Marvin Obuz überragt bei Essener 4:0-Gala

Wie geht es mit den Kölner Leihspielern weiter?
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Marvin Obuz überragt bei Essener 4:0-Gala

Im kommenden Sommer kehren die sechs Leihspieler zum FC zurück. Ob sie dem FC aber trotz der Transfersperre wirklich weiterhelfen, wird sich erst noch zeigen müssen. Marvin Obuz ist aktuell in bestechender Form.

Sechs Spieler hat der 1. FC Köln verliehen, um den Akteuren Spielpraxis zu ermöglichen. Spieler und Club sollen davon profitieren. Doch wird dem FC jeder Akteur auch weiterhelfen? Wie geht es mit den Kölner Leihspielern weiter?

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Die Ansage nach der Bestätigung der Transfersperre war eigentlich eindeutig. Der 1. FC Köln werde und müsse in Zukunft wohl auf den eigenen Nachwuchs, aber auch auf seine Leihspieler bauen, die im kommenden Sommer dann als die eigentlichen Neuzugänge bei den Geißböcken gehandelt werden. Ob der FC allerdings wirklich alle Akteure dann auch in den Kader integrieren wird, ist offen, hängt sicherlich auch mit der Zugehörigkeit der Klasse, aber vor allem mit den Leistungen der jungen Akteure zusammen. Die Rolle von Jonas Urbig als künftige Nummer zwei ist zwar klar definiert, doch je nach Ausgang der aktuellen Saison könnte auch schon mehr für den Keeper drin sein. Denn ob Marvin Schwäbe auch im kommenden Jahr den Geißbock auf der Brust trägt, hängt wohl von dem Klassenerhalt ab.

Urbig künftig mehr als nur Nummer zwei?

Urbig spielt ohnehin trotz anhaltender Fürther Krise eine überragende Saison, scheint bereit für eine größere Herausforderung. Auch Tim Lemperle kommt bei den Franken auf viel Spielzeit. Aktuell ist der Angreifer verletzt, spielte daher beim 0:1 gegen Hansa Rostock am Sonntag keine Rolle, soll aber nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen – ausgerechnet dann spielt Fürth gegen den Kölner Ex-Trainer Steffen Baumgart und den Hamburger SV. Lemperle ist zwar Stammspieler bei der Spielvereinigung, seinen letzten seiner bisherigen vier Treffer erzielte der Angreifer aber im vergangenen Jahr für das Kleeblatt.

Auch der Motor von Maxi Schmid ist in den vergangenen Wochen deutlich ins Stocken geraten. Der Angreifer war im Sommer zu Roda Kerkrade gewechselt und bereits als Shootingstar gefeiert. Doch zuletzt kam der 21-Jährige nicht mehr über die Rolle des Jokers hinaus. Auch Schmid hat seit Dezember nicht mehr getroffen. Keine Rolle spielt weiterhin Nikola Soldo beim 1. FC Kaiserslautern. Der Innenverteidiger stand unter Friedhelm Funkel nicht einmal im Kader – im Gegensatz zu Mathias Olesen, der nach überstandenem Infekt zuletzt wieder auf dem Feld stand.

Obuz an drei Toren beteiligt

So wirklich rund liefen die vergangenen Wochen für Rot-Weiss Essen nun wahrlich nicht. Der Traditionsclub hatte einen starken Saisonstart hingelegt, sich etwas überraschend in der 3. Liga in den Kreis der Aufstiegskandidaten gespielt, in den vergangenen Wochen aber ein wenig eingebrochen. Nach vier sieglosen Spielen in Serie meldete sich RWE eindrucksvoll zurück. Angeführt von dem überragenden Marvin Obuz fertigte Essen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund 4:0 ab. Obuz war an drei der vier Toren beteiligt. Die Kölner Leihgabe bereitete zwei Treffer vor, holte den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 heraus, war nur durch ein Foul zu stoppen. Mit seinen sieben Toren und 13 Vorlagen an nahezu der Hälfte der RWE-Tore beteiligt. Bei RWE würde man den Offensivspieler gerne halten, doch in der aktuellen Form ist Obuz auch für den FC ein Gewinn, könnte endlich den Durchbruch schaffen.



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Wieder einige FC-Spieler auf Länderspielreise

Denis Huseinbasic geht auf Länderspielreise.
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Wieder einige FC-Spieler auf Länderspielreise

Nach der derben 1:5-Pleite gegen RB Leipzig geht es für den Großteil des 1. FC Köln ins Trainingslager nach Spanien. Einige der FC Spieler werden allerdings nicht mit von der Partie sein. Sie begeben sich auf Länderspielreise mit den jeweiligen Nationalmannschaften.

Für Florian Kainz und Dejan Ljubicic steht der pünktliche Beginn des Trainingslagers zwar noch auf der Kippe, allerdings nicht, weil Sie die österreichische Nationalmannschaft unterstützen. Andere FC-Profis fehlen in Spanien aber auf Grund von Einsätzen für ihr jeweiliges Land. Diese FC-Spieler gehen auf Länderspielreise.

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Ob Florian Kainz und Dejan Ljubicic mit dem 1. FC Köln am Montag Richtung Spanien aufbrechen, soll erst kurzfristig entschieden werden. Bei Kainz steht die Geburt des zweiten Kindes an. Ljubicic hatte sich unter der Woche krank gemeldet. Genauso wie bei Linton Maina muss entschieden werden, ob das Trainingslager Sinn macht. Kainz und Ljubicic wären ohnehin wohl lieber zwar ebenfalls nach Spanien, aber in einen anderen Flieger gestiegen. Denn auch die Nationalmannschaft Österreichs arbeitet die kommenden Tage unter der Sonne. Wie berichtet, sind die beiden FC-Profis nicht für die Länderspiele gegen die Slowakei und die Türkei berücksichtigt worden.

