Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Zeit bei Manchester City, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 2

Der 20-Jährige kam im Winter aus England und wurde von Manchester City bis zum Sommer an den 1. FC Köln ausgeliehen. Wie es für den Innenverteidiger weitergeht, ist bislang noch offen. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der Engländer mit come-on-fc.com über seine Karriereziele, die Zukunft beim FC und die Zeit bei Manchester City. Jahmai Simpson-Pusey im Interview – Teil 2.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
In den Spielen für den FC haben Sie absolut überzeugt. Und das mit 20 Jahren. Ganz Köln fragt sich, wieso hat so ein Innenverteidiger mit dieser Klasse genau ein Spiel für Celtic gemacht. Was waren die Gründe, dass es nicht funktioniert hat?

Jahmai Simpson-Pusey: Es lief einfach nicht wie geplant. Ich hatte schon die Hoffnung, auf Einsatzminuten zu kommen. Im  Grunde habe ich alles gemacht, was von mir verlangt wurde und irgendwann kam ich einfach nicht mehr zum Einsatz. Dann kam ein neuer Trainer und auch unter ihm spielte ich keine Rolle. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Auch, weil ich nicht auf meiner Stammposition gespielt habe. Letztendlich hat es zwischen mir und Celtic einfach nicht gepasst.

Sie beschreiben die Zeit in Schottland dennoch als sehr wichtig…

Jahmai Simpson-Pusey: Das war sie definitiv. Viele Spieler machen eine solche Erfahrung mit 23, 24 oder 25 Jahren und lernen, mental damit umgehen. Für 18- oder 19-Jährige ist es hart, keine Spielzeit zu bekommen, nicht im Kader zu stehen und mit der Jugendmannschaft trainieren zu müssen. Das kann ziemlich demoralisierend sein. Ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Irgendwann bekommt man seine Chance. Es gibt diese Redewendung: Bevor du ganz oben ankommen kannst, musst du immer erst einmal unten gewesen sein. Diese Erfahrung war für mich wichtig. Das bringt mir einiges für die Zukunft.

Sie sind 20 Jahre alt und strahlen eine beeindruckende Ruhe am Ball aus, lösen Druck-Situationen spielerisch. Woher kommt diese Ruhe? Ist das die Schule von ManCity?

Jahmai Simpson-Pusey: Ja, definitiv. Diese Spielweise gehört zur Philosophie bei der Ausbildung in Manchester. Ich war aber auch nicht immer Innenverteidiger und denke, dass ich am Ball wahrscheinlich etwas besser bin als der durchschnittliche Innenverteidiger. Vielleicht hilft es, dass ich schon zahlreiche andere Positionen gespielt habe, im zentralen Mittelfeld oder als Kind im Sturm. Ich habe das Gefühl, dass Dribblings und der Druck von anderen Spielern mich nicht so sehr aus der Ruhe bringen.

Dann ist dies eine Ihrer Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?

Jahmai Simpson-Pusey: Gerade in der Phase, in der ich nicht gespielt habe, gab es einige Themen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder an mein altes Niveau anknüpfen kann. Aber natürlich gibt es auch noch Themen, an denen ich arbeite.

Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben

Gibt es bei Pep Dinge, die Sie von ihm gelernt haben, die Sie der Mannschaft weitergeben können?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Als Innenverteidiger sagte er mir immer, dass es die kleinen, einfachen Dinge sind, die einen zum Top-Spieler machen. Den Gedanken lasse ich in mein Spiel einfließen, auch wenn ich wahrscheinlich riskanter spiele als andere. Aber es sind immer die einfachen Dinge, die die Defensive zusammenhalten. Die Abwehrreihe ist quasi das Herzstück des Teams.

Sie haben Ihre Ausbildung bei einem der besten Vereine der Welt erlebt. Sie standen für ManCity schon einige Male auf dem Platz, haben Champions League gespielt. Und das unter einem der besten Trainer der Welt. Stellt die Ausbildung die Weichen für Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey:  Ich habe mit den besten Spielern und dem besten Trainer auf höchstem Niveau gespielt, da bekommt man einen Einblick in deren Arbeitsweise. Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen. Ich würde sagen, dass diese Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, um auf Top-Niveau anzukommen. Aber ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.

