Erst aufräumen, dann aufbauen? Nur noch knapp zwei Wochen bis zum Trainingsauftakt – die Uhr tickt

Thomas Kessler hat mit seinen Transfers bereits Euphorie ausgelöst
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Erst aufräumen, dann aufbauen? Nur noch knapp zwei Wochen bis zum Trainingsauftakt – die Uhr tickt

Zahlreiche Spieler haben den FC verlassen, mit weiteren wird nicht geplant beim 1. FC Köln: Thomas Kessler räumt ganz offensichtlich auf, doch es bleibt die Frage, wann kommen die Neuzugänge? In 13 Tagen steht der Trainingsauftakt an. Bis dahin sollen die ersten Neuverpflichtungen unterschrieben haben.

13 Tage vor dem Trainingsauftakt und vermutlich elf Tage vor der Leistungsdiagnostik hat sich auf der Zugangsseite bei den Kölnern noch nicht wirklich viel getan. Das soll sich in den kommenden Tagen wohl ändern. Und es wird Zeit. Bislang wurde erst aufgeräumt, nun kann aufgebaut werden.

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Wer die reine Transferbilanz der Geißböcke genauer betrachtet, der dürfte sich zunehmend Sorgen um die Breite des Kaders machen. Acht sichere Abgänge haben die Kölner bislang zu verzeichnen. Mit Said El Mala und Jakub Kaminski werden zwei wahrscheinlich folgen. Es könnte mit Wackelkandidaten wie Luca Waldschmidt oder Linton Maina noch weitere geben. Nachdem die ersten Abgänge also sicher vermeldet sind, macht sich Thomas Kessler im nächsten Schritt ganz offensichtlich an die Leihrückkehrer. Imad Rondic und Jusuf Gazibegovic haben nach Informationen von come-on-fc.com tatsächlich das Zeichen bekommen, dass der Weg beim FC für sie ein sehr weiter sein wird.

Beide werden wohl auch in der kommenden Saison nicht für die Geißböcke auflaufen. Jaka Potocniks Vertrag wurde verlängert und der Spieler weiterhin an Essen verliehen, der feste Verkauf von Rasmus Carstensen scheint zudem nur noch eine Frage der Zeit. Emin Kujovic trainierte bereits wieder mit der U21 der Geißböcke, wird bei den Profis erst einmal auch nicht auf der Kaderliste stehen.

Noch knapp zwei Wochen bis Trainingsauftakt

Von den aktuellen Leihspielern haben nach aktuellem Stand wohl nur Julian Pauli und Elias Bakatukanda die Chance, sich im Sommer zu beweisen. Gerade beim Letzteren könnte eine weitere Leihe durchaus Sinn machen. Die Liste der Abgänge wird länger und länger, doch auf der Zugangsseite tut sich bislang noch wenig. Es wirkt fast so, als wolle Thomas Kessler erst einmal Platz schaffen, bevor er sich an die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison macht. Vielleicht ein Muster? Im Vorjahr kamen neun der elf Neuzugänge erst ab Juli – darunter Spieler wie Jakub Kaminski und Sebastian Sebulonsen, die sich zu Leistungsträgern entwickelten.

Auch, wenn natürlich nicht jeder Transfer saß (davon darf man nun mal nicht ausgehen), kann sich die gesamte Ausbeute sehen lassen. Was diesmal anders ist: Der Umfang des Aufräumens ist ganz offensichtlich größer, und die Ausgangslage schwieriger. Mit El Mala und Kaminski drohen zwei Spieler zu gehen, deren Qualität auf dem Markt kaum zu ersetzen sein wird.

Doch das kann nur die halbe Wahrheit sein. Das Zeitfenster bis zum Trainingsauftakt am 13. Juli ist eng. Zwei Wochen, in denen Kessler auf der Zugangsseite Fahrt aufnehmen muss – und zwar mit einem Budget, das maßgeblich davon abhängt, was El Mala und Kaminski noch einbringen. Kommt das große Geld, hat Kessler Spielraum. Kommt es nicht, muss er kreativ sein. Dass Kessler das kann, hat er bereits bewiesen. Welche Version dieser Sommer braucht, wird sich in den nächsten zwei Wochen zeigen. Dem Vernehmen nach könnte es in den kommenden Tagen schon die ersten Vollzugsmeldungen geben. Bedarf besteht in vielen Mannschaftsteilen.

Die Zusammenstellung des neuen Kaders ist sicherlich die komplexeste Aufgabe, es ist aber ganz sicher nicht die einzige Baustelle, die Thomas Kessler in den kommenden Wochen beackern muss. Etwa die Findung weiterer Trainerposten steht auf der Agenda. Doch die Priorität sollte 14 Tage vor dem Trainingsauftakt woanders gesetzt sein.


Auf diesen Positionen will Thomas Kessler nachlegen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln spricht über seine Kaderplanung
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Auf diesen Positionen will Thomas Kessler nachlegen

Für den Geschäftsführer Sport steht in den kommenden Wochen statt Urlaub viel Arbeit an. Denn es ist an der Zeit, die neue Mannschaft für die kommende Saison zu formen. Einige Abgänge sind bereits fix, weitere werden folgen – und dann muss Ersatz her beim 1. FC Köln: So plant Thomas Kessler den Kader.

Während die Spieler wie Timo Hübers oder Denis Huseinbasic Grüße von der Seiser Alm oder der kleinen bosnischen Stadt Fojnica über die Sozialen Medien schicken, ist für Thomas Kessler erst einmal Büro-Arbeit angesagt. Zumindest betonte der Geschäftsführer Sport am Dienstag, er werde vorerst am Geißbockheim anzutreffen sein. Kein Wunder, auf den Ex-Keeper der Kölner wartet auch in diesem Transfersommer viel Arbeit.

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Kessler wird seine Kader-Umstrukturierung weiter vorantreiben. Einige Spieler haben den Verein bereits verlassen, es ist davon auszugehen, dass ebenfalls einige folgen werden. Und das bedeutet, Kessler wird in den kommenden Wochen viele Gespräche und Verhandlungen führen. „Wir haben einen groben Plan“, sagte Kessler. „Wir haben uns sehr im Detail Gedanken dazu gemacht, wo wir Entwicklungspotenzial sehen.“ Dass in der abgelaufenen Saison auch spielerisch nicht alles optimal läuft, war Teil der ausführlichen Analyse, die am Geißbockheim in den vergangenen Tagen vollzogen wurde. Und dabei wird man zweifelsfrei zu der Einschätzung gekommen sein, dass Handlungsbedarf besteht. „Wir müssen die Spieler bewerten, die aktuell da sind: Auf welchem Entwicklungsstand sind sie? Wie passen sie zu dem, was wir vorhaben?“, so Kessler. „Und dann schauen wir uns auf dem Markt um, wie wir noch Qualität hinzufügen können.“

Auf gleich mehreren Positionen schaut sich der FC um

Namen wurden bereits viele in den Ring geworfen, einige sind wohl wärmer, als man es beim FC aktuell zugeben würde. Und so umschreibt der Geschäftsführer nur die Positionen, auf denen man nachlegen will oder muss. „Auf der Innenverteidigerposition schauen wir uns sehr intensiv um“, sagte Kessler. Spätestens mit dem Abgang von Cenk Özkacar, den Kessler ebenfalls nun offiziell bestätigte, ist klar, dass der FC einen erfahrenen Abwehrspieler verpflichten wird. Doch da es noch mehr Abgänge gab, wird es dabei ganz sicher nicht bleiben. „Im zentralen Mittelfeld schauen wir uns auch um. Dann schauen wir, ob wir Qualität in der Offensive dazubekommen.“ Die wird auf jeden Fall nötig werden, wenn es wie erwartet zum Abgang von Said El Mala und möglicherweise auch von Jakub Kaminski kommt. Die Kölner werden nachlegen müssen, wenn auch klar sein dürfte, dass es keinen qualitativen Eins-zu-Eins-Ersatz geben kann.

