So holt sich der 1. FC Köln am Wochenende schon den Klassenerhalt

Said El Mala jubelt nach seinem Tor gegen Bremen
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So holt sich der 1. FC Köln am Wochenende schon den Klassenerhalt

Trotz der 1:2-Niederlage gegen Leverkusen hat sich die Ausgangslage für die Geißböcke minimal verbessert. So sehr, dass das Saisonziel am 32. Spieltag schon möglich ist. So erreicht der 1. FC Köln schon am Wochenende den Klassenerhalt.

Zwar gab es am vergangenen Wochenende eine 1:2-Niederlage und damit die verpasste Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt für die Kölner. Das kann der FC am 32. Spieltag nicht nur nachholen, sondern noch toppen. Unter Umständen ist der Klassenerhalt dann nämlich schon geschafft.

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Die Enttäuschung war nach der 1:2-Niederlage gegen den ungeliebten Nachbarn aus Leverkusen groß. Kein Wunder, die Kölner waren gegen den amtierenden Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer über weite Strecken die bessere, insgesamt die gefährlichere Mannschaft. Dazu fühlten sich die Kölner durch den umstrittenen Elfmeter nach dem vermeintlichen Handspiel von Eric Martel um Punkte gebracht, wie es Thomas Kessler später auch formulierte. Tatsächlich wäre am vergangenen Samstag für die Kölner mehr möglich gewesen. Wenngleich zur Wahrheit natürlich auch der Chancenwucher der FC-Offensive gehört. Die Kölner ließen gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen. Alleine der Pfostenschuss von Said El Mala schaffte es in jede Zusammenfassung des Spieltags. Besonders ärgerlich: Mit einem Sieg wären die Kölner bereits sehr nahe an ihrem Saisonziel gewesen. Dann hätte St. Pauli den FC nur noch mit drei Siegen einholen können, wenn der FC gleichzeitig nicht punkten würde.

So hält der 1. FC Köln die Klasse…

Doch bei allem Ärger über die unnötige Niederlage, hat sich die Situation im Vergleich zur Vorwoche sogar minimal verbessert. Der FC muss einen Fünf-Punkte-Vorsprung gegenüber St. Pauli und einem Sechs-Punkte-Vorsprung gegenüber Wolfsburg verteidigen. Und das bei nur noch neun zu vergebenen Zählern. Heißt: In den verbleibenden drei Spielen müssen die beiden Abstiegs-Konkurrenten fünf bzw. sechs Punkte auf den FC aufholen. Aufgrund der für ein Kellerkind herausragenden Tordifferenz sind es eigentlich sogar jeweils ein Zähler mehr. Und das scheint angesichts des bisherigen Saisonverlaufs sehr unwahrscheinlich. Zumal auch der FC mit Gegnern wie Union Berlin und Heidenheim durchaus die Chance hat, die Tabellenkonstellation noch einmal zu verbessern. Und tatsächlich können die Geißböcke den Klassenerhalt schon an diesem Wochenende perfekt machen – wenn die Konkurrenz mitspielt.

Den direkten Abstieg vermeiden die Kölner schon mit einem Sieg bei den Eisernen. Da St. Pauli und Wolfsburg am letzten Spieltag noch aufeinandertreffen, könnten nicht beide Teams die Geißböcke noch abfangen. Und aus dem gleichen Grund würde in der Theorie selbst ein Remis schon reichen, um die Ränge 17 und 18 zu umgehen. Dafür sorgt die Torbilanz. Köln steht aktuell bei einer Differenz von -8, St. Pauli bei -27 und Wolfsburg bei -25. Die Relegation wäre also mit einem Zähler schon sicher. Der sichere Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern, wenn der FC drei Punkte einfährt und die beiden Kontrahenten beide nicht gewinnen. Auch wenn die Wölfe einen Sieg einfahren und Pauli nicht gewinnt, ist Köln aufgrund der Torbilanz so gut wie sicher durch. die beiden Kontrahenten spielen nicht nur noch direkt gegeneinander, sie haben mit den Bayern und Leipzig beide am 33. Spieltag eine besonders schwere Aufgabe vor der Brust.

Die Entscheidung würde aber ohnehin erst am Sonntag fallen. Dann spielt St. Pauli gegen Mainz, Wolfsburg ist zu Gast in Freiburg.


Verloren und doch einen Schritt weiter? Für den 1. FC Köln ist der Klassenerhalt in absoluter Reichweite

Said El Mala scheitert einmal mehr an Jannis Blaswich
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Verloren und doch einen Schritt weiter? Für den 1. FC Köln ist der Klassenerhalt in absoluter Reichweite

Die Niederlage gegen Leverkusen war aus gleich mehreren Gründen besonders bitter für die Geißböcke. Allerdings nicht in Sachen Tabellenkonstellation für den 1. FC Köln: Der Klassenerhalt ist in greifbarer Nähe.

Mit einem Erfolg über den ungeliebten Nachbarn, wäre der Klassenerhalt so gut wie in trockenen Tüchern gewesen. Doch auch mit der Niederlage stehen die Chancen auf den Klassenerhalt gut.

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Said El Mala prägte das Spiel der Geißböcke gegen Leverkusen mit alleine neun Abschlüssen und der Shootingstar stand nach dem Spiel sinnbildlich für die Gefühlslage bei den Kölnern. Oder besser er lag. Denn der 19-Jährige hatte sich nach dem Abpfiff wie ein Häufchen Elend einfach fallen lassen, versteckte sein Gesicht im Trikot, haderte mit seinen vergebenen Chancen, vermutlich aber auch mit den liegen gelassenen Punkten. Denn dass der FC Zähler verdient hätte, daran bestand nach der Begegnung überhaupt kein Zweifel. „Wenn wir uns den ganzen Spielverlauf anschauen, hatten wir schon viele Chancen. Ich glaube, das können wir uns echt heute vorwerfen lassen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir mega viele Chancen auf das 1:0 gehabt“, sagte Eric Martel. „Es ist brutal schade und extrem unverdient, weil wir sehr viele Chancen hatten, eigentlich hätten in Führung gehen müssen, auch nach dem 0:1 hätten zurückkommen können“, ergänzte Luca Waldschmidt.  

