Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Tom Krauß im Interview mit come-on-fc.com
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Tom Krauß im Exklusiv-Interview: „Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Seit Ende der vergangenen Saison hat der 25-Jährige einen festen Vertrag beim FC. Mit come-on-fc.com spricht der gebürtige Leipziger über die abgelaufene Spielzeit, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Tom Krauß im Exklusiv-Interview.

Der 25-Jährige kam im vergangenen Sommer vom 1. FSV Mainz 05 per Leihe mit Kaufoption zum 1. FC Köln. Mit dem Klassenerhalt und einer zuvor vereinbarten festen Anzahl an Einsätzen wurde die Kaufpflicht aktiviert. Nun hat der Mittelfeldspieler einen festen Vertrag bis Sommer 2029. Im Exklusiv-Interview sprach der gebürtige Leipziger mit come-on-fc.com über seine Karriereziele und die Zukunft beim FC.

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Das Gespräch führte Simon Bartsch für come-on-fc.com
Herr Krauß, im September 2023 gab es ein Testspiel in Mainz, bei dem sich der FSV von der Südtribüne des Stadions verabschiedet hat. Damals haben Sie zwei Elfmeter verwandelt, Mainz gegen Duisburg 2:0 gewonnen. Und das unter den Augen des damaligen FSV-Idols und Liverpool-Coach Jürgen Klopp. War das schon eine vorahnende Bewerbung für größere Aufgaben unter dem neuen Bundestrainer?

Tom Krauß: Nein (lacht). Das ist ganz weit weg. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere mich gerade nur auf den FC, habe nicht ohne Grund für drei Jahre einen Vertrag unterschrieben. Da mache ich mir jetzt über solche Dinge keine Gedanken. Wichtig ist, dass ich hier die Leistung bringe.  

Aber Sie haben schon sämtliche Nachwuchsmannschaften des DFB durchlaufen. Ist die A-Auswahl dann kein erhofftes Szenario?

Tom Krauß: Das ist natürlich für jeden Profi-Spieler ein Traum. Aber sich jetzt damit zu befassen, das ist Quatsch.

Sie waren in den USA im Sommer. Haben Sie sich die WM auch vor Ort angesehen?

Tom Krauß: Nein, leider nicht. Wir waren in Miami. Da war zwar ein Spiel von Saudi-Arabien gegen Uruguay, das habe ich mir aber nicht angesehen. Ich habe einfach meinen Urlaub genossen und trotzdem das WM-Feeling aufgesogen. Dadurch, dass die deutsche Mannschaft leider sehr schnell aus dem Turnier ausgeschieden ist, war das hier in Deutschland vielleicht nicht so möglich. In den USA war das schon ein besonderes WM-Feeling und es war cool, das mitzuerleben.

Was hat das Feeling so besonders gemacht?

Tom Krauß: Man bekommt einen Eindruck von vielen Nationalitäten. Argentinien, Brasilien, die haben einfach eine komplett andere Mentalität. Es war auch cool zu sehen, wie viele Kolumbianer und viele andere Nationen angereist sind, um bei der WM mitzufiebern. Wie diese Fans den Fußball wirklich leben, das kriegt man hier überhaupt nicht so mit. Es sei denn, die WM ist in Deutschland.

“Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan“

Sie haben die WM-Spiele der Deutschen sicherlich auch verfolgt. Blickt man da als Fußball-Profi anders drauf, ist man besonders kritisch mit den Kollegen?

Tom Krauß: Nein, kritisch nicht. Am Ende ist man genauso voll dabei wie ein normaler Fan. Weil man sich im Erfolgsfall natürlich für das ganze Land freut. Es ist einfach cool, wenn alle mitfiebern, weil es unsere Nation verbindet. Da bin ich dann schon voll mit dabei. Auch wenn ich ein Profi bin, bin ich dann einfach ein normaler Fan.

Nun der Kontrast – Alpenpanorama in Kitzbühel. Statt Erholung am Meer, Arbeiten vor dem Wilden Kaiser. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Tom Krauß: Es ist sehr schön. In Österreich hast du immer die besten Bedingungen im Sommer. Die Plätze sind gut, es sind wieder viele Fans mitgekommen. Das Ambiente ist immer schön. Das Training war zu Beginn ein bisschen ruhiger, aber jetzt starten wir dann richtig rein. Es ist wichtig, dass du mit der richtigen Fitness in die Saison gehst. In den Testspielen holst du dir dann dein Selbstvertrauen. Dann sieht man auch sehr schnell, ob alles rund läuft und wo man noch etwas verbessern kann. Am Ende zählt es dann, beim ersten Pflichtspiel in Würzburg voll da zu sein.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Saison?

Tom Krauß: Die ist nach der Sommerpause immer groß. Wir hatten dieses Mal einen verhältnismäßig langen Zeitraum, in dem wir frei hatten. Dann bekommt man automatisch wieder die Lust auf Fußball. Und gerade in Köln ist es dann noch einmal besonders, weil du immer vor vielen Zuschauern spielen kannst, diese besonderen Erlebnisse hast.

Erlebnisse sind in Köln aber auch sehr schwankend. Zumindest wird die Stimmung ja gerne als „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ beschrieben. Die vergangene Saison war da symptomatisch – zwischen Gesängen von Europa und der Sorge vor dem Abstieg. Wie empfindet man das als Spieler, der dann noch nicht einmal aus Köln kommt?

Tom Krauß: Ich habe ja schon mehrere Jahre in der Bundesliga erlebt – das ist im Profigeschäft auch einfach ein Stück weit Normalität. Man muss einfach mit kritischen Tönen rechnen, wenn es nicht die erhofften Ergebnisse gibt. Ich kenne das auch von anderen Vereinen: Du gewinnst zwei Spiele und spielst gefühlt Champions League, dann verlierst du und der Abstieg ist nah. Ehrlich gesagt, mag ich das aber auch, weil es zeigt, dass alle mitfiebern und nur den bestmöglichen Erfolg für den Verein wollen. Ich lasse mich da nicht aus der Ruhe bringen. Man muss als Team da sein. Wenn man als Team zusammenhält, dann bin ich immer sehr zuversichtlich, dass man die Klasse hält.

Jeder muss am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen“

Sind diese Stimmungen denn trotzdem etwas, was man jungen Leuten wie einem 18-jährigen Reigan Heskey erst einmal vermitteln muss?

