Nebeneffekt der Verletzungsmisere: Der Kölner Nachwuchs bekommt unter Lukas Kwasniok eine echte Chance

Debütant Cenny Neumann im Duell mit Dortmunds Daniel Svensson
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Nebeneffekt der Verletzungsmisere: Der Kölner Nachwuchs bekommt unter Lukas Kwasniok eine echte Chance

Gegen Borussia Dortmund gab es beim FC gleich zwei Premieren: Youssoupha Niang stand das erste Mal in der Startelf und Cenny Neumann feierte sein Bundesliga-Debüt. Damit bekommen erneut Nachwuchsspieler ihre Chance beim 1. FC Köln: Kwasniok beweist weiter seinen Mut mit Talenten.

Auch durch den Ausfall von Alessio Castro-Montes gab es eine große Überraschung in der Startelf der Geißböcke gegen den BVB. Nicht die erfahrenen Marius Bülter oder Luca Waldschmidt rückten für den Belgier in die Anfangsformation, sondern Youngster Youssoupha Niang. Und auch Cenny Neumann gab in der Partie sein Debüt für die Profis des 1. FC Köln.

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Es hatte fast ein bisschen was von Jugend forscht am Samstagabend beim 1. FC Köln: Mit gerade mal 23,6 Jahren im Schnitt bot der FC die jüngste Startelf seit mehr als fünf Jahren auf. Zuletzt war die Anfangsformation am 16. Dezember 2020 bei einem 0:4 gegen Bayer Leverkusen so jung gewesen. Gegen den BVB bestand etwa die Kölner Flügelzange mit Said El Mala und Youssoupha Niang aus zwei 19-Jährigen. Für Letzteren war es nach zuvor vier Kurzeinsätzen das Debüt in der ersten Elf. Dabei bewies Kwasniok mal wieder, dass er sich nicht scheut, auf Talente zu setzen. Denn eigentlich hätte Alessio Castro-Montes als Rechtsverteidiger auflaufen sollen und Jakub Kaminski wohl eine Position weiter vorne. Da der Belgier aber nach Problemen im Abschlusstraining ausfiel, schob der Coach Kaminski nach rechts hinten. Anstatt aber als Rechtsaußen einen erfahrenen Spieler wie Luca Waldschmidt oder Marius Bülter zu bringen, entschied sich der Trainer bewusst für Niang.

Cenny Neumann der nächste Debütant in dieser Saison

Den Ausschlag für den 19-Jährigen gab letztendlich seine Laufstärke. Und der Rechtsaußen zahlte das Vertrauen mit einer engagierten Leistung zurück. So hatte der Youngster einige gute Aktionen, gab am Ende bis zu seiner Auswechslung in der 74. sogar vier Torschüsse ab – der Bestwert auf Seiten der Kölner. Neben Niang feierte außerdem ein weiterer FC-Nachwuchsspieler eine Premiere. Cenny Neumann kam kurz vor Schluss aufs Feld und damit zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, konnte in der Zeit aber nicht mehr wirklich Einfluss nehmen. Trotzdem war er damit bereits der dritte Debütant aus dem Kölner Nachwuchs in dieser Saison. Denn auch Fynn Schenten kann bereits einige Einsatzminuten in der Bundesliga verzeichnen. So stand der Stürmer etwa beim ersten Spiel im neuen Jahr gegen den 1. FC Heidenheim sogar in der Startelf.

Damit zeigt sich, dass die Geißböcke ihre Philosophie, den Nachwuchs zu fördern, wirklich durchziehen. Und dass Kwasniok sich nicht scheut, die Talente ins kalte Wasser zu schmeißen. Gerade im Kampf gegen den Abstieg eine mutige Entscheidung. Aber auch eine, die dem Verein langfristig helfen kann. Denn durch die Einsatzminuten für die Nachwuchsspieler können die Kölner zum einen natürlich finanziell profitieren, wenn die Debütanten ihre Entwicklung fortsetzen. Zum anderen hilft es den Geißböcken, Jugendspieler zu überzeugen, zum FC zu kommen. Für sie gibt es dort eine realistische Perspektive auf Spielzeit. Neben Niang, Schenten und Neumann zeigt das ebenfalls die Entwicklung von El Mala. Der 19-Jährige, der vor anderthalb Jahren verpflichtet und wegen der Transfersperre erstmal an Viktoria Köln verliehen wurde, feierte schließlich diese Saison auch sein Debüt. Bei ihm erforderte wegen seiner starken Leistungen die Entscheidung des Trainer aber natürlich weniger Mut.

Chance für Talente durch Verletzungsmisere

Dass so viele Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen, liegt allerdings nicht nur am Mut des Trainers. Die große Verletzungsmisere spielt dabei eine wichtige Rolle. So kam Niang gegen den BVB wie zuvor beschrieben wohl überhaupt erst durch den Ausfall von Castro-Montes zu seinem Startelfdebüt. Ähnlich ist der Fall bei Neumann, der ebenfalls von den vielen Ausfällen auf der rechten Seite profitierte. Denn neben dem Belgier standen auch Sebastian Sebulonsen und Jan Thielmann nicht zur Verfügung. Ohne die Verletzungen hätte das Talent, das im Sommer aus dem Nachwuchs von RB Leipzig in die Domstadt gekommen ist, womöglich nichtmal im Kader gestanden. Somit sind die Chancen für die jungen Spieler vielleicht der einzige positive Nebeneffekt der vielen Verletzungen.

