Struber: „Wir wissen, was vor kurzer Zeit hier noch Thema war“

Gerhard Struber auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel des 1. FC Köln
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Struber: „Wir wissen, was vor kurzer Zeit hier noch Thema war“

Am Donnerstag fand die Pressekonferenz des FC vor der Begegnung gegen Greuther Fürth statt. Trainer Gerhard Struber äußerte sich zur Begegnung des 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zum Personal, dem Gegner und der weiteren Ausrichtung.

Am Samstag steht für den FC das Heimspiel gegen Greuther Fürth auf dem Programm (13 Uhr, Sky und Liveticker bei come-on-fc.com). Am Donnerstag gab es die obligatorische Pressekonferenz beim 1. FC Köln: Das sagt Gerhard Struber zum Personal, dem Gegner und der weiteren Ausrichtung.

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Gefühlt liegen zwischen dem 1:0-Erfolg über Hertha BSC und der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn beim 1. FC Köln Welten. Noch vor 14 Tagen türmten sich dunkle Wolken rund ums Geißbockheim auf, nach dem Duell im Olympiastadion sieht die Welt wieder besser aus. „Siege tun immer gut, speziell die letzten zwei haben uns wieder Selbstvertrauen und Hoffnung, aber auch den Glauben in unsere Abläufe, Inhalte und Prinzipien“, sagte Gerhard Struber am Donnerstag auf der Presskonferenz vor dem Heimspiel gegen Fürth. Und weil die vergangenen Wochen ein wenig einer Achterbahnfahrt glichen, wollte der Coach auch nicht über eine mögliche Serie sprechen. „Wir tun gut daran, von Woche zu Woche zu schauen. Vor einer Woche waren noch alle zu Tode betrübt und jetzt wieder von einer Serie zu sprechen, ist auch schon wieder zu weit gedacht“, sagt Struber. „Wir wissen, was vor kurzer Zeit hier noch Thema war.“

Struber: „Wir müssen die Aufgabe ernst nehmen“

Thema waren personelle Veränderungen – zumindest bei vielen Fans und die wünschten sich zum Teil auch einen Abschied des 47-Jährigen. Jetzt sieht die Welt wieder freundlicher aus. Auch, wenn Struber nicht von einer Serie sprechen will. Diese würde den Kölnern vor der Länderspielpause extrem gut tun. Der FC könnte den Anschluss an das obere Tabellendrittel wieder herstellen. Und auf den ersten Blick wirken die strauchelnden Fürther wie der richtige Gegner. „Es ist eine Mannschaft, die eine turbulente Phase erlebt hat und gleichzeitig auch sehr viel Erfahrung aufweist und Spieler hat mit viel Qualitäten“, sagt Struber. „Sie treffen gute Entscheidungen und sind in den vergangenen Wochen unter Wert geschlagen worden. Sie sind sehr konstant. Wir müssen die Aufgabe extrem ernst nehmen. Wenn wir alle unsere Sinne geschärft haben, dann bin ich überzeugt, dass es für Greuther Fürth nichts zu holen gibt.“

Personell stehen dem Trainer wieder zahlreiche Spieler zur Verfügung. Sargis Adamyan und Steffen Tigges befinden sich wieder im Mannschaftstraining. Beide haben noch ein „Stück weit Rückstand“, könnten aber zu einer Option werden. Im Gegensatz zu Mark Uth, bei dem einmal mehr ein Spiel bei der U21 vorgesehen ist. Ob die Kölner bei der aktuellen taktischen Ausrichtung bleiben, wollte der Coach nicht bestätigen. „Diese Dreierkette ist ja nicht in Stein gemeißelt. Wir wollen schon einen fluiden Übergang haben zwischen Dreier- und Viererkette“, sagt Struber. Aber: „An den Prinzipien hat sich erst einmal nichts verändert. Wir nutzen jetzt einfach nur ein anderes Modell. Wir haben einen Defensivspieler mehr, der auch mehr als 100 Bundesliga-Spiele Erfahrung hat.“

Klingt so, als würde der Coach bei der Dreierformation in der Defensivkette bleiben. Dominique Heintz und Co. lieferten auch wenig Grund für personelle Veränderungen. „Ich vertraue meinem Kader. Wir haben die letzten Wochen Ab- und jetzt auch wieder Aufwärtstendenzen gehabt. Viele Spieler trainieren sehr gut und verdienen es sich, zur Spielzeit zu kommen“, sagte der Coach.


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Weitere Spiele terminiert

Dejan Ljubicic sucht noch seine Rolle im neuen System

Dejan Ljubicic auf der Suche nach der Form beim 1. FC Köln
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Dejan Ljubicic sucht noch seine Rolle im neuen System

Nach seiner Mandel-OP steht Dejan Ljubicic wieder im Kader der Geißböcke. Nach starkem Saisonbeginn findet sich der Mittelfeldspieler im neuen System aber bislang nicht zurecht beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic sucht noch nach seiner Rolle.

Die Rückkehr nach seiner Mandel-OP zur alten Top-Form will dem Österreicher noch nicht so recht gelingen. Mit der taktischen Umstellung auf die Dreierkette wird Ljubicic von Gerhard Struber nun deutlich offensiver eingesetzt. Und das scheint noch nicht so ganz zu passen beim 1. FC Köln: Dejan Ljubicic sucht noch nach seiner Rolle.

