„Handeln Sie!“: FC-Demo auf den Heumarkt – Viele Anhänger unterstützen den 1. FC Köln

Demonstration des 1. FC Köln auf dem Heumarkt
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„Handeln Sie!“: FC-Demo auf den Heumarkt – Viele Anhänger unterstützen den 1. FC Köln

Am Sonntagnachmittag folgten viele Fans des FC dem Aufruf des Vereins und demonstrierten für den Ausbau des Geißbockheims. Unter dem dem Titel „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“ kamen 4000 Unterstützer: Die Demonstration des 1. FC Köln sorgte für einen vollen Heumarkt.

Nur wenige Stunden vor der Begegnung des FC gegen den SC Freiburg trafen sich die Anhänger des Clubs bereits in der Kölner Innenstadt. Die Demonstration des 1. FC Köln sorgte für einen vollen Heumarkt.

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Der Ausbau des Geißbockheims auf den Gleueler Wiesen ist bereits seit Jahren ein Politikum, das den Verein und seine Anhänger in Atem hält. Am Sonntagnachmittag hatte der Club für 14 Uhr nun zu einer Demonstration auf dem Heumarkt aufgerufen. Ziel des Zusammentreffens sollte ein klarer Appell an die Politik sein. Dabei erhoben nach der Eröffnung durch FC-Präsident Dr. Werner Wolf neben dem Geschäftsführer des 1. FC Köln Philipp Türoff auch Vizepräsident Eckhard Sauren, Carsten Wettich, FC-Profi Marina Hegering und weiteren ihre Stimme. So forderte Türoff die Politik dazu auf, den Stillstand zu beenden und die Zukunft der Kinder nicht aufs Spiel zu setzen. Denn dem Verein fehlt es bekanntlich an Trainingsplätzen, um dem Club, aber auch dem Breitensport, Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

„Es ist ein guter Zeitpunkt“

Dabei ginge es um lediglich 0,6 Prozent der Fläche auf dem Gleueler Wiesen. „Nach Jahren haben wir immer noch keine Lösung. Wir brauchen aber eben die drei Plätze auf der Gleueler Wiese, um unsere Idee für den Sportcampus für alle Mannschaften von den Profis bis runter zu den Mädchen- und Jungenmannschaften zu erfüllen“, so Carsten Wettich. „Wir haben ganz bewusst vor dem ersten Heimspiel nochmal dazu aufgerufen, uns hier zu zeigen. Wir sind der Meinung, dass unsere Belange mit dem Ausbau des Geißbockheims Köln und ganz viele Menschen etwas angeht“, sagte Türoff am Rande der Veranstaltung. „Es ist ein guter Zeitpunkt jetzt im Wahlkampf für unsere Position hier Flagge zu zeigen. Es ist großartig, dass so viele kommen und sich interessieren.“ Dabei ist es dem FC wichtig, bei seinen Themen zu bleiben und sich nicht in die Wahl einzumischen oder sich gegen konkrete Parteien oder konkrete Kandidaten auszusprechen.

Quelle: 1. FC Köln

„Wir werden seit Jahren vor den Augen aller Kölner von der Politik im Stich gelassen. Demokratisch legitimierte Entscheidungen werden einfach nicht umgesetzt – doch dieses Spiel, dass immer alles blockiert wird, können wir nicht mehr mitspielen. Denn es ist ein Spiel mit der Zukunft des FC“, sagte Türoff weiter. Den an die Politik gerichteten Appell formulierte der Geschäftsführer klar: „Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Beenden Sie endlich diesen Stillstand und hören Sie auf, die Zukunft unserer Kinder auszusitzen. Handeln Sie!“ 


Ausbau Geißbockheim: Antrag versetzt 1. FC Köln kurzfristig in Aufruhr – und wird abgelehnt

Geschäftsstelle des 1. FC Köln
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Ausbau Geißbockheim: Antrag versetzt 1. FC Köln kurzfristig in Aufruhr – und wird abgelehnt

Ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte um den Ausbau des Geißbockheims: Die Ratsgruppe „Gut & Klima Freunde“ hatte einen Antrag in die Ratssitzung einbringen wollen, der einen Ausbau auf den Gleueler Wiesen für die nächsten 30 Jahre untersagt hätte. Der FC rief zu einem Protest auf. Und der 1. FC Köln fühlt sich als Punktsieger im Ausbau-Streit.

Der Ausbau des Geißbockheims ist seit über einem Jahrzehnt eine Hängepartie. Jetzt wollte eine Ratsgruppe den Ausbau erschweren, indem sie die Gleueler Wiesen dauerhaft schützen wollten. In der Ratssitzung wurde der Antrag abgelehnt: Der 1. FC Köln fühlt sich als Punktsieger im Ausbau-Streit.

