Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili haben die Kölner eine zentrale Baustelle bei der diesjährigen Kaderplanung geschlossen. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen etwas für den internen Wettbewerb getan beim 1. FC Köln: Luka Lochoshvili erhöht den Konkurrenzkampf.
Die Werte für die 2. Bundesliga sprechen eine beeindruckende Sprache. Nun muss Luka Lochoshvili im Oberhaus überzeugen. Nur für die Bank werden die Geißböcke den Spieler nicht verpflichtet haben.

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Die Kritik in den Sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten. Nach der Verpflichtung von Luka Lochoshvili gab es dann doch schnell die ersten Anhänger, die sich über die Verpflichtung eines Zweitliga-Spielers wunderten. Dabei sind die Daten, die der Georgier in der vergangenen Spielzeit abgeliefert hat, durchaus vielversprechend. Gerade in den defensiven Duellen gehörte der Innenverteidiger zu den besten Spielern der Liga, war für Nürnberg eine wichtige Säule bei den Standards. Natürlich ist es nicht möglich, eben jene Werte direkt für die Bundesliga zu adaptieren. Ob Lochoshvili das Zeug zu einem Bundesliga-Spieler hat, wird sich also erst in der Saison zeigen. Den Vergleich mit Kölns Nachwuchshoffnung Julian Pauli entschied der 28-Jährige zumindest klar für sich. Allerdings ist das angesichts des Entwicklungsstadiums der Spieler auch nicht sonderlich verwunderlich. So oder so wird die Verpflichtung intern für einen spannenden Wettkampf sorgen. Denn der FC ist nun in der Breite auf der Position in der Innenverteidigung dann sehr gut aufgestellt.
Bringschuld der Hoffnungsträger?
Rav van den Berg hat noch lange bei den Geißböcken Vertrag. Und er wurde für eine Rekordsumme verpflichtet. Die Erwartungen hat der Abwehrspieler noch nicht erfüllt. Doch der Niederländer hofft, sich in der bevorstehenden Vorbereitung beweisen und einen Stammplatz erkämpfen zu können. Dort dürfte Jahmai Simpson-Pusey aktuell die Nase noch ein wenig vorne haben. Der Engländer spielte eine hervorragende Rückrunde, etablierte sich, avancierte zum Stammspieler. Dass der FC den Spieler unbedingt fest verpflichten wollte, dürfte „JSPs“ Selbstvertrauen auch nicht geschadet haben. Der 20-Jährige wird sich sicherlich große Chancen auf einen Platz in der Startelf ausrechnen. Alleine aufgrund des Marktwerts sind die beiden Innenverteidiger in einer gewissen Bringschuld. Joel Schmied hatte eine kurze Hochphase in der vergangenen Saison, bevor sich der Schweizer verletzte und um den Anschluss wieder kämpfen musste. Nun geht es für Schmied darum, den Konkurrenzkampf in der Vorbereitung anzunehmen. Eine ordentliche Herausforderung.
Elias Bakatukanda und Pauli kehren wohl aus ihren Leihen zurück. Gerade zweiterer wird seine Chance ganz sicher erhalten. Thomas Kessler gilt als Befürworter des Youngster. In seiner Premieren-Saison bei den Profis hinterließ der in London geborene Innenverteidiger schon einen guten Eindruck. Nun will er bei den Profis den nächsten Schritt gehen, Bakatukanda dürfte es nach der komplizierten Vorsaison erst einmal schwer haben. Verletzungsbedingt kam das Kölner Eigengewächs in Linz nur selten zum Einsatz. Und dann ist da eben noch die Unbekannte Timo Hübers. Der Ex-Kapitän arbeitet mit Hochdruck an seinem Comeback. Vor der Rückrunde wird der Abwehrspieler nicht zurückerwartet. Dann wird Hübers sich aber auch erst einmal der Konkurrenz stellen müssen. Luka Lochoshvili wird es seinen neuen Mitspielern sicherlich nicht leicht machen.