Sebastian Sebulonsen und Jahmai Simpson -Pusey vom 1 FC Köln
Was sind denn Ihre langfristigen Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey: Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil man daran später auch gemessen wird. Ich will einfach mein Bestes geben und dann schauen wir, wohin das führt.  

Und kurzfristig? Wie stehen die Chancen aus Ihrer Sicht, dass wir Sie nächste Saison in Köln sehen werden? Der FC hat eine Kaufoption…

Jahmai Simpson-Pusey: Dazu kann ich aktuell nicht viel sagen. Ich weiß es selbst noch nicht. Es liegt ja auch nicht alles in meiner Hand. Im Fußball kann so viel passieren. Es macht keinen Sinn, Dinge zu versprechen, die dann doch anders kommen.

Der Weg mit ManCity ist zwangsläufig ein erfolgreicher. Bei Celtic ging es auch um Titel. Nun stecken Sie das erste Mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf. Wie erleben Sie das mental?

Jahmai Simpson-Pusey: Ich denke da eigentlich nicht drüber nach. Ich spiele einfach die Spiele und versuche, immer mein Bestes für die Mannschaft zu geben. Ich glaube, meine Mitspieler machen das genauso. Deshalb beunruhigt mich die Situation im Moment auch nicht. Es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin gut performen werden. Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben.

Wer ist fußballerisch Ihr Vorbild? Welche Eigenschaften hätten Sie gerne von ihm?

Jahmai Simpson-Pusey: Was die Qualitäten auf dem Platz angeht, ist es John Stones. Ich mag seine Spielweise sehr, besonders die der letzten Saison. Er spielt genauso, wie ich selbst gerne spielen würde. Seine Rolle auf dem Platz ist mit viel Verantwortung verbunden. Über die gesamte Saison hinweg war er ein herausragender Spieler.

Sie kennen Erling Haaland von ManCity, haben gegen Harry Kane gespielt. Wer ist der unangenehmere Stürmer? Und wie unangenehm ist es gegen „Mr Fallrückzieher“ Ragnar Ache im Training zu spielen?

Jahmai Simpson-Pusey: Persönlich würde ich sagen, Erling Haaland ist definitiv schwerer zu bespielen. Weil er eher ein Stürmer ist, der sich in deinem Rücken immer wieder davonstehlen kann. Er ist super athletisch, springt einfach über dich hinweg, um zu köpfen. Und Kane – Kane ist ein wahnsinnig guter Spieler, aber er spielt eigentlich nie gegen die letzte Abwehrkette. Er lässt sich immer zurückfallen und holt sich den Ball. Er ist eher ein Spielmacher im Sturm. Die beiden spielen sehr unterschiedlich. Ragy ist einfach eine Bestie, ein Top-Spieler und ein sehr aufgeschlossener Typ. Er ist immer bereit, an Dingen zu arbeiten, von denen er denkt, er könne da besser werden. Da habe ich größten Respekt vor.

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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Es war ein perfektes Match“ – Teil 1

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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Es war ein perfektes Match“ – Teil 1

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Ankunft in Köln, seine Rolle und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 1.

Nach seiner Ankunft bei den Geißböcken wurde der Engländer vom damaligen Coach Lukas Kwasniok sofort in kalte Wasser geworfen. Der 20-Jährige machte seine Sache ordentlich und überzeugte in der Kölner Innenverteidigung durch Ruhe und Übersicht. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der 20-Jährige mit come-on-fc.com über den Trainerwechsel beim 1. FC Köln und das anstehende Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

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Das Gespräch führte come-on-fc.com
Herr Simpson-Pusey, seit drei Monaten sind Sie jetzt in Köln. Wie ist Ihr Eindruck von der Stadt und vom Verein?

Jahmai Simpson Pusey: Mein erster Eindruck von den Menschen und der Stadt ist durchweg positiv. Ich bin herzlich empfangen worden – auch von den Mitspielern. Sie waren unglaublich freundlich. Ich bin dankbar und glücklich, jetzt in diesem Umfeld sein zu dürfen.   

Es waren turbulente erste Wochen. Sie haben in diesen drei Monaten am Geißbockheim schon viel miterlebt. Man sagt, die Menschen in Köln schwanken in ihrer Stimmung schnell zwischen „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“. Würden Sie das so unterschreiben? 