Tom Krauß: Ich finde, da muss jeder am Anfang seine eigenen Erfahrungen machen. Ich glaube aber schon, dass man auch ein wenig Hilfe geben kann. Es wird bei jedem Spieler die Phasen geben, in denen es ein bisschen schwieriger ist. Da ist Hilfe von den Routiniers schon hilfreich. Ich bin jetzt auch noch nicht 30, aber ich habe einfach schon gewisse Situationen miterlebt. Jeder junge Spieler wird es ganz sicher Höhen und Tiefen erleben. Das kenne ich aus meiner Karriere.

Wo Sie die Höhen und Tiefen ansprechen, Sie haben sich nach einem komplizierten Beginn in der vergangenen Spielzeit ziemlich eindrucksvoll einen Stammplatz erkämpft. Was waren die Qualitäten, die Lukas Kwasniok und René Wagner dann letztlich überzeugt haben?

Tom Krauß: Zu Beginn steckte ich in einem kleinen Tief, weil ich auf vielen Positionen gespielt habe, die ich tatsächlich erst einmal erlernen musste – obwohl ich auch dort mein Bestmöglichstes gegeben habe. Ich bin einfach drangeblieben und habe weiter an mir gearbeitet. Zudem hatte ich auch ein gutes Umfeld um mich herum, das mich gestärkt hat. Das war mental sehr wichtig. Und dann kam meine Knieverletzung. Damit war es wieder ein bisschen schwieriger für mich. Am Ende wollte ich alles dafür geben, dass der Verein in der Liga bleibt. Dafür habe ich Schmerzen in Kauf genommen. Ich wollte einfach dem Team, dem Verein helfen und konnte nicht mehr zu hundert Prozent da sein. Aber ich habe dem Trainer von Beginn an gesagt, dass ich für den Verein da bin, wenn er mich braucht.

Sie sagen, es ging für die Mannschaft um den Klassenerhalt. Damit verbunden war aber auch die Kaufpflicht, die in Ihrem Vertrag verankert war.

Tom Krauß: Natürlich. Es wäre schon blöd für mich gewesen, auf der Tribüne zu sitzen und nur hoffen zu können, dass sie greift. So konnte ich mithelfen, auch wenn es dann vielleicht nur zehn Minuten waren. Für mich ging es dabei aber nicht um mich persönlich, sondern um den Verein. Der FC gehört in die Bundesliga und ich wollte, dass er ein weiteres Jahr dort spielt und weiter darauf aufbauen kann.

Gab es denn auch ein Szenario B oder sogar schon Gespräche, was passiert wäre, wenn der FC die Klasse nicht gehalten hättet?

Tom Krauß: Nein, da gab es keine Gespräche. Wir waren aber auch alle davon überzeugt, die Klasse zu halten.

Tom Krauß beim 1. FC Köln
Auf der Zielgeraden kam es dann zum Trainerwechsel. Wie erlebt man das als Spieler?

Tom Krauß: Die Erfahrung habe ich leider öfter gemacht. Am Ende sind das normale Abläufe im Profifußball. Für die Spieler bedeutet das in erster Linie, dass man sich dann neu beweisen muss. Mit René hat jemand übernommen, der uns schon kannte. Aber trotzdem willst du dich neu beweisen, willst zeigen, dass du spielen willst. Für mich ist das aber ohnehin mein Motto. Der Trainer soll wissen, dass er immer auf mich zählen kann.

„Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will“

War es dann ein Vorteil, dass René Wagner geblieben ist? Er dürfte ihr Motto ja bestens kennen…

Tom Krauß: Er war nah dran an der Mannschaft – und wir hatten ein gutes Verhältnis zu ihm. Ergebnistechnisch war es sicher nicht überragend, aber René kam auch während der Saison. Das Heidenheim-Spiel war ein kleiner Dämpfer. Wir waren zwar rechnerisch durch, aber wir wollten unbedingt einen guten Abschluss haben – gerade für Dominique Heintz und Florian Kainz. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt hat der Trainer die Zeit, uns das beizubringen, was er will.

Sie haben die verschiedenen Positionen angesprochen. In welcher Rolle sehen Sie sich denn auf dem Platz?

Tom Krauß: Ich glaube, in den beiden Spielen, bei denen ich Rechtsverteidiger gespielt habe, ging nichts über meine Seite – aber nach vorne ging eben auch nur sehr wenig (lacht). Das kann ich schon solide spielen. Aber natürlich bin ich Sechser, Achter oder auf der Doppel-Sechs. Das ist meine Rolle. Da bin ich Profi geworden.

Wir haben gerade die Trainersuche angesprochen. Eine andere Suche ist die nach neuen Spielern. Es wird ja seit Wochen schon kolportiert, dass noch ein routinierter Sechser dazukommen soll. Was macht das mit einem Spieler? Heizt das an?

Tom Krauß: Es war klar, dass auf Eric ein Neuer folgt. Und Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende kann ich die Vorbereitung und die Testspiele nutzen, um dem Trainer zu zeigen, dass er auf mich setzen kann. Es liegt ja an mir: Trainiere ich gut und spiele ich gut? Dann muss der Trainer entscheiden. Das ist mein Motto. Wenn man mich braucht, bin ich da. Ich bin entspannt und konzentriere mich auf meine Leistung.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Saison?

Tom Krauß: Für mich ist jedes Jahr das Ziel, erstmal mit dem Verein die Liga zu halten. Alles andere kann dann kommen. Für mich ist es wichtig, fit zu bleiben und einfach meine beste mögliche Leistung abzurufen. Und für den FC wollen wir so schnell wie möglich den Klassenerhalt. Wenn das dann am 33. Spieltag der Fall ist, dann ist es eben am 33. Spieltag. Klar ist auch, dass wir alles dafür tun werden, es besser als letzte Saison zu machen.

„Meine Hoffnung ist groß, dass es jetzt hier in Köln klappt“

Sie strahlen auf dem Platz Willen und Leidenschaft aus, gehen voran, übernehmen Verantwortung. Ist das eine Rolle, in der Sie sich wohl fühlen?

