Es ist perfekt! Der 1. FC Köln hat den Klassenerhalt sicher – Wolfsburg verliert

Die Kölner Spieler können jubeln, der Klassenerhalt ist perfekt!
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Es ist perfekt! Der 1. FC Köln hat den Klassenerhalt sicher – Wolfsburg verliert

Viel hatte ohnehin nicht mehr gefehlt, die Ansetzungen des 33. Spieltags sprachen auch für den Effzeh. Nun ist es auch amtlich: Der 1. FC Köln hält ganz sicher die Klasse. Und das, ohne am Samstag ins Spiel einzugreifen.

Zweifel gab es eigentlich schon keine mehr. Und doch betonte René Wagner am Freitag relativ deutlich, dass man den Klassenerhalt mit einem Sieg dann auch rechnerisch fix machen wollte. Nun startet der FC am Sonntag in das Heimspiel gegen Heidenheim (Liveticker bei come-on-fc.com ab 16.15 Uhr) mit der Gewissheit in der kommenden Saison erstklassig zu spielen.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Daran hatten die Geißböcke am Samstag wenig Anteil. Die Konkurrenz tat dem Kölnern die nötigen Gefallen. Zunächst unterlag der FC St. Pauli RB Leipzig 1:2. Die Mannschaft von Alexander Blessin hätte bei den Sachsen drei Punkte einfahren müssen, um den sicheren Klassenerhalt noch erreichen zu können. Die Nordlichter schlugen sich bei RB zwar wacker, kassierten aber dennoch eine absolut verdiente Niederlage. Xaver Schlager und Willi Orban erzielten die beiden Tore für Leipzig rund um die Pause. Kurz vor Spielende verkürzte Abdoulie Cessay noch auf 1:2. Doch die Aufholjagd kam zu spät. Jackson Irvine hatte in der Nachspielzeit noch die Chance auf den Ausgleich, doch der Australier brachte die Kugel zu zentral aufs Tor. Für Pauli war es bereits das neunte sieglose Spiel in Folge. In diesem Zeitraum gab es sogar sechs Pleiten, nun zittert St. Pauli noch, den Relegationsplatz zu erreichen.

Die Augen sind auf Wolfsburg gerichtet

Am Abend verlor der VfL Wolfsburg dann sein Heimspiel gegen den FC Bayern München. Vincent Kompany rotierte ordentlich durch und doch setzten sich die Bayern am Ende verdient durch. Dabei hatte Wolfsburg in der ersten Halbzeit gleich mehrere gute Möglichkeiten. Die beste vergab aber Harry Kane, der einen Elfmeter verschoss. Nach dem Wechsel übernahm der FCB zunehmend die Kontrolle. Ein Traumtor von Michael Olise brachte die Bayern in Front. Trotz großer Chancen auf beiden Seiten fiel kein weiterer Treffer. Wolfsburg gab nicht auf. Unter anderem traf in den Schlussminuten Matthias Svanberg den Pfosten.

Vor dem Heimspiel der Kölner ergibt sich damit eine besonders spannende Konstellation. St. Pauli und Wolfsburg belegen die Plätze 16 und 17 mit 26 Punkten. Der Kölner Gegner aus Heidenheim liegt auf dem letzten Tabellenplatz mit 23 Zählern. Da St. Pauli aber am letzten Spieltag die Wölfe erwartet braucht Heidenheim mindestens vier Punkte, um noch die Chance auf den Relegationsplatz zu haben. Dabei müsste das Team von der Ostalb aber auch etwas für die Torbilanz tun. Insofern dürfte Wagner damit recht gehabt haben, dass Heidenheim „volles Brett draufgehen wird“. Am Ende könnten die Kölner nun aber auch mit einer Niederlage leben. Denn der FC ist mit 32 Zählern bei dann nur noch einem ausstehenden Spiel nicht mehr einzuholen. Damit hat auch Lukas Kwasniok recht gehabt, der frühzeitig in der Saison betonte, dass er fest davon überzeugt ist, vor dem Duell bei den Bayern am letzten Spieltag durch zu sein.

Bekanntlich ist Kwasniok nicht mehr Trainer. Die Kölner schauen nach einem beeindruckenden und euphorisierenden Saisonauftakt auf eine insgesamt durchwachsene Spielzeit zurück. Wirklich zufrieden können die Geißböcke mit vielen Leistungen und auch mit den 32 Punkten nicht sein. Es kam schließlich nicht oft vor, dass eine Mannschaft mit dieser Punktzahl schon frühzeitig die Klasse gehalten hat.

Entscheidung am Samstag? So hält der 1. FC Köln heute die Klasse

Jubel des 1. FC Köln nach dem Duell gegen St. Pauli
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Entscheidung am Samstag? So hält der 1. FC Köln heute die Klasse

Zwar greifen die Geißböcke erst am Sonntag in den 33. Spieltag ein, doch die Entscheidung über die kommende Saison könnte bereits vorher fallen. So hält der 1. FC Köln bereits am Samstag die Klasse.

Der Klassenerhalt der Geißböcke ist so gut wie sicher. Nur noch in einer sehr weit entfernten Theorie könnte es noch einmal eng werden. Bereits am Samstag könnte die Entscheidung gefallen sein.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Auf große Rechenspiele hatten am Freitag weder René Wagner noch Frank Schmidt große Lust. Die beiden Trainer treffen am Sonntag bekanntlich mit ihren Mannschaften im direkten Duell aufeinander. Während die Kölner nur noch in einer ganz fernen Theorie absteigen können, geht es für das Tabellenschlusslicht ums nackte Überleben. Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass sich für eine der beiden Mannschaften am Samstagabend das Fragezeichen in ein Ausrufezeichen verwandelt hat. Sollten St. Pauli und Wolfsburg punkten, steht Heidenheim als Absteiger so gut wie fest. Der Grund: Aktuell hat Heidenheim drei Punkte Rückstand auf die beiden Kontrahenten. Spielen die direkten Gegner in ihren Begegnungen unentschieden, kann der FCH mit einem Sieg bis auf einen Zähler an die Mannschaften heranrücken. Da sich die Kiezkicker und die Wölfe aber am letzten Spieltag direkt gegenüber stehen, könnte Heidenheim in dem Fall nur noch ein Remis der beiden Teams retten.

