Mit „Pferdelunge“ gegen Dortmund: Youssoupha Niang nutzt seine Chance

Youssoupha Niang vom 1. FC Köln
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Mit „Pferdelunge“ gegen Dortmund: Youssoupha Niang nutzt seine Chance

Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln Redebedarf: VAR-Ärger, Platzverweis-Diskussionen – und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant vom 1. FC Köln: Youngster Youssoupha Niang nutzt die Topspiel-Bühne.

Einen kühlen Kopf zu bewahren, fiel allen Beteiligten am Samstagabend anlässlich des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln nicht leicht. Mit dabei war Startelfdebütant Youssoupha Niang.

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Nach der gestrigen Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln eine Menge Gesprächsbedarf. Wieso entscheidet sich der VAR beim Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto gegen das Eingreifen? Was ging in Jahmai Simpson-Puseys Kopf vor, als er Dortmunds Maxi Beier gefoult hat? Beim Samstagabendspiel gegen die Schwarzgelben überschlugen sich die Ereignisse. Und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant, der in dieser Gemengelage versuchte, gegen den Tabellenzweiten Eindruck zu schinden. Die Rede ist von Youssoupha Niang.

Kwasniok: „Er hat einfach eine Pferdelunge“

FC-Coach Lukas Kwasniok hatte sich vor der Begegnung mit der Kovac-Elf den Kopf darüber zerbrochen, wie er der Tormaschinerie der Gäste Sand ins Getriebe streuen und gleichzeitig nicht auf Offensivpower verzichten könnte, um eine Nullnummer wie gegen Augsburg zu verhindern. Kwasnioks Lösungsansatz war mutig: Das Sturmjuwel Youssoupha Niang kam in dieser Saison in der Bundesliga für den FC erst auf vier Kurzeinsätze. Der Flügelspieler laborierte zudem den Großteil der Saison an einer Schulterverletzung und wurde auch immer wieder durch muskuläre Probleme ausgebremst. Trotzdem erhielt er gegen die Borussia den Vorzug gegenüber Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Linton Maina musste nach Erkrankung noch geschont werden, der 27-Jährige verfolgte das Geschehen zu Beginn noch von der Bank.

„Wir gehen davon aus, dass wir gegen Dortmund viel laufen müssen. Youss ist ein sehr laufstarker Spieler, der sich leider zu Beginn der Saison die Schulter verletzt hat und deshalb länger ausgefallen ist”, erklärte Kwasniok am Samstag am Sky-Mikrofon. Für das Duell mit Dortmund war Niang wieder fit und passte laut Kwasniok mit seinem Spielerprofil gut zu den Anforderungen des Gegners: „Er hat einfach eine Pferdelunge, kann in beide Richtungen sehr gut arbeiten, ist laufstark und schnell. Ich glaube, dass du heute über Geschwindigkeit kommen musst. El Mala und Niang müssen gegen den Ball sehr fleißig sein.”

Niang mit Bestwert gegen Borussia Dortmund

Von Beginn an war klar: Niang nahm seinen Coach beim Wort. Bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute bewies er, dass er das Vertrauen des Trainers verdient hatte. So gehörte ihm die erste nennenswerte Chance der Begegnung nach gut fünf Minuten. Eine Flanke von Said El Mala beförderte er per Aufsetzer auf den Kasten von BVB-Keeper Kobel. Dieser konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Auch in der 56. Minute scheiterte Niang nur knapp. Der unermüdliche Jakub Kaminski schoss nach Ablage von El Mala auf das gegnerische Tor und zwang Kobel zu einem Abpraller.

Niang stand goldrichtig und kam aus kürzester Distanz an den Ball, doch sein Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt. Insgesamt schloss der 19-Jährige häufiger ab als jeder andere Spieler auf dem Platz. Dabei muss erwähnt werden: Niang bemühte sich, die gefährlicheren Gelegenheiten lagen aber bei den Gästen, die bekanntlich mehr als die Hälfte der Partie in Überzahl agierten. Dies spiegelt sich auch in den xGoals-Werten der Partie wider: Diese lagen bei 1,03 für den FC zu 1,88 für den BVB.

FC-Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Auch wenn Niangs Startelfdebüt nicht mit einem Scorerpunkt oder gar einem Punktgewinn gegen ein Topteam gekrönt wurde, bleibt der Eindruck, dass die Geißböcke auf das nächste „Young Goat“ zählen können – auch in derart brenzligen Situationen wie dem Fight gegen Dortmund, der von Beginn an intensiv war und in der Nachspielzeit seinen Höhepunkt fand. Es bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok den 19-Jährigen auch für das nicht weniger wichtige Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV kommenden Samstag von Beginn an aufstellt.