„Und als Linksverteidiger hatten wir in der ganzen Saison nur einen nominellen Profi, wo die Zukunft auch noch nicht final geklärt ist“, sagte Kessler. Kristoffer Lund gilt als möglicher Abschiedskandidat. Dem Wahl-Amerikaner unterliefen gleich mehrere Patzer, die Folgen mit sich zogen. Lund wirkte nicht so wirklich sattelfest, blickt auf eine durchwachsene Saison zurück. Immerhin gab es mit Alessio Castro-Montes einen Backup für beide Außenpositionen. Doch auch da besteht Handlungsbedarf. Zu Namen äußerte sich Kessler erwartungsgemäß nicht. Die werden in den kommenden Tagen und Wochen ohnehin genannt werden.


Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Eric Martel gibt beim 1. FC Köln den Ton an
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Hübers, Kaminski, Martel und Krauß – Das sagt Thomas Kessler zu den offenen Verträgen

Der Geschäftsführer Sport der Geißböcke steckt bereits mitten in den Kaderplanungen für die kommende Saison. Und sowohl hinter der Zukunft von altgedienten Akteuren als auch von aktuellen Leihspielern standen bisher noch Fragezeichen. Das sagt Thomas Kessler zu offenen Verträgen beim 1. FC Köln.

Kaufoption, gute Gespräche und zeitnahe Entscheidungen: Beim 1. FC Köln wird auf Hochtouren an der Zusammenstellung des Kaders für die anstehende Saison gearbeitet. Thomas Kessler verriet am Donnerstag auf Nachfrage von come-on-fc.com, wie es unter anderem um Eric Martel steht.

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Noch zwei Spiele stehen in der aktuellen Saison aus für den 1. FC Köln – und der Klassenerhalt ist bekanntermaßen so gut wie in trockenen Tüchern. Bisher fuhr FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler auf Grund der ungewissen Lage zweigleisig, kann sich nun aber mit ziemlicher Sicherheit auf die Kaderplanung für eine weitere Saison in der Bundesliga konzentrieren. „Wenn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass du in der Bundesliga bleibst, dann vereinfacht dir das natürlich die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen“, sagte Kessler am Donnerstag in einer Medienrunde.

Dabei geht es für den Verantwortlichen mitsamt seinem Team allerdings nicht alleine um die Planung weiterer Neuzugänge. Auch die Frage nach der Zukunft von Spielern der aktuellen Mannschaft muss sich der 40-Jährige stellen. Wer soll dem FC in der kommenden Spielzeit erhalten bleiben, von wem trennt man sich? Bekanntlich sind noch eine Vertragssituationen unklar, bei anderen deutet sich eine Lösung an.

Mit Hübers in guten Gesprächen

So zum Beispiel bei Timo Hübers, der bekanntermaßen aufgrund seiner schweren Knieverletzung aus dem Duell gegen Borussia Dortmund weiterhin ausfällt. Ende April äußerte sich der Ex-Kapitän bereits zum Stand. „Wir sind da auf einem ganz guten Weg, uns dann auch einig zu werden“, sagt Hübers in der aktuellen Folge des FC-Podcasts von Radio Köln. „Ich glaube auch nicht, dass das noch so lange dauert.“ Und das bekräftigte Kessler nun auch noch einmal am Donnerstag in einer Medienrunde. „Wir sind in sehr guten Gesprächen, so dass ich glaube, dass wir uns sehr schnell einigen könnten“, so der 40-Jährige. „Dass er den Vertrag noch nicht unterschrieben hat, liegt nicht daran, dass beide Seiten pokern, sondern weil er auch viel von außen gearbeitet hat.“ Intern gehe man davon aus, dass es vielleicht mit dem Comeback „Richtung Rückrunde“ gehen kann. „Da bekommt er null Zeitdruck, sondern bekommt die Unterstützung von uns.“

Kaufoption wird gezogen

Ebenfalls kurz vorm Abschluss steht die Verpflichtung von Jakub Kaminski. Der Pole hatte in dieser Spielzeit total überzeugt. Zu Beginn der Saison deutete sich schon an, welches Potenzial der polnische Nationalspieler mitbringt. Kessler betonte noch einmal, “dass wir die Kaufoption für ihn ziehen werden. Ich glaube, dass er das das umgesetzt hat, was wir uns durch die Leihe versprochen haben“, sagte Kessler und betonte, dass er das dem VfL Wolfsburg auch schon „per Tonspur“ mitgeteilt habe. Eine Kaufoption, die für den FC perfekt aufgegangen ist und deswegen auch als Beispiel für mehr dienen soll. „Deswegen haben wir ja auch bei allen Leihen die Möglichkeit genutzt, eben auch eine Kaufoption zu hinterlegen und die werden wir bei Kuba definitiv ziehen.“ Dabei besteht zumindest in der Theorie die Chance, dass der Offensivspieler per Ausstiegsklausel wechseln könnte. Genau wollte sich Kessler dazu nicht äußern.

Zeitnahe Entscheidung

Sicher dürfte auch der Verbleib eines weiteren Mittelfeldspielers sein. “Bei Tom Kraus ist es so, dass es eine Kaufpflicht gibt, die an die Anzahl von Spielen gekoppelt ist und eben an den Klassenerhalt. Der ist jetzt noch nicht bei 100 Prozent, aber wir werden ja spätestens am Sonntag alles dafür tun, dass es soweit ist und und auch Tom deswegen Teil unserer Mannschaft bleibt.“ Der Mittelfeldspieler hatte vor allem zum Jahresbeginn überzeugt, sich festgespielt, war dann aber nach einer Verletzung wieder außen vor. Ob er sich auch in der kommenden Saison dem Konkurrenzkampf mit Eric Martel stellen muss, ist nach wie vor nicht klar. „Da gibt es keinen neuen Stand, wir sind da im Austausch“, sagte Kessler. „Ich denke, da wird es zeitnah eine Entscheidung geben.“


Der 1. FC Köln strebt den nächsten Kader-Umbruch an: Wer geht, wer bleibt, wer wackelt? Und wo sind Baustellen?

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln
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Der 1. FC Köln strebt den nächsten Kader-Umbruch an: Wer geht, wer bleibt, wer wackelt? Und wo sind Baustellen?

Bereits im vergangenen Sommer hat FC-Geschäftsführer Sport Thomas Kessler den Geißböcken ein neues Gesicht verliehen. Auch für die kommende Saison wird sich wohl einiges verändern beim 1. FC Köln: Wer geht, wer bleibt und wo muss nachgebessert werden?

Seit vergangenem Wochenende ist die Ausgangslage mit dem so gut wie sicheren Klassenerhalt eine andere am Geißbockheim. Thomas Kessler kann nun mit einer neuen Verhandlungsposition in die Kaderplanung starten. Und es gibt einiges zu tun.

