Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Said El Mala und Mikey Moore
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Said El Mala und Mikey Moore gesetzt: Anderen FC-Profis droht eine schwierige Saison

Gegen den Hamburger SV standen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal gemeinsam auf dem Platz. Auch wenn das Zusammenspiel noch nicht perfekt harmonierte, dürften die beiden Hochbegabten in den kommenden Wochen gesetzt sein. Damit bleiben nicht mehr viele Positionen hinter der Spitze frei beim 1. FC Köln: Mehreren Offensivspielern droht eine schwere Saison.

Mit Said El Mala und Mikey Moore hat der FC zwei Youngster in seinen Reihen, die aufgrund ihrer Qualität gesetzt sind. Hinter den beiden entfacht sich dadurch ein großer Konkurrenzkampf. Denn bis zu fünf Spieler kämpfen um die verbliebenen Plätze neben den beiden Kölner Hoffnungsträgern.

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Es war nicht die Premiere, die sich alle beim 1. FC Köln erhofft haben: In Hamburg liefen Said El Mala und Mikey Moore das erste Mal zusammen für die Geißböcke auf. Das Potenzial ihres Zusammenspiels blitze allerdings nur in ein paar Momenten auf. So war nach der Partie klar: Das Duo braucht noch Zeit, um sich einzuspielen. Und die wird ihnen Trainer René Wagner mit Sicherheit geben. Denn auch wenn sie die Niederlage beim HSV nicht abwenden konnten, dürften die beiden Hochbegabten in der Kölner Offensive gesetzt sein. Zu groß ist ihre Qualität, als dass der FC auf einen von beiden freiwillig verzichten könnte. Lange sah es so aus, dass neben dem Duell zwischen Thijs Dallinga und Ragnar Ache im Sturm, nur eine Position offen ist. Beide fallen nun aus. Dennoch machen sich gleich fünf Profis Hoffnungen auf weitere Einsatzzeit. Für einige von ihnen dürfte es eine schwierige Saison werden.

Linton Maina beim 1. FC Köln in der Pole Position

Zumindest in den nächsten Wochen dürfte sich Linton Maina in der Hinsicht keine Sorgen machen. Der Rechtsaußen stand seit dem zweiten Spieltag immer in der Startelf und konnte die guten Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen. Mit seiner Dynamik und seinem Tiefgang belebte der Angreifer immer wieder das Kölner Offensivspiel. In seinen insgesamt fünf Einsätzen im Pokal und in der Liga kommt der 27-Jährige dabei bereits auf ein Tor und zwei Vorlagen. Durch seine zuletzt guten Leistungen wird der Flügelspieler wohl auch in den kommenden Wochen in der Pole Position um den Platz neben El Mala und Moore sein. Allerdings muss Maina seinen starken Start weiter bestätigen, um nicht verdrängt zu werden.

Dass der Angreifer zuletzt so gut aufspielte, verkompliziert die Situation natürlich nochmal zusätzlich für seine Konkurrenten. Besonders Jan Thielmann bekam das in den vergangenen Wochen zu spüren. Denn während das Kölner Eigengewächs im Pokal gegen Würzburg und in den ersten beiden Ligaspielen noch von Anfang an spielen durfte, blieb er gegen Werder Bremen und den HSV ohne eine Minute. Eine logische Entwicklung angesichts seiner Leistungen. Der 24-Jährige konnte in seinen Einsätzen kaum für Impulse sorgen. Gerade spielerisch muss der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler mehr zeigen, um wieder ein Kandidat für die Startelf zu sein – oder um zumindest Chancen als Joker zu bekommen.

Marius Bülter und Luca Waldschmidt kämpfen um Einsatzzeit

Solche Chancen wiederum bekam Marius Bülter bisher immer wieder. Gegen Würzburg und Werder war der Routinier in der Startelf, ansonsten kam er immerhin zu Joker-Einsätzen. Dabei zeigte der Angreifer hin und wieder Ansätze, dass er für die Mannschaft wertvoll sein kann. Zum Beispiel indem der 33-Jährige im Pokal die Hereingabe gab, die zum zwischenzeitlichen Ausgleich führte, oder durch das Erzwingen des Eigentors von Ramon Hendriks gegen den VfB Stuttgart. Bülter könnte nun von den Ausfällen der Stürmer profitieren. Der Routinier kann in der Spitze spielen, könnte aber auch über den Flügel kommen, falls sich Wagner für eine Spitze mit Moore oder El Mala entscheidet.

