Gianluigi Buffon über Hector-Elfer: „Manchmal träume ich noch davon“

Gianluigi Buffon träumt noch vom Hector-Elfmeter.
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Gianluigi Buffon über Hector-Elfer: „Manchmal träume ich noch davon“

Mit seinem verwandelten Elfmeter gegen Italien bei der EM 2016 schoss Jonas Hector die DFB-Auswahl ins Halbfinale. Die beiden Protagonisten erinnerten sich nun noch einmal an den Elfer.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über seinen Elfmeter gegen Gianluigi Buffon. Die italienische Torwart-Legende erinnert sich im DFB-Interview an die gleiche Szene. Gianluigi Buffon träumt noch vom Hector-Elfmeter.

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Für die deutsche Fußballnationalmannschaft laufen die Vorbereitungen auf das Turnier im eigenen Land mit den Testspielen gegen Frankreich und den Niederlanden auf Hochtouren. Einen FC-Profi wird man bei dem Heimevent im Sommer nicht im Dress der Nationalmannschaft sehen. Auch, wenn es zu Beginn der Saison den leisen Wunsch des ein oder anderen Fans, vielleicht sogar des ein oder anderen FC-Verantwortlichen gegeben hat, weder Davie Selke noch Marvin Schwäbe bewegen sich aktuell im Dunstkreis der DFB-Elf. Und so bleiben nur die Erinnerungen an die letzten FC-Profis im Nationaldress. Die Sehnsucht nach einem Kölner Nationalspieler ist bei den Fans groß.

Der 18. Elfmeter bringt die Entscheidung

Dabei erlebt ein ehemaliger Spieler der DFB-Auswahl gerade eine kleine Erinnerungsauffrischung: Jonas Hector. Bei der Europameisterschaft 2016 hatte der damals 26-Jährige mit seinem verwandelten Elfmeter gegen Italien-Legende Gianluigi Buffon Deutschland ins Halbfinale des Turniers in Frankreich geschossen. Ein unglaubliches Elfmeterschießen, bei dem Hector als 18. Schütze (!) für die Entscheidung sorgte. Im Halbfinale folgte gegen Frankreich das Aus. In einem Interview mit dem DFB betonte der ehemaligen Italien-Keeper Buffon, dass er den Treffer nicht vergessen könne. „Manchmal träume ich tatsächlich noch davon“, sagte Buffon lachend. „Der Ball rutschte mir unter der Hüfte durch, es war so knapp. Hätte ich den Ball gehalten, hätten wir noch eine Chance gehabt.“ Doch es war der finale Schuss vom Punkt. „Das Unglaublichste war aber, dass Deutschland drei der ersten fünf Elfmeter verschoss und wir trotzdem nicht gewinnen konnten.“

Hector: „Weil ich ihn einfach nicht gut schieße“

Tatsächlich war bis dahin kein Elfmeterschießen einer EM länger. „Irgendwann muss man dann, und da habe ich mein Herz in die Hand genommen“, sagte Hector damals. „Wenn man sich die Dramatik vor Augen hält und daran denkt, dass ich das erste Mal bei einem Turnier dabei bin, war das sicher mein bislang größter Moment“, gab der Kölner damals zu. Wie der Ex-Profi aber in der aktuellen Folge seines Podcasts Schlag und fertig betont, habe auch gar nicht so viel gefehlt und der 18. Versuch wäre beim Gegner gelandet, das Elfmeterschießen fortgesetzt worden. „Der ging doch nur rein, weil ich ihn einfach nicht gut schieße“, sagt Hector. „Wenn der richtig in die Ecke gegangen wäre, hätte er ihn gehabt.“

Wenige Tage nach dem wichtigen Treffer hatte sich das noch anders angehört. „Er hat den Elfmeter nicht gehalten, also war er unhaltbar“, hatte der Linksverteidiger damals gesagt. Später erklärte Hector gegenüber dem DFB: „Auf dem Weg zum Punkt habe ich über die Ecke nachgedacht, in die ich schießen wollte. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich mich noch zweimal umentschieden.“ Für Hector war es der erste Elfmeter seiner Profi-Karriere. Der Linksverteidiger hatte 2014 sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben und war bei der EM 2016 überraschend in der Stammelf gesetzt. 2020 trat der Linksverteidiger aus der Nationalmannschaft zurück. Ein Comeback-Angebot des damaligen Bundestrainers Hansi Flick schlug Hector für die WM 2022 aus.


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Keine Straffreiheit nach Protesten: Die nächsten Sanktionen stehen im Raum

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Keine Straffreiheit nach Protesten: Die nächsten Sanktionen stehen im Raum

Auf die Bundesligisten kommen die nächste Strafen zu. Trotz der Forderung einiger Clubchefs nach Straffreiheit für die Fanproteste gegen den Einstieg eines Investors bei der DFL hat der DFB-Kontrollausschuss finanzielle Sanktionen beantragt.

Rechnungen vom DFB ist der FC in dieser Spielzeit bereits gewohnt. Schon bald soll die nächste Sanktion für den 1. FC Köln kommen: Keine Straffreiheit gibt es zumindest nach den Protestaktion. Der Wurf von Tennisbällen, Schokotalern und ferngesteuerten Autos soll die betroffenen Clubs nun teuer zu stehen kommen.

