René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

René Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel
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René Wagner spricht über das Personal: „Es gibt nur einen Spieler, der Raggy ersetzen kann…“

Nach dem 1:1 gegen St. Pauli am vergangenen Freitag würden die Kölner gerne gegen Leverkusen punkten, um dem Ziel Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Doch die Aufgabe wird nicht leicht für den 1. FC Köln: Die Frage nach dem Ache-Ersatz bleibt offen.

Mit dem Duell gegen Leverkusen steht für den FC ein schweres Heimspiel bevor. Am Donnerstag äußerte sich Trainer René Wagner zum kommenden Gegner, aber auch zum Personal.

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Die größte Frage beantwortete der Coach dabei aber nicht. Die nach einem potenziellen Ersatz für Ragnar Ache. „Erst einmal ist es nicht gut, wenn sich ein Spieler verletzt. Ich glaube, dass es ein Spieler gibt, der Raggy ersetzen kann und das ist Raggy“, sagte der Trainer. „Ich will niemanden zu nahe treten, aber Ragy hat einfach eine unfassbare Qualität in der Luft, das wissen wir alle. Jetzt geht es darum, die richtige Kombination an Spielern zu finden und das aufzufangen.“ Wagner betonte aber, dass es keinen Eins-zu-eins-Ersatz geben könne. Das gibt der Kader aktuell auch nicht her. Marius Bülter käme dem vielleicht noch am nächsten. Doch der Routinier ist aktuell nicht so richtig in Form, spielte zuletzt keine große Rolle mehr und agierte in der Saison meist auch auf den Außenpositionen. Ob Luca Waldschmidt zur Option werden könne, ließ der Trainer ebenso offen. „Luca ist immer eine Option zu starten. Aber ob das dann so eintritt, werden wir am Samstag sehen“, sagte der Coach.

„Es gibt wenig Grund das zu ändern“

Wagner betonte aber auch, dass Waldschmidt mit seiner Qualität durchaus Sinn machen könne. Aber nicht unbedingt muss. „Ich glaube, dass am Ende auch viel Ballbesitz von Nöten ist, um Luca ins Spiel bekommen lassen“, sagte der 37-Jährige. „Dann müssen wir mal gucken, ob wir jetzt gegen Leverkusen dann auch die Momente haben, wo wir den Ball dann so oft haben, dass Luca gefährlich werden kann.“ Auch in der Defensive ließ sich der Trainer nicht in die Karten schauen. Gerade gegen einen Stürmer wie Patrik Schick wird die Innenverteidigung besonders wichtig sein. Zuletzt agierten Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar im Zentrum. Mit Rav van den Berg und Joel Schmied hoffen aber zwei weitere Innenverteidiger auf die nächste Chance. Doch der Trainer bleibt wohl eher bei der bewährten Konstellation: „Wir haben jetzt zwei gute Spiele in der Konstellation gemacht und es gibt wenig Grund das dann auch zu ändern“, erklärte der Trainer.

Personell gibt es keine weiteren Veränderungen. Nur die Langzeitverletzten fehlen sowie eben Ragnar Ache. Es deutet sich aber an, dass die Nachwuchskräfte wohl erneut keine Rolle in den Überlegungen des Trainers spielen.


Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

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Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

Ragnar Ache blüht im Saisonendspurt auf und tritt aus dem Schatten von Said El Mala und Jakub Kaminski. Mit starkem Selbstvertrauen und wichtigen Treffern wird der Stürmer immer mehr zum entscheidenden Faktor im Abstiegskampf für den 1. FC Köln: Ragnar Ache blüht zur rechten Zeit auf.

Im Saisonendspurt rückt der Angreifer zunehmend in den Mittelpunkt des Kölner Offensivspiels. Vor allem im letzten Saisondrittel trifft Ache nun selbst regelmäßig und unterstreicht damit seine Topform im Abstiegskampf.

