Rani Khedira zum FC? Die sportliche Entwicklung wirft doch Fragen auf

Rani Khedira soll ein Kandidat beim 1. FC Köln sein (Foto: Ronny Hartmann/Getty Images)
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Rani Khedira zum FC? Die sportliche Entwicklung wirft doch Fragen auf

Laut „Sky“ soll es Gespräche zwischen Rani Khedira und dem FC geben. Rein von seiner Erfahrung und seinen defensiven Stärken passt er ins Profil der Kölner. Doch inwieweit ist der 32-Jährige wirklich der richtige Kandidat beim 1. FC Köln: Rani Khedira in der Datenanalyse.

Schon lange suchen die Geißböcke einen erfahrenen Sechser, der die Mannschaft anführen soll. Ein Kandidat soll Rani Khedira von Union Berlin sein. Dabei kommt der tunesische Nationalspieler nicht aus seiner stärksten Saison.

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Der 1. FC Köln beschäftigt sich wohl mit einer Verpflichtung von Rani Khedira sowie wieder Ellyes Skhiri. Der 32-jährige Khedira könnte die Lücke in zentralen Mittelfeld schließen und mit seiner Erfahrung und Führungsstärke weiterhelfen. So trug der Unioner in dieser Saison regelmäßig die Binde, wenn Kapitän Christopher Trimmel auf der Bank Platz nehmen musste. Außerdem passt der tunesische Nationalspieler als defensiv orientierter Mittelfeldspieler grundlegend ins skizzierte FC-Profil für die Position des Sechsers. Ein Blick auf seine Entwicklung zeigt allerdings, dass seine Leistungen zuletzt nicht ans Niveau seiner ersten Spielzeiten in Köpenick kommen.

Klare Defizite mit Ball

Besonders im Spiel mit dem Ball ist ein deutlicher Unterschied zu seinen ersten Union-Jahren erkennbar. In der Saison 2021/22 spielte Khedira noch 28,40 Pässe pro 90 Minuten und brachte davon 77,95 Prozent zum Mitspieler. In der abgelaufenen Saison waren es nur noch 19,72 Pässe mit einer Erfolgsquote von 68,80 Prozent. Auch bei den Vorwärtspässen ist ein Rückgang von 9,95 auf 8,36 pro 90 Minuten erkennbar, bei Pässen ins letzte Drittel fiel der Wert von 4,40 auf 3,06. Das bedeutet zwar nicht, dass Khedira keinen spielerischen Einfluss mehr einbringen kann. Sein Spiel war bereits zu früheren Zeiten nicht auf gestalterische Elemente ausgelegt. Für einen Sechser ist das dennoch ein auffälliger Negativtrend.

Spannend ist dabei der Vergleich mit Eric Martel. Denn auch beim Ex-Kölner sorgte die fehlende Progressivität immer wieder für Gesprächsstoff. Martel war nicht gerade dafür bekannt mit schnellen Pässen nach vorne das Offensivspiel zu beschleunigen. Auch seine Stärken liegen vor allem in der Defensive. Trotzdem kommt er in der abgelaufenen Saison auf 12,15 Vorwärtspässe und 3,60 Pässe ins letzte Drittel – jeweils mehr als Khedira. Noch größer ist der Abstand beim gesamten Passvolumen. Martel spielte mit einer Erfolgsquote von 89,11 Prozent 44,04 Pässe pro 90 Minuten und damit mehr als doppelt so viele im Vergleich zum gebürtigen Stuttgarter. Khedira ist damit deutlich seltener am Spiel mit Ball beteiligt. Das könnte auch am destruktiven Ansatz der Berliner liegen. Nichtsdestotrotz Werte, die, gerade unter Beachtung von Martels Limitationen mit Ball, alles andere als gut aussehen.