Tom Krauß: Ich bin jetzt 25, noch keine 30. Aber trotzdem habe ich schon eine gewisse Anzahl an Bundesligaspielen, an Profi-Spielen. Natürlich will ich diese Erfahrung auch an jüngere Leute weitergeben. Und gleichzeitig muss ich meine Leistung bringen. Dann kann ich auch, wie man es letztes Jahr gesehen hat, die Fans mitziehen und vielleicht auch die Spieler, die sich gerade vielleicht auf einem Hoch befinden.

Sie haben einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Es wirkt so, als ist das jetzt endlich die Konstante, die Sie während den ganzen Leihen gesucht haben. Ist Köln jetzt auch in gewisser Weise zu Hause?

Tom Krauß: Ja, da kann man so sagen. Ein langfristiger Vertrag ist das, was ich wollte. Ich bin einfach sehr froh, dass es geklappt hat. Meine Freundin wohnt jetzt auch in Köln. Also nimmt es jetzt langsam Formen an. Ich bin einfach sehr glücklich, dass es so gekommen ist.

Warum jetzt und nicht vorher schon?

Tom Krauß: Es gibt immer Gründe, warum es letztlich nicht geklappt hat. Bei Schalke haben wir die Klasse nicht gehalten, sonst wäre ich damals wahrscheinlich dortgeblieben. Als ich zurück in Mainz war, hat Trainer nicht so auf mich gesetzt. Auch das ist Teil des Geschäfts und vollkommen okay. In Luton gab es familiäre Probleme. Trotzdem ist meine Hoffnung groß, dass es jetzt hier in Köln klappt.


Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

René Wagner wirkt nachdenklich
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Wenig Spielzeit unter René Wagner: Das sind bislang die Leidtragenden des Trainerwechsels beim 1. FC Köln

Seit einem knappen Monat ist René Wagner nun beim FC im Amt. Punktemäßig hat sich der FC stabilisiert. Doch es gibt auch Leidtragende des Trainerwechsels beim 1. FC Köln: Diese Spieler bekommen wenig Spielzeit unter René Wagner.

Auch, wenn die Begegnung gegen St. Pauli am vergangenen Freitag alles andere als eine sportliche Offenbarung war, seit der Beförderung von René Wagner hat sich die sportliche Situation beim FC verbessert. Fünf Zähler sammelten die Geißböcke unter Wagner, fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz – und das vier Spieltage vor dem Saison-Ende. Zwar hat der Interimstrainer nicht an den ganz großen Stellschrauben gedreht, es gibt dennoch einige personelle Veränderungen. Und die bedeuten zwangsläufig, dass es auch Verlierer gibt.

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Denis Huseinbasic: Der 24-Jährige bekam beim Wagner-Debüt die Chance von Beginn an. Doch der Mittelfeldspieler wusste gegen seinen Jugendverein wahrlich nicht zu überzeugen. Durch die Rückkehr von Eric Martel rotierte Huseinbasic zunächst auf die Bank und am vergangenen Wochenende sogar aus dem Kader. Das könnte sich durch die Verletzung von Ragnar Ache schon im kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen wieder ändern, muss es aber nicht. Überhaupt ist die Saison für den siebenmaligen bosnischen Nationalspieler nicht die einfachste. Isak Johannesson und Eric Martel scheinen gerade die Nase vorn zu haben.

Wenig Spielzeit für Leistungsträger

Tom Krauß: Und das auch vor einem weiteren Mittelfeldspieler, der sich über Einsatzzeit im Jahr 2026 eigentlich nicht beschweren konnte. Krauß avancierte zu Beginn des Jahres zum unumstrittenen Stammspieler. Der 24-Jährige ging als absoluter Leader und Spieler mit Willen und Leidenschaft voran. Vor dem Duell gegen Mönchengladbach musste der gebürtige Leipziger kurzfristig passen. Zwar stand Krauß gegen Frankfurt fast 90 Minuten auf dem Platz (wohl auch, weil Martel gesperrt fehlte), anschließend folgten in der Begegnung gegen Bremen vier Minuten Einsatzzeit und gegen Pauli saß der ehemalige U21-Nationalspieler komplett auf der Bank.

Rav van den Berg: Der Innenverteidiger kam im vergangenen Sommer als Königstransfer – zumindest wirtschaftlich. Rund acht Millionen Euro ließen sich die Kölner die Dienste des U21-Nationalspielers der Niederlande kosten. So richtig eingeschlagen ist der Innenverteidiger bislang noch nicht. Und das, obwohl van den Berg eine hohe Veranlagung und viel Potenzial mitbringt. Aktuell haben Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar die Nase vorne. Gerade Zweiterer überrascht dabei ein wenig. Der bisherige Karriereverlauf ließ nicht darauf schließen, dass sich die Situation für den Türken so entwickeln würde. Ob Wagner die Abwehr in den verbleibenden Spielen noch einmal umstellt, ist offen.

Ausbootung der Routiniers: Mit Florian Kainz und Dominique Heintz wurden zwei erfahrene Spieler im Grunde ausgebootet. Beide Akteure haben keine Zukunft mehr beim FC. Kainz hat sein Karriere-Ende bereits bekannt gegeben, der Vertrag von Heintz wird in Köln nicht verlängert. Gleichzeitig waren beide zuletzt auch nicht mehr Teil des Kaders. Aufgrund der entspannten personellen Situation musste Wagner bekanntlich Spieler aus dem Kader streichen. Die beiden Routiniers traf es gleich zwei Mal – und Wagner deutete an, dass es schwer werden würde, wieder zurückzukommen.

Youngster: Auch Fynn Schenten und Youssoupha Niang waren bei den jüngsten Spielen nicht mehr Teil des Profi-Kaders. Ebenfalls, weil der Kader aktuell sehr breit ist. Sicherlich auch, weil die beiden Angreifer bei der U21 einfach mehr Spielzeit erhalten. Gut möglich, dass sich für einen der beiden Stürmer die Situation mit dem Spiel gegen Leverkusen und durch die Verletzung von Ragnar Ache verändert.


Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Patrick Wimmer jubelt nach seinem Treffer gegen Union
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Konkurrenz gewinnt und erhöht den Druck auf den 1. FC Köln

Der FC wollte auch an diesem Spieltag wieder als der große Gewinner des Tabellenkellers einen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Doch die Konkurrenz spielt nicht mit: Der Druck auf den 1. FC Köln steigt wieder.