Auch andere FC-Spieler fehlen in Spanien

Weitere FC-Profis werden in der kommenden Woche allerdings bei ihren Nationalmannschaften sein und das Trainingslager verpassen. Jan Thielmann und Eric Martel stehen für die U21 Nationalmannschaft im Kader. In der EM-Qualifikation trifft das deutsche Team am 22. März auf die Mannschaft aus dem Kosovo, am 26. März geht es gegen Israel. Die Nominierung der beiden war keine sonderliche Überraschung. Martel führte das deutsche Team zuletzt als Kapitän an. Thielmann ist schon lange Stammspieler. Überraschend dagegen ist die Nicht-Nominierung von Max Finkgräfe. Der 19-Jährige überzeugte zuletzt durch starke Leistungen, ist beim FC mittlerweile Stammspieler. Der Linksverteidiger wurde aber weder für die U20 noch für die U21 des DFB nominiert. Offenbar aber auf Wunsch der Geißböcke. Dem Vernehmen nach sollen die FC-Bosse sich beim DFB für das Trainingslager und gegen das Länderspiel-Debüt ausgesprochen haben. Finkgräfe hatte in der Vergangenheit angedeutet, dass es ein großer Wunsch sei, für eine der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften aufzulaufen.

Im vergangenen Sommer lief auch Denis Huseinbasic noch für die deutsche U21 auf. Der 22-Jährige ist nun in den Kader für die A-Nationalmannschaft berufen worden. Aber nicht für die Deutsche. Wie berichtet, hat sich der 22-Jährige für die Auswahl von Bosnien und Herzegowina entschieden. Für den Mittelfeldspieler steht auch nicht unwichtige Spiele auf dem Plan. Das Team spielt um die EM-Teilnahme und trifft im Playoff-Halbfinale am 21. März auf die Ukraine. Mit zwei Siegen würde Huseinbasic dementsprechend an dem Turnier in seinem Geburtsland teilnehmen. Ebenfalls nominiert ist Leart Pacarada für den Kosovo. Die Testspiele gegen Armenien und Ungarn finden am 22. und 26. März statt. Bei Pacarada ist es die Rückkehr in die Nationalmannschaft. Der Linksverteidiger verpasste die Spiele im Oktober und November.



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Sargis Adamyan: Zwischen Freud und Leid

Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger
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Sargis Adamyan: Zwischen Freud und Leid

Noch im Winter galt Sargis Adamyan als möglicher Wechselkandidat beim 1. FC Köln. Aktuell ist er in der Offensive der Geißböcke gesetzt. Und könnte auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Er wurde als vermeintlicher Königstransfer an den Rhein geholt, mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet – für den FC hat sich der Transfer bislang nicht gelohnt. Das könnte sich nun ändern. Darum ist Sargis Adamyan ein Hoffnungsträger

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Eine große Last wird es schon gewesen sein, die sich von der Schulter des Kölner Angreifers befreit hat. Als Sargis Adamyan gegen RB Leipzig zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, nahm der Stürmer Anlauf, setzte zum Sprung an und riss die Faust in die Höhe. Die Freude galt natürlich dem Ausgleich. Sicher aber auch der langen Zeit ohne Treffer. Unter Timo Schultz zeigt die Formkurve des Armeniers deutlich nach oben. Schon gegen Leverkusen war Adamyan einer der besseren Kölner Spieler, präsent, gefährlich vorm Tor, auch, wenn es nicht zu einem Treffer reichte, er die beste Möglichkeit vergab. Gegen Gladbach machte der 30-Jährige viele Bälle fest, verteilte die Kugel und gegen Leipzig traf Adamyan auch wieder. In der Liga zum ersten Mal seit September 2022. Damals erzielte der Stürmer beim 4:2 gegen Wolfsburg ein Tor. Der Armenier ist neben Faride Alidou wohl der größte Gewinner des Trainerwechsels.

Unter Baumgart keine Rolle

Unter Steffen Baumgart war Adamyan im Grunde ausgemustert, spielte vor allem ab Herbst keine Rolle mehr. Das aber auch nicht unbegründet. Adamyan konnte nur selten überzeugen. Und das eigentlich schon seit seinem Wechsel nach Köln, als er 2022 als vermeintlicher Königstransfer plötzlich im Trainingslager in Donaueschingen auftauchte. Gleich mehrfach wurde Adamyan als möglicher Wechselkandidat gehandelt. Zuletzt im vergangenen Winter. Einen Abnehmer gab es aber nicht. Umso beeindruckender, was Timo Schultz bislang und in den wenigen Wochen aus dem Angreifer herausgeholt hat. Ob Adamyan die Form beibehält, ist offen. Schließlich war auch die Vorbereitung auf diese Sommer eine gute für den Armenier. Die Leistungen, die der Angreifer in den Testspielen abrief, waren bereits im ersten Pflichtspiel dahin.

Mit dem Tor gegen Leipzig endete also die lange Durststrecke des Angreifers. „Es freut mich ungemein, dass er jetzt einen reindrücken konnte”, sagte Schultz. “Wir werden Sargis brauchen. Er hat einen Torriecher.” Die Freude teilte der Angreifer allerdings nicht. Nach dem Spiel schlich Adamyan sichtbar angeschlagen vom Platz, war frustriert. „Ich kann mich nicht über das Tor freuen. Es ist wirklich schade“, sagte Adamyan angesichts der bitteren Pleite. „Ich denke die erste Halbzeit haben wir gut mitgehalten. In der zweiten Halbzeit fallen wir leider auseinander und das darf uns nicht passieren.“ So kassierten die Kölner drei Treffer in acht Minuten und am Ende eine auch in dieser Höhe verdiente 1:5-Klatsche. Und doch bietet ausgerechnet Adamyan Grund für Optimismus.