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Am Montag nach dem 2:2-Unentschieden bei Union Berlin herrschte am Geißbockheim eher wenig Betriebsamkeit. Trainer René Wagner hatte seinem Team freigegeben, erst am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Eine festliche Stimmung ob des erreichten Saisonziels wird aber auch dann nicht zu erwarten sein. Wagner hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass es nach dem Duell gegen die Eisernen zwei weitere Aufgaben gäbe, auf die man sich konzentrieren werde. Zudem sollte man im Profi-Sport erst dann jubeln, wenn der letzte Meter gegangen ist. Soll heißen: Zumindest offiziell erfolgt das große Aufatmen am Geißbockheim wohl erst, wenn auch in der Theorie die Klasse gehalten ist. Und dazu fehlt aktuell ein Punkt.

Weiterer Umbruch steht an

Intern wird man sich hinter verschlossenen Türen aber ebenfalls schon sehr sicher sein. Der Vergleich der Tordifferenzen, gepaart mit dem Restprogramm gerade der direkten Konkurrenz, lässt wohl kaum noch Rechenbeispiele zu, wie der FC doch noch in die Abstiegszone rutschen könnte. Und so werden die Kaderplanungen nun intensiviert. Die ersten Fragezeichen sind bereits angegangen worden, viele Positionen stehen ohnehin schon für die kommende Spielzeit fest, doch es gibt noch einige Baustellen, die Thomas Kessler und Co. wohl dringend angehen werden. Fakt ist, dass der Umbruch, den der Geschäftsführer in der vergangenen Spielzeit angestoßen hat, noch nicht abgeschlossen ist. Rund 25 Millionen Euro hatte Kessler damals investiert, nun folgen sicher weitere Millionen, die mit diversen Kaufoptionen zusammenhängen. Welche Baustellen dann noch geschlossen werden können, hängt unter anderem mit dem wohl angepeilten Verkauf von Said El Mala zusammen.

Sollten die Kölner den Offensivspieler tatsächlich für die erhoffte Ablöse von rund 50 Millionen Euro abgeben, könnten die Kölner wohl die angestrebten Kaufoptionen ziehen und hätten noch Geld in der Portokasse für weitere Transfers. Die werden je nach Position auch nötig sein. Denn rundum zufrieden ist man mit dem Kader noch nicht.

Keine Probleme gibt es aktuell auf der Keeper-Position. Mit Marvin Schwäbe haben die Geißböcke einen gestandenen Bundesliga-Keeper zwischen den Pfosten. Der Routinier strahlt viel Ruhe aus und überzeugt immer wieder mit starken Reflexen. Schwäbe ist in der jüngeren Vergangenheit zu einem wichtigen Aufbauspieler bei den Geißböcken geworden. Allerdings offenbart der Routinier ab und an Schwierigkeiten bei der Strafraumbeherrschung. Mit Ron-Robert Zieler gibt es zudem einen Weltmeister als Nummer zwei, der als starker Ersatz umgehend zur Verfügung stünde. Ob die Kölner einen weiteren Keeper in den Kader berufen, hängt wohl auch mit dem Trainer zusammen. Unter Steffen Baumgart füllte Matthias Köbbing etwa als Trainingskeeper ein Quartett auf, unter Lukas Kwasniok war „Köbbes“ die Nummer drei. Gut möglich, dass der FC im Fall der Fälle dann aber auf einen starken Keeper aus dem Nachwuchs, Spieler wie Mikolaj Marutzki zurückgreift. Große Not besteht nicht.

Veränderungen in der Innenverteidung

Veränderungen wird es ganz sicher in der Innenverteidigung geben. Die Abgänge von Dominique Heintz und Luca Kilian stehen fest. Timo Hübers wird wohl schon bald die Tinte unter einen neuen Kontrakt setzen. Allerdings ist nicht klar, wann der Ex-Kapitän wieder ins Spielgeschehen eingreifen wird. Auch deswegen schauen sich die FC-Bosse nach einem weiteren Routinier um. Die Kaufoption soll bei Cenk Özkacar gezogen werden. Der Innenverteidiger hat zuletzt mit konstant guten Leistungen überzeugt, die feste Ablöse soll bei rund zwei Millionen Euro liegen. Nicht ganz so einfach wie kolportiert scheint die Situation bei Jahmai Simpson-Pusey sein. Auch den zweiten Stamm-Innenverteidiger würde der FC zu gerne halten. Kein Wunder, der 20-Jährige hat seit seinem ersten Einsatz bei den Geißböcken überzeugt und anfängliche Skepsis früh zerstreut. Dem Vernehmen nach soll die feste Ablöse bei sieben bis acht Millionen Euro liegen.

Viel Geld, aber ein Invest, das sich ganz sicher lohnen würde. Schließlich dürfte der Marktwert bei einer entsprechenden Leistungsentwicklung weiter steigen. Das Problem: Manchester City hat die Hand auf dem Deal, verfügt über eine Kaufoption. Pep Guardiola gilt als großer Fan des Youngsters und wird die positive Entwicklung genau beobachtet haben. Auch Simpson-Pusey selbst sieht sich mittelfristig wieder in der Premier League, möchte aber auch auf Einsatzzeit kommen und fühlt sich in Köln wohl, wie er im Interview mit come-on-fc.com verriet. Ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen, heißt es aus England. Möglicherweise mit einer Rückkaufoption, die erst im kommenden Sommer greift, wie etwa bei Felipe Chávez. Auch Rav van den Berg sieht den Schritt nach Köln als Zwischenstation auf seinem Weg in die Premier League an. Allerdings wusste sich der Niederländer bislang nicht so recht durchzusetzen.

Joel Schmied hat noch Vertrag bis 2029 und will im Sommer wieder richtig angreifen. Der Innenverteidiger hatte sich in der Hinserie zum Stammspieler gemausert, war dann aber immer wieder aufgrund von Verletzungen ausgefallen und hat erst am vergangenen Wochenende sein Comeback gegeben. Komplettiert wird die Innenverteidiger-Riege von Julian Pauli und Elias Bakatukanda, die aus ihren Leihen vorerst zurückkehren. Wie es dann weitergeht, wird sich im Sommer entscheiden. Gerade bei Pauli ist die Chance, in Köln zu bleiben, durchaus gegeben.

Nachbesserungen auf der Schiene und auf der Sechs

Auf den Schienen haben die Kölner ebenfalls Handlungsbedarf. Kristoffer Lund wäre zwar für den FC relativ günstig zu haben. Doch der Wahl-US-Amerikaner weist doch noch einige Defizite auf. Den starken Eindruck zu Saisonbeginn konnte Lund nicht konstant bestätigen. Tatsächlich blieben die Wackler mitunter nicht immer ohne Folgen. Auf der linken Seite dürfte also sicherlich noch etwas passieren, möglicherweise auch auf der rechten. Sebastian Sebulonsen und Alessio Castro-Montes sind bis 2028 fest an den FC gebunden, doch gerade letzterer wusste auch nicht immer zu überzeugen. Allerdings ist der Belgier ein auffällig guter Fußballer, der möglicherweise „nur“ seine Konstanz finden muss. Im zentralen Mittelfeld wird der FC Tom Krauß nun fest unter Vertrag nehmen. Denn mit dem Klassenerhalt greift die Kaufpflicht. Isak Johannesson soll sich beim FC weiterentwickeln. Denn trotz der durchwachsenen Spielzeit hält man in Köln große Stücke auf den Isländer.

