Überraschend stand Borna Sosa beim Derbysieg des 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach erstmals in der Startelf. René Wagner begründete die Entscheidung mit starken Trainingsleistungen und zusätzlichen offensiven Möglichkeiten. Für Gideon Mensah könnte damit ein bislang sicher geglaubter Stammplatz ins Wanken geraten.
Viele Bundesliga-Fans dürften Borna Sosa vor allem wegen seiner präzisen Flanken in Erinnerung haben. Eine Qualität, die ansonsten im FC-Kader kaum zu finden ist. Nicht nur deshalb war die Freude in Köln groß, als der Linksverteidiger kurz vor Bundesligastart vorgestellt wurde. Mit seiner Verpflichtung wurde gleichzeitig auch die letzte große Kaderbaustelle geschlossen. Die erhofften Leistungen blieben jedoch zunächst aus – bis zum vergangenen Sonntag jedenfalls.

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Beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach stand Borna Sosa erstmals in der Startelf von René Wagner beim 1. FC Köln. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Gideon Mensah ist der Kroate deutlich offensiver ausgerichtet. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Partie teilte der Kölner Übungsleiter seine Gedanken, die ihn schließlich zu dieser Entscheidung bewegten. „Ich glaube, dass er uns die ein oder andere Lösung mehr gibt mit dem Ball“, sagte Wagner. Mit Blick auf den Ausgang des Spiels scheint dieser Plan zumindest fürs Erste aufgegangen zu sein.
Borna Sosa beim 1. FC Köln: Wagner erklärt die Startelf-Überraschung
Grundsätzlich wollte Wagner gegen den Rivalen vom Niederrhein offensiver und mutiger auftreten. Deswegen erhielt auch Isak Johannesson im Mittelfeld den Vorzug vor Tom Krauß. Während der Isländer die vergangenen zwei Wochen bei seiner Nationalmannschaft verbrachte und dementsprechend im Teamtraining fehlte, nutze Sosa genau diese Zeit, um sich zu empfehlen. „Borna hat jetzt super drei Wochen gehabt, hier in der Länderspielpause. Er hat es sich verdient zu starten. Ich glaube, Trainingsleistungen muss man auch belohnen“, erklärte der FC-Coach seine überraschende Entscheidung. In den ersten Saisonspielen wirkte Mensah links hinten fest gesetzt. Ganz so eindeutig scheint es jetzt nicht mehr zu sein. In jedem Fall konnte der 28-Jährige am Sonntag Werbung in eigener Sache betreiben und seine Ambitionen untermauern.
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Borna Sosa oder Gideon Mensah: Wer spielt gegen Frankfurt?
Auf den FC warten in den kommenden Wochen fünf weitere Spiele, bevor die nächste Länderspielpause ansteht. Welcher der beiden Linksverteidiger aktuell die Nase vorne hat, ist schwer zu sagen. Beide Spieler bringen ein unterschiedliches Paket auf den Rasen. Während der Ghanaer seine Stärken speziell in der Defensive hat, kann Sosa für mehr Torgefahr sorgen. Zudem bringt der Kroate eine enorme Standardstärke mit. Womöglich macht Wagner seine Entscheidungen auch von dem anstehenden Gegner abhängig. In den Partien gegen Frankfurt, Schalke, Leverkusen und gleich doppelt gegen Union Berlin dürfte es auf unterschiedliche Dinge ankommen. Gut möglich, dass Sosa genau deswegen geholt wurde: Um die taktische Flexibilität im Kader zu erhöhen. Nachdem die Position hinten links seit dem Karriereende von Jonas Hector eine stetige Baustelle war, haben die Geißböcke nun gleich zwei zuverlässige Optionen. Wer von den beiden am Freitag in Frankfurt startet, dürfte sich wohl erst während der Trainingswoche entscheiden.
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