Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag gegen Regensburg, wird Vize-Kapitän und Pokal-Torwart

Ron-Robert Zieler im Test gegen Fortuna Köln
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Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag gegen Regensburg, wird Vize-Kapitän und Pokal-Torwart

Lange hatte sich Lukas Kwasniok Zeit gelassen, einen Kapitän zu ernennen. Gestern berichtete dann Sky, dass es wohl Torwart Marvin Schwäbe wird – mit Ron-Robert Zieler als Stellvertreter. Heute gab es dann die offizielle Bestätigung und mehr beim 1. FC Köln: Zieler spielt am Sonntag und wird Vize-Kapitän.

Nach langer Vorbereitung geht es am Sonntag endlich wieder los für den FC. Davor hatte Trainer Lukas Kwasniok aber noch eine Frage zu beantworten: die Kapitänsfrage. Nachdem es einen Tag vorher schon öffentlich durchgeklungen war, gab es nun die Bestätigung von Marvin Schwäbe und eine kleine Überraschung beim 1. FC Köln: Ron-Robert Zieler spielt am Sonntag und wird Vize-Kapitän.

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Eine kleine Überraschung hatte Lukas Kwasniok vor dem Spiel gegen Regensburg parat. Zum einen bestätigte der Coach die bereits zuvor öffentlich gewordene Entscheidung, dass Marvin Schwäbe Kapitän und Ron-Robert Zieler sein Stellvertreter wird. Zum anderen gab es bei Letzterem auch noch mehr zu verkünden. „Ron ist die Zwei als Torhüter und unser Pokaltorhüter und wird die Mannschaft am Sonntag aufs Feld führen. Denn er ist der zweite Kapitän“, sagte Kwasniok.

Bestes Torwart-Duo der abgelaufenen Zweitliga-Saison

Mit der Ernennung von Zieler zum Pokal-Torwart haben wohl nur wenige gerechnet. Trotzdem ergibt die Entscheidung Sinn, da der FC mit dem Ex-Hannoveraner einen zweiten Torwart im Kader hat, der eigentlich noch zu gut ist, um sich bei einem Verein nur auf die Bank zu setzen. So erhält der Routinier auch Spielzeit – mindestens schonmal eine Partie, je nachdem, wie das Spiel am Sonntag ausgeht, vielleicht noch mehr.

Auch, warum er sich für Schwäbe und Zieler und gegen den früheren Kapitän Timo Hübers entschieden hatte, erklärte Kwasniok: „Ich wollte aber zwei Dinge untermauern damit. Ich finde, wir haben das beste Torwartduo der vergangenen Zweiliga-Saison hier mit dabei. Beide Jungs stellen was dar. Das sind wahre Kanten, wahre Männer. Die Druck Stand halten können, die schon viel Lebenserfahrung haben. Und ich wollte diese Leistung auf der einen Seite belohnen, auf der anderen Seite ihr Verhalten auf und außerhalb des Trainingsplatzes in so ganz vielen kleinen Momenten der Vorbereitung. Ron und Marvin sind brutale Persönlichkeiten und helfen einfach der Mannschaft, strahlen was aus. Und das ist in keinster Form irgendwas gegen Hübi oder Eric, sondern eben für die zwei.“

Martel darf mit dem Schiedsrichter reden

Mit der Ernennung wollte Kwasniok eine bestimmte Sache, die wohl aufgetreten wäre, wenn er Hübers oder Eric Martel zum Kapitän gemacht hätte. „Spätestens im Oktober oder November müsste ich ganz viele Fragen von euch beantworten, wann verlängert der Kapitän seinen Vertrag. Kann man als Kapitän in der Rückserie überhaupt eine gute Leistung bringen? Und so weiter und so fort“, so der Coach. Durch die Entscheidung möchte Kwasniok diese Diskussionen umgehen.

Neben der Ernennung von Schwäbe und Zieler bestätigte der Trainer auch die Entscheidung für Martel als den Feldspieler, der auf dem Platz mit dem Schiedsrichter reden darf. „Das hängt einfach damit zusammen, dass Eric als Sechser näher zu allen Konstellationen und Situationen auf dem Platz hinzukommen kann als ein Hübi als Innenverteidiger. Das heißt, er hat einen deutlich längeren Weg. Ich bin sowohl mit der Leistung von Eric als auch mit der Leistung von Hübi mehr als nur einverstanden. Die beiden haben wirklich eine top Vorbereitung gespielt“, sagte der Coach. Beide seien absolut gesetzt.

So sehen die Ausweichtrikots des 1. FC Köln für die Saison 25/26 aus

Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26
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So sehen die Ausweichtrikots des 1. FC Köln für die Saison 25/26 aus

Pünktlich vor dem DFB-Pokalspiel gegen Jahn Regensburg am Sonntag gibt es das neue Jersey beim 1. FC Köln: So sehen die Ausweichtrikots der Saison 25/26 aus. Das Outfit ist bereits im Fanshop der Geißböcke zu haben.

Wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel der Saison stellt der FC nun auch das dritte Jersey vor. Doch nicht nur das Duell gegen Regensburg ist Grund für den Veröffentlichungstermin beim 1. FC Köln: So sehen die Ausweichtrikots der Saison 25/26 aus.