Der 30-Jährige scheint zumindest aktuell seine Rolle beim FC gefunden zu haben und könnte auch neben Zielstürmer Davie Selke eine wichtige Rolle werden. Wenn er denn dieses Mal seine Leistung kompensieren kann. Unter Baumgart war das Spiel auf Flanken ausgelegt, eine Taktik, die nicht unbedingt zu Position und Spielweise von Adamyan passt. Der spielerische Fokus des Trainers, auch mal den Weg durch das Zentrum zu suchen, mit flachen Hereingaben zu agieren, liegt Adamyan offensichtlich mehr.



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Kommentar: Das Trainingslager als Chance – wohl die letzte

1. FC Köln: Kommentar zur Situation des FC
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Kommentar: Das Trainingslager als Chance – wohl die letzte

Nach der 1:5-Niederlage des FC gegen RB Leipzig am Freitagabend und den bisherigen Ergebnissen des 26. Spieltags stehen die Geißböcke auf Tabellenrang 17. Das Trainingslager ist die Chance, noch einmal etwas zu verändern. Es ist wohl die letzte Chance. Ein Kommentar.

Noch acht Spieltage bleiben dem FC, um die direkte Konkurrenz hinter sich zu lassen und zumindest den Relegationsplatz zu belegen. Von den Top-Mannschaften trifft Köln nur noch auf die Bayern und Mainz hat lediglich einen Zähler Vorsprung. Für Schwarzmalerei ist es immer noch zu früh beim 1. FC Köln: Kommentar zur Situation des FC.

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1:5! Die Landung auf dem Boden der Realität war für den FC am Freitagabend eine besonders harte. RB Leipzig hat die Geißböcke mit seinem schnellen Offensivfußball an zahlreiche Grenzen geführt und dem Zuschauer schonungslos aufgezeigt, dass eben doch noch dieselbe Mannschaft auf dem Platz steht wie noch vor dem Jahres- und Trainerwechsel. Leipzig hat den Kölnern erbarmungslos die Fehler der vergangenen Kaderplanungen und einige individuelle Schwächen offen gelegt – wieder einmal. So, wie im Hinspiel in Leipzig. Der von Timo Schultz oft zitierte Begriff von Augenhöhe mag möglicherweise Definitionssache sein. Mindestens gegen Leipzig waren die Kölner sehr weit entfernt von gleichwertig – der Definition, die der Duden vorschlägt. Dennoch war es erstaunlich, dass die unter Schultz eigentlich stabile Defensive dermaßen auseinanderfiel. Wenn es auch die ersten Anzeichen dafür schon gegen Gladbach gegeben hat.

FC nur noch auf dem 17. Tabellenplatz

Ein Ausreißer? Zumindest sprach Christian Keller später davon, dass Leipzig eben in einer anderen Klasse spiele. Sportlich hat der Sportdirektor mit dieser Aussage definitiv recht, faktisch spielen die Geißböcke mit RB in einer Liga – wenn auch alles andere als klar ist, wie lange noch. Denn das ohnehin schon bittere 1:5 brachte noch den ein oder anderen unerfreulichen Nebenschauplatz mit sich. Nachdem Mainz am Samstag gegen Bochum gewann, belegt der FC nun den 17. Tabellenrang und damit einen direkten Abstiegsplatz. Und damit nicht genug, die Kölner büßten gleich sechs Minuspunkte in Sachen Tordifferenz auf Mainz ein, haben nun -27, der direkte Konkurrent kommt auf -24. Das Ziel, auf dem Relegationsplatz in die Länderspielpause zu gehen, wurde also verfehlt.

Auch, wenn der Kölner Hintermannschaft gegen Leipzig die Stabilität fehlte, der FC im Rückspiel gegen RB viel von den Kölnern des Hinspiels hatte und die Geißböcke dem Gegner schon vor den drei Gegentreffern in acht Minuten hoffnungslos unterlegen waren, für Schwarzmalerei ist es weiterhin zu früh. Es sind noch acht Spiele, es gibt noch Punkte zu holen, Mainz ist nur einen Zähler entfernt und Köln hat fünf der Top-Sechs schon zwei Mal bespielt. Zwar wird Timo Schultz nicht müde zu betonen, dass man mit einer kleinen Serie, sich auch ganz schnell wieder ein wenig befreien könne. Der Fokus muss aber nur noch auf Rang 16 und einer Saisonverlängerung liegen. Der Trainer hat aber bereits bewiesen, dass er auf Situationen schnell eine passende Antwort findet. Er wird auch jetzt gegenüber seiner Mannschaft den richtigen Ton anschlagen, das Team aufbauen.

Trainingslager als Chance

Zudem funktionieren unter dem Trainer Mannschaftsteile, die unter Steffen Baumgart keine Rolle mehr spielten. Einige Langzeitverletzte kehren wieder auf den Platz zurück, werden dem Kader wieder mehr Breite verpassen. Es ist noch nichts verloren, auch wenn sich der FC bis zum Saisonende wird noch ganz schön strecken müssen. Wenn man dem 1:5 etwas positives abgewinnen will oder kann, dann ist es der Zeitpunkt. Nach dem 0:6 im Hinspiel wirkte der FC wie ein angeschlagener Boxer, der sich von Spieltag zu Spieltag, von Runde zu Runde rettete. Der FC strauchelte. Nun verabschieden sich die Kölner mit der deutlichen Pleite ins Kurztrainingslager: Tapetenwechsel, Köpfe frei kriegen in Spanien. Timo Schultz hat also genug Zeit, die Mannschaft noch einmal neu einzustellen, den Reset-Knopf zu drücken. Es ist aber auch der letzte Pfeil, die Mannschaft noch einmal in eine andere Richtung zu lenken.