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Schokotaler, Tennisbälle, Flummis, sogar ferngesteuerte Autos und Flugzeuge – der Einfallsreichtum einiger Fans war in Sachen Protest gegen den Einstieg eines Investors bei der DFL groß. Selbst der ehemalige Kölner Kapitän Jonas Hector konnte den Aktionen eine gewisse Kreativität abgewinnen, auch wenn der 33-Jährige in seinem Podcast Schlag und fertig damals betonte, dass er lieber Fußball schauen wolle und mit manchen Aktionen haderte. „Mir macht es jetzt nicht unbedingt Spaß, die Konferenz am Samstagmittag zu gucken, weil es keine Konferenz mehr ist.“ Am Ende hatten die Protestaktionen Erfolg, die DFL brach die Gespräche mit einem Investor ab, das Thema ist – zumindest vorerst – vom Tisch.

Keller für Straffreiheit

Auf Seiten der DFL, denn auf die betroffenen Clubs kommen nun Sanktionen zu. Der DFB-Kontrollausschuss hat diese beantragt. „Das Gremium wird nach eigenen Angaben maßvolle und je nach Liga und Länge der Spielunterbrechungen abgestufte Geldstrafen beim DFB-Sportgericht beantragen“, heißt es von Seiten des DFB. „Es war von vornherein klar, dass wir keine Flummis und Tennisbälle zählen, sondern mit Pauschalbeträgen arbeiten werden, so wie wir es bei vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit auch getan haben“, so Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses. „An einem friedlichen Protest ist nichts auszusetzen. Aber Gegenstände, die in den Innenraum fliegen, können dort befindliche Personen gefährden, und Unterbrechungen stehen einem reibungsfreien Ablauf des Spielbetriebs entgegen. Deshalb werden dafür wie üblich Sanktionen beantragt.“

Beim FC hat man mit Sanktionen gerechnet. „Als Klub hat man im Kontext der Fanproteste nach jedem Spiel Aufforderungen erhalten, zu den Spielunterbrechungen Stellung zu nehmen“, sagte Christian Keller im Februar dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, plädierte aber dennoch für eine Straffreiheit. „Wenn die DFB-Sportgerichtsbarkeit weitsichtig wäre, würde man nach der DFL-Entscheidung auch die potenziellen Strafgesuche einstellen und Ruhe einkehren lassen. Wir hatten eine Ausnahmesituation für den gesamten deutschen Profifußball, die nicht über den Strafzumessungsleitfaden abgedeckt ist.“

Strafen zwischen 10.000 und 50.000 Euro

Laut DFB sollen die Sanktionen „für den Bereich der Bundesliga je nach Länge der Unterbrechung abgestuft zwischen 10.000 und maximal 50.000 Euro bei Extremfällen liegen“, heißt es weiter. Thomas Bergmann, DFB-Vizepräsident und für Rechtsangelegenheiten zuständig, betonte laut DFB, dass nicht der Protest an sich sanktioniert werden soll: „Aber wenn Spiele unterbrochen werden müssen, dann sind natürlich Grenzen überschritten. Das Vorgehen des Kontrollausschusses ist bewusst ausgesprochen moderat und mit dem Präsidium abgestimmt. Hier herrscht Konsens.“ Beim FC waren unter anderem die Heimspiele gegen Dortmund, Frankfurt und Bremen unterbrochen worden. Ein Spielabbruch stand aber wie bei anderen Begegnungen nicht unmittelbar bevor.


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Sorge um Finkgräfe, Chance für Heintz?

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Sorge um Finkgräfe, Chance für Heintz?

Max Finkgräfe hat das Trainingslager in Spanien frühzeitig verlassen. Die Rückenbeschwerden verursachen bei den FC-Bossen die ein oder andere Sorgenfalte. Am Freitag erhält somit wohl Dominique Heintz eine Chance im anberaumten Testspiel.

Für Max Finkgräfe ist das Trainingslager beendet, bevor es richtig begonnen hat. Nun ist der Youngster wieder in Köln. Am Freitag wird somit Dominique Heintz mal wieder auflaufen. Es überwiegt aber die Sorge um Max Finkgräfe.

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Bundesliga-Debüt, Premieren-Treffer, Stammspieler – die Entwicklung von Max Finkgräfe in dieser Saison werden selbst die Kölner Verantwortlichen im Sommer so nicht auf dem Schirm gehabt haben. Der 19-Jährige ist vom Talent, vom Youngster zum Hoffnungsträger im Abstiegskampf avanciert. So sehr, dass selbst gestandene TV-Experten wie Lothar Matthäus den Vergleich zu Köln-Idol Jonas Hector gezogen haben. Doch die rasante Entwicklung hat jetzt einen ersten dicken Dämpfer erhalten. Max Finkgräfe ist ausgebremst worden – vom eigenen Körper. Der 19-Jährige musste das Trainingslager in Spanien abbrechen, hat keine einzige Einheit dort absolviert und ist zu weiteren Untersuchungen nach Köln zurückgekehrt.

Fokus rückt auf Dominique Heintz

Die anhaltenden Rückenbeschwerden des Youngsters bereiten nun den Kölner Verantwortlichen Sorge. Denn Finkgräfe fiel bereits in der U19 mit ähnlichen Problemen wochenlang aus. Ein ähnliches Szenario will man beim FC verständlicherweise vermeiden. Finkgräfe ist seit Wochen der beständigste Kölner Profi, gilt als perfektes Beispiel für den künftigen Kölner Weg und er hat sich fest- und in den Fokus der deutschen U21 gespielt. Ob der 19-Jährige längere Zeit ausfällt, ist offen. Möglicherweise bringen schon Untersuchungen am Donnerstag Aufschluss. Fakt ist aber, dass es für die Einheiten in Spanien nicht mehr gereicht hat. Die Hoffnung, dass der Youngster vor Ort fit wird, haben sich schnell zerschlagen.