Mit einem Sieg über den FC St. Pauli wollten die Kölner eigentlich die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt feiern. Es kam aber anders. Auch, weil die Konkurrenz nicht mitspielt.

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Die Euphorie war vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli rund ums Geißbockheim groß. Denn mit einem Sieg über die Kiezkicker hätte der FC bereits mit einem Bein die Tür zur Bundesliga-Saison 2026/27 überschritten. Immerhin verhinderte Köln mit dem späten Ausgleich durch Luca Waldschmidt Schlimmeres. „Der Punkt war unfassbar wichtig. Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir zwei Punkte an St. Pauli ran, so sind wir fünf weg“, lautete die Reaktion von René Wagner nach der Begegnung. Doch auch mit den fünf Zählern ist Köln vier Spieltage vor Saisonende alles andere als durch. Denn das Restprogramm hat es mit den Spielen gegen Bayern und Bayer sowie die direkten Konkurrenten Union und Heidenheim durchaus in sich. Und die Konkurrenz spielte am 30. Spieltag ebenfalls nicht mit. Durch die Erfolge von Wolfsburg und Bremen schiebt sich die Tabelle im Keller wieder ein Stückchen weiter zusammen.

Bremen verbessert sich

Werder setzte sich nach der verdienten Niederlage gegen Köln in der vergangenen Woche im Nordderby 3:1 durch. Jen Stage brachte Bremen gleich zwei Mal in Führung. Zwischenzeitlich hatte der HSV durch Robert Glatzel ausgeglichen. In der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas das erlösende 3:1 – und das in Überzahl. Philip Otele war zuvor vom Platz geflogen. Bremen hat damit ebenfalls 31 Punkte auf dem Konto, liegt nur aufgrund der Tordifferenz hinter dem FC auf Rang 14. Auch der VfL Wolfsburg sendete wieder ein Lebenszeichen. Die Wölfe gewannen bei Union Berlin 2:1. Patrick Wimmer und Dženan Pejčinović brachten den VfL in Führung, Oliver Burke verkürzte in den Schlussminuten. Zwar drückten die Eisernen auf den Ausgleich, der fiel aber nicht mehr. Durch den Erfolg hat Wolfsburg den Rückstand zum Relegationsplatz auf zwei Zähler reduziert. Es könnte also durchaus am letzten Spieltag zum Finale zwischen den beiden Teams im direkten Duell kommen.

Durch die Niederlage mischt auch Hamburg wieder im Abstiegskampf mit. Der Punktestand zwischen den Rängen zehn und 15 beträgt nun nur noch drei Punkte. Bei fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz – vier Spieltag vor Saisonende – hat der FC es natürlich weiterhin in der eigenen Hand. Am Sonntag greifen mit Heidenheim in Freiburg und Mönchengladbach gegen Mainz zwei weitere Abstiegskandidaten in den Spieltag ein.


Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Jaka Potocnik soll für RWE noch zum Faktor werden
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Die Formkurve zeigt wieder nach oben: Jaka Potocnik trifft nach langer Flaute

Seit fünf Monaten hat Jaka Potocnik nicht mehr für Rot-Weiss Essen getroffen. Den Negativtrend hat der Angreifer durchbrochen und hofft nun auf die sportliche Wende. Und das unter Beobachtung der Verantwortlichen des 1. FC Köln: Jaka Potocnik will zurück in die Spur finden.

Für Jaka Potocnik zeigt die Formkurve zurzeit wieder nach oben. Doch nicht alle Leihspieler erlebten ein erfreuliches Wochenende.

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Es war ein besonderes Spiel und es waren besondere Worte, die Uwe Koschinat vor fünf Monaten für den Stürmer wählte. „Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potential er besitzt, um ein Top-Stürmer zu werden“, schwärmte der RWE-Coach. „Er ist stark mit dem Kopf, hat ein gutes Gefühl in den Räumen zu sein, er ist ein top Junge.“ Jaka Potocnik hatte gegen Ingolstadt getroffen, ein weiteres Tor für Essen eingeleitet. Auch in Köln wird man sich damals den Durchbruch des Stürmers gewünscht haben. Der FC hat bekanntlich viel bei der Verpflichtung des Talents riskiert, eine Transfersperre anschließend kassiert, das Talent blieb allerdings bislang hinter den doch sehr, vielleicht zu hohen Erwartungen zurück. Auch, weil der Slowene sich immer wieder verletzte.

Potocnik trifft erneut gegen Ingolstadt

Auch auf die Begegnung gegen Ingolstadt im November folgte eine schwierige Phase. Die nächste Verletzung, starke Konkurrenz – so richtig nahm die Form seitdem nicht an Fahrt auf. Und doch wollen die Kölner den Kontrakt mit dem Angreifer noch einmal verlängern. Denn die FC-Verantwortlichen sehen großes Potenzial in dem Angreifer, wollen ihn aber dem Vernehmen nach in der kommenden Spielzeit noch einmal verleihen. Bei RWE sammelt der 20-Jährige weiter Pluspunkte. So am vergangenen Wochenende als er erneut traf. Zum ersten Mal seit seinem Treffer gegen Ingolstadt und erneut gegen Ingolstadt. Der Slowene wurde in der Schlussphase eingewechselt und erzielte in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand. RWE darf sich damit als Tabellenzweiter mit vier Zählern Vorsprung weiterhin große Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Für Potocnik war es der dritte Saisontreffer.

Julian Pauli spielte derweil 90 Minuten für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg. Die Sachsen fuhren einen wichtigen 2:0-Erfolg im Abstiegskampf ein. Der Innenverteidiger hat sich zum absoluten Leistungsträger bei Dynamo gemausert. Die Chancen für eine Rückkehr in den Kader des FC scheinen indes groß. Vermutlich größer als bei Elias Bakatukanda. Der Innenverteidiger kam bei BW Linz auch weiterhin nicht zum Einsatz. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen, der nach wie vor verletzt aussetzen muss. Über die genaue Verletzung hat Aarhus bislang keine Auskunft gegeben. Imad Rondic war am Wochenende zwar fit, kam für Preußen Münster beim 0:0 gegen Greuther Fürth aber nicht zum Einsatz. Auch in Münster scheint der Knoten wohl nicht zu platzen.


Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Said El Mala jubelt nach dem 1:0 gegen Bremen
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Said El Mala knackt Poldi-Rekord und will mehr!

Früh gingen die Kölner im Heimspiel gegen Werder Bremen in Führung. Und das einmal mehr durch Said El Mala. Der Kölner Youngster ist nach wie vor eine Lebensversicherung des 1. FC Köln: Said El Mala knackt den Podolski-Rekord.

Mit seinem elften Saisontor brachte der 19-Jährige die Geißböcke auf die Erfolgsspur und überholte nebenbei Lukas Podolski.

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So richtig rund lief Said El Mala nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen nicht mehr. Der Offensivspieler der Geißböcke humpelte leicht durch die Katakomben des Kölner Stadions. Doch so die ganz großen Sorgenalten braucht kein FC-Verantwortlicher auf der Stirn tragen. Denn El Mala litt eher unter Ermüdungserscheinungen. „Ich habe die ganze Woche nicht trainiert, das habe ich schon nach 15 Minuten gespürt“, sagte der 19-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Tatsächlich hatte El Mala gegen Frankfurt einen Schlag auf den Knöchel bekommen, arbeitete zumindest die ersten Tage individuell. Am Sonntag hatte es der Kölner Torjäger aber in die Startelf geschafft. Kein Wunder, bei bis dato zehn Toren und vier Vorlagen. Kein anderer Kölner ist an an anhähernd vielen Treffern beteiligt.

„Da brauche ich nicht zum Trainer gucken“

Und der Kölner Angreifer hat seine Bilanz gegen Bremen noch aufpoliert. Nach einem Foulspiel an Jakub Kaminski entschied Schiedsrichter Tobias Reichel auf Elfmeter und Said El Mala schritt fast schon selbstverständlich zur Tat. „Ich hatte Kuba gefragt. Der wollte aber nicht schießen. Ich habe mich gut gefühlt, habe den Ball genommen, angelegt geschossen“, sagte El Mala. „Das war auch Druck und nicht leicht, aber ich hatte Bock. Ich wollte wieder ein Tor machen.“ Ein Tor und dazu noch eine Premiere. „Das ist tatsächlich mein erster Elfmeter. Auch bei Viktoria gab es immer andere“, so der Schütze weiter, der bestätigte, dass es keinen Augenkontakt zum Coach gegeben habe. „Das ist eine selbstbewusste Entscheidung, da brauche ich auch nicht zum Trainer gucken. Der vertraut mir da schon genug.“

Für Coach René Wagner gab es keine Einwände. „Said hat sich gut gefühlt vor dem Elfmeter und hat ihn deshalb geschossen. Ich freue mich, dass er sich mit dem Tor belohnt hat“, sagte der Trainer. Mit dem Tor und einem Rekord. Denn der 19-Jährige hat damit mehr Treffer erzielt als Lukas Podolski bei dessen Premieren-Saison. „Wenn man Rekorde knackt, die dann auch noch vom Poldi waren, ist das schon was Besonderes“, erklärte der Außenspieler. „Es ist die Bestätigung für die Leistung. Ich freue mich, dass ich das geknackt habe. Es ist einfach eine schöne Auszeichnung jetzt heißt es einfach weitermachen.“ Denn der Fokus liegt voll und ganz auf dem Klassenerhalt. Und in diese Richtung haben die Kölner einen großen Schritt gemacht. Für El Mala geht es aber auch weiter um Eigenwerbung – für die Nationalmannschaft, aber auch potenzielle Interessenten.

Dazu wollte sich der Kölner dann aber nicht äußern. „Die Lust ist extrem groß, ich fühle mich extrem wohl“, so der Torschütze. „Was passiert, kann ich nicht sagen. Ich habe noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles.“


Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

Jusuf Gazibegovic will über Graz zur WM
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Fährt Jusuf Gazibegovic über eine mögliche Meisterschaft mit Graz doch noch zur WM?

In der vergangenen Woche löste Bosnien-Herzegowina mit einem Erfolg über Italien eins der letzten WM-Tickets. Auch, wenn er nicht nominiert war gibt es durchaus eine Teilnahme-Chance für einen Leihspieler des 1. FC Köln: Jusuf Gazibegovic hofft noch auf die WM.

Am Wochenende stand er wieder für Sturm Graz in der Startelf und verhalf mit einer guten Leistung zum Sieg im Spitzenspiel. Der 26-Jährige erhofft sich durchaus noch die Teilnahme an der WM. Auch weitere Leihspieler waren im Einsatz.

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Eine gewisse Vorahnung hatte Jusuf Gazibegovic schon. Vor dem entscheidenden Spiel der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina gegen Italien, dem Spiel um die WM-Teilnahme, erklärte der Rechtsverteidiger, dass es in manchen Spielen eben nicht nur auf Qualität, sondern auch auf das Herz ankomme. Und genau das hatten die Bosnier auf dem Platz gelassen und sich somit die Teilnahme am Endturnier erkämpft. Italien wird dagegen zum dritten Mal in Folge nur zuschauen. Dem will auch Jusuf Gazibegovic entgehen. Der Abwehrspieler will noch auf den WM-Zug Richtung USA, Kanada und Mexiko aufspringen. Und weil er genau den zu verpassen drohte, war die Leihe zurück zu Sturm Graz im Winter dringend nötig. Unter Lukas Kwasniok spielte der gebürtige Österreicher keine Rolle, war komplett hinten dran und galt schon recht früh in der Saison als potenzieller Winterabgang.

WM-Teilnahme weiterhin durchaus möglich

Dabei war der heute 26-Jährige im Winter 2025 als erster Neuzugang nach der Transfersperre geholt und als Transfercoup gefeiert worden. Nach schwerem Start war die Hoffnung groß, den Durchbruch unter Kwasniok schaffen. Das gelang nicht. Und so war der Weg zurück zu Sturm Graz – allerdings als Leihspieler – folgerichtig. Bei seinem Ex-Club wäre Gazibegovic unangefochtener Stammspieler, wenn ihn nicht schon mehrere Verletzungen zurückgeworfen hätten. Vier Mal stand der Abwehrspieler im Kader, vier Mal von Beginn an auf dem Feld. So auch am Wochenende, als er im Spitzenspiel gegen Rapid eine gute Stunde sammelte. Sturm gewann 2:0 und behauptete souverän die Tabellenführung. Und für Gazibegovic rückt die WM dadurch tatsächlich wieder in den Fokus.