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Mit seiner Aufstellung überraschte Gerhard Struber gegen den SC Paderborn dann doch. Nicht etwa aufgrund der Viererkette, die war zu diesem Zeitpunkt zwar gefordert, aber offenbar noch nicht so richtig perfekt einstudiert. Vielmehr überraschte der Kölner Trainer, dass er Dejan Ljubicic von Beginn an das Vertrauen schenkte. Angesichts der Klatsche gegen den SV Darmstadt nur eine Woche zuvor waren personelle Veränderungen zwar angedacht, doch der Österreicher war zuvor fünf Wochen ausgefallen, hatte sich nach einem weiteren Infekt einer Mandel-Op unterzogen. Nun die Rückkehr in den Kader und gleichzeitig in die Startelf – auch, aufgrund der Erkältung von Damion Downs. Nach den guten Auftritten zu Saisonbeginn eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, schließlich gilt Ljubicic in Topform zweifelsohne als einer der besten Fußballer der Liga.

Ljubicic fremdelt mit der neuen Position

Nur ist der Österreicher aktuell wieder ein Stück weit von seiner Topform entfernt. Die Erkrankung mitsamt der OP hatte den Mittelfeldspieler dann doch mehr mitgenommen, als von außen wohl erwartet. „Die letzten Wochen waren nicht so leicht für mich“, sagte Ljubicic vor einer Woche im FC-Interview. „Das hatte ich so noch nie, dass ich gar nichts machen konnte und nur im Bett gelegen habe. Es fühlt sich super an, wieder auf dem Platz zu stehen und das zu machen, was man liebt.“ Gegen Paderborn war das mit der Liebe wohl so eine Sache. Der FC erwischte einen schlechten Tag, verlor verdient gegen die Ostwestfalen 1:2 und schlitterte in die erste Krise der aktuellen Saison. Auch Ljubicic blieb hinter den Erwartungen zurück, fand nicht so recht ins Spiel, kam in gut 60 Minuten auf gerade einmal 20 Ballkontakte.

Anschließend stellte der Kölner Trainer das System um, spielt nun mit Dreierkette und Außenverteidigern. Ljubicic, der zu Beginn der Saison noch die Acht auf den Halbpositionen spielte, stand dennoch auch weiterhin in der Startelf. Gegen Kiel spielte der Österreicher weitestgehend hinter den Spitzen, im Duell in Berlin war es eine Art erster Angreifer. Doch mit beiden Offensivpositionen fremdelte der 27-Jährige sichtbar. Gegen Berlin ließ Ljubicic wenige Minuten vor Spielende dann auch noch das sichere 2:0 liegen. Ein Tor, das der Österreicher in Topform sicherlich nicht hätte liegen lassen. Und so werden leichte Erinnerungen an die Vorsaison wach. Nur leichte, schließlich blieb Ljubicic in der Abstiegsspielzeit sehr weit hinter den Erwartungen zurück. Die Auftritte zu Saisonbeginn waren dagegen extrem vielversprechend. Und das, obwohl ähnlich wie im Vorjahr über einen Abgang des Mittelfeldspielers spekuliert wurde.

Lemperle und Maina weiterhin gesetzt

Ob der Mittelfeldspieler am Samstag gegen Fürth eine weitere Chance von Beginn an erhält, scheint aktuell offen. Lieferte sich Ljubicic in der vergangenen Spielzeit noch Konkurrenzkämpfe auf den defensiven oder Halbpositionen, so sind die direkten Konkurrenten aktuell deutlich offensiver ausgerichtet. Unter anderem ist Downs mittlerweile wieder zurück im Kader, spielte auch gegen Berlin wieder einige Minuten und drängt aufgrund der ausgestrahlten Torgefahr vor seiner Erkältung in die Anfangsformation und auch Luca Waldschmidt hofft auf weitere Einsätze von Beginn an. Beides Akteure, die die Offensive in der Vergangenheit deutlich mehr aktivierten als Ljubicic zuletzt. Tim Lemperle und Linton Maina sollten als die beiden Topscorer der Mannschaft ihren Stammplatz weiterhin sicher haben.

Nach dem Kiel-Spiel äußerte Ljubicic noch Defizite in der Fitness. „Ich kenne meinen Körper gut. Durch das Training und die Spiele wird sich der Körper wieder daran gewöhnen und ich werde ich wieder zu meiner Form kommen.“ Und in dieser ist ein Ljubicic bekanntlich einer der besten Spieler der 2. Liga. Das wiederum weckt Begehrlichkeit und Ljubicic hat nur noch vertrag bis zum kommenden Sommer.


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Der FC spielt mit mehr Balance, doch die Dreierkette bringt auch Schwächen und wohl auch Verlierer

Julian Pauli und Jan Thielmann verteidigen gegen Derry Scherhant
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Der FC spielt mit mehr Balance, doch die Dreierkette bringt auch Schwächen und wohl auch Verlierer

Der FC machte in den vergangenen beiden Duellen gegen Holstein Kiel und Hertha BSC einen deutlich stabileren Eindruck. Auch aufgrund der taktischen Ausrichtung. Zwar ist der FC in der Defensive sicherer, doch die Umstellung bringt nicht nur Vorteile mit sich beim 1. FC Köln: Die Dreierkette birgt einige Schwächen.