Und somit dürfte Dominique Heintz am Freitag in den Fokus von Timo Schultz rücken. Der Routinier ist einer der großen Verlierer des Trainerwechsels. Gerade zum Ende des vergangenen Jahres erhielt Heintz unter Steffen Baumgart gleich mehrfach das Vertrauen. Seit Timo Schultz die Geschicke der Geißböcke leitet, kam der 30-Jährige zu zwei Einsätzen, spielte insgesamt zwei Minuten. Wohl eher um Zeit von der Uhr zu nehmen. Im Kampf um einen Platz in der Innenverteidigung hat Heintz nur geringe Chancen. Zumindest betonte Schultz zuletzt, dass Luca Kilian sehr nah an der ersten Elf sei. Zwar kann der Routinier – wie unter Baumgart – auf der linken Abwehrseite spielen, die Konkurrenz erscheint mit Max Finkgräfe, aber auch mit Leart Pacarada aktuell eine Nummer zu groß für Heintz.

Einsatz am Freitag

Im Testspiel gegen den isländischen Vertreter Breidablik Kópavogur wird Heintz am Freitag aber dennoch seine Chance erhalten. Finkgräge ist ab-, Pacarada gar nicht erst angereist. Der 29-Jährige ist mit der Nationalmannschaft des Kosovo auf Länderspielreise, spielt gegen Armenien und Ungarn. Für den gelernten Innenverteidiger die Chance, sich für mehr zu beweisen. Zum einen für eine bessere Position im Kader, zum anderen läuft der Vertrag von Heintz im kommenden Sommer aus. Ob der Abwehrspieler den Kontrakt gerne verlängern würde, ist offen. Ein Gespräch hatte es vor dem Trainingslager dem Vernehmen nach nicht gegeben.



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DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Direktes Duell am Sonntag

So spielt der 1. FC Köln zum Saisonfinale.
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DFL terminiert weitere FC-Spieltage: Direktes Duell am Sonntag

Die Deutsche Fußball Liga hat die Spieltage 31 bis 34 terminiert. Der FC muss einmal sonntags ran. Und das im wichtigen Duell gegen Mainz 05.

Viele Fans haben bereits drauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Ansetzungen der Spieltage 31 bis 34 bekannt gegeben. So spielt der 1. FC Köln zum Saisonfinale.

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Die Fans hatten darauf gewartet, nun hat die Deutsche Fußball Liga die Begegnungen nach der Länderspielpause terminiert. Zunächst werden die Geißböcke am 31. März auf die Zielgrade der aktuellen Spielzeit einbiegen und vermutlich noch einen Schlussspurt hinlegen müssen. Gerade drei der vier terminierten Spiele könnten noch einmal maßgeblichen Anteil über den Ausgang der Saison für die Kölner haben. Zunächst sind die Geißböcke zu Gast beim FC Augsburg. Die Begegnung findet am Ostersonntag, den 31. März in Augsburg statt (15.30 Uhr, DAZN). Auf das Sonntagsspiel folgen bekanntlich drei Samstagsduelle (jeweils 15.30 Uhr).

Der FC spielt drei Mal am Samstagnachmittag

Aber schon am 31. Spieltag könnte eine Vorentscheidung im Kampf um den Relegationsplatz fallen. Dann muss der FC nach Mainz. Die Begegnung findet am Sonntag, den 28. April statt (17.30 Uhr, DAZN). Eine Woche später folgt samstags das Heimspiel gegen den SC Freiburg, als nominelles Topspiel wird es um 18.30 Uhr angepfiffen (SKY). Die letzten beiden Saisonspiele gegen Union Berlin und zum Abschluss in Heidenheim finden dann wieder samstags um 15.30 Uhr (Beide Sky) statt. Sollte der FC in die Relegation rutschen, wird diese am 23. und 27. Mai gespielt. Der Bundesligist hat zunächst Heimrecht.

Die Kölner Ansetzungen bis zum 34. Spieltag

27. Spieltag
FC Augsburg – 1. FC Köln (Sonntag, 31.3., 15.30 Uhr, Sky)

28. Spieltag
1. FC Köln – VfL Bochum (Samstag, 6.4., 15.30 Uhr, Sky)

29. Spieltag
FC Bayern München – 1. FC Köln (Samstag, 13.4., 15.30 Uhr, Sky)

30. Spieltag
1. FC Köln – SV Darmstadt 98 (Samstag, 20.4., 15.30 Uhr, Sky)

31. Spieltag
FSV Mainz 05 – 1. FC Köln (Samstag, 28.4., 17.30 Uhr, DAZN)

32. Spieltag
1. FC Köln – SC Freiburg (Samstag, 4.5., 18.30 Uhr, Sky)

33. Spieltag
1. FC Köln – Union Berlin (Samstag, 11.5., 15.30 Uhr, Sky)

34. Spieltag
1. FC Heidenheim – 1. FC Köln (Samstag, 17.5., 15.30 Uhr, DAZN)


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Max Finkgräfe muss abreisen

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Max Finkgräfe muss abreisen

Während Florian Kainz nach Spanien nachgereist ist und die ersten Einheiten mit der Mannschaft absolviert, muss Max Finkgräfe die Heimreise antreten.

Der eine reist an, der andere muss wieder abreisen: Max Finkgräfe verlässt vorzeitig das Trainingslager in Spanien. Der Youngster unterzieht sich in Köln weiteren Untersuchungen.

