Keine Chance für den 1. FC Köln? Das sind Mutmacher vor dem Bayer-Duell

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Keine Chance für den 1. FC Köln? Das sind Mutmacher vor dem Bayer-Duell

Unter René Wagner ungeschlagen, aber noch nicht überzeugt: Der 1. FC Köln kämpft um den Klassenerhalt und empfängt am Samstag mit Bayer 04 Leverkusen die Werkself, die nach dem Aus im Pokal unter Ergebnisdruck steht. Vor dem Aufeinandertreffen kann beim 1. FC Köln aus mehreren Gründen mit Zuversicht das kommende Wochenende erwarten: Das kann den Geißböcken gegen Leverkusen Mut machen

Unter René Wagner ungeschlagen, aber noch nicht überzeugt: Der 1. FC Köln kämpft um den Klassenerhalt und empfängt am Samstag Bayer 04 Leverkusen. Eine Werkself unter Druck, im Umbau, und mit einer Bank, die gegen Kölns Joker-Maschine überraschend schlecht aussieht.

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Nach dem vergangenen Spieltag, an dem die Geißböcke einen glücklichen Punkt vom Millerntor entführen konnten, ist die Gefühlslage am Geißbockheim zwiespältig. Zwar blieb man auch im dritten Spiel unter René Wagner ungeschlagen, doch das Gastspiel auf St. Pauli ließ Zweifel am weiteren Verlauf des Abstiegskampfs aufkommen. Gegen die Kiezkicker, die mit weitem Abstand die ungefährlichste Offensive der Liga haben, ließ die Wagner-Elf erstaunlich viele Chancen zu und tat sich in der Ideenfindung nach vorne schwer. Sie konnte nur durch einen umstrittenen Elfmeter ausgleichen.

Der Auftritt vom Freitag, der eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt hätte bedeuten können, mutierte zu einer großen Ungewissheit für die übrigen Aufgaben der Domstädter – insbesondere vor dem Hintergrund, dass am kommenden Wochenende kein Konkurrent aus dem Tabellenkeller in Müngersdorf zu Besuch kommt, sondern eine Mannschaft, die sich die Champions League als großes Saisonziel ausgemacht hat. Und dennoch gibt es da so einiges, was Wagner vor dem Duell mit Kasper Hjulmands Leverkusenern Mut machen dürfte.

Umbruch, Inkonstanz und Gerüchte- Leverkusen in der Krise

Nach einem umfassenden Kaderumbau im Sommer – Sportdirektor Simon Rolfes wickelte insgesamt 34 Transfergeschäfte ab – tut sich Bayer schwer, die für einen Spitzenclub angemessene Kontinuität im Ligaalltag auf den Rasen zu bringen. Insbesondere, da mit Florian Wirtz, Jonathan Tah und Jeremie Frimpong absolute Leistungsträger den Verein verließen und Neuzugängen wie Malik Tillmann oder Eliesse Ben-Seghir aus diversen Gründen bislang die entstandenen Lücken nicht füllen können. In einem Umfeld andauernden Umbruchs ist es nicht allerdings nicht überraschend, dass die neu zusammengestellte Bayer-Elf zeitweise auch gegen auf dem Papier schwächere Mannschaften Punkte liegen ließ.

So ließ Leverkusen bereits 19 Zähler in Spielen gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte liegen. Am vergangenen Spieltag verlor die Werkself im eigenen Stadion gegen den FC Augsburg mit 1:2, was die Instabilität der Mannschaft unterstreicht und die Kritiker des dänischen Trainers stärkt, der seit seiner Übernahme kurz nach Saisonbeginn auf eine bisher durchwachsene Spielzeit im Rheinland zurückblickt. Immer wieder wird darüber spekuliert, ob seine Zeit in Leverkusen spätestens im Sommer enden werde. Einige Medien berichten bereits über mögliche Nachfolgekandidaten. An vorderster Stelle wird dabei Fabian Hürzeler genannt, der beim FC St. Pauli bekannt wurde und derzeit beim Premier-League-Club Brighton & Hove Albion tätig ist.

Machen Joker den Unterschied?

Neben den anhaltenden Nebengeräuschen könnte es für den 1. FC Köln von Vorteil sein, dass Leverkusen am Mittwoch gegen den gerade gekürten Meister aus München antreten musste. Leverkusen bleibt nur zwei Tage, um sich auf das intensive Duell in Köln vorzubereiten. Trotz aller Möglichkeiten zur schnellen Regeneration und Belastungssteuerung ist man am Geißbockheim über dieser Doppelbelastung der Gegner sicherlich erfreut. Denn der FC hat sich bekanntlich als eine Mannschaft einen Namen gemacht, die insbesondere spät im Spiel durchschlagende Torgefahr entwickeln kann.

Denn beim 1:1 gegen den FC St. Pauli holte der 1. FC Köln in dieser Saison zum zehnten Mal nach einem Rückstand einen Punkt (ein Sieg, neun Unentschieden). Das ist nach dem FC Bayern der Bundesliga-Bestwert. Dass die Kölner so oft nach einem Rückstand punkten konnten, liegt unter anderem an den Einwechselspielern. Luca Waldschmidt erzielte in St. Pauli das zwölfte Kölner Joker-Tor dieser Bundesliga-Saison und stellte damit bereits jetzt einen neuen Vereinsrekord der Geißböcke auf. Der Aufsteiger kommt damit auf fast doppelt so viele Treffer durch Einwechselspieler wie das Spitzenteam Bayer Leverkusen (7), dessen Bank vermutlich besser besetzt ist.