Zwar war der Außenverteidiger nicht für die aktuellen WM-Playoff-Spiele nominiert, aber immerhin stand Gazibegovic auf Abruf. Und da der 26-Jährige vor seinem Wechsel zum FC unumstrittener Stammspieler der Nationalmannschaft war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich dieser Status bei weiteren Einsätzen und guten Leistungen für den Spitzenreiter der Bundesliga. Auf eine WM-Teilnahme hofft mit Elias Bakatukanda auch ein weiterer Kölner Leihspieler. Denn auch die Demokratische Republik Kongo hat sich für das Endturnier qualifiziert, Bakatukanda bislang für die U23 gespielt. Es verdichten sich aber die Zeichen, dass das A-Debüt nicht mehr weit entfernt ist. Am Wochenende spielte der Innenverteidiger für Linz aber nicht. Genauso wenig wie Rasmus Carstensen für Aarhus, der verletzt ausfiel.

90 Minuten stand dagegen Julian Pauli für Dynamo Dresden bei der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC auf dem Platz. Jakub Potocnik kam für Rot-Weiss Essen im Duell gegen den MSV Duisburg nach gut 70 Minuten, hatte aber keinen großen Einfluss mehr beim 1:0-Erfolg von RWE. Auch der VfB II gewann. Beim 3:1 über Jahn Regensburg startete der Stürmer, wurde aber ohne Scorer nach 70 Minuten ausgewechselt. Für Imad Rondic gab es bei Preußen ein paar Minuten.  


Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

René Wagner beim Training des 1. FC Köln
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Breiter Kader für René Wagner und den 1. FC Köln: „Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind“

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat sich die Personalsituation beim FC erstaunlich entspannt. Und das führt zu einer spannenden Situation beim 1. FC Köln: René Wagner vor harter Kader-Entscheidung.

Mehrere Spieler kehrten aus ihren Verletzungen zurück, Sperren sind abgelaufen und die Nationalspieler unversehrt zurück. Das stellt René Wagner erstmals vor eine schwere Aufgabe.

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Gerade einmal vier Profis des 1. FC Köln waren in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Einzig der 1. FC Heidenheim stellte aus der Bundesliga weniger ab. Zwar sprechen Nationalspieler bekanntlich auch immer für die Qualität einer Mannschaft, doch der neue FC-Trainer dürfte über die wenigen Nominierten angesichts seines neuen Jobs und der Eingewöhnung alles andere als unzufrieden mit der Personallage gewesen sein. Zumal sich diese in der vergangenen Woche nach und nach immer weiter entspannt haben. Ausgerechnet mit dem Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt fing beim FC die Verletzungsmisere an. Joel Schmied fiel nach der Begegnung aus und leitete damit einen gefühlten Dauer-Krankenstand ein. Tatsächlich fehlten dem FC seitdem immer mindestens vier Spieler durchgehend. Und vor dem Duell gegen die Hessen ist nicht nur Joel Schmied wieder fit, de facto fallen verletzt „nur“ die beiden Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian aus. Eric Martel sitzt seine Sperre ab.

Auf welche Spieler setzt René Wagner?

Unter der Woche meldeten sich neben Schmied auch Alessio Castro-Montes und Tom Krauß wieder fit. Zudem haben Jahmai Simpson-Pusey und Sebastian Sebulonsen ihre jüngsten Sperren abgesessen. FC-Trainer René Wagner stehen somit 22 Feldspieler und die drei Torhüter zur Verfügung – und das ohne die Youngster Fynn Schenten und Youssoupha Niang, die wohl bei der U21 eingesetzt werden. Und somit steht für den Kölner Coach auch eine erste unangenehme Aufgabe bereits. Wagner muss bei der Nominierung des Kaders auf einige Akteure verzichten. Dem Spieltagskader gehören schließlich nur 20 Spieler, meist zwei Torhüter und 18 Feldspieler an. Heißt: Wagner muss für die Begegnung gegen Frankfurt gleich mehrere Spieler aus dem Kader streichen. Auf der Pressekonferenz an Karfreitag wollte der 37-Jährige natürlich namentlich keine Tendenz abgeben. Nur soweit, dass die Kader-Nominierung für Schmied zu früh käme.

„Es gibt eine Tendenz“

„Es gibt eine Tendenz für Sonntag für den Kader. Ich habe mit ein, zwei Spielern schon gesprochen, bei denen die Tendenz besteht“, so Wagner. „Vielleicht auch mit Jungs, die vielleicht auch enttäuscht sind, nicht mitzufahren. Aber das versuche ich, frühzeitig zu kommunizieren.“ Es scheint gut möglich, dass es den ein oder anderen Innenverteidiger trifft. Noch vor wenigen Wochen war die Zentrale der Defensive die Sollbruchstelle. Über Wochen fielen fünf der sieben Innenverteidiger aus. Das zu einer Zeit, in der Lukas Kwasniok noch auf eine Dreierkette setzte, also notgedrungen einen Akteur nicht auf seiner Primär-Position spielen ließ. Nun aber stehen Wagner mit Rav van den Berg, Cenk Özkacar, Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz gleich vier Innenverteidiger zur Verfügung. Da auch Sebulonsen und Krauß zur aller größten Not aushelfen könnten, wäre der Verzicht eines weiteren Abwehrspielers durchaus eine Option. Möglich aber auch, dass der Trainer den Rekonvaleszenten noch ein wenig Pause geben will.

„Ich muss jetzt Entscheidungen treffen, die nicht für jeden cool sind. Damit muss ich leben können. Aber damit müssen auch die Jungs leben können. Es hat nichts damit zu tun, wie lange ich die Spieler kenne“, sagte Wagner. „Bei den Jungs, die ich lange kenne, wird es am meisten wehtun.“ Der neue Coach betonte aber auch, dass es ihm nicht leicht fallen würde, aber er durchaus bereit wäre, die wichtigen Entscheidungen zu treffen.


Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

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Thomas Kessler spricht über das Trainer-Aus: „Sind zum Entschluss gekommen, etwas ändern zu wollen“

Nach knapp acht Monaten ist das Kapitel Lukas Kwasniok beim FC beendet. Vorerst wird der bisherige Co-Trainer René Wagner das Training übernehmen beim 1. FC Köln: Das sagt Thomas Kessler zum Trainer-Aus.

