Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Denis Huseinbasic hat es aktuell schwer
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Steht Denis Huseinbasic beim 1. FC Köln auf dem Abstellgleis?

Gegen St. Pauli musste Denis Huseinbasic seinen Platz im Kader für den jungen Felipe Chávez räumen. Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen steht Wagner erneut vor der schwierigen Entscheidung beim 1. FC Köln: Droht Denis Huseinbasic die erneute Ausbootung?

Bereits für die Auswärtsfahrt nach Hamburg musste FC-Coach René Wagner aufgrund der Vielzahl der ihm zur Verfügung stehenden Spieler unpopuläre Entscheidungen darüber treffen, welche FC-Akteure nicht Teil des Spieltagskaders sein würden. Gegen den FC St. Pauli traf es Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic. Anstelle des Bosniers nominierte Wagner den jungen Felipe Chávez. In der Pressekonferenz am Donnerstag erläuterte der Kölner Trainer die Hintergründe dieser Entscheidung.

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Deshalb nominierte Wagner Chavez und Waldschmidt statt Huseinbasic

Auf der Pressekonferenz vor dem Auftritt seiner Mannschaft gegen Bayer 04 Leverkusen stellte FC-Coach René Wagner klar, dass die Fähigkeiten im Spielaufbau den Ausschlag für die Entscheidung pro Chavez gegeben hätten: „Am Ende haben wir uns für Felipe entschieden, da er offensiv einen Akzent mehr setzen kann als Danny. Er kann das Spiel von hinten antreiben.“ Rückblickend betrachtet war dies laut dem 37-Jährigen die richtige Entscheidung: „Wir haben einfach geglaubt, dass wir, wenn das Spiel hinten raus noch eng wird, Spieler wie Philippe und Luca brauchen, die in und um den Strafraum gefährlich werden können. Am Ende haben wir uns mit dem Elfmeter belohnt. Und wir haben erstmal recht behalten.“

Nach dem Pokalaus der Leverkusener gegen die Bayern äußerte Wagner seine Einschätzung über die größten Schwächen des kommenden Gegners: „Die Leverkusener hatten immer wieder Probleme mit der Intensität. Und ich glaube, dass wir mutig sein müssen. Wir müssen uns trauen, die richtigen Mittel zu wählen, um Leverkusen wehzutun.“ Der junge Trainer gab damit Einblicke in seinen Plan, die Werkself vor Probleme zu stellen: „Ich glaube auch nicht, dass die Leverkusener hierherkommen und glauben, sie müssten nicht gegen den Ball arbeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass wir den Ball auch mal behalten. Dass wir die Wege groß machen. Wir wollen die Laufwege für die Leverkusener weit machen. Irgendwann haben sie vielleicht keine Lust mehr, dem Ball hinterherzujagen. Dann müssen wir gefährlich werden. Dann gehen Räume auf, die wir mutig bespielen müssen“, schlussfolgerte Wagner.

Wer behält einen klaren Kopf?

Denn Wagners Plan, gegen Leverkusen die Spielkontrolle an sich zu reißen, ist ambitioniert. Denn die Mannschaft von Kasper Hjulmand gehört mit einer Ballbesitzquote von 57 Prozent zu den Mannschaften mit der höchsten Quote in der Beletage. Nur die Bayern befinden sich häufiger im Ballbesitz. Mit Robert Andrich und Alexei Garcia hat Bayer zwei Akteure in seinen Reihen, die mit ihren Pässen die grüne Wiese bespielen können wie nur wenige andere in der Bundesliga. Garcia kommt im Bayer-Zentrum auf eine Passquote von 93,4 %, was den zweitbesten Wert ligaweit hinter – Überraschung – Bayerns Jonathan Tah darstellt.

Im Hinterkopf geistert auch noch immer die 0:2-Niederlage vom Dezember, als rund 500 FC-Fans das Leverkusener Stadion noch vor dem Anpfiff verließen, weil die Einlasskontrollen zu streng waren. Spektakel auf den Rängen ist damit vorprogrammiert und könnte die Spieler zusätzlich beeinflussen. Womit wir wieder bei der Frage sind, auf welche Spieler Wagner setzen will. Denn in solch lautstarken und hart umkämpften Partien spielt auch Erfahrung eine wesentliche Rolle, wie der Kölner Coach erläutert: „Felipe hat eine unglaubliche Qualität im Umgang mit dem Ball. Das zeigt er in jedem Training. Am Ende ist er aber ein sehr junger Spieler. Es gibt andere Spieler, die schon länger in der Liga sind.“

Wagner: „Dann muss der Trainer entscheiden“

Der 37-Jährige betonte in diesem Zusammenhang um ein weiteres die Bedeutung eines Geißbocks, der sich in letzter Zeit wieder in prächtiger Form präsentiert: „Als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress eher auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. Wir haben mit Luca ein ähnliches Profil im Kader, auf das wir in den Spielen zuvor zurückgegriffen haben. Da kann er aber nichts dafür. Im Gegenteil. In zehn Jahren ist er der 29-Jährige und dann gibt es einen anderen 18-Jährigen. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den Mut hat, den jungen Spieler spielen zu lassen, oder sich für den Spieler entscheidet, der die Situation schon kennt“.