Die beiden weiteren defensiven Mittelfeldspieler sind dagegen fraglich. Eric Martel hat seinen Kontrakt nach wie vor nicht verlängert. Das lukrative Angebot des vergangenen Sommers hat keine Gültigkeit mehr. Der FC ist auch weiterhin gewillt, Martel zu halten, doch nicht mehr um jeden Preis. Es wird sich schon nach Alternativen umgeschaut. Bei Denis Huseinbasic könnten die Zeichen auf Abschied stehen. Der 24-Jährige spielte zuletzt keine Rolle mehr, wäre am Samstag ohne die Verletzung von Rav van den Berg und die Sperre von Isak Johannesson möglicherweise zum dritten Mal in Serie nicht für den Kader nominiert worden. Schon in der vergangenen Saison gab es Interessenten, unter anderem aus Braga. Der Vertrag läuft noch bis 2027. Will Köln einen Gewinn einfahren, müsste der Spieler aktuell verkauft werden und wäre ein Vielfaches der einst investierten 50.000 Euro wert.

Wie geht es weiter mit Felipe Chávez?

In der offensiveren Kette wird es mindestens einen Abgang sicher geben. Florian Kainz hat bereits angekündigt, dass er seine Karriere beenden wird. Keine Entscheidung scheint bislang über die Zukunft von Felipe Chávez getroffen worden zu sein. Das Talent des FC Bayern München könnte per Kaufoption fest verpflichtet werden. Allerdings hat der junge Peruaner noch keinen großen Eindruck hinterlassen können, die Einsatzzeiten sind bislang überschaubar. Ein guter Fußballer ist Chávez zweifelsohne, aber ob er das Zeug hat, sich nächstes Jahr festzuspielen, darf hinterfragt werden. Die Bayern haben für die Jahre 27 und 28 eine Rückkaufoption im Vertrag verankert. Trotz der anteigenden Form ist auch die Zukunft von Luca Waldschmidt beim FC nicht sicher. Der ehemalige Nationalspieler hat sich oft über die mangelnde Einsatzzeit geärgert – auch öffentlich. Zudem fehlt dem gebürtigen Siegener die Konstanz. Ein Abschied ist möglich.

Wahrscheinlich ist dieser bei Said El Mala. Schon alleine, weil die Kölner Geld brauchen, um den Kader weiter umzukrempeln, die Kaufoptionen zu ziehen. Und der Verkauf könnte sehr lukrativ werden. Doch die Kölner werden Ersatz und dafür dann auch das nötige Kleingeld brauchen. Jakub Kaminski bleibt den Kölnern erhalten. Die Kaufoption wird gezogen, eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro wird wohl vereinbart. Der Pole ist sicher der große Gewinner dieser Saison – auch für den FC. Dagegen hatten Linton Maina und Jan Thielmann in dieser Spielzeit auf den Außen doch oft ihre Schwierigkeiten. Beide werden wohl in Köln bleiben, doch möglicherweise auch in der kommenden Spielzeit nicht immer erste Wahl sein. Das gilt auch für Marius Bülter. Der Routinier lief lange seiner Form hinterher, erzielte am Samstag immerhin ein Traumtor. Das kann aber nicht über die Leistung der Saison hinwegtäuschen.

Viele Leihspieler kehren nicht zurück

Ragnar Ache ist als einziger Stoßstürmer auch in der kommenden Saison gesetzt. Allerdings werden die Kölner ganz sicher auf der Position des Zielstürmers nachbessern. Das wollten sie bereits im vergangenen Sommer, doch es bleib bei Ache als einziger klassischer Mittelstürmer. Große Hoffnungen ruhen auf Youssoupha Niang und Fynn Schenten. Aber auch in der kommenden Saison? Mindestens genauso wahrscheinlich wären Leihkonstrukte, bei denen die beiden Youngster Spielpraxis sammeln, auf Einsatzzeit kommen. Davon gibt es aktuell auch einige. Doch die meisten werden wohl keine Zukunft mehr in Köln haben. Eine Rückkehr von Imad Rondic ist nahezu ausgeschlossen, die von Jusuf Gazibegovic und Rasmus Carstensen sehr unwahrscheinlich. Jaka Potocnik soll ein weiteres Jahr verliehen werden, müsste dafür aber seinen Kontrakt noch einmal verbessern. Für Mansour Ouro-Togba soll der VfB Stuttgart eine Kaufoption haben.


Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

Mit den Ergebnissen von Sonntag dürfte es der FC geschafft haben und auch in der kommenden Saison Bundesliga spielen. Und damit hat Thomas Kessler nun eine sichere Ausgangslage für die kommende Saison des 1. FC Köln: Mit guter Verhandlungsposition in die Saisonplanung.

Dank der Patzer der direkten Konkurrenz ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Und damit beginnen auch konkretere Planungen für den kommenden Kader.

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So unterschiedlich die vergangenen drei Spiele des 1. FC Köln auch waren, nach allen stand irgendwo ein Gefühl der Enttäuschung. Gegen St. Pauli war es die Leistung der Mannschaft, die sich mit purem Glück einen Punkt holte. Gegen Leverkusen war es das Ergebnis, das dieses Mal die Leistung nicht widerspiegelte und gegen Union Berlin war es der Punkt nach einem sicher geglaubten Sieg. Und die drei Begegnungen hatten noch eine kuriose Gemeinsamkeit. Obwohl die Ergebnisse nicht so richtig gut für den FC waren (zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten, eine unverdiente Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister), näherten sich die Geißböcke mit jeder Partie dann dem Saisonziel. Ehrlicherweise ist es alles andere als überraschend, dass dieses dann auf fremden Plätzen von fremden Teams erreicht wurde. Mainz gewinnt gegen Pauli, Freiburg holt einen Zähler gegen Wolfsburg – der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch unsicher.

Andere Verhandlungsposition

Und beim FC dürfte damit kollektives Aufatmen herrschen. Die Kölner haben den Klassenerhalt am 32. Spieltag sicher und damit einen ganz anderen Handlungsspielraum. Thomas Kessler kann ab sofort die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen, im dem Wissen, dass er möglichen Spielern die Bundesliga als potenziellen Karriereschritt anbieten kann. Eine der Top-Five-Ligen macht sich im fußballerischen Lebenslauf dann doch recht gut. Und auch im eigenen Kader werden die Fragezeichen schon bald zu Ausrufezeichen. Bei Tom Krauß wurde beispielsweise bereits der erste Teil seiner Kaufpflicht über die Anzahl der Spiele erreicht, nun greift diese, weil der zweite Teil an den Klassenerhalt geknüpft war. Dass Kessler die Kaufoption bei Spielern wie Jakub Kaminski oder Cenk Özkacar ziehen würde, galt bereits als sicher bis sehr wahrscheinlich. Doch wäre man mit einem Spieler wie Kaminski wirklich in die 2. Bundesliga gegangen?

Möglicherweise steigen auch die Chancen bei Jahmai Simpson-Pusey, der nach seiner starken Rückrunde bei den Geißböcken ganz sicher nicht mit ins Unterhaus gegangen wäre. Allerdings hat Manchester City die Hand auf einem möglichen Deal und der junge Engländer tut viel dafür, auch bei seinem Heimatclub höhere Beachtung zu finden. Pep Guardiola gilt als Fan des Innenverteidigers. Auch in der Personalie Eric Martel hat sich die Verhandlungsposition noch einmal geändert. Nun liegt es wohl am Spieler, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn die Entwicklung, die der Sechser eigentlich bis zum Winter genau beobachten wollte, hat nun zumindest ein Ziel erreicht. Jene Entwicklung wäre als kein Grund mehr, die FC-Bosse noch länger hinzuhalten. Auch über Said El Mala wird man sich nun genauere Gedanken machen. Szenarien gibt es genug. Nur einen Verkauf unter Wert, der beim Abstieg nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wird es so nicht geben.