Schwere Aufgaben für St. Pauli und Wolfsburg

Beim FC verhält es sich im Grunde genau anders herum. Gewinnen Wolfsburg und St. Pauli nicht, ist der Klassenerhalt schon vor der Partie gegen Heidenheim auch rechnerisch sicher. Dabei ist die zweite Variante zumindest auf dem Papier die deutlich wahrscheinlichere. Denn St. Pauli ist zu Gast bei RB Leipzig. Gegen die Sachsen haben die Nordlichter erstaunlich oft gut ausgesehen. Allerdings haben die Hamburger die letzten acht Spiele nicht mehr gewonnen. Die Form zeigt ganz klar Richtung 2. Bundesliga, dabei schlitterte das Team von Alexander Blessin oft an einem Sieg vorbei, wie im Duell gegen die Geißböcke. Ein Sieg gegen RB wäre dennoch überraschend. Zumal Leipzig den Champions-League-Platz nach unten absichern will. Die Sachsen sind im eigenen Stadion zudem seit Januar ungeschlagen. Der VfL Wolfsburg spielt zu Hause gegen den FC Bayern München. Die Erinnerung an die 1:8-Pleite aus dem Hinspiel wird noch tief sitzen.

Überhaupt liegt der letzte Sieg der Wölfe gegen die Bayern mehr als zehn Jahre zurück. Und der Rekordmeister wird wohl eine Reaktion nach dem bitteren Aus in der Champions League zeigen wollen. Für den FC ist die Rechnung ganz einfach. St. Pauli und Wolfsburg haben nur dann überhaupt die Chance, den FC noch zu erreichen, wenn sie ihre Partien gewinnen. Erst dann müsste der FC am Sonntag einen Punkt einfahren, um den Klassenerhalt auch zu 100 Prozent einzutüten. „Wir wollen das Spiel gewinnen und dann ist es fix“, sagte René Wagner am Freitag. Spätestens dann braucht es ohnehin keine großen Rechenspiele mehr.

Erst „dagegenhalten“, dann die Feierlichkeiten: So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten

Tom Krauß im Hinspiel der Kölner gegen Heidenheim
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Erst „dagegenhalten“, dann die Feierlichkeiten: So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten

Zum letzten Mal wird das Kölner Stadion am Sonntag in dieser Saison Schauplatz für ein Duell der Geißböcke. Zwar ist der Klassenerhalt so gut wie sicher, doch viel Zeit für Experimente oder Sentimentalitäten gibt es für den Trainer nicht. So will der 1. FC Köln gegen Heidenheim punkten.

Am Sonntagnachmittag trägt der FC sein letztes Heimspiel der Saison aus. Gegen den 1. FC Heidenheim soll auch der letzte kleine Zweifel im Kampf um den Klassenerhalt beseitigt werden. René Wagner erwartet eine schwere Aufgabe.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Wie hoch die sportliche Relevanz im Duell gegen den 1. FC Heidenheim für die Geißböcke am Sonntagnachmittag sein wird, entscheidet sich im Laufe des Samstags. Sollten St. Pauli und der VfL Wolfsburg ihre Begegnungen nicht gewinnen, steht der FC als Bundesligist fest, bevor der Ball gegen den FCH überhaupt rollt. Ohnehin ist die Wahrscheinlichkeit auf den Abstieg nach dem 32. Spieltag wohl auf eine kaum messbare Variabel gefallen. Köln wird auch in der kommenden Spielzeit Bundesliga spielen, daran führt nur noch ein sehr sehr enger Weg vorbei. „Wir wollen das Spiel gewinnen und dann ist es fix“, sagte René Wagner am Freitag, wohlwissend, dass natürlich auch ein Zähler ganz sicher reichen würde. „Es kann auch vorher schon vorbei sein. Und dann gilt es, gerade, wenn es vorher schon rechnerisch durch sein sollte, den gleichen Fokus an den Tag zu legen, wie wenn es nicht so wäre.“

„Wir rechnen nicht“

Wagner habe daher auch unter der Woche versucht, dass es bei seinem Team nicht zu einem „Spannungsabfall“ komme. „Wir haben eine Aufgabe zu erledigen gegen Heidenheim und nur darauf konzentrieren wir uns.“ Die Anspannung ist dagegen in Heidenheim doch deutlich höher. Denn für das Tabellenschlusslicht geht es noch um reichlich. Das Team von der Ostalb hat zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Mit einem Sieg wären die Gegner plötzlich wieder mitten in der Verlosung. Allerdings wohl nur mit einem Sieg. Sollte der Tabellenletzte Unentschieden spielen und im Heidenheimer Idealfall Pauli und Wolfsburg verlieren, betrüge der Rückstand zwar nur noch zwei Zähler auf die beiden Kontrahenten. Doch die treffen wiederum am letzten Spieltag aufeinander. Nur bei einem Unentschieden käme es zu einer Pattsituation, bei der der FCH stand jetzt die schlechtesten Karten hätte.