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In der letzten Phase der laufenden Spielzeit ist es Ragnar Ache gelungen, aus dem Schatten der Topscorer Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski zu treten. Im letzten Saisondrittel ist bei dem 27-Jährigen der Knoten geplatzt. Ache belohnt seine harte Arbeit in Zweikämpfen und Luftduellen als Wandspieler nun regelmäßig mit eigenen Treffern. El Mala ist zwar der mit Abstand beste Torschütze der Kölner und der FC profitiert von seinen Toren, doch der Verein ist nicht mehr allein von dem Shootingstar abhängig, da nun auch Ache trifft. Nach nur einem Tor in der Hinrunde kommt der 27-Jährige in der Rückrunde bereits auf sechs Tore. Spätestens seit seinem Auftritt im Abstiegs-Kracher gegen den SV Werder Bremen muss jedem klar geworden sein: Ache läuft im letzten Saisondrittel zu seiner absoluten Topform auf und verleiht den Geißböcken eine zusätzliche Portion Torgefahr.

Ache im Scheinwerferlicht

Denn auch beim zwischenzeitlichen 2:0 am vergangenen Spieltag gegen Daniel Thiounes Werderaner bewies er seinen Torriecher. Nach einer Ecke stand Ache gleich zweimal goldrichtig. Ein Kopfball von Cenk Özkacar landete am Pfosten. Den ersten Nachschuss konnte Mio Backhaus noch parieren, doch beim zweiten Versuch war der U21-Nationalkeeper machtlos und Ache drückte den Ball über die Linie. Ohnehin war der Angreifer der auffälligste Offensivspieler seines Teams.

Kein anderer Geißbock suchte so häufig den Abschluss gegen Bremen. Gleichzeitig ging Ache in seiner Rolle als Wandspieler kompromisslos zu Werke und zog dabei die meisten Fouls. Er stand auch im Fokus der Szene, die den Spielverlauf am Sonntag maßgeblich beeinflusste: Ein einfacher Rückpass des Ex-Kölners Leonardo Bittencourt erwischte den hellwachen Ache mit der Fußspitze, wodurch der letzte Bremer in die Bredouille geriet. Bremens Innenverteidiger Marco Friedl fehlte beim Rettungsversuch gegen den Stürmer die nötige Trittfestigkeit, sodass er ausrutschte und Ache unsanft abräumte. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied auf Rot.

„Dann ist mein Job erledigt“

Niemand kann bestreiten, dass der 27-Jährige gegen Bremen seine Rolle als einer der Führungsspieler mit vollem Einsatz ausgefüllt hat. Dazu belohnte sich der Stürmer mit weiteren Punkten auf seinem Scorer-Konto, das sich durch die jüngsten Auftritte des gebürtigen Frankfurters so rasch füllt wie noch nie in dieser Saison. Wenn es nach dem 27-Jährigen ginge, würde sich in den verbleibenden fünf Ligaspielen der Kölner nicht viel ändern.

„Ich bin noch zu selten zu sehen, auch wenn mir schon ein paar Tore gelungen sind“, sagte Ache in einem Interview mit dem Fußballmagazin „Kicker“. Dennoch sei er sich seiner Stärken und insbesondere auch der herausragenden Fähigkeiten der beiden anderen Torgaranten in seiner Mannschaft sehr bewusst. „Teil meines Jobs ist es ja auch, Bälle zu sichern und weiterzuleiten. Die spektakulären Dinge wie Dribblings überlasse ich dann lieber Said oder Jakub. Wenn ich auf sie ablegen kann oder den Gegner anlaufe, habe ich meinen Job erledigt. Das fühlt sich dann aber nicht so an, als würde ich hervorstechen – so wie Said, der fünf Leute ausdribbelt und dann noch ins Kreuzeck schießt“.

Geht die Ache-Show auf St. Pauli weiter?