Damit scheint alles auf eine Entscheidung zwischen Chavez und Huseinbasic hinauszulaufen. Ob Letzterer in Wagners Matchplan eine Rolle spielt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Fest steht: Der 24-Jährige verfügt auf jeden Fall über die nötige Erfahrung. Eine weitere Nichtberücksichtigung wäre auch deshalb ein weiterer empfindlicher Dämpfer für ihn in seiner ohnehin schon schwierigen Saison.


Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Patrik Schick überwindet Marvin Schwäbe
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Konkurrenzkampf beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Ein FC-Innenverteidiger mit Bestwert der Liga

Durch die entspannte personelle Situation hat René Wagner in der Defensive die Qual der Wahl. Und die könnte am Samstag besonders wichtig werden beim 1. FC Köln: Wer stoppt FC-Schreck Patrik Schick? Der Leverkusener Stürmer spielt besonders gerne gegen Köln.

Die Bilanz von Patrik Schick ist aktuell eine beeindruckende. Doch der Stürmer spielt auch besonders gerne gegen den FC. Das zeigt ein Blick in die Statistik. Für René Wagner kein Problem, denn in der Defensive hat der Trainer die Qual der Wahl.

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Lange sahen die Kölner wie der Sieger aus. Nur wenige Augenblicke trennten die Geißböcke vom Halbfinale im DFB-Pokal. Doch dann schlug Laterkusen in der doch überraschend langen Nachspielzeit gnadenlos zu. Patrik Schick traf in der 6. Minute der Nachspielzeit und rettete Leverkusen in die Verlängerung, nachdem der Tscheche zuvor schon den Anschlusstreffer erzielt hatte. Victor Boniface entschied schließlich die Begegnung. Es waren nicht die ersten Tore des Angreifers gegen den FC. Wenn man so will ist Schick der Köln-Schreck der Leverkusener. Sieben Mal lief der Stürmer gegen Köln auf, verloren hat der heute 30-Jährige noch nie. Im Gegenteil, Schick hatte mit seinen Treffern maßgeblichen Anteil an seiner persönlichen Erfolgsbilanz gegen die Domstädter. Sechs Siege, ein Remis, fünf Treffer, eine Vorlage lautet die eindrucksvolle Bilanz. Bei den jüngsten beiden FC-Erfolgen gegen den Nachbarn fehlte der Stürmer verletzt.

Starke Werte von Özkacar

Davon kann aktuell keine Rede sein. Schick befindet sich in Topform, erzielte in den vergangenen vier Bundesliga-Spielen gleich vier Tore. Darunter der 22. Kopfballtreffer des Tschechen. Kein aktiver Bundesliga-Spieler ist mit dem Kopf erfolgreicher. Und so stellt sich durchaus die Frage, wer Schick in den Griff bekommen soll. Da Timo Hübers und Luca Kilian weiterhin verletzt ausfallen und Dominique Heintz zuletzt keine Rolle mehr spielte, bleiben vier Innenverteidiger, aus denen René Wagner seine Spieler für das Zentrum wählen könnte. Zuletzt hatten Cenk Özkacar und Jahmai Simpson-Pusey die Nase vorne und beide haben sich auch nicht viel zu Schulden kommen lassen, so dass sie auch für das Duell gegen Leverkusen gute Karten haben dürften. Simpson-Pusey ist seit seiner Ankunft beim FC eigentlich Stammspieler – wenn er im Kader stand, hat er gespielt und bis auf die Begegnung gegen Hoffenheim immer von Beginn an.