Selbst in der Defensive rückläufige Entwicklung

Und auch in seiner defensiven Kernkompetenz, wegen der ihn der FC eigentlich unter anderem auch holen würde, hat der Routinier etwas Qualität eingebüßt. 2021/22 gewann er noch 7,78 Defensivduelle pro 90 Minuten. In der abgelaufenen Saison lag dieser Wert nur noch bei 5,04. Auch bei den abgefangenen Bällen ist der Trend mit nun 3,58 pro 90 Minuten statt zuvor 4,12 rückläufig. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Mit 6,64 statt den früheren 8,43 Eroberungen pro 90 Minuten weist er in dieser Disziplin aber nach wie vor einen starken Wert vor.

Dabei lohnt sich eine genauere Betrachtung. Seine Erfolgsquote in den Defensivduellen ist von 56,57 auf 58,52 Prozent sogar leicht gestiegen. Khedira kommt also schlicht weniger in solche Duelle ohne zwangsläufig seine Zweikampfstärke verloren zu haben. Trotzdem lag Martel mit 5,55 gewonnen Defensivduellen und einer Erfolgsquote von 63,07 auch in diesen Statistiken vor dem Nationalspieler Tunesiens. Selbes gilt für die abgefangen Bälle (5,49 pro 90 Minuten) und die Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte (11,17 pro 90 Minuten). Durch Martels zusätzlicher Einsätze in der Innenverteidigung ist der direkte Vergleich jedoch eventuell nicht komplett aussagekräftig beziehungsweise leicht verzerrt. Der Vergleich mit Khediras Werten von vor einigen Jahren unterstreicht dennoch die Negativentwicklung.

Schwache Leistungen bei der WM

Seine Leistungen in der tunesischen Nationalmannschaft bei der WM passen dabei ebenfalls nicht wirklich ins Bild eines stabilisierenden Sechsers. Khedira war Teil einer Mannschaft, die in der Gruppenphase defensiv massive Probleme hatte und nach drei Spielen und zwölf Gegentoren wieder die Heimreise antreten musste. Den Routinier kann man dafür natürlich nicht alleine verantwortlich machen. Dennoch ließt sich das Turnier nicht gerade wie ein Bewerbungsschreiben des 32-Jährigen. Khedira ist damit keineswegs plötzlich ein schlechter Spieler. Seine Stärken liegen nach wie vor genau in den Bereichen, die der FC fordert: Absicherung, Zweikämpfe und Erfahrung. Gleichzeitig belegen die Daten aber auch, dass sein Paket heute weniger komplett ist als noch vor einigen Jahren. Beim FC sollte also zumindest hinterfragt werden, ob der Transfermarkt nicht etwas spannendere Optionen bietet.

Zuletzt kam wieder Ellyes Skhiri ins Spiel. Aber auch der Ex-Kölner blickt bekanntlich nicht gerade auf seine beste Spielzeit zurück.

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>> Ellyes Skhiri wieder ein Kandidat
>> Faktor Wagner bei Khedira


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Datenquelle: Wyscout

Faktor René Wagner: Rani Khedira könnte eine Soforthilfe sein – oder greift der FC doch in ein höheres Regal?

Rani Khedira könnte von Union zum FC kommen (Foto: Maja Hitij/Getty Images)
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Faktor René Wagner: Rani Khedira könnte eine Soforthilfe sein – oder greift der FC doch in ein höheres Regal?

Der 1. FC Köln sucht seit geraumer Zeit nach einem erfahrenen Sechser, der die Mannschaft anführt. Ein Kandidat ist Rani Khedira von Union Berlin. Obwohl der Saisonstart keine zwei Wochen mehr entfernt ist, könnte gerade der 32-Jährige sich jedoch schnell zurechtfinden beim 1. FC Köln: Wird Wagner bei Khedira zum entscheidenden Faktor?

Laut „Sky“ soll der 1. FC Köln Gespräche mit Rani Khedira führen. Dabei könnte die gemeinsame Vergangenheit mit FC-Trainer René Wagner ein entscheidender Faktor für eine mögliche Verpflichtung des Sechsers sein.