St. Pauli wartet seit Februar auf einen Sieg

Der wiederum verkürzte noch einmal nach seiner Einwechslung und natürlich in der Schlussphase. Der Ausgleich fiel aber nicht mehr. „Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Gegen einen Gegner wie Bayer Leverkusen eine solche Leistung zu bringen, ist nicht einfach“, sagte Wagner und wurde dann ein wenig genauer über seine Gefühlswelt. „Ich bin froh über die Leistung, enttäuscht über das Ergebnis.“ Die Niederlage war durchaus enttäuschend, sie war frustrierend, aber sie ist alles andere als dramatisch. Denn sie hat in der Tabelle keine große Veränderung herbeigeführt. Wenn man so will sind die Kölner dem Saisonziel Klassenerhalt trotz Pleite sogar ein Stück näher gekommen. Vor dem Duell gegen die Werkself betrug der Vorsprung auf den Relegationsplatz für die Geißböcke fünf Zähler, bei vier ausstehenden Spielen, also zwölf zu vergebenen Punkten.

Nach dem Spiel beträgt der Vorsprung weiterhin fünf Punkte, denn St. Pauli verlor das Keller-Duell gegen den 1. FC Heidenheim. Das aber bei nur noch drei ausstehenden Spielen, also neun Punkten, die zu holen sind. Und da die Geißböcke eine ziemlich gute Tordifferenz aufweisen, müssten die Kiezkicker schon eine fulminante Aufholjagd hinlegen. Tatsächlich müssten die Nordlichter in den drei Spielen zwei Siege mehr holen als Köln. Heißt: Gewinnt St. Pauli von den ausstehenden drei Spielen zwei, dürfte der FC aus Sicht der Hamburger keinen Punkt mehr holen, um den FC noch abzufangen. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FCH erscheint das aber ziemlich unwahrscheinlich. Für die Mannschaft von Alexander Blessin geht es wohl eher darum, den Relegationsplatz abzusichern. Der Vorsprung auf Wolfsburg beträgt auch nur noch ein Punkt. Und die Nordlichter haben seit Februar nicht mehr gewonnen.

Mit dem VfL liefert sich St. Pauli am letzten Spieltag noch ein direktes Finale. Zudem stehen die Spiele gegen Mainz und Leipzig an. Wolfsburg hat es mit den Begegnungen gegen Freiburg und den FC Bayern München sicher auch nicht einfacher. „Wir haben jetzt noch mal drei Spiele wieder und haben darüber gesprochen, dass, wenn wir es heute nicht gewinnen sollten, es für uns weitergeht. Aber die Leistung der Jungs macht mir heute viel, viel Mut für die nächsten Spiele“, sagte Trainer René Wagner. „Wir haben jetzt ein Spiel weniger und der Abstand ist gleichgeblieben, von daher hilft uns das natürlich weiter.” Zwar ist der sichere Klassenerhalt für den FC noch weit weg, aber schon ein weiterer Punkt könnte am Ende reichen.


Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
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Gute Karten für den 1. FC Köln: Nur ein Zähler trennt Rang elf von Rang 15 – Wer rutscht noch in den Keller? Kommt es zum Dreikampf um den Relegationsplatz?

Die Vorentscheidung hat der FC verpasst, doch den Klassenerhalt noch sicher in den eigenen Händen. Noch, denn St. Pauli hat von den Abstiegskandidaten das vermeintlich leichteste Restprogramm. Die Statistik und die Gegner versprechen aber ein spannendes Finale, das aber nicht zwingend für den 1. FC Köln: Wer rutscht noch in den Tabellenkeller?

Mit einem Sieg gegen St. Pauli wären die Kölner wohl aus dem Gröbsten raus gewesen. Den gab es nicht. Doch auch jetzt hat der FC den Klassenerhalt in den eigenen Händen. Vier Punkte aus den verbleibenden Spielen werden sicherlich reichen, wahrscheinlich schon drei. Unser Blick in die Glaskugel zeigt aber, dass andere Clubs durchaus noch einmal in den Keller rutschen können.

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Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den FC St. Pauli ist der FC nun auf die Zielgerade der Saison eingebogen. Und nach 30 Spieltagen haben sich die Positionen so nivelliert, dass Glück und Pech nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die Aussage „Die Tabelle lügt nicht“ nimmt immer mehr Konturen an. Dabei ist gerade die im Keller nicht so richtig eindeutig. Gleich fünf Teams trennen gerade einmal einen Punkt, das aber mit immerhin fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. Klingt viel, ist aber trügerisch. Und das liegt am Restprogramm und der aktuellen Form. Rein rechnerisch fehlen den Geißböcken angesichts der hervorragenden Tordifferenz noch sieben Punkte, um sicher die Klasse zu halten. Gäbe es die aus den verbleibenden vier Spielen, könnte St. Pauli nur noch mit vier Siegen gleichziehen. Allerdings müssten die Kiezkicker dann 18 Tore aufholen. Für die offensivschwächste Mannschaft der Liga wohl keine Chance.

Vier Punkte müssen reichen

Zumal es eher unwahrscheinlich erscheint, dass das Team von Alexander Blessin im Schlussspurt noch eine fulminante Siegesserie hinlegt. Seit sechs Begegnungen sind die Jungs vom Millerntor ohne Sieg. Dass von den Kiezkickern aber durchaus noch Gefahr für die Plätze elf bis 15 ausgehen kann, ist angesichts der ausstehenden Spiele nicht von der Hand zu weisen. Denn St. Pauli spielt noch gegen die beiden Teams auf den letzten beiden Plätzen. Und auch das Heimspiel gegen Mainz ist für die Blessin-Elf sicher noch nicht verloren. Zumal für die Rheinhessen aktuell wenig nach unten, aber auch wenig nach oben geht. Gegen Leipzig dürfte es dagegen schwer werden, da die Sachsen zumindest nach jetzigem Stand noch um den Champions-League-Platz spielen. Möglicherweise ist der aber am vorletzten Spieltag gesichert. Mehr als sieben Punkte sind wohl eher unwahrscheinlich, sechs sind aber durchaus drin. Nach dieser Rechnung würde den Kölnern also ein Sieg aus den verbleibenden vier Spielen reichen – vermutlich werden es weniger sein.