Zwei Siege in Folge, Torwartwechsel, Einzug in die dritte Runde des DFB-Pokals. Die vergangenen Woche hatte einige Überraschungen und positive Aspekte parat. Eine weitere war die Umstellung der Taktik von der Vierer- auf die Dreierkette. Das System scheint zu funktionieren für den 1. FC Köln: Die Dreierkette birgt aber auch einige Schwächen.

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Zwölf magere Punkte, drei Siege lautete die doch unterm Strich sehr bedenkliche Bilanz aus den ersten zehn Ligaspielen beim 1. FC Köln. Und da es sich beim FC bekanntlich um einen – wenn auch nicht offiziell kommunizierten – Aufstiegskandidaten handelt, war es nach der 1:2-Niederlage gegen Paderborn und dem drohenden Abrutschen ins untere Tabellendrittel an der Zeit, etwas zu verändern. Das passierte nicht, wie von vielen Fans gefordert, auf möglichst hoher Ebene, sondern in diesem Fall war es offensichtlich der Trainer, der nach den ersten Eindrücken noch rechtzeitig, die Reißleine gezogen hat. In den ersten Spielen der neuen Saison hatte der FC unter Gerhard Struber bekanntlich einen beeindruckenden Hurra-Fußball gespielt – attraktiv, aggressiv, schnell und ohne Rücksicht auf Verluste. Das allerdings auch auf der eigenen Seite. Der FC zeigte zwar schönen Fußball, das Resultat war aber eben nicht zufriedenstellend.

Dreierkette birgt Kontergefahr

Gegen Kiel im Pokal und gegen Hertha BSC in der Liga hat der FC nun das von Struber schon vor Wochen angekündigte andere Gesicht gezeigt. Der FC wirkt nach dem Facelift deutlich stabiler, reifer, ausbalancierter. Und das aus gleich mehreren Gründen. Struber hat personelle Entscheidungen getroffen, die nicht jedermann schmecken, aber unterm Strich Erfolg bringen. Und danach wird am Ende des Tages abgerechnet. Welcher Torwart die bessere Qualität hat oder mitbringt, ist sicher diskutabel, der Erfolg spricht aktuell aber für Schwäbe. Auch wenn der Keeper bei seinen Rettungsaktionen zum Beispiel bei einem Freistoß aus dem Halbfeld von Michaël Cuisance alles andere als sicher aussah und nicht so wirklich viele Gelegenheiten bekam, sich auszuzeichnen, Schwäbe strahlt gegenüber seinen Mitspielern eine angenehme Ruhe oder Routine aus.

Dass der 29-Jährige in seinen beiden Begegnungen nicht vor die allergrößten Herausforderungen gestellt worden ist, lag zweifelsohne an erster Stelle an der Qualität des Gegners. Aber nicht nur. Denn der FC hat in der Tat in der Defensive mehr Stabilität gefunden. Durch die Dreierkette scheinen sich gleich mehrere Baustellen gelöst zu haben. Vor allem die Position des Rechtsverteidigers war zuletzt nicht mehr so anfällig. Beide Außenverteidiger können sich vermehrt und verstärkt in die Offensivbemühungen mit einschalten und werden in der Rückwärtsbewegung abgesichert. Allerdings birgt die Dreierkette auch genau deswegen eine gewisse Anfälligkeit. Rücken die Schienenspieler zu weit auf und der Ball wird in der Vorwärtsbewegung verloren, sind Konter nur noch sehr schwer zu verteidigen. So am Samstag, als unter anderem Denis Huseinbasic zwei Bälle im Aufbau verlor und Julian Pauli für Thielmann doppelt ausbessern musste.

Es gibt auch einige Verlierer

Dass der FC dennoch nicht in mehr oder gefährlichere Konter lief – wie noch gegen Darmstadt -, lag vor allem daran, dass die Kölner Hintermannschaft nicht mehr so hoch aufrückt, auch in der Vorwärtsbewegung tiefer steht und mit den beiden defensiven Sechsern zusätzlich absichert. Der Erfolg gibt Struber Recht, gefühlt nehmen die Maßnahmen dem Kölner Spiel aber die Attraktivität. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass der FC in der Vorwärtsbewegung sehr weit von der Wucht des Saisonbeginns entfernt ist. In den beiden vergangenen Spielen kam der FC jeweils auf zwölf Abschlüsse, etwas mehr als die Hälfte des Schnitts. Und so deutet sich an, dass die Kölner zu ihrer Stabilität finden, den Weg dorthin aber auch mit dem Angriffsfußball bezahlen. Die bedingungslose Offensive gibt es nicht mehr. Das ist zwar zwei Mal gut gegangen, heißt aber nicht, dass sich der FC, der zu Saisonbeginn bekanntlich zahlreiche Torabschlüsse ungenutzt ließ, weiterhin so kaltschnäuzig agiert.