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Die Fronten verhärten sich mal wieder. Seit 2014 möchte der 1. FC Köln das Geißbockheim ausbauen, geschehen ist das aufgrund von Interessenskonflikten noch nicht. Zuletzt einigte man sich auf einen Kompromiss. So erteilte die Stadt dem FC eine Baugenehmigung für ein Nachwuchsleistungszentrum auf einem kleinen Kunstrasen direkt neben dem Franz-Kremer-Stadion. Dafür sollte der Verein auf den Bau von vier Trainingsplätzen auf den Gleueler Wiesen im Landschaftsschutzgebiet verzichten. Weil mit dem Kunstrasen ein Platz wegfällt, hatte die Stadt den Auftrag, nach alternativen Plätzen, sogenannten Satellitenplätzen, zu schauen, auf denen die Kölner trainieren können. Der Verein selber hat inzwischen einen in Hürth realisieren können und sei auch „beim Platz am Fort Deckstein (…) in den Gesprächen weitergekommen, um diesen Platz und die sanitären Anlagen umfangreich sanieren zu dürfen“, wie Präsident Werner Wolf beim Mitgliederstammtisch berichtete.

Antrag für Ratssitzung würde Ausbau unmöglich machen

Doch die Ratsgruppe „GUT & KLIMA FREUNDE“ brachte für die heutige Stadtratssitzung einen Antrag auf die „Dauerhafte Sicherung der „Gleueler Wiesen“ vor Bebauung“ ein. Der Plan der Gruppe war es, einen Nutzungsüberlassungsvertrag über die Fläche mit dem BUND zu schließen. Demnach sollte das Gelände für die kommenden 30 Jahre von Bauten unberührt bleiben. Das würde den Ausbau des Geißbockheims für den FC auf den Gleueler Wiesen unmöglich machen. Erst auf diese Art könne das Gebiet aber laut der Ratsgruppe ausreichend geschützt sein. Das sei wichtig, da die Wiese „ein Kernelement des landschaftsgeschützten Äußeren Grüngürtels“ und damit „Teil eines einzigartigen Konzepts einer Wald- und Wiesenlandschaft“ sei. Die Wohnbevölkerung habe so eine nahe Grünfläche. Das Bündnis aus Grünen, CDU und wohl auch Volt wolle den Vorstoß anscheinend unterstützen, hieß es.

„Wir arbeiten seit Jahren an Kompromisslösungen und wir haben die Hand immer ausgereicht für eine Kompromisslösung der Kompromisslösung. Es war fast immer so, dass die von uns erarbeitet worden sind“, sagte FC-Vizepräsident Eckard Sauren. „Es war immer klar, wir brauchen ein Leistungszentrum und die drei Plätze. Wir haben die Zusage für das Leistungszentrum, aber immer noch nicht die Plätze. Das ist dann so auch nicht viel wert. Mit dem Antrag ist das ein Schritt in die falsche Richtung.“ Der FC rief bereits am Mittwoch zu einer Gegenmaßnahme und zur Demonstration auf. „Die Spatzen pfiffen von den Dächern, dass so ein taktischer Antrag durchgehen könnte. Das hat zu der verschärften Rhetorik geführt. Es war jetzt mal Zeit für ein klares Signal“, sagte FC-Geschäftsführer Philipp Türoff, der auch zugab, dass das Thema ein sehr emotionales sei. Der Antrag sei „eine Alibi-Geschichte, um weitere Hindernisse in die Welt zu setzen.“

300 Menschen demonstrieren

Tatsächlich versammelten sich rund 300 Menschen am Donnerstag vor dem Rathaus und demonstrierten lautstark. Und tatsächlich wurde der Antrag schließlich abgelehnt. Am Ende war es unter anderem die CDU, die dagegen stimmte, obwohl sie die Abstimmung selbst eingebracht und zunächst noch unterstützt hatte. „Wir haben im letzten Jahr den guten Kompromiss gefunden, dass das Geißbockheim erweitert werden und das Leistungszentrum gebaut werden kann. Es ist jetzt die Frage, ob der zweite Teil der Vereinbarung, dass neue Plätze für den FC entstehen, eingehalten wird. Wir haben erhebliche Bedenken, dass das in der Stadtverwaltung effizient läuft“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Petelkau. „Das ist für uns der Grund, dass wir heute keinerlei Vereinbarungen beschließen werden, die die Gleueler Wiese blockieren. So werden alle Optionen offengehalten, das ist unsere Zielsetzung.“ 

Schon wenige Stunden zuvor hatte sich Türoff persönlich an die 300 Demonstrierenden gewendet. „Wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, dass der Antrag abgelehnt wird, ist das ein großer Erfolg, der Euch allen zu verdanken ist“, hatte der FC-Geschäftsführer gesagt.