Niederlage in Augsburg und Pokalaus: Bayer muss in der Liga liefern

Wenn Leverkusen am Samstag um 15:30 Uhr im RheinEnergie Stadion aufschlägt (abrufbar im Liveticker via come-on-fc.com), sollte man aus den genannten Gründen nicht in Versuchung geraten zu glauben, der 1. FC Köln habe ein leichtes Spiel vor der Brust. Die Niederlage gegen Augsburg am vergangenen Spieltag war umso bitterer, da die Werkself nach zuvor sieben ungeschlagenen Bundesliga-Partien einen neuen ligaweiten Saisonrekord an Torschüssen aufstellte und die Partie eigentlich hätte gewinnen müssen. Dazu gewann Bayer die vergangenen vier Pflichtspiele gegen Köln. Nach dem Pokalaus bleibt der Hjulmand-Elf nur noch die Möglichkeit, sich über eine Top-Vier-Platzierung in der Ligatabelle für die Champions League zu qualifizieren. Vor dem Nachbarschaftsduell sind die Domstädter also gewarnt, haben aber gleichzeitig das eine oder andere Ass im Ärmel.


1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

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1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Luca Waldschmidt brilliert in der Jokerrolle. Auch gegen den FC St. Pauli wusste der 29-Jährige zu überzeugen und setzte die positive Entwicklung fort beim 1. FC Köln: Luca Waldschmidt überzeugt erneut in der Jokerrolle

Im Kellerduell gegen den FC St. Pauli gab es nur wenige Lichtblicke für den 1. FC Köln. Für Luca Waldschmidt allerdings lief das Aufeinandertreffen mit den Kiezkickern wie gemalt.

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Die mitgereisten FC-Fans hatten für die Auswärtspartie gegen den FC St. Pauli eine eindringliche Botschaft im Gepäck, die sie kurz vor Anpfiff in einem Tifo entrollten: Zu sehen war ein finster dreinblickender Geißbock im Muscle-Shirt mit dem Schriftzug „Niemals aufgeben – niemals zurückziehen”. Umwabert vom Rauch der zündelnden FC-Fans nichts geringer als eine außergewöhnliche Darbietung für den Showdown am Millerntor-Stadion. Und diese Worte treffen auf einen Akteur im FC-Dress nur zu genau zu. Denn dieser Appell ist auch Ausdruck der schwierigen Spielzeit von Luca Waldschmidt, der seit der Amtsübernahme durch René Wagner ein neues Gesicht auf dem Feld zeigt und sich pudelwohl zu fühlen scheint.

Bereits am vergangenen Mittwoch teilte Wagner im Pressegespräch mit, dass ihm die derzeitige Entwicklung des gebürtigen Siegeners mehr als zusagt: „Es ist einfach eine Phase, in der ich finde, dass man mit vielen Spielern sprechen muss, weil die Situation natürlich nicht einfach ist. Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da muss jeder seinen Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs. Ohne jetzt Luca als einzigen herauszunehmen, machen das alle Spieler, die aktuell nicht von Anfang an spielen.”

Waldschmidt: „Ich spüre einfach Vertrauen“

Wagners Plan mit Waldschmidt scheint aufzugehen: Auch auf St. Pauli gelang es ihm, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken – mit etwas Mithilfe von außen. In der 79. Minute kam er für Isak Johannesson ins Spiel und übernahm die kreative Rolle in der FC-Offensive. Nachdem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Unterstützung des Videoassistenten ein Foul an Jakub Kaminski als elfmeterwürdig bewertet hatte, schnappte sich der 29-Jährige den Ball. Mit Blick auf die Auswärtskurve und gegen den Elfmeterkiller Nikola Vasilj im Tor der „Boys in Brown“ behielt Waldschmidt die Nerven und glich die Führung der Hamburger aus. Im Nachklapp des glücklichen Unentschiedens gegen die Kiezkicker erwiderte Waldschmidt das vorangegangene Lob seines Trainers: “ich glaube, ich bin mit René im guten und offenen Austausch. Ich spüre einfach auch Vertrauen. Auch wenn man vielleicht nicht von Beginn an auf dem Platz steht, glaube ich, kann man trotzdem ein gewisses Vertrauen dem Spieler entgegenbringen”.

Der Torschütze bestätigte noch einmal, dass er mit dem Wechsel auf der Trainerposition auch bei ihm Umdenken über seine Rolle innerhalb der Mannschaft stattgefunden habe: “Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass jeder seine Stärken ins Spiel bringt. Wenn die aktuell hinten raus sind, dann ist das eben so. Dass ich gerne lange auf dem Platz stehe, ist, glaube ich, kein Geheimnis. […] Wenn man sich das Spiel anschaut, dann sieht man, dass es an sich kein besonderes, schönes Fußballspiel war. Es ist selten schön, muss man sagen, sondern es ist viel Abarbeiten, viel Kampf. Vielleicht wird es hinten raus einfach ein bisschen mehr Fußball. Es geht dann einfach mehr darum, hinten raus nochmal Akzente zu setzen“.

Raus aus der Jokerrolle, rein in die Startelf

Mit Blick auf den Großteil der Partie abseits der Schlussphase inklusive des erlösenden Elfmeters muss allerdings klar werden: Auch ein herausragender Joker wird die größten Probleme des 1. FC Köln nicht lösen können, die im Duell mit Alexander Blessins St. Paulianern teils erschreckend deutlich wurden. So waren die Geißböcke gegen den Hamburger Defensivverbund lange Zeit ideenlos, es hakte im Umschaltspiel und bei den vielversprechenden Torchancen. So kam St. Pauli, das mit großem Abstand die harmloseste Offensive der Liga stellt, auf 2,26 xGoals, die Geißböcke nur auf 1,51, wobei der Elfmeter seinen Teil zur Bemessungsgrundlage für den Kölner Wert beiträgt. Zudem droht Ragnar Ache für die verbleibenden Saisonspiele auszufallen, was angesichts seiner zentralen Rolle im Offensivspiel des FC schwierig zu kompensieren sein wird. Vielleicht darf Waldschmidt am kommenden Spieltag gegen Bayer Leverkusen dann doch wieder von Beginn an ran.


Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Mets erzielt die Führung für den FC St. Pauli
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Zurück zur alten Baustelle des 1. FC Köln? Erneut Schwierigkeiten bei ruhenden Bällen

Haben die Geißböcke ihre alte Schwäche bei Standards überwunden, oder droht ihnen im Saisonfinale ein Déjà-vu? Das Spiel gegen St. Pauli hat gezeigt, wie anfällig die Defensive des 1. FC Köln bei ruhenden Bällen noch immer sein kann: Ist die Standard-Schwäche zurückgekehrt?

