70 Millionen Euro hat die TSG Hoffenheim in diesem Sommer bereits in neue Spieler investiert und kratzt damit an die Ausgaben einiger Spitzenclubs. Und die Neuverpflichtungen können sich sehen lassen. Der kommende Gegner des 1. FC Köln hat anscheinend viel vor: Die TSG Hoffenheim könnte das Überraschungsteam werden.
In der Vorsaison verpasste die TSG Hoffenheim nur knapp die Champions-League-Plätze – in dieser Saison soll es klappen. Auch dafür wurde einmal mehr viel investiert. Rund 70 Millionen Euro sind der zweithöchste Transfersommer der Sinsheimer Vereinsgeschichte.

Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.
Nicht wenige belächelten Christian Ilzer als er im März 2025 seine Ziele für die TSG Hoffenheim formulierte. „Ich will Hoffenheim in drei Jahren zurück ins internationale Geschäft bringen. Und ich will in fünf Jahren mit Hoffenheim um die deutsche Meisterschaft spielen“, sagte der Cheftrainer der TSG einst. Damals steckten die Kraichgauer noch im Abstiegskampf, weshalb Ilzers Aussagen zunächst irritierten. Über ein Jahr später sieht das schon ganz anders aus. Hoffenheim beendete die vergangene Saison auf Platz fünf, sicherte sich so die Teilnahme in der Europa League und verpasste nur knapp die Qualifikation für die Champions League. Ein Ergebnis, welches die TSG mindestens bestätigen, wenn nicht sogar übertreffen will.
Hohe Aktivität auf dem Transfermarkt
Das wird besonders mit Blick auf den Transfersommer der Kraichgauer deutlich. Zwar verlor die TSG mit Bazouma Touré einen der wichtigsten Offensivspieler der vergangen Saison, der mit seinen 17 Torbeteiligungen ein essenzieller Bestandteil des Erfolgs war. Der Abgang des Ivorers zu Newcastle United spülte jedoch rund 50 Millionen Euro in die Kassen. Geld, das in mehrere Mannschaftsteile investiert wurde. Insbesondere mit der Verpflichtung von Nathan De Cat setzte die TSG ein Ausrufezeichen. Das 18-jährige Megatalent stand bei mehreren europäischen Topklubs auf dem Zettel. Der Wechsel für rund 17 Millionen Euro vom RSC Anderlecht nach Sinsheim kam also definitiv überraschend. Mit unter anderem Adam Daghim (20), Cajetan Lenz (20), Mats Rots (20) und Patrick Wimmer (25) verpflichtete die TSG einige weitere talentierte Spieler, die sofort helfen können, gleichzeitig aber auch noch Entwicklungspotenzial mitbringen.
Überraschender Verbleib
Hinzu kommt eine Personalie die eigentlich gar kein Neuzugang ist. Fisnik Asllani, der in der vergangenen Saison mit zehn Toren und neun Vorlagen einen großen Anteil an der Europa-Qualifikation hatte, stand zwischenzeitlich unmittelbar vor einem Wechsel zu RB Leipzig. Nachdem der Transfer aufgrund medizinischer Bedenken der Roten Bullen platzte, bleib der Offensivspieler wohl in Sinsheim. Aktuell befindet sich der 23-Jährige im Aufbautraining und soll wohl in Kürze wieder zur Mannschaft stoßen. Mit dem Nationalstürmer des Kosovo steht Ilzer also ein weiterer Leistungsträger zur Verfügung, dessen Abgang eigentlich schon beschlossen galt.
Zum Bundesligaauftakt erwartet also eine große Herausforderung. Eine Aufgabe, die trotz der starken Entwicklung der TSG keineswegs unlösbar ist. Denn in der vergangenen Saison verkaufte sich der FC in den beiden direkten Duellen durchaus ordentlich. In Sinsheim gelang den Domstädtern Anfang Oktober vergangenen Jahres mit einem 0:1 der bis dato letzte Auswärtserfolg. Im Rückspiel blieb nach dem 2:2 zumindest ein Punkt in Müngersdorf. Die Bilanz aus der Vorsaison macht also zumindest Mut, auch wenn die Vorzeichen inzwischen andere sind. Die Kraichgauer gehen mit einem breiteren Kader und reichlich gewonnenem Selbstvertrauen in die neue Spielzeit. Unddürften daher den Anspruch haben, ihre Ambitionen direkt zu Saisonbeginn zu zementieren. Ob der FC der TSG wieder ein Bein stellen und Ilzers Vision einen Dämpfer verpassen kann, wird sich am Samstag Nachmittag im RheinEnergieSTADION zeigen.
Verpasse keinen Artikel mehr und markiere come-on-fc.com als bevorzugte Quelle