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Großes Lob, aber ein Abwägen bei der Förderung des Nachwuchses: „Ein großes inneres Anliegen“

Fynn Schenten im Spiel des 1. FC Köln gegen die Bayern
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Großes Lob, aber ein Abwägen bei der Förderung des Nachwuchses: „Ein großes inneres Anliegen“

Zwei Youngster haben in dieser Saison beim FC bereits ihr Profidebüt gefeiert, weitere könnten folgen. Allerdings will es der Coach mit dem Einbinden der Talente auch nicht übertreiben beim 1. FC Köln: Lukas Kwasniok will die Talente fördern, wägt aber ab.

Fynn Schenten und Youssoupha Niang feierten bereits ihr Profi-Debüt, weitere Talente stehen beim FC in den Startlöchern. Doch der Sprung zu den Profis ist ein großer. Und FC-Coach Lukas Kwasniok wägt ab, welcher Weg der richtige ist.

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Der Auftritt war sicherlich nicht der beste in dieser Saison, am Ende gab es aber dennoch einen viel umjubelten Sieg. Fynn Schenten spielte unter der Woche das DFB-Viertelfinale mit der Kölner U19. Der Angreifer verschoss unter anderem einen Elfmeter, die Kölner setzten sich dennoch gegen Eintracht Frankfurt durch. Im März steht nun die Vorschlussrunde beim VfL Wolfsburg an. Für Schenten ein wenig Nachwuchs-Alltag zwischen den Einsätzen bei den Profis. Denn der Stürmer sammelte in den vergangenen Wochen bekanntlich reichlich Bundesliga-Erfahrung – zumindest für einen Youngster. Seit dem Duell gegen Union Berlin vor Weihnachten stand der 18-Jährige immer im Profi-Kader, kommt mittlerweile auf fünf Einsätze. Davon sogar einer von Beginn an.

Kwasniok will „Durchlässigkeit forcieren“

Neben Schenten feierte auch Youssoupha Niang bereits sein Profi-Debüt. Spieler wie Cenny Neumann oder zuletzt David Fürst erhielten bereits einen Kaderplatz. In großen Teilen der Hinrunde erwies sich Lukas Kwasniok nicht unbedingt als der große Nachwuchsförderer, Profi-Debüts schienen bis Dezember eigentlich kein Thema zu sein. Dabei legt der 44-Jährige großen Wert auf die Arbeit mit den Eigengewächsen – und das nicht erst seit seiner Zeit in Paderborn. „Auf der einen Seite ist es mein Job Woche für Woche Spiele zu gewinnen und daran werde ich gemessen“, sagt der Coach. „Und auf der anderen Seite ist es einfach ein inneres Anliegen meinerseits in den Vereinen, in denen ich arbeite und hier jetzt beim 1. FC Köln, gerade mit dieser Qualität in der Nachwuchsarbeit, diese Durchlässigkeit einfach auch zu forcieren.“

„Das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“

Doch diese Durchlässigkeit kommt nicht von ungefähr. Nicht jedes Talent schafft den Sprung, nicht jedes hat die Qualität bei den Profis zu bestehen. Es sei ein Abwägen. „Die Jungs brauchen auf der einen Seite Training in der Männermannschaft und auf der anderen Seite Spielzeiten in der Jugend, wenn sie das bei der Männermannschaft noch nicht bekommen können“, erklärt der Trainer. „Wenn ich das Gefühl habe, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie bei uns 15 bis 20 Minuten bekommen und spielen erst am nächsten Tag beim Nachwuchs, dann kannst du das schon auch beides unter einen Hut bekommen“, sagt Kwasniok. „Aber wenn es zeitgleiche Spiele gibt, dann wirst du immer abwägen müssen, wie sieht die Kadersituation bei uns aus und tut es dem Spieler XY nicht besser, jetzt in der A-Jugend oder in der U21 eben zu spielen.“

Für den Trainer kommt es auf die richtige Mischung an. Das erfordert mitunter schon mal den kurzen Dienstweg. „Es gibt immer viele Dinge, die vielleicht nicht ganz optimal laufen, aber was den Austausch zwischen U19, U21 und erste Mannschaft angeht, das habe ich in der Form bisher auch noch nicht erlebt. Das ist echt 1A und deswegen glaube ich, sind die Jungs da in guten Händen.“ Und da die U19 erst am Sonntag ran muss, stehen die Chancen für Fynn Schenten wieder einen Kaderplatz zu ergattern nicht schlecht. Die U21 spielt dagegen wie die Profis am Samstagnachmittag, allerdings bereits um 14 Uhr.