Özkacar hat sich erst im späteren Saisonverlauf zum konstantesten der Innenverteidiger entwickelt. Der Türke ist aktuell nicht aus der Stammelf wegzudenken. Von der Zweikampfquote weisen Simpson-Pusey und Dominique Heintz die besten Werte auf. Der Engländer kommt auf starke 73 Prozent, ist damit in dieser Statistik der beste Innenverteidiger der Liga. Es folgt Amos Pieper mit 71,5 Prozent. Vereinsintern kommt dann aber auch schon Özkacar. Kein Wunder, dass die Geißböcke bei beiden Spielern gerne die Kaufoption ziehen würden. Bei Özkacar gibt es wohl wenig Einwände, bei Simpson-Pusey hat Manchester City das letzte Wort und der FC müsste tief in die Tasche greifen. Allerdings dürften gegen Schick gerade auch die Luftzweikämpfe eine Rolle spielen. Und hier verschieben sich die Werte ein wenig. Die meisten Kopfbälle aller Kölner hat Ragnar Ache gewonnen, vor Eric Martel.

Aus Rang drei folgt Cenk Özkacar. Prozentual gehen die meisten gewonnen Luftzweikämpfe aber an Tom Krauß (69 Prozent), vor Sebastian Sebulonsen (63.). Auf Platz drei folgen in der Kölner Liste Özkacar, Rav van den Berg und Joel Schmied nahezu gleichauf (58 Prozent). Im Spielaufbau ist van den Berg mit 93 Prozent angekommener Pässe der sicherste Innenverteidiger. Auf jeweils 86 Prozent kommen Schmied, Simpson-Pusey und Özkacar. Dennoch: Eigentlich hat Wagner kein Grund die Defensive umzustellen – die Auswahl hätte er aber.


Gibt es die Startelf-Premiere? So könnte der 1. FC Köln gegen Leverkusen starten

Lukas Kwasniok wirkt nachdenklich
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Gibt es die Startelf-Premiere? So könnte der 1. FC Köln gegen Leverkusen starten

Eine Woche nach dem bitteren Last-Minute-Gegentor und dem damit einhergehenden Unentschieden im Heimspiel gegen den FC St. Pauli steht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok mit dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen der 14. Spieltag in der Bundesliga vor der Tür. Wer am Samstagabend beim Topspiel in der BayArena von Beginn an auf dem Feld steht, ist aber noch offen. So könnte der 1. FC Köln in Leverkusen beginnen.

Für den 1. FC Köln steht mit dem Spiel in Leverkusen das letzte Auswärtsspiel in diesem Kalenderjahr auf dem Programm. Im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen den FC St. Pauli kann Trainer Lukas Kwasniok auf dasselbe Personal zurückgreifen und daher eventuell das erste Mal dieselbe Startelf auf den Platz schicken, wie im Spiel zuvor. Ob es zu dieser Premiere kommt oder es doch Wechsel gibt, wird sich spätestens am Samstagabend zeigen. So könnte der 1. FC Köln in Leverkusen beginnen.

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FC-Trainer Lukas Kwasniok muss im Vergleich zum Spiel gegen St. Pauli keine weiteren Ausfälle hinnehmen, jedoch weiterhin auf die Langzeitverletzten Luca Kilian, Timo Hübers, Dominique Heintz und Joel Schmied verzichten. Dadurch könnte der 44-Jährige eine Premiere als FC-Coach feiern und das erste Mal seit seinem Amtsantritt in zwei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen dieselbe Startformation nominieren. In bisher jedem Spiel nahm Kwasniok mindestens eine Veränderung vor und überraschte teilweise mit der ein oder anderen Personalie.

Fragen im Zentrum und in der Spitze

Bereits sicher ist jedoch, dass Marvin Schwäbe zwischen den Pfosten beginnen wird. Vor dem Schlussmann hat der FC aufgrund der vier verletzten Innenverteidiger wenig Optionen. Daher dürften in der Dreierkette wie bereits gegen die Kiezkicker Rav van den Berg links, Eric Martel zentral und Sebastian Sebulonsen rechts beginnen. Auf den beiden Schienenpositionen werden Jakub Kaminski links und Jan Thielmann rechts starten, die laut Kwasniok „ein bisschen auf diese Wingback-Position gewandert sind“. Offener scheint die Situation im zentralen Mittelfeld zu sein. Gegen Pauli bekam Isak Johannesson von Kwasniok eine kleine Pause und musste das Spiel zu Beginn von der Bank verfolgen. Für den Isländer rückte Tom Krauß neben Denis Huseinbasic in die Mannschaft.