Zudem könnte es aber einige persönliche Verlierer der Maßnahmen geben – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Unter anderem natürlich Jonas Urbig, der nun wieder auf der Bank schmort und sich mit diesem Platz erst einmal arrangieren muss. Durch die Absicherung der Außenverteidiger scheint es auch weniger Angriffsfläche an Thielmann und Leart Pacarada zu geben. Oder anders ausgedrückt: Max Finkgräfe und Rasmus Carstensen dürften es noch schwerer haben, sich gegen die beiden Stammspieler in dieser Formation und bei weiteren Erfolgen durchzusetzen. Durch einen weiteren Innenverteidiger geht zudem eine Position in der Offensive verloren. Aktuell streiten sich Dejan Ljubicic, Luca Waldschmidt und Damion Downs um den Platz in der Startelf. Mindestens ein Stammspieler hat seinen Platz also abgegeben.

Unterm Strich zählt der Erfolg und der gibt der Maßnahme von Gerhard Struber Recht. Noch.


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Komplizierte Vertragssituation

Jetzt spricht Urbig

Mit der Dreierkette zurück in die Startelf – Dominique Heintz: „Dafür spielt man Fußball“

Dominique Heintz mit Gerhard Struber beim 1. FC Köln
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Mit der Dreierkette zurück in die Startelf – Dominique Heintz: „Dafür spielt man Fußball“

In den vergangenen Spielzeiten kam Dominique Heintz nicht mehr so richtig über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Nun hat sich der Abwehrspieler einen Stammplatz erkämpft und macht keine Anstalten, den wieder abzugeben. Dominique Heintz wird für den FC immer wichtiger.

Zunächst wichtiger Teil der Dreierkette, Stabilisator, dann Vorbereiter: Dominique Heintz wird für den FC ganz offensichtlich immer wichtiger. Und das, obwohl er beim 1. FC Köln zuletzt nicht über die Rolle des Edeljokers hinauskam.

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Der 1:0-Erfolg über Hertha BSC Berlin wird Dominique Heintz in guter, aber auch schmerzhafter Erinnerung bleiben. Schmerzhaft, weil er bereits früh mit Florian Niederlechner aneinandergeriet und sich den Knöchel ein wenig verletzte. Gut, weil der Abwehrspieler erstmals seit dem Spiel gegen den FC Schalke 04 auch in der Liga wieder in der Startelf stand. „Dafür spielt man Fußball, um auf dem Platz zu stehen und dann auch zu helfen“, sagte Heintz am Mittwoch nach dem Training. „Auch, wenn ich mal nicht gespielt habe, habe ich versucht, die Jungs immer zu pushen, immer Gas zu geben, die Energie hochzuhalten.“ Eigentlich ist es sogar mehr als das, der aktuelle Aufwind der Kölner wird zurzeit mit zwei Namen in Verbindung gebracht: Marvin Schwäbe und eben Dominique Heintz.

Ein Garant der stabilen Defensive

Der 31-Jährige gilt neben dem Keeper als Garant für die neu gewonnene Stabilität. Ruhe und Routine scheint die Losung zu sein. Zumindest scheint eben diese Routine die vogelwilden Auftritte ein wenig vergessen zu machen. „Es war eine schwierige Situation, trotzdem sind wir ruhig geblieben“, sagt Heintz und erklärt, dass die von Gerhard Struber gebrachte Erfahrung dem FC gut tut. „Wir haben eine gute Mischung auf dem Platz. Aber nur, weil man Erfahrung aufweist, heißt es nicht, dass du auch spielst. Wir müssen auch unsere Qualität vorweisen.“ Das tat der Innenverteidiger. Ruhig, besonnen und routiniert spielte er in der Innenverteidigung und gab zudem noch den entscheidenden Pass zum 1:0 durch Tim Lemperle. Die Kernaufgabe bleibt aber offenbar eine andere: „Wir versuchen, für ein wenig Ruhe zu sorgen. Dann auch mal auf den Ball zu treten. Die Ergebnisse tun dann aber natürlich auch gut“, sagt Heintz.

Der Abwehrspieler blickt auf eine durchwachsene Saison zurück. Zu Beginn der Spielzeit deutete viel auf einen Zweikampf mit Julian Pauli in der Innenverteidigung hin. Den Zweikampf hatte Heintz aber überraschend schnell gegen den Youngster verloren. Einen weiteren Einsatz von Beginn an gab es nur aufgrund einer Erkrankung von Timo Hübers. Eine Rolle, die der Abwehrspieler kennt und absolut akzeptiert. Heintz gehört der Marke Spieler an, die da sind, wenn man sie braucht. Und aktuell wird er gebraucht. Nicht nur als Stabilisator, Heintz gibt gerade auch den jungen Spielern wie Nebenmann Pauli wichtige Tipps. Kein Wunder, bei mehr als 300 Profispielen. „Als ich damals jung war, fand ich es auch schön, mit erfahrenen Spielern zu spielen, weil die viel erlebt haben und Ruhe reinbringen“, sagt Heintz. „Du hast als junger Spieler einen ganz anderen Fokus, wenn du weißt, dass da erfahrene Spieler absichern.“

Heintz: „Wir wollen nicht auf die anderen schauen“

So scheint Heintz aktuell seine Rolle auf dem Platz gefunden zu haben, die Dreierkette scheint vorerst gesetzt. Sicherlich auch, weil durch die Transfersperre keine weiteren Innenverteidiger verpflichtet werden konnten und Elias Bakatukanda offenbar noch nicht so weit ist. Der Erfolg gibt dem Trainer aber auch dem Routinier Recht. Nun geht es gegen Fürth und der FC könnte den Anschluss an die oberen Tabellenplätze wiederherstellen. Auch, wenn das Kleeblatt zuletzt strauchelte, eine leichte Aufgabe erwartet der 31-Jährige für den Samstag (13 Uhr, Sky und Liveticker bei come-on-fc.com) aber nicht. „Jeder Gegner in der 2. Liga ist unangenehm. Jeder kann jeden schlagen. Wir sollten nicht auf die anderen schauen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagt der Innenverteidiger.