Bremen und Hamburg werden zittern müssen

Dafür stehen die Chancen aber gar nicht schlecht, dass noch andere Teams in die Verlosung rutschen – vorausgesetzt St. Pauli liefert. Und da wird es ausgerechnet für zwei weitere Nordlichter mitunter brenzlig. Der Hamburger SV spielt zum Abschluss zu Hause noch gegen Hoffenheim (5.) und Freiburg (7.), auswärts bei Frankfurt (8.) und Leverkusen (6.) – also allesamt Mannschaften, die noch um Europa kämpfen beziehungsweise bangen. In der Hinrunde holten die Rothosen aus den vier Partien nur einen Zähler. Mit einer ähnlichen Ausbeute könnte es also durchaus noch einmal spannend werden. Zumal Hamburg seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet. Vielmehr Punkte sind auch in der Rückrunde nicht zu erwarten. Der eine Punkt könnte am Ende zu wenig sein. Den holte Werder Bremen im Nordderby, doch auch die Grün-Weißen müssen noch zittern. Bremen spielt noch zu Hause gegen Augsburg (9.) und Dortmund (2.) und bei Stuttgart (4.) und Hoffenheim (5.).

Von den vermeintlichen Abstiegskandidaten hat die Mannschaft von Daniel Thioune das schwerste Programm. Der Erfolg über Hamburg war also Gold wert. Bremen holte ebenfalls – wie auch der FC – aus den verbleibenden vier Spielen nur einen Zähler. Trotz des jüngsten Erfolgs wird auch Bremen wohl nicht mehr viele Punkte sammeln. Für Borussia Mönchengladbach könnte die kommende Begegnung ein spannender Faktor werden. Es geht gegen den VfL Wolfsburg, der unbedingt gewinnen muss. Sollte den Wölfen ein Sieg gelingen, werden auch die Fohlen in den verbleibenden Spielen zittern müssen, denn dann geht es gegen Dortmund (2.), Augsburg (9.) und Hoffenheim (5.). Sollte St. Pauli am Wochenende also gegen Heidenheim gewinnen, würde der Druck auf die Konkurrenz noch einmal deutlich steigen.


1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der Podcast zum 1. FC Köln
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1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus

Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus. Der Podcast zum 1. FC Köln.

Im Podcast sprechen Simon, Simon und Hendrik von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #8: Trügerische Ausgangslage: Zwischen Optimismus und Pessimismus.


Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.


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Folge #8:

In Folge acht gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Denn nach der schwachen Leistung gegen den FC St. Pauli, bei der der FC aber immerhin einen Punkt gerettet hat, ist die Lage im Kampf um den Klassenerhalt für die Geißböcke trügerisch. Das finden zumindest Simon Bartsch, Hendrik Broschart und Simon Hense in der neuen Folge 1948. Die drei sprechen darüber, was für sie gegen St. Pauli gefehlt hat, wie man mit dem Ausfall von Ragnar Ache umgehen kann und wie die Situation der Kölner vier Spieltage vor Saisonende aussieht. Aber sie richten den Blick auch schon voraus auf den Sommer: Bei Jakub Kaminski zieht der FC die Kaufoption und es gibt Gerüchte über ein Interesse der Geißböcke an verschiedenen Spielern aus der zweiten und dritten französischen Liga.

Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

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Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorteil für den Schlussspurt? In dieser Statistik ist der 1. FC Köln Spitze und so gut wie seit 30 Jahren nicht mehr

Gegen St. Pauli sicherte Luca Waldschmidt dem FC spät noch einen Zähler. Zum wiederholten Mal. Die Kölner holten schon zehn Rückstände in der Saison auf und das meist durch späte Treffer. Eine besondere Qualität des 1. FC Köln: Der FC trifft besonders oft in der Schlussphase.

René Wagner und Thomas Kessler betonten nach dem 1:1 gegen St. Pauli, wie wichtig der Punkt gewesen sei. Und wieder einmal konnte sich Köln auf eine ungewohnte Stärke verlassen. Die Torgefahr in der Schlussphase. Seit knapp 30 Jahren waren die Geißböcke in den letzten Minuten einer Partie nicht mehr so gefährlich.

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Es deutete nicht mehr viel auf einen Punkt gegen den FC St. Pauli hin. Doch der FC kam in den Schlussminuten unerwartet noch einmal zurück. Jakub Kaminski wurde von Karol Mets von den Beinen geholt, Luca Waldschmidt verwandelte den fälligen Strafstoß und glich für den FC aus. Allerdings sollte man die Geißböcke in dieser Saison nicht zu früh abschreiben. Bei den Kölnern ist gerade in der Schlussphase immer mit einem Treffer zu rechnen. Bereits zum zehnten Mal in dieser Spielzeit holte der FC einen Rückstand noch auf, meist eben in der Crunchtime. Schon gegen Frankfurt kamen die Geißböcke nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück, holten einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt, nun gegen St. Pauli den nächsten. 18 Tore erzielten die Kölner in dieser Saison in der Schlussphase, nahezu jeder zweite Treffer fiel also ab der 75. Minute. Mehr Tore in der letzten Viertelstunde erzielten nur die Bayern (31) und Stuttgart (21), Borussia Dortmund kommt ebenfalls auf 18. Prozentual ist keiner kurz vor Ende des Spiels so gut wie der FC.

Könige der Nachspielzeit

Gerade in der Nachspielzeit zeigen sich die Kölner besonders torfreudig. Acht Treffer fielen nach der regulären Spielzeit – Ligabestwert. Bayern, der BVB und Bremen kommen jeweils auf sieben Nachspielzeit-Tore, dann folgen die nächsten Teams mit vier. Dabei ist es nicht so, dass sich die Mannschaft von René Wagner bei den späten Toren nur auf ihre Joker verlässt. Zwar erzielten die FC-Einwechselspieler starke elf Joker-Tore, aber eben nicht nur in der Schlussphase und eben keine 18. Zum Vergleich: St. Pauli kommt kurz vor Spielende auf fünf Tore, Hamburg und Wolfsburg auf jeweils sechs. So fuhren die Geißböcke in dieser Saison bereits wichtige Punkte ein. In drei der vergangenen vier Spiele brachte der späte Treffer noch das Remis. Eine Qualität, die für die Kölner im Abstiegskampf ein entscheidender Faktor werden könnte und eine Qualität, die gefühlt neu ist für den FC. In der vergangenen Spielzeit trafen die Geißböcke genau einmal in der Nachspielzeit, neun Mal in der Schlussphase.