Fragezeichen hinter dem Trainer?

Auch ein Verbleib für ein weiteres Jahr ist durchaus denkbar, wenn auch unwahrscheinlich. Denn ein Verkauf würde Geld einbringen, das der FC wieder in den Kader stecken würde. Überhaupt ist natürlich auch die finanzielle Situation im Oberhaus deutlich besser. Und dann wird es auch um die Personalie des Trainers gehen. Kessler gilt als Befürworter von René Wagner, doch es gibt am Geißbockheim wohl auch Kritiker. Die Situation scheint aktuell total offen. Sammelte der Trainer gegen Leverkusen noch einige Pluspunkte, wurde Wagner nach dem Union-Spiel aufgrund seiner Wechsel scharf kritisiert. Eine Entscheidung ist trotz Klassenerhalt dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Auch das kann Thomas Kessler nun deutlich beruhigter angehen.


Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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Talente, höhere Transfererlöse, wirtschaftlicher Fortschritt – Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungsclub?

Im Sommer wurde Thomas Kessler für seine Transferpolitik gefeiert. Mittlerweile sind nicht mehr alle Fans restlos von der Arbeit des Geschäftsführers überzeugt. Dabei bewies der 40-Jährige zuletzt erneut sein Verhandlungsgeschick. Wird der 1. FC Köln unter Thomas Kessler zum Entwicklungslcub?

Bereits seit einiger Zeit ist das Vorhaben, aus jungen Spielern und ihrer Weiterentwicklung sportlichen und wirtschaftlichen Profit zu schlagen, eine angestrebte Strategie beim 1. FC Köln. Mit seinen Verpflichtungen und Verhandlungen im vergangenen Sommer hat Thomas Kessler diesen Weg nun maßgeblich in eine vielversprechende Richtung gelenkt. Und das Vorhaben soll die kommenden Jahre weiter ausgebaut werden – nicht umsonst haben die Geißböcke seit kurzen Tim Steidten mit an Bord.

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Die Meldung am Freitagabend wird die Fans des 1. FC Köln durchaus erfreut haben. Thomas Kessler überraschte ein wenig damit, dass er eine Personalie ausplauderte. Am Geißbockheim hält man sich eigentlich grundsätzlich bedeckt, was Verträge, Vertragslaufzeiten und Co. angeht. Doch bei Sky erklärte der ehemalige Keeper der Kölner, dass man die Kaufoption von Jakub Kaminski ziehen werde. Möglicherweise sprach Kessler so offen über die Entscheidung, weil ohnehin kaum noch einer Zweifel an der festen Verpflichtung hatte. Denn die Entwicklung von Kaminski ist wohl neben der von Said El Mala die ganz große Überraschung in Köln. Bei Wolfsburg kam der Pole nicht mehr so richtig zurecht, beim FC blüht „Kuba“ zunehmend auf, ist in dieser Saison absoluter Leistungsträger – und das nicht nur aufgrund seiner zwölf Scorerpunkte. Die feste Verpflichtung des polnischen Nationalspielers ist also nur folgerichtig.

Ablöse von Kaminski bei 20 Millionen Euro

Bereits im Sommer war die sportliche Leitung für ihre Transfers gefeiert worden. Kessler hatte ein Dutzend neuer Spieler verpflichtet, rund 25 Millionen Euro in die Hand genommen und dem FC ein neues Gesicht verpasst. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt wurde der Sportboss über den grünen Klee gelobt, von Fans, von Experten. Angesichts der zwischenzeitlichen Bilanz von zwei Siegen aus 18 Spielen ebbte die Euphorie aber auch wieder ab. Nicht alle Transfers konnten die Form vom Sommer halten und dennoch hat der Geschäftsführer ganz offensichtlich viel richtig gemacht. Denn die Geißböcke gehen unter Kessler in eine Richtung, die man schon vor längerer Zeit einschlagen wollte, aber entweder falsch interpretierte oder einfach nicht umgesetzt bekam. Alleine die Vertragsverlängerung von Said El Mala war schon ein Meisterstück des 40-Jährigen. Der Kölner Shootingstar hat den FC-Fans viel Freude bereitet, war lange eine Art Lebensversicherung der Geißböcke.

Ein Abgang würde emotional schmerzen, wirtschaftlich nicht. Sollte El Mala den FC im Sommer verlassen, könnten die Kölner alleine von diesem Erlös finanziell sämtliche Kaufoptionen der Leihspieler bedenkenlos ziehen und den Kader zudem weiter aufpolieren. Wohlgemerkt die Ablöse für einen Spieler, der den FC gerade einmal 300.000 Euro gekostet hat. Bei der Verpflichtung hatte auch Christian Keller seine Finger im Spiel, doch die Vertragsverlängerung ohne Ausstiegsklausel wird dem FC viel Geld einbringen. Und auch beim Deal von Kaminski hat der Geschäftsführer offenbar viel richtig gemacht. Köln kann den Wolfsburger Leihspieler für rund fünf Millionen Euro verpflichten, laut „Kicker“ soll Kaminski dann einen Vertrag mit Ausstiegsklausel erhalten. Die liegt dem Artikel nach bei 20 Millionen Euro. 20! Eine Summe, die der Spieler sicherlich bald schon wert sein wird und die man in England vielleicht auch gerne bezahlt. Aber eben auch eine Summe, die vier Mal über dem Kaufpreis läge.

Der FC auf dem Weg zu einem Entwicklungsclub?

Wenn es nach den Kölner Verantwortlichen geht soll Kaminski ohnehin beim FC bleiben, wird das in der kommenden Spielzeit auch tun. Doch ist durchaus eine Linie zu erkennen. Die Kölner verpflichten junge Spieler, die den FC bei positiver Entwicklung sportlich und/oder wirtschaftlich weiterbringen. Ein Weg, den Keller schon in Köln gehen wollte. Nur ging der Plan in nur wenigen Fällen auf. Auch Thomas Kessler geht ins Risiko. Rav van den Berg wurde für rund acht Millionen Euro verpflichtet. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, das irgendwann in England Fuß fassen will. Aktuell hinkt der Niederländer den Erwartungen hinterher. Doch das Potenzial ist groß. Geht van den Berg den Weg seines Bruders Sepp dürfte für den FC ebenfalls eine stolze Ablösesumme fällig werden. Auch Spieler wie Isak Johannesson befinden sich in einem Alter, in dem mit einer weiteren Entwicklung zu rechnen ist und damit auch einer Steigerung des Marktwerts.

Vorbild Frankfurt?

Das Vorgehen ist in der Bundesliga bekanntlich kein neues. Eintracht Frankfurt ist wohl das Paradebeispiel. Mehr als 450 Millionen Euro hat die Eintracht in den vergangenen sechs Jahren an ihren Talenten verdient. An Spielern wie Omar Marmoush, Hugo Ekitiké oder Randal Kolo Muani, die alleine knapp 280 Millionen Euro in die Kassen spülten. Jean-Mattéo Bahoya wurde im vergangenen Jahr ebenfalls heiß umworben, eine Ablöse von rund 80 Millionen Euro stand im Raum. Der Marktwert von Can Uzun soll bei 45 Millionen Euro liegen. 