Auch die Leistungen von Ache haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Kölner bereits am kommenden Freitag im Spiel gegen den FC St. Pauli den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen können. Denn seit zehn Jahren ist kein Team mehr mit 43 Toren nach 29 Spieltagen abgestiegen. Bereits unter Lukas Kwasniok gehörte der FC in der Offensive zu den besseren Mannschaften der Bundesliga. Der ehemalige Trainer formte in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger René Wagner eine Offensive, die nicht der eines Bundesliga-Absteigers entspricht. Es bleibt abzuwarten, ob Ache auch auswärts gegen die Kiezkicker treffen kann.


Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Ragnar Ache vom 1. FC Köln
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Fehler, Frust, Verwandlung: Ragnar Aches Wendepunkt beim 1. FC Köln

Vom Tiefpunkt zurück zur Topform: Ragnar Ache spricht über Selbstzweifel, Fehler und seinen Wendepunkt bei den Geißböcken. Eine ungewöhnliche Typveränderung brachte ihn zurück in die Spur und für den Klassenerhalt steht bereits die nächste bereit beim 1. FC Köln: Ragnar Aches besondere Wette für den Klassenerhalt.

Fehler entscheiden Spiele und prägen Karrieren. Ragnar Ache spricht offen über Druck, Kritik und seinen mentalen Tiefpunkt beim 1. FC Köln und darüber, wie ein ungewöhnlicher Neuanfang ihn zurück in die Spur brachte.

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“Fußball ist ein Fehlersport” so die Floskel, die einen festen Platz im Repertoire der Coaches hat, um nach 90 Minuten das Geschehene irgendwie in Worte zu fassen. In einem Podcast des 1. FC Köln haben sich daran nun Ragnar Ache und Denis Huseinbašić versucht.“ Fehler machen ist menschlich”, argumentierte Ache und zog Vergleiche mit den ganz großen seiner Zunft heran: “Ronaldo macht Fehler, Messi macht Fehler, Mbappé macht Fehler, Kvaratskhelia macht Fehler, Dembélé macht Fehler und der hat den Ballon d’Or gewonnen. Ich würde sagen, die besten Leute machen Fehler, ob es jetzt im Alltag ist oder auf dem Fußballplatz oder wo dann auch”.

Ache: „Da war ich kurz durch mit meinem Kopf“

Dass Fehler als professioneller Fußballer auf einem Rasen vor 50.000 Zuschauern eine andere Qualität haben als etwa beim Verwechseln von Salz- und Zuckerstreuer beim Frühstück, nehme er zwar wahr, gleichzeitig habe er hat aber einen gesunden Umgang damit entwickelt. “Von den ganzen Leuten drumherum, die kennen dich, aber die kennen dich gar nicht. Die wissen nicht, wie hart du daran arbeitest jeden Tag, die wissen nicht, was du zu Hause machst. Und die Leute haben dann meistens das meiste zu sagen über deine Fehler”. Priorität habe seiner Ansicht nach die Meinung seines direkten Umfeldes im Verein: “Am Ende des Tages musst du auf die Leute achten, die nah bei dir dran sind. Und wenn die sagen, okay, das ist ein Fehler und du kannst besser das und das machen, dann höre ich da eher drauf, als wenn jemand, der auf der Tribüne sitzt und noch nie in seinem Leben Fußball gespielt hat oder sowas.”

Ache, der in der zweiten Saisonhälfte in der Sturmspitze unangefochtene erste Wahl von Trainer Lukas Kwasniok ist, musste sich in der Hinrunde noch mit Startschwierigkeiten herumschlagen. Verletzungsprobleme bremsten ihn zunächst aus und er benötigte etwas Zeit, um sich in der Domstadt einzugewöhnen. So musste der Mittelstürmer bis zum neunten Spieltag warten, um sein erstes Tor im Trikot des FC zu erzielen. Doch auch der Treffer im Hinspiel gegen den Hamburger SV brachte nicht die Wende. Im Gegenteil, danach ereignete sich der Tiefpunkt seiner Zeit beim 1. FC Köln, ließ er verlauten: “Das lief ja gar nicht im Winter, oder kurz vor dem Winter. Da hat der Trainer mich ausgewechselt gegen Union. Da war ich kurz durch mit meinem Kopf.”

