Ellyes Skhiri und René Wagner beim Training
,
Startseite » Wie René Wagner Rückkehrer Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln zu alter Stärke verhilft

Wie René Wagner Rückkehrer Ellyes Skhiri beim 1. FC Köln zu alter Stärke verhilft

Sein Wechsel nach Köln war von Skepsis begleitet, doch beim FC blüht Ellyes Skhiri wieder auf, ist einer der Leistungsträger des 1. FC Köln. FC-Trainer René Wagner scheint bei dem 31-Jährigen den richtigen Schlüssel gefunden zu haben.

Innerhalb weniger Wochen hat sich Ellyes Skhiri beim FC zu einem Leistungsträger entwickelt. Eine Entwicklung, die viele FC-Anhänger so nicht haben kommen sehen. René Wagner offenbar schon. Der Trainer wollte den Spieler unbedingt. Und das könnte der Schlüssel sein.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Ellyes Skhiri ist kein Spieler der lauten Töne. Der Mittelfeldspieler der Geißböcke hat schon wenige Tage nach seinem zweiten Amtsantritt beim FC vor wenigen Wochen erklärt, dass er eine Leader-Rolle bei den Geißböcken einnehmen wolle, allerdings durch seine Leistung. Ausgerechnet die stellten aber zahlreiche Fans bereits in Frage, da hatte der Tunesier den Vertrag am Geißbockheim noch nicht unterschrieben. Als im Sommer die ersten Gerüchte um den Mittelfeldspieler aufploppten, kam in den Sozialen Medien Skepsis auf. Die war von Außen betrachtet vermutlich auch nicht ganz unbegründet. Der Mittelfeldspieler sollte in der Nationalmannschaft Tunesiens bei der WM im Sommer eben auch Verantwortung übernehmen, doch bekanntlich scheiterten die Nordafrikaner sang- und klanglos, spielten ein erschreckend schwaches Turnier. Und das galt eben auch für Skhiri, der zuvor auch ein kompliziertes Jahr bei der Eintracht hinter sich gebracht hatte.

„Egal was passiert, er bringt immer seine Leistung“

Nun also der Tapetenwechsel und die Rückkehr nach Köln. Und da gerade das Zurückkommen zu einem alten Verein eher selten so richtig gut funktioniert, ebbte die Skepsis mit der Unterschrift auch nicht wirklich ab. Tatsächlich haben sich Thomas Kessler und Co. bei der Kaderzusammenstellung auf die Fahne geschrieben, eben auch Spieler aus einer vermeintlichen Formdelle zu holen. Dass das klappen kann, zeigte die Leihe von Jakub Kaminski in der Vorsaison. Und auch bei Skhiri sind die Anzeichen bislang sehr vielversprechend. Wagner machte schon unmittelbar nach der Verpflichtung von Skhiri keinen Hehl daraus, dass der Mittelfeldspieler von vornerein einer seiner Wunschkandidaten gewesen sei. „Er ist ein Vollprofi und wir wussten, dass er unserer Mannschaft Stabilität, Halt und Struktur geben wird“, sagte Wagner im Interview mit come-on-fc.com. „Er bringt einfach eine Qualität mit, die unbestritten wichtig für uns sein wird. Auch in Frankfurt hat er sich so eingebracht: Denn egal, was passiert, er bringt immer seine Leistung.“

„Er arbeitet extrem hart“

Und dafür arbeitet der 31-Jährige hart, ist ein Vorzeigeathlet, vermutlich einer der fittesten Spieler der Mannschaft, vielleicht der Liga. „Er arbeitet extrem hart. Er ist mir vor kurzem abends noch im Geißbockheim entgegengekommen, weil er gerade von einem Lauf zurückkam“, erzählt der Trainer, der offenbar nie einen Zweifel daran hatte, dass Skhiri unter ihm wieder funktionieren würde. Eben so wie bei seiner ersten Station in Köln, als „Flaco“ in Windeseile zum Publikumsliebling avancierte. Und doch wirkt es so, als habe der Trainer den richtigen Schlüssel finden müssen und gefunden. Und das könnte eben eine Ebene zwischen Spieler und Trainer sein. „Ellyes ist auf jeden Fall jemand, der Vertrauen braucht. Dadurch kann er vielleicht noch den einen oder anderen Prozentpunkt mehr rausholen“, so Wagner. „Wenn das am Ende der Hebel ist, um ihn dazu zu befähigen, Tore zu machen und zu assistieren, dann bin ich froh, dass wir den Hebel haben.“

Und das zeigt sich auch auf dem Platz, auch wenn der 31-Jährige gegen Viktoria Köln nicht gerade seinen besten Tag erwischte. Bei den Einheiten in der vergangenen Woche war Skhiri dagegen wieder einmal einer der Leader. Und das eben nicht nur durch Leistung. Skhiri übernahm beim Training auch gerne das Wort – und das ist eher ungewöhnlich.

Google Link Verpasse keinen Artikel mehr und markiere come-on-fc.com als bevorzugte Quelle

Schreibe einen Kommentar