In der neuen Folge des FC-Podcasts spricht BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken über seinen Weg zur Musik, sein Verhältnis zum 1. FC Köln und seinen ersten Besuch im Müngersdorfer Stadion. Der Sänger erlebte Höhen und Tiefen mit dem Verein und seine Lieder werden bei den Spielen bis heute gespielt. Was der Club für ihn bedeutet, beantwortet er mit einem Wort: Heimat.
Wolfgang Niedecken hat die FC-Geschichte nicht nur miterlebt, sondern war ein Teil von ihr. Als Kind hat er die Spiele noch vor dem Radio verfolgt, später stand er nur wenige Meter entfernt, als 1978 vor dem Rathaus das Double gefeiert wurde. Obwohl BAP weit über die Kölner Stadtgrenzen bekannt ist, trägt der Musiker die Stadt und den Verein tief im Herzen.

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Wie so viele Kölner hat auch Niedecken den FC als seinen Herzensverein in die Wiege gelegt bekommen. Für den 75-Jährigen muss es auch genauso sein. „Da darf man auch ruhig beratungsresistent sein“, erklärt er. Seine ersten Erinnerungen an den Club sind ebenfalls noch präsent. Als Junge nahm ihn sein Bruder häufiger mit zum Geißbockheim. Bis heute ist das Trainingszentrum im Grüngürtel ein absoluter „Herzensplatz“ für den Kölner. Sein Bruder brachte ihn dann auch zum ersten Mal mit ins Müngersdorfer Stadion. An das genaue Ergebnis erinnert sich der Musiker nicht, nur an „einen hohen Sieg für uns.“
Privates FC-Museum
Trotz einiger Nummer-eins-Alben spielt der FC im Kalender von BAP eine wichtige Rolle. Wenn möglich werden die Konzerttermine an die Spieltage angepasst. Generell ist Niedecken während Spielen nur eingeschränkt für andere Dinge zu gebrauchen. „Dann muss ich FC gucken“, erklärt er. Auch im Wohnhaus des Kultsängers ist der Geißbockclub mehr als nur vertreten. Ein ganzer Flur ist in Rot und Weiß dekoriert und gleicht eher einer „FC-Fankneipe“. Sein persönliches Highlight ist ein Poster, das einst von der gesamten Doublesieger-Mannschaft aus dem Jahr 1978 unterschrieben wurde. Generell ist die Beziehung zum eigenen Verein für den 75-Jährigen etwas ganz Besonderes: „Einem Menschen, der von Fußball keine Ahnung hat, dem kannst du das nicht erklären.“
An sein erstes Autogramm erinnert sich Niedecken auch noch. Als kleiner Junge besuchte er eine Autogrammstunde seines Idols Hans Schäfer in einem Kölner Möbelhaus. Später wurde der Weltmeister von 1954 ein guter Freund und war ein Teil des Musikvideos der Neuauflage des Klassikers „FC, Jeff Jas“. In dem Ausschnitt sitzen die beiden gemeinsam im Stadion und schauen sich ein Spiel der Domstädter an. Obwohl die Kölner ihr Pokalspiel gegen Rostock an diesem Tag verloren, ist es für Niedecken bis heute eine ganz besondere Erinnerung. Über die Jahre entwickelten sich auch Freundschaften zu anderen großen Persönlichkeiten des Vereins. Ex-Stürmer Toni Polster rief ihn damals sogar persönlich an, um ihn über den verpassten Klassenerhalt zu berichten.
Besonderer Moment für Co-Trainer
Zur Musik fand Niedecken damals durch die Beatles. Heute behauptet er, die britische Band hätte „sein Leben verändert“. Später war es der Kölner selbst, der gemeinsam mit seiner Band hunderttausende Zuhörer begeisterte. Bei einem Konzert der Rolling Stones in Müngersdorf stockte der Ticketverkauf, weshalb BAP als Vorband einsprang und den Ticketverkauf noch einmal ankurbelte. „Wir haben denen das Ding vollgemacht“, erinnert er sich.
Einen schönen Moment gab es zudem, als Armin Reutershahn sich dem Podcast für einige Minuten anschloss. Der Kölner Co-Trainer ist schon lange großer BAP-Fan, besuchte selbst viele Konzerte und ersteigerte sogar nach einem Auftritt die Setlist der Band. Obwohl er damals kein Kölsch beherrschte, begeisterte und begleitete ihn die Musik einen großen Teil seines Lebens.
Niedecken und seine Musik zählen für viele Menschen wohl genauso zu Köln wie für ihn der FC.
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