Da die Geißböcke weiter von den Ausfällen gebeutelt sind, werden die Youngster wohl auch in den nächsten Wochen Einsatzzeit bekommen. Zumindest wird Kwasniok sich mit Sicherheit nicht scheuen, sie selbst in anspruchsvollen Situationen reinzuwerfen. Und damit haben die Talente die Chance, sich nachhaltig für mehr zu empfehlen. Wenn ihnen das gelingt, wird es bestimmt schon sehr bald wieder eine Startelf mit einem ähnlich geringen Altersdurchschnitt wie gegen den BVB geben – und nicht erst in fünf Jahren.


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Der Kader füllt sich beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten?

Youssoupha Niang und Fynn Schenten vom 1. FC Köln
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Der Kader füllt sich beim 1. FC Köln: Wie geht es weiter mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten?

Schon im Sommer schielte der Stürmer auf einen Kaderplatz bei den Profis. Doch eine Verletzung warf den Angreifer zurück. Mittlerweile gab es das Debüt. Und noch ein Youngster überzeugt beim 1. FC Köln: Das ist der Plan mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten.

Die Youngster sind wohl auch Gewinner des Trainingslagers in La Nucia. Zumindest eröffnen sie weitere Möglichkeiten beim 1. FC Köln: Das ist der Plan mit Youssoupha Niang und Fynn Schenten.

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Als Lukas Kwasniok Anfang des Jahres nach der ersten Einheit des Jahres 2026 über seine Eindrücke berichtete, da sprach der Trainer seine „fünf Jungdachse“ an, die sich im Trainingslager bei den Profis zeigen sollten. Vor allem in der Offensive wären ein paar spannende Jungs dabei, so der Tenor. Dabei ist dem Coach ein sechster Jungdachs vielleicht durchgegangen. Ein Jungdachs, der gefühlt als so etwas wie ein weiterer Neuzugang empfunden werden kann – natürlich als Perspektivspieler. Denn Youssoupha Niang zählte der Kölner Coach nicht mit auf. Dabei scheint gerade der Angreifer nun seine Chance wahrnehmen zu wollen. Niang fiel schon im vergangenen Trainingslager der Profis besonderes aus. Sowohl Thomas Kessler als auch Kwasniok lobten den Angreifer damals. Ein Kaderplatz schien durchaus im Bereich des Möglichen.

„Das war keine grundsätzliche Entscheidung“

Doch noch im Trainingslager in Bad Waltersdorf verletzte sich der Offensivspieler, musste frühzeitig die Heimreise antreten. Für Niang „sehr, sehr bitter, weil er zum heutigen Tage sehr gut unterwegs war und zumindest mal eine erste Duftmarke im Profikader setzen konnte“, sagte Kessler anschließend. Zwar kämpfte sich das Kölner Eigengewächs wieder zurück, verletzte sich dann aber im Herbst erneut und kam in dieser Saison noch nicht einmal zum Einsatz. Etwas überraschend trat Niang dann die Reise nach La Nucia an. Zwei Wochen später ist der 19-Jährige um ein Profi-Debüt reicher. Niang kam sowohl gegen den 1. FC Heidenheim als auch gegen den FC Bayern München für ein paar wenige Minuten noch zum Einsatz. Und da Kwasniok seinen Jungdachsen offenbar nun Chancen einräumen will, besteht durchaus die Chance auf mehr.

Am vergangenen Wochenende lief der Offensivspieler allerdings bei der U21 auf. Diese testete gegen den HSC Hannover und gewann 4:3. Ob der Angreifer also erst einmal wieder für den Nachwuchs ran muss, scheint offen, kann aber durchaus sein. Denn Lukas Kwasniok hatte vor der Winterpause erklärt, dass es dem Nachwuchs durchaus besser tun würde, Minuten auf dem Platz beim Nachwuchs als auf der Bank bei den Profis zu sammeln. Ein Gradmesser war der Einsatz nicht. „Das war, um mal Spielzeit für 45 Minuten zu bekommen, aber das war keine grundsätzliche Entscheidung“, sagte FC-Coach Evangelos Sbonias und ergänzte. „Er ist in einem Top-Zustand, da sind wir froh drüber. Jetzt geht es darum, Spielzeit zu generieren, um in einen gewissen Rhythmus reinzukommen. Der fehlt ihm noch und das ist das, was wir ihm gewährleisten müssen, damit er dann auf seine 100 Prozent kommt.“

Spieler sollen „sukzessive aufgebaut“ werden

Dass der Angreifer weiß, wo das Tor steht, hat er mit seinen 28 Treffern in den 44 Spielen für den FC-Nachwuchs auf jeden Fall bewiesen. Das gilt aber auch für Fynn Schenten, der bei der U19 schon für Furore gesorgt und ebenfalls sein Profidebüt gegeben hat. Und beide Offensivspieler befinden sich auch weiterhin in Sichtweite des Profikaders. „Ich bin glücklich, dass wir mit einem Fynn, mit einem Youss zwei junge Spieler in der Hinterhand haben, die eine gewisse Körperlichkeit mitbringen können“, sagte Kwasniok. Man müsse nun schauen, wie man mit den Jungs nun „sukzessive aufbauen“ werde.