Der 1. FC Köln hat den Abstand in der Tabelle gewahrt, doch die Analyse des Spiels beim FC St. Pauli fällt nüchtern aus. Vor allem bei Standards offenbarten die Geißböcke erneut Probleme, die eigentlich schon überwunden schienen. Droht im Saisonendspurt die Rückkehr alter Schwächen, oder war der Auftritt gegen die Hamburger ein Sonderfall? Im Spiel selbst deutete sich die Gefahr bei ruhenden Bällen von Beginn an an.

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Sportdirektor Thomas Kessler zeigte sich nach dem Auftritt seiner Mannschaft gegen St. Pauli ehrlich: „Wir haben den Abstand gehalten. Das war für uns sehr wichtig. Der Spielverlauf hätte auch ehrlich gesagt nicht mehr hergegeben“. Auch Kessler ist nicht entgangen, dass die Domstädter vor allem nach ruhenden Bällen eklatante Probleme bekamen. Nach dem Gastspiel am Millerntor stellt sich die Frage, ob die Geißböcke unter der Regie von René Wagner im Saisonfinale wieder in alte Fehlermuster zurückfallen. Oder noch drastischer: Kehrt die Standardgegentor-Seuche beim 1. FC Köln zurück?

Gegentreffer mit Ankündigung

Die Hausherren strahlten während des gesamten Spiels insbesondere dann Gefahr vor dem Tor von Marvin Schwäbe aus, wenn es ihnen gelang, eine ihrer insgesamt acht Ecken zu erzwingen. Bereits nach 12 Minuten hätte es 1:0 stehen können, als Pauli-Stürmer Andreas Hountondji im Fünfmeterraum nach einer verlängerten Ecke völlig frei vor Schwäbe an den Ball kam. Houtondji bekam allerdings keinen Druck hinter die Kugel, seine Gelegenheit verpuffte. Der Franzose hatte im Vorfeld keine Probleme, sich von den Gegenspielern Jan Thielmann und Ragnar Ache, die durch die Verlängerung der Ecke über Pauli-Spieler Tomoya Ando aus dem Spiel genommen wurden, freizuspielen.

Bis zur 69. Minute dauerte es, bis die Kiezkicker die Zuordnungsfehler der Kölner Defensive bei Standards schließlich ausnutzten. Topscorer Daniel Sinanis Hereingabe erreichte Zielspieler Hauke Wahl am zweiten Pfosten. Eric Martels Ziehen und Zerren hinderte ihn nicht an der perfekten Vorlage für Karol Mets, der mit einem wuchtigen Kopfball aus fünf Metern keine Blöße gab. Zuvor gelang es gleich drei St. Paulianern, sich in der Gefahrenzone direkt vor Schwäbes Tor zu lösen: Houtondji, Arkadiusz Pyrka und eben Mets erhielten lediglich Begleitschutz von Isak Johannesson, Jahmai Simpson-Pusey sowie Felipe Chavez, die allesamt durch den Kniff der verlängerten Ecke erneut die Bindung zum Gegner verloren.

Standard-Schwäche gegen St. Pauli? Nicht nur ein FC-Problem

Ist der Auftritt in Hamburg nun Grund zur Sorge hinsichtlich der eigentlich begrabenen Standardschwäche Kölns? Diese Frage lässt sich nur vor dem Hintergrund sinnvoll beantworten, dass die Geißböcke gegen die „Boys in Brown“ mit den Standard-Königen der Liga zu tun bekamen. Der FC St. Pauli erzielte zwölf von 26 Saisontoren nach ruhenden Bällen, mit einem Anteil von 46 Prozent die meisten in der Liga. Der FC war hingegen bislang erst siebenmal durch Standards erfolgreich; nur zwei Teams in der Liga trafen dadurch seltener.

Und so deutlich das Spiel von St. Pauli mögliche defensive Schwachpunkte aufgezeigt hat, so ungefährlich spielten sich die Versuche in der Offensive ab. Wagners Plan bestand augenscheinlich darin, Said El Mala auf dem zweiten Pfosten einzusetzen, der die Kugel wiederum ins Zentrum befördern sollte (so gesehen bei Mets Führungstreffer). Das aufgeräumte Defensivverhalten der Gastgeber machte es dem Teenager jedoch sehr schwer, diese Variante vom Taktikbrett auf den Rasen zu bringen.

Wie schwer fallen Ecken ins Gewicht?

Angesichts der Punkteteilung gegen die Standardspezialisten aus der Hansestadt wäre es vermessen zu urteilen, die Geißböcke seien beim Thema Standards wieder auf dem Stand von Januar. Zumal Ecken in der laufenden Bundesligasaison statistisch geringer ins Gewicht fallen, als man vielleicht annehmen würde. Im Schnitt landet nur jeder 33. Eckball im Tor. Und dennoch wird Wagner vor dem kommenden Duell gegen Bayer Leverkusen mit seinem Team sicherlich einen besonderen Fokus auf die Verteidigung von Eckbällen legen. Denn die Leverkusener haben sich in der bisherigen Saison bereits 164 Chancen durch Ecken erspielt. Nur Hoffenheim und die Bayern können mehr vorweisen. Es bleibt abzuwarten, ob Köln aus dem Aufeinandertreffen mit St. Pauli die richtigen Schlüsse gezogen hat oder ob im Nachbarschaftsduell erneut Panik nach ruhenden Bällen ausbricht.


Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Luca Waldschmidt nach dem Ausgleich
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Vorentscheidung verpasst, Rückschlag verhindert: Luca Waldschmidt rettet dem 1. FC Köln per Strafstoß den Punkt

Der FC hat die Vorentscheidung verpasst, einen heftigen Dämpfer aber gerade noch einmal verhindert. Der 1. FC Köln spielt 1:1 beim FC St. Pauli und hält damit die fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Es hätte die Vorentscheidung fallen können, es wurde der harte Rückschlag verhindert. Der FC kam beim FC St. Pauli nicht über ein 1:1 hinaus, erzielte den Ausgleich wenige Minuten vor Spielende. Luca Waldschmidt glich die Führung der Kiezkicker per Strafstoß aus.