Viel Konjunktiv, den der FCH unbedingt umgehen will. „Wir rechnen nicht und rechnen uns auch nichts schön. Wir haben einen Auftrag. Wir müssen ein Spiel gewinnen, das ist das einzige, was wir beeinflussen können“, sagte FCH-Coach Frank Schmidt. „Wenn es am Ende des Tages die Geschichte ist, dass wir es schaffen, dieses Spiel zu gewinnen und eine Konstellation am letzten Spieltag haben, wo alles möglich ist – da hätten wir richtig Bock drauf.“ Die Stimmung wollen die Kölner möglichst früh im Keim ersticken, doch Wagner warnt vor dem Gegner. „Es wird ein brutal schweres Spiel. Man muss sich ja nur mal die Leistungen und Ergebnisse der letzten Spiele anschauen“, erklärte der Kölner Coach. „Da kommt eine Mannschaft auf uns zu, für die es um alles geht. Da müssen wir gegenhalten.“

Eine Niederlage in sechs Spielen

Tatsächlich ist die Bilanz der jüngeren Vergangenheit in Heidenheim eine spannende. Von den vergangenen sechs Begegnungen verlor das Team von der Ostalb eins – und das nicht etwa gegen Gegner wie Leverkusen oder die Bayern. Gerade gegen den Rekordmeister deutete zuletzt viel auf die ganz große Überraschung. Erst in der Nachspielzeit kassierte das Tabellenschlusslicht den ganz bitteren und unglücklichen Ausgleich. Es wäre der erste Sieg eines Tabellenschlusslichts gegen einen Tabellenführer seit mehr als 60 Jahren gewesen. Wäre, denn der FCB glich spät aus. Dennoch ein Punkt für das Selbstvertrauen. „Die werden volles Brett draufgehen.“ Personell hat sich die Situation verbessert. Rav van den Berg ist nach seinen muskulären Problemen wieder dabei. Ansonsten fallen nur Ragnar Ache, die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian sowie der gesperrte Eric Martel aus.

Eine Startelfgarantie sprach Wagner „nur“ Tom Krauß aus, der für Martel starten wird. Doch es wird auch Kaderplätze für die zuletzt nicht mehr berücksichtigten Florian Kainz und Dominique Heintz geben. Beide haben somit die Chance, noch ein letztes Mal den Geißbock im Kölner Stadion zu tragen. Beide werden – genauso wie Luca Kilian – nach dem Spiel verabschiedet. Allerdings stellte Wagner auch klar, dass es nur zu einem Einsatz kommen würde, wenn es der Spielverlauf zulässt. Für Sentimentalitäten wird also nicht zwingend Platz sein. Das dürfte auch daran liegen, dass die Beförderung von René Wagner wahrscheinlich, aber noch nicht hundert Prozent sicher ist. Thomas Kessler will den 37-Jährigen befördern, doch der Wunsch muss durch die Gremien. Ein schwacher Auftritt gegen Heidenheim und die Bayern könnte die Tendenz zumindest abschwächen. Dementsprechend will Wagner, dass auch der FC volles Brett draufgeht.


Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die Mannschaft des 1. FC Köln feiert mit den Fans in der Kurve
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Von wegen Frühjahrs-Kick: Der 1. FC Köln will einen positiven Abschluss, für Heidenheim geht es um alles

Die leidigen Rechenspiele der letzten Wochen haben ein Ende – zumindest fast. Mit sechs Zählern Vorsprung auf Wolfsburg und St. Pauli sowie dem deutlich besseren Torverhältnis ist dem FC der Klassenerhalt nur noch theoretisch zu nehmen. Trotzdem dürfte das bevorstehende Heimspiel gegen Heidenheim alles andere als ein lauer Frühlingskick werden – und das hat mehrere Gründe für den 1. FC Köln: Deswegen wird das Duell gegen Heidenheim noch spannend.

Während der FC praktisch gerettet ist, geht es für den 1. FC Heidenheim am Sonntagabend im RheinEnergieStadion im Abstiegskampf noch um alles. Aber auch für die Domstädter steht beim letzten Heimauftritt in dieser Saison noch etwas auf dem Spiel.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Köln kann Revanche nehmen

Erstens ist da noch eine offene Rechnung aus der Saison 2023/24: Als der FC am letzten Spieltag in Heidenheim antrat, war ein Kölner Klassenerhalt noch möglich. Hätte man beim damaligen Aufsteiger mit mindestens zwei Toren Unterschied gewonnen und Union Berlin gleichzeitig sein Heimspiel gegen Freiburg mit einer Zwei-Treffer-Differenz verloren, wäre der 1. FC Köln in letzter Minute auf den 16. Platz gesprungen. Dann wäre die Rettung über die Relegation gegen Elversberg noch greifbar gewesen. Doch der 3. Paragraph des kölschen Grundgesetzes „Et hätt noch emmer joot jejange“ war den Geißböcken einmal mehr nicht hold: Während Union sein Spiel gewann, schickte Heidenheim Köln mit 4:1 endgültig in Liga Zwo und qualifizierte sich selbst für die Conference League.

Im Duell der beiden Vereine am kommenden Wochenende ist erneut sportlicher Überlebenskampf angesagt – diesmal allerdings in erster Linie für die Truppe um Trainer-Legende Frank Schmidt. Die Heidenheimer haben aktuell drei Zähler Rückstand auf St. Pauli und Wolfsburg: Die treffen am letzten Spieltag aber noch aufeinander, sodass mindestens einer der beiden Kontrahenten noch punkten wird.

Heißt: Heidenheim braucht in Köln mindestens einen Zähler – und je nachdem, wie St. Pauli am Samstag in Leipzig und Wolfsburg gegen Bayern spielt, sogar zwingend drei – um seine Chancen auf den Relegationsplatz zu wahren. Diese Konstellation verspricht einen heißen Tanz in Müngersdorf. Revanchiert sich der so gut wie gerettete 1. FC Köln dabei mit einem Sieg für die Klatsche Anno 2024, wäre der Heidenheimer Abstieg besiegelt.