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Einzelkritik

Stimmen zum Spiel

Mark Uth: Keller dementiert Gerüchte um frühzeitiges Karriere-Ende

Der FC bestätigt aber einen Rückschlag bei Mark Uth.
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Mark Uth: Keller dementiert Gerüchte um frühzeitiges Karriere-Ende

Für Mark Uth läuft die aktuelle Saison alles andere als rund. Der Angreifer ist nach wie vor verletzt. Nun gab Christian Keller ein Update. Und das klingt verheißungsvoll.

Mark Uth wird dem FC weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Nach der letzten Wasserstandmeldung wurde bereits über ein Karriere-Ende spekuliert. Nun aber die Wende bei Mark Uth: Christian Keller dementiert Spekulationen über Karriere-Aus.

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Das Debakel gegen RB Leipzig verfolgte Mark Uth auf der Tribüne unter anderem mit Jonas Hector. Der Kölner Offensivspieler ist bekanntlich weiterhin verletzt. Die Rückkehr des gebürtigen Kölners nach wie vor offen. Erst vor wenigen Wochen hatte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzspielabteilung, ein Update gegeben. „Es hat während der Reha-Maßnahmen einen kleinen Rückschlag gegeben, der dazu geführt hat, dass wir nicht so vorangehen konnten, wie wir das geplant hatten“, sagte der ehemalige Kölner Keeper, der aber keine Prognose über eine Rückkehr geben wollte. „Wir hoffen, dass wir ihn schnellstmöglich wieder in den Trainingsbetrieb bekommen und dann auch in den Spielbetrieb.“ 

Kessler: „Er ist mit seinen Qualitäten ein sehr wichtiger Spieler für uns.”

Es folgten wilde Spekulationen über ein mögliches Karriere-Aus, dabei ist nach wie vor über die genaue Verletzung wenig bekannt. Denen ist Christian Keller am Rande des 1:5 heftig entgegen getreten. Von einem Karriereende sei man bei Uth weit entfernt, erklärte der Sportdirektor. „Es war ursprünglich keine so schwere Verletzung, er hatte das Innenband gezerrt“, sagte Keller weiter. „Aber als er so weit war, dass er wieder auf dem Platz war, hatte er einen Rückschlag bei einer Schussaktion. Da ist das Ding leider wieder ein bisschen aufgegangen. Jetzt müssen wir schauen, wie lange er braucht. Es wird keine Monate mehr dauern. Wir hoffen, dass er in den nächsten zwei, drei Wochen wieder auf dem Platz stehen kann.“ Der Kölner stürmer würde eine weitere Option bei den Geißböcken sein, wird schmerzlich vermisst.

Wegen einer Leisten- und Schambeinverletzung kam Uth in der vergangenen Spielzeit auf fünf Kurzeinsätze, stand nur 180 Minuten auf dem Platz. Der Angreifer musste sich gleich drei Operationen unterziehen. Mit einer beeindruckenden Entschlossenheit kämpfte sich Uth im Sommer zurück – und das vor der Saisonvorbereitung. Bei den Testspielen überzeugte der Angreifer. Doch schon im ersten Pflichtspiel folgte die nächste Verletzung. Nach dem Comeback im Oktober hatte sich Uth dann im Testspiel gegen RW Essen eine Bänderverletzung im Knie zugezogen.



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Deutliche Worte nach Fan-Gesängen und Flaschenwurf

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Deutliche Worte nach Fan-Gesängen und Flaschenwurf

Für weitere negative Höhepunkte sorgten beim 1:5 gegen Leipzig einige Fans mit Schmährufen und einem Flaschenwurf. Christian Keller kündigte Konsequenzen an.

Die Pleite gegen RB Leipzig wurde von Hass-Gesängen und einem Flaschenwurf begleitet. Christian Keller kündigt Konsequenzen an.

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Die Botschaft auf der Kapitänsbinde des Kölner Spielführers war eindeutig: „TOGETHER! STOP HATE. BE A TEAM“, heißt es auf dem Stoff von Florian Kainz sowie die aktuelle Aktionswoche der DFL, die ein klares Statement gegen jede Form von Diskriminierung sowie für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen will. Einige Anhänger der Geißböcke zeigten im Duell gegen Leipzig eindrucksvoll, gegen was sich die Aktion richten kann. „Wir hassen Ostdeutschland“, schallte es von der Kölner Tribüne. „Ich bin hier, um zu verbinden und nicht, um zu spalten. Ich glaube, es ist wichtig, das richtig einzuordnen und nicht gut zu heißen, ich finde das nicht gut, aber mir geht es auf gar keinen Fall darum zu spalten“, sagte RB-Trainer Marco Rose. „Die Leute da drüben, die uns noch nicht so gut kennen, sollen kommen. Es gibt bei uns ganz viele coole Menschen, so wie hier. Es gibt ein paar Idioten, so wie hier. Am Ende ist also alles sehr ähnlich und deswegen wurde auch irgendwann die Mauer abgerissen, auch in den Köpfen.“

Keller: „Ich hoffe, dass wir ihn auf irgendeinem Video finden und rausziehen können”

Und Rose weiter: „Es gibt ganz viele Menschen da draußen, die die richtige Haltung und Einstellung haben und an denen sollten wir uns hochziehen. Die sollten die anderen vielleicht auch ein bisschen korrigieren und dann machen wir weiter.“ Ganz so schnell wollte Christian Keller dagegen nicht zur Tagesordnung übergehen. Der Kölner Sportdirektor verwies auf den Aktionstag der DFL und betonte: „Ich verstehe nicht, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht.“ Wenig Verständnis gab es natürlich auch für den Flaschenwurf im Kölner Stadion. Bei einem Eckball wurden aus einem Kölner Fanblock eine Flasche und weitere Gegenstände in Richtung Xavi Simons geschleudert. Der junge Niederländer hatte nach seinem Treffer zum 1:0 die Social-Media-Beauftragte der Leipziger für einen speziellen Gruß gesucht, aber offensichtlich übersehen, dass diese sich vor der Kölner Süd aufhielt. Der spezielle Gruß wurde fehlinterpretiert.