Hendrik Broschart berichtet aus Hamburg

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René Wagner hatte am Mittwoch bereits erklärt, dass es nach dem Bremen-Duell nicht unbedingt viele Gründe für die große Rotation geben würde. Und wie erwartet gab es tatsächlich nur eine Veränderung: Alessio Castro-Montes lief für Kristoffer Lund auf. Der FC legte relativ schnell den Vorwärtsgang ein. Zumindest kamen die Geißböcke zu den ersten Abschlüssen. Der Versuch von Jakub Kaminski wurde zur Ecke geblockt, aus der resultierte ein Schuss von Castro-Montes, der aber in Richtung Tribüne flog (5.). Keine 120 Sekunden später schickte Ragnar Ache Sturmpartner Said El Mala auf die Reise. Der Kölner Shootingstar setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch, die Kugel aber weit über das Tor. Ähnlich sah es bei Mathias Pereira Lage beim ersten Versuch der Kiezkicker aus (9.). Die beste Chance der Anfangsphase gehörte ebenfalls dem Gastgeber. Eine Ecke wurde auf Andreas Hountondji verlängert, der am langen Pfosten offenbar zu überrascht war (11.), um den Ball über die Linie zu drücken. Anschließend flachte die Partie zunehmend ab.

Ache verletzt vom Platz

Erst nach einer knappen halben Stunde probierte es Eric Martel aus der Distanz, doch die Kugel wurde wieder geblockt (28.). Auf der anderen Seite waren es aber wieder die Kiezkicker, die gefährlich wurden. Nach einer scharfen Hereingabe drehte sich Hountondji in der Box um Cenk Özkacar und zog ab, aber Marvin Schwäbe parierte weltklasse (33.). Die Phase gehörte nun den Nordlichtern, der FC hatte Schwierigkeiten, sich zu befreien. Auch Lars Ritzka schloss ab, doch wieder war der Kölner Keeper zur Stelle (35.). Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel waren die Kölner über Jan Thielmann wieder da, doch gefährlich wurde der Angriff ebenfalls nicht (45.). Schon in der Pause nahm Wagner den ersten Wechsel vor, brachte Linton Maina für den schwachen Jan Thielmann. Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgte Jahmai Simpson-Pusey, der mit einem Rückpass Schwäbe in arge Bedrängnis brachte (48.). Nur drei Minuten später der nächste Kölner Schock: Kaminski schickte Ache auf die Reise, doch der Stürmer verletzte sich bei der Aktion und musste für Marius Bülter vom Platz.

Waldschmidt trifft vom Punkt

Der Angreifer fügte sich mit einer sensationellen Aktion ein. Allerdings im eigenen Strafraum, als er den Ball nach einem Kopfball von Tomoya Ando von der Linie kratzte. Zuvor hatte El Mala aus 18 Metern die Latte getroffen (53.). Der Gastgeber war deutlich besser im Spiel, setzte die Kölner in der eigenen Hälfte fest und belohnte sich. Nach einer Ecke legte Hauke Wahl den Ball zurück und Karol Mets nickte ungestört ein (69.). Für die Schlussphase brachte Wagner mit Luca Waldschmidt und Felipe Chávez noch zwei weitere frische Kräfte. Und das zahlte sich aus. Nach einem Foulspiel von Mets an Kaminski griff der VAR Christian Dingert ein und Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nachträglich auf Elfmeter. Waldschmidt erhielt von El Mala den Ball und traf zum 1:1 (86.). In den Schlussminuten lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch, ein Tor fiel aber nicht mehr. Am kommenden Samstag ist Bayer Leverkusen zu Gast in Köln.

1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (70. Lund), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen (79. Waldschmidt) – Martel, Johannesson (79. Chávez) – Kaminski, Thielmann (46. Maina) – El Mala, Ache (51. Bülter); Tor: 1:0 Mets (69.), 1:1 Waldschmidt (86.)


    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Jubel bei den Kölner Spielern nach dem 2:1
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    Liveticker zum Duell des 1. FC Köln gegen St. Pauli: Punkteteilung beim 1:1

    Am Freitagabend ist der FC zu Gast am Millerntor. Dann steht für die Geißböcke das 30. Bundesligaspiel auf dem Plan. Alle Informationen gibt es im Liveticker zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli.

    Nach dem 3:1-Sieg der Geißböcke gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende steht das Duell gegen St. Pauli an. Mit einem weiteren Dreier könnten die Kölner einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

    Aus Hamburg berichtet Hendrik Broschart

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    Herzlich Willkommen zum Liveticker des Bundesliga-Duells zwischen dem 1. FC Köln und St. Pauli. Personell kann der Kölner Trainer, abgesehen von den Langzeitverletzten, erneut aus dem Vollen schöpfen. Die große Auswahl zwang René Wagner allerdings dazu, auch schwere Entscheidungen zu treffen und drei Profis in Köln zu lassen. So reisten am Donnerstag Florian Kainz, Dominique Heintz und Denis Huseinbasic nicht mit in den Norden.

    Gegen die Mannschaft aus Hamburg will FC-Trainer Wagner erneut drei Punkte einfahren und schaut positiv auf das Duell: „Der Sieg hat der Mannschaft ein Stück Selbstvertrauen gegebenen. Wir haben eine große Chance gegen St. Pauli und die wollen wir nutzen. Wir haben aber einen schweren Gegner und ein schweres Auswärtsspiel. Wenn wir dort aber drei Punkte einfahren, dann sieht die Tabelle wesentlich besser aus“. Die Stärken des FC St. Pauli erläuterte Wagner im Vorfeld. „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“, so der Coach.

    Auch der gegnerische Trainer will die Chance auf einen Dreier nutzen. „Ich bin überzeugt, dass die Jungs es besser machen werden. Wir wissen um die Situation, dass wir uns an Köln heranschieben können. Bei einer Niederlage ist auch nicht alles verloren. Wir wollen das Spiel natürlich gewinnen“, so Alexander Blessin vor der Begegnung mit den Geißböcken.