Gegen Leverkusen dürfte der Isländer allerdings wieder in die Startelf zurückkehren. Dabei ist nur die Frage, für wen von den beiden. Da Krauß ein sehr aggressiver Spieler ist und seine Stärken vor allem gegen den Ball hat, dürfte sich eine Kombi aus Johannesson und dem ehemaligen Schalker anbieten. Auf den verbliebenen drei Positionen in der Offensive werden auf jeden Fall Said El Mala und Luca Waldschmidt starten. „Also die Kombination aus einem guten Fuß und einem guten Auge bei dem einen Spieler und der Geschwindigkeit und der Bereitschaft, in die Tiefe zu sprinten, bei dem anderen, ist immer von Vorteil. Es ist schon so, dass Luca und Said ein gutes Match darstellen“, so Kwasniok, der den beiden für die Partie in Leverkusen schon eine Startelfgarantie gab.

Zwei Startelf-Plätze schon vergeben

„Sie haben sich jetzt auch durch Fleiß in die Situation gebracht, dass sie das von Beginn an zeigen dürfen. Dadurch ist die Konstellation für uns jetzt schon eine interessante Option. Ich glaube, ich nehme jetzt nicht zu viel vorweg, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass beide auch morgen in der Startelf stehen werden“. Neben den beiden gibt es um die Position des zentralen oder zweiten Angreifers zwischen Marius Bülter und Ragnar Ache ein Duell auf Augenhöhe. Nachdem Bülter gegen Pauli beginnen durfte, würde sich gegen eine robuste Leverkusener Hintermannschaft eine Startelfnominierung von Ache anbieten. Vor seiner Gehirnerschütterung kam der ehemalige Frankfurter immer besser in Fahrt und erzielte bei seinen Einsätzen auch einige wichtige Tore.

So könnte der FC gegen Bayer 04 Leverkusen starten

Marvin Schwäbe im Spiel des 1. FC Köln gegen den BVB

Marvin Schwäbe

Rav van den Berg im Einsatz für den 1. FC Köln

Rav van den Berg

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an

Eric Martel

Sebastian Sebulonsen im Testspiel gegen Leicester City

Sebastian Sebulonsen

Jakub Kaminski nach seinem starken Auftritt gegen den HSV

Jakub Kaminski

Tom Krauß glaubt an den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln

Tom Krauß

Isak Johannesson wird am Samstag wohl erstmal auf der Bank sitzen

Isak Johannesson

Jan Thielmann ist erfolgreich in die Saison gestartet. (Foto: Herbert Bucco)

Jan Thielmann

Said El Mala beim Spiel des 1. FC Köln
Said El Mala
Ragnar Ache im Testspiel gegen Atalanta Bergamo

Ragnar Ache

Luca Waldschmidt fällt gegen den VfB Stuttgart aus
Luca Waldschmidt



Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen können dem 1. FC Köln Mut machen

Kölner Nachbarschafts-Duell-Helden: Davie Selke, Milivoje Novakovic, Lukas Podolski und Dominic Maroh
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Vor dem Nachbarschafts-Duell: Diese Siege über Leverkusen können dem 1. FC Köln Mut machen

Am Samstagabend steht für den FC das Topspiel gegen Bayer Leverkusen auf dem Programm. Die Ausgangslage ist vor dem Duell ziemlich eindeutig, die Favoritenrolle vergeben. Doch die Vergangenheit zeigt, dass es durchaus eine Chance gibt. Das kann dem 1. FC Köln vor dem Duell in Leverkusen Mut machen.

Die Vorzeichen vor dem Duell bei Bayer sind eigentlich klar: Hier der Aufsteiger, der nach fulminanten Saisonauftakt die Form sucht, da der Champions-League-Teilnehmer, der nach Stotterstart insgesamt immer besser ins Rollen kommt. Doch ganz so eindeutig ist die Lage dann vielleicht doch nicht. Das kann dem 1. FC Köln in Leverkusen Mut machen.

Kölner Nachbarschafts-Duell-Helden: Davie Selke, Milivoje Novakovic, Lukas Podolski und Dominic Maroh
Kölner Nachbarschafts-Duell-Helden: Davie Selke, Milivoje Novakovic, Lukas Podolski und Dominic Maroh

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Ganze neun Spiele musste Bayer 04 Leverkusen nach dem Aufstieg in die Bundesliga warten bis es den ersten Sieg im Nachbarschaftsduell gegen die Geißböcke gab. Der FC erschein bis dahin für die Werkself unschlagbar. Diesem Erfolg vor genau 42 Jahren folgten bis in die 90er nur zwei weitere Bayer-Siege gegen Köln. Glaubt man den Worten von Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart gibt es in der Region ohnehin nur einen wahren Spitzenclub – den 1. FC Köln. „Es gibt einen großen Verein und es gibt einen nicht so großen Verein. Ich glaube, wir sind der Größere, auch wenn es sportlich vielleicht anders erscheint“, sagte der damalige Kölner Coach 2023 und schickte eine Spitze über den Rhein. Dabei war das „vielleicht“ natürlich stark untertrieben. Die Vorzeichen haben sich verkehrt.

