DFB verkündet Strafe gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel

Stadionsprecher Michael Trippel vom 1. FC Köln
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DFB verkündet Strafe gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel

Wie erwartet hat die Begegnung gegen den BVB noch ein Nachspiel für den 1. FC Köln: Der DFB verkündet die Strafe gegen Stadionsprecher Michael Trippel. Der 71-Jährige hatte sich im Duell gegen Dortmund negativ über die Schiedsrichter-Entscheidungen geäußert.

Es hatte sich angedeutet, nun ist das Strafmaß da. Der DFB verdonnert den FC zu einer Strafe aufgrund der verbalen Entgleisung des Stadionsprechers. Michael Trippel hatte während des Spiels und kurz nach Schlusspfiff über das Stadionmikrofon Kritik am VAR geübt.

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Die Begegnung gegen Borussia Dortmund bleibt auch vor dem Derby gegen Mönchengladbach noch Thema. Der DFB hat nun die Strafe gegen den FC ausgesprochen. „Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Bundesligisten 1. FC Köln im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt“, heißt es in dem Urteil des Verbands. „Zudem erhält der Klub die Auflage, seinen Stadionsprecher in geeigneter Weise ausdrücklich darauf hinzuweisen, unsportliche Aussagen, insbesondere in Bezug auf Schiedsrichter, Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielbeteiligte, zukünftig zu unterlassen und Stadiondurchsagen ausschließlich mit neutralem Inhalt durchzuführen.“ 

Kritik auch von Kessler an Trippels Aussagen

Trippel hatte sich nach der Roten Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey dazu verleiten lassen, „Pfui, widerlich“ ins Mikrofon zu sagen. Dabei war die Karte durchaus berechtigt. Wenn auch für den Schiedsrichter in Realzeit nicht so deutlich zu sehen war. Nachdem der Unparteiische dann aber in der Nachspielzeit ein klares Handspiel von Yan Couto übersah und der VAR nicht eingriff, nahm sich Trippel wieder das Mikrofon und äußerte sich erneut negativ. Schon damals hatte Thomas Kessler klare Worte gefunden. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“

Die Worte des Geschäftsführers waren von einigen Fans kritisiert worden, doch sie kommen dem Verein nun offenbar zu Gute. „Strafmildernd auf das Urteil wirkt sich aus, dass der 1. FC Köln in Person von Geschäftsführer Thomas Kessler die Aussagen unmittelbar nach der Partie klar missbilligt und verurteilt hat. Zudem entschuldigte sich der Stadionsprecher in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem Kontrollausschuss in aller Form für sein Verhalten“, heißt es weiter.

„Intervention wäre angebracht gewesen“

Die DFB Schiri GmbH hatte die Aussagen des Stadionsprechers bereits kritisiert: „Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Tatsächlich räumte die Schiri GmbH dann aber auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. „Eine Intervention wäre angebracht gewesen“. Trippel hatte sich bereits öffentlich entschuldigt, ein Gespräch mit den FC-Bossen hatte schon in der Woche nach dem Spiel stattgefunden. Nun wird wohl noch eins folgen.


Der DFB-Kontrollausschuss leitet ein Verfahren wegen Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel ein

Stadionsprecher Michael Trippel mit Geschäftsführer Thomas Kessler
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Der DFB-Kontrollausschuss leitet ein Verfahren wegen Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel ein

Auch zwei Tage nach dem Spiel beschäftigt der nicht gegebene Elfmeter in der Nachspielzeit gegen den BVB beim Handspiel von Yan Couto den 1. FC Köln: DFB leitet Verfahren wegen Trippel-Aussagen ein.

Nach dem Handspiel von Yan Couto entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nicht auf Elfmeter. Auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein. Daraufhin ließ sich Stadionsprecher Michael Trippel zu einer Aussage hinreißen, die Konsequenzen haben könnte für den 1. FC Köln: DFB leitet Verfahren wegen Trippel-Aussagen ein.

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Auch zwei Tage nach der Niederlage lässt das Spiel vom Samstagabend den 1. FC Köln nicht los. Nicht nur, dass der FC mal wieder ein Topspiel trotz einer engagierten Leistung verloren hat und der Verein tiefer in den Abstiegsstrudel rutscht. Der DFB-Kontrollausschuss hat nun zusätzlich ein Ermittlungsverfahren gegen Kölns Stadionsprecher Michael Trippel eröffnet, wie der „EXPRESS“ berichtet. Anlass sind die Aussagen Trippels nach dem nicht gegebenen Elfmeter in der Nachspielzeit. Dortmunds Yan Couto hatte den Ball nach einem Kölner Freistoß klar mit der Hand berührt. Schiedsrichter Daniel Siebert ließ die Partie jedoch weiterlaufen und auch Videoschiedsrichter Benjamin Cortus griff nicht ein. Darauf meldete sich Trippel noch einmal zur Szene zu Wort. „Pfui, widerlich.“ Nach dem Schlusspfiff gab es dann noch eine weitere Aussage des Sprechers. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an.“

Kritik auch von Kessler an Trippels Aussagen

Den Ärger, den der Stadionsprecher schon vorhergesehen hatte, gibt es jetzt. Auf Anfrage des „EXPRESS“ teilte der DFB mit: „Der Kontrollausschuss leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Angeschrieben wird hier zunächst die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, da diese gemäß § 9a Nr. 1 DFB-Rechts- und Verfahrensordnung für das Verhalten ihrer Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Mitglieder, Anhänger, Zuschauer und weiterer Personen, die im Auftrag des Vereins eine Funktion während des Spiels ausüben, verantwortlich ist.“ Grund für das Verfahren ist, dass Stadionsprecher zur Neutralität aufgefordert sind.