Die ganz große Überraschung war die Meldung am Sonntagabend dann nicht mehr. Lukas Kwasniok ist nicht mehr Trainer der Geißböcke. Der 44-Jährige wurde nach sieben sieglosen Spielen in Serie vom Verein freigestellt. Am Montag äußerte sich Thomas Kessler zu der Entscheidung.

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Diese war dem ehemaligen Keeper der Kölner nicht leicht gefallen. Immerhin hatte Kessler den Trainer als Wunschlösung im Sommer ans Geißbockheim geholt. „“, so Kessler. Am Sonntag informierte der 40-Jährige Kwasniok in einem persönlichen Gespräch über das Aus. In einer Medienrunde am Montagmittag äußerte der Geschäftsführer nun weitere Details zu der Trainerentlassung. “Ich habe die Entscheidung sicherlich nicht einfach gemacht. Aber nach der ganzheitlichen Bewertung sind wir zu dem Entschluss gekommen, dann etwas ändern zu wollen”, stellte Kessler klar. Auschlaggebend sei die Punkteausbeute aus den Duellen mit direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gewesen: “Wir hatten natürlich in den letzten Wochen jetzt schon die Chance, gegen direkte Konkurrenten auf Siege einzufahren. Und ich glaube, wenn man dann unterm Strich schaut, dass wir aus den letzten 18 Spielen auch nur zwei gewonnen haben, die aber dann gegen direkte Konkurrenten waren, dann haben wir das leider nicht geschafft […]”.

Kessler: „Wir haben vollstes Vertrauen in René“

Nun soll René Wagner die Wende herbeiführen. Der 37-Jährige war bereits unter Steffen Baumgart Assistenz-Trainer beim FC und später auch bei Union Berlin. Im Sommer holte Kessler den Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz wieder an den Rhein. Für seine ersten Schritte als Cheftrainer der Geißböcke stärkte Kessler ihm den Rücken: „Wir haben jetzt erst mal vollstes Vertrauen in René. Wir waren sehr froh, dass wir ihn im Sommer davon überzeugen konnten, dann wieder zum ersten Mal zu Köln zu kommen“, so Kessler. Wagner gilt als enger Vertrauter des Geschäftsführers, der die große Stärke des bisherigen Co-Trainers im zwischenmenschlichen sieht: „Ich begleite ihn jetzt schon ein bisschen länger und kenne ihn auch schon ein bisschen länger. Und bin von seiner fachlichen Expertise maximal überzeugt. René ist ein sehr smarter Mensch, der einen guten Umgang auch mit dem Staff hat, einen guten Umgang auch mit der Mannschaft hat. Und dem ich absolut zutraue, jetzt diese Rolle einzunehmen“. Unterstützung erhält Wagner vom jüngst verpflichteten Co-Trainer Armin Reutershahn. Kessler besetzte die vakante Co-Trainer-Position am Montagmorgen neu.


Der zweite Allrounder, eine Maschine und Wegbereiter für Kaminski in der Offensive

Jakub Kaminski und Tom Krauß vom 1. FC Köln
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Der zweite Allrounder, eine Maschine und Wegbereiter für Kaminski in der Offensive

Aufgrund der anhaltenden Verletzungsmisere musste Jakub Kaminski beim 1. FC Köln immer wieder auf anderen Positionen aushelfen. Das hat sich nun geändert. Denn ein weiterer Akteur macht seine Sache hinten rechts gut: Tom Krauß wird zum zweiten Allrounder beim 1. FC Köln.

Zwei Mal in Serie spielte Tom Krauß auf der Position des Rechtsverteidigers und löste die Aufgabe gut. So gut, dass er wohl auch gegen Gladbach dort auflaufen könnte. Lukas Kwasniok ist von den Fähigkeiten des gelernten Sechsers überzeugt. Denn das ermöglicht wiederum Jakub Kaminski die Besetzung der Idealposition.

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Auch, wenn sich die personelle Lage zuletzt ein wenig entspannte, die Situation rund um die Ausfälle ist bei den Geißböcken nach wie vor eine beachtliche. Für das Derby gegen Mönchengladbach werden Trainer Lukas Kwasniok wohl mehr als ein halbes Dutzend Spieler aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Wie ein roter Faden zieht sich die Personalsituation durch die Saison. Obwohl er allen Grund hätte, hadert der Coach nur sehr selten mit dem Verletztenstand, sucht viel eher dann doch kreativ seine Lösungen. Nicht umsonst spielte Jakub Kaminski gefühlt bis auf den Innenverteidiger und den Keeper jede Position bei den Geißböcken. Für den Trainer tatsächlich ein Dilemma. Denn Kwasniok sprach dem Polen vor der Saison ein Positions-Versprechen aus, das er aufgrund des personellen Engpasses und dann eben der Polyvalenz des Spielers nicht halten konnte.

„Es müsste schon mit dem Teufel zugehen“

Kaminski bewies aber, dass er eigentlich in vorderster Front für den FC die größte Waffe ist. Das wusste auch Kwasniok, der dann noch eine andere Lösung gefunden hat: Tom Krauß. „Ich habe einfach mit dem Tom einen zweiten Allrounder, den du wie eine Maschine überall hinstellen kannst. Mit anderen Stärken und Schwächen als Kuba, aber er führt einfach dazu, dass der Kuba wieder weiter vorne spielen kann“, erklärte Kwasniok am Donnerstag. Gegen den BVB und den HSV spielte der 24-Jährige als rechter Teil der Viererkette und löste die Aufgabe gerade in der Defensive stark. So, als wäre auch diese Position keine ungewohnte für den Defensivspieler, der zu Beginn der Saison auch schon als Innen- und Linksverteidiger agierte. „Tom ist ist einfach ein Soldat. Ich bin sehr happy, dass er bei uns ist“, lobte Kwasniok.