Jahmai Simpson-Pusey: In gewisser Weise schon. Die Fans freuen sich für uns und leiden auf der anderen Seite mit uns mit. Es hängt natürlich viel von den Ergebnissen ab. Die waren zuletzt nicht so gut. Wir wissen, dass wir besser werden müssen.

Sind die Emotionen der Fans anders als die in England?

Jahmai Simpson-Pusey: Es ist ein ganz anderes Niveau. Es ist hier lauter, viel lauter und verrückter. Die Fans singen 90 Minuten am Stück. Das spürt man im Spiel. Egal, ob man gewinnt, verliert oder unentschieden spielt, man wird immer unterstützt. Die Fans in Köln sind großartig.

Bei Ihrer Ankunft im Trainingslager in La Nucia, in Spanien warteten nachts eine Handvoll Journalisten auf Sie, haben Fotos und Videos gemacht. Was haben Sie in dem Moment gedacht?

Jahmai Simpson-Pusey: Das war für mich schon neu. Ich kam aus Schottland, war dort praktisch ein Niemand. Ich habe eine halbe Saison nicht gespielt, saß auf der Bank, stand nicht im Kader, war aber trotzdem topfit. Dann bin ich an einen Ort gekommen, an dem ich mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt habe – von meiner Landung in Köln am Flughafen bis hin zur Ankunft im spanischen Trainingslager. Es war ein großer Unterschied, aber es war eine sehr sehr gute Erfahrung für mich.

Wer hat Ihnen beim FC von Ihren Mannschaftskollegen besonders bei der Eingewöhnung geholfen und wer sind die Spieler, mit denen Sie den engsten Kontakt haben?

Jahmai Simpson-Pusey: Die Mannschaft hat mich komplett gut aufgenommen. Aber es gibt schon ein paar Spieler wie Ragnar Ache, Denis Huseinbasic, Rav van den Berg oder Kristoffer Lund, mit denen ich mehr zu tun habe.

Ihr Wechsel im Winter hat den ein oder anderen FC-Fan überrascht. Wie liefen die Gespräche ab? Was hat den Ausschlag für den FC gegeben?

Jahmai Simpson-Pusey: Das Transferfenster rückte immer näher und ich hatte keinerlei Spielpraxis gesammelt. Ich wollte spielen, mich beweisen und Einsatzzeit sammeln. Dann bekam ich im Dezember eine Nachricht von meinem Berater: „Du bekommst heute Abend oder morgen einen Anruf“, hieß es. Meine Agentur hat mir viel über Club und Stadt erzählt – und das hat sich gut angehört. Seit meiner Kindheit wollte ich immer im Ausland spielen. Es war ein perfektes Match. Es gab viele Gespräche mit meinem Berater und dann war klar: Das passt. So ein Angebot kann man eigentlich nicht ablehnen, vor allem nicht nach einer langen Spielpause. Man wechselt von der schottischen Liga in die Bundesliga – ein riesiger Sprung. Eigentlich eine klare Sache.

Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt

Wie haben Sie Lukas Kwasniok als Trainer wahrgenommen? Immerhin hat er Ihnen direkt den Kaltstart zugetraut, nachdem Sie bei Celtic nicht gespielt haben?

Jahmai Simpson-Pusey: Für mich ist er ein Top-Trainer. Ich bin ihm sehr dankbar für die Chance, die er mir gegeben hat. So konnte ich mich direkt beweisen. Er hat von der ersten Minute an mich geglaubt. Wahrscheinlich hat er mich vorher nicht oft spielen gesehen.

Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
Drei Monate später hat sich die FC-Welt weitergedreht. Wie haben Sie persönlich den Trainerwechsel wahrgenommen?

Jahmai Simpson-Pusey: Als ich in Schottland war, hatte ich bereits drei Trainer in einer Halbserie. Ein Trainerwechsel ist für mich also nichts Neues – solche Dinge gehören im Fußball dazu.