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Zwei Tage vor dem Start in die Pflichtspiel-Saison mit dem DFB-Pokal-Duell gegen Jahn Regensburg am Sonntag gibt es nun auch offiziell das neue Ausweichtrikot beim 1. FC Köln. Nachdem bereits die beiden anderen Trikots geleaked wurden, ist auch das Design des dritten Jerseys nicht mehr ganz überraschend. Erneut hatte es einen Leak von „Inside Müngersdorf“ gegeben, dass das Trikot in schwarz-Gold daherkommt. Nicht bekannt geworden waren die in einem dezenten Muster zu erkennenden Säulenstrukturen, die gotischen Fenster, die Wasserspeier und der „Decke Pitter“ des Kölner Doms – die größte und bekannteste Glocke im Dom, die Petersglocke – die in den Trikotstoff eingearbeitet sind.

Historischer Trikotlaunch

Die Logos des 1. FC Köln und von Partner hummel wurden mit goldenem Garn gestickt, die Silhouette des Kölner Doms, der Schriftzug „15. August 1248 – 777 Jahre – 15. August 2025“ im Nackenband und die Logos der Partner sind ebenfalls in Gold gehalten. Die Resonanz auf das geleakte Trikot war in den Sozialen Medien sehr positiv ausgefallen. Das letzte Trikot des Ausrüsters hummel ist eine Hommage an den Kölner Dom und wurde in Kooperation mit diesem entworfen. Denn gemeinsam mit dem Kölner Wahrzeichen feiert der FC ein doppeltes Jubiläum: Das 77. Vereinsjubiläum und den 777. Jahrestag der Grundsteinlegung des Kölner Doms fallen in diesem Jahr zusammen.

„Der Dom bedeutet Verbundenheit und Tradition. Er ist das Wahrzeichen unserer Heimat. Der Dom trägt Köln weit über die Stadtgrenzen hinaus und jetzt tragen wir ihn. Wir möchten damit seine Historie und seine Symbolkraft für die Kölnerinnen und Kölner würdigen. Es ist für uns gleichermaßen eine Ehre und eine große Freude, dieses besondere Trikot in der Bundesliga zu tragen“, sagt FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld.

Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26 (Foto: 1. FC Köln)
Ausweichtrikot des 1. FC Köln 2025/26 (Foto: 1. FC Köln)

Verbindung zwischen Verein und Stadt

Zum letzten Mal wird der FC vorerst von der dänischen Firma hummel ausgestattet. Ab der kommenden Saison ist Adidas wieder der Ausrüster der Geißböcke. „Dieses Trikot würdigt die starke Verbindung zwischen einem Verein, einer Stadt und ihrem bekanntesten Wahrzeichen. Die Zusammenarbeit mit dem 1. FC Köln bei dieser einzigartigen Hommage an den Kölner Dom war ein absolutes Privileg. Es spiegelt die Identität, Einheit und Tradition wider, die sowohl den Verein als auch die Stadt auszeichnen“, sagte Morten Lund, Marketing Director bei hummel. „Wir hoffen, dass die Menschen in Köln dieses Trikot nicht nur mit Stolz für den Verein, sondern auch mit Liebe für ihre Stadt tragen werden.“

Und auch der Dombaumeister Peter Füssenich betont die Parallelen zwischen Dom und FC: „777 Jahre Kölner Dom und 77 Jahre 1. FC Köln – zwei Bauwerke der kölschen Seele. Beide brauchen Geduld, Ausdauer und Zusammenhalt. Als Dombaumeister weiß ich: Solche Bauwerke wachsen über Generationen. Wie der Dom, so lebt auch der FC von stetiger Hingabe. Ich freue mich, dieses Doppeljubiläum gemeinsam zu feiern – mit Respekt vor der Geschichte und dem Blick nach vorn.“

Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Jakub Kaminski spielt für den 1. FC Köln
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Unsere Gewinner der Vorbereitung des 1. FC Köln

Mit dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg startet der FC am kommenden Sonntag in die Pflichtspiele. In den vergangenen Wochen gab es bei den Akteuren einige Lichtblicke für den 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

Fünf Siege in sechs Testspielen – rein ergebnistechnisch blickt der FC auf eine positive Vorbereitung zurück und einige Akteure nutzen die Zeit, sich in den Vordergrund zu spielen beim 1. FC Köln: Das sind die Gewinner der Vorbereitung.

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Jakub Kaminski: Der Pole wechselte im Sommer auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg zum FC. Auch, um die Karriere noch einmal anzukurbeln. Gerade in der zweiten Halbzeit der vergangenen Saison kam der polnische Nationalspieler bei den Niedersachsen nur selten über die Rolles des Jokers hinaus. Beim FC brennt Kaminski nun ganz offensichtlich auf viel Einsatzzeit. Denn mit seinen starken Leistungen wird Trainer Lukas Kwasniok nur schwerlich an dem Schienenspieler vorbeikommen. Neben Spielfreude überzeugte der 23-Jährige mit einer beeindruckenden Torgefahr – sowohl als Schütze als auch als Vorlagengeber. Gut, dass der FC sich eine Kaufoption vertraglich gesichert hat.

Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille

Joel Schmied: Der Schweizer wurde im Winter als Verstärkung für die Innenverteidigung nachverpflichtet. Doch so richtig rund wollte es für Schmied in der Rückrunde nicht laufen. Der Abwehrspieler fiel immer wieder durch Unkonzentriertheiten auf, verursachte unter anderem Elfmeter, war nicht unschuldig an dem ein oder anderen Gegentor. Dementsprechend gab es durchaus Zweifel, ob Schmied ein Faktor in der Bundesliga sein werde. In der Vorbereitung zeigt der Schweizer allerdings ein ganz anders Gesicht. Von den Innenverteidigern ist Schmied nicht nur der souveränste, der 26-Jährige präsentierte sich stark in den Zweikämpfen und war wichtig im Aufbauspiel. Schmied könnte sich so einen Startelf-Platz für Regensburg verdient haben.

Jan Thielmann: Der mittlerweile Ex-U21-Nationalspieler startete aufgrund der Europameisterschaft erst verspätet in die Vorbereitung. Dennoch schaffte es Thielmann, Trainer Kwasniok von seine Qualitäten insbesondere in Sachen Leidenschaft, Einsatz und Arbeitswille zu überzeugen. Der Kölner Coach wird zumindest nicht müde, die Qualitäten des Kölner Eigengewächses hervorzuheben. Auch wenn bei Thielmann nicht alles rund laufen will, hat er mit Kwasniok einen starken Befürworter und rechtfertigte gegen Bergamo seine Startelf-Aufstellung.

Mehr als nur ein Backup

Tom Krauß: Der Mittelfeldspieler wurde wie unter anderem Kaminski ausgeliehen, allerdings gibt es im Gegensatz zum Polen bei Krauß eine Kaufpflicht. Bislang kam der gebürtige Leipziger allerdings nicht wie erwartet zum Einsatz, Krauß spielt in den Planungen von Trainer Kwasniok offenbar in der Innenverteidigung eine zentrale Rolle. Der 24-Jährige gestaltet fast schon Libero-like das Spiel. Eine Rolle, die in der vergangenen Saison unter Gerhard Struber gerne von Eric Martel übernommen wurde. Durch die Verpflichtung von Tom Krauß kann Martel nun auch offensivere Aufgaben übernehmen. Ob der etatmäßige Mittelfeldspieler in der Saison dann auf viel Einsatzzeit kommt, hängt sicherlich auch von weiteren möglichen Neuverpflichtungen ab, denn bekanntlich hat der FC mit Rav van den Berg noch einmal nachgelegt.

Sebastian Sebulonsen: Der Norweger ist erst seit wenigen Wochen bei den Geißböcken, hat sich aber zumindest sportlich bestens eingefügt. Der 25-Jährige ist ganz sicher mehr als der gesuchte Backup für Jusuf Gazibegovic. Vielmehr hat Sebulonsen das direkte Duell mit dem Bosnier bereits angenommen und könnte nach seinen bisherigen Auftritten durchaus die Nase vorne haben. Gerade in der Vorwärtsbewegung sorgte der Norweger für deutlich mehr Gefahr als Gazibegovic.


Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

OF Justin Diehl jubelt für den VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)
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Justin Diehl nur ein Beispiel: Große Erwartungen nach Abgang vom 1. FC Köln bleiben unerfüllt

Vor einem Jahr war er das nächste große Talent, das den FC verlassen hatte: Justin Diehl ging damals zum VfB Stuttgart. Dort lief es für ihn aber nicht rund, der Youngster soll vor einer Leihe stehen. An ihm zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

Es ist ein sehr empfindliches Thema für die FC-Fans. Immer wieder sind Talente in den vergangenen Jahren von den Kölnern weggegangen, um woanders ihr Glück zu probieren. Aber es zeigt sich bei der Talenteflucht beim 1. FC Köln: Ein Wechsel lohnt sich nicht immer.

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Es war ein Wechsel mit einigen Nebengeräuschen: Justin Diehl wurde für längere Zeit beim FC in die zweite Mannschaft verbannt, weil das Talent seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Im Winter wurde der Youngster dann unter dem neuen Trainer Timo Schultz wieder zu den Profis geholt, aber kurz vor seinem Wechsel nach Stuttgart am Ende der Spielzeit 2023/24 aus disziplinarischen Gründen suspendiert. Beim VfB sollte dann möglichst alles besser laufen für den Flügelspieler. Aber auch wegen Verletzungen kam er kaum auf Einsatzzeiten. Neun Spiele in allen Wettbewerben, gerade mal 156 Minuten mit einem Tor und einer Vorlage. Bei der zweiten Mannschaft der Schwaben lief es für Diehl auch nicht besser. Darum soll der 20-Jährige nach einer Saison zum Vergessen wohl zum VfL Bochum verliehen werden.

Perspektive bei anderen Vereinen nicht immer besser

Diehl hatte den FC damals auch wegen einer aus seiner Sicht fehlenden Perspektive verlassen. Jetzt zeigt sich jedoch, dass diese für ihn in Stuttgart nicht sonderlich anders ist, als sie wahrscheinlich in Köln gewesen wäre. Damit ist der Flügelspieler ein gutes Beispiel dafür, dass ein Weggang aus der Domstadt nicht automatisch eine besseren Perspektive bedeutet. Natürlich ist der Durchbruch in der ersten Mannschaft beim 1. FC Köln nicht einfach, gerade jetzt nach den vielen Neuverpflichtungen des Sommers. Aber vor der gleichen Herausforderung stehen die Talente auch bei anderen Mannschaften.