Dabei hatte sich der gebürtige Leipziger eigentlich im Zentrum festgespielt, ging dort zudem mit Leidenschaft und Willen im Stile eines Leaders voran. „Ich hätte ihn logischerweise auch lieber jetzt eben im Mittelfeld zum Abgreifen, aber so wie er das einfach als Rechtsverteidiger dann auch spielt, ist es für uns Gold wert“, sagte der Coach. Und eben auch, weil Krauß damit den Weg für Kaminski in der Offensive wiederum frei macht. Das sei gegen den HSV auch schon mal unsauber gewesen, „aber je länger er dann wieder in dieser Offensive frei spielen wird, desto öfter kommt er in diese Abschlusssituation“, erklärte Kwasniok. „Dann wird er in der Entscheidungsfindung auch besser werden. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, denn der Fußball ist so schnelllebig, aber es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn er dann noch mal rechter Verteidiger eines Tages spielen wird.“

Immerhin gibt es aber Licht am Ende des Personal-Tunnels. Mit Sebastian Sebulonsen ist der nominelle Rechtsverteidiger wieder zurück, sitzt gerade nur seine Gelbsperre ab. Auch Jan Thielmann wäre eine Option. Denn Lukas Kwasniok hätte sicher nichts dagegen, seine beiden Allrounder auf den eigentlichen Idealpositionen aufzustellen.


Tom Krauß tut alles für das „Riesenziel beim 1. FC Köln zu bleiben“

Tom Krauß überzeugt zunehmend
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Tom Krauß tut alles für das „Riesenziel beim 1. FC Köln zu bleiben“

In den vergangenen Wochen hat sich Tom Krauß zum absoluten Stammspieler entwickelt. Auch, weil er ein ganz großes Ziel verfolgt. Tom Krauß will unbedingt beim 1. FC Köln bleiben. Dazu muss der Klassenerhalt gelingen.

Tom Krauß will in Köln heimisch werden. Die Voraussetzungen sind eigentlich gut. Eigentlich, denn während der erste Teil eingetütet ist, gerät der zweite zunehmend in Gefahr.

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Dass er einer der großen Gewinner des Jahres 2026 bei den Geißböcken ist, dürfte Tom Krauß in der aktuellen Situationen eher sekundär interessieren. Der FC steckt in einer kleinen Krise, bewegt sich mit Tempo auf die Abstiegsplätze zu. Und der Mittelfeldspieler hat sich in den vergangenen Wochen als absoluter Teamspieler, als Leader der Kölner herausgestellt. Dementsprechend geht Krauß voran, will mit der Mannschaft möglichst schnell die Wende schaffen. In der Hinrunde lief es noch nicht so richtig rund für den 24-Jährigen, in diesem Jahr ist er möglicherweise der FC-Feldspieler, der am konstantesten auf hohem Niveau agiert. „Seitdem ich auf meiner Position spiele, konnte ich mich stetig weiterentwickeln“, sagte der gebürtige Leipziger nun im „FC-Podcast“ von Radio Köln.

„Ich will hier heimisch werden“

Tatsächlich hat der 24-Jährige in der Hinrunde immer wieder auf anderen Positionen aushelfen müssen – oder aus seiner Sicht dürfen. Der Mittelfeldspieler war sich nie zu Schade, mal als Innen- oder Außenverteidiger herzuhalten. Nun aber ist Krauß fester Bestandteil des Zentrums und geht dort eben als Leader voran. Zum einen, weil er Verantwortung übernehmen will, zum anderen geht es für ihn noch um eine ganz andere Sache: „Ich habe das Riesenziel hier in Köln zu bleiben. Das will ich mit aller Macht schaffen“, sagt Krauß. „Ich will hier heimisch werden.“ Kein Wunder, Krauß ist lange fußballerisch eben nicht heimisch geworden. Leipzig, Nürnberg, Schalke, Mainz, Luton, Bochum und nun Köln stehen auf der Clubliste des wohlgemerkt 24-Jährigen. Eine lange Liste, die um den Umstand von fünf Leihen noch ergänzt wird.

Die in Köln soll die letzte sein. Und die Voraussetzungen sind eigentlich gegeben. Der FC besitzt nicht nur eine Kaufoption, es ist eine Kaufpflicht. Die greift, wenn Krauß 15 Ligaspiele absolviert hat und wenn Köln die Klasse hält. Teil I ist erfüllt, Teil II eben nicht. Aktuell steuern die Kölner eben auf die gefährlichen Plätze zu. Am Samstagabend geht es gegen Borussia Dortmund, mit einer Niederlage droht am Wochenende der Abstiegsplatz. Für seinen Traum vom FC will der Sechser alles tun. „Ich fühle mich hier unfassbar wohl. Es ist alles gegeben“, sagt Krauß. „Es muss nur noch das eine Ziel gelingen.“ Doch die jüngsten Leistungen dürften die Euphorie um den FC ein wenig bremsen. Gerade das Spiel gegen den FC Augsburg war alles andere als ein fußballericher Leckerbissen.

„Unser Job ist es, auf dem Platz zu liefern“

Das weiß auch Krauß. „Wir müssen aus dem Spiel mitnehmen, dass es so einfach nicht geht“, sagt der 24-Jährige, der sein vollstes Verständnis für die enttäuschten mitgereisten Fans ausspricht. „Wenn mal die Leistung nicht so da ist, dann muss wenigstens der Elan, das Pressen, die Ekelhaftigkeit einfach da sein. Wir hatten sehr wenige Fouls. Das müssen wir uns auch ankreiden lassen“, so Krauß weiter. „Uns war immer bewusst, dass wenn wir nicht punkten, es dann schnell in die andere Richtung gehen kann.“ Zumal – und auch das betont der Mittelfeldspieler – die Konkurrenz nicht schlafe und punkte. Krauß kennt die Situation, steckte schon mit anderen Clubs im Abstiegskampf. Auch deswegen will der Leipziger mit gutem Beispiel vorangehen, Verantwortung eben übernehmen.

„Unser Job ist es, auf dem Platz zu liefern. Das haben wir gegen Augsburg nicht gemacht“, sagt Krauß, nun liege der volle Fokus aber auf dem Duell gegen Borussia Dortmund am Samstagabend. Der Mittelfeldspieler weiß um die Qualität des Gegners, will aber auch die ein oder andere Schwäche erkannt haben. Es werde eine schwere Aufgabe. Doch an Krauß soll es am Samstag nicht liegen. Der Mittelfeldspieler tut bekanntlich alles für sein großes Ziel: Er will beim 1. FC Köln heimisch werden.


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