Die Mechanik des Comebacks: Wie Köln Frankfurt entschlüsselte

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Die Mechanik des Comebacks: Wie Köln Frankfurt entschlüsselte

Im Duell mit Eintracht Frankfurt dominierten die Gastgeber das Spiel, doch die besseren Chancen lagen bei Köln. Wie passt das zusammen? Das Unentschieden zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Zwischen Effizienz und Exzellenz

Frankfurt hat den Ball, Köln die besseren Chancen. Wie konnte der 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt trotz der Dominanz hochkarätige Chancen kreieren?

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René Wagner ordnete den Punktgewinn seiner Mannschaft am Ostersonntag wie folgt ein: „Nach dem 0:2 so zurückzukommen, spricht für die Mannschaft, spricht für den Charakter der Truppe. Die Jungs kommen zurück, haben einen unfassbaren Willen und sind auch in schweren Momenten immer füreinander da.“

Was der 37-Jährige hier etwas floskelhaft als Charakter und Willensstärke seiner Mannschaft beschreibt, ist angesichts des Zahlenwerks rund um das Spiels gegen Eintracht Frankfurt durchaus eine genauere Analyse wert. Denn die 3,01 Expected Goals der Geißböcke im Vergleich zu 2,52 xGoals der Frankfurter werfen eine zentrale Frage auf. Wie konnte die Wagner-Elf mit deutlich geringeren Spielanteilen gegen eine zuletzt stabilisierte Frankfurter Defensive derart aussichtsreiche Chancen herausarbeiten und diese zudem effizient verwerten? Wie konnte sie den Frankfurtern, die unter Riera bis zum Spiel gegen Köln noch kein einziges Gegentor zu Hause kassiert hatten, gleich zwei einschenken?

Umschaltmomente und Einzelkämpfer

Über weite Strecken der Partie standen die Geißböcke tief und versuchten, das überladene Mittelfeld mit langen Bällen auf Ragnar Ache zu überbrücken. Im Angriff setzte Köln gezielt auf das Tempo von Said El Mala und Jakub Kaminski. Das Zentrum wurde bewusst überspielt. Ragnar Ache machte die Bälle fest und leitete sie an nachrückende Mitspieler weiter. In den ersten 60 Minuten griff dieser Plan jedoch kaum. Ein wesentlicher Grund dafür lag in der stabilisierten Frankfurter Defensive. Seit der Amtsübernahme von Dino Toppmöller kassiert die Eintracht im Schnitt nur noch 0,8 Gegentore pro Spiel, zuvor waren es 2,25. Grundlage dafür ist eine angepasste Ausrichtung.

Frankfurt verteidigt tiefer und organisiert das Mittelfeld über ein konsequentes Mann-gegen-Mann-Pressing. Nach einem Ballverlust benötigten die Frankfurter im Durchschnitt nur 18 Sekunden, um den Ball zurückzuerobern; die Kölner hingegen benötigten 28 Sekunden. Das Zentrum wurde so zur Frankfurter Kontrollzone. Köln blieb häufig nur der lange Ball oder das Umschalten nach einem Ballgewinn. Auch die letzte Linie der Eintracht agierte nahezu fehlerfrei gegen die vielen langen Zuspiele. Gefahr für Köln entstand vor allem nach Einzelaktionen oder Ballgewinnen, wenn es gelang, Tempo aufzunehmen. Eine der wenigen Szenen dieser Art gab es kurz vor der Pause. Ache klärte einen Frankfurter Einwurf per Kopf, der Ball landete bei El Mala, der sofort in die Tiefe startete und auf Kaminski ablegte. Aufgrund einer unsauberen Ballmitnahme konnte Torhüter Zetterer die Situation jedoch entschärfen.

René Wagners Instinkt zahlt sich aus

Die Antwort auf die Ausgangsfrage ist vielschichtig. Einerseits war da ein aufdrehender Kaminski, der zunächst bei einer Großchance in der ersten Hälfte noch am fehlenden Glück scheiterte, später jedoch den Anschlusstreffer erzielte. Dieser Treffer setzte spürbar neue Kräfte frei und veränderte die Dynamik der Partie.

Andererseits bewies Wagner gemeinsam mit seinem Trainerteam ein gutes Gespür für den Spielverlauf. Die Einwechslungen von Linton Maina, Alessio Castro-Montes, Marius Bülter und Luca Waldschmidt erfolgten genau im richtigen Moment. Mitten in der aufkommenden Druckphase der Kölner brachten sie frische Energie, zusätzliche Tiefe und neue Impulse ins Offensivspiel und legten damit den Grundstein für das Schlussfeuerwerk.

Nicht nur eine Charakterfrage

Kölns Comeback war weniger das Produkt reiner Moral als vielmehr das Ergebnis eines Spiels, das lange auf Messers Schneide stand und in den entscheidenden Momenten kippte. Und weil Köln genau in den wenigen offenen Momenten zuschlug, in denen Struktur zweitrangig wurde und Tempo, individuelle Qualität sowie Timing den Ausschlag gaben. So entstand aus einem über weite Strecken klar kontrollierten Spiel der Frankfurter doch noch eine Partie, in der Effizienz und Spielglück auf Kölner Seite den Unterschied machten. Oder anders gesagt: Der Charakter, von dem Wagner spricht, zeigte sich vor allem darin, im richtigen Moment die wenigen sich bietenden Räume konsequent zu nutzen.


Denis Huseinbasic feiert ein schwieriges Comeback in der Startelf

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Denis Huseinbasic feiert ein schwieriges Comeback in der Startelf

Vor dem 2:2-Unentschieden in Frankfurt nahm FC-Coach Wagner wie angekündigt einige Anpassungen vor. Ins Auge stach dabei der Startelf Einsatz von Denis Huseinbasic. Der 23-Jährige hatte in seinem ersten Spiel von Beginn an seit Januar eine schwierige Aufgabe vor der Brust mit dem 1. FC Köln: Denis Huseinbasic feiert ein schwieriges Startelf-Comeback

Überraschend setzte FC-Coach René Wagner im Duell gegen Frankfurt auf Denis Huseinbasic anstelle von Isak Johannesson. Das hatte verschiedene Gründe, wie der Trainer nach der Partie erläuterte.