Xavi war fortan der Aufreger vieler Kölner Anhänger. „Xavi hatte überhaupt keine böse Absicht, wollte keinen provozieren. Wenn er das getan hat, tut es ihm sicher leid“, erklärte Rose später und reagierte auf den Flaschenwurf. „Wenn er einen trifft, egal wen, tut es weh. Daher volle Rückendeckung für Xavi, dem ich zur Pause gesagt habe, dass er sich auf die Leistung konzentrieren soll. Das hat er hervorragend hinbekommen.“ Überhaupt gaben die Leipziger gegen die Schmährufe die aus ihrer Sicht passende Antwort. Das 1:5 sprach jedenfalls eine deutliche Sprache. Die fand auch Christian Keller für den Flaschenwerfer und kündigte an: “Ich hoffe, dass wir ihn auf irgendeinem Video finden und rausziehen können – dann wird er keine mehr werfen.” Nach dem Spiel sorgte dann der Großteil der Kölner Fans wieder für ein positives Zeichen – zumindest ein aufbauendes für die Geißböcke, als sie den FC trotz Niederlage feierten.

 

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Debakel statt Wende: das falsche Déjà-vu gegen Leipzig

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Debakel statt Wende: das falsche Déjà-vu gegen Leipzig

Als der FC vor knapp drei Jahren in akuter Abstiegsnot den Meisterschaftskandidaten aus Leipzig mit einem 2:1 nach Hause schickte, leiteten die Kölner damit die Wende ein. Die Ausgangslage war zumindest aus Kölner Sicht eine ähnliche wie am Freitag. Es kam sogar auch zum Déjà-vu, allerdings zu einem aus dem Hinspiel.

Jonas Hector avancierte vor drei Jahren gegen RB Leipzig zum Matchwinner zum Inbegriff der Wende und des späteren Klassenerhalts. In Köln hoffte man vor der Länderspielpause auf einen ähnlichen Effekt gegen die Sachsen. Es kam anders. Der FC erlebt das nächste Debakel gegen Leipzig.

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Am Ende waren es acht Minuten, die auch das zweite Duell gegen Leipzig zu einer Art Debakel machten. 60 Minuten hatten die Kölner Akteure, genauso wie die Fans auf der Tribüne die Hoffnung, dass es für den FC einen Lucky-Punch gegen RB geben könnte. Leipzig war spielerisch überlegen, keine Frage. Aber für den FC war doch sicher auch gegen den Champions-League-Anwärter drin – so wie gegen Stuttgart und auch in Teilen in Unterzahl gegen Leverkusen. Tatsächlich hatte der FC um die 60. Minute herum auch so etwas wie einen Höhenflug, kam einige Male vor das gegnerische Tor, mehr als ein sehenswerter Seitfallzieher von Max Finkgräfe als Vorlage für Florian Kainz war in diesen Minuten aber nicht drin. „Wir halten bis zur 60. Minute das Spiel offen. Sicherlich in der ein oder anderen Situation glücklich. Und gerade in der Phase, wo wir selbst das ein oder andere Mal gut umschalten konnten, kassieren wir dann das Zweite“, sagte Timo Schultz. 

Leipzig erst nach dem Wechsel kaltschnäuzig

Im Gegenzug folgte sogar die Leipziger Walze. Der Doppelpack von Lois Openda sowie ein Treffer von Amadou Haidara beendeten alle Kölner Hoffnungen und das auf bittere Art und Weise. „Wir haben das als Mannschaft heute mit allem Willen und aller Energie versucht, weg zu verteidigen. Das ist lange Zeit gut gelungen, hinten raus leider nicht“, erklärte Timo Schultz nach der bitteren 1:5-Pleite. Die Wahrheit war aber ein wenig verzerrt. Denn eigentlich spielten die Kölner in der ersten Viertelstunde mutig mit, trieben einen enormen Aufwand, um das Spiel der Gegner zu stören, den Spielfluss zu unterbinden. Nach einer Viertelstunde folgte der erste Dämpfer. Und der in einer spielerischen Offenbarung, nach einem Umschaltmoment. Es ging schnell, für die Kölner Hintermannschaft zu schnell. Xavi Simons vollendete nach starker Vorarbeit von Benjamin Sesko und Daniel Olmo. Der Ausgleich durch Sargis Adamyan ließ den FC hoffen, war aber nur eine Momentaufnahme.