Und dazu gehört auch die Aufarbeitung des Erfolgs gegen Berlin. „Wir haben geschaut, was war gut, was können wir verbessern und daran haben wir gearbeitet – gerade an dem neuen System, das wir jetzt spielen, gerade auch mit dem Ball. Jetzt hatten wir eine Woche Zeit das richtig zu trainieren“, sagt Heintz. Schon bald wird der Abwehrspieler weitere Konkurrenz bekommen. Luca Kilian arbeitet an seinem Comeback. „Ich freue mich, dass Kilian den Weg so schnell und auch so gut wieder zurückgefunden hat. Das sieht schon sehr gut aus bei ihm“, sagt Heintz lachend. „Er bringt auch gute Stimmung rein.“ Für die haben zuletzt vor allem die beiden Pflichtspielsiege gesorgt. Und daran war Heintz maßgeblich beteiligt.


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Gerüchte um Urbig

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Ausgerechnet gegen Fürth – die eine Ex-Leihgabe degradiert, die andere auf Rekordkurs

Jonas Urbig und Tim Lemperle vom 1. FC Köln
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Ausgerechnet gegen Fürth – die eine Ex-Leihgabe degradiert, die andere auf Rekordkurs

Am Samstag empfängt der 1. FC Köln die SpVgg Greuther Fürth im eigenen Stadion. Für Tim Lemperle und Jonas Urbig ein besonderes Match. Die beiden Kölner sammelten in der vergangenen Saison noch Spielpraxis beim Kleeblatt. Doch die Situation ist unterschiedlich für die Youngster des 1. FC Köln: Lemperle und Urbig vor dem Duell gegen den Ex-Club.

Gegen die ehemaligen Mannschaftskollegen hätten beide FC-Youngster wohl gerne gezeigt, was in ihnen steckt. Für Tim Lempele wird es die Chance im Duell gegen die Kleeblätter wohl geben, Jonas Urbig muss zuschauen beim 1. FC Köln: Lemperle und Urbig vor dem Duell gegen den Ex-Club.

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Eigentlich hätte das Heimspiel gegen Greuther Fürth wohl ein ganz besonderes werden können. Zumindest für zwei Akteure des 1. FC Köln. FC-Keeper Jonas Urbig und Offensivmann Tim Lemperle spielten in der vergangenen Spielzeit bekanntlich für das Kleeblatt, wurden bei den Franken zu Leistungsträgern und legten damit den Grundstein für die weitere Zeit beim FC. Am Wochenende hätten wohl beide gerne die Chance gehabt, ausgerechnet gegen die ehemaligen Mannschaftskollegen zu glänzen – hätten. Jetzt wird aus dem „hätten“ wohl ein „hat“. Lemperle hat die Chance, Urbig ist außen vor und muss das Duell von der Bank aus verfolgen. Nach der Degradierung der einst gesetzten Nummer eins im Kölner Tor und dem Wechsel zu Torhüter Marvin Schwäbe, bleibt Urbig nur die undankbare Rolle des Zuschauers.

Der eine auf der Bank, der andere auf dem Spielfeld

Seit nunmehr zwei Begegnungen, dem Pokalduell gegen Holstein Kiel sowie dem Ligaspiel gegen Hertha BSC, darf das Kölner Eigengewächs nur noch zuschauen. Und das, obwohl er sich eigentlich nicht viel zu Schulden hat kommen lassen. Doch FC-Coach Gerhard Struber wechselte in der Krise die Torhüter, stellte die Formation auch mit der Begründung um, mehr Erfahrung, Ruhe und Stabilität in die Hintermannschaft der Geißböcke zu bringen. Genau diese Stabilität hat Urbig in der vergangenen Spielzeit noch im Kasten bei Greuther Fürth ausgestrahlt. Der Torhüter stand in 33 Ligaspielen (einmal krank) und einem Pokalduell im Tor der Kleeblätter. Die Bilanz konnte sich sehen lassen. In der kompletten Spielzeit kassierte Urbig in 34 Duellen 48 Gegentore, spielte zwölf Mal zu Null. Das Online-Portal transfermarkt.de machte den Youngster zum wertvollsten Keeper, der Kicker wählte Urbig zum besten Torwart der 2. Liga, mit der Auszeichnung „herausragend“.