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Eigentlich wollte sich Timo Schultz mit dem 1. FC Köln in Spanien möglichst geräuschlos auf das Saisonfinale vorbereiten. Das hat nicht ganz geklappt. Für Max Finkgräfe ist das Trainingslager jedenfalls beendet, bevor es für den Youngster so richtig begonnen hat. Während Florian Kainz am Dienstag die Unterkunft in Spanien betrat, musste Finkgräfe am Mittwoch unfreiwillig die Koffer packen. Für den Kölner Hoffnungsträger geht es zurück nach Köln zu weiteren Untersuchungen. Der 19-Jährige hatte an der Costa Blanca nicht eine Einheit absolviert, litt unter Rückenbeschwerden. Es ist nicht die erste Verletzung dieser Art des Eigengewächses.

Kainz im Mannschaftstraining

Dafür ist Florian Kainz wieder voll bei der Mannschaft. Der Kapitän hatte einen Tag Sonderurlaub bekommen, nachdem am Samstag sein Sohn Jaro auf die Welt gekommen ist. Kainz reiste am Dienstagnachmittag in Spanien an. Einen Teil des Mannschaftstrainings absolvierte auch Luca Waldschmidt. Dennoch geht man beim FC behutsam mit dem Offensivspieler um. Zu schnell soll der 27-Jährige nicht wieder zurück auf den Platz kommen. Ein Einsatz gegen Augsburg ist eher unwahrscheinlich. Eine Pause gibt es zudem für Davie Selke. Der Angreifer soll nach der Länderspielpause wieder eine wichtige Rolle in der Mannschaft von Timo Schultz einnehmen. Am Mittwoch meldete sich der Stürmer mit leichten Erkältungssymptomen ab.

Auch Dejan Ljubicic und Linton Maina können noch nicht ins Mannschaftstraining einsteigen. Die beiden Mittelfeldspieler hatten bereits das Heimspiel gegen Leipzig krankheitsbedingt verpasst. Aktuell trainieren die beiden individuell. Marvin Schwäbe war bekanntlich nicht mitgereist. Denis Huseinbasic, Leart Pacarada, Jan Thielmann und Eric Martel sind mit den Nationalmannschaften unterwegs.



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Jonas Hector: „Die Qualitäten sind mir irgendwann abhandengekommen“

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Jonas Hector: „Die Qualitäten sind mir irgendwann abhandengekommen“

Jonas Hector verfolgte die 1:5-Niederlage des 1. FC Köln gegen RB Leipzig am Freitagabend im Stadion. In der aktuellen Podcast-Folge von „Schlag und fertig“ äußerte sich Hector zum FC, aber auch zu der DFB-Auswahl.

In der neuen Folge von „Schlag und fertig“ spricht der ehemalige Kapitän der Kölner über das vergangene Fußball-Wochenende. Das sagt Jonas Hector zur 1:5-Niederlage des FC und zur DFB-Auswahl.

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Während der 1. FC Köln gerade im Kurztrainingslager den Krisenmodus ein wenig in Vergessenheit geraten zu lassen, hängt die 1:5-Pleite vom vergangenen Freitag gegen RB Leipzig beim ehemaligen FC-Kapitän Jonas Hector nach. Der ehemalige Defensivspieler war natürlich im Stadion. „Es war schade, ich fand die erste Halbzeit war noch relativ ausgeglichen. Klar, Leipzig hatte da auch große Chancen“, sagt Hector im Podcast „Schlag und fertig“. „Ich fand es aber gar nicht so schlecht. Irgendwie lag doch etwas in der Luft, dass es zu einer Überraschung hätte kommen können.“ Tatsächlich stand es lange 1:1. Der FC war zwar Leipzig in vielen Belangen unterlegen, hielt das Spiel aber offen. „Wenn dann noch ein zweiter durchrutscht und du irgendwann führst, weiß man nicht, was dann passiert.“

Jonas Hector: „Die restlichen 20 Minuten waren einfach absitzen“

Doch es rutschte kein zweiter durch. Im Gegenteil: Leipzig schlug innerhalb weniger Minuten gleich mehrfach zu. „Aber wenn eine solche individuelle Qualität vorhanden ist und sie dann abgerufen wird, dann hat es auch meistens geklingelt“, sagt Hector. „Mit dem 3:1 war das Spiel de facto gelaufen. Die restlichen 20 Minuten waren einfach absitzen.“ Dabei hatte den 33-Jährigen gerade das Freitagabend-Feeling vor dem Spiel noch gepackt. „Man merkt, dass die Leute einfach Bock haben, ins Stadion zu gehen.“

An RB Leipzig hat Hector gute Erinnerungen. Vor drei Jahren erzielte der eigentliche Linksverteidiger als Offensivspieler zwei Tore und leitete die Wende im Abstiegskampf ein. Das während der Corona-Zeit, in einem leeren Stadion. „Ich bin mit offenen Armen Richtung Eckfahne gelaufen und da war eben keiner. Da war noch nicht mal ein Mitspieler. Ich habe mich riesig gefreut und da war einfach keiner“, sagt Hector, der zugibt, dass er in seiner Karriere gerne mehr Tore geschossen hätte. „Ich hätte es so gerne gemacht. Aber die Qualitäten sind mir irgendwann abhandengekommen.“ Ein Tor erzielte der 33-Jährige bei der EM 2016 im Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Italien und Gianluigi Buffon. „Der ging rein, weil ich ihn einfach nicht gut schieße“, sagt Hector. „Wenn der richtig in die Ecke gegangen wäre, hätte er ihn gehabt.“

Jonas Hector: „Das werden jetzt richtige Gradmesser“

Das Aufgebot der aktuellen DFB-Auswahl hat der ehemalige Nationalspieler auch verfolgt. „Es sind viele Neue dabei, mit denen keiner gerechnet hat“, sagt Hector. „Es sind jetzt die letzten beiden Spiele vor dem Trainingslager und dann der EM – wirklich viel Zeit bleibt nicht, um sich einzuspielen. Das wird spannend. Aber es ist grundsätzlich der richtige Weg. Es geht darum, dass man zum jeweiligen Zeitpunkt die bestmöglichen Spieler auf dem Platz hat.“ Die ersten Eindrücke wird es bereits in den kommenden Tagen in den Länderspielen gegen Frankreich und die Niederlande geben. „Das werden jetzt richtige Gradmesser“, sagt Hector, der hofft, dass die EM-Euphorie keinen ersten großen Dämpfer erhält.