Luca Waldschmidt kam bislang nicht über wenige Minuten hinaus. Das lag allerdings auch an einer Verletzung. So fiel der siebenmalige deutsche Nationalspieler zum Saisonstart mit muskulären Problemen aus. Wegen seines Trainingsrückstands nominierte ihn sein Coach darauf nicht für den Spieltagskader gegen Bremen. Eine Situation, die den 30-Jährigen frustrierte, wie er kurz darauf im Podcast des 1. FC Köln offen zugab: „Das fühlt sich für mich scheiße an.“ So ist Waldschmidt überzeugt davon, dass er seinen „Impact immer reinbringen kann.“ Wenigstens für knapp zehn Minuten durfte der Angreifer das gegen den HSV unter Beweis stellen. Trotzdem mit Sicherheit zu wenig für die Ansprüche des erfahrenen Profis. Sollte sich an dieser Ausgangslage auch in den kommenden Wochen nichts ändern, dürfte sich bei ihm noch mehr Frust anstauen.

Auch Reigan Heskey kämpft um Einsatzzeit beim 1. FC Köln

Mehr erhofft hatte sich bestimmt auch Reigan Heskey nach seinem Wechsel in die Domstadt im Sommer. Der Engländer wurde bisher nur einmal eingewechselt und stand in den vergangenen beiden Spielen nicht im Spieltagskader. Stattdessen lief das Talent einmal für die U21 der Geißböcke auf. Sicherlich hatte sich der 18-Jährige gewünscht, bereits schneller in der Bundesliga Fuß zu fassen und mehr Einsatzzeit zu bekommen. Die Erwartungen bremste sein Trainer jedoch zuletzt: „Fußballerisch haben wir keine Bedenken, dass er sofort Einfluss nehmen kann, aber er muss die Bundesliga auch athletisch bewältigen.“ Somit wartet wohl noch einiges an Arbeit auf den Linksaußen, bis er regelmäßig in der ersten Mannschaft spielen darf. Das ist bei einem so jungen Spieler wie ihm auch angesichts der zuvor beschriebenen Konkurrenzsituation allerdings auch nichts Ungewöhnliches.

Dabei könnte sich die Situation im Winter noch verschärfen. Denn am Donnerstagmorgen kam durch die „Bild“ das Gerücht auf, dass der FC über eine schnelle Rückkehr von Jakub Kaminski nachdenke. Der Pole ist seit seinem Sommerwechsel zu Benfica noch nicht richtig in Portugal angekommen und musste häufig auf der Bank Platz nehmen. Sollten die Geißböcke den Offensivspieler im Winter zurückholen, gäbe es noch einen Kandidaten mehr um einen freien Platz. Und der 24-Jährige dürfte wie in der vergangen Saison klare Ansprüche auf einen Stammplatz haben. Aber auch ohne Kaminski ist die Konkurrenzsituation bereits so groß, dass Wagner gefordert sein wird, alle Spieler bei Laune zu halten, selbst wenn diese auf wenig Einsatzzeit kommen. Zudem wird bereits über einen weiteren Mittelstürmer nachgedacht. Wie gut der Coach diese Herausforderung meistern kann, wird sich zeigen.

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Vom kolportierten Streichkandidaten zur erfolgreichen Alternative: Linton Maina vervollständigt das dynamische Trio

Linton Maina jubelt über seinen Treffer
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Vom kolportierten Streichkandidaten zur erfolgreichen Alternative: Linton Maina vervollständigt das dynamische Trio

Linton Maina gehört zu den positiven Überraschungen der noch jungen Saison beim 1. FC Köln. Der Offensivspieler ist gut in die Saison gestartet, bringt mit seiner Geschwindigkeit und seiner Dynamik Leben in die Kölner Offensive und kommt nach vier Bundesliga-Spielen bereits auf ein Tor und eine Vorlage. Noch bemerkenswerter ist allerdings, wie sich seine persönliche Situation innerhalb weniger Wochen verändert hat. Linton Maina ist wieder eine feste Größe beim 1. FC Köln.