Die Franken beendeten die Saison 23/24 mit 50 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Urbig kehrte als größtes deutsches Torwarttalent aus der Leihe zum 1. FC Köln zurück und erhielt bekanntermaßen von Christian Keller früh die Einsatzgarantie. Drei Monate später ist die Situation eine andere. Urbig gilt immer noch als großes Talent, soll sogar bei Vereinen im In-und Ausland auf der Beobachtungsliste stehen, angeblich mit einem Wechsel liebäugeln. Dennoch sitzt der 21-Jährige nun wohl auch gegen seinen Ex-Club am kommenden Samstag auf der Kölner Bank. Eine Entwicklung, die dem Youngster nicht sonderlich gut gefallen dürfte. Allerdings ist die Bilanz nun auch eine andere. In elf Spielen kommt Urbig bislang schon auf 20 Gegentreffer, eine weiße Weste behielt der Youngster nur zwei Mal. Allerdings auch, weil die Kölner Defensive bislang wahrlich nicht überzeugte.

Lemperle auf Rekordkurs

Anders sieht es beim zweiten ehemaligen Fürther Leihspieler der Kölner aus. Auch Lemperle spielte in der vergangenen Saison bei dem Kleeblatt, und das auch durchaus erfolgreich. Der 22-Jährige konnte für die SGF in 34 Spielen sechs Tore und fünf Vorlagen sammeln. Lemperle, dem der Durchbruch beim FC bekanntlich zuvor nicht gelingen wollte, reifte bei den Franken, wurde Stammspieler, Leistungsträger und insofern auch für Gerhard Struber zur ständigen Option. Für den Mittelstürmer läuft es in der aktuellen Saison sogar noch ein Stück besser als im Vorjahr. Bereits nach elf Spieltagen in der Liga und zwei Pokalspielen kommt der Kölner Offensivmann auf sechs Tore und vier Vorlagen. Kein Grund also für Struber, den Youngster nicht in die Startelf zu stellen. „Er hat ein super Timing gehabt, wie er da im Bogen anläuft. Er ist jetzt eiskalt vor dem Tor und macht die Dinger rein“, sagte der Coach.

So wird Lemperle auch gegen seine ehemaligen Mannschaftskollegen zum Einsatz kommen und dort die Chance erhalten, seinen Scorerrekord aus dem Vorjahr bereits im November einzustellen. Eine Entwicklung, die so vor der Saison nicht zwingend abzusehen war. Da schien nur Urbig einen Stammplatz sicher zu haben. Nun haben sich die Vorzeichen geändert. Für Lemperle wird die Begegnung gegen Fürth ganz sicher eine besondere werden.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Gerüchte um Urbig

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Verträge laufen aus

FC stattet Etienne Borie mit einem Profivertrag aus

Etienne Borie beim Training des 1. FC Köln
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FC stattet Etienne Borie mit einem Profivertrag aus

Der FC arbeitet weiter an der Zukunft. Es gibt für ein weiteres großes Talent den nächsten Lizenzspielvertrag beim 1. FC Köln: Etienne Borie unterschreibt seinen ersten Profivertrag.

Es gibt einen weiteren langfristigen Vertrag für ein Talent des 1. FC Köln: Etienne Borie unterschreibt seinen ersten Profivertrag bei den Geißböcken. Der FC bindet das Talent langfristig, heißt es von Seiten des Vereins.

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Borie gilt als großes Offensivtalent. Der 18-Jährige wurde 2006 in Karlsruhe geboren und wechselte 2022 vom Karlsruher SC in den Nachwuchs des 1. FC Köln. Mit 14 Scorerpunkten in 15 Spielen schaffte der Mittelfeldspieler direkt den Sprung aus der U17 in die U19. In der Saison 2022/23 spielte Borie in Endrunde der U19-Bundesliga und im DFB-Pokal für das Team von Stefan Ruthenbeck, obwohl er noch in der U17 hätte spielen können. In dieser Spielzeit trainierte das Talent einige Male bei den Profis mit und sammelte schon zehn Einsätze für die Kölner U21. Zuletzt stand der 18-Jährige sogar fünf Mal in der Startelf. Seit Oktober ist Borie verletzt. „Etienne hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und den Übergang von der U19 zur U21 in der Regionalliga hervorragend gemeistert“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung. „Bei seinen ersten Trainingseinheiten und Testspielen mit der Lizenzmannschaft hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“

Borie: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“

Die Kölner Verantwortlichen trauen dem technisch starken Youngster den Sprung in die Profimannschaft durchaus zu. „Wir schätzen ihn als sehr ambitionierten und disziplinierten jungen Spieler. Jetzt gilt es, an diese Leistungen anzuknüpfen, um den Schritt in den Profifußball zu verwirklichen“, sagte Kessler. Aktuell muss der Offensivspieler allerdings pausieren. Borie leidet an einem Haarriss im Fuß. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, meinen ersten Profivertrag beim 1. FC Köln unterschrieben zu haben“, sagt das Talent. „Diese Stadt, diese Fans und vor allem der Verein bedeuten mir sehr viel. Mir ist aber bewusst, dass das erst der Anfang ist. Ich möchte meine Chance nutzen und weitere Schritte in Richtung RheinEnergieSTADION gehen. Ich danke dem FC für das Vertrauen.“


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Pokal keine leichte Aufgabe

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FC muss nachlegen

Personal-Update: Max Finkgräfe wieder zurück im Training

Max Fingräfe und Mark Uth beim Training am Dienstag
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Personal-Update: Max Finkgräfe wieder zurück im Training

Der FC ist am Dienstag in die Vorbereitung auf die letzte Begegnung vor der nächsten Länderspielpause gestartet. Trainer Gerhard Struber muss auf einen weiteren Stürmer verzichten, dafür gibt es einen Rückkehrer beim 1. FC Köln: Max Finkgräfe wieder im Mannschaftstraining.