    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

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    Hamburger Flaute vs. Kölner Spektakel: Nutzt der 1. FC Köln St. Paulis Offensivkrise?

    Showdown im Tabellenkeller: Der 1. FC Köln reist mit breiter Brust ans Millerntor und kann den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Denn während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga. 1. FC Köln: Ungleiche Verhältnisse gegen den FC St. Pauli.

    Während die Geißböcke offensiv aufdrehen, gehört St. Pauli zu den harmlosesten Angriffsreihen der Liga: Die wenigsten Torschüsse, der schwächste xGoals-Wert und nur 25 Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Doch trotz dieser eklatanten Offensivprobleme bleibt das Hinspiel als Warnung präsent: Nutzt Köln die Gunst der Stunde oder schlägt der Kiezklub erneut überraschend zu?

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    In der Theorie kann der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den FC St Pauli den Klassenerhalt festzurren und (noch) Interimscoach René Wagner hätte die Geißböcke zum Erreichen des ausgerufenen Saisonziels getragen. Für diesen feierlichen Anlass erweckt die Reise ans Millerntor zu den “Boys in Brown” in erster Linie aus einem Grund Zuversicht, das Projekt Klassenerhalt bereits drei Spieltage vor Ende der regulären Saison abzuschließen.

    Denn Die Kiezkicker sind das Team mit den wenigsten Torschüssen (299), dem geringsten xGoals-Wert (28,3), den wenigsten Joker- (3) und Kontertoren (2). Nur 25 Treffer bejubelten die Hamburger in dieser Saison. Köln hingegen kommt in der gleichen Zeit auf 43 Treffer. Unter Wagner wiesen sie unlängst den höchsten xGoals-Wert aller Teams auf (3,0 in Frankfurt und sogar 4,4 gegen Bremen). Das ist nach dem Heimspiel gegen den HSV (4,6 am 9. Spieltag, 4:1) der zweit- und drittbeste Wert der Domstädter in dieser Saison.

    Bitteres Unentschieden- Schmerzhafte Erinnerungen an das Hinspiel

    Die Kräfteverhältnisse scheinen vorab also klar. Dennoch warnte Wagner im Pressegespräch davor, die Offensiv-Qualitäten der Kiezkicker zu unterschätzen: „Das ist eine Mannschaft, die es schafft, aus einem kompakten Block heraus gefährlich umzuschalten. Sie haben aber auch mit Ball ganz viele Lösungen. In diese dürfen wir nicht reinlaufen. Sie haben zudem Geschwindigkeit auf der letzten Linie, da kommt es auf die Restverteidigung an. Da waren wir gegen Bremen überragend“.

    Das im Fußball trotz derlei eindeutiger Vorzeichen auf dem Platz doch alles passieren kann, zeigte das schmerzhafte Unentschieden im Hinspiel. Denn da reichte ein einziger Abschluss der Blessin-Elf, um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe aus dem linken Halbfeld schraubte sich Paulis Ricky Jade Jones am höchsten in den Nachthimmel über Müngersdorf und erwischte die butterweiche Flanke mit seinem Hinterkopf. Marvin Schwäbe rutschte obendrein während der Parade unglücklich weg, der Ball landete im rechten unteren Eck zum 1:1-Endstand.

    Kann Wagner den Klassenerhalt klar machen?

    Von Jade Jones wird beim Rückspiel keine Gefahr ausgehen. Der Engländer, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hat, fehlt St. Pauli mit einem Riss des Syndesmosebandes. Die ohnehin niedrigen Erwartungen an ein Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber werden durch die Gelbsperre ihres besten Vorbereiters, Joel Chima Fujita, zusätzlich gedämpft. Immerhin können sie auf ihren besten Scorer Daniel Sinani zurückgreifen. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026.

    Trotz Sinani, trotz des unglücklichen Hinspiels und dank der herausragenden Fähigkeiten der Geißbock-Offensive werden die Domstädter mit Selbstvertrauen im Millerntorstadion auf den Rasen treten. Sollte Wagners Matchplan gegen die tief stehenden Gastgeber aufgehen, können die Kölner ein weiteres Jahr in der Beletage planen. Es bleibt abzuwarten, welche Ideen der Kölner Trainer seiner Mannschaft für die wohl wichtigste Aufgabe der Saison mit auf den Weg gibt.


    1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

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    1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt

    Luca Waldschmidt hat sich als Joker bei den Geißböcken wieder ins Spiel gebracht. Statt zu hadern, nutzt er jede Einwechslung, um sich als ernsthafte Option für die Startelf zu empfehlen. Das bemerkt auch Trainer René Wagner beim 1. FC Köln: Warme Worte für Joker Luca Waldschmidt.

    Luca Waldschmidt hat sein Rollen-Selbstverständnis beim 1. FC Köln unter der Leitung von Neu-Coach Wagner verinnerlicht. Dieser stellte der zweiten Garde um Waldschmidt nun auch wieder mehr Spielzeit in Aussicht – allerdings nur, wenn die Leistung stimmt.

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    Auch FC-Chefcoach René Wagner blieb den Fragen der Journalisten zu Said El Mala nicht erspart, die seinen Vorgänger hin und wieder zur Weißglut getrieben hatten. Als man dem 37-Jährigen am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli die obligatorische El-Mala-Frage stellte, lieferte er eine Antwort, die für Augenbrauenzucken sorgte. Denn Wagner nutzte die Gelegenheit überraschenderweise, um Stürmer Luca Waldschmidt zu loben. “Wir haben gewisse Rollen, die verteilt wurden und eingehalten werden müssen. Da müssen alle ihren Beitrag leisten. Ein großes Beispiel ist für mich Luca Waldschmidt. Er reißt sich in jedem Training den Allerwertesten auf, wird gefährlich, wenn er reinkommt, und hat im Training immer positive Energie. Das erwarte ich von den Jungs”.