Kwasniok stand seinem Schützling stets zur Seite und betonte immer wieder, wie wertvoll Aches Fähigkeiten in der Luft und im Eins-gegen-Eins für die Domstädter sind. Dennoch zog er gegen die Köpenicker die Reißleine und nahm Ache nach nur 60 Minuten vom Feld. Auch in der folgenden Winterpause setzte sich dieser Trend fort, so Ache. “Im Trainingslager, genau das Gleiche. Da lief gar nichts. ich glaube, ich habe immer noch das von dem Union-Spiel einfach mitgenommen. Das saß die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich war auch nicht ansprechbar, fast die ersten zwei Tage.“

Farbenfrohe Wette auf den Klassenerhalt

Nach der Winterpause ging es für die Kölner nach Heidenheim. Auch auf der Ostalb fehlte Ache die nötige Kaltschnäuzigkeit. Gleich zweimal bot sich ihm die Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Doch erst scheiterte der Mittelstürmer mit einem unplatzierten Volleyversuch aus sieben Metern an Heidenheims Schlussmann Diant Ramaj. In der ersten Minute der Nachspielzeit schoss er diesen erneut an, als er im Fünfmeterraum grätschend ungedeckt zum Abschluss kam. “Dann dachte ich nach dem Heidenheim-Spiel, ich muss irgendwas ändern. Und dann dachte ich, okay, neuer Start. Ich färbe meine Haare. Habe ich gemacht. Bis jetzt hat es geklappt.” Und wie: seitdem er die blondierten Haare trägt, war der 27-Jährige vier Mal erfolgreich vor dem gegnerischen Tor, netzte Doppelt gegen Mainz, traf auch in Stuttgart, dazu das Fallrückzieher-Tor gegen die TSG Hoffenheim.

Der Leistungsschub nach der Veränderung scheint demnach nicht an den Haaren herbeigezogen. Für die derzeit kriselnden Kölner hat sich der Stürmer deswegen den nächsten Coup zurechtgelegt. Sollte der FC den Klassenerhalt schaffen, will er sich die Haare rot färben.


Angriff beim 1. FC Köln: Lieblingsgegner oder Formstärke? Marius Bülter oder Ragnar Ache? Warum nicht einfach beide?

Ragnar Ache und Marius Bülter vom 1. FC Köln
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Angriff beim 1. FC Köln: Lieblingsgegner oder Formstärke? Marius Bülter oder Ragnar Ache? Warum nicht einfach beide?

Ragnar Ache erzielte im Duell gegen Mainz nicht nur beide Treffer, nach seiner Einwechslung kam auch Marius Bülter deutlich besser zurecht. Und so stellt sich durchaus eine Frage beim 1. FC Köln: Mit welchem Angreifer stürmt der FC gegen Freiburg?

Ragnar Ache weist eine starke Form auf, Marius Bülter scored regelmäßig gegen den Sportclub: Formstärke vs. Lieblingsgegner heißt es also beim 1. FC Köln: Mit welchem Angreifer stürmt der FC gegen Freiburg? Oder starten sogar beide Angreifer?

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Die ganz große Torgefahr strahlte Marius Bülter in den ersten 45 Minuten gegen den 1. FSV Mainz wahrlich nicht aus. Und als sich Ragnar Ache in der Halbzeit bereits warmlief und sein Aufwärm-Shirt gegen das Trikot getauscht hatte, da rechneten wohl die meisten Fans mit einer Eins-zu-Eins-Auswechslung. Doch Lukas Kwasniok hatte einen anderen Plan. Der Coach brachte mit Ragnar Ache einfach einen zweiten Stürmer, die Kölner agierten fortan mit einer Art Doppelspitze. Und das auch mit Erfolg. Ache erzielte bekanntlich seinen Doppelpack, brachte Köln damit auf Erfolgskurs. Aber auch Bülter bekam plötzlich ebenfalls seine guten Möglichkeiten.