Denn RB war dem FC spielerisch in allen Belangen überlegen und hätte mit ein wenig mehr Spielglück, vor allem mehr Kaltschnäuzigkeit das Ergebnis schon zur Pause Richtung Debakel stellen können. Sesko vergab aus einer Distanz, aus der es schwieriger sein dürfte, nicht zu treffen als zu vollenden. Openda scheiterte an Schwäbe und einem hauchdünnen Abseits und Olmo nach einem selbst initiierten Angriff am Pfosten. Es hätte sich wohl niemand beschweren dürfen, wenn der FC mit zwei, drei Toren Rückstand in die Kabine gegangen wäre. „Wir haben aber eine Mannschaft gesehen aus Leipzig, die wirklich ein hervorragendes Spiel gemacht hat. Die sich viele Chancen rausspielen, obwohl wir kompakt gestanden haben“, sagte Schultz. „Wir können uns heute über die Niederlage nicht beklagen.“

Keller: „Wir sind zu Recht abgeschossen worden“

Zur Wahrheit gehörte genauso, dass der FC sich auch über die Höhe der Niederlage nicht beklagen durfte, selbst wenn es acht Minuten waren, die das Ergebnis so bitter machten. Vor allem auf den Außenpositionen waren die Kölner teils heftig überfordert, zogen so die eigene Abwehr auseinander und brachten auch die Innenverteidigung in Probleme. „Wir waren dann auf unseren Flügeln auch im defensiven Eins-gegen-eins nicht stabil genug, wodurch wir sie dann auch immer wieder eingeladen haben, Flanken in unseren Sechzehner zu schlagen. Da haben sie dann natürlich auch die gewisse Qualität, die Tore zu machen und uns an die eigene Nase fassen“, sagte Schultz. Auch, weil die Offensive in weiten Teilen lahmte.

Wirklich viele Chancen erspielten sich die Kölner im gesamten Spiel nicht. „Wir sind zu Recht abgeschossen worden“, sagte Sportdirektor Christian Keller. „Wir waren in den entscheidenden Zweikämpfen nicht da, haben uns an der Außenlinie mehrfach abkochen lassen. Dann reicht es gegen einen Gegner mit dieser Qualität nicht. Es ist enttäuschend gegen einen Gegner, der in einer anderen Liga spielt als wir.“ Das Problem: auch, wenn der Sinn hinter den Worten von der Sache richtig ist, de facto hat der FC gegen eine Mannschaft aus derselben Liga verloren – das aber mit Klassenunterschied. Leipzig führte den FC an seine Grenzen und vor Augen, dass der Abstiegskampf weiter voll im Gange ist. Zumal der FC auch einen Rückschlag in Sachen Tordifferenz hinnehmen musste. Zudem hat Mainz am Samstag die Chance, die Kölner mit einem direkten Abstiegsplatz in die Länderspielpause zu verabschieden.  


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FC: Schwäbe – Pacarada, Chabot, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (80. Christensen) – Finkgräfe (88. Schmitz), Kainz (73. Selke), Alidou (73. Downs) – Adamyan (80. Tigges) – Tore: 0:1 Xavi (15.), 1:1 Adamyan (18.), 1:2, 1:3 Openda (61., 64.), 1:4 Haidara (71.), 1:5 Poulsen (82.).


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Die Einzelkritik gegen Leipzig

 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Leipzig.
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Die Einzelkritik gegen Leipzig

Der 1. FC Köln hat einen herben Dämpfer im Heimspiel gegen RB einstecken müssen. Zwangsläufig überzeugten nicht alle Spieler. So bewerten wir den FC gegen Leipzig.

Eine Woche nach dem spektakulären 3:3 gegen Gladbach ist der FC auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen. Die Kölner kassierten eine bittere 1:5-Klatsche. Gute Noten gab es somit nicht für den 1. FC Köln: Die Einzelkritik gegen Leipzig.

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Dass der FC im Spiel gegen RB Leipzig for einer schweren Aufgabe stehen würde, war nicht nur aufgrund des 0:6-Debakels im Hinspiel klar. Dass die Kölner ein zweites Mal unter die Räder kamen, überraschte dann doch. Im ersten Abschnitt spielte der FC noch einigermaßen mit, kam ebenfalls zu Chancen. Auch, wenn Leipzig von Beginn an das bessere Team war. Nach dem Wechsel fielen die Kölner phasenweise auseinander, taten sich teils extrem schwer gegen den Tempofußball der Leipziger. Wirklich überzeugen konnte keiner der Akteure.

So bewerten wir die FC-Profis gegen Gladbach

Musste beim 0:1 eine 50:50-Entscheidung treffen. Entschied sich für die falsche Seite. Ermöglichte Sesko eine Chance, die der aus unerklärlichen Gründen nicht nutzte. Hielt später stark gegen Openda. War bei den folgenden Gegentoren chancenlos. Musste dennoch zu oft hinter sich greifen.

War vor allem mit Defensivaufgaben betraut und fand daher in der Vorwärtsbewegung lange nicht statt. Stand in der Defensive aber nicht immer sicher. Ließ kurz vor dem Wechsel die Chancen von Henrichs und Olmo zu, die aber nicht trafen. Sah vor dem 1:3 alles andere als gut aus.

Erstaunlich ruhig und souverän im Spielaufbau. Leistete sich nur wenige Fehler und rettete einmal auf der Linie. Ließ nach der Halbzeit merklich nach.

Erstaunlich schwacher Auftritt des Abwehrchefs. Hatte enorme Schwierigkeiten mit der schnellen Offensive der Leipziger und gleich mehrfach Glück, dass der Gegner beste Chancen ausließ oder knapp im Abseits stand. Leistete sich einige Ballverluste und unnötige Ausflüge in die Offensive.

Bekam endlich wieder die Chance von Anfang an. Brachte nur gut 60 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, gewann nur 37 Prozent seiner Zweikämpfe. Zu wenig. Brachte immerhin ein paar Flanken, von denen aber wieder einige eine Rätsel blieben.

Schweres Spiel für Sechser. Kläret früh auf der Linie, legte kurz darauf das 1:1 vor. Ansonsten lief bei Martel an diesem Abend nicht viel zusammen.