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Im Vorfeld wurde viel darüber spekuliert, wie René Wagner, der neue Trainer des 1. FC Köln, sein erstes Spiel angehen würde. Der 37-Jährige verpasste dem Spiel seine eigene Handschrift: So ließ er etwa Said El Mala neben Ragnar Ache in der Doppelspitze starten und gab Allrounder Jakub Kaminski die Freiheit, von der nominellen Zehnerposition immer wieder auf seine bevorzugte Rolle als Linksaußen zu wechseln. Neben weiteren Anpassungen überraschte aber vor allem die Entscheidung, Denis Huseinbasic in der Startelf aufzustellen.

Der 23-Jährige stand zuletzt Anfang Januar beim ersten Spiel nach der Winterpause gegen den 1. FC Heidenheim von Beginn an auf dem Rasen. Danach verzichtete sein ehemaliger Trainer Lukas Kwasniok auf seine Dienste. In elf Partien reichte es nur für einen sechsminütigen Kurzeinsatz bei der 3:1-Niederlage in Stuttgart. Neben der ohnehin komplexen sportlichen Lage des Mittelfeldspielers ereilten ihn dann auch noch Hüftprobleme, die ihn zusätzlich ausbremsten. Gegen die Adler, für die der gebürtige Darmstädter für kurze Zeit als U17-Spieler auflief, vertraute sein Trainer ihm dennoch.

Darum setzte Wagner auf Huseinbasic

Denn wie Wagner nach dem Spiel mitteilte, hatte Isak Johannesson noch an der Belastung durch die zurückliegende Länderspielreise zu knabbern. Der Isländer war mit der Nationalmannschaft in Übersee unterwegs. Die zwei Partien der isländischen Auswahl gegen Kanada und Haiti steckten dem 23-Jährigen noch in den Knochen. „Ich glaube, dass Isak einfach eine lange Reise hatte. Die Bedingungen waren wohl recht schwer und wir wollten ihm einfach die Einwechslung geben, weil wir nicht geglaubt haben, dass er von Beginn an dann die volle Energie haben kann”. Wagner hob allerdings hervor, dass Huseinbasic nicht allein ein Ersatz für den überspielten Johannesson sein sollte- er habe sich den Startplatz mit überzeugenden Leistungen verdient: “Dennis hat super trainiert die letzten zwei Wochen. Und deswegen war es für uns logisch, dass er beginnen wird und Isak dann die Rolle bekommen wird von der Bank”.

Erschwerte Bedingungen in Frankfurt

In den 67 Minuten, in denen Huseinbasic im Deutsche Bank Park auf dem Rasen stand, musste er mit denkbar schwierigen Bedingungen zurechtkommen. So verfügte die SGE über deutlich höhere Ballbesitzanteile (61 % zu 38 %) und die Gießböcke agierten in den wenigen Umschaltmomenten nicht clever genug. Eintracht-Coach Albert Riera analysierte im Nachhinein, dass es ein klassisches Spiel „zwischen den Linien“ war. Eine Spielstruktur demnach, die von spielstarke Achtern einmal mehr erfordert, unter Druck einen raumöffnenden Pass aus dem Fuß zu zaubern. Davon war bei Huseinbasic allerdings wenig zu sehen, sodass sein Auftritt ohne bleibenden Eindruck vorüberging. Das ist angesichts der Frankfurter Feldhoheit für den Großteil des Spiels für Huseinbasic nicht überzubewerten

Ob Huseinbasic auch im Abstiegskampf-Kracher gegen Werder Bremen beginnen wird, ist noch ungewiss. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Anpassungen Wagner für das Spiel am Sonntag im Petto hat.


Neue Entwicklungen in der Transfersaga um Said El Mala

Said El Mala wurde zum dritten Mal in die Kicker Elf des Spieltags gewählt
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Neue Entwicklungen in der Transfersaga um Said El Mala

Berichten zufolge gibt es neue Entwicklungen um einen möglichen Transfer von Said El Mala. Neue Gerüchte rund um den 1. FC Köln: Ist der El Mala-Abgang bereits in trockenen Tüchern?

Ein neuer Tag, ein neues Gerücht rund um das Juwel des 1. FC Köln: Steht der Abgang von El Mala bereits fest?

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Laut Informationen des Reporters Christopher Michel vom Portal „Absolut Fußball“ ist der Abgang von Said El Mala nach England so gut wie beschlossene Sache. „Nach meinen Informationen aus Beraterkreisen soll der Wechsel von Said El Mala zu Brighton weitestgehend durch sein“, teilte Michel via „X“ mit. Laut Informationen des Kicker würde der Transfer auf Kölner Seite nur durchgewunken werden, wenn die Südengländer bereit wären, eine Summe jenseits von 50 Millionen Euro für den Senkrechtstarter zu bezahlen.

Die Zeichen stehen auf Abschied

Vor dem Hintergrund der jüngsten strategischen Entscheidungen am Geißbockheim erscheinen diese Informationen folgerichtig. Informationen der BILD zufolge hat der 1. FC Köln zwei Millionen Euro an Viktoria Köln überwiesen, um sich die Weiterverkaufsklausel über zehn Prozent zu sichern. Zudem spielt die anhaltend gute Form des Youngsters dem Domstadtklub in die Karten. Schließlich ist eine WM-Teilnahme des 19-Jährigen nach wie vor nicht auszuschließen, was den Marktwert des Topscorers massiv in die Höhe treiben würde.