Justin von der Hitz etwa kam nach seinem ablösefreien Wechsel zum 1. FC Nürnberg in diesem Sommer an den ersten beiden Spieltagen noch nicht zum Einsatz, auch wenn der Youngster immerhin im Kader stand. Nur bei der zweiten Mannschaft durfte er am dritten Spieltag der Regionalliga Bayern einmal über 90 Minuten ran. Ein weiteres Beispiel ist Matti Wagner, der 2024 zur SpVgg Greuther Fürth ging. Dort konnte der Linksverteidiger sich aber nicht durchsetzen, spielte nur 14 Minuten in der Hinrunde. Im Winter wurde der Defensivspieler dann in die dritte Liga zu Rot-Weiß Essen verliehen, jetzt im Sommer dann zu Alemannia Aachen. Ein Weg, den Wagner wahrscheinlich ähnlich auch bei den Geißböcken hätte gehen können.

Argumente in Verhandlungen für die Geißböcke

Natürlich gibt es aber auch Fälle, bei denen ein Transfer sinnvoll war. Wie zum Beispiel bei Jens Castrop Abgang 2023 nach Nürnberg, nachdem der Mittelfeldspieler schon anderthalb Jahre lang dorthin verliehen war. Beim FCN war der 22-Jährige Stammspieler, ehe er jetzt im Sommer den nächsten Schritt wagte und zu Borussia Mönchengladbach ging. Trotzdem zeigt sich an den vorherigen Beispielen, dass die Perspektive der jungen Spieler nicht automatisch besser ist, wenn sie sich für einen neuen Verein und dessen Entwicklungsplan entscheiden. Das kann für den FC durchaus ein Argument in den Verhandlungen mit Talenten sein und zeigen, wie realistisch die aufgezeigten Pläne der Kölner und anderer Vereine sind.

Gleichzeitig haben auch einige Eigengewächse bei den Geißböcken in den vergangenen Jahren debütiert und beziehungsweise oder ihren Durchbruch gefeiert. Sei es ein Damion Downs, Max Finkgräfe oder Julian Pauli. Ihre Wege zeigen, dass die Entwicklung in Köln gelingen kann. Und vielleicht schaffen die Kölner Verantwortlichen es in Zukunft besser, diese Argumente den Talenten nahezubringen. Ein Indiz dafür könnte die Verpflichtung Maik Afri Akumu von Hertha BSC Berlin sein. Mit dem 17-Jährigen haben die Kölner ein großes Talent seines Jahrgangs vom Weg beim FC überzeugen können. Nun wird es in den nächsten Jahren spannend zu sehen sein, ob der Offensivspieler eher den umgekehrten Weg von Diehl, Wagner und Co. oder von Castrop gehen wird.

Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Marvin Schwäbe im Testspiel gegen Bergisch Gladbach
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Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän beim 1. FC Köln

Sehr oft wurde Lukas Kwasniok in seiner Zeit beim FC schon gefragt, wer denn der neue Kapitän werde. Mit einer Antwort hat sich der Trainer Zeit gelassen. Nun soll laut Sky eine Entscheidung feststehen: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln.

In der abgelaufenen Saison führte noch Timo Hübers die Kölner als Spielführer aufs Feld. Nun scheint es auf dieser Position einen Wechsel zu geben: Marvin Schwäbe wird wohl neuer Kapitän des 1. FC Köln. Das berichtet Sky-Reporter Marlon Irlbacher.

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Seit einigen Wochen schon trainiert Lukas Kwasniok seine Mannschaft beim 1. FC Köln. Eine Entscheidung hat der Trainer aber bis zum Pflichtspielstart immer weiter aufgeschoben: die Kapitänsfrage. „Es ist ein Zeichen nach Außen für die Menschen. Aber nach Innen brauchst du die Binde nicht, um ein Führungsspieler zu sein. Es ist halt Show nach Außen, wer die Münzwahl gewinnt“, sagte der Coach zum Beispiel vor dem letzten Testspiel des Sommers gegen Atalanta Bergamo. Nun scheint ein Profi aber die „Münzwahl“ des Trainers gewonnen zu haben: Laut Sky-Reporter Marlon Irlbacher wird Marvin Schwäbe der neue Spielführer beim 1. FC Köln. Dabei wird sein Ersatz im Tor, Ron-Robert Zieler, auch sein Stellvertreter beim Kapitänsamt. Das vermeldete Irlbacher auf „X“.

Nachfolger von Timo Hübers

Schwäbe übernimmt damit die Binde von Timo Hübers, der die Mannschaft in der abgelaufenen Saison angeführt hatte. Der Innenverteidiger hatte in der vergangenen Spielzeit sportlich aber nicht vollends überzeugt. Das dürfte auch ein Aspekt bei Kwasnioks Entscheidung gewesen sein. Da mit Schwäbe und Zieler aber nun zwei Torhüter die etatmäßigen Spielführer sein sollen, braucht es noch einen Feldspieler, der mit dem Schiedsrichter reden darf. Grund dafür ist die vor einem Jahr eingeführte Kapitänsregel. Laut Irlbacher soll diese Rolle aber auch nicht Hübers übernehmen, sondern Mittelfeldspieler Eric Martel. Der 23-Jährige war auch als einer der Kandidaten für die Binde gehandelt worden und scheint demnach zumindest der Feldspieler zu sein, den der Coach am ehesten für die Rolle geeignet sieht.