Bereits direkt nach dem Spiel hatte Sportdirektor Thomas Kessler deutliche Worte für das Verhalten Trippels, der seit 1999 FC-Stadionsprecher ist, gefunden: „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“ So muss der Stadionsprecher auch intern zum Rapport antreten.

„Intervention wäre angebracht gewesen“

Auch die Sportliche Leitung der DFB Schiri GmbH hatte die Aussagen des Stadionsprechers bereits kritisiert: „Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Tatsächlich räumte die Schiri GmbH mittlerweile auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an den Arm bekommen. Damit hatte der Verteidiger sicher den bereit stehenden Linton Maina in seinem Rücken behindert. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem SID.  

Den Geißböcken und Trippel droht jetzt eine Geldstrafe. Die härteste mögliche Bestrafung, dass der Stadionsprecher von seinen Aufgaben entbunden werden könnte, ist aber sehr unwahrscheinlich. Strafmildernd könnte neben Kesslers Ermahnung auch sein, dass sich Trippel bereits reumütig gezeigt hat. „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat“, so der Stadionsprecher gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Trotzdem dürfte das Verfahren ein Nebenschauplatz sein, den der FC im Kampf gegen den Abstieg gerade nicht gebrauchen kann.


DFB reagiert auf Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel und auf strittige Elfer-Szene

Stadionsprecher Michael Trippel vom 1. FC Köln
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DFB reagiert auf Spruch von Stadionsprecher Michael Trippel und auf strittige Elfer-Szene

Der nicht gegebene Elfmeter in der Schlussphase erhitzte die Gemüter bei den Geißböcken und offensichtlich auch beim Stadionsprecher des 1. FC Köln: So reagiert der DFB auf die Trippel-Aussage.

Nach dem Handspiel von Yan Couto entschied Schiedsrichter Daniel Siebert nicht auf Elfmeter und wurde auch nicht vom VAR überstimmt. Das wiederum führte nicht nur bei den Fans für Unverständnis. Stadionsprecher Michael Trippel ließ sich zu einer Aussage hinreißen, die noch Konsequenzen haben dürfte.

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Für die rund 50.000 Fans im Stadion gab es ohnehin kein Vertun: Schiedsrichter Daniel Siebert hatte ganz offensichtlich ein klares Handspiel anders bewertet. Doch Stadionsprecher Michael Trippel verdeutlichte die Szene noch einmal. „Pfui, widerlich.“ Nach dem Schlusspfiff meldete sich der Sprecher erneut. „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an.“ Der Frust war verständlich und dennoch fand Thomas Kessler deutliche Worte. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Wir wollen nicht über den Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten. Dafür gibt es Menschen im Club, dazu gehört er nicht. Bei aller Emotionalität, und die darf Michael Trippel haben, weil er lange in diesem Club ist, ist es nicht richtig, dass ein Stadionsprecher über das Mikrofon seinen Emotionen freien Lauf lässt.“

„Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert“

Ein wenig Rückendeckung erhielt Trippel von Kölns Trainer Lukas Kwasniok später im Sportstudio. „Wie man es auch bei mir sehen kann, gehen die Emotionen manchmal mit einem durch. Hier hat er sich ein Stück weit vergaloppiert.“ Dabei sind die kritischen Worte von Thomas Kessler durchaus verständlich. Denn Nebenschauplätze kann der FC in der aktuellen Phase nicht gebrauchen. Und dieser wird wohl zu einem werden. Denn ein Stadionsprecher ist zur Neutralität aufgefordert. Der DFB-Kontrollausschuss wird wohl voraussichtlich ein Verfahren einleiten.

„Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel“, hieß es in einer Stellungnahme der Sportlichen Leitung der DFB Schiri GmbH: „Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Trippel äußerte sich mittlerweile im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich entschuldige mich bei denjenigen, die sich auf dem Schlips getreten gefühlt haben. Die Aussagen tun mir leid. Meine Sätze kamen aus der Emotion heraus und über den Frust über den VAR, der uns in dieser Saison wiederholt benachteiligt hat.“

„Intervention wäre angebracht gewesen“

Tatsächlich räumte die Schiri GmbH mittlerweile auch einen Fehler bei der Bewertung des Handspiels ein, das überhaupt erst zur Diskussion führte. Yan Couto hatte den Ball in der Nachspielzeit an den Arm bekommen und damit sicher den bereit stehenden Linton Maina in seinem Rücken behindert. Beim möglichen Handspiel von Couto spreche aus Sicht der Schiri GmbH „deutlich mehr“ für eine strafbare Bewertung, eine Intervention wäre daher angebracht gewesen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber dem SID.