Kaminski vs. El Mala: Was wird nun eigentlich aus Linton Maina?
Simon Bartsch
Said El Mala drängt sich in den Vordergrund, Jakub Kaminski soll wieder vermehrt in der vordersten Reihe ran. Das macht die Situation nicht leichter für einen anderen Spieler des 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.
So hatte sich der 26-Jährige bei seiner Verkündung der Vertragsverlängerung die Saison sicherlich nicht vorgestellt beim 1. FC Köln: Linton Maina im komplizierten Konkurrenzkampf.
Linton Maina vom 1. FC Köln
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Der Kontrast könnte wohl kaum größer sein: Vor sechs Monaten glich der Innenraum des Kölner Stadions einem Menschenmeer, als der FC hatte gegen Kaiserlautern die Rückkehr ins Oberhaus eingetütet hatte und Linton Maina glücklich verkündete: „Ich habe vor fünf, sechs Wochen bei einem Bundesligisten unterschrieben.“ Am Samstagabend schlich der Topscorer und Stammspieler der vergangenen Saison mit dem Team nach dem 3:4 gegen Frankfurt über den Rasen des Kölner Stadions und wirkte alles andere als glücklich.
Wenig Einsatzzeit und wechselnde Positionen
Denn im elften Liga-Duell spielte Maina zum fünften Mal überhaupt nicht. Dem gegenüber stehen lediglich zwei Startelf-Einsätze und weitere Einwechslungen. So saß Maina auch am vergangenen Samstag auf der Bank und musste zusehen, wie Jakub Kaminski und später Said El Mala auf seiner Stammposition den Vorzug erhielten. Die spielerische Stärke von Kaminski und die Forderungen nach dem Kölner Shootingstar El Mala verdrängen den vermeintlichen Stammspieler auf der linken Außenbahn auf Position drei. Zwar kann Maina auch auf dem rechten Flügel eingesetzt werden, dort sieht Kwasniok allerdings wohl eher Jan Thielmann als gesetzt.
Der gebürtige Föhrener verkörpert mit seiner Leidenschaft, dem Kampfgeist und der Intensität die Attribute, die der Kölner Trainer von seinen Spielern fordert. Bliebe also in der Offensive die Position hinter den Spitzen, die Maina im Duell gegen den Hamburger SV einnahm. Ein Spielsystem mit einem klassischen Zehner scheint bei Kwasniok allerdings wohl die Ausnahme zu sein. Die Rolle des linken Schienenspielers, die der Berliner während der Vorbereitung und dann auch im Pokal gegen Jahn Regensburg spielte, ist alles andere als die favorisierte. Zumal Maina seine Vorlieben bereits im Sommer im Interview mit come-on-fc.com deutlich formulierte: “Ich mag es, vorne meine Freiheit zu haben und trotzdem die Taktik nicht zu vergessen. Am Ende muss man sehen, was das Beste für die Mannschaft ist. Der Trainer wird das regeln“, so Maina im Sommer.
Gerüchte um Maina
Doch ob der Trainer den ambitionierten 26-Jährigen mit seinen Regelungen zufrieden stellen kann, ist fraglich. Und so wurde bereits spekuliert, ob Maina den FC möglicherweise verlassen woll, um an anderer Stelle mehr Einsatzzeit zu bekommen. So äußerte der gebürtige Berliner bereits mehrfach, wie schwer es ihm falle, nicht die Rolle zu haben, die er letzte Saison bekleidete. Mit jeder Minute, die der Außenbahnspieler außen vor ist, werden die Gerüchte um einen Wechsel wohl zwangsläufig wahrscheinlicher.
Maina und Co. außen vor: Lukas Kwasniok muss beim 1. FC Köln harte Entscheidungen treffen
Hendrik Broschart
Qualitativ ist der Kader der Geißböcke breit aufgestellt. So muss Lukas Kwasniok jeden Spieltag harte Entscheidungen treffen beim 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.