FC will versöhnlichen Saisonabschluss

Zweitens dürfte dem Effzeh daran gelegen sein, die Klasse aus eigener Kraft zu halten. Dafür fehlt lediglich ein Punkt. Wahrscheinlich will die Mannschaft ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison aber eher einen Heimsieg schenken. Schließlich war die rot-weiße Anhängerschaft nicht gerade begeistert, dass ihr Herzensclub zuletzt bei Union Berlin eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab.

Mit drei Punkten gegen Heidenheim könnte man die kölsche Seele also wieder versöhnlich stimmen. Das wäre zudem in einer Saison, in der die Domstädter ihr Ziel „Klassenerhalt“ erreicht hätten, ohne auch nur ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz zu stehen, ein würdiger Abschluss – zumindest zuhause. Denn ein erfolgreicher Schlusspunkt am letzten Spieltag beim FC Bayern München ist wohl – bei allem Respekt vor Heidenheim – eine ungleich schwerere Herausforderung.

Drittens werden die letzten Partien einer Spielzeit oft auch zum Charaktertest. Als der 1. FC Köln am 34. Spieltag in der Saison 2019/20 in Bremen 1:6 unterging und die Werderaner so noch an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsplatz kletterten, hallte diese Packung in der Sommerpause spürbar nach. Zumal in den sozialen Medien teils auch „Wettbewerbsverzerrung“-Rufe laut wurden. Derartigen Vorwürfen aus Richtung St. Pauli und Wolfsburg durch einen erfolgreichen Auftritt gegen Heidenheim vorzubeugen, dürfte also im Interesse des FC sein.

Ein Heimsieg könnte Wagners Position weiter stärken

Viertens würde sich ein Sieg gegen Heidenheim auch gut in der Bewerbungsmappe von René Wagner machen. Der FC-Trainer sammelt noch Argumente für eine Weiterbeschäftigung über die aktuelle Spielzeit hinaus. Zwar hat der 37-Jährige das Saisonziel mit seinem Team so gut wie erreicht und steht zudem offenbar hoch in der Gunst von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, abschließend geklärt ist die Trainerfrage derzeit allerdings noch nicht (come-on-fc.com berichtete).

Last but not least ist eine bessere Tabellenposition auch für die zu erhaltenen Fernsehgelder von Bedeutung. Je besser der FC abschneidet, desto mehr Prämien fließen – vor allem perspektivisch – in die Kölner Kassen. Ein weiterer Grund, warum für den 1. FC Köln trotz praktischer Rettung am Sonntag noch etwas auf dem Spiel steht und sich eine Revanche gegen Heidenheim auszahlen könnte.


1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #9: Klassenerhalt perfekt, aber trotzdem (berechtigte?) Kritik nach dem Union-Spiel

Der Podcast zum 1. FC Köln
, ,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #9: Klassenerhalt perfekt, aber trotzdem (berechtigte?) Kritik nach dem Union-Spiel

Der 1. FC Köln bietet viel Raum für Diskussionen, Meinungen und Kommentare. Grund genug, come-on-fc auch hörbar zu machen. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #9: Klassenerhalt perfekt, aber trotzdem (berechtigte?) Kritik nach dem Union-Spiel

Im Podcast sprechen Simon Hense und Hendrik Broschart von „come-on-fc“ über die aktuellen Fragen zum FC. 1948 – Der COME-ON-FC Podcast – Folge #9: Klassenerhalt perfekt, aber trotzdem (berechtigte?) Kritik nach dem Union-Spiel


Alle zwei Wochen gibt es die geballte Ladung come-on-fc als Podcast. Denn bekanntlich lässt sich rund um den FC, das Geißbockheim und die Stadt viel diskutieren. Und genau da setzen wir an. 1948 – Der Podcast von come-on-fc bespricht die Themen rund um den FC möglichst aus verschiedenen Sichtweisen. Das wird nicht immer gelingen. Aber doch hoffentlich möglichst oft.


 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt unserem WhatsApp-Kanal hier

Folge #9:

In Folge neun gibt es natürlich vor allem ein beherrschendes Thema: Der FC hat wohl das ausgegebene Saisonziel erreicht und den Klassenerhalt in fast trockenen Tüchern. Dennoch gibt es einiges zu diskutieren. Das finden zumindest Hendrik Broschart und Simon Hense in der neuen Folge 1948. Die beiden sprechen darüber, dass Dank des Unentschiedens gegen Union Berlin und der Patzer der Konkurrenz der Klassenerhalt für die Geißböcke mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit perfekt ist. Trotzdem gab es einige Kritik nach dem Wochenende. Zum Beispiel am Dreierwechsel von René Wagner kurz vor dem Berliner Anschlusstreffer. Ob der Trainer das Spiel vercoacht hat und wie es nach dem Klassenerhalt weitergeht, schaut sich die Come-on-fc.com-Zweierkette aus Hendrik Broschart und Simon Hense ebenfalls in der neunten Folge 1948 an.

Und weil es immer und immer wieder Neuigkeiten und Diskussionspunkte gibt und man ohnehin niemals genug über den „Effzeh“ reden kann, hört einfach rein in „1948 – Der COME-ON-FC Podcast.“ Wir freuen uns, auf spannende und auch kontroverse Diskussionen und den Meinungsaustausch.

Der Podcast bei
Spotify
Amazon
Deezer
RTL+
Podcast.de




Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Mit den Ergebnissen von Sonntag dürfte es der FC geschafft haben und auch in der kommenden Saison Bundesliga spielen. Und damit hat Thomas Kessler nun eine sichere Ausgangslage für die kommende Saison des 1. FC Köln: Mit guter Verhandlungsposition in die Saisonplanung.