    Waldschmidts wunderbarer Werder-Auftritt

    Es sind Worte, die doch sehr an die Rede seines Vorgängers erinnern, die dieser unmittelbar vor dem Rhein-Derby ablieferte. Damals ließ Kwasniok verlauten: „Zu Beginn der Saison musste ich auf diese Dinge hinweisen, jetzt kann ich das eher laufen lassen, weil ich sehr wohl spüre, dass Ron-Robert Zieler, Bülti, Luca, Kainzi und Heinzi wissen: Wir wollen den Verein in dieser Liga halten, auch wenn ich gerade wenig spiele. Das ist denen sehr wohl bewusst“. Nicht schwer zu erkennen – Kwasnioks Botschaft von damals hallt in den Worten Wagners zur Personalie Waldschmidt wider. Anders als bei dem Ex-Coach der Geißböcke scheint Waldschmidt seine Rolle als Ergänzungsspieler aber heute tatsächlich akzeptiert zu haben, denn zuletzt blühte er in dieser Rolle auf.

    So kam der Offensivspieler in der 76. Minute des Spiels gegen Werder Bremen für den gelb-rot-gefährdeten Ragnar Ache ins Spiel und hätte sich direkt nach seiner Einwechslung am Sonntag belohnen können. Isak Johannesson nahm den Joker mit, lief von außen nach innen und nahm aus 19 Metern Maß aufs linke obere Eck. Doch in dieser Situation erwischte nur die Querlatte. Tief in der Nachspielzeit war er dann erneut beteiligt. Seine scharfe Hereingabe von rechts auf Johannesson versenkte der Isländer mit tatkräftiger Unterstützung von Werders Torhüter Mio Backhaus unter der Latte im kurzen Eck. Auftritte wie diese gegen die Weserelf führen dazu, dass sich Waldschmidt wieder für die erste Elf in Stellung bringen kann.

    Waldschmidt hat seine Rolle unter Wagner verinnerlicht

    Hierin besteht vielleicht der entscheidende Unterschied der Aussagen Wagners zu jener Kwasnioks. Denn dem Interimscoach ist es wichtig, seinen Schützlingen das Gefühl zu geben, etwas an ihrer misslichen Ausgangssitation verändern zu können und den Platz auf der Bank hinter sich zu lassen. „Meiner Meinung nach bedeutet Rollenverständnis nicht, dass jemand von Anfang an genau diese eine Rolle ausfüllen kann, sondern dass man an Tag X seine Rolle versteht. In dieser Rolle muss man wachsen, sich weiterentwickeln und versuchen, immer wieder seine Leistung zu bringen, um sie gegebenenfalls zu verändern“, äußerte Wagner in diesem Zusammenhang auf dem Pressegesspräch am Mittwoch.

    Enorm wichtig sei laut Wagner auch eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Spieler und Trainer, um die Rollenentwicklung immer auch mit dem Wohlbefinden des Spielers abzustimmen. „Ich habe auch heute mit Luca gesprochen. Dann bekomme ich ein klares Feedback von ihm, ob er die Rolle angenommen hat oder nicht. Bei ihm war es beispielsweise so, dass er die Rolle gut angenommen hat. Meiner Meinung nach muss jeder Spieler versuchen, in seiner Rolle aktuell sein Bestes zu geben. Diese kann sich aber immer verändern. Denn sonst hätten wir quasi immer die gleiche Kaderstruktur und jeder Spieler wäre in seiner Rolle gefangen. Und das ist ja nicht das Ziel“.

    Ob Waldschmidt gegen die Kiezkicker als Joker brillieren oder vielleicht sogar von Beginn an spielen darf, wird sich erst am Freitagabend zeigen. Schon jetzt ist klar: Der Offensivmann ist für beides bereit.


    Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

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    Die beeindruckende Entwicklung des Ragnar Ache: Vom fleißigen Arbeiter zum Torjäger des 1. FC Köln

    Ragnar Ache blüht im Saisonendspurt auf und tritt aus dem Schatten von Said El Mala und Jakub Kaminski. Mit starkem Selbstvertrauen und wichtigen Treffern wird der Stürmer immer mehr zum entscheidenden Faktor im Abstiegskampf für den 1. FC Köln: Ragnar Ache blüht zur rechten Zeit auf.

    Im Saisonendspurt rückt der Angreifer zunehmend in den Mittelpunkt des Kölner Offensivspiels. Vor allem im letzten Saisondrittel trifft Ache nun selbst regelmäßig und unterstreicht damit seine Topform im Abstiegskampf.

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    In der letzten Phase der laufenden Spielzeit ist es Ragnar Ache gelungen, aus dem Schatten der Topscorer Said El Mala und Leistungsträger Jakub Kaminski zu treten. Im letzten Saisondrittel ist bei dem 27-Jährigen der Knoten geplatzt. Ache belohnt seine harte Arbeit in Zweikämpfen und Luftduellen als Wandspieler nun regelmäßig mit eigenen Treffern. El Mala ist zwar der mit Abstand beste Torschütze der Kölner und der FC profitiert von seinen Toren, doch der Verein ist nicht mehr allein von dem Shootingstar abhängig, da nun auch Ache trifft. Nach nur einem Tor in der Hinrunde kommt der 27-Jährige in der Rückrunde bereits auf sechs Tore. Spätestens seit seinem Auftritt im Abstiegs-Kracher gegen den SV Werder Bremen muss jedem klar geworden sein: Ache läuft im letzten Saisondrittel zu seiner absoluten Topform auf und verleiht den Geißböcken eine zusätzliche Portion Torgefahr.

    Ache im Scheinwerferlicht

    Denn auch beim zwischenzeitlichen 2:0 am vergangenen Spieltag gegen Daniel Thiounes Werderaner bewies er seinen Torriecher. Nach einer Ecke stand Ache gleich zweimal goldrichtig. Ein Kopfball von Cenk Özkacar landete am Pfosten. Den ersten Nachschuss konnte Mio Backhaus noch parieren, doch beim zweiten Versuch war der U21-Nationalkeeper machtlos und Ache drückte den Ball über die Linie. Ohnehin war der Angreifer der auffälligste Offensivspieler seines Teams.