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Duell um den Relegationsplatz: Der Vorteil liegt bei Mainz

1. FC Köln - Relegationsplatz: der Vorteil liegt bei Mainz.
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Duell um den Relegationsplatz: Der Vorteil liegt bei Mainz

Aktuell deutet viel daraufhin, dass es zwischen dem FC und Mainz zum Duell um den Relegationsplatz kommt. Stand jetzt liegt der Vorteil wohl eher bei den Rheinhessen.

Unter der Sonne Spaniens bereitet sich der 1. FC Köln auf ein packendes Saisonfinale vor. Bislang deutet viel auf ein Schneckenrennen zwischen dem FC und dem FSV Mainz hin. Es geht für den 1. FC Köln um den Relegationsplatz: der Vorteil liegt bei Mainz.

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Mit dem 1:5 gegen RB Leipzig war der 1. FC Köln einer der großen Verlierer des vergangenen Spieltags. Und das nicht nur, weil der FC den Sachsen deutlich unterlegen war und eine Klatsche kassierte. Die Kölner sind nach der Niederlage wieder auf Rang 17 abgerutscht und haben zudem im Grunde auch eine Niederlage in Sachen Tordifferenz einstecken müssen. Die Aufgabe wird für die Geißböcke jedenfalls nicht einfacher. De facto bleiben dem FC nur noch acht Spiele, das sichere Ufer mit dem VfL Bochum auf Rang 15 sowie dem VfL Wolfsburg auf Platz 14 ist weiterhin sieben Punkte entfernt. Die Kölner müssten also in den verbleibenden Spielen zwei Begegnungen mehr gewinnen und zudem ein weiteres Remis mehr holen als die direkte Konkurrenz. Ein schweres Unterfangen. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel holte der Tabellenvorletzte in den letzten acht Saisonspielen im Schnitt zehn Zähler, der 16. immerhin neun.

Zweikampf mit dem FSV Mainz

Eine Aufholjagd ist also eher unwahrscheinlich. Zumal der VfL Bochum rein statistisch an dem Tabellenplatz gemessen das einfachere Restprogramm hat und es aus dem oberen Tabellendrittel nur noch mit Bayer Leverkusen am vorletzten Spieltag zu tun. Die Werkself könnte zu diesem Zeitpunkt schon Meister sein. Die Wölfe haben noch die Bayern und Leipzig vor der Brust, spielen aber auch noch gegen drei Keller-Kinder. Auch, wenn Timo Schultz weiterhin die Hoffnung auf eine kleine Serie nicht aufgegeben hat und es in den vergangenen 28 Jahren in 22 Fällen noch Verschiebungen bei den Keller-Kindern an den letzten acht Spieltagen gegeben hat, einen Rückstand von sieben beziehungsweise sechs Zählern hat es seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nicht gegeben.

So wird es für den FC wohl tatsächlich einzig auf den Zweikampf mit dem FSV Mainz 05 um den Relegationsplatz hinauslaufen. Und die Rheinhessen stehen nach dem 26. Spieltag einen Punkt besser da. „Egal, ob wir zwei Punkte vor Mainz oder einen dahinter sind, wir sind absolut in Schlagdistanz und haben alles in der eigenen Hand. Deswegen gehen wir den Rest der Saison sehr optimistisch an“, hatte der Kölner Coach am Freitag nach der 1:5-Pleite gesagt. In der Theorie hat der 46-Jährige auch recht. Der FC befindet sich aktuell mit Mainz auf Schlagdistanz und trifft am 31. Spieltag auch direkt auf die Rheinhessen. Sollten die Punkte bis dahin ähnlich verteilt sein, haben es die Kölner tatsächlich in den eigenen Händen, mit einem Sieg wieder an den 05ern vorbeiziehen.

Das Restprogramm ist ähnlich

Dass das aber kein Selbstläufer wird, ist wohl auch klar. Denn während der FC aus den jüngsten fünf Spielen nur zwei Punkte holte, zeigt die Formkurve der Mainzer seit der Neuverpflichtung von Bo Henriksen als neuem Coach steil nach oben. Mit einem Punkteschnitt von 1,4 liegt Henriksen auf Rang neun der aktuellen Bundesligatrainer, während Schultz mit 0,8 Rang 17 belegt. Die Rheinhessen holten aus den vergangenen fünf Spielen sieben Zähler, kassierten aber auch eine derbe 1:8-Klatsche. Und dennoch wirkt Mainz gefestigt und für den Abstiegskampf bereit. „Hauptziel ist es, Köln zu überholen – und dann die Gegner davor zu verunsichern“, gab Sportchef Martin Schmidt zuletzt vor. 

Beim FC soll vor allem der mantraartig wiederholte Hinweis auf das Restprogramm für Sicherheit sorgen. Tatsächlich haben die Kölner bis auf gegen die Bayern gegen jeden Gegner des oberen Tabellendrittels gespielt. So weit so gut – auf dem Papier sieht das Restprogramm sicher besser aus als die Partien vor der Länderspielpause. Zumal Köln noch neben der Begegnung gegen Mainz auch Bochum und Darmstadt auf der Liste hat. Unterm Strich holten die Geißböcke in der Hinrunde aber aus jenem vermeintlich leichten Restprogramm gerade einmal sieben Zähler, davon einen schon unter Timo Schultz gegen Heidenheim. Mit einem ähnlichen Punkteschnitt dürfte es eng werden, denn Mainz holte im gleichen Zeitraum neun Punkte.