Gewohnt sicher im Passspiel. Packte aber den ein oder anderen Fehlpass aus. Kam in den Zweikämpfen gerne mal einen Schritt zu spät.

Konnte nicht annähernd an die Leistung vom Rheinderby anknüpfen. Obwohl er zum ersten Abschluss der Begegnung kam. Blieb ansonsten blass. Wirkt bei manchen Umschaltmomenten seltsam langsam.

Suchte häufig den Sprint durch das Zentrum, blieb genauso häufig hängen. Spielte auf der linken Außenbahn vor Pacarada. Blieb aber ähnlich unauffällig wie Alidou auf der anderen Seite. Sorgte mit einem sehenswerten Seitfallzieher als Vorlage für Kainz für Szenenapplaus. War aber insgesamt kein Faktor für den FC.

Belohnte sich endlich für die guten Leistungen der vergangenen Wochen. Machte wieder einige Bälle fest. Hatte nach dem Wechsel kaum noch Zugriff.

Hat tatsächlich einige gute Ideen. Nur kommen seine Pässe nur sehr selten an. Somit unterband der Kölner Kapitän einige vielversprechende Konter-Situationen.

In die Bewertung fließen alle Spieler mit ein, die mindestens eine halbe Stunde der regulären Spielzeit auf dem Platz standen.

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Spielbericht

Winterkritik

„Das ärgert mich maßlos“

Timo Schultz äußerte sich zur 1:5 Niederlage des 1. FC Köln gegen RB Leipzig.
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„Das ärgert mich maßlos“

Der 1. FC Köln kassierte gegen RB Leipzig eine derbe 1:5- Niederlage. Nach dem Spiel äußerte sich unter anderem der Trainer Timo Schultz. Die Stimmen zum Leipzig-Spiel.

Am Freitagabend spielte der FC gegen RB Leipzig 1:5 und steht aktuell mit weiterhin 18 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Mit der Enttäuschung muss auch Torschütze Sargis Adamyan leben. Die Stimmen zum Leipzig-Spiel.

Ich kann mich nicht über das Tor freuen. Es ist wirklich schade, ich denke die erste Halbzeit haben wir gut mitgehalten. In der zweiten Halbzeit fallen wir leider auseinander und das darf uns nicht passieren. Nach dem 2:1 kann man gar nicht erklären, warum wir so zusammenfallen und die dann innerhalb von 15 Minuten noch drei Tore machen. Das müssen wir aufarbeiten. Wir müssen uns eingestehen, dass Leipzig die besseren Einzelspieler hat. Nichtsdestotrotz haben wir gezeigt, dass wir das als Mannschaft kompensieren können. Wir müssen die Räume enger machen und die nicht so einfach aufdrehen lassen. Vor Selbstvertrauen strotzen wir jetzt nicht. Jetzt haben wir zwei Tage frei und da müssen wir das schnell aus den Köpfen kriegen. Dann ist Trainingslager und da müssen wir an Kleinigkeiten arbeiten und in den Endspurt gehen.
 

Sargis Adamyan

Timo Schultz äußerte sich zur 1:5 Niederlage des 1. FC Köln gegen RB Leipzig.
Foto: Ina Fassbender / AFP Getty Images

Wir haben uns viel vorgenommen und am Ende verdient verloren. Das ist schade heute, aber wir müssen weitermachen und nach der Länderspielpause angreifen. Die Räume waren zu groß, wir wollten die Mitte zumachen und haben sie dadurch kommen lassen. Am Ende ging es dann schnell.
Wir hatten auf jeden Fall nicht vor, so zusammenzubrechen. Wir haben es selber in der Hand, müssen weitermachen, die Punkte holen. Wir müssen in den entscheidenden Momenten besser sein, Spiele gewinnen und nicht so auseinander fallen.

Jeff Chabot

Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben. Wir haben eine Mannschaft gesehen, die alles in die Waagschale geworfen hat. Die ihre Momente hatte, die versucht hat, über ihre Kompaktheit den Gegner immer wieder in Zweikämpfe zu verwickeln. Wir haben aber auch eine Mannschaft gesehen aus Leipzig, die wirklich ein hervorragendes Spiel gemacht hat. Die sich viele Chancen rausspielen, obwohl wir kompakt gestanden haben. Wir können uns heute über die Niederlage nicht beklagen. Wir halten bis zur 60. Minute das Spiel offen. Sicherlich in der ein oder anderen Situation glücklich. Und gerade in der Phase, wo wir selbst das ein oder andere Mal gut umschalten konnten, kassieren wir dann das Zweite. Und in den Minuten nach dem 1:2 müssen wir einfach stabiler sein. Das darf uns nich passieren, dass wir da in so kurzer Zeit weitere Gegentreffer kassieren. Wir waren dann auf unseren Flügeln auch im defensiven Eins-gegen-eins nicht stabil genug, wodurch wir sie dann auch immer wieder eingeladen haben, Flanken in unseren Sechzehner zu schlagen. Da haben sie dann natürlich auch die gewisse Qualität, die Tore zu machen und uns an die eigene Nase fassen.
Wenn viel Raum da ist, dann kann Faride seine Stärken schon besser ausspielen. Er ist heute in die ein oder andere Situation, wo er sich dann nicht so durchsetzen konnte. Wir hätten ihn sicherlich auch noch häufiger einsetzen können. Wir haben das als Mannschaft heute mit allem Willen und aller Energie versucht, weg zu verteidigen. Das ist lange Zeit gut gelungen, hinten raus leider nicht. Und dass es dann fünf Gegentore gibt, das ärgert mich maßlos. Ja, Leipzig war besser, aber fünf Gegentore darf man trotzdem nicht kassieren.
Am Montag fahren wir ins Trainingslager, das brauchen wir. Wir müssen in allen Bereichen an uns arbeiten.