„Ich sage meinen Scouts: ,Leute, das Wichtigste sind die Stärken, aber achtet auch auf die Schwächen, denn vielleicht können wir an diesem Problem arbeiten’“, sagte Krösche im vergangenen Jahr im „The Athletic“. „Bevor wir Omar (Marmoush, Anm. d. Red) verpflichtet haben, gab es schon eine Diskussion. Er war ein Spieler mit zahlreichen Schwächen, aber nur zwei, drei deutlichen Stärken“, so Krösche weiter. „Hätten wir uns also nur auf die Schwächen konzentriert, hätten wir ihn nie unter Vertrag genommen. Aber wir kamen zu dem Schluss, dass der Grund für seine schlechte Entscheidungsfindung darin lag, dass er nicht regelmäßig genug spielte.“ Zur Wahrheit gehört natürlich auch, dass auch externe Faktoren und eine gehörige Portion Glück bei den Transferbewegungen mitspielen. So war die Ablöse für Kolo Muani seinerseits vielleicht ein wenig hoch gegriffen.

Ein Glück, das den Kölner Verantwortlichen oft fehlte. Die Entwicklung beim FC ist aktuell eine Momentaufnahme. Doch ist die Richtung zum Entwicklungsclub aktuell eine spannende. Nicht zuletzt wird auch Tim Steidten in diesen Planungen künftig eine große Rolle spielen. Doch der 46-Jährige ist als „Perlentaucher“ bekannt, der ausgerechnet beim kommenden Gegner mit seiner Kaderplanung schon ein gutes Händchen bewiesen hat und Leverkusen zum Meister machte. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, bauen die FC-Verantwortlichen dazu gerade die Scouting-Abteilung personell um. Insofern sollten potenzielle Talente, mit denen sich der FC aktuell befasst, nicht frühzeitig als zu schlecht abgestempelt werden, nur weil sie nicht in den höchsten Klassenspielten. Ein El Mala spielte in der vergangenen Saison auch noch 3. Liga.

Ein wichtiger Faktor können aber natürlich auch die Eigengewächse spielen. Finn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann haben in dieser Saison schon ihr Profi-Debüt gefeiert. Mit Schenten wurde erst jüngst der Vertrag bis 2030 verlängert. Ein klares Zeichen. Denn auch von den Talenten will man in Köln künftig noch mehr profitieren. Erst einmal sportlich – im Vergleich zu einigen Abgängen in der Vergangenheit im Fall der Fälle dann aber auch wirtschaftlich.


Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Thomas Kessler und René Wagner
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Thomas Kessler und das Wagnis Wagner – Der Geschäftsführer Sport geht ins Risiko

Am vergangenen Sonntag hat sich der FC von Lukas Kwasniok als Cheftrainer getrennt und den bisherigen Co-Trainer René Wagner befördert. Ob die Entscheidung am Ende die richtige war wird sich zeigen beim 1. FC Köln: Thomas Kessler steht vor spannenden Wochen der Entscheidung.

Nach dem Aus von Lukas Kwasniok gab sich Thomas Kessler zuletzt selbstkritisch. Der Geschäftsführer hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung des Trainers stark gemacht. Nun gestand er sich ein, dass der Plan nicht aufgegangen sei. Mit René Wagner setzt der 40-Jährige auf einen Cheftrainer-Neuling ein und geht damit ins Risiko.

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Thomas Kessler wirkte durchaus aufgeräumt, als der ehemalige Keeper der Geißböcke gewohnt sachlich am vergangenen Montag vor die Presse trat. Der Geschäftsführer erklärte noch einmal, warum er Lukas Kwasniok am Sonntagabend freigestellt hatte und wieso man glaubt, dass René Wagner der richtige Mann sei. Kessler war allerdings auch selbstkritisch. „Wir würden lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass ich zufrieden damit bin, dass wir uns jetzt von einem Trainer trennen mussten“, erklärte der 40-Jährige. „Natürlich werde ich mir in der Rückbetrachtung Gedanken machen, was man hätte anders machen können, damit es nicht zu diesem Punkt kommt.“ Kessler hatte sich im Sommer für eine Verpflichtung von Lukas Kwasniok stark gemacht, der 44-Jährige war die Wunschlösung. Der gemeinsame Weg ist nicht aufgegangen. „Das ist mir in dem Fall nicht geglückt.“

Erste kleine Niederlage

Man könnte also durchaus in die Trainerentlassung eine erste kleine Niederlage für Kessler interpretieren. Der Geschäftsführer hatte viel investiert, um dem Trainer eine starke Truppe auf den Rasen zu stellen. Mal abgesehen von den externen Umständen wie Verletzungen und Schiedsrichter-Entscheidungen ist das Scheitern des Coachs auch ein Stückweit in der Verantwortung der FC-Bosse. Und das, nachdem Kessler im Sommer noch als Chefkoch von den Fans gefeiert wurde. Dass der Kader der Kölner aber die Qualität zum Klassenerhalt und vielleicht sogar noch ein wenig mehr hat, sehen Vereinsverantwortliche, Fans und Experten ähnlich. Die meisten Verpflichtungen sind eingeschlagen, in der Gänze ergeben sie Sinn und gerade die jungen Spieler lassen auf eine sportliche, vor allem aber wirtschaftliche Entwicklung hoffen.

Und die Leihkonstrukte bieten zudem die Chance, jene Entwicklung der Spieler abwartend zu beobachten. Die Vertragsverlängerung von Said El Mala ist wohl der größte Transfercoup, der dem FC möglicherweise schon im kommenden Sommer eine hübsche Summe einspielen kann. Und doch steht auch Kessler nach der Trainer-Entlassung ein wenig unter Druck. Und mit der Nachbesetzung durch den Bundesliga-Cheftrainer-Novizen René Wagner gehen die Geißböcke auch ein gewisses Risiko ein. Die Kritik wächst in den Sozialen Medien. Viele, aber nicht jeder Kölner Anhänger sieht in Wagner eine Chance. Die Kommentare sind durchaus kritisch, skeptisch. Der 37-Jährige hat in der Tat sein Können noch nicht beweisen können. Und der Abstiegskampf ist da gefühlt schon ein Kopfsprung ins kalte Wasser.

Wie viele Spiele bekommt René Wagner?

Kesslers Einsatz ist hoch. Sollten die Kölner am Ende der Spielzeit absteigen, würde der Druck auf den Geschäftsführer dann doch immens steigen. Rund 25 Millionen Euro hat der Sportchef im Sommer investiert. Wie der Kader im Falle des Abstiegs aussehen würde, ist schwer zu sagen. Nur ist es kaum vorstellbar, dass Spieler wie Rav van den Berg und Said El Mala trotz Vertrag mit in die 2. Bundesliga gehen – selbst ohne Ausstiegsklausel. Das dürfte auch für den ein oder anderen Leihkandidaten gelten. Zwar könnte der FC die Kaufoption von beispielsweise Jakub Kaminski ziehen, nur soll der Vertrag dem Vernehmen nach dann über eine Ausstiegsklausel verfügen. Und Kaminski würde man keinen Gefallen damit tun, eine Liga tiefer zu spielen.

Der FC würde also ganz sicher einen weiteren dann doch größeren Umbruch angehen und vermutlich auch wieder Geld in die Hand nehmen müssen. Wie viel dafür dann reinkommt, ist ebenfalls offen. Nur dürften die Ablösen beim Absteiger dann deutlich niedriger ausfallen. Um dieses Szenario zu verhindern, ist nun der Trainer gewechselt worden. Ob René Wagner den FC in Spur bringen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sollte das nicht der Fall sein, wäre auch ein weiterer Wechsel noch vor dem Saison-Aus ein mögliches Szenario. Nur wäre das dann auch keine Klassenerhalt-Garantie und ein weiterer Fehlgriff von Kessler.