Dank der Patzer der direkten Konkurrenz ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Und damit beginnen auch konkretere Planungen für den kommenden Kader.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

So unterschiedlich die vergangenen drei Spiele des 1. FC Köln auch waren, nach allen stand irgendwo ein Gefühl der Enttäuschung. Gegen St. Pauli war es die Leistung der Mannschaft, die sich mit purem Glück einen Punkt holte. Gegen Leverkusen war es das Ergebnis, das dieses Mal die Leistung nicht widerspiegelte und gegen Union Berlin war es der Punkt nach einem sicher geglaubten Sieg. Und die drei Begegnungen hatten noch eine kuriose Gemeinsamkeit. Obwohl die Ergebnisse nicht so richtig gut für den FC waren (zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten, eine unverdiente Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister), näherten sich die Geißböcke mit jeder Partie dann dem Saisonziel. Ehrlicherweise ist es alles andere als überraschend, dass dieses dann auf fremden Plätzen von fremden Teams erreicht wurde. Mainz gewinnt gegen Pauli, Freiburg holt einen Zähler gegen Wolfsburg – der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch unsicher.

Andere Verhandlungsposition

Und beim FC dürfte damit kollektives Aufatmen herrschen. Die Kölner haben den Klassenerhalt am 32. Spieltag sicher und damit einen ganz anderen Handlungsspielraum. Thomas Kessler kann ab sofort die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen, im dem Wissen, dass er möglichen Spielern die Bundesliga als potenziellen Karriereschritt anbieten kann. Eine der Top-Five-Ligen macht sich im fußballerischen Lebenslauf dann doch recht gut. Und auch im eigenen Kader werden die Fragezeichen schon bald zu Ausrufezeichen. Bei Tom Krauß wurde beispielsweise bereits der erste Teil seiner Kaufpflicht über die Anzahl der Spiele erreicht, nun greift diese, weil der zweite Teil an den Klassenerhalt geknüpft war. Dass Kessler die Kaufoption bei Spielern wie Jakub Kaminski oder Cenk Özkacar ziehen würde, galt bereits als sicher bis sehr wahrscheinlich. Doch wäre man mit einem Spieler wie Kaminski wirklich in die 2. Bundesliga gegangen?

Möglicherweise steigen auch die Chancen bei Jahmai Simpson-Pusey, der nach seiner starken Rückrunde bei den Geißböcken ganz sicher nicht mit ins Unterhaus gegangen wäre. Allerdings hat Manchester City die Hand auf einem möglichen Deal und der junge Engländer tut viel dafür, auch bei seinem Heimatclub höhere Beachtung zu finden. Pep Guardiola gilt als Fan des Innenverteidigers. Auch in der Personalie Eric Martel hat sich die Verhandlungsposition noch einmal geändert. Nun liegt es wohl am Spieler, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn die Entwicklung, die der Sechser eigentlich bis zum Winter genau beobachten wollte, hat nun zumindest ein Ziel erreicht. Jene Entwicklung wäre als kein Grund mehr, die FC-Bosse noch länger hinzuhalten. Auch über Said El Mala wird man sich nun genauere Gedanken machen. Szenarien gibt es genug. Nur einen Verkauf unter Wert, der beim Abstieg nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wird es so nicht geben.

Fragezeichen hinter dem Trainer?

Auch ein Verbleib für ein weiteres Jahr ist durchaus denkbar, wenn auch unwahrscheinlich. Denn ein Verkauf würde Geld einbringen, das der FC wieder in den Kader stecken würde. Überhaupt ist natürlich auch die finanzielle Situation im Oberhaus deutlich besser. Und dann wird es auch um die Personalie des Trainers gehen. Kessler gilt als Befürworter von René Wagner, doch es gibt am Geißbockheim wohl auch Kritiker. Die Situation scheint aktuell total offen. Sammelte der Trainer gegen Leverkusen noch einige Pluspunkte, wurde Wagner nach dem Union-Spiel aufgrund seiner Wechsel scharf kritisiert. Eine Entscheidung ist trotz Klassenerhalt dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Auch das kann Thomas Kessler nun deutlich beruhigter angehen.


Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Kommentar zum 1. FC Köln: Das Saisonziel ist erreicht, es bleiben aber Fragezeichen

Dank der Niederlage des FC St. Pauli und dem Remis des VfL Wolfsburg ist den Kölnern der Bundesliga-Verbleib nur noch in der Theorie zu nehmen. Allerdings war dazu schon die Hilfe der Konkurrenz von Nöten. Es bleiben also einige Fragezeichen und Baustellen. Auf der anderen Seite können nun die Planungen beginnen. Ein Kommentar zum Klassenerhalt des 1. FC Köln.

Am 32. Spieltag ist es also nahezu vollbracht: Der 1. FC Köln hat sein Saisonziel erreicht. Denn es ging vom ersten Spieltag an nur um den Klassenerhalt. Und dennoch sind die ein oder anderen Fragezeichen durchaus angebracht.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Nein, es ist nicht wirklich bekannt, wie Lukas Kwasniok den Sonntagnachmittag verbracht hat. Es könnte aber sein, dass der ehemalige Kölner Coach mit einem breiten Grinsen auf der Couch gesessen hat. Das hatte sich eigentlich sein Nachfolger für den Sonntag vorgenommen. Allerdings nur, wenn denn die Geißböcke mit einem Sieg bei den Eisernen die Vorzeichen auf Klassenerhalt gestellt hätten. Spätestens mit dem 2:1-Erfolg der Mainzer über St. Pauli und dem Ergebnis der Wolfsburger in Freiburg wird wohl auch der 37-Jährige gelächelt haben. Dem FC ist der Klassenerhalt nur noch in einer ganz ganz unwahrscheinlichen Theorie zu nehmen. Dass der Vorsprung von sechs Punkten und 21 Toren, an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr eingeholt werden wird, ist alles andere als ein Hot Take. Kwasniok hat gleich doppelt Grund zur Freude. Denn auch der Ex-Coach wird sich als Vater des erreichten Klassenziels sehen. Vielmehr aber hat der 44-Jährige am Ende des Tages recht behalten.