Es gibt neben Brighton & Hove Albion gibt es jedoch auch andere Klubs von der Insel, die El Mala beobachten und ihn für den Sommer als mögliches Transferziel ins Auge fassen. Dazu zählen Newcastle United und der FC Chelsea. Der Londoner Klub ist weiterhin im Rennen, hat bislang jedoch kein offizielles Angebot abgegeben. Newcastle hat nach Informationen von BILD bereits einen Vorstoß unternommen, wurde jedoch von der Familie El Mala, die den Shootingstar des 1. FC Köln berät, zunächst abgeblockt. Auf die letzte Anfrage aus Newcastle soll es die Rückmeldung gegeben haben, dass die Tendenz eher in Richtung Brighton gehe.Es bleibt abzuwarten, wann in dieser Angelegenheit Nägel mit Köpfen gemacht werden.


Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

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Aufatmen beim 1. FC Köln: So lautet die El-Mala-Diagnose.

Said El Mala musste im Spiel gegen Eintracht Frankfurt mit einer Blessur ausgewechselt werden. Untersuchungen am Ostermontag sorgen nun für Erleichterung beim 1. FC Köln: Said El Mala wohl nicht schwerer verletzt

Ein Ausfall von Topscorer Said El Mala wäre eine denkbar bittere Nachricht für die Geißböcke gewesen, gerade jetzt, wo das Saisonfinale bevorsteht. Wie heute bekannt wurde, ist der Youngster nicht schwerer verletzt.

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Gute Nachrichten um Kölns Said El Mala. Der 19-Jährige musste beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt in der 82. Minute vorzeitig humpelnd den Rasen verlassen. Kurz zuvor hatte er nach Vorarbeit von Linton Maina eine gute Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Aus 14 Metern wollte er das Leder ins kurze Eck ziehen, doch Eintracht Keeper Michael Zetterer bekam beim Herauslaufen noch einen Arm dazwischen und konnte den Ball somit parieren. Im Anschluss konnte der Youngster nicht mehr weiterspielen, da er sich kurz zuvor ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt hatte. Der Torjäger der Geißböcke wurde in der Schlussphase mit einer Blessur am rechten Sprunggelenk ausgewechselt.

El Mala nicht schwerer verletzt

„Leider habe ich noch nichts gehört. Diese Frage habe ich jetzt schon öfter bekommen. Ich kann zu Said einfach noch nichts sagen“, antwortete FC-Coach René Wagner nach dem Abpfiff auf die Frage nach dem Zustand von El Mala. Der Youngster wurde am Ostermontag in der Media-Park-Klinik in Köln genauer untersucht.

Jene ärztlichen Untersuchungen haben schließlich ergeben, dass der Schlüsselspieler keine schwerere Verletzung aus der beschriebenen Szene davongetragen habe. Damit steht der Zehn-Tore Mann den Geißböcken im Abstiegskampf weiterhin zur Verfügung, die schlimmsten Befürchtungen um einen potenziellen längerfristigen Ausfall haben sich vorerst nicht bestätigt.


Jakub Kaminski überragt gegen Eintracht Frankfurt

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Jakub Kaminski überragt gegen Eintracht Frankfurt

Mit seinem Anschlusstreffer gegen Frankfurt brachte Jakub Kaminski sein Team zurück ins Spiel und setzte mit einem besonderen Jubel ein persönliches Zeichen. Der Spieler des Spiels überragte beim Duell zwischen Frankfurt und dem 1. FC Köln: Jakub Kaminski unvergleichlich

Jakub Kaminski bringt die Kölner mit dem Anschlusstreffer gegen Frankfurt zurück ins Spiel. Nach einem intensiven Auftritt wird sein Kraftakt belohnt – und er nutzt seinen Jubel, um ganz besondere Grüße zu senden.

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Jakub Kaminski hatte am Sonntag einen besonderen Auftrag zu erfüllen. Nachdem er den Ball zum 2:1-Anschlusstreffer fachgerecht an SGE-Keeper Michael Zetterer vorbei zum Anschlusstreffer eingeschweißt hatte, nutzte der Offensivmann seinen Jubel für eine emotionale Botschaft nach Hause: Der Torschütze schnappte sich das Spielgerät, steckte es sich unters Trikot und nahm einen Daumen in den Mund. Ein Gruß für seine schwangere Frau zu Hause, wie er im Anschluss an das Spiel noch einmal klarstellte – wenn eine solche Geste überhaupt einer Klarstellung bedurfte. „Meine Frau ist schwanger. Es ist eine gute Zeit für uns“, offenbarte der 23-Jährige im Interview mit den Vereinsmedien und ergänzte freudestrahlend, dass er den Jubel im Auftrag seiner Frau vollführt habe: „Ich musste diesen Jubel machen, weil meine Frau mir gesagt hat, dass ich bis zum Ende dieser Saison ein Tor schießen muss. Gegen Dortmund wollte ich es nicht machen, aber jetzt gegen Frankfurt – das war unser Moment.“

Kaminskis Kraftakt wird belohnt

Der polnische Nationalspieler bemühte sich nach Kräften, den Wunsch seiner Partnerin zu erfüllen. Mit sieben Torabschlüssen hatte er so viele wie die gesamte Mannschaft der Geißböcke zusammengerechnet. Auf der Zehnerposition hinter Ragnar Ache und Said El Mala riss er vmit 11,74 km mehr Strecke ab als jeder andere Akteur auf dem Grün. Wie alle anderen Geißböcke tat er sich allerdings insbesondere in der ersten Hälfte schwer, gegen die Hausherren Fuß zu fassen. Dazu wirkte er in mancher Schlüsselszene unglücklich. So etwa in der 41. Minute, als Said El Mala ihm dem Ball auf dem Silbertablett servierte. Kaminski aber hatte Probleme bei der Ballmitnahme, sodass der herauseilende Michael Zetterer den Winkel für den Angreifer extrem spitz machte und die Szene schließlich mit einer Beinparade bereinigte.