Als Thomas Kessler weit vor dem Saisonauftakt betonte, dass es durchaus noch Härtefälle geben könne und Spieler sich noch auf der Zielgeraden mit einem Wechsel beschäftigen würden, war einer der spekulierten Namen Linton Maina. Aktuell führt beim FC aber kein Weg am Flügelflitzer vorbei.

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Dass es überhaupt zu dieser Entwicklung kommen würde, deutete sich im Sommer zunächst nicht wirklich an. Denn ein weiteres Jahr am Geißbockheim war alles andere als beschlossene Sache. Ganz im Gegenteil – Maina gehörte zu den Spielern, bei denen ein Abschied durchaus im Raum stand. Kein Wunder, denn unter René Wagner stand der gebürtige Berliner in der vergangenen Spielzeit lediglich zweimal in der Startelf. Dennoch blieb der Offensivspieler in der Domstadt und bekam die Chance sich in der Vorbereitung zu zeigen. Genau diese Gelegenheit nutzte er für sich. Maina zeigte sich in den Trainingseinheiten und Testspielen engagiert, sorgte für Dynamik und arbeitete sich im Laufe der Vorbereitung Schritt für Schritt näher an die Mannschaft heran. Aus einem Spieler, bei dem ein Wechsel wahrscheinlich schien, wurde damit wieder eine ernsthafte Option für Trainer und Team.

Vertrauen direkt zum Saisonauftakt

Wie sehr sich seine Position verändert hatte, untermauerte dann auch das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal. Maina stand in Würzburg in der Startelf und bekam damit direkt zu Saisonbeginn die Gelegenheit, seine Leistungen aus der Vorbereitung zu bestätigen. Zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim kam er zunächst als Einwechselspieler zum Einsatz und bereitete das wichtige 2:2 vor. Danach stand der 27-Jährige in den drei folgenden Spielen immer in der Startelf und zählte zu den stärkeren Kölnern. Gegen Werder Bremen konnte er seine starke Leistung früh mit einem Tor belohnen. Nach vier Spieltagen stehen somit ein Treffer und eine Vorlage für ihn zu Buche. Eine Bilanz, die durchaus den positiven Eindruck aus der Vorbereitung bestätigt.

Dynamik als Kernkompetenz

Das liegt auch an den Eigenschaften, die Maina schon in der Vergangenheit ausgezeichnet haben. Mit seinem Tempo kann der Flügelspieler für Unruhe sorgen, im Eins-gegen-eins sucht er den direkten Weg und gibt dem Kölner Spiel damit eine andere Dynamik. Gerade sein Tiefgang kann als belebendes Element für den FC immens wertvoll sein. Maina passt damit perfekt in die Offensivkette Said El Mala, Mikey Moore und eben Linton Maina. Dabei geht es noch gar nicht darum, Maina zum unumstrittenen Schlüsselspieler zu erklären. Dafür ist die Saison noch zu jung und seine Entwicklung noch nicht weit genug fortgeschritten. Die Zeit des Berliners beim FC ist ohnehin von Höhen und Tiefen, auch individuell, geprägt. Seine Rolle hat sich im Vergleich zum Sommer aber unübersehbar verändert. Aus einem möglichen Streichkandidaten ist wieder eine feste Größe im Konkurrenzkampf geworden.

Für Maina ist diese Entwicklung vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie keineswegs vorgezeichnet war. Statt sich mit einer unklaren Perspektive abzufinden, hat er die Vorbereitung genutzt, um seine Situation selbst zu verändern. Der Start in die Saison hat diesen Eindruck bislang bestätigt. Ein Tor, eine Vorlage und regelmäßige Einsätze sind dabei weniger entscheidend als die Tatsache, dass Maina wieder eine Rolle spielt und sich das Vertrauen des FC zurückerarbeitet hat. Ausgerechnet ein Spieler, dessen Zukunft im Sommer noch fraglich war, könnte damit zu einer der interessanteren persönlichen Geschichten dieser Kölner Saison werden.

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