Mit René Wagner kommt der Nachfolger aus den eigenen Reihen. Was ist er für ein Trainer-Typ? Was macht er anders?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat sehr gute Ansätze. Er ist ebenfalls ein toller Typ, der mir sehr geholfen hat. Er spricht sehr gut Englisch, versteht, dass ich kein Deutsch spreche und es mir daher schwerfällt, manchmal die anderen Trainer zu verstehen. Er ist sehr hilfsbereit und ab und zu auch ein bisschen nachsichtiger mit mir (lacht). René weiß einfach, wie es ist, in ein anderes Land zu kommen. In den Trainingseinheiten haben wir einen ersten Eindruck gewonnen, aber wir haben noch kein Spiel unter ihm bestritten. Am Sonntag werdet Ihr sehen, was er vorhat.

Sie mussten zuletzt zwei Spiele zuschauen. Rav van den Berg und Cenk Özkacar haben ihre Sache aber gut gemacht, Joel Schmied ist wieder fit. Jetzt der Trainerwechsel. Machen Sie sich Gedanken darum, dass sie unter dem neuen Trainer eine andere Rolle einnehmen können?

Jahmai Simpson-Pusey: Egal, wie die Entscheidung ausfällt, werde ich sie respektieren. Wenn ich nicht berücksichtigt werde, werde ich mich nicht hinsetzen und aufgeben. Dann werde ich noch  härter an mir arbeiten, um Teil des Teams zu sein.  

Am kommenden Sonntag steht das Spiel gegen Frankfurt auf dem Plan. Was rechnet sich das Team aus? Worauf wird es ankommen?

Jahmai Simpson-Pusey: Wir müssen zusammenhalten. In fast allen Spielen seitdem ich hier bin, haben wir eine gute Leistung gezeigt. Uns fehlen manchmal einfach die Tore. Und damit meine ich nicht, dass es etwas mit den Angreifern zu tun hat, sondern ich sehe das eher strukturell. Am Sonntag werden wir wieder unser Bestes geben.

In Teil 2 des Interviews spricht Jahmai Simpson-Pusey über seine Karriereziele und die Zukunft beim 1. FC Köln. Das Interview erscheint am Dienstag.


Erster Winter-Neuzugang: Ist Jahmai Simpson-Pusey die benötigte Verstärkung beim 1. FC Köln?

Jahmai Simpson-Pusey bei Celtic Glasgow
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Erster Winter-Neuzugang: Ist Jahmai Simpson-Pusey die benötigte Verstärkung beim 1. FC Köln?

Mit Jahmai Simpson-Pusey hat der FC offenbar die erste Neuverpflichtung des Winters eingetütet. Der junge Engländer gilt als großes Talent, kam zuletzt aber nicht wirklich zum Einsatz. Doch die Leihe ist eine vielversprechende für den 1. FC Köln: Das bringt Jahmai Simpson-Pusey mit.

Er wird wohl der erste Neuzugang, wirft aber die Frage nach einer Soforthilfe auf beim 1. FC Köln: Das bringt Jahmai Simpson-Pusey mit.

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Nach den schweren Verletzungen von Luca Kilian und Timo Hübers sowie den anhaltenden Engpässen in der Innenverteidigung, ist der FC auf der Suche nach einer Defensivverstärkung fündig geworden. Der FC steht wie berichtet kurz vor der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey, der zuletzt an den schottischen Erstligisten Celtic Glasgow verliehen war. Der 20-Jährige wird am Sonntag seinen Medizincheck in Köln absolvieren und im besten Fall am Montag ins Trainingslager nach Spanien nachreisen. Der Engländer wird ausgeliehen, die Kölner haben eine Kaufoption im Vertrag verankert. Doch mit dem Transfer sind auch Fragen verbunden. Denn auf den ersten Blick ist der junge Engländer nicht die erhoffte Soforthilfe, eher ein Spieler mit Entwicklungspotenzial.

Großes Talent, wenig Einsatzzeit

Bei Celtic kam der Abwehrspieler im vergangenen halben Jahr lediglich zu einem Spiel für die Profis. Und das, obwohl auch der schottische Club in dieser Zeit mit erheblichen Verletzungssorgen in der Defensive zu kämpfen hatte. Doch der damalige Trainer Brendan Rodgers schien kein großer Fan des englischen Talents zu sein, obwohl er ihn bei der Vorstellung in höchsten Tönen lobte. Simpson-Pusey wurde nicht für die Europa League nominiert, saß nahezu ausschließlich auf der Bank. Eine seltsame Entwicklung, denn der Innenverteidiger wurde unter der Bedingung an Celtic verliehen, möglichst viel Spielpraxis zu erhalten. Und das nicht ohne Grund. Bei den Sky Blues hatte man mittelfristig viel vor mit dem Talent.