Bei herrlicher Herbstsonne sind die Geißböcke in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen Fürth gestartet. Personell gibt es einen Rückkehrer beim 1. FC Köln: Max Finkgräfe befindet sich nach seiner Erkältung nun wieder im Mannschaftstraining. Dafür fehlte Steffen Tigges am Dienstag.

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Mit der Begegnung gegen Hertha BSC hat der FC nun nahezu ein Drittel der Saison hinter sich gelassen. 15 Punkte von 33 möglichen sind natürlich deutlich weniger als erwartet. Und dennoch beträgt der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen nur fünf Zähler. Bereits am kommenden Spieltag könnte es in der Tabelle ein Stück nach oben gehen, mit einem Erfolg wäre je nach Ausgang der anderen Begegnungen sogar Rang sechs möglich. Dazu muss ein Sieg her und der gegen die SpVgg Greuther Fürth. Nach dem 1:0 am Samstagabend erhielten die FC-Profis zwei Tage frei. Am Dienstag sind die Geißböcke nun in die Vorbereitung auf die Begegnung gegen die Franken gestartet. Es ist das letzte Spiel vor der Länderspielpause. Dann werden die Kölner wieder auf einige Leistungsträger im Training verzichten müssen. Zahlreiche Stammspieler werden wieder mit den Nationalteams unterwegs sein.

Eine Chance für Max Finkgräfe?

Am Dienstag musste Gerhard Struber beim Training auf Steffen Tigges verzichten. Der Stürmer fehlte bei der Einheit krankheitsbedingt. Mit auf dem Platz waren wieder Max Finkgräfe und Mark Uth. Finkgräfe kehrte nach seiner Erkältung zurück und wird somit wieder zur Option. Welche das ist, muss sich noch zeigen. Aktuell spricht nicht viel für Einsatzzeit – zumindest nicht von Beginn an. Genauso wenig wie bei Uth. Der gebürtige Kölner hätte am Samstag auch bei der U21 spielen können, kam aber weiterhin nicht zum Einsatz. Seit der Begegnung gegen Elversberg im August stand der Offensivspieler einmal für den Nachwuchs auf dem Feld. Gegen den Wuppertaler SV lieferte der 33-Jährige eine durchaus verheißungsvolle Vorstellung ab, seitdem ist Uth wieder raus.

Luca Kilian arbeitet derweil mit der Mannschaft, ist aber auch noch kein Thema für einen Einsatz. Jacob Christensen erholt sich ebenfalls weiterhin von seinem Kreuzbandriss, Sargis Adamyan fällt ebenfalls weiter aus. Nach der Statistik kommt Greuther Fürth für den FC genau zum richtigen Zeitpunkt. Die letzte Niederlage kassierte der FC gegen das Kleeblatt vor knapp 17 Jahren, von den vergangenen vier Spielen gingen drei deutlich an die Kölner. Und Fürth zeigt sich in der Liga nicht wirklich stabil, kassierte zuletzt eine bittere 1:5-Pleite gegen Darmstadt.


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Gerhard Struber vom 1. FC Köln

Pokal keine leichte Aufgabe

Spieler des 1. FC Köln freuen sich.

FC muss nachlegen

Ein perfektes Wochenende für die Geißböcke – aber, es muss nachgelegt werden

Der 1. FC Köln spielt im DFB-Pokal erneut gegen Berlin
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Ein perfektes Wochenende für die Geißböcke – aber, es muss nachgelegt werden

Der zweite Pflichtspielsieg in Folge, das vermeintlich machbare Los im DFB-Pokal – wirklich viel besser hätte das Wochenende für den FC nicht verlaufen können. Doch gerade der Erfolg gegen Hertha BSC ist nur etwas wert, wenn dieses Mal auch nachgelegt wird beim 1. FC Köln: Der FC kann den Anschluss wieder herstellen.

Bereits zwei Mal wähnten sich die Kölner im Aufwind – und wurden jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sollten die Geißböcke diesmal den dritten Pflichtspiel-Sieg in Folge einfahren, könnte sich die Situation schnell verändern für den 1. FC Köln: Der FC kann den Anschluss wieder herstellen.

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Die Freude nach dem 1:0-Erfolg über Hertha BSC am Samstagabend war nicht nur ausgelassen, man sah den Spielern, die da vor den 15.000 Fans feierten, eine gewisse Befreiung geradezu an. Selten in dieser Spielzeit, noch nicht einmal nach dem 5:0-Triumph über Eintracht Braunschweig, waren Timo Hübers und Co. so gelöst. Und das kam natürlich nicht von ungefähr. Mit zwei Pflichtspielsiegen in Folge haben die Kölner ziemlich viel weggewischt, was sich in den vergangenen Wochen da doch angesammelt, über dem Geißbockheim zusammengebraut hatte. Bei weitem nicht alles, aber eben doch vieles. Von der Krise, die Gerhard Struber und Christian Keller zumindest medial an den Rande des FC-Abschieds getrieben hatte, ist in der Wahrnehmung nicht mehr viel geblieben.