Erst nach dem Frankfurter Doppelschlag durch Jonny Burkhardt und Arnauld Kalimuendo, die innerhalb von drei Minuten eine Zwei-Tore-Führung herausspielten, ging ein Ruck durch die Mannschaft – und auch durch Kaminski. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte zog er von halbrechts ins Zentrum und suchte von der Strafraumkante den Abschluss. Frankfurts Hugo Larsson fälschte das Leder auf Höhe des Elfmeterpunkts unglücklich ab, sodass der Ball unhaltbar unten links neben dem Pfosten einschlug. „Mein Tor hat einen großen Unterschied ausgemacht, denn es fiel direkt nach dem 1:2. Dann kannst du dich direkt zurück ins Spiel kämpfen und die nächsten Tore erzielen. Das stresst die Gegner, aber was soll ich sagen? Diese Energie spüren wir auf dem Platz. Frankfurt hatte am Ende nicht mehr so viel Power. Wir hatten diesen Moment in den letzten zehn Minuten“, ordnete er nach dem Spiel ein.

Kaminski-Lob für Coach René Wagner

Dazu fand er lobende Worte für seinen neuen Cheftrainer. „Wir alle wissen, dass er nicht viel anders machen muss. Er kennt unsere Qualität, sowohl menschlich als auch als Spieler. Er hat gesagt, dass wir alle Spieler für die verbleibenden sechs wichtigen Partien brauchen, um in der Liga zu bleiben“, erklärte Kaminski und gab damit seltene Einblicke in die Kabine der Geißböcke. Dort fand der neue Chef an der Seitenlinie offenbar die richtigen Worte: „René hat vor dem Spiel das Richtige gesagt. Wir haben die Qualität, in der Bundesliga zu spielen. Wir müssen das nur auch mal zeigen, und das haben wir heute getan“.

Nun starten die Kölner in die Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen Werder Bremen. Bleibt zu hoffen, dass Kaminski auch im Heimspiel gegen die Bremer nochmals Grüße nach Hause schicken darf.


Kommentar: René Wagner und warum weniger jetzt mehr ist

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Kommentar: René Wagner und warum weniger jetzt mehr ist

René Wagner verzichtet auf große Worte und setzt auf Klarheit und Ruhe. Nach turbulenten Wochen wirkt sein Auftritt wie ein bewusster Gegenentwurf zur Ära Kwasniok. Diese neue Sachlichkeit zum entscheidenden Faktor werden für den 1. FC Köln: Klarheit, die guttut. Ein Kommentar zum neuen Trainer des 1. FC Köln.

Am Freitagnachmittag trat Interimscoach René Wagner vor die Medienvertreter, um Fragen für seine Chefcoach-Premiere am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt zu beantworten.

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Die Pressekonferenz von Interimscoach René Wagner vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt wurde mit Spannung erwartet. Am Sonntag steht der 37-Jährige erstmals als Cheftrainer in der Bundesliga an der Seitenlinie. Für den gebürtigen Dresdner ist das ein Meilenstein. Für den 1. FC Köln ist es vor allem eine Chance auf einen dringend benötigten Neuanfang. Und nach den 20 Minuten mit Wagner wird klar, worauf es ihm ankommt. Keine Selbstinszenierung, keine großen Versprechen, kein Blick auf die eigene Karriere. Wagner spricht über den Verein, über die Mannschaft, über das nächste Spiel. Das klingt banal, ist in Köln derzeit aber bemerkenswert. Es ist eine Haltung, die dem Club vielleicht zuletzt gefehlt hat. Mit Wagner ist Ruhe zurückgekehrt. Und diese Ruhe wirkt wie ein Gegenentwurf zu dem, was zuvor zu sehen war.

Neue Sachlichkeit am Geißbockheim

Denn mit Wagner ist eine angenehme Sachlichkeit ins Geißbockheim eingekehrt, die in den letzten Wochen unter Lukas Kwasniok verloren gegangen war. Der junge Trainer verzichtet auf endlose Monologe und eine übertrieben superlativische Sprache, wie sie sein Vorgänger auf den Pressekonferenzen zuweilen schon mal pflegte. Die PK-Auftritte unter Kwasniok waren zuweilen oft mehr Bühne für den 44-Jährigen selbst. Monologe, überladene Sprache, immer wieder der Versuch, Bedeutung zu erzeugen, wo Klarheit gefragt gewesen wäre. Es ging häufig um Wirkung, nicht immer um Inhalt.

Anstelle komplizierter Tennis-Metaphern oder ellenlanger Schachtelsätze präsentiert sich Wagner als Freund direkter und unmissverständliche Botschaften. Keine gedanklichen Umwege, keine rhetorischen Spielereien. Mit dem Ende der Ära Kwasniok hat sich der Ton in der Domstadt grundlegend verändert. Er ist leiser geworden, kontrollierter und damit vielleicht professioneller. Das mag weniger Schlagzeilen produzieren. Es ist aber möglicherweise genau das, was dieser Verein nach den vergangenen Wochen braucht. Wagner bietet bislang keinen Glanz durch langjährige Cheftrainer Erfahrung, aber er bietet etwas wertvolleres. Klarheit, Disziplin und die Konzentration auf das Wesentliche. Für den 1. FC Köln könnte genau das Zünglein an der Waage sein.

Die Wagner-Premiere steht kurz bevor

Das Auftreten Wagners lässt sich bereits als eine der Stellschrauben deuten, an denen in der Domstadt nachjustiert wird. Denn wie er selbst immer wieder betont, sind seinem Vorgänger sportlich kaum Vorwürfe zu machen, erst recht nicht in puncto Motivation oder Emotionalität. Umso spannender wird sein, wie die Mannschaft den neuen Ansatz gegen Frankfurt tatsächlich auf den Platz bringt.


Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Said El Mala und Ayoube Amaimouni-Echghouyab
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Vom Drittligisten zum Bundesliga-Hoffnungsträger: Said El Mala vs. Ayoube Amaimouni-Echghouyab

Zwei Dribbler, zwei außergewöhnliche Wege und ein Duell, das mehr verbindet, als es auf den ersten Blick scheint. Warum Eintracht Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab Erinnerungen an den Shootingstar des 1. FC Köln Said El Mala weckt: Kommt es zum Duell der Straßenfußballer?

Auf der einen Seite Frankfurts Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf der anderen Kölns Shootingstar Said El Mala. Es ist das Duell der Straßenfußballer. Zwei Fußballer, deren Weg doch ähnlich erscheint.

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Quizfrage: Gesucht ist ein Spieler, der in dieser Spielzeit den Sprung aus der 3. Liga in die Beletage gemeistert hat. Ein Straßenfußballer, der Gegenspieler umkurvt wie Pylonen, zeitweise schon zum Unterschiedsspieler avanciert und mit spektakulären Toren die Herzen der Anhänger erobert. Said El Mala kommt dem geneigten FC-Anhänger als Erstes in den Sinn. Doch die Rede ist von Ayoube Amaimouni-Echghouyab, der seit Winter das Trikot der Eintracht trägt und aus mehreren Gründen verblüffend an den Kölner Shootingstar erinnert. Ein Vergleich.

Shootingstars über Umwege

Im Sommer 2023 wurde dem Marokkaner mitgeteilt, dass sein Arbeitspapier nicht verlängert würde. Es folgte eine kurze Phase der Vereinslosigkeit sowie erfolglose Probetrainings bei Regionalligisten. Dann kam es zum Wechsel in die Oberliga zur SpVgg Erkenschwick. Der Offensivspieler erzielte für den Aufsteiger aus der Westfalenliga, der am Saisonende überraschend den vierten Platz belegte, 18 Treffer und bereitete sechs weitere vor. Über die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim spielte er sich als überragender Spieler der Hinrunde der laufenden Spielzeit in der 3. Liga in den Fokus einiger Bundesligisten – unter anderem auch in den des FC. Für Hoffenheim II gelangen ihm in 18 Spielen neun Tore und vier Assists. Im Winter 2025 folgte der Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Bei seinem Bundesliga-Debüt traf er zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Und bei seinem ersten SGE-Spiel von Anfang an legte er per Traumtor gleich den nächsten Premierentreffer nach.

Auch der Weg von El Mala auf die große Fußballbühne war steinig. 2021 wurde er in der U15 von Borussia Mönchengladbach aussortiert, wodurch sein Traum vom Profifußball geplatzt schien. Es folgte ein Wechsel zum TSV Meerbusch in die Niederrheinliga. Eine besondere Maßnahme entpuppte sich als genialer Kniff: El Mala bewarb sich auf mehrere Nachwuchsleistungszentren im Westen und fertigte für das Fußball-Start-up „Skillers Academy“ einen Film über sich an. Der einzige Club, der ihn zu einem Probetraining bat, war Viktoria Köln. Dort wurden die beiden Brüder von den Nachwuchs-Scouts des FC entdeckt und der Wechsel von der rechten auf die linke Rheinseite vorbereitet. Der Rest ist Geschichte.

Echte Straßenfußballer

Beide Spieler sorgen für Spektakel auf dem Platz. Was Amaimouni-Echghouyab und El Mala verbindet, ist, dass sie über Fertigkeiten verfügen, die in der Bundesliga rar sind. Dadurch können sie in brenzligen Situationen den Unterschied für ihre Mannschaften ausmachen. „Du kannst vieles im Training lernen. Ich lerne bei uns im Training mit unseren Trainern und meinen Mitspielern jeden Tag sehr viele Dinge dazu“, sagte Amaimouni-Echghouyab einmal gegenüber Vereinsmedien in Hoffenheim. Damals noch für die U23 der Kraichgauer im Einsatz, erläuterte auch, worin seine attraktive und unbekümmerte Art zu spielen wurzelt: „Aber das Kreative lernst du besonders in jungen Jahren, finde ich. Das kannst du dir, je älter du wirst, nur noch schwer aneignen.“

In einem Interview mit dfb.de aus dem vergangenen September gewährte El Mala Einblicke, was während des Spiels in seinem Kopf vorgeht: „Wenn ich den Ball bekomme, überlege ich nicht lange, sondern handle instinktiv. Ich liebe es, Eins-gegen-eins zu spielen. Aufgrund meiner Physis bin ich trotz meiner Größe ein recht schneller Spieler. Grundsätzlich können sich meine Mitspieler auf Spaß einstellen, wenn sie neben mir spielen. Ich suche viel Tiefe, will den Ball aber eher in den Fuß bekommen, dann kann ich einfach machen.“

Kreative Krisen-Kicker

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass beide Spieler derzeit in ihren Vereinen unter denkbar schwierigen Bedingungen arbeiten müssen. Die Kreativität von Amaimouni-Echghouyab kann der Mannschaft von Albert Riera derzeit nicht aus der Offensivflaute helfen. Die Adler müssen sich spätestens seit der jüngsten Niederlage gegen Mainz ernsthafte Sorgen um das europäische Geschäft machen. Said El Mala, der mit seinem Verein gegen den Abstieg kämpft, konnte trotz seines zehnten Saisontors im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach die Entlassung von Lukas Kwasniok nicht abwenden. Ob und in welcher Besetzung beide Dribbler am Sonntag in Frankfurt gegeneinander antreten werden (Anstoß 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via come-on-fc.com), ist derzeit noch ungewiss.