Vor seiner Leihe nach Schottland durchlief Simpson-Pusey so ziemlich alle Jugendteams von Manchester City. Der in Manchester geborene Abwehrspieler wurde auf der Insel bereits als der kommende Virgil van Dijk bezeichnet. In den vergangenen beiden Spielzeiten sammelte der U20-Nationalspieler vorwiegend in der U21 wichtige Spielpraxis. Und auch das erfolgreich. Der 20-Jährige fühte das Team zum Youth Cup und wurde als erster Abwehrspieler zum Spieler des Jahres in der Premier League 2 ausgezeichnet. In der Saison 2024/2025 kam der Rechtsfuß auch sechs Mal für das Team von Pep Guardiola zum Einsatz und sammelte dabei sowohl zwei Einsätze in der Premier League als auch zwei in der Champions League. Gerade sein ruhiges Auftreten im aufgeheizten Duell gegen Sporting Lissabon beeindruckte.

Schnell, dominant, kopfballstark

So wirklich passen die Entwicklung in Manchester und die Zeit bei Celtic nicht zusammen. Das Pflaster in Glasgow ist dieser Tage ein unruhiges. Nach der Entlassung von Brendan Rodgers im Oktober feierte Celtic unter Interimstrainer Martin O’Neill fünf Siege in Folge. Dennoch wurde mit Wilfried Nancy ein neuer Coach verpflichtet, unter dem es dann aber wieder so gar nicht laufen wollte. Unter keinem der Trainer bekam Simpson-Pusey wirklich die Chance, sich zu zeigen. Und das, obwohl gleich mehrere Abwehrspieler ausfielen. Dabei klingt das Anforderungsprofil durchaus vielversprechend.

Simpson-Pusey besticht durch seine Athletik und Physis. Mit seiner Größe, Robustheit und guten Grundschnelligkeit bringt der 20-Jährige ideale Voraussetzungen für das Spiel in der Bundesliga mit. Er ist zweikampfstark, agiert kompromisslos im direkten Duell und zeigt ein gutes Timing im Tackling. „Wenn man in einem entscheidenden Eins-gegen-Eins den Ball als letzter Mann zurückerobert, ist das ein unglaubliches Gefühl. Es ist, als würde man ein Tor schießen, aber eben doch keins“, sagte der Abwehrspieler einst, betonte aber gleichzeitig seine Stärken in der Luftverteidigung und beim Kopfballspiel – eine mögliche Verstärkung bei der Verteidigung von Standards. Der Rechtsfuß gilt als passsicher und spielstark im Spielaufbau.

Geprägt durch die City-Schule fühlt er sich mit dem Ball am Fuß wohl, kann das Spiel aus der letzten Linie eröffnen und spielt auch die vertikalen Pässe zwischen die Linien. Diese Fähigkeiten passen gut zu einem spielorientierten Ansatz, wie ihn der FC unter Lukas Kwasniok anstrebt. „Jahmai ist ein schneller, dominanter Innenverteidiger. Er ist ein starker Verteidiger, kann aber auch den Ball sehr gut nach vorne treiben, wenn wir das Spielfeld beackern“, sagte Rodgers nach der Verpflichtung. Vor seiner Zeit zu Celtic hat sich der Abwehrspieler zu einem modernen Defensivspieler weiterentwickelt, der auch auf der Sechs und auf der rechten Verteidigerposition spielen kann.

Soforthilfe oder Entwicklungsspieler?