Tatsächlich hat der FC zuletzt vor 29 Jahren öfter in der Crunchtime getroffen. In der Saison 1996/97 kam das Team auf 19 Tore in der Schlussviertelstunde. Köln wurde unter Peter Neururer Zehnter. Beides Ziele, die die Geißböcke in dieser Saison noch erreichen können. Vor allem aber dürften die Spieler die Gewissheit haben, dass mit dem FC immer zu rechnen ist – gerade in der Schlussphase. Und wann würde ein Treffer in der Nachspielzeit nicht besser passen als gegen Laterkusen.


Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

René Wagner vom 1. FC Köln
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Kommentar zum 1. FC Köln: Den Vorsprung gehalten, aber mit besorgniserregender Leistung

In drei Spielen unter René Wagner haben die Kölner nun gepunktet und mit dem Remis am Freitagabend den Abstand auf den Relegationsplatz gehalten. Eigentlich eine gute Nachricht mit Blick auf den Klassenerhalt, doch die Geißböcke spielten eher wie ein Absteiger: Ein Kommentar zum 1:1 des 1. FC Köln bei St. Pauli.

Eigentlich wollte der FC am 30. Spieltag den Erhalt der Klasse schon nahezu besiegeln und sich einen soliden Acht-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Aber weit gefehlt. Am Ende der Partie gegen St. Pauli dürfen die Kölner sich sogar über einen eingefahrenen Punkt noch freuen.

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„Europa wir kommen“, heißt die aktuelle Folge des Podcasts von Jonas Hector und Fabian Köster, in der sich die beiden FC-Verbundenen zu Beginn der vergangenen Woche über eine Rechnung amüsiert haben, nach der die Kölner nur drei Punkte vom internationalen Geschäft entfernt seien. Tatsächlich eine skurrile Vorstellung, nachdem sich der Club vor lauter Abstiegsangst vor gerade einmal vier Wochen vom Trainer trennte. Sollte es wirklich Optimisten geben, die diese Rechnung ernsthaft aufmachen wollten, so dürften diese spätestens am Freitagabend ihre Europa-Rechenschieber wieder in der Schublade verstaut haben. Und das nicht etwa, weil Mainz in der Conference League doch scheiterte und damit ein wichtiger Faktor dieser Rechnung wegfällt. Vielmehr, weil der FC im Duell beim FC St. Pauli eindrucksvoll bewiesen hat, dass er vielleicht doch noch nicht so weit ist, wie es die Euphorie rund ums Geißbockheim zuvor vermuten ließ.

Schwacher Auftritt

Die Bilanz des neuen Trainers ist zweifellos eine ordentliche. Immerhin haben die Kölner seit dem Ende von Lukas Kwasniok in Köln kein Spiel verloren. Doch auch die Stellschrauben von René Wagner haben ganz offensichtlich Grenzen. Wie schon unter Kwasniok des Öfteren tat sich Köln am Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten ungewohnt schwer. Einen Konkurrenten, der bislang nicht durch die ganz große Torgefahr aufgefallen ist und auch gegen Köln über weite Strecken harmlos war. Nur waren die Kölner am Ende noch harmloser und hätten sich über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Nicht umsonst sprach Kapitän Marvin Schwäbe von einer der schlechteren Spiele, die er beim FC erlebt habe. In den meisten relevanten Statistiken waren die Kiezkicker sogar besser. Nur hat Wagner offenbar das unter Kwasniok abhanden gekommene Spielglück wieder für die Kölner entdeckt. Eine einzige Aktion in den Schlussminuten veränderte das Spiel, vor allem das Ergebnis, so dass der Vorsprung vor den Relegationsplätzen einigermaßen komfortabel erscheint.

Einigermaßen, denn mit Leverkusen kommt am 31. Spieltag eine Mannschaft nach Köln, gegen die der FC seit 2019 vor eigenem Publikum nicht mehr gewonnen hat und die nach dem schwachen Auftritt gegen Augsburg um den sicher geglaubten Champions-League-Platz bangen muss und dementsprechend kämpfen dürfte. Sollte der FC verlieren und Pauli gegen das Tabellenschlusslicht aus Heidenheim gleichzeitig gewinnen, dann betrüge der Vorsprung der Kölner eben nur noch zwei Punkte. Auch das ist natürlich spekulativ. Nur ist ein Eintreten dieses Szenarios doch deutlich realistischer und die Folge kann am Ende dramatischer sein. Der Druck dürfte dann zumindest noch einmal steigen. Und die Leistung von Freitag dürfte die ein oder andere Alarmglocke schrillen lassen. Im Gegensatz zu „hat Europa verpasst“ ist „hat den Klassenerhalt verpasst“ jedenfalls das weitaus schlimmere Übel.

Fakt ist: Rein nach dem Papier haben Wolfsburg und St. Pauli am Ende des Tages das leichtere Restprogramm. Das Gute: Die Kölner haben mit einem guten Polster alles weiter in der eigenen Hand. Doch René Wagner tut gut daran, möglichst schnell die richtigen Stellschrauben für das Saisonfinale zu finden. Es wäre ziemlich katastrophal, wenn schon bald eine Podcast-Folge „2. Liga, wir kommen“ heißen würde.


Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Die Kölner Spieler jubeln nach einem Tor gegen Bremen
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Form, Restprogramm und Prognose der Abstiegskandidaten: Viel spricht für den FC, zittern muss noch ein ganz anderer

Nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat sich die Ausgangssituation für den FC komplett verändert. Und die Geißböcke können am Freitag den nächsten Schritt gehen. Das Restprogramm des 1. FC Köln ist zudem eins der leichteren.

Fünf Punkte und ein starkes Torverhältnis trennen den FC vom Relegationsrang. Das Polster ist gewachsen, die Ausgangslage hat sich deutlich verbessert. Und die restlichen fünf Spieltage sprechen auch für die Domstädter.