Zudem ist auch das Restprogramm von Mainz nicht das schwerste. Immerhin bekommen es die Rheinhessen mit Borussia Dortmund und RB Leipzig mit noch zwei Gegnern aus der Top-Sechs zu tun. Gemessen an den Tabellenplätzen spielt der FC gegen Mannschaften, die im Schnitt auf Platz 11,38 liegen, die Gegner von Mainz kommen auf 10,75. Einen wirklichen Vorteil gibt es bei den Kölnern also nicht.



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„Die schlimmste Zeit ist vorbei“

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„Die schlimmste Zeit ist vorbei“

Luca Waldschmidt trainiert wieder auf dem Platz, allerdings nicht mit der Mannschaft. Ein Einsatz gegen den FC Augsburg kommt wohl zu früh.

Seit gut einer Woche trainiert Luca Waldschmidt wieder mit dem Ball und auf dem Platz – aktuell unter der Sonne Spaniens. Ein Einsatz gegen den FC Augsburg ist für Luca Waldschmidt aber sehr unwahrscheinlich.

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Luca Waldschmidt umkurvt Trainingsstangen mit Tempo, kommt an den Ball, nimmt Maß und trifft in das kleine Tor. Der Offensivspieler ist wieder auf dem Platz, wieder am Ball – wenn auch noch nicht mit der Mannschaft. Während seine Teamkollegen im Trainingslage an der Costa Blanca gemeinsam trainieren, arbeitet der 27-Jährige an seinem Comeback. „Die schlimmste Zeit ist vorbei“, sagt Waldschmidt. Die Wolfsburger Leihgabe hatte sich zu Jahresbeginn in einem Zweikampf das Wadenbein angebrochen und fiel seitdem verletzt aus. Nun geht es aufwärts für den Offensivspieler, der im Gegensatz zu den ebenfalls verletzten Justin Diehl und Mark Uth mit ins Kurztrainingslager gereist war. „Das hatte Priorität, damit nichts zurückbleibt. Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu sein, einen Ball am Fuß zu haben und wir kommen Tag für Tag voran.“  

Erst zwei Tore

Ein Einsatz gegen Augsburg am 27. Spieltag kommt für den ehemaligen Nationalspieler aber mit großer Wahrscheinlichkeit zu früh. „Wenn ich mir ein Ziel setze, dass nicht realistisch ist, dann wäre das eine Enttäuschung“, sagt Waldschmidt. Auch Timo Schultz trat zuletzt auf die Euporiebremse. „Natürlich wünscht man sich als Trainer, dass es schneller geht. Aber es wichtig, ihn sukzessive aufzubauen und Vernunft walten zu lassen“, so Schultz. „Er macht seine Schritte und wir werden schauen, ob es Sinn macht, ihn hier in Spanien oder erst wieder in Köln ins Mannschaftstraining zu integrieren.“ Der Kölner Trainer baut vor allem im Saisonfinale auf den Angreifer. Wirklich viele Spiele bleiben Waldschmidt aber nicht mehr.

Auch vor der Verletzung lief die Saison für den 27-Jährigen alles andere als optimal. Bislang kommt Waldschmidt in 17 Einsätzen auf zwei Tore. Der FC besitzt bekanntlich eine Kaufoption für den Offensivspieler. Die Ablöse soll zwischen drei und vier Millionen Euro betragen. In der jüngeren Vergangenheit ließ Waldschmidt seine Zukunft offen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der 27-Jährige den Gang in die 2. Liga mit den Kölnern antreten würde.


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Nur noch Tabellenvorletzter – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

Nur noch Tabellenvorletzter - doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung
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Nur noch Tabellenvorletzter – doch die Statistik macht ein wenig Hoffnung

Nach dem vergangenen Wochenende beträgt der Abstand zum sicheren Ufer sieben Punkte. Acht Spieltage vor Saisonende kann der Fokus für den FC erst einmal nur noch auf dem Relegationsplatz liegen. Doch ist ein Zweikampf wirklich so wahrscheinlich?

Auch nach dem 1:5 gegen Leipzig ist für den 1. FC Köln weiterhin alles möglich. Das Ziel heißt aber bei sieben Zählern Rückstand nur noch Relegationsplatz. Die Konkurrenz hat die Kölner im Kampf um Platz 15 abgehängt: Was dem FC dennoch Hoffnung machen darf.

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Trotz der schwachen Leistung gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende kann sich der 1. FC Köln weiterhin Hoffnung um den Klassenerhalt machen. Auch wenn sich die Tendenz bereits abgezeichnet hat, ist die direkte Rettung, der erste Platz über dem Strich für den FC aktuell kein Thema mehr. Oder doch? „Sieben Punkte Rückstand hört sich vermeintlich viel an – aber du musst einfach zweimal am Stück gewinnen, und dann sieht die Welt vielleicht schon wieder anders aus“, sagte Christian Keller jüngst. Doch bei insgesamt erst drei Saisonsiegen hört sich selbst der Wunsch nach einer kleinen Serie schon wie eine zu große Herausforderung an. Immerhin sind die kommenden Aufgaben die vermeintlich leichteren – zumindest wird man beim FC nicht müde, genau das zu betonen.