Linton Maina, Cenk Özkacar oder Tom Krauß saßen beim Spiel gegen den FC Augsburg 90 Minuten auf der Bank. Alessio Castro-Montes und Jusuf Gazibegovic schafften es für die Partie nicht mal in den Kader des 1. FC Köln: Gleich mehrere Spieler sind in einer verzwickten Lage.
Erwischte einen schwierigen Saisonstart: Linton Maina saß gegen den FC Augsburg 90 Minuten auf der Bank. (Foto: Herbert Bucco)
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Eigentlich ist es Linton Mainas Anspruch, so viel wie möglich zu spielen. Darum verlängerte der Linksaußen auch nach der vergangenen Saison seinen Vertrag beim 1. FC Köln. In der Bundesliga kam der 26-Jährige aber bisher kaum zum Einsatz. Nur drei Mal durfte der Flügelspieler für den FC auflaufen, ein einziges Mal davon von Beginn an. Eine schwierige Situation für den Profi, wie er zuletzt erklärte: “Es ist sehr schwierig und es wird auch nicht leichter. Es werden immer wieder neue Entscheidungen getroffen. Das wollte der Trainer so, das wollte Thomas Kessler so“, sagt Maina im FC-Podcast von Radio Köln Anfang Oktober. „Man muss irgendwie damit klar kommen. Leicht ist es nicht. Jeder will spielen und vor allem will auch jeder mitfahren”, urteilte der 26-Jährige damals.
Der nächste Nackenschlag für Maina
Nach der Ausbootung für das Spiel gegen Wolfsburg im September sind die 90 Minuten auf der Auswechselbank am vergangenen Samstag nun also der nächste Nackenschlag für den Flügelstürmer. Auch gegen die TSG Hoffenheim kam er erst nach 72 Minuten in die Partie, für den Shootingstar El Mala, der schließlich auch für das Aufeinandertreffen mit dem FC Augsburg den Vorzug mit seiner Einwechslung erhielt und die Entscheidung des Trainers prompt mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand zurückzahlte.
Dass die Erfolge der aktuellen Saison am Geißbockheim für viele eng mit dem Namen Said El Mala verknüpft sind, ist kein Geheimnis. Über den entfachten Konkurrenzkampf im Kader war sich auch Maina im Interview mit Radio Köln sehr bewusst: „Ich glaube, der Trainer sieht mich auch vorne. Aber man muss auch sagen, dass die Spieler vorne gerade einfach performen“, sagte der gebürtige Berliner über seinen Konkurrenzkampf mit El Mala und Co. Gerade nach der vergangenen Spielzeit ist das doch eine überraschende Entscheidung. Immerhin hatte Maina mit seinen zahlreichen Scorerpunkten großen Anteil am Aufstieg der Geißböcke. Umso drastischer erscheint die geringe Einsatzzeit des ehemaligen Leistungsträgers.
Der Weg zurück steht offen
Fest steht aber auch: Die Saison ist noch jung und es bleibt Zeit für Spieler auf dem Abstellgleis, auch wieder in die Startelf zurückzukehren. „Ich bin mir recht sicher, dass er noch nicht an seinem persönlichen Limit angelangt ist. Er war in der vergangenen Saison ein ganz wichtiger Faktor. Aber da haben wir auch in der zweiten Liga gespielt“, erklärte Kwasniok bereits vor dem Duell mit RB Leipzig im September seine Entscheidung um Maina . „Ich will das allerletzte Quäntchen aus ihm herausholen. Und dazu sind manchmal auch unpopuläre Maßnahmen vonnöten“, so Kwasniok damals weiter.
In dieser Saison mussten auch andere Spieler erfahren, dass sich das Niveau und die Qualität im Kader verändert haben. Ein Beispiel ist Leart Pacarada, der aussortiert wurde. Neben Maina verfolgten bislang auch die Neuzugänge Tom Krauss, Ragnar Ache, Cenk Özkacar und Alessio Castro Montes den Saisonstart vornehmlich von der Bank aus oder werden bei der Kadernominierung nicht berücksichtigt. Bislang rotiert Kwasniok immer wieder, wirft Woche für Woche andere Spieler in die Formation. Sicherlich auch, um alle Spieler bei Laune zu halten. Doch ob Kurzeinsätze einen Leistungsträger der Vorsaison glücklich machen, muss sich dann wohl noch zeigen.
