In der vergangenen Woche durfte er mit den Profis trainieren und es wurde bereits über eine Alternative im Sturm spekuliert. Nun folgte sein nächster starker Auftritt bei der Kölner U19. Kevin Ekweribe hat erneut auf sich aufmerksam gemacht. Doch wie weit ist Ekweribe tatsächlich schon?
Es war nicht das erste Mal, dass Kevin Ekweribe mit einer dieser Aktionen auf sich aufmerksam machte. Im U19-Spiel am Wochenende zog der Offensivspieler kurz nach dem Seitenwechsel von der linken Seite nach innen und brachte den 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern in Führung. Der Siegtreffer, denn am Ende setzte sich die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck mit 1:0 durch und festigte ihre Position an der Tabellenspitze.

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Für den Stürmer war es ein weiterer bemerkenswerter Auftritt im Trikot der Geißböcke – wenn auch der Younggoats. Vor allem aber fiel sein Treffer zu einem wichtigen Zeitpunkt. Gegen einen direkten Konkurrenten gelang dem FC kurz nach der Pause der Führungstreffer. Die Kölner U19 bleibt damit ungeschlagen und hat inzwischen acht Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten FCK. In der vergangenen Woche trainierte der Spieler noch bei den Profis. Und nach den Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache war über eine mögliche Sturm-Alternative in der ersten Mannschaft spekuliert worden. Für den Spieltags-Kader reichte es aber nicht. Die personelle Situation im Sturm hat Ekweribe zumindest vorübergehend näher an die Bundesliga-Mannschaft herangebracht. Allerdings ist der Nachwuchsspieler wie berichtet kein klassischer Ersatz für die beiden verletzten Angreifer.
Kevin Ekweribe entscheidet Spitzenspiel des 1. FC Köln
Dass Ekweribe den Treffer mit einem Zug von außen ins Zentrum erzielte, passt zu seinem offensiven Profil. Der Nachwuchsspieler kann von der linken Seite aus selbst den Abschluss suchen. Wenn er eigentlich auch eher als Mittelstürmer eingesetzt wird und das durchaus erfolgreich. Nun wäre es sicher verfrüht, aus einem Treffer gegen Kaiserslautern bereits eine unmittelbare Bundesliga-Perspektive abzuleiten. Zwischen erfolgreichen Auftritten in der Nachwuchsliga und Einsätzen in der Bundesliga liegt ein erheblicher Schritt. Zudem ist der FC mit Spielern ähnlicher Profile gut besetzt. Allerdings zeigen die Beispiele Said El Mala und Mikey Moore eben auch, dass die Kölner durchaus bereit sind, jungen Akteuren die Chance auf Einsatzzeit bei den Profis zu geben – wenn diese dann die erhoffte Qualität auf den Platz bringen.
Ekweribe ist sicher noch auf einem anderen Level unterwegs. Die Konkurrenz ist groß, ein Zielstürmer, wie ihn die Kölner aktuell gebrauchen könnten, ist der 18-Jährige nicht. Und: Der FC erspielt sich bekanntlich seine Chancen, nutzt nur zu wenige davon. Dabei ist Ekweribe beim FC längst kein Unbekannter. Der 18-Jährige spielt seit 2019 für die Kölner und durchlief die Nachwuchsmannschaften seit der U12. Im Juni verlängerte der Verein seinen Vertrag langfristig. Damals hob der Technische Direktor Lukas Berg ausdrücklich hervor, dass der Angreifer sein Entwicklungspotenzial noch nicht ausgeschöpft habe. Dass der FC langfristig mit Ekweribe plant, steht seit der Vertragsverlängerung im Sommer fest. Ob und wann daraus eine ernsthafte Perspektive für die Bundesliga entsteht, ist dagegen offen. Der Treffer gegen Kaiserslautern liefert jedenfalls ein weiteres Argument für den Offensivspieler.
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