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Das erste Pflichtspiel der Saison in Würzburg rückt näher und die Kaderplanung beim 1. FC Köln ist noch nicht abgeschlossen. Die höchste Priorität hat dabei die Verpflichtung eines neuen defensiven Mittelfeldspielers, der viel Erfahrung mitbringt. Viel Zeit bleibt dem Neuzugang jedoch jetzt schon nicht mehr, um sich an den Verein, den Trainer und das neue System zu gewöhnen. Das ist auch der Fall bei Rani Khedira. Gerüchte um den 32-Jährigen kursieren schon länger am Geißbockheim. Jetzt berichtete „Sky“ am Dienstag davon, dass der FC aktuell mit dem tunesischen Nationalspieler spricht. Dabei hat er gegenüber anderen Kandidaten einen entscheidenden Vorteil, der die Eingewöhnungszeit deutlich verkürzen und auch der Grund für einen potenziellen Wechsel in die Domstadt sein könnte.

Gemeinsame Vergangenheit mit Wagner

Khedira hat nämlich bereits mit René Wagner zusammengearbeitet hat. Als Co-Trainer von Steffen Baumgart stand der heutige FC-Coach im Jahr 2025 einige Monate bei den Eisernen unter Vertrag. Trainer und Spieler sind sich dementsprechend nicht unbekannt. Wagner weiß um die Stärken von Khedira, wie er innerhalb einer Mannschaft funktioniert und um die tägliche Zusammenarbeit. Gleichzeitig kennt der Weltmeister-Bruder die Arbeit mit Wagner und seine Idee von Fußball. Von dieser Bekanntschaft der beiden könnten also Verein und Spieler profitieren. Der 1. FC Köln würde seinen gesuchten Anführer auf der Sechs bekommen. Dass Khedira ein Führungsspieler ist, hat er in den letzten Jahren in Berlin unter Beweis gestellt. 149-mal ist er für Union in der Bundesliga aufgelaufen, in einigen davon auch als Kapitän, und erzielte dabei acht Tore für die Köpenicker. Über alle Stationen hinweg kommt der Defensivspezialist sogar auf 287 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse. Genau das Profil, das am Geißbockheim gesucht wird.

Aber auch Khedira selbst könnte von diesem Wechsel profitieren. Mit Aljoscha Kemlein hat sich in Berlin letztes Jahr in defensiver Mittelfeldspieler hervorgetan, dem die Zukunft gehört. Auch Andras Schäfer gilt als gesetzt bei den Eisernen. Für Khedira besteht also das Risiko, dass seine Einsatzzeit unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli deutlich zurückgeht. Beim FC wäre er hingegen als Anführer im Mittelfeld eingeplant. Darüber hinaus kennt er Wagner und seine Vorstellungen von Fußball und würde sich vermutlich schnell darin einfinden. Mit seiner Erfahrung wäre der 32-Jährige in der Lage, in einer jungen Kölner Mannschaft Verantwortung zu übernehmen und seine Mitspieler mitzureißen. Ein spannendes Projekt, dass für den Tunesier in den letzten Jahren seiner Karriere noch einmal verlockend sein könnte. Nach Paul Okon-Engstler und Gideon Mensah wäre Khedira zudem der dritte WM-Fahrer, der noch im Sommer des Turniers nach Köln wechselt.

Khedira oder doch ein höheres Regal?

Wie mehrere Spieler im Laufe der Sommervorbereitung bereits berichteten, legt René Wagner großen Wert auf eine Vertrauensbasis zwischen ihm und seinen Spielern. Jeder soll wissen woran er ist und der regelmäßige Austausch mit seinen Schützlingen steht auf der Tagesordnung. Während die Zeit bis zum Pflichtspielauftakt immer weniger wird, wäre im Fall Khedira womöglich eine deutlich schnellere Integration in die Gruppe möglich, da Spieler und Trainer bereits wissen, wie ihr Gegenüber tickt. Einen Wechsel an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach soll Khedira selbst kürzlich noch abgesagt haben. Dem FC soll er hingegen etwas offener gegenüber stehen. Ob das auch an Wagner liegt?