    Kein anderer Geißbock suchte so häufig den Abschluss gegen Bremen. Gleichzeitig ging Ache in seiner Rolle als Wandspieler kompromisslos zu Werke und zog dabei die meisten Fouls. Er stand auch im Fokus der Szene, die den Spielverlauf am Sonntag maßgeblich beeinflusste: Ein einfacher Rückpass des Ex-Kölners Leonardo Bittencourt erwischte den hellwachen Ache mit der Fußspitze, wodurch der letzte Bremer in die Bredouille geriet. Bremens Innenverteidiger Marco Friedl fehlte beim Rettungsversuch gegen den Stürmer die nötige Trittfestigkeit, sodass er ausrutschte und Ache unsanft abräumte. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied auf Rot.

    „Dann ist mein Job erledigt“

    Niemand kann bestreiten, dass der 27-Jährige gegen Bremen seine Rolle als einer der Führungsspieler mit vollem Einsatz ausgefüllt hat. Dazu belohnte sich der Stürmer mit weiteren Punkten auf seinem Scorer-Konto, das sich durch die jüngsten Auftritte des gebürtigen Frankfurters so rasch füllt wie noch nie in dieser Saison. Wenn es nach dem 27-Jährigen ginge, würde sich in den verbleibenden fünf Ligaspielen der Kölner nicht viel ändern.

    „Ich bin noch zu selten zu sehen, auch wenn mir schon ein paar Tore gelungen sind“, sagte Ache in einem Interview mit dem Fußballmagazin „Kicker“. Dennoch sei er sich seiner Stärken und insbesondere auch der herausragenden Fähigkeiten der beiden anderen Torgaranten in seiner Mannschaft sehr bewusst. „Teil meines Jobs ist es ja auch, Bälle zu sichern und weiterzuleiten. Die spektakulären Dinge wie Dribblings überlasse ich dann lieber Said oder Jakub. Wenn ich auf sie ablegen kann oder den Gegner anlaufe, habe ich meinen Job erledigt. Das fühlt sich dann aber nicht so an, als würde ich hervorstechen – so wie Said, der fünf Leute ausdribbelt und dann noch ins Kreuzeck schießt“.

    Geht die Ache-Show auf St. Pauli weiter?

    Auch die Leistungen von Ache haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Kölner bereits am kommenden Freitag im Spiel gegen den FC St. Pauli den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen können. Denn seit zehn Jahren ist kein Team mehr mit 43 Toren nach 29 Spieltagen abgestiegen. Bereits unter Lukas Kwasniok gehörte der FC in der Offensive zu den besseren Mannschaften der Bundesliga. Der ehemalige Trainer formte in Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger René Wagner eine Offensive, die nicht der eines Bundesliga-Absteigers entspricht. Es bleibt abzuwarten, ob Ache auch auswärts gegen die Kiezkicker treffen kann.


    1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

    OF Jakub Kaminski im Duell mit Frankfurts Ritsu Doan (Foto: Neil Baynes/Getty Images)
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    1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

    Der 1. FC Köln zeigt in Frankfurt einmal mehr seine Comeback-Qualitäten. Doch warum braucht der FC oft erst den Rückstand, um gefährlich zu werden, und gelingt gegen Werder Bremen endlich auch ein Spiel ohne Drama? 1. FC Köln: Die Comeback-Könige vom Rhein

    Der 1. FC Köln untermauerte in Frankfurt einmal mehr seine Comeback-Qualitäten und mentale Widerstandskraft. Doch weshalb entfaltet der FC seine größte Gefahr so oft erst nach Rückständen? Und wird es gegen Werder Bremen diesmal gelingen, ohne Zittern bis zum Schluss zu spielen?

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    Für einen kurzen Moment schien es, als sei die Niederlage für die Kölner am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt ausgemachte Sache. In der 66. Minute brach Frankfurts Stürmer Jonny Burkhardt den Torbann und nur drei Minuten später erhöhte Arnauld Kalimuendo mit einem wuchtigen Schuss auf 2:0. Doch der Mannschaft von René Wagner gelang es, nach dem Doppelschlag zurückzukommen. Mit Treffern von Jakub Kaminski und Alessio Castro-Montes entführten die Kölner schließlich einen Punkt aus dem Deutsche-Bank-Park. Dieses Comeback könnte aber auch abseits der Tabelle für seine Spieler von enormer Bedeutung werden, ist sich Wagner sicher: „Wir haben in der ersten Halbzeit auch umstellen müssen, weil wir gemerkt haben, dass wir Probleme gegen den Ball hatten. Das haben wir dann getan, da haben die Jungs super mitgezogen. Und ja, dann kommen wir nach dem 2:0 so zurück. Wir haben uns bewiesen, dass wir in solchen Spielen auch noch zurückkommen können. Das sollte uns viel Kraft für die nächsten Spiele geben. Und daran werden wir festhalten.“

    Köln kann Comeback

    Die Comeback-Qualitäten der Geißböcke haben sie in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Tatsächlich ist die Wagner-Elf in dieser Kategorie sogar im Bundesliga-Vergleich fast absolute Spitze. In dieser Bundesliga-Saison holte der FC bereits zum neunten Mal nach einem Rückstand noch Punkte. Das gelang nur den Bayern häufiger (zehnmal). In Frankfurt waren die Kölner erstmals in dieser Saison einem Rückstand von zwei Toren gewachsen.

    Mit 0,183 Toren pro Schuss ab der 76. Minute liegt die Abschlussausbeute in diesem Zeitfenster deutlich über der der übrigen Spielphasen. Zum Vergleich: In den ersten 15 Minuten beträgt die Quote noch solide 0,167, fällt dann aber insbesondere zwischen der 61. und 75. Minute drastisch auf lediglich 0,051 Tore pro Abschluss ab. Gerade diese Phase wirkt wie ein klarer Bruch im Offensivspiel. Zwar kommt Köln hier auf immerhin 59 Abschlüsse, doch nur drei davon finden den Weg ins Tor. Das ist die schwächste Verwertung aller Spielabschnitte und deutet auf mangelnde Präzision oder Entscheidungsqualität im letzten Drittel hin.