Fragezeichen bleiben

Kwasniok wurde auch in seinen letzten Reden als Trainer der Geißböcke nicht müde zu betonen, dass die Kölner den Klassenerhalt noch vor dem finalen Saisonspiel bei Bayern München unter Dach und Fach gebracht haben werden. Das ist nun (so gut wie sicher) eingetreten. Und bei aller doch – vielleicht auch – berechtigten Kritik, dafür wurde Kwasniok im Sommer geholt, dafür wurde René Wagner als sein Nachfolger ernannt. Gerade Kwasniok fiel möglicherweise auch den hohen Erwartungen, die ein perfekter Saisonstart, eine starke Vorbereitung und einer Vielzahl von Transfers verursacht haben, zum Opfer. Die Art und Weise, wie die Geißböcke die Klasse sicherten steht symptomatisch für den Saisonverlauf. Dem FC fehlte die Konstanz, mitunter schon mal die nötige Klasse, aber auch immer mal wieder das nötige Fortune – und trotzdem standen die Geißböcke als Aufsteiger in dieser Saison nicht ein Mal auf den Plätzen unter dem Strich.

Es gab allerdings gleich einige Spiele, die aus unterschiedlichen Gründen Fragezeichen hinterließen. Mit einer überragenden Leistung spielten die Kölner den amtierenden Vizemeister phasenweise an die Wand und standen mit leeren Händen da. Eine Woche zuvor war man glücklich über ein 1:1 gegen St. Pauli, das lange nach einer ganz bösen Niederlage aussah, eine Woche später ärgerte man sich über ein 2:2 bei Union Berlin, bei dem man ebenfalls sehr lange wie der sichere Sieger wirkte. Alleine diese drei Spiele hatten aber erstaunlicherweise ein ähnliches Fazit. Trotz der Ergebnisse hat sich die Situation im Klassenkampf Stück für Stück verbessert. Ohne den Blick in die Geschichtsbücher zu wagen: Es ist wahrscheinlich nicht besonders oft vorgekommen, dass sich eine Mannschaft mit ähnlichen Leistungen und einer ähnlichen Punkteausbeute an den Spieltagen 30 bis 32 auf diese Art und Weise frühzeitig gerettet hat.

Arbeit wird konkreter

Und das spricht eben nicht unbedingt für die Leistung der Mannschaft und nicht für die des Trainers. Zur Wahrheit gehört eben auch, dass es in dieser Saison einfach einige Mannschaften gab, die noch schlechter waren. Wie in den vergangenen beiden Spielzeiten wurde aus unterschiedlichen Gründen dann doch schon viel gerechnet, wie es am Ende reichen könnten. Das alles ist mit dem Schlusspfiff in München nicht mehr relevant. Die Klasse ist gehalten. Tatsächlich ist die Frage nach dem „Wie?“ aber keine, die man einfach unter den Tisch fallen lassen sollte. Trainer, Kader, Verträge, Qualität – es gibt schon noch viele Fragezeichen und Baustellen, die trotz des erreichten Saisonziels bleiben.

Darin liegt nun die Aufgabe, aber eben auch etwas Positives. Thomas Kessler kann nun die Planung für die kommende Spielzeit auch eingleisig intensivieren. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen dürften nun deutlich leichter fallen, die Verhandlungspositionen bei Wackelkandidaten wie Eric Martel und Said El Mala hat sich an diesem 32. Spieltag verändert, der Kader für kommende Saison bekommt nun sicher erste feste Konturen. Und auch die Trainerposition wird wohl nun noch einmal gründlich beleuchtet werden. Das Saisonziel ist also geschafft – und damit kann die Arbeit auf anderer Ebene intensiviert werden.


Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Die Meinzer Spieler jubeln nach einem Tor
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Update: Mainz geht für den 1. FC Köln den nächsten Schritt Richtung Kölner Klassenerhalt

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen sollte mit einem Auswärtssieg der vorzeitige Klassenerhalt so gut wie sicher gemacht werden. Doch auch gegen die Eisernen gelang das dem 1. FC Köln nicht: Doch Mainz stößt die Tür zum vorzeitigen Klassenerhalt auf.

Ein gemeinsames „Konkurrenz-Schauen“ war zwar nicht geplant, zum erhofften breiten Lächeln auf der Couch (wie es der Coach anpeilte) könnte es vielleicht dennoch kommen. Die Kölner kamen am Samstag nicht über ein 2:2-Remis bei Union Berlin hinaus, der Klassenerhalt ist aber dennoch plötzlich ganz nahe. Und das auch Dank der Rheinhessen

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Die Enttäuschung war den Spielern des 1. FC Köln nach dem 2:2 bei Union Berlin anzuhören und anzusehen. Fühlte sich das späte 1:1 bei St. Pauli noch wie ein Erfolg an, so ging das Remis bei den Eisernen eher Richtung emotionaler Niederlage – kein Wunder, nach dem 0:2-Rückstand. Unterm Strich stand aber ein ähnliches Fazit: Der FC hat zwei Wochen nach der Punkteteilung bei den Kiezkickern zum zweiten Mal eine große Chance, eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt, liegen gelassen. Mit einem Sieg am Samstag hätten die Kölner schon am Sonntag das Saisonziel erreichen können – zumindest so gut wie sicher. „Es ist extrem bitter. Ich glaube, wenn du hier 2:0 führst, dann ist das extrem niederschmetternd mit nur einem Punkt nach Hause zu fahren“, sagte Marvin Schwäbe. Auch Marius Bülter war bedient. Aber: „Die Enttäuschung müssen wir schnell verarbeiten. Am Ende war es ein Punkt, der uns weiterhilft. Jetzt gerade ärgert es mich natürlich ein bisschen“, sagte der Torschütze.