Allerdings bringt der Engländer für sein noch junges Alter naturgemäß auch Schwächen mit. Neben der Entscheidungsfindung unter hohem Druck und dem Stellungsspiel gegen routinierte Stürmer wurden immer mal wieder seine Konstanz und die Konzentrationsfähigkeit bemängelt. Der größte Unsicherheitsfaktor dürfte aber die fehlende Erfahrung im Profifußball sein. In seiner bisherigen Laufbahn konnte Simpson-Pusey seine Qualität noch nicht auf dem höchsten Niveau konstant beweisen. Insofern darf die Frage durchaus erlaubt sein, ob der 20-Jährige dem FC sofort weiterhelfen wird. Eine Verstärkung in die Breite ist der Abwehrspieler allemal und eine spannende Option für die Zukunft. Denn in der Defensive kann der englische Youngster zahlreiche Rollen übernehmen – unabhängig der Dreier- oder Viererkette.

Obwohl Simpson-Pusey durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kilian, Hübers und Joel Schmied sowie der Rotsperre von Rav van den Berg womöglich schon in den ersten beiden Partien gegen Heidenheim und Bayern ein ernsthafter Kandidat für einen Platz in der Startelf sein könnte, liegt der Mehrwert seines Transfers jedoch klar im Entwicklungspotenzial. Der FC könnte dem jungen Engländer regelmäßige Einsatzzeiten auf hohem Niveau bieten und gleichzeitig von einem Spieler profitieren, der mittelfristig den nächsten Schritt gehen und sportlich wie wirtschaftlich an Wert gewinnen kann. Der Marktwert des Spielers liegt bei rund vier Millionen Euro, die Ablöse der Kaufoption wird bei dem Potenzial nicht niedrig sein.

Luca Kaiser und Simon Bartsch

Medizincheck am Sonntag: 1. FC Köln kurz vor Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey

Jahmai Simpson-Pusey
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Medizincheck am Sonntag: 1. FC Köln kurz vor Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey

Bekommt der FC bald schon Zuwachs im Trainingslager in Spanien? Der 1. FC Köln steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger soll am Sonntag zum Medizincheck nach Köln reisen.

Schon am Neujahrstag hatte es sich angedeutet, nun könnte es ganz schnell gehen. Der 1. FC Köln steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey. Das berichtet die „Sun„. come-on-fc.com kann den Bericht bestätigen.

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Am Samstagnachmittag traf Ulf Sobek im Trainingslager in La Nucia ein. Der Vizepräsident und Thomas Kessler hatten viel zu besprechen, diskutierten und telefonierten. Möglicherweise waren die aktuellen Entwicklungen ein Thema. Denn offenbar stehen die Geißböcke unmittelbar vor der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey. Wie die englische „Sun“ berichtet, steht dem Deal wohl nur noch der Medizincheck im Weg. „Alle wichtigen Details“ seien geklärt, heißt es in der Meldung des Boulevardblattes. Come-on-fc.com kann die Meldung bestätigen. Der FC wird den Innenverteidiger bis zum Ende der Saison ausleihen. Nach Informationen von come-on-fc.com hat Köln eine Kaufoption vereinbart. Mit großer Wahrscheinlichkeit reist der Abwehrspieler dann auch relativ schnell nach Spanien nach, um sich mit der Mannschaft und dem Trainer vertraut zu machen.

Leihe nach Schottland hat nicht funktioniert

Wie berichtet, steht der 20-Jährige aktuell bei Manchester City unter Vertrag. Noch in der vergangenen Saison war Simpson-Pusey Teil des Kaders von Star-Trainer Pep Guardiola. Für die Profis kam der ehemalige U-Nationalspieler Englands auch einige Male zum Einsatz. Um aber viel Spielpraxis zu sammeln und den nächsten Schritt zu gehen, wurde der Innenverteidiger im Sommer an Celtic Glasgow verliehen. Dort stand der Abwehrspieler in der laufenden Spielzeit aber nur ein einziges Mal auf dem Feld, und das für eine gute Stunde. In der Regel stand der 20-Jährige noch nicht einmal im Kader der Profis. Auch deswegen hat Manchester die Leihe abgebrochen und nach einer Alternative für den Innenverteidiger gesucht. Und diese nun offenbar gefunden.