Trotzdem gibt es aus FC-Sicht einen wichtigen Faktor, der gegen eine Khedira-Verpflichtung sprechen könnte. Wenn die Geißböcke Said El Mala verkaufen, hätten sie genügend Geld, um nochmal in ein höheres Regal zu greifen. In dem Fall wäre die Frage, was die Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Thomas Kessler und Trainer Wagner priorisieren: Einen Spieler wie Khedira, den Wagner kennt und der sich schneller eingewöhnen kann oder einen teureren Spieler mit noch größeren Qualitäten, der kurzfristig vielleicht Anpassungsprobleme haben könnte, jedoch langfristig eventuell dem Kader einen Qualitätsschub verleiht.


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Wird ein altes Gerücht wieder heiß? Der 1. FC Köln soll Interesse an Rani Khedira haben

Rani Khedira soll ein Kandidat beim 1. FC Köln sein (Foto: Ronny Hartmann/Getty Images)
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Wird ein altes Gerücht wieder heiß? Der 1. FC Köln soll Interesse an Rani Khedira haben

Schon einige Namen wurden für die Sechser-Position beim 1. FC Köln gehandelt. Jetzt könnte ein altes Gerücht wieder heiß werden: Der 1. FC Köln soll an Rani Khedira interessiert sein.

Ein Spieler mit Erfahrung soll her für das defensive Mittelfeld beim 1. FC Köln. Dieser Profi könnte Rani Khedira sein. Zwischen dem Spieler und dem FC soll es laut Transfer-Journalist Marlon Irlbacher von Sky Gespräche geben.

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Das Profil ist klar, welches der 1. FC Köln auf der Sechs sucht: Es soll ein erfahrener Spieler her, der vor allem im defensiven Bereich über Qualitäten verfügt. Denn Stand jetzt stehen mit Tom Krauß, Isak Johannesson und Paul Okon-Engstler nur drei Optionen zur Verfügung. Und obwohl schon einige Namen wie Edson Álvarez oder Ellyes Skhiri gehandelt worden waren, gab es bis jetzt noch keine Einigung mit einem der Kandidaten. Jetzt könnte ein Kandidat, der bereits vor einigen Wochen gehandelt wurde, wieder spannend werden. Denn laut Sky-Reporter Marlon Irlbacher gibt es Gespräche zwischen dem 1. FC Köln und Rani Khedira von Union Berlin.

Fast 300 Bundesligaspiele

Der tunesische Nationalspieler würde mit 32 Jahren und 287 Bundesligaspielen definitiv in das Profil der Geißböcke passen. Und die Qualitäten des Sechsers liegen ganz klar in der Defensive – obwohl er in der abgelaufenen Saison mit fünf Toren und zwei Vorlagen in der Liga auch offensiv Akzente setzen konnte. Ob ein Transfer aber wirklich zustande kommt, steht noch nicht fest. Denn laut Irlbacher gibt es bis jetzt bezüglich eines Wechsels noch keinen Kontakt zwischen den Vereinen.

Nach dem Test am vergangenen Samstag hatte FC-Coach René Wagner sich mit Blick auf die Sechser-Suche noch gelassen gezeigt. „Dann müssen wir auch die Geduld haben, zu warten, bis der Spieler sich zeigt für uns und dann schnappen wir zu“, so der Trainer. Dabei würde der Verein auch nur aktiv, wenn es sich um einen Profi handelt, der den Verein weiterbringe. „Wenn wir uns da nicht sicher sind, oder sich der Spieler nicht sicher ist, dann machen wir da nichts, was uns auf der Position nicht gefällt“, erläuterte Wagner. Ob sich die Geißböcke und Khedira am Ende sicher sind, dass ein Wechsel das jeweils richtige ist, zeigt sich dann in den kommenden Tagen oder Wochen.


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