Denn wie El Mala im Anschluss an das U21-Qualifikationsspiel gegen Griechenland ankündigte, gibt es Überlegungen, aufgrund des tragischen Verlusts seiner Großmutter am Sonntag eine Pause zu nehmen. „Ich reise nun erst einmal nach Hause zu meiner Familie und schaue dann, ob es sofort mit dem Fußball weitergeht oder ob ich eine Pause brauche“, sagte er am Dienstag gegenüber der „Bild“.


Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

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Worte, Wechsel, Widerspruch: Die erstaunlichen Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Frankfurt-Trainer Albert Riera

Mit Frankfurts Albert Riera steht ein Coach auf dem Platz, der dem entlassenen FC-Trainer Lukas Kwasnsiok in Stil, Auftreten und Risikofreude verblüffend ähnelt und für reichlich Unterhaltung sorgen wird im Duell seiner Frankfurter gegen den 1. FC Köln: Erstaunliche Parallelen zwischen Lukas Kwasniok und Albert Riera.

Auch wenn Lukas Kwasniok gegen Frankfurt nicht mehr auf der Trainerbank der Geißböcke Platz nehmen wird, wird im Duell gegen die Eintracht mit Albert Riera ein ganz ähnlicher Coach an der Seitenlinie stehen. Denn der Ex-Cheftrainer der Kölner und der aktuelle Frankfurter sind sich erstaunlich ähnlich.

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Auch wenn Lukas Kwasniok beim Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr an der Seitenlinie stehen wird, dürfte er gedanklich dennoch präsent sein. Für viele FC-Anhänger wird die Begegnung unweigerlich Erinnerungen an den geschassten Coach wecken. Das liegt nicht nur daran, dass sein früherer Co-Trainer und jetziger Chefcoach René Wagner in der Kürze der Zeit kaum die Möglichkeit haben wird, Kader und Spielidee grundlegend umzubauen. Die eigentliche Parallele findet sich vielmehr auf der Gegenseite, genauer gesagt ebenfalls an der Seitenlinie. Albert Riera, der vor wenigen Wochen auf Dino Toppmöller folgte, erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Kölner Kollegen.

Entertainer auf der Trainerbank

Und Kwasniok hielt sein Versprechen. Unter ihm wurde es am Geißbockheim nie langweilig, wenngleich sich die Chefetage das wohl gerne gewünscht hätte. Kwasnioks Selbstverständnis, ein Zahnrädchen in der Showmaschinerie Bundesliga zu sein, legt einen Vergleich mit Albert Riera nahe. Beide genießen es, ihre Botschaften in bildhafter Sprache zu vermitteln. „Im Vergleich zum Tennis haben wir den ersten Satz in dieser Saison vielleicht 7:5 gewonnen. Den zweiten haben wir 1:6 verloren. Aber wir sind in der Lage, zurückzuschlagen“, teilte Kwasniok etwa nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund vor drei Wochen mit und trug damit in der Öffentlichkeit dick auf, um seinen zu diesem Zeitpunkt wackeligen Cheftrainerposten zu verteidigen. Auch Riera bedient sich gerne bildhafter Sprache und zieht Vergleiche. Mal geht es um Spieler, die von Balkonen springen. Mal sind es Haie, die Blut riechen. Oder darum, dass seine Spieler die Schönsten in der Liga sein sollten.

Überforderung durch Variabilität

Die Parallelen gehen jedoch über die Rhetorik hinaus. Sowohl Kwasniok als auch Riera fordern ihre Teams mit einem hohen Maß an taktischer Variabilität. Häufige Wechsel in der Startelf und Positionsrochaden gehören bei beiden zum Alltag. Kontinuität ist selten, Anpassungsfähigkeit dagegen zwingend erforderlich. Beide stellen ihre Mannschaft durch extreme Variabilität hinsichtlich ihrer taktischen Vorgaben vor enorme Herausforderungen. Das Personal wird häufiger ausgetauscht und die Positionen einzelner Spieler regelmäßig verändert.

Kontinuierliche Einsatzzeit bekamen unter Kwasniok nur Torhüter Marvin Schwäbe und Allrounder Jakub Kaminski. Der Rest musste sich aus Verletzungsgründen oder aus anderen Gründen mit der Bank begnügen. In der Domstadt stand Kwasniok für die häufige Rotation der Anfangself in der Kritik. Auch in Frankfurt lässt Riera Spieler fernab ihrer nominellen Positionen starten. Nationalspieler Nathaniel Brown ist beispielsweise fast überall zu finden, ebenso wie Nnamdi Collins, der ebenfalls auf seiner vermeintlich schwächeren Seite spielt. Arnaud Kalimuendo spielte bereits als Rechtsaußen, Rechtsverteidiger und siegbringenden Mittelstürmer.

„Am Ende zählt die Qualität“

Zudem ist das komplizierte Verhältnis zwischen den Trainern und einigen ihrer Spieler nicht von der Hand zu weisen. Für Unverständnis sorgte am vergangenen Spieltag die Nichtberücksichtigung von Weltmeister Mario Götze für das Derby gegen Mainz, die Riera auf Nachfrage nicht plausibel begründen konnte. Nach der Niederlage gegen die Mainzer sprach der Spanier seinem Team dann auch noch die nötige Klasse ab: „Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität.“ Damit erinnert er stark an das überraschend deutliche und kontroverse Urteil von Kwasniok über seine Mannschaft, das dieser noch in der Saisonvorbereitung nach dem Spiel gegen Fortuna Köln geäußert hatte.

Auch wenn Kwasniok am Sonntag beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17:30 Uhr, abrufbar im Liveticker via comeon-fc.com) nicht mehr in der Coachingzone stehen wird, wird es durch Riera an Unterhaltung neben dem Platz kaum mangeln.


Thielmann-Lob für neue Coaches beim 1. FC Köln

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Thielmann-Lob für neue Coaches beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln setzt im Abstiegskampf auf frischen Wind im Trainerteam. Mit Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn soll der Turnaround gelingen. Spieler wie Jan Thielmann zeigen sich bereits überzeugt von der neuen Mischung aus Erfahrung und Feuer. 1. FC Köln: Jan Thielmanns Urteil zu den neuen Coaches.