Nach zwei Jahren, in denen die Fans nicht zu hundert Prozent mit dem jeweiligen Kapitän, Florian Kainz beziehungsweise Hübers, zufrieden waren, soll nun wohl also Schwäbe die Mannschaft anführen. Der Keeper war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Leistungsträger und gehörte auch so bereits zu den Führungsspielern. Jetzt wird er in seinem neuen Amt wohl auch nach außen noch mehr als solcher in Erscheinung treten.

Eric Martel zu den Transfers des 1. FC Köln: „Genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“

Eric Martel im Testspiel gegen Atalanta Bergamo
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Eric Martel zu den Transfers des 1. FC Köln: „Genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“

Am Sonntag geht es endlich wieder los. Dann startet der FC im Pokal gegen Jahn Regensburg in die Saison. Davor zog Mittelfeldspieler Eric Martel ein Fazit der Vorbereitung beim 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel vor dem Pflichtspielstart.

Mit Isak Johannesson und Tom Krauß sind auch zwei Spieler für das zentrale Mittelfeld beim FC gekommen. Trotzdem gilt Eric Martel weiter als zentrale Figur im Spielfeldzentrum der Kölner. Vor dem Pokalspiel gegen Jahn Regensburg sprach der 23-Jährige nun über die Vorbereitung beim 1. FC Köln: Das sagt Eric Martel vor dem Pflichtspielstart.

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Er war einer der drei Spätstarter in die Kölner Vorbereitung: Gemeinsam mit Jan Thielmann und Said El Mala stieß Eric Martel erst zum Trainingslager zur Mannschaft dazu. Davor hatte der zentrale Mittelfeldspieler noch Sonderurlaub wegen seines Einsatzes für Deutschland bei der U21-EM. Inzwischen ist der 23-Jährige aber auch schon seit einigen Wochen im Training und konnte sich an die neue Spielphilosophie von Trainer Lukas Kwasniok gewöhnen. Jetzt fiebert Martel dem Start entgegen. „Ich glaube, das letzte Testspiel hat gezeigt, dass wir startklar sind. Ich freu mich auch schon richtig. Jeder Fußballer weiß, dass so eine Vorbereitung anstrengend ist. Und man ist dann auch relativ froh, wenn es dann wieder losgeht“, so der ehemalige U21-Nationalspieler nach dem Training am Donnerstag.

Überzeugt von den Zugängen

In den Testspielen kam Martel dabei häufig auf der Doppelsechs zusammen mit Isak Johannesson zum Einsatz. Eine Kombination, die etwa gegen Atalanta Bergamo sehr gut funktioniert hat. Das findet auch der ehemalige Kapitän der deutschen U21: „Es passt sehr gut. Ich glaube, wir ergänzen uns gut, in dem, was wir können. Ich geh mal davon aus, dass das Ganze auch gut auf dem Feld funktionieren wird.“ Neben dem Isländer hat der FC aber auch einige weitere Neuzugänge geholt. Für Martel jedoch kein Problem: „Wir sind alle Fußballer, ticken alle irgendwie gewissermaßen ähnlich. Deswegen ist es eigentlich recht schnell, sich da einzufinden.“ Dabei hilft der 23-Jährige auch als Führungsspieler mit: „Wenn jemand Hilfe braucht, dann kann er sich immer an mich wenden. Ich versuche auch, dann den Neuzugängen immer ein gutes Gefühl gleich zu geben und denen auch auf dem Platz weiterzuhelfen. Und einfach positiv immer zusprechen. Das ist am Anfang immer das Wichtigste.“ Die Transfers selber findet Martel dabei gut. „Es ist auf jeden Fall ein positiver erster Schritt. Also ich find die Transfers, die wir jetzt getätigt haben, sind eigentlich genau die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen“, so der frühere Leipziger.

In Köln könnte ihm in der kommenden Saison auch eine neue Rolle zukommen. Denn eine Aufgabe beim FC, die Kwasniok bisher noch nicht vergeben hat, ist die des Kapitäns. Martel dürfte dabei einer der Kandidaten sein. Schon bei der U21-EM hatte der 23-Jährige die deutsche Mannschaft als Spielführer aufs Feld und bis ins Finale geführt. Winkt ihm diese Rolle nun auch im Verein? Der Führungsspieler hält sich da selber noch bedeckt. „Das wird der Trainer dann verkünden“, meint Martel nur auf Nachfrage.