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11. 1. FC Union Berlin 32 Punkte

Form: Eigentlich wähnten sich die Eisernen schon auf der sicheren Seite. Doch nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Spielen geistert das Abstiegsgespenst durch Köpenick. Die Verantwortlichen zogen die Reißleine und entließen Steffen Baumgart. Nun soll Marie-Louise Eta das Ruder rumreißen. Das Polster zum Relegationsplatz ist mit acht Zählern bei fünf Spielen eigentlich ein großes.

Restprogramm: Zumal in den kommenden Gegnern noch Punkte stecken. Union bekommt es von den Top-Teams nur noch mit RB Leipzig zu tun. Neben dem Spiel gegen den FC warten noch die Begegnungen gegen Mainz, Augsburg und am Samstag Wolfsburg. Sollten die Eisernen gegen den Tabellenvorletzten gewinnen, sollte der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

Chancen: Angesichts des noch großen Polsters kam das Aus von Steffen Baumgart trotz der Negativbilanz recht überraschend. Bei fünf ausstehenden Spielen sollten maximal vier Punkte zum sichern Klassenerhalt reichen – vermutlich sogar weniger.

12. Hamburger SV 31 Punkte

Form: Nach einem kurzen Zwischensprint lief es zuletzt nicht mehr ganz so rund für die Rothosen. In den vergangenen acht Spielen holte das Team von Merlin Polzin nur noch einen Sieg – den im direkten Duell gegen Wolfsburg. Mit 31 Zählern ist das Polster zur gefährlichen Zone aber groß.

Restprogramm: Obwohl die Ausgangslage eine gute ist, ist der HSV alles andere als durch. Denn von den restlichen fünf Gegnern spielen mit Hoffenheim, Freiburg, Frankfurt und Leverkusen vier um den internationalen Wettbewerb, zum Teil sogar um die Königsklasse. Das fünfte Duell ist dann ausgerechnet das Derby gegen Bremen.

Chancen: Zwar hat es auch der HSV in den eigenen Händen und ein großes Polster, allerdings könnte tatsächlich das Saisonfinale mit den Spielen gegen die Top-sechs-Teams noch zum Faktor werden. Der HSV rutscht noch einmal rein, die Klasse wird der Aufsteiger dennoch halten.

13. 1. FC Köln 30 Punkte

Form: Dem FC ist gegen Bremen der Befreiungsschlag gelungen. Nach acht sieglosen Spielen in Folge gab es wieder drei Zähler und damit hat sich die Serie ein wenig gewandelt – nun sind es vier Spiele ohne Niederlage. Und die Leistung gegen Bremen lässt auf mehr hoffen.

Restprogramm: Schon am Freitag können die Kölner einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten vom Millerntor stünden die Geißböcke mit mindestens einem Bein auch in der kommenden Saison im Oberhaus. Mit Heidenheim trifft der FC noch auf das Tabellenschlusslicht. Allerdings geht es auch noch gegen den Tabellenführer sowie gegen Bayer Leverkusen und Union Berlin.

Chancen: Durch den Erfolg über Werder hat sich die Situation für den FC deutlich verbessert. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie ein starkes Torverhältnis sind vielversprechend. Selbst wenn die Kölner am Freitag nicht gewinnen sollten, sollte die Qualität des Kaders für den Klassenerhalt ausreichen.

14. Borussia Mönchengladbach 30 Punkte

Form: Zwar haben die Fohlen von den jüngsten fünf Spielen nur eins verloren, aber eben auch nur eins gewonnen. Nach dem 0:1 gegen Leipzig befindet sich die Borussia wieder in der Abstiegs-Verlosung. Immerhin hat Mönchengladbach gegen die direkten Konkurrenz stets gepunktet.

Restprogramm: Mit den Begegnungen gegen Dortmund und Hoffenheim warten noch zwei schwere Heimspiele. Zunächst empfängt die Borussia aber noch Mainz. Die beiden Auswärtspartien sind auf dem Papier lösbar. Es geht noch nach Wolfsburg und Augsburg.

Chancen: Ähnlich wie beim Rivalen ist das Polster mit fünf Zählern groß und in den ausstehenden Spielen weitere Zähler möglich. Ähnlich wie beim Rivalen stehen die Chancen auf den Liga-Erhalt demnach auch gut.

15. SV Werder Bremen 28 Punkte

Form: Auf den wichtigen Sieg gegen Wolfsburg folgten zwei Niederlagen. Das zwischenzeitliche Formhoch scheint wieder abgefallen zu sein. Zumal Werder in Köln wahrlich nicht überzeugte und das unabhängig der Unterzahl. Tatsächlich wird Bremen noch reichlich zittern.

Restprogramm: Denn von allen Kellerkindern steht der Mannschaft von Daniel Thioune das schwierigste Restprogramm bevor. Bremen trifft mit Stuttgart, Dortmund und Hoffenheim auf drei Teams aus der Top-sechs. An den letzten beiden Spieltagen stehen die Partie gegen die TSG und die Borussia an. Dazu gibt es am kommenden Spieltag noch das Derby gegen den HSV sowie das Heimspiel gegen Augsburg.

Chancen: Ausgerechnet das Nordderby könnte am Wochenende zum Fingerzeig werden. Sollte Bremen die Partie verlieren, steigt der Druck noch einmal erheblich. Denn das dritte Nordlicht sitzt Werder im Nacken. Durch die drei Top-Teams im Restprogramm könnte es dann für Bremen noch einmal richtig eng werden.

16. St. Pauli 26 Punkte

Form: Seit mittlerweile fünf Spielen wartet St. Pauli auf einen Erfolg. Das 0:5 gegen die Bayern am vergangenen Wochenende war besonders schmerzhaft. In der Formtabelle belegen die Kiezkicker den vorletzten Platz. Gerade in der Offensive hapert es. Nur zwei Tore erzielten die Nordlichter in den vergangenen fünf Spielen – kein Team weniger.

Restprogramm: Mit der Begegnung gegen den Rekordmeister ist die schwerste Aufgabe abgehakt. Von den vermeintlichen Top-Teams steht nun „nur“ noch Leipzig auf der Liste. Dagegen warten mit den Begegnungen gegen Köln, Heidenheim und Wolfsburg aber noch drei direkte Duelle auf St. Pauli. Zudem steht das Heimspiel gegen Mainz an.