Entscheidung am Sonntagabend?

Ein Punkt, der weiterhilft? Was sich vielleicht ein wenig wie Schönmalerei anhört, hat mehr als nur einen wahren Kern. Denn tatsächlich können die Kölner den Klassenerhalt doch noch am Sonntag perfekt machen – zumindest so gut wie. Und der erste Schritt dazu ist gemacht. Denn St. Pauli unterlag am Nachmittag dem 1. FSV Mainz 05 im eigenen Stadion 1:2. Philip Tietz und Philipp Mwene trafen für die Rheinhessen. Erst nach dem Wechsel kam St. Pauli zu großen Chancen, doch die Hamburger waren lange nicht erfolgreich. Erst kurz vor Spielende verkürzte Abdoulie Ceesay. Damit liegen die Kiezkicker zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte hinter den Kölnern, können also maximal sechs Punkte aufholen. Also ist für St. Pauli doch noch alles drin? In der Theorie ja, in der Praxis wohl eher nein. Denn auch die Tordifferenz spielt bekanntlich eine Rolle. Und die spricht bei -8 zu -29 klar für den FC.

21 Treffer in zwei Spielen klingt für die schwächste Offensive der Liga als sehr unwahrscheinlich. Allerdings sind die Geißböcke noch auf die Schützenhilfe von Freiburg angewiesen. Denn die Wölfe können noch mit einem Schlussspurt am FC vorbeiziehen. Um 19:30 Uhr spielt Wolfsburg in Freiburg. Sollten die Wölfe nicht gewinnen, ist der FC für die Niedersachsen ebenfalls aufgrund der Tordifferenz nur noch in der Theorie erreichbar. Verliert Wolfsburg, hat Köln einen weiteren Konkurrenten definitiv hinter sich gelassen. Um ganz sicher zu sein wird man beim FC auf das dann folgende Duell bauen. Denn dann steht das Heimspiel gegen Heidenheim an. Und der FC würde mit einem Sieg den Klassenerhalt vor eigenem Publikum endgültig in trockene Tücher bringen. „Wenn wir das dann zu Hause klarmachen, dann ist es genau das was wir brauchen“, sagte Schwäbe. Den Sieg gegen Union Berlin hätte der Keeper aber sicherlich noch lieber genommen. Dennoch dürfte Wagners Grinsen auf der Couch aktuell ein wenig größer sein.


Liga-Schlusslicht: Diese Schwäche muss der 1. FC Köln am Wochenende ablegen

Die Kölner Spieler feiern den Sieg gegen Freiburg mit den Fans
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Liga-Schlusslicht: Diese Schwäche muss der 1. FC Köln am Wochenende ablegen

Mit einem Sieg könnten die Kölner am Wochenende den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen. Allerdings ist die Bilanz in der Ferne alles andere als gut beim 1. FC Köln: Gegen Union Berlin soll die Auswärtsschwäche abgelegt werden.

Den FC werden wieder zahlreiche Fans nach Köpenick begleiten. Zuletzt gab es in der Ferne eher wenig Grund zur Freude. Das soll sich bei den Geißböcken nun ändern. Denn es winkt der Klassenerhalt.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Nach dem Remis beim FC St. Pauli gab es nur wenig Zweifel daran, dass der Punktgewinn am Millerntor wohl eher in die Kategorie glücklich gefallen ist. Eigentlich sahen die Kölner wie der sichere Verlierer in einer schwachen Begegnung aus, bevor Luca Waldschmidt mit einem Elfmeter dann doch noch ausglich. Für die Kölner war es nach dem 1:1 beim Hamburger SV und dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt bereits das dritte Remis in der Fremde in Serie.

Am Samstag würden die Geißböcke gerne bei Union Berlin dreifach punkten und damit den Klassenerhalt zumindest so gut wie sichern. Sollte der FC tatsächlich gewinnen, würde der Vorsprung auf St. Pauli weiterhin mindestens bei fünf Zählern liegen, der auf Wolfsburg bei sechs. Angesichts der hervorragenden Tordifferenz (zumindest für einen Abstiegskandidaten), wären die Köln wohl bei zwei ausstehenden Spielen und sechs zu verdienenden Punkten ziemlich sicher durch.

Gegen Freiburg das letzte Mal in Führung

Allerdings gibt es in dieser Rechnung ziemlich viel Konjunktiv und ein Kölner Problem. Denn gerade in der Fremde will es mit dem Gewinnen schon lange nicht mehr laufen. Der letzte Auswärtssieg liegt mittlerweile mehr als ein halbes Jahr zurück. Damals gewannen die Kölner 1:0 bei der TSG Hoffenheim durch einen Treffer von Said El Mala. Überhaupt gab es in der Liga in dieser Spielzeit erst zwei Auswärtserfolge, die Kölner waren ebenfalls mit einem 1:0-Erfolg über Mainz in die Saison gestartet.

Seit Oktober wartet der FC also auf einen Auswärtssieg und damit so lange wie kein anderes Team der Liga. Und die schwache Bilanz fängt meist vorne im Spiel an. Heißt: Nur einmal ist der FC bei den bislang sieglosen Auswärtsspielen in Führung gegangen. Aber: Ende Januar erzielte Max Rosenfelder ein Eigentor im Duell gegen Freiburg. Keine zwei Minuten später traf Yuito Suzuki zum Ausgleich. Igor Matanovic sorgte für den 2:1-Endstand – allerdings für Freiburg. Immerhin: Union Berlin hat die vergangenen drei Partien allesamt verloren.