2019 leitet ein 2:0 die Wende ein

Leverkusen gehört seit einigen Jahren zu den absoluten Bayern-Jägern, feierte 2024 ungeschlagen das Double. Und auch in dieser Saison ist Leverkusen wieder auf Kurs Champions League, während der FC aus den vergangenen acht Pflichtspielen gerade einmal einen Sieg holte. Die Favoritenrolle ist also auch vor dieser Begegnung klar vergeben. Immerhin haben auch Nachbarschaftsduelle wie Pokalspiele bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Was sich anhört wie der Mut des Verzweifelten in einer angespannten Situation, ist allerdings nicht so abwegig. Schließlich haben die Kölner in ähnlichen Situationen gegen Leverkusen durchaus überrascht. Zuletzt sogar noch zu Beginn des Jahres, als der FC die Werkself im DFB-Pokal an den Rand einer Niederlage führte.

In Leverkusen brachten Damion Downs und Linton Maina die Kölner in Front. Erst mit seinem zweiten Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit rettete Patrik Schick Bayer in die Verlängerung, da erlöste Victor Boniface den Favoriten. Es war der dritte Sieg in Folge für Leverkusen. Zuvor hatten die Kölner zwei Mal in Serie in der BayArena gewonnen. Im Mai 23 avancierte Davie Selke mit einem Doppelpack zum Nachbarschaftsduell-Helden, ein Jahr zuvor erzielte Kingsley Schindler den einzigen Treffer. Unvergessen die Situation von genau sechs Jahren. In der Saison 2019/2020 lag der FC nach dem 14. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz, als es gegen Leverkusen ging. Nichts deutete auf einen Erfolg der Kölner hin. Und so war es wohl Markus Gisdols Mut der Verzweiflung, nahezu die gesamte Mannschaft auszuwechseln.

Podolski wird zum Matchwinner

Mit sechs neuen Spielern, darunter Debütant Jan Thielmann, startete der Coach gegen Leverkusen. Der FC kämpfte leidenschaftlich. Auch Leverkusen kämpfte – allerdings mit nicht ganz so fairen Mitteln. Und so wurden Aleksandar Dragovic und Leon Bailey vom Platz gestellt. Der FC setzte sich nach Toren von Jhon Cordoba (73.) und Sebastiaan Bornauw (84.) nicht unverdient durch. Es war der Auftakt einer beeindruckenden Serie von acht Siegen in elf Spielen und damit am Ende der Saison der sichere Klassenerhalt. Auch die Spielzeit 2011/2012 stand für den FC unter keinem guten Stern. Mit 30 Punkten stiegen die Geißböcke damals ab. Lukas Podolski ließ die FC-Fans nach einer Galavorstellung beim 4:1-Sieg gegen die Werkself von einer ordentlichen Saison träumen. „Poldi“ war der überragende Spieler, legte einen Treffer auf und erzielte zwei Tore. Der damalige Nationalspieler fiel auch durch ein überhartes Foul gegen DFB-Kollegen André Schürrle auf.

Bereits ein Jahr zuvor schockte der FC den Nachbarn von der anderen Rheinseite. Leverkusen träumte in der Saison 2010/2011 von der ersten Meisterschaft – mal wieder. Tatsächlich war Bayer das einzige Team, das kurz vor Saisonende noch den Spitzenreiter aus Dortmund hätte abfangen können. Leverkusen tat es auch nicht, weil der FC selbst noch dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigte. Und die holten sich die Kölner durch einen Doppelpack von Milivoje Novakovic. Leverkusen hatte keine Chance mehr auf den Titel, war zum fünften Mal „Vizekusen“. Auch 14 Jahre zuvor „verhalfen“ die Geißböcke dem Rivalen zum zweiten Platz. Am 33. Spieltag empfing der FC die Werkself in Müngersdorf und schickte sie schließlich mit einer 4:0-Packung wieder nach Hause. Alleine drei Tore erzielte Toni Polster. Bayern sicherte sich den Titel und feierte diesen mit einem großen Poster von Polster, dem Leverkusen-Bezwinger.

Davon gab es gleich mehrere. Unter anderem auch Dominic Maroh, der 2015 mit einem Doppelpack in Leverkusen zum Nachbarschafts-Duell-Helden avancierte. Natürlich gab es auch Niederlagen. Einige. Bittere. Doch am Samstag darf gerne wieder ein Sieg folgen.