Blick auf den Pokal

Die erste Prüfung steht für die neuformierte Kölner Mannschaft nun am Wochenende in der ersten Runde des DFB-Pokals an. Mit Jahn Regensburg erwartet den FC ein Gegner, den auch Martel im Pokal bereits aus leidvoller Erfahrung kennt. Denn beim Aus in der ersten Runde 2022 gegen den damaligen Zweitligisten war der Mittelfeldspieler bereits beim 1. FC Köln und auch im Kader, blieb jedoch ohne Einsatzminute. Ein solches blamables Auftreten soll sich dieses Jahr nicht wiederholen. „Wir müssen die selbe Energie wie im Spiel gegen Atalanta aufs Feld bringen. Wir wissen ganz genau, dass das ein ganz anderes Spiel sein wird gegen die Regensburger. Zumal es ein Pokalspiel ist. Für die ist es auch ein richtiges Highlight-Spiel“, so der 23-Jährige.

Für ihn ist es dabei auch eine Rückkehr in die Heimat. In der Jugend hatte er bei Regensburg gespielt. Daher freut sich Martel besonders auf den Trip in Richtung von Freunden und Familie. Dabei ist die Motivation im Pokal durch den Viertelfinaleinzug in der abgelaufenen Saison nochmal höher. „Wir wissen jetzt auf jeden Fall, was möglich ist, wie weit wir es schon geschafft haben. Und wie gesagt, man sieht, im Pokal ist alles möglich.“

Nach Millionen-Transfer: Rav van den Berg trainiert das erste Mal mit der Mannschaft

Rav van den Berg im Training des 1. FC Köln
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Nach Millionen-Transfer: Rav van den Berg trainiert das erste Mal mit der Mannschaft

Am Mittwoch war Rav van den Berg als zehnter Neuzugang des FC vorgestellt worden. Nur einen Tag später war der Innenverteidiger schon voll dabei am Geißbockheim: Rav van den Berg trainiert das erste Mal beim 1. FC Köln mit.

Nach dem Millionen-Transfer bleibt dem FC-Neuzugang nicht viel Zeit, um sich einzugewöhnen: Rav van den Berg trainiert das erste Mal beim 1. FC Köln mit.

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Er ist einer der teuersten Kölner Zugänge überhaupt: Für kolportierte acht Millionen Euro und mögliche zwei Millionen Euro an Bonuszahlungen holte der 1. FC Köln Rav van den Berg aus der zweiten englischen Liga vom FC Middlesbrough in die Domstadt. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt dem Innenverteidiger aber nicht. Denn schon knapp 24 Stunden nach der offiziellen Verkündung ist der Neuzugang direkt voll dabei und absolviert heute sein erstes Mannschaftstraining. So können ihn auch die Kölner Fans das erste Mal in Augenschein nehmen.

Wie schnell kann van den Berg helfen?

Für van den Berg wird es jetzt darum gehen, sich möglichst schnell an die neue Spielphilosophie von Trainer Lukas Kwasniok zu gewöhnen. Mit seinen Stärken in der Zweikampfführung und seiner guten Spieleröffnung passt der Niederländer dabei sehr gut in das System seines neuen Trainers. Diese Qualitäten betonte auch Sportdirektor Thomas Kessler bei der Vorstellung des 21-Jährigen: „Er verfügt über eine starke physische Präsenz, ausgeprägte Athletik sowie Qualitäten im Zweikampf und in der Spieleröffnung. Mit diesem Profil wird er unserem Defensivverbund zusätzliche Stabilität und Variabilität verleihen.“

Und vielleicht kann der Neuzugang das ja sogar schon im ersten Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg zeigen. Denn bei der Höhe der Ablösesumme dürfte der Niederländer auch als Soforthilfe eingeplant sein. Um am kommenden Sonntag aber direkt in der Startelf zu stehen, muss sich van den Berg im Training ins Zeug legen und Kwasniok damit überzeugen. Dabei wäre es aber auch völlig normal, wenn der 21-Jährige in seinem jungen Alter noch eine etwas längere Eingewöhnungszeit brauchen sollte. Denn neben dem System muss der Innenverteidiger erstmal noch seine Nebenleute kennenlernen und sich in einem neuen Land einleben. Trotzdem können sich die FC-Fans Hoffnung machen, van den Berg schon gegen Regensburg nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern auch auf dem Spielfeld genauer in Augenschein nehmen zu können.

Das nächste Talent: Der 1. FC Köln verpflichtet Offensivspieler aus Berlin

Maik Afri Akumu hat beim FC unterschrieben
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Das nächste Talent: Der 1. FC Köln verpflichtet Offensivspieler aus Berlin

Bereits am Morgen machte das Gerücht die Runde, nun hat es der FC offiziell gemacht. Der 1. FC Köln verpflichtet Maik Afri Akumu. Der 17-Jährige kommt von Hertha BSC.

Der FC rüstet auch im Nachwuchs weiter auf. Nun gibt es ein weiteres Talent bei den Geißböcken. Der 1. FC Köln verpflichtet Maik Afri Akumu. Der 17-jährige Offensivspieler wechselt von Hertha BSC an den Rhein.

