Überschattet wurde die Begegnung bei der Viktoria von der schweren Verletzung von Thijs Dallinga. Einen weiteren bleibenden Eindruck konnte kein Spieler des 1. FC Köln so wirklich hinterlassen. Ein Klassenunterschied war nicht zu sehen. Dementsprechend konnte auch kein Spieler das Duell als Bewerbung nutzen.
Ron-Robert Zieler brachte es nach dem Spiel wohl auf den Punkt. Man solle die Kirche nach dem Spiel im Dorf lassen. Tatsächlich braucht man die Begegnung gegen den Drittligisten nicht überbewerten, immerhin fehlten viele Spieler. Doch nutzte auch kein Spieler die Chance, um sich in den Fokus des Trainers zu spielen.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.
Am Ende war es Marius Bülter, der dem FC eine Niederlage im Testspiel gegen Viktoria Köln ersparte. So traf der Offensivspieler zum späten 2:2 und verhalf dem FC zu einem besonders glücklichen Remis. Das Unentschieden wird angesichts der schweren Verletzung von Thijs Dallinga und den Muskelbeschwerden von Ragnar Ache sehr schnell in Vergessenheit geraten. Denn René Wagner wird sich nun wohl schneller seine Gedanken um das Derby machen müssen, als zunächst angenommen. Es braucht Alternativen, die es eigentlich im Kader nicht gibt. Eigentlich hatte sich Wagner von dem Test gegen die Viktoria sicherlich auch Erkenntnisse versprochen.
Zwar bahnt sich bei dem Kölner Coach so etwas wie eine erste Elf an, aber Wagner hat noch mehr Spieler im Blick. „Im Idealfall ist klar, dass jene elf Akteure am Wochenende spielen, die in dem Moment die elf besten Spieler sind und die beste Leistung zeigen. Und die Spieler 12 bis 16 sind gleichzeitig so knapp dran, dass sie von der Bank kommen, Gas geben und Impact haben“, sagte der Coach gegenüber come-on-fc.com.
Assad Kotya-Fofona in der Startelf
Von den Spielern eins bis elf befinden sich aktuell fünf auf Länderspielreise. Inklusive dem verletzten Alessio Castro-Montes fehlen Wagner also ein halbes Dutzend Stammspieler. Dementsprechend sollte der Test gegen den Stadtrivalen durchaus auch eine Art Bewerbung für die Spieler sein, die ein wenig hinten dran sind. Nur hat sich bei den Geißböcken am Samstagnachmittag kein Spieler so richtig in den Vordergrund gespielt. Stockfehler, Fehlpässe, Schwierigkeiten im Spielaufbau, dazu Wackler in der Defensive. Sicher ist: Das Team, das im Sportpark Höhenberg gegen die Viktoria auflief, wird so sicher nicht nochmal auflaufen – zumindest nicht in einem Pflichtspiel. Den stärksten Eindruck hinterließ noch Sebastian Sebulonsen, der das Eigentor des Gegners mit einer starken Hereingabe provozierte und immer wieder den Weg in die Offensive suchte. Das Problem: Sebulonsen ist für kommenden Sonntag wohl gegen Gladbach ohnehin gesetzt.
Wirklich viel wird in der Hintermannschaft der Geißböcke ohnehin nicht passieren. Die Viererkette stellt sich unter Wagner von selbst auf, das gleiche gilt für das defensive Mittelfeld um Ellyes Skhiri, der ebenfalls hinter seinen Erwartungen blieb, sowie Tom Krauß. Bis zu den Verletzungen der beiden Mittelstürmer war wohl die eine Position der Offensivkette neben Mikey Moore und Said El Mala nicht gänzlich vergeben. Mit Bülter, Jan Thielmann und Luca Waldschmidt lieferten sich gleich drei Offensivkräfte zuletzt ein Battle mit Linton Maina. Trotz des Treffers von Bülter hat sich keiner der Spieler wirklich aufgedrängt. Auch Maina erwischte nicht gerade seinen besten Tag. Immerhin erhielten auch die U21-Spieler ihre Chance. Den besten Eindruck hinterließ wohl Assad Kotya-Fofana. Der Innenverteidiger stand in der Startelf, hatte zu Beginn noch ein paar Wackler, spielte dann aber seinen Stiefel souverän runter. Die großen Erkenntnisse wird Wagner nicht gewonnen haben.
Aktuell wird sich der Trainer wohl auch eher mit möglichen Alternativen für das Sturmduo auseinandersetzen. Das wird schwer genug.
Verpasse keinen Artikel mehr und markiere come-on-fc.com als bevorzugte Quelle