Der FC hinkt dennoch den Erwartungen hinterher

„Wir haben jetzt mal eine gute Woche hinter uns gebracht und wissen alle, dass die letzte 14 Tage schon nicht so einfach waren für uns gemeinsam“, sagte ein ebenfalls sehr zufriedener und wieder strahlender Gerhard Struber. Noch nicht ahnend, dass das Wochenende noch einen weiteren positiven Anstrich erhielt. Saxophonist André Schnura brachte den Kölnern dann am Sonntagabend auch noch ein scheinbar machbares Los bei der Auslosung des DFB-Pokals. Die Kölner treffen im Achtelfinale auf Hertha BSC, das im eigenen Stadion – das erste Viertelfinale seit 2010 scheint also nicht ausgeschlossen. Sollte der FC die Begegnung gegen Berlin Anfang Dezember wirklich gewinnen, hätten die Kölner mehr als drei Millionen Euro eingenommen, die dann zum Beispiel wieder in neue Spieler für die Rückrunde investiert werden könnten.

Bei der ganzen Freude werden die Protagonisten aber erstens die schweren Tage vor dem befreienden Pokalerfolg über Kiel nicht vergessen haben und zweitens wissen, dass das Ruder auch ganz schnell wieder in die andere Richtung schlagen kann. Nämlich dann, wenn die Kölner nicht weiter nachlegen sollten. Darum bremste der Kölner Coach auch die Euphorie, sprach davon, dass man einen Schritt gemacht habe und nicht mehr und „jetzt gilt es einfach, drauf zu bleiben“. Dabei ist die Tabelle Fluch und Segen zu gleich. Denn einerseits belegen die Geißböcke aktuell den elften Tabellenplatz und das mit 15 von möglichen 33 Punkten. Anders ausgedrückt: Die Kölner hinken ihren eigenen Ansprüchen mehr als nur das obligatorische Struber-„Stück-weit“ hinterher. Auch, wenn nicht kommuniziert – das Ziel Aufstiegsplatz scheint dann doch weit entfernt.

FC mit einem Sieg wieder auf Tuchfühlung

Und dann auch wieder nicht. Denn andererseits spricht die Tabelle auch eine andere Wahrheit. Und die brachte Ex-FC-Kapitän Jonas Hector erst in der vergangenen Woche in seinem Podcast „Schlag & fertig“ auf den Punkt. „Das ist das, was die zweite Liga A so schwer macht und B so interessant. Da kann einfach jeder gegen jeden gewinnen. Und da werden die Punkte einfach schön verteilt. Das ist einerseits das Schwierige, aber andererseits auch die Chance“, sagte der ehemalige Nationalspieler. „Wenn du wirklich mal einen Lauf hast und mal drei, vier Spiele in Folge gewinnst, das kenne ich aus unserer letzten Aufstiegssaison, dann ist es einfach so, dass du ganz schnell wieder oben dran bist.“ Tatsächlich wurden die Punkte an diesem Wochenende „schön verteilt“. Spitzenreiter Düsseldorf unterlag Münster, Karlsruhe im Spitzenspiel Hannover 96, Berlin dem FC und Paderborn und Hamburg spielten Remis.

Bis auf Hannover konnte keins der Top-Teams gewinnen, die Tabelle hat sich enger zusammengeschoben. Und der FC könnte mit einem Lauf dann doch wieder schnell oben dran sein. Mit einem Erfolg im Heimspiel gegen Greuther Fürth am Samstag (13.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei come-on-fc.com) wäre sogar Rang sechs möglich. Der Relegationsplatz sowie Rang zwei sind aktuell nur fünf Punkte entfernt. Unterm Strich könnten sich die Geißböcke also wieder in eine hervorragende Ausgangsposition bringen, um dann nach der Länderspielpause in den finalen Spielen des Jahres anzugreifen. Könnte, denn auch wenn der FC auf einen angeschlagenen Gegner trifft, ist der dritte Pflichtspielsieg in Serie alles andere als sicher.

Bereits zwei Mal fälschlicherweise im Aufwind gewähnt

Bereits zwei Mal wähnten sich die Kölner im Aufwind. Nach dem mäßigen Saisonauftakt mit einem Punkt aus den ersten beiden Spielen sowie dem glücklichen Pokalsieg über Sandhausen schien der Knoten gegen Braunschweig und Schalke geplatzt, es folgten die wilden Auftritte gegen Magdeburg, Düsseldorf und Karlsruhe mit zwei Punkten aus drei Spielen, aber acht Gegentoren. Gegen Ulm schien sich der FC erneut gefangen zu haben, um dann gegen Darmstadt ein Debakel zu erleben. Nun also zwei Siege in Folge, mit Systemumstellung und personellen Veränderungen. Gegen Fürth muss Köln beweisen, dass die Wende dieses Mal auch von Dauer ist. Drei Pflichtspielsiege in Folge gelangen dem FC im April 22, damals war die Freude über gewonnene Spiele aber auch noch an der Tagesordnung.


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Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln

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