Der Abwehrspieler gilt in England als großes Talent, wurde von Guardiola in der jüngeren Vergangenheit immer wieder in höchsten Tönen gelobt. „Wir haben einen Innenverteidiger, der uns in Zukunft, in den nächsten Jahren, helfen wird. Ich bin wirklich zufrieden“, hatte der City-Coach in der Vergangenheit gesagt. Simpson-Pusey wurde bei Manchester City ausgebildet, gewann zwei Mal die englische Junioren-Meisterschaft. Noch im Mai wurde der Innenverteidiger bei transfermarkt.de auf einen Marktwert von fünf Millionen Euro geschätzt, nach dem letzten Update sind es immer noch vier Millionen. Für den FC käme wohl aktuell „nur“ eine Leihe in Frage. Neben dem FC waren auch Straßburg, der FC Parma sowie einige Clubs aus der britischen Championship an dem Abwehrspieler interessiert.

Suche nach Innenverteidiger: Bedient sich der 1. FC Köln bei Manchester City?

Jahmai Simpson-Pusey soll auf der Liste beim 1. FC Köln stehen
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Suche nach Innenverteidiger: Bedient sich der 1. FC Köln bei Manchester City?

Am Freitag bricht der FC nach Spanien ins Trainingslager auf – ohne Neuzugänge. Dabei sollen die Gespräche mit einem potenziellen Innenverteidiger schon weit fortgeschritten sein. Und der könnte aktuell bei ManCity unter Vertrag stehen. Der 1. FC Köln ist anscheinend an Jahmai Simpson-Pusey interessiert.

Geht es mit dem neuen Innenverteidiger nun ganz schnell? Der 1. FC Köln ist angeblich an Jahmai Simpson-Pusey interessiert. Das berichtet die britische Zeitung „The Telegraph“ (+).

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Während sich die Spieler des 1. FC Köln noch bis einschließlich 1. Januar in der Winterpause befinden, wird im Hintergrund weiter am Kader gearbeitet. Wie berichtet sind die Geißböcke auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger. Und der könnte aus der Premier League ans Geißbockheim wechseln – zumindest in gewisser Weise. Zuletzt war das Interesse um Sebastiaan Bornauw bekannt geworden. Der Ex-Kölner spielt momentan für Leeds United, kommt beim Aufsteiger allerdings nicht so richtig zum Einsatz. Beim FC könnte der Abwehrspieler seine Karriere wieder ankurbeln. Der Belgier hatte eine besonders erfolgreiche Zeit beim FC, wechselte schließlich zum VfL Wolfsburg und von dort nach Leeds. Doch nun werden die Kölner mit einem weiteren Innenverteidiger in Verbindung gebracht.

Leihe nach Schottland hat nicht funktioniert

Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, sind die Geißböcke an einer Leihe von Jahmai Simpson-Pusey interessiert. Der 20-Jährige steht aktuell bei Manchester City unter Vertrag. In der vergangenen Spielzeit war Simpson-Pusey fester Bestandteil des Kaders von Pep Guardiola, kam auch einige Male zum Einsatz. Um aber Spielpraxis zu sammeln, wurde der Innenverteidiger an Celtic Glasgow verliehen. Dort stand der Abwehrspieler in der laufenden Spielzeit aber nur ein einziges Mal auf dem Feld, und das für eine gute Stunde. Meist schaffte es der 20-Jährige gar nicht erst in den Kader der Profis. Auch deswegen will Manchester die Leihe nun abbrechen und nach einer Alternative für den Innenverteidiger suchen.

Denn der Abwehrspieler gilt als großes Talent. Simpson-Pusey wurde bei Man City ausgebildet, gewann zwei Mal die englische Junioren-Meisterschaft. Noch im Mai wurde der Innenverteidiger bei transfermarkt.de auf einen Marktwert von fünf Millionen Euro geschätzt, nach dem letzten Update sind es immer noch vier Millionen. Für den FC käme wohl aktuell „nur“ eine Leihe in Frage. Ob die FC-Verantwortlichen eine Kaufoption erreichen können, erscheint fraglich. Denn Guardiola gilt als großer Befürworter des ehemaligen U-Nationalspielers. Simpson-Pusey ist gelernter Innenverteidiger, spielte aber auch schon als Rechtsverteidiger. Die Konkurrenz ist aber groß. Unter anderem sollen der FC Parma und Racing Straßburg interessiert sein. Zudem ist Simpson-Pusey sicher keine Soforthilfe für den FC.