In der Regel Veränderungen zum Saisonfinale

Der Blick in die Statistik vermittelt zunächst einmal den Eindruck, dass die aktuelle Situation aber gar nicht so aussichtslos ist. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel gab es nur sechs Spielzeiten, in denen sich bei den drei Keller-Kindern nach dem 26. Spieltag nichts mehr verändert hat. Zuletzt in der Saison 2018/19 als es den 1. FC Nürnberg und Hannover 96 traf. Der VfB ging in die Relegation. Sonst konnten sich seit 1996 die Teams aus dem Tabellenkeller immer noch auf Rang 16 oder besser verbessern – allerdings bedeutete Rang 16 nicht immer die Relegation. Ebenfalls interessant für die Geißböcke: 16 Mal rettete oder verbesserte sich der Tabellenvorletzte zumindest noch in den letzten acht Saisonspielen. In der Spielzeit 2014/15 holte sich der VfB Stuttgart zudem als Tabellenschlusslicht noch 13 Punkte und rettete sich so auf Rang 14.

Im Schnitt zehn Punkte

Einen besonders beeindruckenden Ritt legten auch der VfL Bochum und Arminia Bielefeld in der Spielzeit 2006/07 hin. Nach dem 26. Spieltag belegten die beiden Klubs noch die Plätze 16 und 17. Bochum holte in den verbleibenden Spielen noch 18 Zähler, Bielefeld immerhin 16 und schlossen die Saison als Achter und auf Rang 12 ab. Beide Teams retteten sich locker. Aachen und Mainz rutschten noch in die Abstiegszone. Gladbach stieg als Tabellenschlusslicht ab. Der Relegationsplatz ist für die Kölner also definitiv noch möglich, gerade bei dem einen Zähler Rückstand auf Mainz. „Egal, ob wir zwei Punkte vor Mainz oder einen dahinter sind, wir sind absolut in Schlagdistanz und haben alles in der eigenen Hand“, sagte Timo Schultz. Das sicher rettende Ufer ist wohl nur schwer zu erreichen. Im Schnitt holte der Tabellenvorletzte aus den letzten acht Saisonspielen gerade einmal zehn Punkte.  


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Die magere Bilanz der Sommer-Transfers

Rasmus Carstensen hat es zur Stammkraft geschafft beim 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers
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Die magere Bilanz der Sommer-Transfers

Acht Spieler hat der 1. FC Köln im vergangenen Sommer verpflichtet, zur Stammkraft hat es nur einer geschafft. Das hat verschiedene Gründe.

Im kommenden Sommer wird dem 1. FC Köln nur die Rolle des Zuschauers auf dem Transfermarkt bleiben. Im vergangenen Sommer verpflichtete der FC acht Spieler – wirklich überzeugen konnten nur wenige. 1. FC Köln: So bewerten wir die Sommer-Transfers.

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Seitdem Luca Waldschmidt in der vergangenen Woche wieder auf dem Platz des 1. FC Köln eine Einheit mit Ball absolviert hat, ist die Hoffnung groß, dass der Offensivspieler zum Saisonfinale den FC wieder unterstützen wird. Der ehemalige Nationalspieler hat noch kein Spiel unter Timo Schultz bestritten, zog sich zu Beginn des Jahres einen Anbruch des Wadenbeins zu und arbeitet seitdem an seinem Comeback. Auch gegen Augsburg wird der Angreifer wohl noch kein Thema sein. Noch im Sommer galt Waldschmidt als der Kölner Königstransfer, der Name auf der FC-Transferliste überraschte jedenfalls. Der 27-Jährige ist bekanntlich vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, der FC hat eine Kaufoption und will diese dem Vernehmen nach auch ziehen. Die Ablöse wird auf eine Summe zwischen drei und vier Millionen Euro eingeschätzt.

Bescheidene Bilanz der Sommertransfers

Dabei verläuft die Leihe bislang alles andere als optimal. Der Offensivspieler kommt in der Liga auf 15 Einsätze, zehn davon in der Startelf und nur bei einem, beim 3:1-Erfolg über Gladbach, konnte Waldschmidt auch wirklich überzeugen. Zwei Tore hat der 27-Jährige für die Geißböcke erzielt. Die Bilanz sähe ohne die Verletzung sicherlich besser aus. Ob Waldschmidt über den Sommer hinaus beim FC bleibt, hängt wohl auch von der Ligazugehörigkeit ab. Dass Waldschmidt im Falle des Abstiegs in Köln bleiben will, ist wohl eher unwahrscheinlich – zumal sich in Wolfsburg auch die Trainersituation verändert hat.

Doch die Bilanz der Sommertransfers ist insgesamt beim FC sehr überschaubar. Sicher, weil die Transfersperre bereits über dem FC schwebte. Vielleicht auch, weil der Großteil der Investition von rund drei Millionen Euro in die feste Verpflichtung von Jeff Chabot (2,5 Mio. laut transfermarkt.de) floss. Jacob Christensen kommt auf sechs Einsätze, eine Einsatzzeit von 100 Minuten (davon 56 im Pokalspiel gegen Osnabrück). Der Däne, dem man ein so großes Talent nachsagt und den Timo Schultz nach eigener Aussage sehr nah an der ersten Elf sieht, wartet noch auf sein Startelf-Debüt in der Liga. Diese Option gibt es bekanntlich bei Philipp Pentke und Jonas Nickisch nur im absoluten Notfall. Die Rollen in der Keeper-Hierarchie sind klar verteilt. Und das nicht nur für die aktuelle Spielzeit. Jonas Urbig soll im Sommer zurückkommen und den Posten der Nummer zwei übernehmen.