Vor dem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt drehte der 1. FC Köln bekanntlich an einigen Stellschrauben. Ein neu formiertes Trainerteam um Lukas Sinkiewicz und Armin Reutershahn soll den Abstiegskampf drehen und sorgt laut Jan Thielmann bereits für frische Energie auf dem Platz.

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Der Auftritt der Kölner im Deutsche Bank Park gegen Eintracht Frankfurt naht mit großen Schritten. Mit einem neuen Mann an der Spitze und zwei weiteren Ergänzungen im Trainerteam soll der Turnaround im Abstiegskampf für den 1. FC Köln eingeleitet werden. Erst vergangene Woche Freitag verkündete der Verein, dass Lukas Sinkiewicz das Trainerteam vervollständigen soll. Sinkiewicz ist ein Bundesliga-erfahrener Ex-Profi, der es beim FC einst aus dem Nachwuchs in die erste Mannschaft schaffte. Weder Cheftrainer René Wagner noch der am Montag vorgestellte Armin Reutershahn haben selbst in der Bundesliga oder auf Erstliga-Niveau gespielt. Reutershahn blickt jedoch auf über 1 200 Pflichtspiele als Co-Trainer auf Profiliga-Niveau zurück.

Das sagt Jan Thielmann zu Reutershahn und Sinkiewicz

In der Trainingswoche vor dem Rennen in Frankfurt müssen sich die beiden Neuankömmlinge nun schnell in die Mannschaft integrieren. Wie Jan Thielmann am Dienstag in einer Medienrunde verriet, ist ihnen das durchaus gelungen: „Ich erlebe sie beide sehr lebendig. Armin hat unfassbar viel Erfahrung und hat einige Trainerstationen miterlebt. Sinke bringt ein gewisses Temperament und Feuer mit. Es macht Spaß, weil sie sich beide ergänzen“, analysierte Thielmann.

Die Kombination aus geballter Erfahrung aus über tausend Spielen an der Seitenlinie und einer langjährigen Karriere als Profi auf höchstem Niveau – zudem beim 1. FC Köln selbst – hat auch Geschäftsführer Thomas Kessler und Interimstrainer Wagner überzeugt. „Wir haben das Profil eines Co-Trainers gesucht, der schon viel erlebt hat. Ich brauche jemanden an meiner Seite, der mich auch mal zurückholt, wenn ich zu stark auf dem Gaspedal stehe“, teilte Wagner bereits in der vergangenen Woche mit. „Für uns war es wichtig, unser Trainerteam um eine Persönlichkeit zu erweitern, die selbst auf eine erfolgreiche Profikarriere zurückblickt und diese Erfahrung tagtäglich in die Arbeit mit der Mannschaft einbringen kann“, ließ Thomas Kessler sich in einer offiziellen Mitteilung des Vereins anlässlich der Rückholaktion von Lukas Sinkiewicz zum 1. FC Köln zitieren.


1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

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1. FC Köln zu Gast in Frankfurt: Zwischen Riederwald und Rhein – Wenn Vergangenheit auf Abstiegskampf trifft

Wenn der 1. FC Köln auf Eintracht Frankfurt trifft, geht es für die Geißböcke um weit mehr als nur drei Punkte. Mit einem neuen Trainergespann an der Seitenlinie und gleich mehreren Spielern mit Frankfurter Vergangenheit im Kader trifft Sentimentalität auf knallharten Abstiegskampf. 1. FC Köln: So viel Frankfurt steckt in den Geißböcken

Mit Spielern und Verantwortlichen, die einst selbst am Riederwald ausgebildet wurden oder den Sprung über Frankfurt in den Profifußball geschafft haben, bekommt die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln eine besonders emotionale Note.

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Die Begegnung des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt ist eine besonders spannungsgeladene. So lechzen die Geißböcke nach langer Durststrecke endlich wieder nach einem Sieg. Im ersten Spiel von Interimscoach René Wagner an der Seitenlinie der Kölner soll das zuletzt stagnierte Punktekonto im Abstiegskampf aufgebessert werden. Helfen soll Wagner dabei der jüngst verpflichtete Co-Trainer Armin Reutershahn, der eine lange gemeinsame Geschichte mit der Eintracht hat.

Reutershahn blickt auf viele prägende Jahre in Frankfurt zurück. Insgesamt war er über ein Jahrzehnt in zwei Etappen dort tätig. Von 2004 bis 2009 arbeitete er als Assistent von Friedhelm Funkel und erlebte in dieser Zeit den Aufstieg in die Bundesliga hautnah mit, auch der Einzug ins DFB-Pokalfinale in der Saison 2005/06 fällt in diese Phase. Später folgte der vielleicht größte Moment in Reutershahns langer Karriere, als die Eintracht 2018 im DFB-Pokalfinale überraschend den FC Bayern München besiegte. Die Frankfurter Spur zieht sich jedoch nicht nur durch das Trainerteam, sondern auch durch den Kölner Kader, in dem mehrere Spieler eine Vergangenheit am Main haben.

Luca Waldschmidt mauserte sich in Frankfurt zum Profi

Für Luca Waldschmidt ist die Fahrt nach Frankfurt ein Reise ganz an den Anfang seiner Karriere. So holte die Eintracht den Mittelstürmer bereits 2010 aus dem mittelhessischen Wieseck in ihre Jugend und bildete ihn über Jahre hinweg aus. Zuvor hatte Waldschmidt bei kleineren Vereinen wie dem SSV Oranien Frohnhausen, dem SSC Juno Burg und der TSG Wieseck gespielt. In Frankfurt durchlief er die Nachwuchsteams, unterschrieb 2014 seinen ersten Profivertrag und sammelte erste Erfahrungen im Bundesligateam. Insgesamt kam er auf 14 Pflichtspieleinsätze, sein einziges Tor erzielte er im DFB-Pokal.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Waldschmidt bei der Eintracht jedoch nicht. Unter Trainer Niko Kovac erhielt er nur begrenzt Spielzeit und entschied sich deshalb 2016 für einen Wechsel zum Hamburger SV, um seine Entwicklung voranzutreiben. Viele Jahre später führte ihn sein Weg schließlich zum 1. FC Köln, wohin er in der letzten Saison von Steffen Baumgart geholt wurde. Dort musste er allerdings auch den Gang in die 2. Bundesliga mit antreten.