Thomas Kessler wird Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, Philipp Türoff verlängert bis 2029

Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln
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Thomas Kessler wird Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, Philipp Türoff verlängert bis 2029

Der FC hat wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen: Thomas Kessler wird wie erwartet Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln, Philipp Türoff hat seinen Vertrag bis 2029 verlängert. Damit setzt der Verein auf Kontinuität in der Führungsebene.

Die große Überraschung ist es nicht, nun ist die Beförderung aber offiziell: Thomas Kessler wird Geschäftsführer des 1. FC Köln. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt, gleichzeitig hat Philipp Türoff seinen Kontrakt bis 2029 verlängert. Der 49-Jährige wurde zudem vom Vorstand zum Kaufmännischen Geschäftsführer & Sprecher der Geschäftsführung ernannt.

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Es hatte sich ein wenig länger gezogen, als zunächst angenommen. Immerhin hatte der neue Vorstand bereits im September angekündigt, dass man Thomas Kessler zum Geschäftsführer Sport machen wolle. Nach langen Verhandlungen ist man sich nun einig. Der FC hat gut acht Monate nach dem Aus von Christian Keller wieder einen neuen Geschäftsführer, der gesamtverantwortlich für den Sport ist. Dazu gehören neben dem Lizenzspiel-Bereich auch die FC-Frauen, der sportliche und administrative Bereich der FC-Akademie sowie die medizinische Abteilung. „Thomas Kessler lebt den Anspruch des 1. FC Köln jeden Tag – mit hoher Identifikation, klaren Zielen und dem festen Willen, sportliche Leistung und Vereinswerte miteinander zu verbinden“, sagt FC-Vizepräsident Ulf Sobek. „Darüber hinaus befähigen ihn neben seiner großen fachlichen Kompetenz seine herausragenden kommunikativen Fähigkeiten für die Rolle des Geschäftsführers. Ich freue mich sehr auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

„Es ist ein großes Privileg“

Zudem steht der – seit gestern – 40-Jährige wie kaum ein anderer für den FC. Seit 2000 ist der gebürtige Kölner im Verein (mit zweijähriger Unterbrechung). Zunächst in der Junioren-Akademie, später als Keeper bei den Profis und nach seiner aktiven Zeit im Management des Clubs. Nach dem Aus von Keller wurde „Kess“ Sportdirektor. Der ehemalige Keeper überzeugte im Sommer mit dem ein oder anderen gelungenen Transfercoup. In diesem Winter hatte Kessler mit seinem Team mit Jahmai Simpson-Pusey offenbar erneut den richtigen Riecher. „Den Weg vom Jugendspieler bis in die Verantwortung als Geschäftsführer Sport dieses besonderen Vereins gehen zu dürfen, ist für mich ein großes Privileg und zugleich eine enorme Verpflichtung“, sagte Kessler.

Die Verhandlungen hatten sich offenbar auch gezogen, weil Kessler konkrete Vorstellungen mitbrachte, wie sich der Verein im sportlichen Bereich künftig aufstellen will. „Jetzt geht es darum, diese Inhalte konsequent mit Leben zu füllen und nachhaltig weiterzuentwickeln. Ich kenne die Kraft, die dieser Club auf und neben dem Platz entfalten kann, und weiß, was möglich ist, wenn wir geschlossen, mutig und mit voller Überzeugung arbeiten“, so Kessler weiter. „Es ist für mich eine große Ehre, diese Verantwortung künftig gemeinsam mit meinen Geschäftsführerkollegen, dem Vorstand, unseren Mitarbeitern, dem Trainerteam, den Spielern, den Gremien und natürlich unseren Fans für die sportliche Zukunft des 1. FC Köln zu tragen und diesen Weg aktiv und erfolgreich zu gestalten.“

Philipp Türoff verlängert den Vertrag

An einem kontinuierlichen, erfolgreichen Weg soll auch weiterhin Philipp Türoff beteiligt sein. Auch diese Personalie hatte sich bereits angekündigt. Der 49-Jährige wird künftig als Kaufmännischer Geschäftsführer zusätzlich die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung ausüben. „Philipp Türoff hat den FC in einer wirtschaftlich äußerst herausfordernden Phase mit großer Umsicht und Fachkompetenz stabilisiert“, sagt FC-Präsident Jörn Stobbe. „Seine Arbeit ist das Fundament, auf dem wir uns sportlich wieder entwickeln können. Wir freuen uns sehr, dass er auf diesem Weg als Kaufmännischer Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung weiter vorangehen wird.“ Bislang war angenommen worden, dass Türoff den Kontrakt bis 2028 verlängert, nun wird es 2029.

Seit dem 1. Januar 2022 ist der 49-Jährige für den FC tätig. „Ich bin sehr gerne beim FC und vollkommen überzeugt, dass wir mit Mut, Fleiß und guten Ideen in Zukunft noch viel mehr erreichen können“, so Türoff. „Mit der Planungssicherheit werden wir die nächsten Schritte und vor allem auch langfristigen Projekte gemeinsam konsequent vorantreiben. Ich danke dem Vorstand und den beteiligten Gremien für das große Vertrauen, mir weitere Verantwortung zu übertragen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit in diesem starken Team.“

„Wir ziehen jetzt bei allen Themen an einem Strang“

Der Vorstand hatte sich ein Geschäftsführer-Trio gewünscht und es nun auch komplettiert. Philipp Liesenfeld, der bereits seit 2012 in verschiedenen Funktionen für den FC tätig ist, war im Mai 2025 zum Geschäftsführer Marketing & Vertrieb berufen worden. „Der 1. FC Köln braucht auf den entscheidenden Positionen Ruhe, Verlässlichkeit und eine klare gemeinsame Vision“, so Präsident Jörn Stobbe. „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, unsere Ideen mit denen der Geschäftsführung abzugleichen und ziehen jetzt bei allen Themen an einem Strang. Dass Vorstand und Geschäftsführung geschlossen bis mindestens 2028 an der Zukunft des FC arbeiten, ist ein starkes Signal der Stabilität nach innen und außen. Wir sind davon überzeugt, dass personelle Kontinuität ein wichtiger Schlüssel sein wird, um unsere ambitionierten Ziele nachhaltig zu erreichen.“

Thomas Kessler über Said El Mala: „Es gibt keinen Grund, sich darüber zu unterhalten“

Said El Mala vom 1. FC Köln (Foto: Lars Baron / Getty Images)
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Thomas Kessler über Said El Mala: „Es gibt keinen Grund, sich darüber zu unterhalten“

Beim FC ist er zurzeit so etwas wie die Lebensversicherung. Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel reißen daher natürlich nicht ab. Doch aktuell steht ein Wechsel gar nicht zur Diskussion beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler über Said El Mala.

Gegen Leverkusen überzeugte der Offensivspieler nicht, kam nur auf zwei starke Situationen. Dennoch ist der 19-Jährige heiß begehrt. Zahlreiche Clubs sollen Interesse haben. Doch ein Wechsel steht stand jetzt nicht zur Diskussion beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler über Said El Mala.

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Gute 20 Minuten brauchte der FC im Nachbarschaftsduell am Samstagabend, um erstmals gefährlich vor das Tor der Leverkusener zu kommen. Und natürlich spielte Said El Mala dabei eine Rolle. Der Offensivspieler brachte eine scharfe Hereingabe, die Luca Waldschmidt nur knapp verpasste. Die Führung wäre möglich gewesen, das Spiel vielleicht ein anderes. Auch, wenn El Mala insgesamt nicht sein bestes Spiel erwischte, der 19-Jährige ist heiß begeht. Und das ganz offensichtlich bei einigen Spitzenclubs. So bestätigte Transfer-Experte Patrick Berger im „Sport1 Doppelpass“, dass sowohl der FC Bayern München als auch Borussia Dortmund ein Auge auf den Spieler haben, aber auch Pep Guardiola El Mala schon beobachten ließ.