Keine Startelf-Garantie

Und so stellt sich durchaus die Frage, ob die Variante mit zwei Stürmern vielleicht eine besonders erfolgversprechende ist. „Es ist eine Option“, sagte der Coach. „Aber man muss eins bedenken: Wenn die beiden Jungs nach 70 oder 80 Minuten nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, dann hast du andere Spielertypen auf dem Feld und uns fliegen die Bälle in den Strafraum oder du brauchst noch mal einen Kopfball.“ So sei es gar nicht immer nur wichtig, auf die Startelf zu schauen. „Für einen Trainer geht es ja immer darum, wie kann ich über 90, 95, 100 Minuten ein Spiel gewinnen“, so Kwasniok weiter. Eine Startelf-Garantie sprach der Trainer nicht aus, genauso wenig verriet er die kommende Formation.

So kann es durchaus sein, dass der 44-Jährige erst einmal auf einen Stürmer setzen wird. Und dann stellt sich durchaus die Frage, auf welchen. Denn beide haben ihre Qualitäten und beiden ihre Vorgeschichten. Ragnar Ache befindet sich aktuell ganz offensichtlich in Topform – und das nicht nur, was das Toreschießen angeht. „Ich habe immer gesagt, er arbeitet hart und lasst den Jungen doch einfach mal machen“, sagte der Kölner Trainer. „Wer hätte gedacht, dass er zwei Spiele mit dieser Intensität gehen kann und dann gegen Mainz 45 Minuten das Spiel verändert hat?“ Und das, weil mit Alessio Castro-Montes offenbar ein perfekter Flankengeber zu alter Stärke findet.

Bülter bereits mit sieben Scorern

Auf der anderen Seite gibt es da mit Marius Bülter den Offensivspieler, der gegen Freiburg wohl auf seinen Lieblingsgegner treffen könnte. Der Angreifer erzielte im Hinspiel ein Tor, legte zwei weitere auf und schraubte damit sein Scorer-Konto in die Höhe. Sieben Punkte hat er bereits auf seiner persönlichen Freiburg-Liste. Auch für Hoffenheim und Union Berlin traf der Stürmer gegen das Team aus dem Breisgau, bereitete insgesamt vier Tore vor. Gegen keine andere Mannschaft erzielte der Stürmer so viele Scorer. Einen Fingerzeig gab Kwansiok dann vielleicht doch – zumindest in eine Richtung. Der Trainer sprach davon, dass er den „Teufel tun werde“ Ragnar Ache nur „temporär“ zu bringen, wenn er sein Können mit Leistung untermauere.

Die Frage, ob beide Angreifer beginnen werden, ist damit aber noch lange nicht beantwortet.

Warum Ragnar Ache gegen Leverkusen ein Kandidat für die Startelf wäre

Ragnar Ache könnte gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen
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Warum Ragnar Ache gegen Leverkusen ein Kandidat für die Startelf wäre

So wirklich oft kam Ragnar Ache in dieser Spielzeit noch nicht über die Rolle des Jokers hinaus. Möglicherweise könnte der Angreifer aber gegen Leverkusen genau der richtige Mann für die Anfangsformation sein beim 1. FC Köln: Darum könnte Ragnar Ache gegen Leverkusen starten.

Bayer Leverkusen geht sicher als der Favorit in das Spiel gegen den FC. Doch so übermächtig wie vor zwei Jahren scheint der Nachbar nicht mehr zu sein. Ein X-Faktor könnte ein Angreifer werden beim 1. FC Köln: Darum könnte Ragnar Ache gegen Leverkusen starten.

