veränderte sich das Bild. Nach einer verkorksten Debütsaison bei Ajax Amsterdam wurde der Linksverteidiger in der Saison 2024/25 an den FC Turin verliehen. Dort kam er auf nur noch 3,48 Flanken pro 90 Minuten. Ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu seiner Zeit im Schwabenland. Noch deutlicher wird der Verlust der offensiven Aktivität bei den Aktionen, mit denen er selbst Raum gewinnen konnte. Seine progressiven Läufe gingen auf 0,85 pro 90 Minuten zurück, die erfolgreichen Dribblings auf 0,64. Gleichzeitig stieg die Zahl seiner Defensivduelle von 4,06 auf 5,89 pro 90 Minuten. Was auf den ersten Blick nach einem deutlichen Leistungsabsturz aussieht, lässt sich aber auch anders interpretieren. Sosa wurde bei seinen Folgestationen stärker in den Defensivverbund eingebunden und konnte seine offensiven Qualitäten kaum noch ausspielen.

Beim 1. FC Köln trifft er nun mit Gideon Mensah auf einen Konkurrenten, der seine Position weitaus defensiver interpretiert als der Kroate und einen Gegensatz zu seiner Version in Stuttgart darstellt. In der abgelaufenen Ligue-1-Saison kam Mensah auf 6,82 Defensivduelle pro 90 Minuten, von denen er 4 gewann. Seine Aufgabe liegt also deutlich stärker darin, die linke Seite abzusichern und Zweikämpfe zu führen. Gleichzeitig würde es dem Ghanaer nicht gerecht werden, ihn auf seine Defensivarbeit zu reduzieren. Denn mit 6,68 erfolgreichen Pässen ins letzte Drittel pro 90 Minuten konnte er auch im Offensivspiel der AJ Auxerre seine Akzente setzen. Nichtsdestotrotz ist Sosa der klar offensiver denkende Außenverteidiger.

Verschiedene Profile als Chance?

Dem FC stehen damit auf der linken Seite zwei unterschiedliche Spielertypen zur Verfügung. Sosa hat während seiner Zeit in Stuttgart unter Beweis gestellt, welche Gefahr er mit seinem linken Fuß erzeugen kann. Mit Thijs Dallinga und Ragnar Ache stehen zwei Stürmer im Kader die aufgrund ihres Kopfballspiels von der Flankenqualität des Kroaten enorm profitieren könnten. Richtig eingesetzt könnte sich der Kroate also zu einer Geheimwaffe entwickeln. Aktuell hat Mensah aufgrund der Eingespieltheit aber noch die Nase im direkten Vergleich vorn. Der ghanaische Nationalspieler hat gegen Hoffenheim bereits gezeigt, dass er die Kölner Defensive durch seine Zweikampfstärke stabilisieren kann.

Für René Wagner könnte genau dieser Unterschied interessant werden. Denn der FC hat nun die Möglichkeit je nach Spielsituation und Gegner zu reagieren. Brauchen die Kölner ein Tor, kann Sosa mit seinen Flanken für Gefahr im letzten Drittel sorgen. Muss dagegen eine Führung verteidigt werden, ist das zweikampfstarke Profil von Mensah gefragt. Der Vergleich zwischen den beiden Spielern ist also weniger eine Frage nach dem besseren Spieler als nach der passenden Option für die jeweilige Situation. Vielleicht bekommt der Deadline-Day-Neuzugang bereits im Duell gegen den VfB Stuttgart die Chance, seine Qualitäten in der Bundesliga erneut unter Beweis zu stellen und seiner alten Liebe wehzutun.

Wer fällt gegen den VfB Stuttgart aus?

Neben Timo Hübers sowie Sebastian Sebulonsen und Luca Waldschmidt muss René Wagner wohl auch auf Said El Mala und Thijs Dallinga verzichten.

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