Konkurrenzkampf hinter der Spitze beim 1. FC Köln: Mehrere Kandidaten kämpfen um wenige Plätze
Simon Hense
Nach dem Trainingslager und den vier Testspielen gibt es schon einige Spieler bei den Kölnern, die sich für mehr empfohlen haben. Und das könnte ein kleines Problem werden. Denn gerade in der Offensive ist der Konkurrenzkampf groß beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitze sind umkämpft.
In den bisherigen Testspielen hat Trainer Lukas Kwasniok immer stark rotiert, sodass jeder Spieler die Chance hatte, sich zu zeigen. Je weiter die Vorbereitung voranschreitet, desto härter wird aber der Kampf um die Plätze in der Startelf in den Pflichtspielen. Speziell in der Offensive auf den Außen und im offensiven Mittelfeld ist der Kader breit aufgestellt beim 1. FC Köln: Die Positionen hinter der Spitzen sind umkämpft.
Luca Waldschmidt traf bisher in zwei von drei Testspielen
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In drei von vier Testspielen hat Luca Waldschmidt bereits getroffen. Gegen Bergisch Gladbach vollendete der Angreifer mit seinem Abschluss eine schöne Kombination der Kölner. Vergangenen Freitag gegen Leicester City schlenzte er dann den Ball mit Gefühl vom Strafraumrand in die lange Ecke. Und gegen den Siegburger SV erzielte er gleich einen Doppelpack. Aber auch ab von seinen Toren machte der 29-Jährige einen guten und engagierten Eindruck und empfiehlt sich für mehr. Das muss der ehemalige deutsche Nationalspieler jedoch auch tun, um eine Chance auf einen Stammplatz zu haben. Von Lukas Kwasniok wurde der Linksfuß zwar jetzt ein paar Mal im Sturmzentrum aufgestellt, aber er kann auch eine Position weiter hinten spielen. Und dort ist der 1. FC Köln breit aufgestellt. Neben Waldschmidt melden mehrere weitere Akteure Ansprüche an. Und je nach System des neuen Trainers sind nur zwei bis drei Plätze zu vergeben.
Einige etablierte Spieler im Konkurrenzkampf
Ähnlich wie Waldschmidt hat auch Florian Kainz sich bereits treffsicher gezeigt und in der Hälfte der bisherigen Spiele ein Tor erzielt, wenn auch im Test gegen Leicester nur im Nachschuss nach seinem Elfmeter. Gerade im ersten Spiel gegen Bergisch Gladbach zeigte er sich sehr frisch und legte auch zwei Tore auf. Zusätzlich kann der 32-Jährige mit seiner Erfahrung punkten. So ist der Linksaußen mit 185 Bundesligaspielen einer der Spieler im Kader mit den meisten Partien in der höchsten deutschen Spielklasse. Aber Bundesliga-Erfahrung kann auch Linton Maina vorweisen. In der abgelaufenen Saison war der Flügelspieler einer der Schlüsselspieler beim FC, lieferte ganze elf Assists. Nach seiner Vertragsverlängerung am Ende der vergangenen Spielzeit wird er seinen Status natürlich nicht verlieren wollen. Für ihn könnte es jedoch auch eine Alternative geben. So setzte Lukas Kwasniok seinen Offensivspieler gegen Leicester in einer Fünferkette auf der linken Schiene ein, wo er eine gute Leistung absolvierte und viele Impulse nach vorne gab. Es könnte daher vielleicht ein Modell für die Zukunft sein.