Carstensen der einzige Stammspieler seit Saisonbeginn

Dominique Heintz kam noch knapp vor Toreschluss, sollte die Innenverteidigung noch einmal stärken und auch eine Option auf den Außenpositionen sein. Heintz stand auch einige Male unter Steffen Baumgart als Linksverteidiger in der Startelf, hat nach der Leistungsexplosion von Max Finkgräfe aber vorerst keine Chance mehr auf die Anfangsformation. Heintz kommt bislang auf acht Einsätze und 410 Spielzeitminuten. Leart Pacarada sollte aktuell zumindest die Nase gegenüber Heintz vorne haben. Doch auch der erste Neuzugang des Sommers ist beim FC nicht so richtig angekommen. Zunächst unter Baumgart noch gesetzt, dürfte der Außenverteidiger am vergangenen Wochenende beim 1:5 mal wieder von Beginn an ran, aber nur, weil Max Finkgräfe aufgrund personeller Engpässe in die Offensive rotierte.

Der gebürtige Aachener steht immerhin bei 17 Saisoneinsätzen und 1200 Einsatzminuten. Ein Faktor im Kölner Spiel sind von den acht Neuzugängen dagegen nur Rasmus Carstensen und Faride Alidou und damit ausgerechnet die beiden Akteure, die bei der Verpflichtung mit der größten Skepsis begrüßt wurden. Carstensen kam bei Gent in der vergangenen Spielzeit auf vier Kurzeinsätze, spielte beim belgischen Erstligisten gar keine Rolle. Eigentlich sollte der 22-Jährige den Backup für Benno Schmitz geben, schnell hatte Carstensen dem Routinier aber den Rang abgelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen ist der Däne in der gesamten Spielzeit gesetzt. Alidou erhielt unter Steffen Baumgart zwar immer wieder Chancen, konnte aber keine davon nutzen und war schließlich außen vor. Mit seinen mittlerweile vier Saisontoren ist der 22-Jährige ein Hoffnungsträger im Kölner Offensivspiel.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es auch in der vergangenen Jahren nur wenige Akteure gegeben hat, die umgehend einschlugen. So verpflichteten die Kölner im Sommer 22 sieben neue Spieler, von denen Linton Maina und Eric Martel im Laufe der Saison zum Stammpersonal wurden, Denis Huseinbasic kam ebenfalls auf viel Spielzeit. Weitere Neuzugänge waren Sargis Adamyan, Steffen Tigges, Nikola Soldo und Kristian Pedersen. Im Jahr zuvor kamen unter anderem Marvin Schwäbe, Timo Hübers und Dejan Ljubicic.

Die Neuzugänge:

Rasmus Carstensen (23 Einsätze, 18 Startelf, 1680 Minuten): Der Däne erhielt viel früher als erwartet den Vorzug vor Benno Schmitz. Zwar ist der 22-Jährige in der Defensive nicht immer sattelfest, Carstensen macht in der Offensive ordentlich Tempo. Seine Flanken sind bislang noch keine Waffe. Vielleicht auch, weil die Kölner Offensive lahmt. Die Begegnungen gegen Leverkusen und Gladbach hatten wohl viel von dem, was sich Timo Schultz vorstellt.

Leart Pacarada (17 Einsätze, 12 Startelf, 1210 Minuten): War unter Steffen Baumgart zunächst lange gesetzt. Verspielte sich die Gunst offenbar in den Begegnungen gegen Leipzig und Lautern. Hatte es auch aufgrund seiner Verletzung zunächst schwer – vor allem aber, weil Max Finkgräfe seine Chance genutzt hat. Ist Finkgräfe fit, wird es Pacarada auch weiterhin schwer haben.

Luca Waldschmidt (17 Einsätze, 12 Startelf, 1030 Minuten): Arbeitet hart an seinem Comeback. Kam als Königstransfer nach Köln, konnte die Krise aber auch nicht verhindern und steckte wie einige andere Leistungsträger auch zunächst im Formtief. Fiel dann auch noch verletzt aus. Könnte nochmal ein Faktor werden.

Faride Alidou (18 Einsätze, 7 Startelf, 780 Minuten): Der große Gewinner des Trainer-Wechsels. Macht auch kein Hehl daraus, dass es für ihn unter Schultz besser läuft. Die bisherigen vier Tore geben dem Offensivspieler recht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist Alidou aktuell der gefährlichste Kölner. Hat nach wie vor seine Probleme mit dem ersten Kontakt, sein Tempo ist aber eine Waffe.

Dominique Heintz (8 Einsätze, 5 Startelf, 410 Minuten): Der Innenverteidiger spielte in den Überlegungen von Steffen Baumgart wohl eher auf der linken Abwehrseite eine Rolle. Dort ist Max Finkgräfe aber aktuell gesetzt. Da auch die Innenverteidigung mit Jeff Chabot, Timo Hübers und Luca Kilian gut aufgestellt ist, wird man den Routinier wohl nicht mehr allzu oft im Kölner Trikot auf dem Spielfeld sehen. Im Sommer läuft zudem der Vertrag aus.

Jacob Christensen (6 Einsätze, 1 Startelf, 100 Minuten): Wurde fälschlicherweise als Ersatz für Ellyes Skhiri angesehen. Eine Rolle, die der junge Däne nicht einnehmen konnte, aber auch nicht sollte. Dennoch haben sich die Kölner Verantwortlichen mehr von Christensen versprochen. Kommt auch weiterhin auf viel zu wenig Einsatzzeit.

Jonas Nickisch & Philipp Pentke: Die Rollen der beiden Keeper sind klar verteilt. Nickisch ist die aktuelle Nummer eins bei der U21, Pentke die Nummer zwei bei den Profis.



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