„Stand jetzt gibt es dafür keinen Grund“

Die Kölner Verantwortlichen scheint das aber nicht sonderlich nervös zu machen. „Dass junge Spieler mit solchen Qualitäten interessant werden für andere Clubs, das ist keine Überraschung. Ich glaube, dass die Preise insgesamt Wahnsinn sind“, sagte Thomas Kessler ebenfalls in der Talkrunde am Sonntag. „Das müssen wir nicht bewerten. Wir bewerten, wie das Trainerteam mit dem Jungen umgeht. Wie geht er mit der Situation um. Ich sehe, dass er Gas gibt. Alles andere werden wir auf uns zukommen lassen.“ Angebote werden bei den aktuellen Leistungen sicherlich kommen. Aktuell wird von einer Summer von 30 bis 40 Millionen Euro ausgegangen. Ob der FC bei einer solchen Summe dann nicht doch noch schwach werden würde, ist aktuell offen.

Das Vertragskonstrukt spricht für den FC. „Wir haben im Sommer die Situation gehabt, dass Clubs auf uns zugekommen sind und uns auch Angebote gemacht haben, wo er noch gar nicht gespielt hatte. Da haben wir das klare Zeichen gesetzt und gesagt, dass wir Entwicklungen auch belohnen wollen“, sagt Kessler und betont, dass in dem Vertrag bei Erfolgen auch weitere finanzielle Möglichkeiten bestehen. Das Konstrukt sei dem Spieler gegenüber sehr fair. „Er hat einen langen Vertrag und keine Ausstiegsklausel. Deswegen gibt es keinen Grund, sich darüber zu unterhalten. Wenn doch ein Club vorbeikommt und wir als 1. FC Köln uns die Gedanken machen müssen, lohnt sich das Geld zu nehmen, um das zu reinvestieren, um den Kader in der Spitze dann insgesamt besser zu machen. Dann werden wir darüber nachdenken. Stand jetzt gibt es dafür keinen Grund.“

Kessler betont aber in erster Linie, dass man sich beim FC einfach freue, dass El Mala beim FC gelandet sei.

Der Vorstand benennt den Beirat des 1. FC Köln – Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Das Präsidium des 1. FC Köln auf der Pressekonferenz am 1. Dezember
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Der Vorstand benennt den Beirat des 1. FC Köln – Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Auf einer Pressekonferenz hat das Präsidium am Montagnachmittag die ersten Schritte ihrer Arbeit erklärt. Der Vorstand des 1. FC Köln informiert dabei über den neuen Beirat und Thomas Kessler. Der Sportdirektor muss auf eine Beförderung noch warten.

Seit zwei Monaten ist das neue Präsidium nun im Amt. Und am Montag hat es über die ersten Wochen berichtet. Der Vorstand des 1. FC Köln informiert über Beirat und Sportdirektor Thomas Kessler.

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Nach gut zwei Monaten hat sich am Montagmittag das neue Präsidium des 1. FC Köln erstmals offiziell Fragen der anwesenden Journalisten gestellt und gleichzeitig über die ersten Arbeitsschritte seit Amtsantritt informiert. Darunter fiel auch die Bestimmung des neuen Beirats. Als Vorsitzender schlug Präsident Jörn Stobbe Dr. Klaus Behrenbeck vor. Dieser muss allerdings per Wahl noch bestätigt werden. Dann würde Behrenbeck als siebtes Mitglieder Teil des Geimsamen Ausschusses werden. „Ich bedanke mich bei allen Beiratsmitglieder für die Vergangenheit und die geleistete Arbeit. Das war sehr wertvoll. Wir haben uns dann aber ein paar Kriterien überlegt“, sagt Stobbe. „Dazu gehört nicht eine gewisse Fußball- oder FC-Affinität. Dazu gehören die Themen Wirtschaft, Sport, soziales und politisches Engagement und Wissenschaft. Anhand der Kriterien haben wir mit vielen Kandidaten gesprochen.“

Die 15 Mitglieder des Beirats

Nach den Gesprächen wurde der Beirat bestimmt. Neben Behrenbeck sind auch Torsten Burmester (Oberbürgermeister Köln), Klaus Dohle (Geschäftsführer Dohle Handelsgruppe), Stephan Engels (Vertreter Club der Legenden), Andreas Feicht (Vorstandsvorsitzender RheinEnergieAG), Maike Klon (Teammanagerin DFB), Christina Marx (Geschäftsleitung Aktion Mensch), Miriam Mertens (CEO Deep Skills), Michael Mronz (IOC-Mitglied), Lionel Souque (Vorstandsvorsitzender REWE), Dr. Martina Rudy (Managementberaterin), Ulrich Voigt (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Köln/Bonn), Klaus Werner (Geschäftsführer Telekom Deutschland), Prof. Dr. Jürgen Weigand (WHU) und Helga Wolf (Engagiertes Mitglied mit Fokus auf Mitglieder- und Fanthemen) benannt.

Zudem hat der Vorstand auch den Stiftungsvorstand neu besetzt. Dieses Amt übernimmt nun Vize-Präsident Jörg Alvermann. Auch Ex-Präsident Werner Wolf bleibt dem Stiftungsvorstand erhalten. „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Werner Wolf und dem großartigen Stiftungsteam das gemeinnützige Engagement unseres FC noch weiter auszubauen. Zu diesem Zweck möchten wir in Kürze die Stiftungsgremien auch noch weiter verstärken“, sagte Alvermann.

Noch keine Beförderung für Thomas Kessler

Keine Neuigkeiten gab es dagegen in Bezug auf Thomas Kessler. Im Wahlkampf im Vorfeld der Präsidiumswahl war immer wieder über eine Beförderung gesprochen worden. Kessler solle demnach als Geschäftsführer Sport fungieren. „Direkt nach Amtsübergabe haben wir uns intensiv mit dem Geschäftsführer ausgetauscht und haben für uns erst einmal festgelegt, dass die dringlichen strukturellen Themen erst einmal im Vordergrund stehen“, sagte Sobek. In den „sehr guten, wertschätzenden“ Gesprächen sei es um die künftige sportliche Ausrichtung, die Scoutingabteilung gegangen. „Thomas steht wie kein anderer hier beim FC mit seiner Leidenschaft und seiner Fachkompetenz und seinem Fachwissen für den FC. Wir sind da in sehr sehr guten Gesprächen. Wir haben mit Thomas und Lukas Berg Personen, die gute Ideen in den Verein einbringen.“

Stobbe ergänzte, dass man „genau die richtigen Leute am richtigen Platz, zur richtigen Zeit“ habe. Zu den Verträgen wollte der Vorstand noch nicht genauer eingehen. „Wir haben für die aktuelle Zeit einen sehr guten Austausch. Wir sind da auf einem sehr guten Weg. Aber nicht so, dass wir irgendetwas verkünden können“, sagte Sobek und erklärte zudem, dass eine Beförderung nicht an einen sportlichen Erfolg wie etwa den Klassenerhalt geknüpft ist. „Wir werden da schon sehr zeitnah weitere Gespräche führen und wir hoffen da nicht, dass es von einer sportlichen Situation abhängig wird, dass man eine strategische Entscheidung trifft“, so Sobek weiter. „Wir wollen da auch nicht getrieben werden.“