Definitiv nicht mehr als Verteidiger soll Jan Thielmann eingesetzt werden. Das Eigengewächs hatte in der abgelaufenen Saison öfter rechts hinten aushelfen müssen. Jetzt sieht ihn Kwasniok aber wieder eine Position weiter vorne und hat das auch schon mit dem 23-Jährigen abgesprochen, wie dieser im come-on-fc-Interview verriet: „Wir haben während der EM kurz telefoniert und Lukas hat mir ein wenig von seinen Plänen erzählt. Ich freue mich darauf, dass ich wieder offensiver spielen kann.“ Dort muss er sich nun der großen Konkurrenz stellen, was ihn aber eher motiviert: „Ich bin ein großer Fan von Konkurrenzkampf. Denn er fördert die eigene Leistung und die vom Team. Es macht Spaß, sich mit den anderen zu messen. Man will dem Trainer schon etwas zeigen“, so Thielmann. Trotzdem würde sich auch der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler bestimmt nicht mit einem Bankplatz zufrieden geben – gerade nach der Vertragsverlängerung.
Die Neuen machen Druck
Einer der Gewinner des bisherigen Vorbereitung ist Jakub Kaminski. Der Neuzugang aus Wolfsburg war bis jetzt bei seinen Einsätzen immer einer der Aktivposten. Er leitete viele gefährliche Aktionen ein, legte im Test zum Abschluss des Trainingslagers so auch die Führung auf. Neben den Spielen überzeugt der Pole genauso im Training, zieht viele Dribblings an und sucht das Eins-gegen-Eins. Damit machte der 23-Jährige direkt klar, dass er für den FC eine echte Verstärkung sein kann. Ähnliches gelang aber auch einem weiteren Neuen, nämlich Top-Talent Said El Mala. Mit seinem starken Offensivdrang und beeindruckenden Dribblings hat der Youngster gerade in den Trainingseinheiten schon einige Male sein großes Potential gezeigt. Auch wenn sich der 18-Jährige noch an das Niveau in der Bundesliga anpassen muss und daher nicht sofort Ansprüche auf einen Stammplatz haben kann, wird er trotzdem Einsatzzeit bekommen wollen. Und für die Kölner wäre das auch sinnvoll, da sie so El Malas Entwicklung fördern.
Mit Marius Bülter gibt es nun noch eine Verpflichtung für die Offensive. Der 32-Jährige kann dabei quasi jede Position im Angriff ausfüllen. Mit seiner Variabilität, seiner Erfahrung und vor allem seinem großen Einsatzwillen ist er ein Profi ganz nach Kwasnioks Geschmack. Und Bülter ist bestimmt nicht Köln gekommen, um sich auf die Bank zu setzen. Ein weiterer Neuzugang, der eventuell den anderen den Platz hinter den Spitzen streitig machen könnte, ist Isak Johannesson. Auch wenn der 22-Jährige eher im zentralen Mittelfeld zuhause ist, kann er genauso gut eine Position weiter vorne spielen. Dort könnte der Neuzugang mit seiner Kreativität die Kölner Offensive beleben. Allerdings ist es angesichts der so schon großen Konkurrenzsituation erstmal wahrscheinlicher, dass Kwasniok den Isländer eher etwas defensiver einsetzen wird. Trotzdem könnte Johannesson im Saisonverlauf eine Option im Angriff sein, wenn die zuvor genannten Spieler ihr Leistungen nicht bringen sollten.
Kwasniok muss im Konkurrenzkampf moderieren
Wenn also alle Spieler fit bleiben und ihre gute Form aus den ersten Wochen bestätigen, steht Kwasniok vor einem Luxusproblem. Der Coach hat im Idealfall eine sehr große Auswahl in der Offensive. Das ist natürlich eine Situation, die sich jeder Trainer wünscht. Trotzdem gibt es auch das Risiko, dass es bei mangelnden Einsatzzeiten zu Unzufriedenheit kommen könnte. Fast alle der Spieler hinter den Spitzen haben auch den Anspruch, regelmäßig in der Startelf zu stehen. Damit es gar nicht erst zu Unmut kommt, muss Kwasniok den Konkurrenzkampf gut moderieren. Bis es soweit ist, haben aber erstmal alle Kandidaten in den verbleibenden Wochen der Vorbereitung Zeit, Eigenwerbung zu betreiben, damit der eigene Anspruch am Ende auch der Wirklichkeit entspricht.