    Warum der FC erst spät gefährlich wird

    Ein Blick auf die Chancenqualität mittels xG-Werten zeichnet ein differenzierteres Bild. In der Schlussphase generiert Köln mit 12,27 Expected Goals den höchsten Wert. Das spricht für eine starke Effizienz vor dem Tor oder eine zunehmende Spielkontrolle in den letzten Minuten, die mutmaßlich durch das Ausnutzen der Wechselfenster entsteht und die gegnerischen Abwehrketten zunehmend ermüdet und mürbe macht. Dadurch können schnelle Kölner Umschaltmomente mehr Durchschlagskraft entfalten. Dazu verfügen die Geißböcke über die passenden, offensive Spielerprofile auf der Bank, welche es dem ehemaligen Coach Lukas Kwasniok und nun auch Wagner überhaupt erst ermöglichen, dieses taktische Mittel zu nutzen. So brachte Wagner gegen Frankfurt beispielsweise erst Linton Maina in der 75. Minute und kurz darauf noch Castro-Montes, Marius Bülter sowie Luca Waldschmidt. Mit frischen Kräften wurde dann Frankfurts Verteidigung um Arthur Theate, Aurélien Amenda und Robin Koch – die es bis dahin bereits mit dem unermüdlichen Jakub Kaminski, Said El Mala und Ragnar Ache zu tun hatte – geknackt.

    Steigt am Sonntag das nächste Spektakel?

    Diese besondere kölsche Qualität könnte für das anstehende Heimspiel gegen den SV Werder Bremen wieder gefragt sein. Denn die Rheinländer gewannen keines der letzten vier Heimspiele, holten daraus nur zwei der zwölf möglichen Punkte. In jeder dieser vier Partien kassierte der FC mindestens zwei Gegentore. In dieser Bundesliga-Saison spielten die Kölner nur einmal zu null, am 20. Spieltag beim 1:0 gegen Wolfsburg. Dazu kommt, dass nach zehn erfolglosen Gastspielen in der Bundesliga zuletzt der Bremer Knoten platzte. Es gab zwei Auswärtssiege in Folge – dem 4:1 bei Union folgte ein 1:0 in Wolfsburg. Werder-Coach Daniel Thioune hatte seine ersten drei Bundesliga-Spiele mit Werder verloren, in den folgenden fünf Spielen gelangen drei Siege, jeweils gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

    Vieles spricht also dafür, dass die Geißböcke am Sonntag erneut ihre herausragenden Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen müssen. Es spräche aber natürlich auch nichts gegen einen unaufgeregten 2:0-Heimsieg. Den könnten die Domstädter nach mittlerweile neun sieglosen Spielen sicher gut gebrauchen.


    1. FC Köln: Volle Kapelle und Babyglück vor Duell gegen Bremen

    René Wagner beim Training mit der Mannschaft
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    1. FC Köln: Volle Kapelle und Babyglück vor Duell gegen Bremen

    Gute Nachrichten für die Geißböcke vor dem Abstiegskampf-Kracher gegen den SV Werder Bremen. Denn bis auf die Langzeitverletzten sind -mit einer Außnahme- alle Spieler fit beim 1. FC Köln: Volle Kapelle vor Duell gegen Bremen

    Vier Tage bleiben René Wagner noch, um seine Mannschaft auf das anstehende Heimspiel gegen Bremen vorzubereiten. Dafür kann der 37-Jährige aus dem Vollen schöpfen. Einzig ein Profi trainiert individuell.

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    Der 1. FC Köln hat mit der Vorbereitung auf das Abstiegskampf-Duell gegen Werder Bremen begonnen. Bereits am vergangenen Wochenende konnte sich Trainer René Wagner über einen üppig besetzten Spieltagskader freuen. So gab unter anderem Alessio Castro Montes sein Comeback nach langwierigen muskulären Problemen und steuerte mit seinem ersten Tor im Geißbock-Trikot einen wichtigen Beitrag zum Punktgewinn der Wagner-Elf bei. Die komfortable Kadersituation begleitet den FC auch in die Vorbereitung auf das Duell mit den Hanseaten. So kann Wagner auf ein nahezu komplettes Aufgebot zurückgreifen. Bis auf die Langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian, die weiterhin an ihrer Rückkehr arbeiten, absolviert lediglich ein FC-Profi ein individuelles Programm.

    Said El Mala trainiert individuell, Jahmai Simpson-Pusey im Babyglück

    Said El Mala sorgte für eine Schrecksekunde beim Auftritt der Kölner in Frankfurt. Der 19-Jährige Shootingstar zog sich eine Blessur am Sprunggelenk zu und musste ausgewechselt werden. Untersuchungen wiesen keine schwerere Verletzung nach, so dass der Topscorer wohl schnell ins Mannschaftstraining zurückkehren wird. Die üppigen personellen Möglichkeiten lenken die Aufmerksamkeit vor Sonntag auf den Kölner Trainer. Dieser muss wie schon gegen Frankfurt erneut schwere Entscheidungen treffen: Wer von seinen Schützlingen schafft es in den 20-köpfigen Spieltagskader und wer nicht?

    Eric Martel hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen, und auch Jahmai Simpson-Pusey ist zurück und eine Option für die Innenverteidigung. Der Verein gab heute Bekannt, dass der junge Engländer gegen Frankfurt aussetzen musste, weil Simpson-Pusey und seine Partnerin am Montag Eltern eines Sohnes geworden sind. Zwischen Babyglück und Freude über Rückkehrer kündigen sich Vier Tage vor dem Traditionsduell gegen Werder somit schwierige Entscheidungen für Wagner an. Er muss einige Spieler streichen. Am vergangenen Wochenende traf es die Youngster Youssoupha Niang, Fynn Schenten und Cenny Neumann, die in die U21 beordert wurden. Es bleibt abzuwarten, wen es gegen Daniel Thiounes Werderaner treffen wird.