Doch obwohl sich der Kader mit einigen Rückkehrern Woche für Woche füllt und der Nachwuchs ebenfalls wieder startet, bleiben die Spieler auch bei den Profis aktuell weiterhin eine Option – auch für Freiburg. „Einer von beiden fährt auf jeden Fall mit und beim Zweiten müssen wir jetzt einfach schauen“, sagte der Trainer. „Es geht ja nicht immer nur um ein Spiel, sondern auch um die Frage, wie die Jungs zu Einsatzzeiten in den nächsten zwei, drei Wochen kommen.“ Gleichzeitig erklärte der Coach aber auch, dass es weiterhin darauf ankomme, den „Jungs“ genügend Spielzeit zu ermöglichen. „Denn nur dann werden sie sich entwickeln“, so Kwansiok. Aber: „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir beide mitnehmen.“

Sturm-Hoffnung ausgebremst: Youssoupha Niang fehlt dem 1. FC Köln länger

Youssoupha Niang im Kölner Trainingslager
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Sturm-Hoffnung ausgebremst: Youssoupha Niang fehlt dem 1. FC Köln länger

Der FC ist nach dem Abgang von Damion Downs auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Aus dem eigenen Nachwuchs hätte Youssoupha Niang vielleicht ein Teil der Lösung werden können. Der Youngster überzeugte bisher in der Vorbereitung. Jetzt gibt es aber einen Rückschlag für das Talent des 1. FC Köln: Youssoupha Niang fällt länger aus.

Während Julian Pauli bei seiner Verletzung noch Glück im Unglück hatte, sieht es für ein anderes Talent schlechter aus beim 1. FC Köln: Youssoupha Niang fällt länger aus. Der Stürmer hat sich im Trainingslager an der Schulter verletzt.

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Youssoupha Niang hatte sich viel vorgenommen. „Ich werde weiter sehr hart an mir arbeiten, um mir meinen Traum, im RheinEnergieSTADION aufzulaufen, zu erfüllen“, sagte der Angreifer bei seiner Verlängerung im Winter. Und genau das tat der 19-Jährige in der laufenden Vorbereitung. Er hängte sich voll rein und durfte als Belohnung mit den Profis ins Trainingslager in die Steiermark fahren. Und auch dort hinterließ der Stürmer einen guten Eindruck. Jetzt bremst ihn jedoch eine Verletzung aus. Niang war im Training auf die Schulter gefallen und unterzog sich darauf einem MRT. Das Ergebnis: Der Stürmer wird den Geißböcken länger fehlen. „Da sieht es so aus, dass wir in den nächsten Tagen entscheiden müssen, ob wir das konservativ oder operativ behandeln müssen. Da gehen wir aber schon von einem wochenlangen Ausfall aus“, erklärte Thomas Kessler nach dem Testspiel gegen Leicester City.

Ausfall nach „erster Duftmarke“

Der Ausfall sei laut dem Sportdirektor „sehr, sehr bitter, weil er zum heutigen Tage sehr gut unterwegs war und zumindest mal eine erste Duftmarke im Profikader setzen konnte.“ So war der Zeitpunkt für Niang nach dem Wechsel von Damion Downs sehr günstig, da der FC momentan im Sturm noch recht dünn besetzt ist. Mit seinen guten Eindrücken wäre er in der Vorbereitung bestimmt noch auf Einsatzzeit in den Testspielen gekommen und hätte sich so für die erste Mannschaft empfehlen können. Vielleicht hätte er sogar ein Teil Lösung werden können, wie der FC die Sturm-Abgänge des Sommers auffängt. Diese Möglichkeit bleibt ihm durch seinen Ausfall nun aber leider verwehrt.

„Beim Yous ist es ein bisschen doof gelaufen, aber leider gehören Verletzungen zum Fußballsport dazu“, sagte daher auch Trainer Lukas Kwasniok. Und weiter: „Diese Dinge kannst du halt leider nicht verhindern, auch wenn du es natürlich niemandem wünscht.“ Für ihn sei aber zumindest positiv, dass es sich bei Niang, aber auch bei Julian Pauli, der mit einem Bänderriss aussetzen muss, nicht um muskuläre Verletzungen handelt. „Sonst musst du auch deine Herangehensweise hinterfragen, wenn dir dann in einer Woche zwei, drei, vier Jungs wegen Muskelverletzungen wegbrechen“, so der Coach. Für Niang bleibt zu hoffen, dass es nicht so schlimm wie befürchtet ist und er nicht operiert werden muss. Damit der 19-Jährige möglichst bald wieder angreifen kann. So wie in der vergangenen Saison in der U19, mit der der Angreifer deutscher Meister wurde. Dazu steuerte er in 18 Einsätzen neun Tore und eine Vorlage bei.