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Nicht bei allen Anhängern des 1. FC Köln kommt die fast schon obligatorische Personal-Rotation von Lukas Kwasniok dieser Tage gut an. Fakt ist aber, dass der FC-Coach auch mit den wechselnden Formationen Woche für Woche die richtige Lösung für den kommenden Gegner sucht und gerade auch zu Beginn der Spielzeit meist gefunden hat. Nun wird sich der Trainer seine Gedanken um den kommenden Kontrahenten, Bayer Leverkusen machen. Kwasniok weiß natürlich um die Qualität. Leverkusen befindet sicher selbst noch in einer Art Umbruch, hatte im Sommer einen großen Aderlass, hat aber auch einige starke neue Spieler dazubekommen. Wie die Begegnungen gegen den FC Augsburg und auch Newcastle United gezeigt haben, fehlt es der Werkself an der nötigen Konstanz.

Leverkusen bei Flanken anfällig

Eine Schwäche, die sich bei Bayer in dieser Saison bereits herausgestellt hat, ist ausgerechnet etwas, von dem sich Kwasniok im Sommer wohl deutlich mehr versprochen hat. „Bei mir sind die Wingbacks der Gamechanger. Die können sich überall reinschleichen und machen die meisten Tore“, hatte der Coach gesagt. Allerdings hat sich Kwasniok sicherlich auch Assists von seinen Schienenspielern gewünscht. Die sind bislang bekanntlich rar gesät. Kristoffer Lund kommt bislang auf eine Torvorlage, Sebastian Sebulonsen hat sich noch gar nicht aufs Scorerboard gebracht. Und das, obwohl beide in ihren Begegnungen auch ordentlich viele Flanken schlagen. Möglicherweise kommt der Nachbar dem FC am Samstag in dieser Hinsicht gerade recht.

Zwar lässt Leverkusen nicht viele Flanken im Spiel zu, nur die, die in die Box kommen, sorgen regelmäßig für Gefahr. Jede fünfte gegnerische Flanke führt zu einem Torschuss des Gegners, jeder vierte Torschuss führt zu einem Gegentor. Leverkusen hat in dieser Spielzeit bereits vier Treffer nach Hereingaben aus dem Spiel heraus hinnehmen müssen, beim FC waren es erst zwei. Insgesamt haben die Leverkusener schon sechs Kopfballtore kassiert, so viel wie kein anderes Team der Liga. Möglicherweise wird Kölns Trainer Lukas Kwasniok also die Flanken als probates Mittel gegen den Nachbarn ansehen. Im Ligavergleich belegt Köln Plätze im Mittelfeld bei den Flanken und den erfolgreichen Hereingaben. Tatsächlich erzielte Köln auch schon vier Tore nach Flanken aus dem Spiel – nur Dortmund, Stuttgart und Augsburg öfter.

Startelf-Einsatz für Ache?

Das könnte wiederum für einen Startplatz von Ragnar Ache sprechen. Kwasniok hat schon mehrfach die Kopfball-Qualitäten des Angreifers hervorgehoben. „Das Krasse ist: Er köpft nicht einfach blind. Er hüpft, dann steht er und steht er, dann guckt er, dann köpft er. Das ist eine Waffe. Das habe ich selten so gesehen“, hatte der Trainer im September gesagt. „Ohne Ragnars Kopf weiß ich nicht, wo er gelandet wäre.“ Alleine für Kaiserslautern traf Ache in den vergangenen beiden Spielzeiten elf Mal mit dem Kopf, im Schnitt jeder dritte Treffer. Für den FC zeigte der Stürmer diese Qualität gegen die Bayern. Allerdings bereitete der Angreifer auch schon Tore mit dem Kopf vor, wie die beiden Treffer im Pokal gegen Regensburg.

Ob sich Kwasniok tatsächlich für den Mittelstürmer entscheidet, wird sich zeigen. Denn in der vergangenen Woche spielte Said El Mala in der zentralen Position der Offensive. Und der Shootingstar machte seine Sache sehr gut.