Chancen: Über eine lange Phase zeigte sich St. Pauli sehr stabil und auf einem guten Weg, die Abstiegsplätze zu verlassen. Zuletzt stimmten die Ergebnisse nicht mehr. Dennoch spricht das Restprogramm dafür, dass Pauli mindestens den Relegationsplatz halten kann. Am letzten Spieltag könnte es zum Endspiel mit Wolfsburg kommen.

17. VfL Wolfsburg 21 Punkte

Form: Dass ein Trainerwechsel nicht immer die erhoffte Wirkung hat, zeigt der VfL Wolfsburg. Mit Paul Simonis und Daniel Bauer wurden bereits zwei Coachs bei den Niedersachsen entlassen. Der Erfolg ist bislang überschaubar. In der Formtabelle belegen die Wölfe mit nur einem Pünktchen den letzten Platz, in der gesamten Rückrunde gab es noch keinen Sieg, erst drei Unentschieden. Den letzten Sieg feierte der VfL am 17. Spieltag gegen St. Pauli.

Restprogramm: In den verbleibenden fünf Spielen stehen noch zwei gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte an – gegen Bayern und Freiburg. Die direkten Duelle gegen St. Pauli, Union Berlin und Gladbach werden bei vier Zählern Rückstand zum Relegationsplatz eigentlich zu Pflichtaufgaben.

Chancen: Wolfsburg steuert dem ersten Abstieg der Vereins-Geschichte entgegen. Mittlerweile ist auch der Effekt des Trainerwechsels zu Dieter Hecking wirkungslos verpufft. Für die Wölfe wird es in dieser Spielzeit wohl sehr sehr eng. Die Entscheidung dürfte am letzten Spieltag fallen.

18. 1. FC Heidenheim 19 Punkte

Form: Eigentlich sah die Mannschaft von der Ostalb bereits wie der sichere Absteiger aus. Seit Anfang Dezember hatte das Team von Frank Schmitt keinen Dreier mehr eingefahren. Bis zum vergangenen Spieltag. Da gab es ein 3:1 gegen Union Berlin und damit ein kleiner Befreiungsschlag. Fünf Punkte holte Heidenheim aus den jüngsten drei Spielen und zumindest der Relegationsplatz scheint wieder möglich.

Restprogramm: Dennoch spricht nicht viel für den Klassenerhalt der Heidenheimer. Ein kleiner Vorteil liegt im Saisonfinale. Das Tabellenschlusslicht spielt nur noch gegen eine Mannschaft aus der Top-Sechs (Bayern), hat dafür aber noch zwei Partien gegen direkte Konkurrenten vor der Brust.

Chancen: Und dennoch sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wohl nur noch sehr geringe. Heidenheim liegt sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für eine Mannschaft, die einen Sieg aus den vergangenen 16 Partien holte, fehlt die Fantasie, wie der Rückstand aufgeholt werden kann. Seit dem 2. Spieltag belegt das Team von der Ostalb durchgehend einen der letzten drei Tabellenplätze.


Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

René Wagner soll den Abstieg verhindern
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Welchen Impuls kann René Wagner dem 1. FC Köln geben? Der Kopf spielt nun laut Experten eine wichtige Rolle

Der FC hat kurz vor Saisonende die Reißleine gezogen und hofft, so den anhaltenden Negativtrend abwenden zu können. Dabei setzen die FC-Bosse aber auf den bisherigen Co-Trainer und sorgen damit bei dem ein oder anderen Fan für Unverständnis rund um den 1. FC Köln: Diesen Impuls soll René Wagner setzen. Come-on-fc hat mit einem Experten über die Auswirkungen der Psyche im Abstiegskampf gesprochen.

Mit neuem Coach geht der FC in die letzten sieben Saisonspiele. Und da René Wagner bislang an der Seite des gefeuerten Lukas Kwasniok arbeitete, sorgen sich einige Fans um den erhofften Neuanfang. Eine wichtige Komponente könnte der Kopf im Kampf um die Klasse spielen.

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Trotz des aufopferungsvollen Kampfes und des späten Ausgleichs wollte sich bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem 3:3 im Rheinderby gegen Mönchengladbach nicht so wirklich die ganz große Freude einstellen. Die Mannschaft hatte sich einen Sieg auf die Fahne geschrieben. Zudem dürften auch die Akteure geahnt haben, dass es nun für Lukas Kwasniok in der Funktion des Cheftrainers eng werden könne. Nur zwölf Punkte aus den vergangenen 18 Spielen, sieben sieglose Begegnungen in Serie werden bei den Akteuren ihre Spuren hinterlassen haben. Auch in den Köpfen. Und daraus kann sich für eine angeschlagene Truppe ein Problem ergeben. „Die Gefahr, nach einer Niederlagenserie in eine Abwärtsspirale zu fallen, ist generell durchaus vorhanden. Man reibt sich auf, strengt sich an und dennoch belohnt man sich nicht und steht am Ende mit leeren Händen da“, sagt der sportpsychologische Experte Thorsten Loch gegenüber come-on-fc.com.

Es droht die Abwärtsspirale

Es kann zu einer Dynamik kommen, in der wiederholte Misserfolge trotz hoher Anstrengung zu einer Form von „Learned Helplessness“ führen können. In dieser entwickeln Spieler das Gefühl, ihr Einsatz habe keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis, wodurch Motivation und Selbstvertrauen zersetzen. Auf Teamebene ist dann häufig von wachsender Frustration, schwindender Überzeugung und der Tendenz die Rede, in engen Momenten zu verkrampfen oder Aktionen zu erzwingen. Dieses Muster wird in Studien als typischer Mechanismus eines „collective team collapse“ beschrieben und kann von neuen Trainern mit einem klaren, aber nicht überladenen Plan durchbrochen werden. Und alleine der Wechsel auf der Chefetage kann bereits etwas auslösen.