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Der 17-Jährige hat laut FC einen langfristigen Vertrag unterschrieben. „Mit Maik Akumu kann der 1. FC Köln einen hochveranlagten Offensivspieler verpflichten, der sicherlich rund um seinen Jahrgang als einer der spannendsten Talente angesehen werden kann“, sagt Lukas Berg, technischer Direktor beim FC. „Wir beschäftigen uns schon seit langer Zeit mit Maik und sind daher stolz, dass wir den Transfer nun realisieren konnten. Maik wird von uns die Zeit und die volle Unterstützung bekommen, um hier in Köln anzukommen und sein Potenzial zu entfalten.“ Akumu wurde in Berlin geboren und durchlief seit der U9 alle Nachwuchsteams der „alten Dame“. Der Linksaußen kam in der abgelaufenen Spielzeit auch in der U19 sowie der zweiten Mannschaft der Herthaner zum Einsatz. In fünf Partien erzielte er zwei Tore und gab eine Vorlage. In der U17 erzielte er in der Vorrunde acht Tore in zehn Spielen. 

„Ich habe in den Gesprächen mit dem FC direkt großes Vertrauen gespürt“

„Der FC hat sich von Anfang an sehr um mich bemüht und mir direkt ein super Gefühl gegeben. Die Leistungen der Mannschaft in der vergangenen Saison haben mich wirklich beeindruckt und mir gezeigt, dass ich hier genau richtig bin. Jetzt freue ich mich darauf, mit dem Team Vollgas zu geben und daran anzuknüpfen“, sagt Maik Afri Akumu. Die große Nachwuchshoffnung spielte bereits in der U16- und U17-Nationalmannschaft. Akumu besitzt auch die polnische Staatsbürgerschaft. Am Donnerstagmorgen hatte es erste Meldungen in den Sozialen Medien über einen möglichen Wechsel gegeben. Nun ist er offiziell.

Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Thomas Kessler soll Sportdirektor beim 1. FC Köln bleiben
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Historischer Transfersommer: Der 1. FC Köln geht in die Vollen – erst einmal investierte der FC mehr

Mit der Verpflichtung von Rav van den Berg hat der FC zehn Spieler in diesem Sommer verpflichtet. Bislang haben die Geißböcke deutlich mehr als 20 Millionen Euro investiert, weitere könnten folgen. Nur einmal war es mehr. Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

Historisch war die Transfersperre, die den FC in der vergangenen Spielzeit umgeben hat. Keine Spieler dürften die Kölner im vergangenen Sommer registrieren. Nun sieht die Welt ganz offensichtlich anders aus. Der FC nimmt wieder ordentlich Geld in die Hand für die Kaderplanung: Der 1. FC Köln investiert wie selten zuvor.

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Plötzlich ging alles ganz schnell. Rav van den Berg hat am Dienstag seinen Vertrag bei den Geißböcken unterschrieben und ist damit Neuverpflichtung Nummer zehn für diesen Transfersommer. Der Niederländer kommt vom FC Middlesbrough, soll beim FC eine tragende Rolle übernehmen und dann vermutlich auch eines Tages einen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Aktuell belastet der Transfer das Kölner Konto dann doch schon erheblich. Wie tief die Kölner nun wirklich in die Tasche gegriffen haben, ist nicht ganz klar. Während in Deutschland eine Ablöse von acht bis zehn Millionen Euro genannt wird, berichten englische Medien sogar von elf Millionen Pfund, also rund zwölf Millionen Euro. Eine stolze Summe. Eine Summe, die den 21-Jährigen direkt in die Top-drei der teuersten Neuverpflichtungen der Kölner Vereinsgeschichte feuert.

2017 wurden fast 40 Millionen investiert

Den Rekord hält nach wie vor Jhon Cordoba, den die Kölner 2017 für rund 17 Millionen Euro aus Mainz verpflichteten. Für Lukas Podolski legten die Geißböcke 2009 zehn Millionen auf den Tisch, für Sebastiaan Bornauw 2019 um die acht. Van den Berg weiß zwar noch nicht die ganz große Erstliga-Erfahrung vorzuweisen, das Potenzial des U21-Nationalspielers der Niederlande wird als besonders hoch eingeschätzt. Hoch sind auch die Ausgaben, die der FC in diesem Sommer damit verzeichnet. Insgesamt hat Thomas Kessler (inklusive Trainer Lukas Kwasniok) knapp 25 Millionen Euro in die Hand genommen. Möglicherweise kommen fünf weitere für Derrick Köhn dazu, der ebenfalls noch eine Option auf eine Neuverpflichtung sein soll. Schon jetzt hat der FC in einer Transferperiode mehr ausgegeben als in den vergangenen vier Spielzeiten zusammen.

Zur Saison 2020 investierte Köln laut transfermarkt.de knapp 20 Millionen Euro in den Kader. Ein Jahr zuvor waren es sogar etwas mehr als 20 Millionen. Die Rekord-Investition gab es zur Europapokal-Saison 2017. Damals schmiss der FC rund 40 Millionen Euro in den Ring, alleine 17 für Cordoba. Der Ausgang der Spielzeit ist bekannt. Nach den Jahren des Sparens hat der FC nun offenbar einen neuen Ansatz gewählt. Auch, weil es durch die Verkäufe von Jonas Urbig, Max Finkgräfe und Damion Downs frisches Geld gegeben hat. Thomas Kessler nimmt wieder Geld in die Hand, um die Gefahr eines weiteren Abstiegs möglichst gering zu halten. Dass der Klassenerhalt trotz der Investitionen aber kein Selbstläufer wird, zeigt der Blick auf den Kaderwert-Vergleich der Liga. Da liegen die Kölner trotz der Neuverpflichtungen auf Rang 15. Der Abstand zu Union Berlin auf Platz 14 beträgt mehr als 40 Millionen Euro.