Timo Schultz

Spielbericht

Einzelkritik

FC kassiert die nächste derbe Pleite gegen Leipzig

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FC kassiert die nächste derbe Pleite gegen Leipzig

Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit einer bitteren Niederlage in die Länderspielpause. Nach der 0:6-Pleite im Hinspiel, verlor der FC im Heimspiel gegen Leipzig 1:5. Am Samstag ist der Relegationsplatz in Gefahr.

Die Geißböcke müssen im letzten Spiel vor der Länderspielpause einen herben Dämpfer einstecken. Der 1. FC Köln kassiert eine derbe 1:5-Niederlage gegen Leipzig und könnte am Samstag den Relegationsplatz verlieren.

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Nach der fünften Gelben Karte von Timo Hübers sowie den Erkrankungen von Linton Maina und Dejan Ljubicic musste Timo Schultz bei der Startelf ein wenig puzzlen. Leart Pacarada startete auf der linken Abwehrseite, dafür rückte Max Finkgräfe eine Position nach vorne. Luca Kilian begann neben Jeff Chabot in der Innenverteidigung. Davie Selke saß zunächst wieder nur auf der Bank. Dafür spielte erneut Sargis Adamyan.

Adamyan gleicht Leipziger Führung aus

Zu der ersten Aktion kam allerdings Faride Alidou, der nach einer Flanke aus dem Halbfeld Richtung Tor köpfte, dieses aber deutlich verfehlte (3.). Leipzig übernahm zwar zunehmend die Spielkontrolle, der FC stand aber in der Regel gut, ließ in der Anfangsphase nicht sonderlich viel zu. Erst nach einer guten Viertelstunde ging es das erste Mal richtig schnell. Willi Orbàn leitete den Angriff mit einem Pass in die Tiefe ein. Dani Olmo spielte weiter auf Benjamin Šeško, der mit einem einzigen Kontakt Xavi freispielte. Der Niederländer ließ sich nicht zwei Mal bitten und schob zur Leipziger Führung ein (15.). Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Eine Ecke von Florian Kainz verlängerte Eric Martel Richtung langer Pfosten. Dort lauerte Sargis Adamyan und traf zum Ausgleich (18.).

Doch die Gäste blieben vor allem durch ihr schnelles Spiel gefährlich. Unter anderem wurde Lois Openda geschickt, der auch einnetzte, aber im Abseits stand (26.). Anschließend war Šeško einmal mehr durch, auch nicht im Abseits, verfehlte aber aus kurzer Distanz das nahezu leere Tor (32.). Auch Olmo kam aus der Distanz zum Abschluss, doch Marvin Schwäbe war zur Stelle (37.). Leipzig drehte vor der Pause noch einmal auf. Eine Flanke von David Raum nahm Benjamin Henrichs, setzte die Kugel aber knapp am Tor vorbei (41.). Olmo war deutlich präziser und traf nach einer Ecke den Pfosten (45.+2). Der FC machte zu wenig aus den Umschaltmomenten, leistete sich zu viele ungenaue Pässe oder dribbelte sich unnötig fest. So war das 1:1 zur Pause doch etwas glücklich.

Openda mit Doppelpack

Auch nach dem Wechsel war Leipzig sofort wieder die aktivere Mannschaft, der FC stand tief, setzte auch weiterhin auf Konter, die meist allerdings vor der Mittellinie verpufften. Meist, denn nach einer Flanke von Rasmus Christensen legte Max Finkgräfe mit einem sehenswerten Seitfallzieher zurück auf Kainz, der den Ball aber nicht traf (54.). Die Chance gab den Kölnern zumindest kurzfristig Aufwind. Finkgräfe versuchte es aus der Distanz, setzte aber zu hoch an (57.). Eine Flanke des Youngsters aus dem Halbfeld fand im Zentrum keinen Abnehmer (58.). Wie es besser geht, zeigten die Gäste innerhalb von acht Minuten und das wieder mit wenigen Ballkontakten. Šeško leitete einen Ball aus dem Mittelfeld geschickt auf Xavi weiter, der spitzelte die Kugel an Schwäbe vorbei zu Openda, der einschob (63.). Vier Minuten später köpfte der Offensivspieler nach einer Flanke von Raum erneut ein (67.).

Die Hoffnung war ohnehin schon gering, sie starb wohl endgültig keine weiteren vier Minuten später. Nach einem Eckball landete die Kugel bei Amadou Haidara, der aus gut 20 Metern das rechte Eck fand (71.). Timo Schultz brachte für die Schlussphase noch frische Kräfte. Eine undankbare Aufgabe. Undankbar, weil Leipzig gar nicht daran dachte, einen Gang herunter zu schalten. Henrichs brachte eine Flanke an den kurzen Pfosten, der eingewechselte Yussuf Poulsen schob ein (82.). Mehr als ein Distanzschuss von Steffen Tigges fiel den Kölnern aber nicht mehr ein. Am Montag reist der FC nach Spanien ins Kurztrainingslager, um sich auf den Saisonendspurt vorzubereiten. Im Gepäck haben die Kölner eine bittere 1:5-Klatsche.


FC: Schwäbe – Pacarada, Chabot, Kilian, Carstensen – Martel, Huseinbasic (80. Christensen) – Finkgräfe (88. Schmitz), Kainz (73. Selke), Alidou (73. Downs) – Adamyan (80. Tigges) – Tore: 0:1 Xavi (15.), 1:1 Adamyan (18.), 1:2, 1:3 Openda (61., 64.), 1:4 Haidara (71.), 1:5 Poulsen (82.).


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