Gerade Akteure, die zuletzt eher außen vor waren oder kritisiert wurden wie Luca Waldschmidt, Florian Kainz, Denis Huseinbasic, zeigen sich dementsprechend mehr, scheinen motivierter, die Leistung innerhalb der Mannschaft steigert sich und hat damit auch Einfluss auf alle Spieler. „Aus jener Kraft soll ein Team wieder den Glauben entwickeln, aus eigener Kraft erfolgreich agieren zu können und eine realistische Chance zu haben“, sagt Loch. Die Chance ist bei den Geißböcken ja definitiv da. Immerhin belegen die Kölner aktuell einen Platz über dem Strich. Es stehen noch sieben Spiele aus, darunter auch noch direkte Duelle. „Modelle wie die Theory of Challenge and Threat States in Athletes zeigen, dass Leistung stark davon abhängt, ob Athlet:innen eine Situation als Herausforderung oder Bedrohung wahrnehmen“, erklärt der Experte.

Positiver Impuls

Eine mögliche Euphorie kann aber schnell umschwappen. „Vorsicht ist geboten, wenn sich die Pläne und Visionen schnell als unrealistisch erweisen. In diesem Fall hat es den gegenteiligen Effekt“, erklärt Loch. Tatsächlich gibt es in der Psychologie den Honeymoon-Effekt, der besagt, dass auf eine Veränderung eine euphorisierende Phase folgen kann. Alles ist neu, neue Chancen, ein neuer Ton. Doch oft stellt sich schon bald die Ernüchterung ein. Beim FC gibt es zudem einen etwas anderen Ansatz. Immerhin ist mit der Beförderung von René Wagner kein ganz neuer Trainer am Start. Gerade das wurde von vielen Fans hinterfragt. Wie kann der bisherige Co-Trainer für einen neuen Impuls sorgen? „Ein ,Impuls auf der Kopfebene‘ ist im Leistungssport ein zentraler Wirkfaktor. Allerdings wird dieser häufig zu stark an die Person des Trainers geknüpft“, sagt Loch.

Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass der Trainerwechsel wenn nur einen kurzfristigen Schub auslöst. „Entscheidend ist dabei jedoch weniger der Wechsel selbst, sondern die Frage, ob sich für die Spieler die Bewertung der Situation verändert“, so der Experte weiter. „Auch ein bereits bekanntes Trainerteam kann einen positiven Impuls auslösen, wenn es gelingt, glaubwürdig neue Orientierung zu geben und die Wahrnehmung der Spieler zu verändern. Bleiben hingegen zentrale Faktoren wie Kommunikation, Rollenverständnis oder der Umgang mit Fehlern unverändert, ist auch kein nachhaltiger mentaler Effekt zu erwarten – unabhängig davon, ob eine neue Person an der Seitenlinie steht oder nicht.“

Und so lautet das generelle Fazit des Experten: „Der entscheidende Hebel liegt weniger im Trainerwechsel selbst, sondern darin, ob es gelingt, bei den Spielern einen echten Perspektivwechsel zu erzeugen und ihre Überzeugung zu stärken, die Situation aus eigener Kraft bewältigen zu können.“


„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Armin Reutershahn und Lukas Sinkiewicz arbeiten Hand in Hand
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„Ein Stück weit nach Hause kommen““ – Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn über das Co-Traineramt beim 1. FC Köln

Seit vergangener Woche sind die beiden neuen Co-Trainer beim 1. FC Köln nun im Amt. Zusammen sollen sie mit Cheftrainer René Wagner die Mission Klassenerhalt erfüllen. Für die Trainer ist der Verein nicht unbekannt, denn beide haben ihre Vergangenheit mit dem 1. FC Köln: Das sagen Sinkiewicz und Reutershahn zum neuen Trainerjob.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach ging alles sehr schnell. Denn die Verantwortlichen sowie das neue Trainerteam wollte die Länderspielpause für Anpassungen nutzen. Im vereinseigenen Interview sprechen die beiden neuen Co-Trainer über ihre ersten Tage beim FC.

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Sieben Spiele bleiben dem neu zusammengesetzten Trainerteam um Chefcoach René Wagner noch, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen. Kein Wunder also, dass es nach dem Aus von Lukas Kwasniok nach dem Duell gegen Gladbach schnell gehen musste. Und schon am Montag im Anschluss an das Derby standen mit René Wagner und Armin Reutershahn ein beförderter sowie ein neuer Co-Trainer auf dem Platz und leiteten die Einheit der Geißböcke. Im Interview mit fc.de verrät Reutershahn, wie schnell seine Entscheidung für den FC gefallen ist.

„Ein Stück weit nach Hause kommen“

Am Sonntagnachmittag sei er noch beim Tennisspiel seiner Tochter gewesen, als der Anruf aus dem Geißbockheim kam. „Noch am Abend habe ich mich das erste Mal mit René getroffen. Das Gespräch war sehr angenehm, deswegen haben wir dann beschlossen, dass wir die Aufgabe gemeinsam angehen wollen. Am nächsten Tag standen wir schon zusammen auf dem Platz“, erinnert sich der 66-Jährige. Reutershahn kennt den Verein noch aus Studienzeiten, besuchte damals die Spiele und schaute sich das Training der Geißböcke an. Er sei von der Mannschaft begeistert gewesen erinnert sich der gebürtige Duisburger.

Doch es gibt noch weitere Verknüpfungen zum Verein: „Später habe ich auch meinen Fußballlehrer hier gemacht. Dadurch ist eine enge Verbundenheit mit der Stadt entstanden. Auch für mich ist es ein Stück weit nach Hause kommen“, sagt der heutige Co-Trainer. Auch Lukas Sinkiewicz, der vor knapp einer Woche als weitere Verstärkung an Geißbockheim gekommen ist, fällte seine Entscheidung, für den FC zu arbeiten, schnell. Der Bezug des 40-Jährigen nach Köln habe im Vorfeld immer lose bestanden. „Mit Kess hatte ich unregelmäßig Kontakt. Wir haben gelegentlich telefoniert, zuletzt hatte ich ihm zum Geburtstag gratuliert“, so der neue Co-Trainer. „Dann hat er mich in der vergangenen Woche angerufen und gefragt, ob ich mir diese Rolle vorstellen könne. Ich habe um ein bisschen Bedenkzeit gebeten. Danach hat mich René zuhause besucht, am Tag später habe ich zugesagt.“

“Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen“

Gemeinsam mit Wagner sollen nun also die benötigten Punkte im Klassenkampf eingefahren werden. Dafür ziehen alle an einem Strang. „Man kann nicht sagen, dass Sinke dafür zuständig ist und ich hierfür. Wir stimmen uns untereinander ab. Klar, ich habe einige Spiele mehr auf dem Buckel. Mir war es aber wichtig, dass ich auch auf dem Platz arbeite“, definiert Reutershahn seine Rolle. „Ich möchte nicht nur dabeistehen und meine Erfahrung weitergeben. Ich will Dinge vorbereiten und die Jungs auf dem Feld mit weiterentwickeln. Das ist meine Berufung.“

Und auch Sinkiewicz hat eine klare Vorstellung von seinen Aufgaben: „Wir haben alle denselben Anspruch: Wir wollen gewinnen. Dafür brauchen wir alle möglichen Mittel. Wenn es mal ruhiger ist und wir eine laute Stimme brauchen, bin ich schon ein temperamentvoller Typ. Trotzdem bleibe ich realistisch und kann die Situationen gut einordnen“, so der 40-Jährige. „Die Jungs können immer zu uns kommen, das ist wichtig. Die ersten Tage haben schon unheimlich viel Spaß gemacht, ich konnte von Armin und seiner Erfahrung bereits viel mitnehmen.“

“Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“

Am Sonntag steht das erste Duell unter dem neuen Trainerteam auf dem Plan. Dann reist der FC nach Frankfurt und steht vor keiner leichten Aufgabe gegen den Tabellensiebten. Das weiß auch Reutershahn. “Wir dürfen uns die Situation nicht schönreden“, so der 66-Jährige. Nach der ersten Woche habe er aber ein sehr gutes Gefühl, weil alle in eine Richtung arbeiten. Das habe er über die Jahre auch schon anders erlebt. Ein Garant für Punkte ist die positive Mannschaftseinstellung dennoch nicht. „Im Fußball passieren auch Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Deswegen müssen wir bis zum letzten Spiel hellwach bleiben. Das macht die Mannschaft bislang. Die Jungs geben in jeden Training Gas“, so Reutershahn.

Für Sinkiewicz ist das Duell gegen die Eintracht ein Rückkehr zu seinem Ex-Verein. „Es ist für mich eine besondere Partie, weil ich bei der Eintracht zehn Jahre lang gearbeitet habe und meine Kinder in Frankfurt aufgewachsen sind“, so der Co-Trainer. „Mein Fokus liegt aber auf den drei Punkten. Da ist es egal, gegen wen es geht.“

Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Die Spieler des 1. FC Köln jubeln nach dem Tor gegen RB Leipzig
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Noch sieben Punkte bis zum Ziel? Der 1. FC Köln muss jetzt zum Endspurt ansetzen

Trotz der anhaltenden Krise von sieben sieglosen Spielen in Serie liegen die Kölner noch auf Kurs Klassenerhalt – zumindest statistisch. Einige Zähler werden die Geißböcke aber dennoch einfahren müssen. So viele Punkte braucht der 1. FC Köln wohl noch zum Klassenerhalt.

Zwölf Punkte holten die Kölner aus den vergangenen 18 Spielen – eine verheerende Bilanz. Die Geißböcke brauchen die Wende und Punkte. Doch die Statistik spricht eigentlich für die Kölner.

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Sieben Spieltage vor Saisonende haben die Kölner Verantwortlichen vor einer guten Woche also die Reißleine gezogen und Trainer Lukas Kwasniok entlassen. Dieser hatte bekanntlich bis zuletzt gekämpft, um den Job zu behalten, war überzeugt davon, mit dem FC noch die Wende zu schaffen. Der 44-Jährige war in den vergangenen Wochen nicht müde geworden, zu betonen, dass man ja auch nicht vergessen dürfe, wo der FC herkomme und das man ja noch immer über dem Strich stünde. Das ist natürlich richtig: Rein tabellarisch hat es Köln als Fünfzehnter komplett in der eigenen Hand. Und im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist das Restprogramm zumindest auf dem Papier machbar (come-on-fc.com berichtete).

Im Schnitt reichen 33 Punkte für Platz 15

Allerdings zeigte die Formkurve zuletzt nach unten, die Punkteausbeute ist mit zwölf Zählern aus 18 Begegnungen mehr als bescheiden. Statistisch sieht die Situation für den FC dagegen gar nicht so schlecht aus. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995/96 ist ein Tabellenfünfzehnter nach dem 27. Spieltag neun Mal abgerutscht. Sechs Mal auf Rang 16, zwei Mal auf Platz 17 und ein Mal stieg das jeweilige Team als Schlusslicht ab. In mehr als zwei Drittel der Fälle hatten die Tabellenfünzehnten nichts mit dem Abstieg zu tun. 13 Mal ging es in der Tabelle sogar noch ein gutes Stück weit nach oben. So wie der FC vor genau 30 Jahren. Damals belegten die Geißböcke nach dem 27. Spieltag ebenfalls Rang 15, mit 28 Zählern, einem Punkt Vorsprung vor Frankfurt, drei vor Kaiserslautern. Am Ende der Saison stand ein sicherer 12. Platz mit 40 Punkten.

Zwölf Zähler holte der FC aus den verbliebenen sieben Spielen. Tatsächlich würden die den Kölnern in dieser Saison dicke reichen. Denn mit 38 Punkten ist seit 1998 kein Team mehr aus der Bundesliga abgestiegen. Im Schnitt reichen 36 Punkte für Rang 15. Das wären für die Kölner zehn in sieben Spielen – eine Hausnummer. Für den Relegationsplatz wären es bei im Schnitt 33 Punkten noch sieben Zähler. Nach der jüngeren Bilanz ebenfalls eine ordentliche Hausaufgabe, nur haben die anderen Teams die ebenfalls zu bewältigen. Mit 26 Punkten nach dem 27. Spieltag lag der Schnitt am Ende der Spielzeit für Tabellenplatz 15 übrigens ebenfalls bei 33 Punkten. Heißt wohl: Will der FC sicher über dem Strich stehen, sind Siege gegen die direkte Konkurrenz Pflicht.