Keeper Marvin Schwäbe lernte bei den Adlern fliegen

Ein ähnlicher roter Faden zieht sich durch die Karriere von Marvin Schwäbe: Auch er hat eine Vergangenheit im Nachwuchs der Eintracht. Seine ersten Schritte im Fußball machte Schwäbe beim SC Hassia Dieburg, bevor er über Kickers Offenbach ins Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt kam. Dort spielte er von 2009 bis 2013 und empfahl sich früh für höhere Aufgaben. Noch während seiner Zeit in der A-Jugend gehörte er bereits zum Kader der zweiten Mannschaft und sammelte 2012 in der Regionalliga Südwest seine ersten Einsätze im Herrenbereich.

Nach dieser prägenden Phase zog es ihn zur TSG Hoffenheim, wo er unter Trainer Markus Gisdol den Sprung in den Bundesligakader schaffte. Anschließend führte ihn der Weg zum etablierten Profi über mehrere Stationen im deutschen Fußball, darunter Osnabrück, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und Nürnberg. Seinen Durchbruch schaffte Schwäbe schließlich beim 1. FC Köln. In der Saison 2021/22 entwickelte er unter Steffen Baumgart sich zum ernsthaften Konkurrenten von Timo Horn und erkämpfte sich den Stammplatz im Tor der Geißböcke.

Denis Huseinbašićs Vergangenheit in Offenbach

Ein weiterer Geißbock mit Frankfurter Vergangenheit ist Denis Huseinbašić, dessen Werdegang die Bedeutung der Nachwuchsarbeit in der Region einmal mehr unterstreicht. Dabei verbindet ihn nicht nur etwas mit Eintracht Frankfurt, sondern auch mit deren Erzrivalen Kickers Offenbach. Über den SV Darmstadt 98 wechselte er bereits als Kind zur Eintracht und durchlief dort die Akademie, bis er im Alter von 16 Jahren den Verein verlassen musste. Eine neue sportliche Heimat fand er ausgerechnet bei Kickers Offenbach, wo er sich weiterentwickelte und schließlich auf sich aufmerksam machte.

Von dort gelang ihm der große Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga. Der 1. FC Köln sicherte sich seine Dienste für gerade einmal 50.000 Euro, ein Transfer, der sich im Nachhinein als echter Glücksgriff erwies. Unter Trainer Steffen Baumgart wurde Huseinbašić zunächst offensiv auf dem Flügel eingesetzt. Diese mutige Entscheidung zahlte sich aus. In seiner Premierensaison im Trikot der Kölner sorgte der Bosnier direkt für Aufsehen. Den emotionalen Höhepunkt setzte er mit seinem ersten Treffer für den FC, der ausgerechnet im Derby gegen Borussia Mönchengladbach fiel und ihm einen besonderen Platz in den Herzen der Fans sicherte.

Ragnar Aches Verhältnis zur SGE ist komplex

Mit Ragnar Ache reiht sich ein weiterer Spieler in die Liste der Kölner mit Frankfurter Vergangenheit ein, dessen Geschichte eng mit der Region und der Nachwuchsförderung verbunden ist. In der Mainmetropole geboren, trug er zeitweise selbst den Adler auf der Brust und steht nun für die Domstädter auf Torejagd. Seine Zeit bei Eintracht Frankfurt verlief jedoch alles andere als geradlinig. Nach seinem Wechsel von Sparta Rotterdam im Jahr 2020 galt Ache als vielversprechendes Talent, konnte sich aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Zwar feierte er früh sein Bundesliga-Debüt, doch schon kurz darauf wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Oberschenkelprobleme sorgten dafür, dass er den Großteil seiner ersten Saison verpasste. Sein Treffer am letzten Spieltag blieb ein kurzes Highlight in einer insgesamt schwierigen Phase. Auch in der darauffolgenden Spielzeit kam Ache nur sporadisch zum Einsatz. Obwohl er mit der Eintracht 2022 den Gewinn der Europa League feiern konnte, spielte er sportlich nur eine Nebenrolle. Entsprechend deutlich fällt heute sein Fazit aus. „Was habe ich zwei Jahre da gemacht? Nicht wirklich gespielt“, erklärte der Angreifer vor dem Hinspiel in dieser Saison. Um wieder Spielpraxis zu sammeln, wurde Ache zunächst an Greuther Fürth verliehen, ehe er über den 1. FC Kaiserslautern schließlich seinen Weg zum 1. FC Köln fand.

SGE-ht um alles für den 1. FC Köln

So unterschiedlich die Wege von Waldschmidt, Schwäbe, Huseinbašić und Ache auch verlaufen sind, in einem Punkt dürften sie sich einig sein. Die Erinnerungen an ihre Zeit in Frankfurt werden an diesem Spieltag nur eine untergeordnete Rolle spielen. Mindestens für die Dauer der Partie müssen persönliche Verbindungen in den Hintergrund rücken, auch wenn sie die eigene Karriere geprägt haben. Denn beim 1. FC Köln zählt im Saisonendspurt vor allem eines: der sportliche Erfolg. Im Abstiegskampf ist kein Platz für Sentimentalität, denn die Lage ist zu ernst. Jeder Punkt kann entscheidend sein, jeder Zweikampf richtungsweisend.