Insgesamt belegen die Kölner in der Auswärtstabelle den 16. Platz. Vor Hamburg, St. Pauli und dem dann folgenden Gegner, dem 1. FC Heidenheim. Und darauf würden die Geißböcke zählen, wenn es gegen Union noch nicht mit dem sicheren Klassenerhalt klappt.


Routine statt Rochade: René Wagner setzt beim 1. FC Köln auf eine andere Marschroute im Abstiegskampf

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
,
Startseite » 1. FC Köln Klassenerhalt

Routine statt Rochade: René Wagner setzt beim 1. FC Köln auf eine andere Marschroute im Abstiegskampf

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Lukas Kwasniok geht der aktuelle FC-Chefcoach wohl eher auf Nummer sicher. Denn der 37-Jährige vertraut bei seiner ersten Elf eher auf die Routiniers anstatt auf die Youngster beim 1. FC Köln: René Wagner setzt auf Erfahrung und eine gewisse Eingespieltheit.

Der Ausflug in die Bundesliga dauerte für junge Talente wie Fynn Schenten oder Cenny Neumann nicht lange. Unter Lukas Kwasniok bekamen die Nachwuchsspieler der Geißböcke noch Einsatzzeit, René Wagner hingegen setzt auf die älteren und erfahreneren Akteure und hofft auf deren Routine im Klassenkampf.

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com und bleibt immer informiert mit come-on-fc.com.

Zu Beginn der Woche ploppte mal wieder ein Transfergerücht über ein mögliches Talent auf, an dem die Kölner aktuell interessiert seien. Der 16-jährige Matej Diket soll es den Kölnern angetan haben. Mit zahlreichen Toren hat der Youngster schon Aufmerksamkeit auf sich gezogen, auch weitere Clubs aus Europa sollen interessiert sein. Unweigerlich fühlt man sich an andere Nachwuchsspieler erinnert, die bislang auf ihren Durchbruch bei den Kölnern warten. Spieler, wie Patrik Kristal, der estnischer Nationalspieler ist und in der Kölner U21 Spielpraxis sammelt. Kristal gilt als großes Talent, dem man durchaus mittelfristig den Sprung zu den Profis zutraut. Ob er gelingt, ist natürlich noch offen. Aktuell sind Spieler wie Fynn Schenten und vor allem Youssoupha Niang schon ein großes Stück weiter. Und doch nicht mehr so weit, wie es vor einigen Wochen schien. Denn unter René Wagner hat sich gerade in Sachen Aufstellung dann doch etwas verändert.

Schenten spielt aktuell keine Rolle

Fynn Schenten spielt seit seiner Erkrankung keine Rolle mehr bei den Profis, wurde seit seinem letzten Auftritt gegen den FC Augsburg nicht mehr berücksichtigt. Im Trainingslager in La Nucia hatte der Youngster den damaligen Trainer Lukas Kwasniok offenbar gänzlich überzeugt. Gegen den 1. FC Heidenheim lief der 18-Jährige bei seinem Profi-Debüt von Beginn an auf, spielte auch gegen den FC Bayern München mehr als 20 Minuten und kommt mittlerweile auf sieben Profi-Einsätze. Seit Februar spielt der Stürmer im Nachwuchs, hauptsächlich bei der U21. Eigentlich war er nun für die U19 vorgesehen, doch eine muskuläre Verletzung bremst Schenten aus. Niang war schon im vergangenen Sommer nah an Kader-Einsätzen, doch der Angreifer verletzte sich im Trainingslager, fiel lange aus. Sein Debüt gab es ebenfalls gegen Heidenheim, auch der 19-Jährige kommt mittlerweile auf sieben Einsätze. Bis zum Spiel gegen Leverkusen hatte es für den Youngster unter René Wagner nicht für den Kader gereicht.

Vermutlich aufgrund der Verletzung von Ragnar Ache wurde Niang gegen Leverkusen zur Option, kam in der Schlussphase. Aktuell deutet viel daraufhin, als würde Wagner in der heißen Saisonphase lieber auf Erfahrung statt Youngster setzen. Das erklärte der Coach zuletzt an dem Beispiel Felipe Chávez. Das Talent ist von Bayern München ausgeliehen, konnte sich bislang aber nicht durchsetzen. „Felipe ist ein Spieler, der in jedem Training Gas gibt. Er hat eine unfassbare Qualität mit dem Ball“, sagte Wagner. „Er ist aber noch sehr jung und hat wenig Bundesliga-Erfahrung. Da kann er nichts für, aber für mich als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. In zehn Jahren ist er selbst der erfahrene Spieler. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den jungen oder den erfahrenen bringt.“

Zudem scheint Wagner ein für ihn festes Gerüst gefunden zu haben. Der Großteil der Mannschaft ist gesetzt. Vor der Saison hatte Lukas Kwasniok angekündigt, keine Stammelf zu haben, aber einen Pool aus potenziellen Start-Spielern, die zum Einsatz kommen können. Und als wollte der Trainer mit Nachdruck zu seinem Wort stehen gab es in der Hinrunde nicht zwei Spiele mit der gleichen Startelf. Das natürlich auch der Verletzungsmisere geschuldet, die setzte aber so richtig erst ab Spieltag zwölf ein. Auch Wagner wechselte bislang seine Anfangsformation immer wieder. Das aber auch aufgrund der Verletzung von Ragnar Ache oder der Sperre von Eric Martel und am kommenden Wochenende Isak Johannesson. Ganz offensichtlich ist die Marschroute für den Klassenerhalt Routine statt Rochade. Erfahrung und eine gewisse Eingespieltheit.