Kommentar: Thomas Kessler wird zu recht gefeiert, geht aber auch ein Risiko ein

Thomas Kessler wirkt nachdenklich
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Kommentar: Thomas Kessler wird zu recht gefeiert, geht aber auch ein Risiko ein

Zehn Spieler hat der FC in diesem Sommer bereits verpflichtet. Dafür haben die Kölner viel Geld in die Hand genommen. Das macht Hoffnung, es nimmt aber auch das Team, den Trainer, vor allem aber Thomas Kessler in die Pflicht. Ein Kommentar zu den Transfers des 1. FC Köln.

Zehn neue Spieler, rund 25 Millionen Euro Ausgaben – Thomas Kessler hat viel investiert, um die Gefahr eines Abstiegs zu minimieren. Der ist aber nur durch die Investitionen nicht vom Tisch. Und Kessler selbst wird am Ende des Tages am Erfolg der Mannschaft gemessen. Ein Kommentar zu den Transfers des 1. FC Köln.

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Ein Königreich für die Gedanken, die Christian Keller dieser Tage umgeben. Der ehemalige Kölner Sportdirektor wird ganz sicher mitbekommen haben, was gerade rund um das Geißbockheim geschieht. Rund 25 Millionen Euro hat der FC in diesem Sommer in den Kader investiert und damit mehr als Keller in seiner gesamten Amtszeit in Köln in die Hand genommen hat. Natürlich ist nicht bekannt, ob der 46-Jährige sein Kölner Gesundungs-Gebilde in sich zusammenstürzen sieht oder vielleicht sogar den Hut vor der Arbeit seines Nachfolgers zieht. Es ist genauso wenig bekannt, ob Keller nicht ebenfalls im ersten Sommer nach dem Registrierungsverbot die Transfer-Offensive gewagt hätte, wenngleich nicht wirklich davon auszugehen ist. De facto weht aktuell ein neuer Wind beim FC und Keller dürfte zumindest Genugtuung verspüren, dass er diesen Umbruch sicherlich zu großen Teilen mit ermöglicht hat.

Neuverpflichtungen als Hoffnungsträger

Zehn neue Spieler wurden verpflichtet, möglicherweise kommen mit Derrick Köhn oder Raphael Obermair Nummer elf und zwölf dazu. Und auch ein weiterer Zugang im Angriff würde ebenfalls nicht sonderlich überraschen. Ob alle Neuverpflichtungen einschlagen, ist wie immer komplett offen. Zumal die Geißböcke in der jüngeren Vergangenheit bekanntlich auch den ein oder vielmehr die anderen Fehlgriffe im Repertoire hatten. Mit jedem getätigten Transfer will Thomas Kessler das Risiko jedenfalls minimieren, dass es direkt wieder in Richtung Liga zwei geht. Gerade die Transfers von Ragnar Ache, Isak Johannesson, Jakub Kaminski und zuletzt auch Rav van den Berg nähren die Hoffnung auf eine gute Saison, Kristoffer Lund, Thomas Krauß und Sebastian Sebulonsen haben bereits in der Vorbereitung überzeugt und könnten somit die positiven Überraschungen der Saison werden. Unterm Strich hat Kessler ganz offensichtlich gute Arbeit geleistet.

Richtige Reaktion auf Absagen

Der FC scheint auf einem guten Weg zu sein. Und alle Fans, die sich in den vergangenen Jahren vergeblich die Top-Investitionen gewünscht haben, die der Meinung waren, ein gewisses Risiko muss man dann auch mal eingehen, werden sich nun gestärkt fühlen. Doch da ist eben auch die andere Seite. Denn der Kauf von Spielern alleine, die Millionen-Investitionen, garantieren eben nicht zwangsläufig den Klassenerhalt. Geld alleine bringt eben nicht folgerichtig den Erfolg wie selbst die Geschichte des FC zeigt. 2017 investierte Köln rund 40 Millionen Euro vor der bevorstehenden Europa-League-Saison und stieg am Ende ab. Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun, die Situation ist eine andere, die Euphorie soll nicht gebremst werden, eine Mahnung ist durchaus angebracht. Denn obwohl Kessler mit Investitionen die Gefahr eines Abstiegs minimiert, steigt das Risiko eines erneuten Umbruchs, wenn der Plan am Ende der Saison eben nicht aufgeht.

Kessler hat nach den Absagen zu Beginn der Transferphase einige richtige Entscheidungen getroffen, Transfers aus dem Hut gezaubert, mit denen keiner mehr gerechnet hat und nun die Chance, sich endgültig in die Herzen der Fans zu bewegen. Der ehemalige Keeper hat gleichzeitig aber auch die Latte sehr hoch gehängt. Christian Keller hat in der Vergangenheit immer wieder sehr sachlich betont, dass ein Sportchef am Erfolg der Mannschaft gemessen wird. Recht hat er. Das galt für ihn und wird nun auch für Thomas Kessler gelten. Die Neuverpflichtungen machen große Hoffnung, es bleibt das Risiko.